„Mmmh noch ein Stück“zitronig, locker, frisch…

Keiner mag ihn, den Geschmack nach Backpulver, festen, trockenen Kuchen….

In meiner Familie war der trockene Kuchen verhaßt, man liebte Biskuitböden, Obst, Sahne -Quark-Variationen….. Am liebsten „dreistöckig“.

Desserts waren äußerst selten, in der Regel wartete jeder auf die üppige Kaffetafel .

Sonntagsnachmittag gegen 16:00 Uhr trafen wir alle ein

Die Kaffetafel – und das jeden Sonntag – bog sich, etwas cremiges, etwas mit Obst, Rest Hefekuchen vom Samstag, Sahne.. Donauwelle, Flockensahne, Käsesahne und frisch aufgebrühter Kaffee – je nach Wunsch.Der Herr des Hauses war hiermit beschäftigt. Stark, schwarz immer bereit in den damal üblichen Warmhaltekannen.

Dieses Ritual fehlte mir später – ganz ehrlich – denn Backen konnte ich nicht und es war auch nicht mehr zeitgemäß sich bei Kaffee und Kuchen zu treffen.

Ganz mühsam begann ich  mit dem Backen…

Vieles landete im Abfalleimer, ging nicht aus der Form,  die Backzeit zu lang zu kurz, obwohl ich mich an die Rezepte konkret gehalten hatte.

Hier meine Interpretation vom einfachen Rührkuchen  – der doch nicht sooo easy ist…

Zutaten:  (beste Zitronen vom der Amalfiküste,  gute Butter, 405 er Mehl v. der Spezialmühle…..)

250 gramm Mehl 405/ auch Dinkelmehl geeignet , aber 405 ist manchmal schwierig zu bekommen

1 Prise fleur de sel

2 Teelöffel Backpulver

200 gramm gute Butter

180- 200 gramm Zucker ( 150 gramm feiner weisser Zucker, 50 gramm Rohrzucker  – angereichert mit Vanilleschote)

5 dicke, frische Eier

3-4 Zitronen (= 100 ml  Zitronensaft) + Schuß Orangenlikör

50 gramm  fein geraspelte Marzipanmasse

Zesten von zwei Zitronen

eigentlich geht es schnell nur die Art und Weise ist etwas gewöhnungsbedürftig.

  • Ofen auf 180 grad vorheizen (Ober/Unterhitze)
  • Guglhupfform einfetten  und Semmelbrösel durchlaufen lassen- bitte sorgfältig einfetten!   Wichtig !!
  • die Butter auf kleiner Stufe verflüssigen – dann flüssig  vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen
  • alle Zutaten abwiegen und das Mehl mit Backpulver,  Salz vermischen
  • Eier sollten zimmertemperatur haben
  • es empfiehlt sich die Eier einzelnen aufzuschlagen und in ein geeignetes Gefäß zu geben
  • Zucker und die flüssige Butter in die Schlagschüssel der Küchenmaschine geben
  • – oder mit dem Handrührer aufschlagen  – dauert ca. 8-10 Min.
  • die Masse verbindet sich zur homogenen weisslichen Creme
  • ggfs. noch 1-2 Teelöffel Puderzucker hinzufügen
  • jetzt ein Ei nach dem anderen hinzufügen und ca. 1 Min. schlagen lassen
  • Wichtig; jetzt wechseln wir vom bauchigen Schlagbesen zum Patissier-Rührer
  • kurz – intervallmäßig – anrühren
  • Mehl anschließend  reinsieben – zunächst nur 1/3 –
  • Zitronensaft hinzugeben
  • Rest Mehl einsieben
  • Zitronenzesten und Marzipanraspel ebenfalls hinzugeben
  • nur kurz laufen lassen, ggfs. mit dem Schneebesen nochmal unterheben!
  • Teig in die Form geben und ca. 55 Minuten backen
  • es empfiehlt sich die Temperatur etwas zurückzunehmen  ca. 160 grad nach dem Anbacken

Den gebackenen Kuchen  etwas abkühlen lassen, ggfs. die Form mit einem nassen Küchentuch überdecken – er geht manchmal trotz einfetten  schlecht aus der Form –

Mit einem Holzstäbchen den Guglhupf einstechen, tiefe kleine Löscher  stechen.

