„Servus Juni 2022 … „

(Werbung, da Namenerkennung möglich)

wunderschön war dieser Monat – nach Regen folgte Sonnenschein – eine konstante Wärme – heiße Badetage – und laue Nächte

Allerdings die Wetterprognosen sind meist ungenau – bis nicht zutreffend.

Die Leichtigkeit des Seins ist wieder einwenig zurückgekommen. Corona haben wir einwenig verdrängt.

Osterseen im Regen
einwenig leichte Kost
Balkongarten im Juni 2022
Natur pur Genuß

Bleibt gesund und munter

Bis die Tage

M. Kuhl

„Rhabarber ade“

(Werbung , da Namensnennung)

12 grad, Regen, am 9.6.2022 – dabei war ich schon ganz auf Sommer eingestimmt

Der geeignete Tag, um Semmelbrösel herzustellen, Gnocchi auf Vorrat zu produzieren, Marmelade zu kreieren, Currywurst mit Kartoffelchips für den Gö-Ga vorzubereiten.

Currywurstsoße feurig, fruchtig
Currywurst für Mr. Gö-Ga – natürlich schon angeschnitten

Ja – und – sich über die Weltnachrichten, das Wetter, die Politik aufzuregen…

So bleibt man agil, aktuell und die Zeit rast dahin und schon wieder ist die Woche um.

Ehrlich, einer täglichen Arbeit nachzugehen, würde mir derzeit sehr schwer fallen, denn ich habe kein Zeitfenster mehr für Meetings, Dienstreisen, schwierige Verhandlungen ….. und die lieben Kolleg*innen mit ihren tausend Fragen und Anliegen.

Mein geliebtes Gemüse, ja ihr lest ganz richtig, es ist ein Gemüse, wird sich auch in Kürze verabschieden. Die Erdbeeren verdrängen ihn aus dem Küchenplan, dennoch will ich den frischen, fruchtigen, süßen Geschmack von Erdbeeren mit der rauhen Säure des Rhabarbers verbinden und nicht mit Zucker übertönen.

Leicht, einwenig stückig, cremig soll die Marmeleide sein. Meine Probecharge war dermaßen bombastisch, dass ich das Rezept sofort aufschreiben mußte für Euch:

Rhabarber-Erdbeer-Holunder Marmelade

Zutaten:

  • 800 gramm geschälter, gestückelter Rhabarber
  • 200 gramm Erdbeeren (vom Feld, reif und aromatisch)
  • 1 Vanilleschote
  • 30 ml Holundersirup
  • ein Röhrchen Orangen-Rohrzucker
  • Wiener Gelierzucker bio 2:1
  • Saft einer halben Biozitrone

Die Zubereitung ist, wie könnte es anders sein, schon etwas aufwendig, aber…..

und so geht es ganz easy:

  • ca 200 gramm Erdbeeren putzen und in nicht zu kleine Stücke schneiden
  • das Röhrchen Organgenzucker hinzufügen, sowie den Holundersirup
  • über Nacht im Kühlschrank abgedeckt durchziehe lassen
  • (bei mir waren es die Reste vom Dessert des Vorabends- welch ein Zufall)
  • den Rhabarber abwiegen, die marinierten Erdbeeren hinzufügen
  • und stehen lassen, bis der Zucker sich verflüssigt hat.
  • dann die Vanilleschote auskratzen und mit der Schote in den Topf geben
  • kurz aufkochen – dann auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis der Rhabarber seine harte Struktur verliert
  • Zitronensaft hinzufügen
  • kurz durchpürieren – aber so , dass weder der Rhabarber, noch die Erdbeeren gänzlich püriert sind. Die „Stückchen“ sollten auf der Zunge schmelzen und doch ihre Festigkeit behalten.
  • Wichtig: Den Geliertest niemals vergessen
    • auf eine Espressountertasse einwenig Marmelade geben und kurz hin und her bewegen, wenn es nicht mehr fließt – ist die Marmelade perfekt
  • dann sofort in die vorbereiteten Twistgläser abfüllen, auf den Kopf stellen (ca. 5 Minuten reicht)
  • eine kleines Schälchen zum Schlecken solltet Ihr aber für Eure Lieben reservieren…

