„Frohe Weihnachten, Merry Christmas, Joyeux Noel, Buon Natale,Feliz Navidad „

wünsche ich allen meinen Lesern, Kritikern und Freunde des Blogs.

Bedanken möchte ich mich für das immens gesteigerte Interesse an meinen Rezepten, Geschichten und verspreche, dass ich auch in 2022 weiter Rezepte, das Leben im Besonderen und München Euch näher bringen werde.

Heiligabend – wie er in vielen Beiträgen lesen könnt stets ein Tag, der bei mir mit Stress, Hektik und Vorfreude verbunden ist. Der weihnachtliche Duft breitet sich in der Wohnung aus, leise ertönt die Weihnachtsmusik, mal klassisch, mal besinnlich, mal fetzig aus der kleinen Box. (Radio und spotify) machen es möglich. Was wären wir ohne Internet?

Die letzten Besorgungen hatte ich schon einen Tag zuvor abgeschlossen. Dann beginnt der Stress, die Bäder müssen nochmal geputzt werden, die Deko vervollständigt werden.

Das Kripperl stellen wir immer erst am 24. auf!

Ja und ich kann es nicht lassen, ein kleines feines Menü sollte den Abend krönen, bevor die Bescherung stattfindet.

Alles nicht so einfach. Die heimgekehrten Kinder verfallen in den Säuglingszustand, lassen sich bedienen, betütteln und achten darauf, dass keiner bevorteilt wird.

Der Gö-Ga ruht in sich – vor 11 Uhr erscheint er nicht – ein opulentes Heiligabendfrühstück mit allem was das Herz begehrt – ist schließlich Tradition. Geht’s noch?

Nachdem Frühstück – gegen 12.30 Uhr – will das Jungvolk erstmal eine Runde spielen – um dann samt Gö-Ga zu verschwinden. Sie nennen das „Beinevertreten“. Dies dauert dann bis zum Spätnachmittag. So jetzt habe ich Zeit für Bäderputzen, Dekoration, ein paar Telefonate und nebenbei wird das kleine Menü vorbereitet, die Betten „schön“ gemacht. Duftkerzen verteilt, Kripperl…., Getränke gekühlt.

Bin ich denn hier der Weihnachtsmann? Gegen 16.OO Uhr öffne ich mir einen guten Tropfen, prickelnd lächelt er mit entgegen. Ich setze Prioritäten: keine Fotos von meinem wunderschön gedeckten Tisch, dem werdenden Essen. Einfach routiniert arbeiten:

  • Rosenkohl putzen, Blaukraut vorbereiten
  • Knödelmasse herstellen
  • den wunderschönen Hirsch aus der Kühlung nehmen
  • die Vorspeise… Lachs aufschneiden, Kräuter anrichten, Kräcker , Dip
  • Gewürze mörsern
  • das Hartgemüse schnippeln
  • Spülmaschine aus- und einräumen und und…

Gegen 17:OO wende ich mich liebevoll meinem Hirsch zu – keiner ist in Sicht.

Den liebevollgekochten Wildfond (s. letzter Beitrag), alle Zutaten für meinen Hirschgulasch bereitstellen …

und so geht es:

  • mit einem scharfen Messer das Hirschfleisch (ca. 1,6 kg aus der Keule) in nicht so kleine Stücke schneiden
  • während dessen die gemörserten Gewürze (Wacholderbeeren, Piment, Nelke, schwarzer Pfeffer, rote Pfefferbeeren) fettlos leicht anrösten, bis es duftet
  • meinen alten Freund , den Bräter schnell mit gutem Schweineschmalz mit Grieben versorgen und dann das Fleisch hinzugeben, Temperatur etwas erhöhen
  • sollte aber nicht zu heiß sein, gerade so, dass die Fleischstücke Röstaromen entwickeln können. Bitte auf keinen Fall das Fleisch bewegen
  • es löst sich von selbst. Temperatur zurückstellen
  • in einer anderen Pfanne, ausgegleitet mit einem kleinen Löffel meines selbstgemachten Vanillzuckers röste ich das Hartgemüse, die roten Zwiebeln (Sellerie, Karotte, Petersilienwurzel) an. Tomatisiere das Gemüse mit einem Eßlöffel Tomatenmark
  • schwenken, immer im Auge behalten.
  • Thymian, Rosmarin, zwei Lorbeerblätter binde ich zu einem kleinen Sträußchen zusammen. (wächst immer noch auf meinem Balkon, nur den Lorbeer habe ich reingenommen)
  • der geöffnete Rotwein zum Ablöschen, muss getestet werden.
  • das liebevoll eingekochte Quittenchutney hat sich in der hintersten Schrankecke versteckt – denn vor dem Gö-Ga ist nichts sicher –
  • ihm wäre zuzutrauen, dass er das Gläschen zum Frühstück löffelt.
  • der Wildfond wird geöffnet und geprüft – wunderbar dunkel, kräftig im Geschmack
  • jetzt ist es Zeit das Gemüse zum Fleisch zu geben – und kräftig mit dem Rotwein ablöschen
  • einreduzieren lassen
  • aufatmen
  • jetzt sind die Semmelknödel dran
  • Butter mit kleingeschnittenen Schalotten in eine Pfanne geben, 200 ml Milch mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss erhitzen
  • Semmel vom Vortag in ganz dünne Scheiben auf der Brotmaschine schneiden
  • Petersilie hacken
  • Eier verquirlen und einen Eßlöffel Mehl hinzufügen
  • nacheinander mit den Semmel verkneten
  • raus auf den Balkon mit dem Teig
  • Rosenkohl putzen (kreuzweise einschneiden) in einen Schnellkochtopf geben , Wasser hinzu , Steinsalz, Deckel drauf – so muss er auf seinen Einsatz warten –
  • der Hirsch duftet wunderbar und die Flüssigkeit ist reduziert, einen Teil des Fonds, Kräuter hinzufügen und leise köcheln lassen
  • Tischdecken – noch ein Schlückchen Rotwein –
  • es ist 17:30 keiner der Familie ist in Sicht – so lange dauert das Beinevertreten –
  • schließlich könnte man noch zu Frondiensten herangezogen werden
  • der Hirsch braucht gottseidank nicht lange – vielmehr besteht die Gefahr, dass er schnell trocken wird, daher ganz behutsam schmoren lassen
  • Großes Gelächter, toll wie das riecht – ha, ha
  • der Lachs wunderbar, Frohe Weihnachten….., wie lange dauert es noch mit dem Hauptgang ?
  • Knödelwasser aufsetzen, Schnellkochtopf aufsetzen – Rosenkohl ist in 2 Minuten bißfest gegart
  • Knödel formen – 15 Minuten ziehen lassen
  • das Gulasch mit dem Quittenchutney abschmecken, Salzen, Kräuter entfernen
  • Orangenscheiben aufschneiden, mit Preiselbeeren versehen
  • zumindest meine liebe Tochter steht aufmerksam am „Pass“, holt die duftenden Teller ab.
  • Schürze weg, Anstoßen „Frohe Weihnachten“
  • boa, das schmeckt aber so etwas von geil, sehr gut, die Knödel sind heute besonders gut, da nehme ich drei (Gö-Ga)
  • ach, Mama ich geh nochmal Nachschlag fassen….
  • Nachspeise
  • ach, da bin ich nicht mehr zu gekommen
  • Espresso und eine kleine Auswahl erlesenem Weihnachtsgebäck von dem besten Konditior der Stadt
  • verwundert schauen sie mich an
  • ja, aber dann machen „wir“ noch eine schöne Käseplatte später
  • macht mal, denke ich und nehme einen Schluck von dem erlesenen Rotwein.
  • die Bescherung folgt…..
  • so ist das Leben und Weihnachten ist immer wieder eine Herausforderung.

Nächstes Jahr, dann mach ich alles besser , anders und überhaupt – Weihnachtstage gehen schnell vorbei und kommen nur einmal im Jahr

Frohe Weihnachten!

„Dessert, Nachspeise, Süßes…“

(Werbung da Namensnennung)

München, 6.12.2021 – 0 grad, bewölkt , Montagmorgen

Dieses Jahr will eine vorweihnachtliche Freude einfach nicht aufkommen. Die Stadt ist irgendwie erstarrt unter der nimmer endenden Pandemie. Fast vermisse ich schon die früher so gehasste hektische Betriebssamkeit der Vorweihnachtszeit. Kein gemütlicher Bummel und ein kleines Treffen….