Saft von 1-2 Zitronen mit Puderzucker verflüssigen  und dann heiß über den Kuchen pinseln.  Diese zuckerhaltigen steifen Überzüge sind nur etwas für bestimmte Augen.

So saugt sich der Guglhupf voll mit Zitrone, wird saftig und entspricht dem  Ideal von Zitronenkuchen zum Earl grey…. bei Regen und Sonnenschein…

Schaut selbst: meine Interpretation von  Rührkuchen – locker, leicht, zitronig – bescheiden – einfach nur guuuuuut!IMG_1626.JPG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Viva la France, Perlhuhn à la Meggie“

Gestern war wieder ein Großeinkauf angesagt, leider war ich mit leerem Magen einkaufen.

Es gab herrlichen Fisch, Winterkabeljau, Perlhuhn aus Freilandhaltung direkt aus Frankreich ….

Mangold, rot , gelb, grün aus Italien…. 

Tolle Käseangebote, Schinken mit Trüffel, Orangen aus Sizilien zum Auspressen. 

Ja und tausend Ideen schießen durch mein Kochhirn.

Gestern gab es mein Quikly Süßkartoffelcurry und den Winterkabeljau, mehliert , schnell , einfach gut!

Diese schwarze Perlhuhn, ganz frisch, ich muss mit der Pinzette noch die Federn entfernen. Diese teilweise dunkle Fleisch – Geschmackvoll  –

Hin und hergerissen, verschiedene Rezeptideen schwirrten im meinem Kochhirn  – mit Orange, mediteran, gefüllt mit Pilzen, mit Weisswein, mit Pernod??

Habe mich dann für eine schnelle, einfache Variante entschieden – denn schließlich wollte ich nicht den ganzen Tag in der Küche stehen –

Hier mein Perlhuhnrezept:

Zutaten:

1 frisches Perlhun 1,458 kg

2 Karotten

1 kräftiges Stck Sellerie

3-4 franz. Schalotten mit Schale

Tomatenmark, kleine Cherrytomaten

frischer grüner Pfeffer

Meersalz

Tomatenmark

frisches Lorbeerblatt

2 Nelken

2 getrocknete  Pepperocini

1 Teelöffel Kräuter der Provence ( Spezial direkt aus Südfrankreich) Ersatz: Rosmarin, Thymian…Salbei..

150 g getrocknete franz. Waldpilze (Mitbringsel meiner Freunde aus dem Frankreichurlaub)

viel gute Butter

1/4 l Weisswein

1/4 l Geflügelbrühe

 

 

 

 

 

 

 

IMG_1356

Schritt1:

Perlhuhn von den schwarzen Federn mit der Pinzette befreien, innen und außen mit Meersalz würzen,

die eingeweichten  Pilze auspressen und in das Huhn füllen. Rundherum großzügig mit guter Butter bestreichen.

Beiseite stellen.

 

Schritt2:

Karotten, Sellerie, Schalotten, Tomaten in 1 Eßlöffel Butterschmalz oder Olivenöl anschwitzen.

Tipp: Die Schalotten mit Schale hinzufügen

1 Teelöffel der getrockneten Kräuter der Provonce hinzugeben und Tomatenmark hinzufügen.

 

Schritt 3 eigentlich gleichzeitig mit obenIMG_1360

In einer Pfanne das gebutterte Perlhuhn rundherum anbraten, es wird herrlich braun.

Dann in den gußeisernen Bräter zu dem Wurzelgemüse gegen.IMG_1358

Mit Wein und Geflügelbrühe ablöschen.

Frische grüne Pfefferrispen hinzugeben, Peperocini hinzufügen.

Der Ofen – 180 grad Ober/Unterhitze wartet sehnsüchtig auf sein Perlhuhn IMG_1361

Schritt 4:

 

Ofen für 10 Min. auf 200 grad hochstellen und das Perlhuhn bräunen. Dann die Temperatur auf 180 grad zurücknehmen und ca. 55-60 Min. braten, ca. 2 mal mit der Flüssigkeit aus dem Bräter übergießen.

 

Schritt 5:

Beilagen; Kartoffel, Risotto…. Gemüse vorbereiten

 

Schritt 6:

herrlich, knusprig, schmackhaft … servieren

es reicht auch ein gutes Baguette, eine gute Flasche Wein…

Das dunkle Fleisch, die Gewürzkombination , die Pilzfüllung überzeugen..