Tipp:

  • Pfannkuchenteig – soll es ja auch im Kühlregal geben – in einer Crêpes-Pfanne hauchdünn backen – mit dieser Marmelade bestreichen und gerollt servieren.
  • (leider konnte ich kein Foto machen- so schnell waren meine kleinen Rollen, liebevoll mit Minze und Puderzucker dekoriert im wahrsten Sinn des Wortes – Verschlungen)

Bis bald

Liebe Grüße aus der „Schafskälte“

„Grüße vom blauen Bäumchen“

M. Kuhl

„Holunderblüte anno dazumal…“

(Werbung, da Namensnennung)

Im Juni war es immer schwül, heiß, gewittrig – das Heu mußte eingebracht werden.

Der Juni Anno 1962, ich erinnere mich ganz vage, war sehr wechselhaft und das Gras war langsam gewachsen. Die kargen Hänge und Wiesen mußten manchmal von jetzt auf gleich gemäht werden. Schwungvolles, gekonntest Sensen war hier gefragt, eine mühsame, sehr anstrengende und schweißtreibende Arbeit, die aber mein Großvater sehr gut beherrschte.

Ich liebte den Geruch von frisch gemähtem Gras, lief mit meinem kleinen Rechen hinter meinem Großvater her und verteilte das Gras, damit es gut trocknen konnte.

Fluchend, hielt Großvater inne, wieder hatte er in einen Stein geschlagen und mußte nachschärfen. An einem schweren Ledergürtel hing die Ledertasche mit dem Stein- irgendwie war auch etwas Wasser im Spiel – wie er das Wasser auf das Sensenblatt brachte – habe ich vergessen. Gespuckt hat er manchmal drauf – ob das reichte ?

Trotz der Hitze wurde ich gezwungen, festes „Schuhwerk“ anzuziehen. Die kurzen Hosen wurden gerade noch genehmigt. (kein Mensch sprach damals von Shorts..)

„Wenn wir fertig sind, holen wir die Holunderdolden runter, dann kann Oma wieder das Holunderwasser machen“ tönte Großvater um mich zu motivieren. Das Gras war schwer , die Knöchel schmerzten, vom schrägen bergauf gehen – schon wieder hatte mich was gestochen. „Mach direkt Spucke drauf, vergeht schon wieder, biste heiratest..“ Jetzt war ich oben, saß auf dem schweren Stein und wartete auf meinen Großvater. Der kräftige Holunderbusch grüßte majestätisch ins Tal. Seine Dolden wogen leicht im Sommerwind und verströmten einen Duft. Fast 60 Jahre später, habe ich ihn immer noch in der Nase – so intensiv, betörend – kein Wunder, dass sich hier alle Insekten des Planeten versammelten.

Großvater keuchte, nahm einen großen Schluck Wasser und blickte stolz, glücklich und zufrieden in das weite Tal, welches nun dicht bewaldet war. Die Sonne stand fast senkrecht über uns. Wie aus dem Nichts wurde Großvater hektisch, stieß mich unsanft zur Seite. Die Sense zischte durch die Luft, um gleich wieder krachend aufzuschlagen.

Mein Herz klopfte. War er jetzt doch verrückt? Die Leute sagten doch immer: Der eigensinnige, leicht verrückte mit seiner wilden Enkelin…

Nein ! Er hatte eine ausgewachsene Kreuzotter mit einem Hieb getötet, die gerade dabeigewesen war, mich ins Visier zu nehmen. Genaue Analyse, wie man eine Kreuzotter von einer Ringelnatter unterscheiden kann, wo sie vorkommen in unserem lieblichen Tal und wie man sich verhält, wenn man ihnen begegnet, folgte in einem langatmigen Monolog.

Ein ausführlicher Vortrag, über das Verhalten, Leben und die Nützlichkeit von Schlangen, Ringelnattern und…. mußte ich auch noch über mich ergehen lassen.. Auch diese wichtigen Fakten habe ich bis heute nicht vergessen. Erst vor kurzem mußte sich meine erwachsene Tochter anhören, dass man mit Flip Flops und Sandalen nicht in die Natur maschiert.