Der Viktualienmarkt, am Spätnachmittag gegen 16.30 Uhr , der Christbaum strahlt am Marienplatz trotzig in den Abend.

Seit Anfang November steht die prächtige Weißtanne vor dem Rathaus, am 22.11. wurden ihre 3000 Lichter zum ersten Mal angeschaltet. Auch wenn der Baum aus Peiting nicht wie geplant und erhofft über den Christkindlmarkt wachen darf – bis zum Dreikönigstag leuchten seine Kerzen täglich.

Viktualienmarkt am 2.12.2021, 16:30

Trösten wir uns mit meinen süßen Köstlichkeiten.

Meine Winterdesserts erfreuen Leib und Seele und dürften auch dem ungeübten Zubereiter/innen gelingen.

Mit meinen Winterkuchen möchte ich diese Woche starten.

Dieser einfache Apfelkuchen kann mit winterlichen Gewürzen (Sternanis, Zimt, Nelken, Kardamon) angereichert werden und wird sich wunderbar in die Kaffetafel zum Advent einfügen.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20729683

Die Sucht nach Schokolade ist in den Wintermonaten ist fatal…

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20727810

Dieser Kuchen ist eigentlich ein echter „Herrenkuchen“

Nach einem langen Winterspaziergang mit einem aromatischen Ingwertee eine echte Offenbarung.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/16692809

Mohn – Walnuß – Schokolade – in der Adventszeit angereichert mit winterlichen Gewürzen – perfekt, schnell gemacht und der würdige Abschluß des kleinen Adventsmenüs für hungrige Gäste.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/17509120

Dieser kühle Schmelz entzündet eine sinnliche Freude und erlöst vom opulenten Weihnachtsbraten

  • leider kein Foto vorhanden – trotzdem besteht Suchtgefahr

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Diese mousse lebt von der Qualität der Schokolade! Sie kann seelische Schmerzen beseitigen, Sehnsüchte wecken und allen Kummer dieser Welt für den entscheidenden Moment heilen. Gönnen Sie sich diese Nachspeise, wann immer Sie es gelüstet!

Zum Abschluß nochmal Zimt&Ingwer und Orangen…. in Begleitung einer kleinen Menüfolge. Angereichert mit Lebkuchengewürz oder Glühweingewürz ideal zum Weihnachtsessen.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/12410278

Diese süßen Schätze lassen sich wunderbar vorbereiten und sind der krönende Abschluss…

Viel Spaß beim Schlemmen und Nachrühren.

M. Kuhl

„November servus, ade… „

(ohne Worte)

Einblick in die bayrische Landgasthauskultur.

In der stillen Hoffnung, dass sie uns erhalten bleibt. Was wären wir ohne das Ganserl , dem Schweinebraten, dem Spofackerl ….. in geselliger Runde

kulinarisches aus heimischer Küche und Gasthaus im November 2021

„kleiner Stadtspaziergang im Regierungsviertel München….“

Mit dem kleinen Stadtspaziergang möchte ich nochmal dem sonnigen, warmen Oktober nachweinen.

Lustwandeln am frühen Nachmittag war jahrelang mein Traum gewesen. Gemütlich durch den Hofgarten schlendern und vergangene Zeiten wieder aufleben lassen….

Diese Woche habe ich es geschafft, eine sonnige Bank konnte ich ergattern und dem Treiben lauschen, die neue Herbstmode aufnehmen, den neuesten Edeltaschentrend, die überzüchteten Hündchen bestaunen.

Auf der Nachbarsbank saßen zwei Frauen , ca. 50+ und eine Enddreißigerin und unterhielten sich sehr lautstark:

„Bist auch nicht geimpft?“ Nein auf keinen Fall, ich lasse mir doch von diesem Staat nichts vorschreiben.

Die Test’s kosten zwischen 49,- EURO und 140,– EURO, das macht mir gar nichts aus. Auf meinen Hausarzt bin ich einwenig stinkig, der wollte mir doch kein Attest ausstellen, das mich von der Impfung befreit.

Die Enddreißigerin: „Ach, was soll’s diesen Monat haben wir noch soviele Einladungen zu Corona-Partys. Warum warst Du am Freitag nicht da?“ Bei Joe war es echt super! 50 Leute, da ging die Post ab, bis morgens. Er hat aber auch eine tolle Location.