Sonntagsessen  der allerbesten Güte und ohne lange am Herd zu stehen.IMG_1362

„Sonntags-Apfelkuchen mit Butter-Zimtstreusel….“

Lauwarmer Apfelkuchen mit Butter-Zimt-Streusel , dazu einen schönen Tee oder duftenden Kaffee , wär könnte da widerstehen?IMG_1351

Am besten geeignet finde ich leicht säuerliche Sorten , die leicht zerfallen und die sich verbinden mit den buttrigen Streuseln. Der Hefeboden sollte möglichst nicht dominieren.

Ist aber gar nicht so einfach, denn schnell wird der Hefeboden zu dunkel u. die Streusel sind noch nicht leicht gebräunt.

Der Hefeteig ist schnellgemacht und reicht für 1 Blechkuchen und vielleicht einen kleinen Osterplatz oder wird für die kleinen Osterbrötchen für das nächste Wochenende eingefroren, nachdem er gut gegangen ist.

Rezept:

500 gram Mehl Type 550

1 kräftige Prise Salz

1 Päckchen frische Hefe

1 Eßlöffel Honig

4 Fäden Safran

Abrieb 1 Biozitrone

1 Ei

1 Eigelb

250 ml Milch

100 gramm Butter

100 gramm brauner Zucker -Vanillevariante – (Dose mit einer Vanillschote bestücken und den braunen Zucker auffüllen)

Streuselzutaten:

ca. 100 gramm Butter,

100 gramm  Zucker-Zimt-Gemisch

150 gramm Mehl ( ich bevorzuge hier Dinkelmehl Typ 405)

 

und so geht es ganz entspannt

Schritt 1:

6-7 Eßlöffel Milch lauwarm werden lassen , Hefe einbröckeln und mit dem Honig auflösen,  1- 2 Eßlöffel Mehl drüberstreuen und beiseite stellen.

 

Schritt 2:

restliches Mehl mit der Prise Salz verrühren.

 

Zucker mit der restlichen Milch lauwarm werden lassen und den Safran hinzufügen, Butter in Stücke ebenfalls in die Milch geben. Es entsteht eine herrliche gelbe Flüssigkeit.

Schritt 3:

Die zwischenzeitlich sich aufgeplusterte Hefe zum Mehl geben, die Butter-Milch-Safran-Mischung hinzufügen

auf kleiner Stufe der Küchenmaschine kneten lassen, Zucker einrieseln lassen Eier zufügen, Knetmaschine etwas schneller arbeiten lassen und ca. 8-10  Min. kneten , bis sich der Teig vom Boden löst.

Manchmal je nach Mehl, Eier…Beschaffenheit, 1-2 Eßlöffel Mehl hinzugeben, bzw. etwas Milch zugeben, wenn der Teig zu trocken.

Schritt 4:

Den Teig füllen wir in die berühmte Plupp-Schüssel mit Deckel und vergessen ihn. Bis die Schüssel plup macht und der Teig glänzend , weich aus der Schüssel will.

Schritt 5:

Ein tiefes Blech mit Backpapier belegen und den Teig teilen und  ca. damenzeigefinderdick ausrollen und auf das Blech legen, nochmal die Ecken schön auswalken und beiseite stellen.

Schritt 6:

Äpfel schälen und entkernen, gleichmäßige Schnitze auf den Teig  verteilen.

Schritt 7:

Mit den Händen Mehl, Zucker, Butter verkrümeln , bis sich die gewünschte Krümelmasse entsteht. Über die Apfelschnitze die Streusel gut verteilen

Den  Ofen auf 180 grad Ober/Unterhitze anstellen und den Kuchen direkt einschieben

Nun ca.30 Min. backen.

Und schon lauern die Familienmitglieder, ob man ihn anschneiden kann?IMG_1355

Mmmhhh, lecker.. Eigentlich wollte ich noch eine leichte Zimtsahne aufschlagen, aber der Kuchen war schon halb gegessen..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Schnelle Küche für Jedermann – Jedefrau“

Die Kinder kommen um 13.00 Uhr,  Termine, Arbeit …IMG_1344

Dieses Gericht bedarf keiner großen Vorbereitung,  allerdings sollte ein Basisvorrat vorhanden sein.