Zu Hause wartete im tiefen, dunklen Bruchsteinkeller, der Holundersirup und alle lauschten gespannt, was uns widerfahren war.

Gibt es etwas köstlicheres im schwülen Juni 2022 ?

Den großen Tonbottich, das Eichenholzbrett, den beschwerenden Basaltstein habe ich nicht, genauso fehlt mir der kühle, dunkle Bruchsteinkeller tief in der Erde.

Das Rezept habe ich verifiziert und in Österreich den geeigneten Zucker gefunden, der schon sehr viel Mühe und Arbeit wegnimmt.

Holundersirup

Sirupzucker

Zutaten:

  • ca 3o Dolden Holunder
  • hier ist es besonders wichtig, dass diese trocken geerntet werden und kräftig ausgeschüttelt werden (denn hier sammeln sich die Insekten u. sonstige Getierchen gerne)
  • 1 kg Wiener Sirup Zucker –
  • 3/4 Liter Wasser
  • 1 Biozitrone (groß)

mehr nicht !

Zubereitung:

  • zunächst müssen die Dolden von den Stilen befreit werden!
  • es dürfen keine geschlossenen Blüten (Knospen) dabei sein
  • und keine grünen Stile (da giftig, genau wie die ungekochten Beeren später)
  • dies erfordert Geduld und Mühe
  • dann den Zucker mit dem Wasser übergießen und erhitzen, bis er klar ist
  • dann über die gezupften Blüten geben, mit Zitronenscheiben belegen und 48 Stunden kühl stellen
  • den Sirup durch ein Sieb, besser Passiertuch passieren
  • nochmal drei Minuten aufkochen (so länger haltbar)
  • in saubere Flaschen oder Fläschchen abfühlen und je nach Gusto genießen

Tipp: Erdbeeren mit dem Sirup marinieren – geschlagene Sahne –

Gö-Ga hat das schon angerichtete Glas geleert, bevor ich ein Foto machen konnte.

Schönen Restfeiertag

bis bald

M Kuhl

„Mai servus, ade….“

Der Mai hatte schon ein paar Wonnemonatmomente, aber für mich war er viel zu kalt.

Der Mai war gekommen, doch die Bäume schlugen nicht aus. Es mangelte schlicht an der erforderlichen Feuchtigkeit. Meinen Balkongarten konnte ich erst letzte Woche in Angriff nehmen. Die Pflänzchen lechzen nach Sonne und Wärme in diesen kalten Tagen. Die Chilli- u. Paprikapflanzen möchten am liebsten zurück ins Gewäschshaus, das Basilikum streikt und will abends rein. Der Pflücksalat streckt verzweifelt seine Ärmchen am Nachmittag in die Sonne!

Allerdings war es möglich die Badesaison einzuläuten und ich hatte das Gefühl von dieser Leichtigkeit des Seins, die mir nur der Sommer bescheren kann, ist gekommen , um zu bleiben.

Der Pilsensee war so warm, das Wasser so sanft und die verliebten Krötenmännchen lieferten sich Liebensarien der besonderen Klasse.

Ein paar kleine Ausflüge und eine Kurzreise ins Rheinland und schon war er vorbei der Mai 2022.

Der angesetzte Rhabarbersirup wartet auf seinen Einsatz !

Rhabarber-Sirup im Werden
„Abfüllanlage“

Eisgekühlt, mit Prosecco aufgegossen …

Rezept folgt.

Schöne Zeit!

M. Kuhl

„Servus April- genug gemacht was er will….“

Irgendwie – trotz der Lockerungen – bleibt ein mulmiges Gefühl –

Die sich überstürzenden Kriegsereignisse in der Ukraine belasten wohl jeden.

Die Politik in Deutschland wird immer mehr vom Quotenverhalten bestimmt.

Traurig ist es für mich immer wieder festzustellen, dass keine Gelegenheit ausgelassen wird, um Parteipolitik zu betreiben.

Die Regierungsmannschaft – bis auf ganz wenige Ausnahmen – überzeugt nicht. Sinnloses „Geldverteilen“ – was andere wieder büßen müssen, kann nicht das allheilmachende Konzept sein.

