„Meggies Muckerl“

Ende der Achtziger gab es in der Bäckerei um die Ecke, Riemische, Pfennigmuckerl und natürlich Semme, herrlich  resche Brezn und die Leute standen Schlange…

Wehe man konnte das Gebäck, welches man haben wollte nicht exakt „Ansagen“

„Semmel ho ma nett , moan se semme…“

Nur noch äußerst selten kann man heute Pfennigmuckerl , Maurer oder Riemische kaufen.

Wenn früher ein Maurer zur Arbeit gegangen ist, dann hat er zwei Maurerlaiberl
gekauft und zwei Regensburger, das war eine Brotzeit, die auch einen Handwerker
satt gemacht hat.

Maurerlaiberl und Schusterbuam deuten auf Vorlieben der Handwerker hin.
Pfenningmuckerl sind so klein, dass sie früher tatsächlich nur einen Pfennig gekostet
haben. Es werden immer 4 oder 5 in einer Stange gebacken. So hat man „uma a
fünferl“ fünf Semmel bekommen.
Doch woher stammt der Name „Riemische“, oft fälschlicherweise als „Römersemmel“
angeboten? Mit den Römern haben diese Roggensemmel garantiert nichts zu tun.
Es gibt zwei Versionen woher der Name stammen könnte. Erstens: es handelt sich
um einen bestimmten Ausmahlungsgrad des Roggenmehls. Zweitens: man hat
Roggen- und Weizenmehlsäcke gut ausgeschüttelt und aus diesem „Gemisch“, die
Riemischen, die Laiberl und Muckerl gebacken.

Meine speziellen Muckerl  entstanden eigentlich aus einer Art Übergare und sind aus reinem Roggenmehl auf Sauerteigbasis.

Seit 4 Monaten ist es mir gelungen einen sehr guten triebfähigen Sauerteig zu erhalten. Dieser bildet die eigentliche Basis für das wunderbare Brot, welches im wahrsten Sinn des Wortes weggeht „wie geschnitten Brot“.

Z u t a t e n:

50 gramm Sauerteigansatz Roggen 1150

Tag 1: 100 gramm Roggenmehl 1150 , 100 ml lauwarmes Wasser

Tag 2: 100 gramm Roggenmehl 1150, 100 ml lauwarmes Wasser

Tag 3:200 gramm Roggenmehl 1150, 200 ml lauwarmes Wasser

800 gramm Roggenmehl 1150

2 1/2  Eßlöffel Gerstenmalz

2 Eßlöffel Salz

100-120 gramm Roggenschrot

2 Eßlöffel Brotgewürz (Fenchelsamen, Kümmel , Koreander)

“ die Brotbackarie „

  • Dienstagsmorgen setze ich den Sauerteig mit 100 gramm u. lauwarmen Wasser an
  • verrühre ihn gut, decke ihn mit Klarsichtfolie ab und stelle die Schüssel  in das Zimmer welches am wärmsten ist.
  • diesen Vorgang wiederhole ich 3 Tage
  • und der Teig wirft Blasen , riecht nach frischen Äpfeln, leicht säuerlich
  • am Donnerstagabend fülle ich 50 gramm des Sauerteigs ab und fülle ihn in ein Schraubglas – welches ich nicht ganz zuschraube – sondern den Deckel nur drauflege und so in den Kühlschrank befördere
  • auf den restlichen Sauerteig gebe ich dann 800 gramm Roggenmehl und lasse den Teig 3-4 Stunden einfach an einem warmen Platz stehen
  • der Sauerteig ist gierig, bald zeigen sich Risse in der Mehlmasse
  • nun gebe ich Gerstenmalz, Brotgewürz hinzu
  • spanne den Kessel in die Küchenmaschine und gieße   die Hälfte des Wassers an
  • dann gebe ich das Roggenschrot hinzu und lasse die Maschine alles gutdurchmischen
  • je nachdem gebe ich noch etwas lauwarmes Wasser oder 1 – 2 Eßlöffel Mehl hinzu
  • es sollte ein zäher schwerer Teig entstehen, dem ich zum  Schluß das Salz hinzufüge
  • dann 2-4 Stunden in der Gärstufe des Backofens gehen lassen.
  • das Volumen sollte sich verdoppelt haben
  • nun knete ich  den Teig auf der bemehlten Fläche nochmal durch
  • ggfs. noch Mehl hinzufügen.
  • das Gärkörbchen lege ich mit einem Küchentuch oder Mullwindel aus,  stäube etwas Mehl hinein und lasse das Körbchen über Nacht am offenen Küchenfenster stehen und gehen
  • gegen 6.OO Uhr springt der Teig aus dem Körbchen
  • die Teigreste nehme ich weg und forme hieraus
  • Meggie’s Muckerl
  • bestreiche sie mit lauwarmem Wasser und streue etwas Kümmel über die Muckerl
  • den Backstein lege ich in den Backofen , mit einer Schüssel Wasser
  • nun heize ich den Herd auf die höchste Stufe – b. 275 grad auf
  • während ich  meine Morgentoilette verrichte
  • super,  die Muckerl haben nochmal einen kleinen „Triebschub“ bekommen und das Brot lechzt nach dem Ofen
  • jetzt stürze ich das Brot auf den Backstein, die 4 Muckerl platziere ich außen herum
  • nach 15 Min.  dämpfe ich ab,  d. h. ich öffne die Ofentür und schütte dann eine Tasse Wasser in den Ofen und reduziere die Temperatur auf 220 grad
  • die Muckerl sind nach ca. 20 Min. gut und sind herrlich knusprig!
  • ein Muckerl zum Frühstück und man ist satt bis mittags.

