„Gustl von Eisbachwiesen“

(Gustl= kann die Abkürzung von August oder Gustav bzw. Augusta sein)

Fast drei Jahre musste Gustl warten, bis er wieder die Kinderherzen und die der Erwachsenen erfreuen durfte . In München hatte es lange nicht mehr geschneit.

Gustl ist so dankbar, dass er den Kindern beim Toben, Rodeln zu sehen kann. Er betet jeden Tag, dass die Sonne, der Regen – seine natürlichen Feinde – eine Weile wegbleiben.

Er liebt die glasklare, kalte Winderluft , das gleissende Winterlicht. Er liebt die kleinen Hände die ihn aus dem Nichts erschaffen haben. Liebevoll haben sie seinen Körper gerollt, ihm alles gegeben, was so ein richtiger Gustl braucht und ihm Leben eingehaucht !

Hier im Englischen Garten fühlt er sich wohl. Vorsorglich hat er sich auch eine Maske verpassen lassen, denn es soll so ein blödes Virus kursieren, dem will er auf keinen Fall zum Opfer fallen.

Schaut selbst wie schön, winterlich, mystisch es hier ist.

– Eisbach –
Monopteros – engl. Garten München
Chinesischer Turm – verwaist –

Hier gibt es viele versteckte Wege, Pfade für Groß und Klein. Nur suchen muss man sie!

Am Abend schmeckt dann am besten ein leichter, süß-saurer Nudelwok.

Bestehend aus einem Schweinefilet, Gemüse und einer samtigen süß sauren Soße (Schweinfleisch – süß sauer siehe div. Wokbeiträge)

Schweinefleisch-Süß-sauer mit Asianudel

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein…“(Matthäus 4,4)

(Werbung, da Namensnennung)

Diese Ausführungen stellen eine reine persönliche Meinung dar. Ähnlichkeiten mit Aussagen lebender oder toten Personen sind rein zufällig

„Es dient hier als biblisches Motto, das aufrütteln soll, zum Einhalten bringen und zum Nachdenken darüber, dass die Sicherung der täglichen Bedürfnisse dem Lebensweg noch nicht Sinn, Orientierung und Halt im Leben gibt, dass man sich geradezu verlieren kann in der Hast nach dem vermeint-lich Wichtigen, das sich doch als Nebensache erweist, sobald man zur Besinnung kommt und zum Nachdenken darüber, was das Leben wirk-lich trägt. Der Verzicht auf das Brot, das wir zwar zum Leben brauchen – von dem wir aber alleine nicht leben können – eröffnet ganz neue Erfahrungswerte , die das Leben bereichern – neue Perspektiven eröffnen… “

Die Lockdownverordnungen könnte man als Fastenverordnung interpretieren und auf Neuerung, Offenbarung von neuen Werten, neuen Lebensformen, neuen Möglichkeiten werten.

Wie man diese zwingenden Erfordernisse umsetzt, darüber kann man wahrlich streiten. Teilweise kann man eine klassische Bevormundung feststellen. Schon in der Pädagogik hat man lange eingesehen, dass das Prinzip „Lohn und Strafe“ nicht tatsächlich zielführend ist.

Keine kreativen, innovativen Ansätze werden gesucht. Keine Linie wird sichtbar. Die Zahlen die politisch geprägt sind, sind nicht wissenschaftlich einwandfrei belegbar, wie viele verschiedene Stimmen kundtun.

In der Innenstadt in München hat sie dieses Jahr tatsächlich begonnen

„Die staade Zeit“ Keine hektische Betriebsamkeit macht sich breit, keine Touristen bevölkern die Straßen und Plätze. Gestern konnte ich meine Besorgungen schnell erledigen. Aber ehrlich, die kleine Einkehr hat mir schon sehr gefehlt. Einen guten Rotwein, bei der Kälte , das Treffen mit Kollegen an der Residenz, der Duft von Glühwein….

Der Christbaum kommt mir dieses Jahr auch einwenig kleiner vor.