Tipp: fester Bestandteil des Wochenendeinkaufs sollten sein:

Süßkartoffel

Rote Curry-Paste

Cocos-Milch

Schalotten

1 Packung Mung Linsen

oder Belugalinsen, gelbe Linsen, heimische Linsen

Mit diesen Zutaten kann man gerade in der kälteren Jahreszeit sehr viele Gerichte „aufpeppen“, den Göttergatten zum Staunen bringen und selbst bei dem Jungvolk ein „WOW – GEIL“ erreichen.

 

Ja, mit dem Schnellkochtopf kann ich nicht umgehen,“ da habe ich Angst , dass er explodiert….“ , so die Kritiker seit Jahren. Für mich ist dieser Kochtopf der Schlüssel zum schnellen, schonungsvollen Garen, Kochen! In meinem Haushalt befinden sich 3 verschiedene Schnellkochtöpfe und in meiner Familie war er seit  50 Jahren im Einsatz und nichts ist schief gegangen.  Die heutigen Töpfe sind in allen Farben erhältich und auch für den 1 Mann/Frau Haushalt in Kleinstform erhältlich.

Mit dem Schnellkochtopf sind beispielsweise Salzkartoffeln in 5-6 Min. fertig, gerade so fest wie sie sein sollen , natürlich vorher in gleiche Stücke geschnitten. Eintöpfe, Linsen, Bohnengerichte benötigen kein stundenlanges Kochen und Einweichen.

Sauerkraut frisch vom Fass, benötigt 6 Minuten, die Kartoffel garen gleichzeitig in dem Einsatz mit. Die Milch für den Kartoffelbrei wärmt sich gleichzeitig im Milchtopf, während in der Pfanne die Blut-Leberwurst schwitzt und auf Ihren Einsatz wartet. Soll es ganz schnell gehen, kommt das Kassler auf das Sauerkraut , dann der Einsatz mit den Kartoffeln und in 10 Minuten ist alles auf dem Tisch.

Sicher nicht jeden Tag, kocht man derartige Schnellgerichte, so bleibt Ihnen aber die Leidenschaft eine schöne , klare Brühe zu ziehen, die perfekte Bolognese zu köcheln, die herrlichen  Tartes zu zaubern  oder auf der Couch zu liegen und zu Lesen, Musik hören….

So jetzt zum

Rezept:

Zutaten: für 4 Personen

 

2 Süßkartoffel

250 gramm Mung Linsen

2 Schalotten, ein nussgroßes Stück frischen Ingwer

1 Dose Cocosmilch

1 Teelöffel rote Curry-Paste (je nach Bedarf u. Schärfe)

1 Teelöffel Butterschmalz, geklärte Butter oder Olivenöl (was gerade da ist)

1 kleine Spitzpaprika, 1 feste Tomate  (nicht mehr)

1 getrocknete Chillischote

Zubereitung:

Schritt 1: Die Munglinsen in den Schnellkochtopf , eine getrocknete Chillischote, 1 Stückchen Ingwer hinzufügen , alles ca. fingerbreit mit kaltem Wasser bedecken und ohne Salz 10 Min. im Schnellkochtopf kochen. Dann beiseite stellen. Soweit kein Schnellkochtopf vorhanden brauchen die Linsen  ca. 25 Min. Dies kann man auch schon einen Tag vorher abkochen.

Schritt 2 :

Pfanne aufsetzen , mittlere Hitze  Butterschmalz oder Olivenöl hinzufügen

Schalotten grob kleinschneiden, Ingwer schälen und kleinhacken

Zugügig in die Pfanne gleiten lassen und glasig dünsten.

Schritt3:

Süßkartoffel schälen und in Würfel schneiden, ebenfalls in die Pfanne geben

Paprika klein schneiden  und hinzufügen.

Schritt 4:

Die Dose Cocosmilch aufgießen  und die Currypaste einrühren,  die Munglinsen unterheben, Deckel drauf und ca.

8 Minuten köcheln lassen.

Schritt 5:

Koreander hacken , mit Stiel

und sofort servieren!

Tipp:

500 gramm Munglinsen abkochen,  die Hälfte am nächsten Tag als Salat oder mit Kurkuma,  gewürzt  – als Beilage –  Vorspeise

Servieren oder den Rest mit frischem Fisch u. Limonenscheiben verfeinert ein tolles Abendessen für den Göttergatten

 

 

 

„Beste Freundinnen Wellnessurlaub….“

Einmal im Jahr muß es sein, Wellness pur… Auszeit von  Familie, Arbeit  und den lästigen Alltagspflichten.