Es lohnt sich wirklich diesen Aufwand zu betreiben, das Brot ist ein Traum.

Diese Woche werde ich etwas Teig abnehmen und kleine Pfennigmuckerl formen und aneinander backen.

P.S.  falls der verwendete Sauerteigansatz noch nicht richtig triebfähig ist,  empfiehlt es sich  ca. 1/2 Päckchen frische Hefe hinzuzugeben.

Soweit die Gärzeit verlängert wird reicht auch weniger.

Eigentlich benötigt dieses Brot und seine Muckerl nur Zeit und einwenig Zuneigung.

„Heimkommen…“

Endlich – nach langer Reise –  nach einer gefühlten Ewigkeit erstarrt der Körper – eine wohltuende Wärme verbreitet sich  – der Atem stockt – die Tür geht auf

D A H E I M

Der Geruch, die Geräusche, die Stimmen,  die oft als Enge empfundene Umgebung, die gewohnte Kleinbürgerlichkeit…

Manchmal  – ganz selten – hatte mein Vater bruchstückhaft von seinem Heimkommen aus russischer Kriegsgefangenschaft  mit tränenerstickter Stimme berichtet.

Vielen Menschen ist es nicht  vergönnt jemals wieder heimzukommen.

Nur wer heimkommen kann, weiß wo seine Wurzeln sind und kann neue Kraft tanken um wieder Fortzugehen – sich zu entfalten .

Genug….

Diese Woche kam meine Tochter – nach drei Monaten – wieder heim .  Das Studium in Rom gefällt ihr ausgesprochen gut,  aber die Sehnsucht  war plötzlich ganz groß, insbesondere  nach Mamas Küche.

  • gefüllte Paprikaschoten mit buttrigem Kartoffelpüree
  • Kasspatzen  mit Feldsalat
  • Erbelskuche
  • Fleischpflanzerl mit Möhrengemüse

Dies sind die Gerichte , die meine Tochter soo liebt, nach denen  sie sich soo sehnt

Der Magen verkrampft sich,  das ist das Gefühl  was ich immer „Urhunger“ nenne.

Bedingungslos, dem Essen hingeben, auf der Zunge zergehen lassen,  weil man weiß, das  es genau das Gericht ist, welchem man sooo vermisst hatte.

Auf meine Frage, welches Gericht ich ihr denn beim Heimkommen servieren sollte antwortete Sie : „Alles“ –

und hier mein Rezept:

„gefüllte Spitzpaprika  an buttrigem Kartoffelpüree“

Zutaten:

750 gramm gemischtes Hackfleisch (halb  Rind /halb Schwein)

1 kg frische, feste Spitzpaprika

1 1/2 Zwiebel

1 -2 Knoblauchzehen

2 Eier

1 Teelöffel  Ayvar

2 rote Zwiebel

Olivenöl

Gewürze:

schwarzer Peffer aus der Mühle

scharfes Paprika

Peperoncini

Kräuter der Provence

Salz

gehackter Petersilie

Zubereitung:

  • Hackfleisch mit Gewürzen, Eiern , kleingehackten Zwiebeln, Knoblauch
  • zu einem  Teig verarbeiten
  • am besten geht das mit den Händen
  • dann das Fleisch in die ausgewaschenen, ausgehöhlten Paprika füllen

eine große Pfanne  mit einem Hauch allerbestem Olivenöl versehen

und auf Betriebstemperatur bringen.

Die Spitzpaprika kurz anbraten , dann auch kleiner Flamme  in der Pfanne schmoren lasseen. Spitzpaprika wenden und mit einem Deckel abdecken und sich selbst überlassen.

Tomatensoße:

  • einen kleinen Spritzer Olivenöl in den Topf geben
  • möglichst ganz kleingeschnittenem Sellerie, Karotten und einwenig Lauch, mit Tomatenmark anschwitzen mit einer Dose besten Tomaten ablöschen
  • einen Schuß  Gin hinzufügen
  • dann kräfigen – mit einem Teelöffel gekörnte Brühe
  • Pfeffer , Salz,  Paprika  abwürzen
  • nun ca. eine 1/2 Stunde köcheln lassen
  • bevor man  die Paprikaschoten hinzugibt

In  der Zwischenzeit Paprika prüfen – die Haut sollte fest und aromatisch bleiben.