Weihnachtsbaum 2020 Rathaus München

Das was eine Großstadt ausmacht, Theater, Konzerte, ein gepflegter Restaurant-Besuch vermisse ich ganz arg. Da hilft es auch nicht die Wohnung zu dekorieren, zu kochen oder sich ein Heimkino einzurichten.

Die Stadt lebt nicht mehr. Ich versuche , die staade Zeit zu nutzen…

Wenn wir alle brav sind, kann ich ja mit meinem Stollen, meinem selbstgemachten Glühwein in der Thermosflasche eine kleine Stadtwanderung arrangieren,-selbstverständlich nur im ganz kleinen genehmigten Kreis- bevor der bayrische Krampus uns wieder zum Daheimbleiben verdammt.

Schaut mal wie schick sich die Stadt gemacht hat.

Allen wünsche ich eine schöne, geruhsame Staade Zeit!

„Hamstern, horten, vorsorgen, sammeln…“

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Das Jagen, Fischen, Sammeln ist die ist die älteste traditionelle Wirtschaftsform der Menschheit. (s. Wikipedia)

Es soll ja eine feste Zuständigkeit für diese Tätigkeiten der Geschlechter geben, die sich allerdings nicht bestätigen lassen.

Jedenfalls scheint es in meinen Genen ausgeprägt vorhanden zu sein, dass man sammelt, Vorräte schafft….

Beeren pflücken, Äpfel klauben, Pilze sammeln muss ich. Immer habe ich ein Messer, ein Sackerl dabei, sei es auch nur für einen Ast für die heimische Deko abzuzwicken.

Meine Bestände an Gewürzen, Ölen, div. Zutaten der besonderen Art, z. b. besondere Senfarten, Backzutaten und vieles mehr müssen ständig aufgefüllt werden.

Im Herbst benötige ich ganz andere Gewürze, wie immer Sommer.

Eine bunte, farbenfrohe Vielfalt an Obst, Gemüse findet man nur im Herbst.

Im Hinterkopf höre ich die Stimme: “ nur was in zwei Satteltaschen passt… !!!“ Dabei lacht mich der Wirsing, das Blaukraut, die Trauben, die Äpfelvielfalt, Zwetschgen, Kürbisse, Pilze, Salate so an, die schönen Kartoffel – was könnte ich damit alles machen – ….?

Sehr stark muss ich mich zusammenreißen, einen Handkarren könnte ich gebrauchen.

Während ich heim radele, überlege ich mir schon, was ich aus meinen Schätzen koche, backe.

Der Sellerie ist ganz besonders schön!

So entsteht dann ein Menü – ohne Fleisch – Wie immer höre ich: “ und was gibt es zur Hauptspeise?“

So entstehen die Gerichte in meiner Küche

Vorspeise:

Feine Broccoliesuppe (aus dem Strunk), aufgeschäumt mit Wein, etwas Sahne und dem schnell gezauberten Petersilienöl

Hauptspeise:

Sellerieschnitzel , mit in Butter geschwenkten Egerlingen und mit meinem besten Balsamico beträufelt, dazu ein Möhrenpüree mit Sahnekren angereichert.

Nachspeise: Buttermilcheis auf einem Zwetschgenrösterspiegel.

Fotos kann ich Euch nicht bieten, so schnell war alles verschlungen und auch die Männer verstummten. Der sich in der Speisefolge verankerter Jagdtrieb – die Fleischeslust- war besiegt!

Natürlich geht es viel schneller, ein Stück Fleisch in die Pfanne zu hauen, Kartoffelspalten aus dem Backofen und einwenig Pflücksalat zu servieren.

„Menschen vor Flusslandschaft“

(nicht zu verwechseln mit Frauen vor Flußlandschaft von Heinrich Böll)

Wer in München lebt, liebt die Isar. Hier trifft sich die Jugend, hier tankt man frische Luft, hier radelt man, hier führt man Hunde aus , grillt, schwimmt, sammelt Steine, genießt die Sonne – den Sonnenuntergang, rudert, paddelt, genießt das irre Gaudi der Floßfahrt – leider dieses Jahr nicht- aus bekannten Gründen –

Der Fluß nimmt und gibt – die wildromantische Landschaft ist einzigartig und entschädigt den geplagten Großstadtmenschen.