Der beste Ehemann von Welt, hatte  es sich nicht nehmen lassen, seiner Ehefrau einen Wellness-Urlaub  – mit bester Freundin zu schenken.

Die Hotelbeschreibung ließ uns dahinschmelzen, 5 Sterne,  Wellness-Spa Bereich 1000 qm, Spitzenrestaurant, Alpenblick , geschmackvolle Komfortzimmer……

Endlich hatten wir einmal Zeit, für lange Gespräche, Spaziergänge in  der  herrlichen bayrischen Seenlandschaft.

Es ist zwischenzeitlich ein ganz wichtiger Tourismuszweig  geworden.

Das ergraute Publikum mit dem gehobenen Budget ist die gewünschte Zielgruppe und diese nimmt es dankbar an.

Es gehört zum guten Ton,  ein paar Tage sich verwöhnen zu lassen,  ein wunderbares Geschenk – ohne viel Aufwand zu besorgen .

Online ist es gleich gebucht – bei den Angeboten findet jeder das für ihn passende , preisgünstige Arrangment mit den Superleistungen – „alles dabei“.

Das nach Aufmerksam lechzende, betagte Klientel ist schnell zu begeistern….

Die persönliche Begrüßung – des Hoteliers oder Geschäftsführer – läßt sie dahinschmelzen. Dabei  merke ich, dass ihn die ständigen Fragen nach dem Wetter,  Essen…. eigentlich nicht wirklich interessieren.

Alles ist perfekt dekoriert – jedenfalls für den oberflächlichen Betrachter – Am Kamin in der herrlichen Frückstückslokalität steht noch das Putzmittel, mit Lappen -Aber das erhabene, schöne dünne Porzellan, das Silberbesteck…. der Service – der seine Augen schnell verschließt – wenn er gebraucht werden könnte… den alles ist auf Selbstbedienung abgestimmt.  Wer will aber durch das ganze Lokal mit seinem Cappuccino wackeln …

Die  Relexliegen am Hotelpool sind alle so gerichtet, dass der betagte Herr sich daran erfreuen kann, wie die Saunabesucherinnen  Ihre Bademäntel fallen lassen – das Highlight des Aufenthaltes – von der Rubensfigur , bis zum durchtrainierten, straffen Hinterteil der „40zigerin“…. alles wird geboten. Oma liegt weise lächelt neben ihm und hofft auf den gestählten Adoniskörper.

Das ist Altern auf höchstem Niveau!

 

Wellness, frei Tage ja, aber irgendwie passe ich noch nicht – in diese 5 Sterne – Scheinwelt. Aktive Entspannung, Lachen, guten Wein trinken, das Essen genießen – das geht Gott sei Dank noch anders.

Aber das nächste Jahr fahren wir wieder in ein „gutes Hotel“ zum Entspannen,  Ratschen, Lachen, Essen und Trinken. Wir sind halt unverbesserlich!

Danke Marion, Danke Wolfgang!

 

 

 

 

„Fastekreppel“

Schon im Februar 2011 hatte ich einen kleinen Beitrag geschrieben …..

Dieses Hefegebäck gab es zu meiner Kindheit in jedem Haus zur Fassenacht. Manchmal schmeckten sie schrecklich, nach nichts – altem Fett –

Bei unseren Streifzügen durch das Dorf, sammelten wir in jedem Haus Kreppelcher u. sonstige Süßigkeiten.

Ho, ho, ho die Fassenacht es do, hot die Schou  met Witt gebunne… so sangen wir lauthals. Alle waren wir kostümiert, die Buben meistens Cowboy – nur meine Brüder waren Schornsteinfeger oder Clown , weil meine Familie keine Schießgewehre mochte.

Mein erstes Kostüm  – ich erinnere mich genau – war Rotkäppchen – Süß muß ich ausgesehen haben, alle bestaunten meinen kleinen Korb mit dem Guglhupf und dem kleinen Fläschen Rotwein, herrliche rote Wangen und rote Lippen hatten Sie mir gemalt .

Eigentlich wollte ich lieber Funkenmariechen sein und laut rufen :“Kammellle de Prinz küt“  – so hatte es Onkel Jupp aus Kölle mir schon mit 2 Jahren beigebracht. Er stand am Fenstersims und rief mir zu: „Tanz Marieche , tanz… “ und ich hüpfte pützend (Handküsschen werfend)  über den Hof , immer und immer wieder.