Dann mit fluffigem, buttrigem Kartoffelpüree mit einem Hauch Trüffelöl servieren.

Spätestens nach dem zweiten Biß, begleitet von einem  kräftigen  Rotwein,  ist man

D a h e i m.

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.

„Ofenschub löst Kochschub aus…“

 

Alle die gelegentlich Brot backen, kennen den sogenannten Ofenschub . Das Brot muß in den ersten 10-15 Min. nochmal einen Schub bekommen. Aufgehen, einwenig platzen …

Diesen Anblick durch die Glasscheibe liebe ich und endwickelt das Gefühl:.“ Ja, mit dem Brot wird es was!“ Ofenschub ist aber auch ein Gefühl in meiner Magengegend, welches sich bei mir oft morgens zwischen 5-6 Uhr meldet. Doch nicht nur der Ofenschub, nein auch der Kochschub sendet Boten – jetzt gibt es kein  Halten mehr, nachdem ich aus einem wirren Traum von großen Töpfen erwachte.img_2361

Was backe ich? Brot, Kuchen, habe ich noch Sauerteigansatz…. Es treibt mich aus den Federn, der Ansatz wird gefüttert, ein schneller Blick in das „gelbe Loch“ entscheidet welchen Kuchen ich heute backe.  Rezepte brauche ich nicht. Handwerklich sind es bei den Teigvarianten (Hefe, Biskuit, Rührteig…. ) immer die gleichen Schritte.

Roggen-Dinkelbrot ,  gleichzeitig rührt meine Elisa – sie schwächelt in den letzten Wochen wieder ganz schön – Zucker und Eier schaumig, gaanz langsam fließt die halbflüssige gute Butter ein…

Ach, das blöde Suppenhuhn könnte ich auch aufsetzen , schön wäre eine kräftige asiatische Brühe – und schon liegt das blöde Huhn auf seinem Gemüse, zwischen Kefirblättern , Ingwer, Chillies, Zitronengras, gebräunten  Zwiebeln.

Ach, am Freitag will ich ja für – mit – meiner Freundin kochen.

Schnell sind die Zutaten für die Kürbissuppe gehackt , das Hackfleisch  angebräunt., den Speck und die übrigen Zutaten geschnippelt. Mit einem kräftigen Rotwein lösche ich das Fleisch ab und im bauchigen Topf  kann  die Bolognese jetzt stundenlang  auf ganz kleiner Flamme köcheln.

Während das blöde Huhn schon bluppert, ich dem Kuchen einwenig Mehl, Mohn, Marzipan, einen kräftigen Schuß Orangenlikör gönne, den Backofen auf 180 grad vorheize, die Tomatensugo aufgieße – , genieße ich den Duft meiner Küche.

Nochmal einwenig Stress, alles unter Kontrolle bringen, Kuchen in den Ofen.

Nur mein Sauerteigbrot gibt Ruhe und der Ansatz frißt sich in das Mehl und wartet auf mich 8 Stunden, bis ich ihn zu einem herrlichen Brot verarbeite.

Uff, der Mohnkuchen sieht nach 45 Min. richtig gut aus – raus damit – Hilfe ich muß in die Arbeit  – wo ist meine beige Bluse, duschen, restaurieren  – heute trage ich den  klassisch roten Lippenstift.

Glücklich, zufrieden sitze ich um 8.20 in der S 8, dass sie heute etwas zockelt nehme ich gelassen hin, denn ich habe mich von meinem Back-Koch-Schub erfolgreich befreit!

 

 

“ die wahre Lust am Leben….“

img_2229Die Sonne streichelt sanft die Dirndl-Dekolletés und frischt die Urlaubsbräune auf, ein laues Lüfterl weht manchmal einwenig Kühlung zu, der Himmel ist so koboltblau , wie er nur zu dieser Jahreszeit sein kann. Draußen in den gemütlich hergerichteten Gastgärten  ist um die Mittagszeit nichts zu spüren von der lauten, kracherden Wiesn.

Eine kleine Maß Prosecco, eine Brezn…img_2247

A gescheite Brotzeit und dann was Guats . Schließlich muss man Grundlage schaffen, denn der Tag wird lang…

Genau kann man es beobachten – das Balzgebahren  der Ungeübten – in voller Wichs, da fehlt es an nichts. Der Charivari baumelt gekonnt und locker , die strammen Wadlstrümpf stellen die Männerhaxen zur Schau.

Ja und da laufen sie schon auf,   die zarten weiblichen Fehenwesen gaaanz schlank,  balancierend auf High heels , ihre Tüllschürzel schwingen mit ihrem Bling,  Bling leicht bei jedem Schritt, die Täschchen der bekannten Marken fest unter dem Arm.

Geht da was ??

Wir sind mittlerweile beim Kaiserschmarrn angekommen und die Stimmung  steigt…img_2223

Dann ein jähes Ende, die Reservierung ist vorbei – freundlich werden wir aufgefordert zum Gehen – a Flascherl geht noch … könnens draußen im Gang ja noch trinken…

Ja, wo gem ma jetzt hi, … draußen finden ma sicher koan Platz.