In seiner Villa ist ein ehemaliger Luftschutzbunker zum Partyraum unfunktioniert. Da geht kein Laut nach Draußen. Die meisten sind zeitversetzt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist, damit kein Aufsehen erregt wird.

Ich nehme Dich mit, auf eine der nächsten Partys, wäre doch gelacht, wenn wir uns den Status, Du weißt schon, was ich meine nicht sichern könnten….“

Noch jetzt bin ich einwenig unsicher, ob ich denen mal die „Meinung“ hätte sagen sollen. Diesmal hab ich es nicht getan. Bin aufgestanden und gegangen.

Hofgarten , Theatinerkirche von „meiner Bank“ aus.

Hofgarten
München – Graggenauer Viertel

Bis bald

Eure M Kuhl

„Augustimpressionen visuell – liquid „

ohne Worte

Servus August, du hast dein Bestes gegeben – einwenig mehr Seewetter hätte ich aber doch erwartet

Sommergetränke

Einen schönen Sonntag

Status: 11 grad Dauerregen

Plan: Regenkleidung (Regenhose, Regenjacke, Gamaschen) und eine Runde Fahrradfahren, Bäcker, Zeitungen und dann warten bis die Sonne aufgeht.

„Sieg der Nackerten und „Zitteraale“

Die Isarinsel war von „Künstlern“ besetzt worden. Der Kampf begann. Es wurde geräumt, wieder zurückerobert von den mutigen Freidenkern, die ihre Kunst missverstanden fühlten

Über Wochen ging es hin und her. Die Nackerten haben gesiegt!

Wo kämen wir dahin, wenn die uns mit so einem Schmarrn unsere Insel nehmen..

Heute genossen viele der älteren, Lederhäute – ich nenne sie liebevoll Zitteraale, denn ihr müßtet es einmal sehen!…

Todesmutig begeben sie sich in die kalte Isar , einmal eintauchen – auf der Brücke bleiben die Touristen stehen – und bewundern die harten Burschen, die sich dann zitternd wieder aus dem Fluten befreien.

Ein Spätsommertag , wie München ihn liebt.

„Liebe geht durch den Magen….“

(Fortsetzung) Werbung da Namennennung

Die Isar liebte Greta ganz besonders, die lauschigen Plätze unweit vom Flaucher hatten es ihr, seit sie in München lebte ,angetan. Die Steine waren noch warm von der Augusthitze, die großen Feiergruppen waren abgezogen.

Sie breitete Ihre große Picknickdecke aus, stilvoll, wie Greta es liebte, legte sie das gestärkte, mit dem Monogramm ihrer Urgroßmutter bestickte Leinenkopfkissen auf, um die Köstlichkeiten zu servieren.

Der gut gekühlte Veuve Clicquot – den sie so liebte, perlte in den Champagnerschalen.

Manfred konnte es nicht fassen, was Greta unter einem kleinen Picknick an der Isar verstand.

Ihr Picknickkorb mit Kühlakkus hatte kaum auf’s Fahrrad gepaßt.

Sie hatte an alles gedacht und er schnitt das frische Baguette auf. Manfred konnte sich nicht entscheiden, was er zu erst sich nehmen wollte, den luftgetrockneten Schinken, den Rohmilchkäse, die Fenchelsalami, die Pastete, die kleinen süßen Kirschtomätchen, die herrlichen Trauben….

Greta hatte eine leichte Röte im Gesicht, sie war außer sich vor Freude und die Schmetterlinge im Bauch wollten nicht mehr aufhören es ihr zu deuten.

Eine tiefe Zuneigung empfand sie für Manfred, der sie aufgeregt ansah. Auf seinen langen, braunen Wimpern hatten sich kleine Tröpchen angesammelt. Manfred, der niemals sentimental wurde, dem immer das Praktische näher war, dem es ganz schwer viel, Gefühle zu zeigen, noch sie auszudrücken, war soo glücklich!

Natürlich hatte sie auch eine Flasche seines Lieblingsbiers dabei, dieses naturtrübe helle, welches in einer Münchner Braugaststätte hergestellt wurde schäumte auf die Isarkiesel.

Die leckeren winzigen Törtchen von Feinkosthaus, das weit über die Grenzen Bayerns bekannt ist, krönten das stimmungsvolle Picknick. Schokoladig, leicht herb – perfekt!