Machtlos stehen wir als einzelnes Individuum da, dabei hatten wir Krieg, Teurungen doch längst vergessen, verdrängt.

Jeder soll konsumieren- sich den neuesten Fernseher… leisten können, Ausbeutung gewisser Berufsgruppen nehmen wir billigend in kauf. Disquonter überbieten sich mit immer neuen Tages-Wochenangeboten – dabei braucht dies meist kein Mensch.

Die Chance gilt es zu nutzen, sich wieder auf unsere Werte zu besinnen. Auch andere sinngebende, kostenlose Aktivitäten können glücklich machen.

Die Lebensmittel bekommen erstmals wieder die Beachtung, die ihnen gebührt. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn man Basiseinkaufs- bzw. Grundkurs Kochen mal finanziell unterstützen würde, anstatt Einmalleistungen unters Volk zu werfen, womit wieder konsumiert wird und der Staat wieder profitiert.

Genug, alles neu macht der Mai.

Der April war für mich wieder mal ein echter April, wie man ihn sich vorstellt.

Einwenig Sommer, einwenig Winter und die Erkenntnis, dass die Natur sich nicht täuschen läßt. Jedes Jahr sprießt der Bärlauch, die Wälder verwandeln sich in eine grüne Oase, die Kinder warten auf den Osterhasen.

Mit meinen Aprilbildern möchte ich Euch einwenig erheitern

April 2022

Bleibt negativ und positiv zugleich – alles neu macht der Mai.

Bis bald

schönes Wochenende

M. Kuhl

„Home-bakery -selfmad brot – Semmel – Sauerteigbrote …“

Jeden Tag eine neue schlechte Nachricht über anstehende Teuerungen, Verknappungen machen uns das Leben nicht leichter.

Ehrlich, seit Tagen verbreitet das Internet, dass die Lebensmittelpreise steigen, ab nächster Woche…

Ich empfand es als eine aggressive Werbeaktion der großen Discounter. Die Lager müssen geräumt werden, damit man nicht umpreisen muss. Schaut man genau hin, sind dort viele Artikel betroffen, die man eigentlich eh nicht braucht oder kauft.

Soweit die Grundnahrungsmittel betroffen sind (Brot, Mehl, Gemüse, Obst) trifft es manche Familien schon arg. Aber braucht man dieses Überangebot, die riesigen Mengen an Brot und Lebensmittel, die teilweise frisch entsorgt werden, wirklich?

Wenn ich die Einkaufswägen beobachte, kann ich feststellen, dass sehr viele Fertigprodukte, Tütengerichte und Lebensmittel die keinen Nährwert enthalten, gekauft werden.

Jahreszeitliche Küche, mit einem kleinen Wochenplan würden das Budget schon enorm verbessern.

Mit minimalen Aufwand lassen sich oft wertvolle, leckere Gerichte zaubern.

Gerade jetzt, in der Jahreszeit ist eine deftige Brotzeit mit selbstgebackenem Brot, verschiedenen Aufstrichen doch sooo guuut.

Mit einwenig Übung sind die Back- und Gärprozesse einfach in den Alltag zu integrieren und das Altbrot kann auch wieder verwendet werden für das nächste Brot.

Der Start wäre das Herstellen eines Hefewassers, mit welchem die zukünftige Fütterung der Teige jederzeit möglich ist. Es macht – besonders mit Kindern Spaß – diese Prozesse zu begleiten. Der Besuch einer Getreidemühle im Umland ist ein Ausflug wert – bzw. . kann man in München eine Mühlenführung organisieren (verbunden mit einer Stadtrallye – sicher auch für Kinder ein toller Tag-).

Heute möchte ich Euch einige meiner Brotschätze näher bringen.