Schon sind wir in unserem kleinen Zelt, was wir alle so lieben. Gleich haben wir einen Stehtisch ergattert und los gehts… Alle sind textsicher, alle tanzen , singen lauthals mit,  tanzen auf den Bänken. Die Schwaben nebenuns gestehen Eure Wiesn ist doch viel, viel schöner,  unser Wasen kann da nicht mithalten…

Den Tag , die Stunden feiern – und dann spielen Sie den für mich diesjährigen Wiesn-Hit

von

Seiler und Speer – Ham kummst

Der blonde Kölner versteht nichts mehr,  obwohl er sicher auch schon eine schware Nacht hatte. Jetzt san mi dro …

Vergeblich versuchen wir zu übersetzen.  Alles kloar, das ist das wahre Leben, gell morgen kema wieder treff ma uns um 5 beim Schichtl.

So ist die Wiesn für mich jedes Jahr aufs neue eine schware Zeit und immer wieder wunderschön .img_2203

 

 

 

 

 

 

„Schwer mit den Schätzen des Marktes beladen ….“

Mir ist schon bewußt, dass in jedem Menschen der Sammlertrieb steckt. Seit frühester Kindheit sammelte ich mit meiner Großmutter – in halsbrecherischen Aktionen – Brombeeren, Holunder, raffte Kartoffel, Ähren bei Wind und Wetter und war immer ganz Stolz, wenn die Körbe , Eimer sich füllten und wir manchmal keuchend im Tal ankamen.

Dann wurde die hart gesammtelte Pracht verarbeitet. Ganz schnell waren die Vorräte aber wieder dahin – bei 9 Personen kein Wunder.

Dieses horden, sammeln kann ich nicht ablegen.

Gestern war mein Markt- u. Einkaufstag. Derzeit gibt es wunderbares Gemüse, Obst, Beeren….und da München bekanntlich die nördlichste Stadt Italiens ist, konnte ich meinen gliebten Tropeazwiebeln, wunderbaren Zucchinis – bzw. Zucchiniblüten, Netzmelonen, weißen Pfirsichen, Bohnen, frischem Knoblauch, Kräutern, Fenchel, luftgetrockneten Schinken, Fenchelsalami,  Pecorino … nicht widerstehen.

Außerdem gab es wunderbaren Pulpo – ich erwischte die letzten – natürlich 1,8 kg , tolle Sepiatuben  – zum Füllen ideal! So wie ich es in Sizilien gegessen hatte.

Die herrlichen  Cherrytomaten mußte ich gleich  kgweise erstehen, denn sie sind jetzt richtig gut… Meine Tomatensugo  wird heute leise vor sich hinköcheln aus den herrlich, aromatischen sizilianischen Cherrytomaten – purer Luxus!

Meine Tochter begleitete mich auf meinem Beutezug. 4 Satteltaschen prall gefüllt, die Fahrräder waren  kaum zu lenken.

Dabei ist eigentlich keiner dieses Wochenende da, der Sohn weilt auf Mallorca, die Tochter

„Mama ich bin aber am Samstag nicht da….“

Heute Samstag 14.24 Uhr beginne ich mit dem „Verarbeiten“.  Der Auberginenauflauf hält sich, den Pulpo habe ich schon gekocht. Jetzt kann ich entscheiden, ob es Pasta mit Meeresfrüchen… gegrillte, gefüllte Sepietuben…gibt.

Die herrlichen Spitzpaprika werde ich vorbereiten und dann  – wenn es wieder Sommer wird in München – holen wir all die Schätze aus meinem gelben , riesigen Loch  und freuen uns, dass keiner am Herd stehen muß.

Sorry ! So nennen wir unseren großen Kühlschrank. Doch heute habe ich ganz viel zu schnippeln, zu köcheln. Eigentlich ist die Küche gerade auf Hochglanz, aber dann kocht es sich am besten!

Schönes Wochenende!

“ Das schwarz rot goldene Fähnchen“

IMG_1642Auf meinen langen Radtouren habe ich immer wieder Menschen getroffen, die stolz  ihre Heimatfahne  an das Fahrrad befestigt hatten. Franzosen, Italiener, Schweizer…. alle fuhren sie mit dem entsprechenden Stolz Ihre Flagge durch Europa.

2014 – am Tage des Endspiels – starteten wir unsere Tour von Passau – Wien- Budapest und ich tönte: „Wenn Deutschland Weltmeister wird, dann fahre ich auch mit Fahne“

Mittlerweile bin ich viele mehrere tausend Radkilometer mit dem Fähnchen  geradelt.

Allerdings bekomme ich manchmal eine leichte Schamesröte ins Gesicht,  wird man mit dem Fähnchen nicht automatisch in eine politische Ecke gedrängt? Nein,   wir leben in einem freien, schönen Land und mein Fähnchen signalisiert keine politische Gesinnung in die eine oder andere Richtung.