Die Sonne ging unter, nur noch die Natur gab ihre Laute von sich, die Luft wurde frisch und klar.

Das im Glas mit Sand gefüllte Kerzenlicht zauberte ein wunderbares Licht.

Manfred hatte eine Überraschung für Greta vorbereitet. Er wollte eine Flaschenpost versenden.

Auf dem grünen, nach Rosen duftenden Papier stand:

„Greta, Du bist das Zahnrädchen was mir immer gefehlt hat, Du bist die Sonne meines Lebens!

Geh mit mir auf die Lebensreise, wie diese Flaschenpost –

wo immer sie hinschwimmt, geh mit mir! „.

Die Flasche hatte ihre Reise begonnen und Greta war sprachlos, wieder diese Worte: “ Du bist die Sonne meines Lebens, gab es da eine Verbindung? Sie wollte heute nicht grübeln und küsste Manfred innig und er füllte ihr Glas mit Champagner.

Manfred hatte einen Bärenhunger und diese kleinen Röllchen hatten es ihm angetan, hauchdünne gegrillte Auberginen gefüllt mit einem Käse oder mit Kartoffel und Schnittlauch .

„Greta , wo hast Du die denn her?“

Greta lächelte, weisst Manfred, die Aubergine war so schön, das Käserezept meiner Ururgroßmutter wollte ich schon lange mal ausprobieren und so sind sie entstanden, diese Röllchen.

„Auberginen Röllchen gefüllt mit bayrischem Kartoffelkäse“

Zutaten:

1 mittlere Aubergine

1-2 Knoblauchzehen,

Petersilie, Meersalz

300 gramm festkochende Kartoffel

180 gramm Sauerrahm

1 Eßlöffel Kefir oder Milch, dann 3Eßlöffel

3 Eßlöffel Sahne

2 Eßlöffel gute Butter

Schnittlauch

1 Schalotte

Zitronenabrieb

Gewürze: Salz, gemahlener Kümmel, weißer Pfeffer,

Zubereitung:

  • Aubergine mit der Brotmaschine in dünne Scheiben schneiden
  • eine Schale mit Wasser bereitstellen
  • Wasser kräftig mit Meersalz verrühren
  • die Auberginescheiben in das Wasser legen
  • die Kartoffel mit der Schale im Schnellkochtopf ca. 8-10 Minuten kochen
  • dann noch warm pellen
  • Tipp: unter fließendem kalten Wasser geht das ganz leicht
  • die Milch /Sahne leicht erhitzen und mit den angegebenen Gewürzen versehen
  • die Schalotte glasig andünsten – wichtig : ganz klein hacken
  • Schnittlauchröllchen vorbereiten
  • dann aus den restlichen Zutaten einen Teig zusammenrühren
  • abschmecken, etwas Zitronenabrieb hinzugeben
  • in einen Spritzbeutel geben und im Kühlschrank ruhen lassen
  • mindestens 1/2 Stunde

Auberginenröllchen:

  • nun wenden wir uns unseren Auberginenscheiben zu
  • die Scheiben abtropfen lassen und auf Küchencrepe legen, ruhig mehrere Schichten
  • den Grill anheizen, die einzelnen Scheiben mit Olivenöl u. etwas Salz bestreichen und
  • grillen (s. Foto)
  • die Scheiben etwas abkühlen lassen – auf Küchencrepe
  • dann mit gehackter Petersilie und gehacktem Knoblauch leicht bestreuen
  • den Kartoffelkäse aufspritzen und verteilen
  • Röllchen herstellen
  • leicht mit Parmesan und einem Hauch bestem Balsamico versehen und genießen.

Tipp: warme Variante in Tomatensoße kurz erwärmen – ein Traum!

  • auf Zahnstocher aufspießen 1/2 Cherrytomate, Mozzarellabällchen, leicht mit Olivenöl beträufeln und einen Hauch getrocknete Kräuter der provence gönnen.
  • so lohnt sich die eigentlich aufwendige Herstelung der restliche Kartoffelkäse ist vielseitig einsetzbar
  • Brotzeit, Biergarten, Füllung für Ravioli…

Wie die Geschichte weitergeht werdet Ihr erfahren

Soviel schon mal voraus, es bleibt spannend.