Onkel Jupp warf Kamelle….  und erzählte mir vom Tanzmarieche aus Kölle  und vom  Prinz, Bauer und der Jungfrau.  Ja, und das sind alles Männer –

warum??

Früh am Morgen  wurde der Teig “ eingemacht“ für die Fastekreppele ,  manchmal auch einwenig vergessen, aber das nimmt der Hefeteig gern in kauf.  Ein ganz bestimmter Duft zog durch das Haus und wir stürzten uns auf die noch warmen Kreppelcher  und schnell waren sie gegessen, denn frisch gebacken sind sie einfach am besten!

Meine Schwester hatte noch dieses alte Familienrezept und es ist mir gelungen , die Fastekreppel wieder zu beleben.

R e z e p t :

Zutaten:IMG_1276

500 gramm Mehl Type 550

1 Päckchen frische Hefe

80 gramm Zucker

80 gramm Butter

1 Ei

1 kräftige Prise Salz

250 ml Milch

Abrieb von einer Biozitrone  (unbehandelt)

Fett zum Ausbacken (ca. 3/4 L neutrales Öl oder auch Butterschmalz)

 

Schritt 1:

200 gramm Mehl abwiegen und dies in eine Schüssel mit Deckel sieben , ein Mulde in das Mehl drücken und die frische Hefe zerbröckeln.

3 Eßlöffel Milch leicht erwärmen  – nicht heiß werden lassen !!-

Die Hefe mit einem Teelöffel selbstgemachtem Vanillzucker bestreuen (feiner brauner Zucker in eine Dose geben und Vanillestangenreste hinzufügen und gut verschließen).  Auch ein Teelöffel Honig erfüllt den gleichen Zweck. Die Hefe lechzt nach Zucker!

Nun die lauwarme Milch übergießen und vom Rand her die Mulde mit Mehl schließen.  Deckel drauf und erst mal Ruhen lassen.

Die Zeit ist hier nicht so wichtig,  bei Zimmertemperatur in der Küche kann  der Ansatz auch ein paar Stunden stehen. Soll es schneller gehen an einen warmen Ort – ans sonnige Fenster… in die Nähe der Heizung… stellen.

 

Schritt 2:

Milch lauwarm werden lassen.

Das restliche Mehl mit der Prise Salz vermischen und alle Zutaten in die Schüssel hineingeben. Die Butter  in kleine Stückchen schneiden – sie sollte Zimmertemperatur haben.   Abgeriebene Zitrone hinzugeben und mit der lauwarmen Milch übergießen.

Mit dem Handrührer (Knethaken) jetzt einen elastischen Teig herstellen. Alles sollte sich schön verbinden und es entsteht ein elastischer Teig, der sich von dem Boden der Schüssel vollständig löst.

Schritt 3:

Deckel auf die Schüssel und  gehen lassen. Nach ca. einer 3/4 Stunde ploppt es der Deckel der Schüssel springt auf, der Teig hat sich verdoppelt und ist bereit für die Weiterverarbeitung.

Schritt 4:

Ein  Backbrett leicht mit Mehl bestäuben und den Teig zu einem Rechteck (Damenfingerdick) ausrollen.

Mit einem Wasserglas Kreise ausstechen und den Rest nochmal ausrollen bis der gesamte Teig aufgebraucht ist.

Mit einem Küchentuch abdecken  und ca. 20 Min ruhen lassen.IMG_1278

 

Schritt 5:

Friteuse oder Fritiertopf vorbereiten. Zucker zum Wälzen  vorbereiten.

Tipp: feiner Zucker, gemischt mit einwenig Zimt  ! oder einfach Puderzucker mit dem Teesieb

Für meine Fastekreppel nutzte ich meine Induktionsplatte.  Stelle die Temperatur auf 180 grad ein und gebe das Öl in den Topf – soviel, dass das Gebäck gut drin schwimmen kann – es ist aber nicht erforderlich  – wie oft beschrieben 2 L  Öl zu benutzen!

Kurzer Test – mit dem Stil des Kochlöffels – ob das Öl bereit ist die lechzenden Kreise zu empfangen.

 

Schritt 6:

Das Gebäck mit der aufgegangenen Seite in das Öl gleiten lassen und  nach ca.  2 Min  wenden  und goldbraun backen.

Auf  Küchenkrepp kurz abtropfen lassen und im Zucker wälzen.