Mein lieber Freund Christian meinte: „Fahr doch mit der bayrischen Fahne!“

Aber Bayern gewinnt keine Weltmeisterschaft – höchstens im  Granteln….

An einem der sonnigen, heißen Tage – die gab es endlich und wirklich – träumte ich im IsarkiesbettIMG_1636 von meinen Publing viewing Buffet , wenn es wieder losgeht mit der Europameisterschaft.  Meine Devise heißt den „Weltmeister“ können  sie uns nicht nehmen, selbst wenn die Jungs gnadenlos versagen – so sieht es ja derzeit aus.

Also das Fähnchen fährt mit.

Und hier mein erstes Rezept für mein Publing viewing-buffet:

Safran -SpargelsalatIMG_1652

Zutaten für 4-6 Personen

1 kg frischer weißer Spargel (Zitrone, Butter, braunen Zucker, Salz)

Safranfäden

200 gramm besten gekochten Schinken mit Trüffel

100 gramm Datteltomaten

2 Biozitronen

1 Stück Zitronengras

Vinaigrette:  Aprikosenchutney, bestes Olivenöl,  ein Spritzer Dijon Senf, weissen Balsamico, grünen frishen Pfeffer, einen kräftigen Schuß vom Spargelabkochwasser

und los geht’s

  • Spargel schälen und in Stück schneiden, die Köpfe beiseite stellenIMG_1654
  • Wasser aufsetzen und mit Safranfäden, Zitrone,  1 Würfel braunen Zucker, Salz und einen Stich Butter hinzugeben und  aufkochen lassenIMG_1656
  • die Spargelstücke in die kochende Brühe geben und ca. 10 Min auf mittlerer Hitze kochen lassen
  • nach 5 Minuten die Spitzen hinzufügen und alles bißfest garenIMG_1659
  • herausnehmen und abtropfen lassen
  • Brühe aufheben für  Suppen, Risotto…

während der Spargel eine leichte gelbliche Farbe angenommen hat und abkühlt.

  • den Schinken klein schneiden
  • grüner Pfeffer hinzufügen (weniger ist mehr)
  • die Datteltomaten ggfs. halbieren und hinzufügen
  • Zitronenzesten herstellen
  • Zitronengras – Klopfen – und in kleinste Ringe schneiden.
  • in einer Schüssel alle Zutaten vermischen, am besten geht das mit den Händen

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Vinaigrette: alle Zutaten mit dem Pürierstab aufmontieren,  das Spargelwasser hinzufügen und über den Salat geben  gut durchziehen lassen und mit frischem selbstgebackenem Brot mit zum Fußballschauen mitnehmen.

 

 

 

 

 

 

 

"Blütenpracht und Maiennacht…"

Wonnemonat Mai, versöhnt die Natur – warmer Regen läßt alles was das Herz begehrt sprießen.IMG_0524
Der Spargel schmeckt jetzt richtig intensiv.
Verschiedene Anbaugebiete liefern unterschiedliche Geschmacksrichtungen. Der Gäuboden-Spargel – kräftig intensiv –
der Schrobenhausener mild gefällig.
Spargelsüppchen – siche Archiv in verschiednen Variationen z. b. mit einem Hauch Curcuma und Zitronengras eine echte Geschmacksexplosion.

Spargelgerichte sind sehr gut für die „Vorratsküche“ geeignet. Am Wochenende koche ich 2-3 kg Spargel,
Reste verwende ich für Salate, Schinkelröllchen – mit gekochtem Schinken mit Trüffel – Vinaigrette leicht , zitronig und einem Hauch Safran, Datteltomaten, Rucula – ein gutes Sommerbrot….
Einen schönen frischen Weisswein – Riesling aus Rheinhessen, Welschriesling , Grauburgunder oder die mineralischen Weine aus d. Pfalz –
Auch wunderbare Begleitungen ins Grüne – mit einem guten Buch – Hörbuch – den blauen Bayernhimmel anstarren … das ist für mich Entspannung pur.

Meine Rhabarbertarte habe ich mit frischen Rosmarinblüten bedacht, meine Nachspeisen mit Waldmeister.
Die Blüten welken auf dem Eßtisch dekorativ und verbreiten den Duft nach Mai, Frühling, Lebensfreude.

Heute ist Muttertag!
Alle die mich kennen und lieben wissen , dass ich eine Gegnerin von dem Tag bin. Er wurde – eigentlich in Deutschland- in der Zeit des Nationalsozialismus eingeführt –
Eine aktive, leidenschaftliche Mutter kann sicher auf besondere Ehrungen,Tage verzichten… Ihre Lieben werden sie lieben , achten und mit Stolz sagen: „Aber meine Mama, macht… , nein meine Mama hat immer – und Mama kommst Du heute mit..“
Pralinen, langweilige Floristenblumen oder Herzkuchen – das ist doch eher peinlich.
Das ausgefallene Lieblingsparfüm, die flippige Geldbörse von Liebeskind – unter dem Jahr
Mensch, die wäre doch cooool für meine Mama..ersetzt jeden Muttertag.