Allsamt haben diese Rezepte die Qualitätsprüfung von Gö-Ga und der Familie überstanden und sind als besonders gut bewertet worden. (das will was heißen, wo immer nur kritisiert, gemeckert wird)

Starten wir mit dem einfachsten Brot, dem Pfannenbrot. Die Mehlsorte ist beliebig austauschbar und Trockenhefe oder frische Hefe aus dem Supermarkt läßt das Gelingen nicht scheitern.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20732786

Pfannenbrotrohlinge
Pfannenbrot mit Kichererbsencurry

Gerade in der Zeit vor Ostern backe ich das Eierkäsbrot häufig. Es ist einfach und schnell gebacken und auch für Anfänger geeignet.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20725771

Hefebrot Eierkäse
Eierkäse aus Kuhnhöfen im Westerwald mit Eierkäsbrot von Oma Brigitte

In der Zwischenzeit kann das Hefewasser angesetzt werden und der Roggensauerteigansatz täglich gefüttert werden.

Hier findet hier sicher viele Anleitungen im Internet.

Meinen Roggensauerteig habe ich mit 100 gramm Roggenmehl Type1370 und 100 gramm warmen Wasser angesetzt und ihn so über Jahre fortgeführt.

Der Ansatz des Hefewassers ist auch denkbar einfach.

  • in eine Glasmilchflasche geben wir 3-4 Datteln wichtig ungeschwefelt!
  • auch getrocknete Aprikosen -ungeschwefelt –
  • getrocknete Tomaten eignen sich hervorragend
  • 1 Eßlöffel besten Imkerhonig
  • füllen die Flasche zu 3/4 mit warmen Wasser auf
  • kräftig schütteln
  • an einem warmen Plätzchen auf der Fensterbank stehen lassen
  • immer wieder mal schütteln
  • nach 3-5 Tagen steigen die Früchte auf
  • beim Öffnen zicht es
  • daher niemals ganz zudrehen, immer den Deckel locker draufdrehen
  • Explosionsgefahr!
  • schon kann das Hefewasser eingesetzt werden
  • es wird immer wieder auf die gleiche Art aufgefüllt
  • und wird richtig triebstark, so daß man ohne Industriehefe auskommt.
Hefewasser im Werden

Irgendwann kauft ihr kein Brot mehr – oder nur in seltenen Ausnahmen –

Wie wärs als nächstes mit herrlichen Olivenbrot zu Ostern.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731794

Olivenbrot

Tipp: die verschiedenen Teigführungen und Ansätze gelingen von selbst.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730132

Viel Spaß beim Starten der Brotbackarie. Von Mißerfolgen solltet ihr Euch nicht bremsen lassen.

Tipp: Brotbacktag – mehrere Brote backen und einfrieren. Einfach aus dem Kühlfach nehmen auftauen lassen und genießen. Der Geschmack und die Frische bleibt erhalten.

Weitere Brotempfehlungen folgen

Schöne Woche und liebe Grüße aus dem eisigen, kalten München

(Montag 9.20 Uhr, – 1 grad , sonnig)

„Vogelgezwitscher…. „

(Werbung , da Namensnennung)

Ab dem Morgengrauen, so gegen 5.OO Uhr setzt es lautstark ein Vogelgezwitscher, mal schrill , mal leise mal selbstbewußt…

So sehr ich mich bemühe, die einzelnen Vogelstimmen erschließen sich mir nicht.

Erbarmungslos scheint die noch „kalte“ Sonne und die noch vorhandene Kälte der Nacht, teilt unmissverständlich mit, es ist noch nicht richtig Frühling ist.

Meine mediteranen Kräuter haben den Winter gut überstanden, die Tulpen und Zierzwiebeln lupfen aus der Erde.

Seit Wochen treibe ich mich rum. Großeinkauf beim Asiaten, Spezialitäten aus der Gegend von Rosenheim (Essig, Spezialsalz u. vieles mehr) , Käse aus Tirol usw. …

Ja und dann genieße ich es Konzerte, Theater und diverse Restaurants aufzusuchen.

Ausgiebig mit Freunden ratschen, essen einen guten Schluck und ich stelle fest – andere sicher auch bei mir – diese Pandemie ist nicht spurlos geblieben. Das bedeutet noch mehr körperliche Bewegung. Schwimmen, Radeln, lange Spaziergänge gehören zu meinem ruhelosen Alltag. Es ist einfach wunderbar!

gefüllte Zucchiniblüten – leicht fritiert
Knurrhahn-Eintopf

Zurück zu meinen Beutezügen:

Bio-Rausch so nennt sich die Firma. Dieser Orangen-Apfelessig ist das „Geheimnis“ meines Kartoffelsalats. Meine Freundin Mona hatte mir diese dekorative Flasche als „guten Aperitiv“ geschenkt.