Jetzt ist Schnelligkeit gefragt – besster geht es natürlich – zu Zweit – aber  das kennen wir alle – keiner ist in Sicht.

Die Temperatur kann jetzt auf 160 grad herunter genommen werden.  Ratz, fatz sind sie fertig die Fastekreppelcher .

Es duftet – ja aber wie früher –  und genau so schnell sind sie auch gegessen!

 

Helau , Alaf  …  !!

 

IMG_1282

 

 

 

Hermann ist tod !

Das Glas war überzogen von grünlichem , schimmeligen Polster ….

Abgesetzt hatte sich eine schwarze Flüssigkeit, die schimmlige Punkte beherbergte und für mich den endgültigen Tod meines geliebten Hermanns bestätigte.

 

Fast 2 1/2 Jahre war er stets für mich da.  Kurz angefüttert, über Nacht stehen gelassen im heißen Sommer 2015 lieferte er die wunderbaren Brote  – ohne Hefe –  mit einer tollen Krume  – einfach – schnell über Nacht – !!!!

Keine aufwendigen  Vorteige, Brühstücke……, wie es die Fachliteratur ständig veröffentlicht.  Mein Hermman topte alle, stets bereit, freudig blubbernd  trug er dazu bei den Urhunger zu stillen.

 

Für mich heitßt dass,  gutes Brot, gute Butter gutes Salz…

Dick Butter, die Zähne bilden einen wunderbaren Abdruck und das Brot sorgt für ein Gefühl von Heimat, Geborgenheit und mir „Gehts endlich guuut“

Die Kruste resch, kräftig, die Zähne haben was zu  tun ! Herrlich.

Den Ansatz hatte ich vor fast drei Jahren aus dem besten Roggenmehl angesetzt und immer wieder aufgehoben! Was habe ich nur da falsch gemacht.?

Die Sauerteige meiner Familie überlebten teilweise mehrere Generationen und ich schaffe es nicht mal 3 Jahre.

Der Sauerteig meiner Oma, Kath,  besstand aus einer krümeligen Masse. Ganz schwach erinnere ich mich……

Auch Helmut, mein alter Schulkamerad sagte mir im November beim  „Klassentreffen“

krümelig  muß er sein einfach im Kühlen aufbewahren……

Morgen setze ich einen neuen Sauerteig an!  Im Bad mache ich es ihm wohlig warm, so lange er es braucht und dann backe ich wieder meine Sauerteigbrote!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Wintermärchen“

Gleissendes Sonnenlicht umhüllt die kahlen Bäume .  Der eiskalte Wind treibt die aschgrauen Wolken rasendschnell voran. Es riecht nach Schnee!!

Die Welt versinkt in weißer Watte, alles wird zugedeckt und es wird leiser, die Flocken tanzen unermüdlich ihren winterlichen Tanz.

Schon als Kind liebte ich diese weiße Pracht über alles. Für mich gab es kein Halten mehr, wenn Feld und Wiesen mit einer mindestens 20 cm hohen Schneedecke überzogen waren.  Es gab keine Funktionskleidung die mich vor Kälte und Nässe schützen hätte können.

Mit einer Speckschwarte rieb ich die Kufen meines Schlittens  ein, damit er schnell über die 2,5 km lange steile, Eisbahn rasen konnte.  Stundenlang pflegten wir bei einsetzender Dunkelheit unsere Rodelbahn. Gegen Einbruch der Dunkelheit schütteten wir Wasser aus den kleinen Wiesengräben auf die Bahn. So entstand eine Eisschicht, die oft tückisch mit Neuschnee bedeckt war und uns beim Bergaufgehen den Anstieg erschwerte.

Erst wenn die Hosen gefroren waren, die Finger  steif vor Kälte sich nicht mehr bewegen ließen  … noch einmal ein letzter Ritt durch den Eiskanal – die Dunkelheit einsetzte folgten wir den  schrillen Pfiffen aus dem Tal und begaben uns auf den Heimweg. Alle meine Freunde -hauptsächlich Jungs – lagen bäuchlings auf ihren Rodel und die Füße wurden beim Hintermann eingehängt.

Der Beste fuhr vorne  – Lenken und immer die Geschwindigkeit halten – die hinteren trieb es aus der Bahn – schnell lag man im Graben, aber die weiße Pracht fing jeden auf.