Wer meint er braucht die Ehrungen zum Muttertag, der soll sich sie gönnen, aber ich verzichte gerne drauf.
Aber weil ich heute schon früh aufgestanden bin.

Hier meine Biskuitrollte zum Muttertag:

Zutaten:
5 Eier kalt aus dem Kühlschrank
120 Gramm Puderzucker
100 Gramm Dinkelmehl 630
50 Mondamin
1 kräftige Messerspitze Backpulver
1 Brise Salz
3 Eßlöffel kaltes Wasser
Zesten von einer Limone
250 gramm Sahne
250 gramm Mascarpone
40 ml Limoncello
2 Eßlöffel braunen Vanillezucker

so gehts ganz schnell:

Schritt: 1
Erdbeeren klein schnippeln, mit dem Limoncello marinieren, brauner Vanillezucker hinzufügen und kühl stellen
alle Zutaten abwiegen und hinstellen. Das Mehl mit dem Mondamin, 1 Brise Salz, Backpulver vermischen und in ein Mehlsieb geben.

Schritt: 2

Eier trennen und das Eiweiß in ein gesondertes Gefäß mit einer Brise Salz und drei Eßlöffeln kaltem Wasser geben.
Das Eigelb in der Küchenmaschine gelblich aufschlagen, langsam den Zucker einrieseln lassen und auf mittlerer Stufe
laufen lassen.
Tipp: Eiertrennen für viele schwierig. Da es bei mir immer schnell gehen muss – soll habe ich mir angewöhnt, das Ei
aufzuschlagen, das Eiweiß durch die Finger laufen zu lassen und den Dotter in eingespannte Rührschüssel der Küchen-maschine gleiten lassen. Das geht schnell einfach und dann lasse ich die Küchenmaschine laufen, während ich mit dem Handrührer das Eiweiß steif und glänzend aufschlage.
Backofen – Unter- Oberhitze 210 grad vorheizen

Schritt 3:
Das gemischte Mehl auf die Ei-Zuckermasse sieben und gut unterheben.

Schritt 4:
Nun die Massen zügig miteinerander verbinden, kräftig unterheben nicht rühren – die Massen sollte locker bleiben.
Ein Backblech mit kleinem Tupfen Butter fixieren und hierauf Backpapier legen. Am Ende etwas einknicken, damit wir später das Papier gut abziehen können.

Schritt 5:
Teigmasse gleichmässig auf dem Blech verteilen – ich nehme einen Teigschaber zur Hilfe, damit auch die Ecken gleichmäßig befüllt werden. Zesten von einer Limone über dem Teig verteilen

Schritt 6:
10 Min bei 210 backen

Schritt 7:
Ein Küchentuch leicht mit Zucker bestreuen und einen Silikonpinsel und etwas Wasser bereit stellen.
Den gebackenen Biskuit mit der Teigseite auf das Küchentuch stürzen. Das Backpapier sofort mit Wasser bepinseln.
Jetzt läßt sich das Backpapier einfach abziehen.

Schritt 8:
Mit dem Küchentuch die Biskuitplatte einrollen und kühl stellen

Füllung:

Schritt 1
250 gramm Mascarpone, Saft einer Limone u. 3 Eßlöffel Limoncello verrühren.
200 ml Sahne und  Mascarpone verrühren, dann mit dem Handmixer steif schlagen.
Mit einer Palette die Creme auf die ausgerollte Biskuitplatte verteilen.

Schritt 2

Die Erdbeeren aus der Kühlung holen und in die Creme leicht eindrücken und verteilen.

 

Schritt 3
Die Platte einrollen und wer mag auch außen mit Sahne versehen und etwas dekorieren.

Schritt 4
nochmal für 1-2 Stunden kühlen

Lecker, unwiderstehlich , auch einwenig Kindheitserinnerungen werden wach, diese Rollen gab es immer mit verschiedenen Füllungen, auch mal mit dunklem Biskuit
Keine Angst, es ist eigentlich ganz einfach und gelingt immer.

P.S mit den Fotos war der Blogg wiedermal überfordert, später geht es vielleicht…

Rouladen – Satt

Der Winter kämpft ums Überleben, der Frühling drängt ihn immer mehr zurück.
Aber so richtig Frühling ist es noch nicht, die Nächte sind immer noch kalt und frostig.

Für mein Winterabschiedsessen brauche ich nur die besten Zutaten.

Gut abgehangenes Fleisch aus der Rinderkeule, den besten Speck der Welt von meinem Freund Wolfgang in einem speziellen Räucherverfahren in den Bergen Tirols geräuchert, abgehangen …
Allein der Duft des Specks erinnert mich an den Speck meiner Kindheit. Fester Kern, nicht dieses lapprige biegsame salzige Wammerl – nein – echter Speck riecht anders, auch die Fettschicht hat Geschmack. Ob ganz dünn aufgeschnitten,
ausgelassene Grieben… Eier mit Speck – manchmal muß es einfach sein.IMG_0399

Dann meine Senfvarationen – körniger Scharfer, Apfel-Kren-Senf, oder Johannesbeersenf…
und meine Chiligürkchen – klein, fest, scharf – mehr brauchen meine Rouladen eigentlich nicht
bis auf den guten Rotwein, den alten Balsamico , das liebevoll geschnippelte Gemüsebett und einwenig Zuneigung, Zeit.IMG_0401
Feste Kartoffeln, Möhren-Mangoldgemüse – Das ist er der Winterabschiedsessenstraum.