Auch mich zieht es immer an die Isar, wie man in diversen Blogbeiträgen schon lesen konnte.

Heute, 7 grad, windstill, trocken, grauer Himmel, dachte ich kann ich es Samstagsnachmittag wagen, eine ausgiebige Flusswanderung mir zu gönnen. Na, ja …. Nachdem Söder die Maßnahmen verschärft – dachten wohl viele so.

  • er/ sie mit schmerzverzerrtem Gesicht , mühsam sich quälende Jogger/in
  • dabei sieht man schon an seinem/ihrem „Gestell“ , dass sie/er niemals eine Steppfenläuferin werden wird. Doch das Qutfit ist perfekt gestylt, die Kopfhörer in Übergröße – jetzt komm ich !
  • das junge Paar mit Kinderwagen, er schaut missmutig drein, sie redet ohne Punkt und Komma – Wortfetzen „Du mußt, du kannst“ bleiben bei mir hängen. Vielleicht gehöre ich doch schon zu einer anderen Generation. Selbst wenn ich nur den Müll runterbringe, bin ich dezent „geschminkt“ d.h. dezenter Lippenstift, Tagescreme, keine fettigen ungepflegten Haare.
  • seit dem lockdown habe ich das Gefühl, man bewegt sich nur noch im Schlafanzug/Jogginganzug ist ungepflegt – so auch die junge Frau. Die gängige Knödelfrisur, kann über die fettigen, strähnigen ungepflegten Haare nicht hinwegtäuschen. Das Gesicht ist bleich , grau , sie schlurft lustlos neben dem kinderwagenschiebenden Partner.
  • er denkt sicher “ so ein Mist, wie gerne wäre ich mit meinen Jungs unterwegs…“
  • dann die jungen Eltern – alles haben sie dabei – riesige Karren, Essen, Trinken, die übermotivierten Mütter suchen ihre Selbstbestätigung unter Gleichgesinnten. Die jungen Männer versuchen krampfhaft die heißgeliebte „Familie“ zu bestätigen und die Worthülsen sind: „Projekt, Sommer der keiner war, ja und Meike hat dann…
  • ja Anja sieht das auch so….., wenn Leo erst mal in der Kita…
  • ja, Corona hat man sicher für heute vergessen, die Gruppe besteht aus mind. 10 Kindern und mehr als 15 Erwachsenen.

Wehmütig laufe ich schneller, meine Schwimmstellen – verwaist – die Isar hat sich alles wieder genommen, keine Kiesbank mehr da.

Das Wasser ist schmutzig grau, fast beleidigt treibt der Fluß ein paar schäumende Wellen vor sich hin. Die Luft ist feucht und frisch. Träge wälzt sich die grau-grüne Masse in Richtung Stadt. Die Isar braucht jetzt gut ein halbes Jahr, um sich von dem Sommerstress zu erholen.

Heute laufe ich mit Stöcken, komme sehr schnell voran und schaffe es bis zur Großhesseloher Brücke. Dabei habe ich Stöcke immer gehasst, belächelt und als spinnert abgetan. So ändern sich die Ansichten…..

Auf dem Rückweg meldet sich mein knurrender Magen und ich kann nur noch ans Essen denken. Was koche ich heute Abend?? Was Scharfes und doch Frisches – es muss schnell gehen. Eigentlich könnte ich ein Fischcurry machen. Da könnte ich die Currymischung, welche ich mir in eine Mühle gefüllt habe ausprobieren, Langpfeffer, meine Habaneros – scharf wie die Hölle- Gemüse wäre auch da.