„Liebe geht durch den Magen…“

(Fortsetzung)

Manfred war restlos fertig, die Welt stand auf dem Kopf. Gleichzeitig brannte er darauf, nochmal in den Keller zu gehen.

Gab es doch die von Berta beschriebenen Geheimgänge? Wo sollten sie hinführen?

Vielleicht waren es auch nur ein Luftschutzbunker aus dem 2. Weltkrieg.

Die Dramaturgie der Kisten offenbarte sich ihm und er wußte nichts mehr würde für ihn so sein, wie es einmal war.

Greta keuchte, sag, sag doch was. Manfred, was ist denn los?

Greta, ich habe diese Kisten geöffnet und zwei von ihnen enthielten ca. jeweils 150-200 Millionen Reichsmark.

Dann, Du wirst es nicht glauben, eine ganze Kiste mit unzähligen Lebensversicherungspolicen von jüdischen Emigranten.

Alle ausgestellt von der Blauen Versicherungsgesellschaft 1750, mit dem Sitz in München und New York.

Die dritte, schwere Kiste, war kaum aufzubekommen. Stundenlang habe ich mich gequält, bis diese Kiste ihren Inhalt freigab.

Hier waren Kaufverträge, Geburtsurkunden, Grundbuchauszüge, Schuldverschreibungen , Gold- u. Silbermünzen enthalten. Diese Urkunden stammen teilweise aus dem 18. Jahrhundert, außerdem enthielt diese Kiste Familienstammbäume, sowie Hinweise auf Orte, wo Kunstobjekte versteckt sein sollen.

Unzählige Briefe, handschriftliche Koch-u. Backanleitungen, div. Bilanzen….

Greta, bitte Du mußt mir jetzt vertrauen, ich weiss wirklich nicht , was wir jetzt tun sollen.

Der Inhalt der Kisten, soweit ich es derzeit überblicken kann, betreffen sowohl deine Vorfahren und ich glaube auch meine Familiengeschichte ist hier betroffen und zwar in einem Maße, wie ich es mir niemals vorstellen konnte.

Wo soll ich diese Kisten mit dem Inhalt aufbewahren, an wen soll ich mich wenden?

Greta schluckte, diese seltsame Panik stieg in ihr auf. Sie mußte jetzt einen kühlen Kopf bewahren.

Manfred, wir müssen den Inhalt sichten, zunächst werden wir uns mit den Familienstammbäumen und auch mit den Urkunden, Briefen auseinandersetzen. Das Geld ist nichts mehr wert.

Dann sehen wir weiter. Auf jeden Fall, werde ich noch heute meinen Vater anrufen und ihn informieren.

Greta ging auf Manfred zu, umarmte ihn , ihre dunklen Augen füllten sich mit Tränen.

„Manfred, aber Du hast doch gesagt, dass Du mich liebst!“ Gibt es einen Grund an deiner Liebe zu zweifeln, sag mir es bitte, wenn ja, dann gleich..!“

Manfred antwortete mit wässrigen Augen:“ Aber Greta, glaube mir, ich liebe Dich, mehr wie Du ahnen kannst

Etwas stand zwischen ihnen, dass fühlte Greta ganz deutlich.

Manfred, wir müssen, die Geschichte unserer Familien anhand dieser Unterlagen zurückverfolgen. Vielleicht wird uns dann einiges klarer.

Heute machen wir ein kleines Picknick an der Isar bei dem schönen Wetter, genießen den Sonnenuntergang am Kieselstrand. Zum Kochen, habe ich heute keine Muße.

Fortsetzung folgt…

P.S. bin am See , obwohl die Stadt irgendwie einwenig leerer erscheint. Heute sogar im Uni-Viertel gegen 9:30 beim Franzosen – ein Plätzchen bekommen. Das ist Lebensqualität pur.

„Dschungelgefühl und Stadtverkehr…“

Alle reden über das Wetter – …….

Auf der ganzen Welt dient es als smaltalk , Eröffnung eines Gesprächs, dessen Verlauf ein ganz anderer nimmt.

Diese Woche konnte man schon deutlich die aufsteigende, feuchte Kälte wahrnehmen, wenngleich es tagsüber meist wieder tropisch wurde und am frühen Abend begann es pünktlich gewaltig zu schütten, begleitet von Donner und einem bedrohlichen Wolkenspiel.