Daheim angekommen riss mir meine Tante die nassen, gefrorenen Kleider von Leib massierte meine Eisfüße – umhüllte mich mit Decken und ich durfte meine Füße in den „Backofen“ halten so lange bis eine wohlige Wärme in meinem Körper wieder erwachte.

Der riesengroße Bräter mit „Eierschmeer“ stand  bereit oder die wärmende Suppe, die warme Milch von meiner Lieblingskuh Bella.

Diesen Riesenbräter , den man auf das offene Feuer stellen konnte , indem man aus dem Herd verschiedene Ringe entfernte und so auf offenem Feuer Anbraten konnte, Warmhalten…. habe ich geerbt. Genau weiß ich nicht wie alt dieser Topf ist, aber bestimmt mehr als 100 Jahre!

In diesem Bräter werde ich die Rezepte meiner Kindheit versuchen nachzukochen.

Die herrlichen Bratäpfel,  die knusprigen Kartoffelkuchen mit reschem Speck und das warme, weiche „Eierschmeer“ mit den Grieben  dazu kräftiges Sauerteigbrot.

Es muß aber für diese Gerichte Winter sein – so wie ich ihn beschrieben habe – denn nur dann schmecken diese deftigen Gerichte.

Am Wochenende soll der Schnee kommen – dann kann ich loslegen!

Natürlich werde ich die Rezepte mit Bildern zum Nachkochen einstellen!

Der Bräter wartet geduldig mit seiner dicken Patina in der Kammer auf seinen Einsatz im neuen Leben!

 

 

„….es dauert endlos….“ Rezept: Quarkspätzle Meggie spezial

so ist es der „alte“ Blog kann importiert werden, aber es dauert bis zu 24 Stunden – bei 5 Jahren – dann 5 Tage.

Daher sollen die Leser mit einem noch nicht veröffentlichem Spätzlerezept getröstet werden.

Im Herbst kam ich den Genuß in ein sehr gutes Restaurant in den Tiroler Bergen  zu besuchen.

Hier wurden,  frische , leichte, fluffige Spätzle  sogenannte  „Topfenspätzle“ zum Wild gereicht.

Diese Spätzle waren einfach ein Traum.  Die Rezeptur war aber nicht zu bekommen – verständlich –

Nach mehreren Versuchen hier meine  Offenbarung:

Zunächst benötigt man sogenanntes Spätzlemehl . (doppelgriffiges Mehl m. Griesanteil) Unsere Nachbarn in Schwaben liefern hier  die besten Mehle.

Zutaten:

(für 6 Personen)

500 gramm bestes Spätzlemehl aus Schwaben

5-6 Eier (je nach Größe)

500 gramm Topfen (Quark) 20 %

2 Eßlöffel neutrales Öl

Salz, Muskatnuss frisch gerieben

So geht es:

Schritt 1:

Alle Zutaten  entweder mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät zu einem glatten Teig verrühren ( ca. 8-10 Min. auf mittlerer Geschwindigkeit)

Schritt2:

Den Teig ca. 30-45 Min. ruhen lassen.

Dann einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen,  Salz hinzufügen und auf mittlerer Hitze (5-7) reduzieren  – darf nicht mehr kochen!

Jetzt mit dem Spätzlehobel, Schaber –  jeder hat da seine Vorlieben – in das siedende Wasser drücken.

Geschmeidig läßt sich der Teig durch das Spätzlesieb  drücken.

Schnell kommen goldgelbe, fluffige Spätzle hoch. Zügig in ein Küchensieb geben….

oder in die bebutterte Auflaufform schichten – abwechselnd – mit dem geriebenen Raclettekäse  , der übrig geblieben war.

ca. 20 – 30 Min. im Backofen bei 180 grad überbacken.  Ein Wintertraum!

IMG_0150
Topfenspätzle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aller Anfang ist schwer…

8573153_1f40c03b04_dUmzug ist immer mit Suchen, viel , viel Arbeit verbunden. Meinen „alten“ Blog habe ich leider nicht mitgenommen.
Dies ist mein Versuch, die Beiträge aus den vergangenen 5 Jahren wieder zu aktivieren.

Komplizierte Lade- u. Kopiervorgänge – der Blog taucht bei Google nicht auf.

Ja und wir bekomme ich Bilder eingefügt?

Der „alte“ Blog wird vielen sehr viel Freude machen und bietet für heute Lesestoff für die nächsten Tage