Fischcurry – feurig-

(für 3-4 Personen)

Zutaten:

  • 500 Gramm fester Fisch – heute fester, dicker Seelachs bester Qualität
  • 1 kleine Zuccini
  • 2 Spitzpaprika
  • 1 1/2 Stange Lauch
  • 2 Karotten
  • Ingwer ca 10 cm
  • 2 Knoblauchzehen
  • ein wirklich kleines Stück Habaneros (weniger ist mehr!) (verleiht allerdings dem Gericht eine besondere Note.
  • 1/2 Teelöffel rote Currypaste
  • Tomatenmark , 1/2 Teelöffel
  • 200 ml Fischfond (aus dem Vorrat)
  • 1 Dose Kokosmilch
  • Chillisalz
  • Currymischung (notfalls auch pulverisiert)
  • Limonen
  • frischen Koreander
  • neutrales Öl

Beilage: Basmatireis mit rotem Reis gemischt

Dank meiner Schnippelhilfe ging die Zubereitung super schnell

Schritt 1:

Den Fisch in mundgerechte Stücke schneiden und in etwas Öl, mit ganz fein gehacktem Ingwer, Habaneros, Knoblauch und einem Spritzer Limonensaft, Sojasoße marinieren und beiseite stellen.

Reis waschen und in den Reiskocher bzw. Topf geben (2 Teile Basmati- 1 Teil roter Reis) salzen und kochen lassen.

Schritt 2

Gemüse putzen und schneiden (Lauch quer, damit es schöne Streifen gibt, die Karotte dünn und schräg schneiden, Paprika entkernen und in Streifen schneiden, Zuccinis ebenso.

Schritt 3

Den Wok mit neutralem Öl anheizen, dann Currypaste und das restliche Gemisch aus Knoblauch, Ingwer, Habaneros anschwitzen.

Schritt 4

das Gemüse nach und nach – beginnend mit dem härtesten – unter ständiger Bewegung garen und nach oben schieben.

Schritt 5

Fischfond angießen – erst mal nur die Hälfte- reduzieren lassen. Das Tomatenmark hinzugeben

Schritt 6

alles vermischen und die Kokosmilch unterheben.

Schritt 7

die marinierten Fischstücke hinzufügen und gar ziehen lassen Das geht sehr schnell ggfs. kurz den Deckel auf den Wok geben.

Frischer Koreander hacken und das Curry damit bestreuen.

Servieren!

Die jetzt angenehme Schärfe gibt dem Gericht den Kick

Der Fisch perfekt gegart

Die Gewürzaromen haben sich zu miteinander vereint.

“ B A C K T A G „

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Es ist nasskalt, die Tagestemperaturen bewegen sich im einstelligen Bereich. Es bereitet mir Kummer und körperliche Schmerzen, dass ich jetzt schon Strümpfe tragen muss. Die Finger schreien nach Handschuhen auf dem Fahrrad, dabei war es letzte Woche noch soo schön.

Vor kurzem habe ich mich mit diversen Mehlsorten eingedeckt.

Das bayrische Ruchmehl müsste sich doch mit einem Roggenmehl ….

Koreander, Fenchel, Kümmel – Sauerteig – Wasser und ein gutes Salz.

Gem. Wikipedia:

Ruchmehl ist eine im alemannischen Sprachraum verbreitete Bezeichnung für ein Mehl aus Weizen, das noch einen Teil der äußeren Schalenschichten enthält.[1]

Eine Definition von Ruchmehl ist Bestandteil von Gesetzesvorschriften in der Schweiz und zwar im Zusammenhang mit dem folgenden Begriffssystem:[2]

  • Weissmehl: vorwiegend aus dem inneren Teil des Getreidekornes gewonnenes Mehl (Typ 400)
  • Halbweissmehl: nahezu schalenfreies Mehl (Ausmahlungsgrad 75 %, Typ 700)
  • Ruchmehl: Mehl, das noch einen Teil der äusseren Schalenschichten enthält (Ausmahlungsgrad 85 %, Typ 1100)
  • Vollkornmehl: aus dem ganzen Getreidekorn gewonnenes Mehl, mit oder ohne äusserste Schalenteile (mindestens 98 Massenprozent des gesamten Getreidekorns)

Ruchmehl entspricht in etwa dem Ausmahlungsgrad der deutschen Type 1050 oder der österreichischen Type W 1600.

Es enthält mehr Eiweiss, Mineralstoffe und Vitamine aus der Randschicht des Korns und wird daher in der Vorstellung der Vollwerternährung als wertvoller als Weiss- oder Halbweissmehl bewertet. Es verfügt über einen ausgeprägteren Geschmack als Weissmehl und eignet sich für dunkle Backwaren, insbesondere alle Brotteige (in der Schweiz übliches sauerteigfreies dunkles Brot, Magenbrot etc.).