Ich habe das Gefühl ich lebe im Dschungel, die grüne Lunge auf meinem Stadtbalkon ist explodiert. Fast wöchentlich kann ich meine Pflücksalate, Mangold, kleine scharfe Paprikas ernten und das lästige Gießen erledigt der sich täglich öffnende Himmel.

Irgendwie habe ich mich arrangiert, mein Fahrradregencape hat sich auch für meine Walkingrunden bewährt .

Soweit , so gut.

Gestern, bildete ich mir am Spätnachmittag ein, ein paar „dringende“ Besorgungen in der Stadt zu erledigen.

Genüßlich radelte ich etwas „außenherum“ in die Stadt.

So viele Menschen hatte ich seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Touristen aus aller Welt, vor allem der arabischen, bevölkerten die Kaufingerstraße.

Im Stadtcafe ergatterte ich mir einen schönen Aussichtsplatz, genoß das Leben.

Es dauerte nicht lange, ein netter, gepflegter, schätzungsweise mitte 50ziger, fragt höflich, darf ich mich zu ihnen setzen

Ich wollte nicht so sein, der traut sich was , dachte ich. Er bestellte einen großen Capuccino (nachmittags um 17.15)

Blätterte halbherzig in den Prospekten des Stadtmuseums und dann ! – ohne zu fragen, zündet er sich eine Zigarette an.

Im Freien darf er rauchen, ehrlich es stört mich eigentlich überhaupt nicht , vielleicht hätte ich aus Sympathie eine mitgeraucht – a b e r

Es ist keine Art! Fragen kostet nichts und Anstand ist das Mindeste was ich erwarten kann.

Mit todesverachtender Mine schaute ich ihn an, er wollte ein Gespräch beginnen..

So nicht Freundchen, mit mir nicht.

Lächelnd genoß ich meinen Campari , biß mir dreimal auf die Zunge, denn Verachtung kann man auch anders ausdrücken

Campari – Orange

Gegen 17:30 Uhr beschloß meine Einkäufe zu erledigen, Parfümerie, Sportladen, Wäscheladen und natürlich

Wohnaccessoires. So lange hatte ich es nicht mehr getan, sich einfach treiben lassen….

Das Fahrrad war mir allerdings fast schon lästig. Ständig mußte ich einen Stellplatz suchen, von wegen fahrradfreundliche Stadt – „keine Fahrräder abstellen“ …. , obwohl der Jakobsplatz riesig ist.

Freudig überrascht stellte ich fest, dass meine „alte“ Fahrradroute aus der Stadt , Richtung Sendlinger Tor, neu gestaltet ist, die Baustellen verschwunden sind.

Dann bin ich, ja in 10 -15 Minuten daheim.

Der Horrortrip begann! Ein Donnergrollen, sofort öffnete der Himmel seine Schleusen

Hastig zerrte ich das Cape aus der Satteltasche

Zügig reihte ich mich in die nichtendende Schlange der Radfahrer ein. Ansich ist der Fahrradweg für die Masse an Radfahrern/innen etwas schmal. Mein Tacho zeigte einen Schnitt von 15-18 km/h an.

Eigentlich ist das für die Innenstadt meines Erachtens ein normales Tempo. Weit gefehlt! Von rechts wurde ich von einem Elektroroller mit irrem Tempo überholt, dann zwängte sich von links ein E-Bike- Raser an mir vorbei. Rechts, links überholte er, obwohl er an der nächsten Ampel, keine 300 m wieder stehen mußte.

Solche Mengen an Fahrradfahrer/innen habe ich noch nie auf dieser Strecke gesehen.

München ist keine Fahrradstadt mußte ich wiedermal feststellen. Die Fahrradwege enden abrupt ohne Hinweise, sie sind schmal, halbherzig angelegt.

Ich möchte die Autofahrer nicht verbannen, es gäbe sicher bessere Möglichkeiten ! Wären die Fahrradwege von gewisser Breite, könnte man z. B. eine Schnellspur für die Elektrobetriebenen Fahrzeuge einrichten, es gibt ja auch mehrspurige Autostraßen mit entsprechenden Geschwindigkeiten.

Vollmundige, politische Aktionen, Umfragen helfen da keineswegs die Situation zu verbessern!

Positiv – München lebt wieder a bisserl