Trinkessige sind milder im Geschmack als herkömmliche Essige, da ihr Säuregehalt maximal bei sechs Prozent liegt. Sie bereiten den Gaumen aufs Menü vor oder unterstützen nach der Speisenfolge die Verdauung. Aperitif- oder Digestifessige können auf Wein-, Frucht- und Honigbasis hergestellt werden. Klassische Fruchtaperitifessige sind Apfel- und Birnenessige. Aber auch Himbeer-, Johannisbeer- oder Quittenessige eignen sich wunderbar als…..

Mich haut diese „Menüfolge“ ehrlich gesagt nicht vom Hocker – aber bei der Zubereitung diverser Speisen sind diese Essige einfach der Hammer.

https://biorausch.com/

„meine Lieblinge von Biorausch“

Natürlich koche, backe „brutschele“ ich täglich und habe vieles so organisiert, dass ich nicht ständig in der Küche angekettet bin.

Tipp: Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Bohnen, Linsen jedweder art) sind feste Bestandteile meines Wochenspeiseplans.

Die Hülsenfrüchte aus der Dose mag ich ich gar nicht!

Brav weiche ich die Hülsenfrüche ein und gare sie dann fix im Schnellkochtopf. So stehen die Bohnen, Erbsen, Linsen immer bereit für ihren Einsatz. (je nachdem entsteht ein Curry, ein indische Dal-Variante, ein Eintopf)

Ein gutes Drittel verarbeite ich dann zur wohlschmeckenden Paste, welche als Aufstrich, Bindemittel für Soßen, ob warm oder kalt gerne auch zum Pfannenbrot gegessen wird.

Die Rezeptur basiert eigentlich auf meinem Humusrezept und wird immer abgewandelt : Thunfisch in Wasser mit pürieren, fein gehackte getrocknete Tomaten hinzufügen, Meersalzflocken… siehe nachfolgender Link

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731560

oder: indische Gewürze, Knoblauchzehe, Koreander frisch

Linsen-Curry-Paste mit Ingwer und Kurkuma

asiatische Variante mit Zitronengras, Chilli, Limonensaft

zur Zeit ist bei mir der Bärlauchhumus sehr gefragt.

In Marmeladengläser füllen, mit einem Schuß Olivenöl versiegeln.

So hält sich der Aufstrich gut eine Woche und ist auch ein willkommenes Mitbringsel.

Themenwechsel: Leseempfehlung Jonathan Franzen Crossroads

Dieser Roman hat was. Einerseits spiegelt er das nackte Leben und beschreibt schonungslos und dennoch gefühlvoll die einzelnen Charaktäre einer an für sich durchschnittlichen Familie…

Schaut Euch das Wetter an! Mein Rosmarin hat so schöne Blütenknospen angesetzt und muß jetzt diese weiße Last ertragen.

Kochen werde ich heute eine schöne, lange geköchelte Rindsbolognese mit gutem Rotwein, italienischen Tomaten (aus der Dose und getrockneten Tomaten), mit einem schönen luftgetrocknetem Guanciale, die Kräuter werde ich vom Schnee befreien – alles schön vor sich hinköcheln lassen.

Lesen Rotwein genießen und inständig hoffen, dass der Frühling wieder kommt.

Genießt den Frühling – bis bald

M. Kuhl

„Servus März 2022“

Das Leben beginnt neu im März,

vorbei scheint der Winterschmerz

zart sprießt es aus allen Ecken,

die Vöglein uns schon um 5.00 Uhr wecken.

Die Sonne gaukelt uns schon den Sommer vor,

so sehr es auch nachts noch fror.

Die Nackerten der Isar sind zurück

und suchen auf den kalten Isarkieseln ihr Glück.

Die Pandemie wird heftig verdrängt,

in den Wirtshäusern wird wieder kräftig ausgeschänkt.

Der Monat hat mir viel Kraft gegeben,

ich fühle mich über den Dingen schweben.