So können wir ihn uns ganz leicht erfüllen:

Zutaten f. 8 Personen:

8 gut abgehangende Rouladen aus der Rinderkeule
beste Monschauer Senfvariationen
1 Glas Chiligurken
200 gramm besten Speck
Bindfaden oder Rouladenklammern

1-2 Karotten
1 Stangensellerie
2 -3 Schalotten
1 Knoblauchzehe
Tomatenmark

1/4 Liter Rotwein
1/4 Liter Rinderfond zum Angießen.

Zubereitung:

Schritt 1

Speck dünn aufschneiden, Rouladen mit der gewünschten Senfvaration bestreichen , Senfgürkchen halbieren.
Zuerst die Roulade mit Speck belegen, dann die Gürkchen verteilen und einrollen.
Mit Zahnstocher fixieren und mit Küchengarn verschnüren.

Schritt 2

Gemüse in kleine Würfel schneiden. Mit einem Eßlöffel Chiliöl und Tomatenmark das Gemüse anschwitzen, mit etwas Puderzucker bestäuben und mit einem kleinen Schluck Rotwein ablöschen. Einreduzieren lassen auf kleiner Flamme.
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Schritt 3
Ein walnußgroßes Stück Butterschmalz erhitzen und die Rouladen rundherum anbraten. IMG_0402

Schritt 4

Nun das Röstgemüse in einen Bräter geben und die Rouladen auf das Gemüse setzen.
Mit dem restlichen Wein ablöschen und einwenig einreduzieren lassen.
Den Fond angießen.
Mit einem Eßlöffel Mehl bestäuben. Den Bräter mit dem Deckel verschließen
und für 2 Stunden bei 180 grad in den Backofen geben.

Dazu Karotten-Mangoldgemüse (im Wok mit einem Sück Ingwer gegart) und frische Salzkartoffeln zu bereiten.

Winter ade, das Gemüse hat aber schon einen Hauch vom Frühling.

"Hefe, Geschnetzeltes, Bauerbrot, Baguetts,,,,"

Schreckliche Tage, grausame Ereignisse und der Täter kommt aus meiner Heimatstadt – Montabaur-

Normalerweise gelingt es mir durch viel, viel Arbeit zum Alltag überzugehen.
Diesemal ist aber alles anders, Resturlaub habe ich zwei Tage – er verfällt – muß zwingend genommen werden.
Die Schulter schmerzt immer noch, ich kann nicht zum Sport.

Meine Verdrängungstaktik heißt Kochen, Backen und Nachdenken, Lesen und einfach nichts tun.
Das Nichtstun fällt mir unsagbar schwer. Gestern war ich mit Freundinnen die neueste Frühjahrmode
anschauen – habe mir ein royalblaues Outfit gekauft – war lecker Sushi essen, Ratschen…
Ausschlafen – nein – das geht nicht!

Die innere Uhr , die Vögel zwitschern und ich bin hellwach.
Die asiatische Hühnersuppe hat die ganze Nacht geköchelt auf Stufe 1.
Richtig gehaltvoll, asiatische Schärfe ein Duft.
Zitronengras, Ingwer, Chili, Limone und das französische Suppenhuhn liefert schönes Fleisch für
die kleine Suppe, Glasnudeln, einwenig Gemüse mehr brauchts nicht.

Dann Mandel-Aprikosen-Zöpfe, Sauerteigbrot, Baguettes.. Geschnetzeltes in Sahnesoße mit verschiedenen Pilzen
frische Kräuter…

Kochen, Backen hilft immer, beim Traurigsein, beim Aufgeregtsein, beim Verliebtsein, beim…..
Das ist die Lösung, die Droge die alles heilt. Liebe geht durch den Magen – langsam verliert der Tag den Schrecken,
wir sitzen am Tisch und jeder versucht zu verdrängen, vergessen, das Leben weitergehen zu lassen.

Das wunderbare Essen wärmt die Seele, wir entspannen uns und erkennen, was eigentlich wirklich wichtig ist im Leben:
Gesundheit, Freunde, geistige u. körperliche Beweglichkeit, Humor und eine Liebe, die alles verzeiht, versteht.
Sorry es ist 22.42 Uhr, das Sauerteigbort ist schneller backbereit
– ich schiebe es mal gerade ein –

Heute: 450 gramm Roggen/200 gramm Weizen 1050/ 100 gramm Manitoba Mehl, Sauerteig gemischt Roggen/Weizen
Wasser, Salz, Meggies -Brotgewürz – sonst nichts.