Ploetzblog hatte kürzlich ein ähnliches Brot – doppelt gebacken- vorgestellt. Mein besonderer Dank an Herrn Lutz Geißler für das „Austüfteln“ der grundsätzlichen Mengenverhältnisse, welche ich etwas abgeändert habe.

Es war mir einwenig weizenlastig und so entstand mein

Roggen-Ruchmehl- Gewürzbrot

  • Zutaten
  • 468 Gramm Roggen 997
  • 104 Gramm von meinem Sauerteig – direkt aus dem Kühlschrank –
  • 10 Gramm Salz
  • 468 Gramm gut warmes Wasser (etwas wärmer
  • 275 Gramm Vorteig (Hefewasserteig) bestehend aus Weizendunst (am Abend vorher aus dem Kühlschrank genommen)
  • nochmal kurz zur Herstellung:
  • 138 Gramm Hefewasser mit 275 gramm Mehl, je nach Bedarf vermischen und 10-24 Stunden abgedeckt stehen lassen. Dann in den Kühlschrank – hält bis zu 3 Wochen

Hauptteig:

362 Gramm Ruchmehl – DRAX-MÜHLE

1 1/2 Eßlöffel Brotgewürz – grob= Fenchel, Anis, Kümmel

1/2 Backmalz (Roggen – inaktiv)

Roggenschrot, nochmal 1 Eßlöffel Gewürze, Roggenmehl für die Arbeitsfläche

Nochmal kurz den zeitlichen Ablauf:

  • Sauerteigteig setze ich abends an, den Hefewasserteig aus dem Kühlschrank nehmen.
  • Im übrigen gibt es eine sogenannte Sauerteigbörse, wo man ihn schon aktiv und einsatzfähig bekommen kann (s. Plötzblog)
  • am nächsten Morgen die Teige zusammenführen – das geht so:

Die feuchten Teige geben wir zuerst in die Rührschüssel der Küchenmaschine, dann das Ruchmehl und die weiteren Zutaten aus dem Hauptteig.

Auf der niedrigsten Stufe mischen wir die Teige gut durch und kneten die Teige nochmal 5 – 6 Minuten, bis sich der Teig halbwegs von der Schüssel löst.

Ggfs ist eine Zugabe von warmen Wasser angebracht. Dies ist aber meist nicht der Fall, da wir zwei aktive , freuchte Teige miteinander verbinden.

Den Teig in der Rührschüssel abdecken und bei Zimmertemperatur sich selbst überlassen. Nach ca. 3-4 Stunden hatte er sich verdoppelt.

Den Teig auf der mit Roggenmehl bemehlten Arbeitsfläche dann nochmals ganz vorsichtig bewegen und in ein mit Roggenmehl bestäubtes Garkörbchen geben.

Schnell wird er sich dort breit machen , er schreit nach dem Ofen.

Den Backstein oder das Blech – soweit kein Stein vorhanden- einfügen und den Ofen bis 250-270 grad vorheizen.

Dann das Brot hineinstürzen und 250 ml Wasser in den heißen Ofen gießen.

  • 10 Minuten auf dieser Temperatur backen
  • dann den Backofen öffnen und die heißen Schwaden entweichen lassen
  • weitere 50-60 Minuten auf 22o grad (Ober/Unterhitze) backen.

Erst wenn das Brot richtig hohl klingt, wenn wir es rausnehmen ist es gut durchgebacken und nicht mehr feucht.

Den Herd ausschalten und das Brot in dem Ofen abkühlen lassen.

Gestern hatte ich richtigen Stress, das Brot wollte in den Ofen aber meine spontan zusammengerührte Scharlotka wollte nicht weichen.

Das Rezept folgt selbstverständlich.

Dieses Brot war noch leicht warm – ich konnte mich nicht zurückhalten und mußte es anschneiden. Dann die Sünde! Lauwarmes würziges Brot bestrich ich mit Grammelschmalz (Schweineschmalz mit winzigen Speckteilchen), etwas Salz aus der Mühle. Genau die richtige Vorspeise bei dem Wetter!