Genießt die Frühlingstage in der Natur in Stadt und Land, dies

erfrischt Herz und Verstand.

M. Kuhl

„Samtpfötchen gefällig ?“

Der Waldboden weich und elastisch läßt mich durch das nahe Wäldchen hüpfen, die Sonnenstrahlen wärmen meinen Nacken. Die Bäume tragen noch kein grünes Kleid und lassen alles in einem warmen, angenehmen Licht erscheinen. Soweit mein Auge reicht, reihen sich Schneeglöckchenteppiche aneinander. Die Natur erwacht, so gewaltig und die Luft ist klar und auch einwenig frisch.

Schneeglöckchenteppich

Das nahe Glück kann ich fast nicht ertragen und in dieser Stimmung entstehen bei mir oft seltsame Rezepte.

Laßt Euch inspirieren, anstacheln – von meinen Samtpfötchen – ganz leise und leicht kommen sie daher.

Zutaten:

(für 2-3 Personen)

  • 500 gramm Süßkartoffeln
  • 125 gramm Hartweizengrieß
  • 40 gramm Einkornmehl Type 630
  • 50 gramm Speisestärke (Kartoffelmehl)
  • 1 Eigelb Größe M
  • 100 gramm Butter
  • 3-4 Eiertomaten
  • 1/2 Bund Petersilie
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Spur Chilipulver
  • Paprikapulver -scharf
  • Meersalz aus der Mühle
  • 1-2 Eßlöffel Olivenöl
  • 1 kleine Schalotte
  • Schluck rosa Gin
  • Parmesan frisch gerieben zum Bestreuen

Zubereitung:

  • 2-3 Süßkartoffel ca. 500 gramm ohne Schale soll es ergeben
  • Süßkartoffel ungekocht mit einer Gabel einstechen
  • im Schnellkochtopf – gut salze -abdämpfen und auskühlen lassen
  • in der Zwischenzeit Tomaten kreuzweise einschneiden , mit kochendem Wasser übergießen und die Haut abziehen
  • die Tomaten beiseite stellen

Teigzubereitung:

  • die Süßkartoffeln mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken und Mehl, Ei, Kartoffelmehl, Eigelb schnell zu einem Teig verarbeiten
  • nicht viel kneten mit Vinylhandschuhen den Teig locker kneten, alle Zutaten sollten sich homogen verbinden
  • mit Paprikapulver, Salz, einer Spur Chilli würzen
  • und für ca. 1/2 Stunde in den Kühlschrank verfrachten

Die Zubereitung der Samtpfötchen erfordert einwenig handwerkliches Geschick, da der Teig noch weicher ist, wie der normale Gnocchiteig.

Wir arbeiten mit List und Tücke:

  • zunächst bemehlen wir ein Backblech hauchdünn mit Mehl
  • geben in eine große Tasse kochendes Wasser
  • mit einem Teelöffel stechen wir uns nun vom Teig kleine Nocken ab, indem wir den Teelöffel immer wieder ins heiße Wasser geben
  • so bleibt der Teig nicht kleben
  • die Nocken geben wir auf das bemehlte Blech und formen sie einwenig
  • je nach Geschmack , drücken mit der Gabel kleine Pfoten
  • nun setzen wir in einem größeren Topf Salzwasser auf, lassen es aufkochen
  • zügig geben wir die Pfötchen in das siedende Wasser
  • und warten bis die Pfötchen hochkommen
  • 2-3 Minuten ziehen lassen
  • abtropfel lassen
  • Butter in die Pfanne und
  • die Pfötchen kurz hierin schwenken
  • Petersilie hacken und bestreuen
  • final etwas abwürzen , je nach Geschmack

Wer der roten Farbe huldigen möchte – würfelt die Tomaten – schwitzt sie in Olivenöl an – ggfs. ein Spritzer Tomatenmark – ablöschen mit Gin, eine Brise Zucker darf nicht fehlen…

Die Pfötchen mit frischgeriebenem Käse genießen ob in Butter oder mit Tomaten – bleibt Euch überlassen –

Viel Spaß beim Nachkochen

bis bald

M. Kuhl