Backzeit:55-60 Min.
Muß ja morgen nicht arbeiten…

"Uff, Weihnachten vorbei "

Weihnachten ist vollbracht, die 9 kg Pute ist verspeist, die Knödel waren wunderbar, das Blaukraut mit Quitten war ein Traum, die Suppe mit Flußkrebsschwänzen eine Offenbarung, bei meiner winterlichen Mousse schmolzen die letzten – „Nein – nicht so viel – ….““ dahin.

Eigentlich habe ich vom 23.12-26.12.2014 gekocht, gekocht, gebacken, angerichtet, Tisch gedeckt und Berge von Geschirr
bewegt. Induktionsplatte, der Herd hatte keine Erholung.

Meine Tischdekorationen – eher schlicht – den die Männer mögen es nicht wenn so viel „Kram“ darumliegt, denn wo sollen den sonst die dampfenden Schüssel mit Knödel, Blaukraut die Riesenplatten mit Fleisch oder das Raclette hin.
Denn Weihnachten sitzen sie alle am Tisch und reden, reden, reden und warten auf die Vorspeise, den Hauptgang, die Nachspeise… das Schnapserl…

Dabei hatte ich dieses Jahr auf Weihnachten so gar keine Lust, kein Gefühl von Wärme, Sehnsucht nach roten Wangen, nach langem Spaziergang, keine Idee für Geschenke, die volle Stadt widerte mich regelrecht an.
Dieses künstliche „Liebe , Wärme “ erhaschen, einmal im Jahr… Die Hetze nach Geschenken, größer, wertvoller , mehr, mehr. Die „verkleideten“ illumnierten Innenstädte, keinen Tisch in einem halbweg passablen Lokal ist zu bekommen, wäre doch Weihnachten vorbei…

Da vergeht selbst der Weihnachtsfee persönlich die Lust an Weihnachten.
Am 23./24.12.2014 mußte sich mein lieber Gatte dem Kampf um das Messer stellen.
Denn einmal im Jahr verschenkt unser Lieblingsmetzger – wo die Riesenpute – vor Wochen bestellt -, das Filet, die Kalbsscheiben.. auf Ihre Abholung warteten, ein Messer, mal ein Taschenmesser, mal ein großes Messer, jedes Jahr
pilgern hunderte von Menschen an den zwei Tagen kurz vor Weihnachten, um ein paar Würstel, einen Leberkäs zu kaufen und das begehrte Weihnachtsgeschenk in Empfang zu nehmen. Dieses Jahr war ganz schlimm, einen Straßenzug , um die Ecke standen die Menschen in Zweiherreihen und warteten geduldig, bis sie dran waren.

Weihnachten findet da statt, wo sich Lachen, rote Wangen – ob vor Vorfreude – oder vom Kochstress miteinanderverbinden und der alljährliche Kampf mit dem Baum – immer wieder neu anders sich ergibt.
Zu lang, zu breit, nicht schön gewachsen – oh , je Heiligabend 13:15 Uhr, die Lichterkette funktioniert nicht mehr.
Wachskerzen – mein Kindheitstraum – zu gefährlich….
Kein Problem , es gibt ihn ja noch den Elektrohändler gleich ums Eck, viele treffen sich heute da, ein Birnchen fehlt,
eine Leselampe und zwei moderne , energiesparende Lichterketten gehen über die Ladentheke, es wird gelacht, gescherzt und „Frohe Weihnachten “ ruft man sich zu und verläßt fröhlich den Laden.
Ja und manchmal gibt es die zufälligen, leisen, gemütlichen Minuten oder gar 1/2 Stunde in meinem kleinen – großen – Bücherladen einen Steinwurf von meiner Wohnung entfernt.
Dort versank ich dann am Vormittag an Heiligabend in dem riesigen Biedermeiersofa, genoß den besten Capuccino des Viertels, schmökerte in Krimis, Kunstbänden, Neuerscheinungen, eleganter Prosa.. so ein Buch für Papa, ein Buch für Tochter und Sohn und eins für mich
eine nette CD mit bayrischen, witzigen Texten, frecher Musik für Inge.

Meine diesjährigen Rezepte will ich Euch nicht vorenthalten, sie folgen und sind eigentlich nur Ergänzungen, kleine Versuche Traditonen zu verändern, denn alle haben es sicher schon im Archiv gelesen, es gibt jedes Jahr das gleiche
Menü , dessen fester Bestandteil die fette Pute ist.

Bis später, gerade läuft meine „Spezialbrioche“ i. der Küchenmaschine, den Brotteig für die „Frühstücksbaguette“ (aus Roggen, Weizendunstgemisch mit frischem Roggenschrot)
geht schon an einem warmen Ort. Es ist 10:00 Uhr , meine Familie ruht in sich und ist sicher vor 12:00 Uhr nicht anzutreffen.

Allen wünsche ich einen entspannten, ruhigen , winterlichen Spätweihnachtstag mit Bratäpfeln, selbstgemachtem Glühwein
(Rezept s. Archiv) …
Schönen Sonntag !