„Sucht nach Sommer….“

Dieses Jahr war es sehr quälend für mich, der kalte Mai, der nasse Juni , belasteten mein Wohlbefinden ungemein.

Kein Schwimmen in meiner geliebten Isar, keine laue Sommernacht, die zum ausgiebigen Terassenabend einlud.

Wie ich die lauen Sommernächte liebe habe ich schon oft beschrieben.

Hastig, aufgeregt und voller Vorfreude fuhr ich an den See.

Warf meine Utensilien auf ein Handtuch , riss mir praktisch die Kleidug vom Leib und rannte zum Steg.

Ganz genüsslich schwebte ich die kleine Einstiegstreppe hinunter, kurzes Abkühlen und schoss kopfüber in das noch kühle Nass.

Bewegte meine ungeduldigen Glieder und hatte nur noch ein Ziel:

Raus auf den See – erst wenn die Sonnenschirme am Strand klein werden, die Boote im kleinen Hafen aussehen wie Spielzeuge, dann habe ich mein erstes Sommerziel erreicht.

Immer wieder tauchte ich unter. Das Wasser spült die ganze Schwere der vergangenen Wochen fort. Schwerelos , leicht, schwebend fühlte ich mich.

Am Horizont meine geliebten Berge , alles strahlte in diesem tiefen, gleichzeitig leuchtenden Blau. Diese angenehme Luft, die strahlenden Farben erwärmen mich, obwohl die kalten Strömungen des Sees von Zeit zu Zeit mich erfrischend berühren.

Das ist für mich Sommer!

Natürlich habe ich auch ein Sommerrezept – zum Genießen mit einem guten, frischen Weisswein….

„Sommerkartoffelsalat“

Zutaten:

1,5 kg festkochende Kartoffel

schwarze entsteinte Oliven ( Menge nach Belieben)

10 kleine Cherry-Tomaten

2-3 kleine Frühlingszwiebel (besonders gut – die kleinen roten)

1 kleine Zuccini

100 gramm bester italienischer roher Schinken

1 kleine rote Spitzpaprika

frische Peperocini

frisches Basilikum

1/8 Liter Gemüsebrühe

Gewürze: schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Meersalz a. d Mühle

Vinaigrette:

  • weißer Balsamico v. bester Güte
  • Olivenöl bzw. Zitronenolivenöl
  • Chiliöl
  • Dijon Senf
  • Abrieb einer Biozitrone

Die vorgenannten Zutaten mit dem Schneebesen aufschlagen. Es sollte sich eine homogene Masse ergeben, die ggfs. mit einem kleinen Schluck Mineralwasser ergänzt werden kann (wenn zu dickflüssig)

Zubereitung:

Die Kartoffel im Schnellkochtopf 10 Min. mit Salz abdämpfen oder 20 Min. im normalen Topf 20 Min.

Währenddesssen die Zwiebel, das Gemüse, den Schinken klein schneiden und in der Pfanne anschwitzen.

Mit der bereitgestellten Gemüsebrühe ablöschen .

Die abgekochten Kartoffel möglichst warm abpellen und in Scheiben schneiden . Dies hat den Vorteil, dass die warmen Kartoffel die Zutaten viel besser aufsaugen und so ein guter Geschmack entsteht.

Die abgelöschten Zutaten über die warmen Kartoffeln geben und locker durchmischen.

Die Vinaigrette aufschlagen und diese ebenfalls über die Kartoffel geben.

Die Tomaten vierteln und locker über den Salat verteilen.

Tipp: eine handvoll Rucola ergänzt den mediteranen Kartoffelsalat genial

Mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle abschmecken, Basilikum , Oliven hinzugeben.

Fertig!

Im Kühlschrank oder in der Kühlbox wartet der frische Salat geduldig.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen genussreichen , sonnigen Sonntag!

„Saiblingstatar“

Den Einkaufsstress an hl. Abend habe ich auch hier schon oft beschrieben

Dieses Jahr hat es treffend s. blog Küchenereignisse.com beschrieben. Besser kann man es eigentlich nicht darstellen. (nochmals vielen Dank!)

Genau so! habe ich es unzählige Mal erlebt, mich geärgert, um 4.OO Uhr aufgestanden….

Das will ich nicht mehr! Es ist mir unerklärlich, dass an Weihnachten plötzlich alle meinen besonders gut zu kochen, einzukaufen…

Es ist gerade zu zum Statussymbol geworden! Das schönste Weihnachtsgeschenk ist doch eigentlich die Zeit die wir uns gönnen, nehmen, geben….

Ca. 20 Min stadtauswärts in der Pupplingerau kann man eigentlich immer entspannt die Natur genießen, radeln , spazieren gehen und Durchatmen.

So tun wir es auch am hl. Abend.

ganz s beiläufig – ohne Anstehen – vorbestellen- vordrängeln – kämpfen – erstehe ich fangfrische Saiblinge (sie befinden sich i. der Leichenstarre, wie ich unschwer zu hause feststellen konnte), frisches Forellenlachsfilet, lauwarme geräucherte Forellen , Saiblinge und zwei Fischsemmel für die Wegzehrung.

Die Sonne kommt raus und es ist fast menschenleer – die Hektik der letzten Tage ist besiegt.

R E Z E P T

(für 4 Personen)

Zutaten:

2-3 Saiblingfilets

3 Limonen

1/2 Fenchelknolle

2 kleine, säuerliche Äpfel ( z. b. Elstar)

2 Stöpselgurken

1 Schalotte , frischer Dill

Gewürze:

Salz aus der Mühle

Pfeffer (kuben) aus der Mühle

1 Schuss allerbestes Olivenöl (weniger ist mehr)

80 gramm Feldsalat

Radicchio ( 8 Blätter)

Orangenabrieb, ein wenig brauner Zucker

Vinaigrette:

Olivenöl, Kernöln, 2 Teelöffel besten Senf

1 Teelöffel Honig, Himbeeressig, 2-3 Tropfen alten , dunkle Balsamico, 1 Orange – frisch ausgepresst – Salz, Zitronenpfeffer

(mit dem Schneebesen aufschlagen, so dass sich alle Bestandteile zu einer homogenen Masse verbinden) und beiseite stellen.

Das Filetieren verlangt einwenig Übung! Das wichtigste ist allerdings ein scharfes Messer und ein biegsames zweites Messer, sowie eine Haushaltspinzette.

Fisch in kleine Würfel schneiden, alle anderen Zutaten ebenfalls und getrennt in den Kühlschrank geben

Ca. 1 Stunde vor dem Servieren, Limonen auspressen , über den rohen Fisch verteilen, nun alles miteinander vermischen und zu letzt ein paar Spritzer aller bestes Olivenöl hinzugeben.

Dann mit dem Salat anrichten und erst dann vorsichtig die Vinaigrette hinzugeben und mit einem guten Weisswein – oder …. Frohe Weihnachten!

So kann man auch den „Herrn des Hauses“ ggfs. miteinbeziehen!

F i s c h s u p p e

Z u t a t e n:

Restfisch einschl. Köpfe , Kräten

Rosmarin, Thymian, Salbei (zusammenbinden) ,Lorbeer

1 Orangenschale, Knoblauch, eine Zwiebel – angeröstet mit Schale- 1 kleines Stück frischen Ingwer, Safranfäden

Senfkörner, Kubenpfeffer, Piment , Szechuanpfeffer, Meersalz,

Das war es schon. Wir geben alles in einen Topf , bedecken die Fischreste gut mit Wasser und lassen die Suppe einfach vor sich hin köcheln .

Mit einem Knoblauchbaguette ein kleiner Snack am frühen Nachmittag und einem guten Glas Weisswein – kann der hl. Abend entspannt beginnen.

„Seelenwärmer – Wintertraum – Allesgutmacher….“

  • raffinierter Hauptgang für einen genußreichen Abend mit Freunden

Die den Menschen ereilende Sehnsucht ist überall spürbar.

Man sehnt sich nach weißen Landschaften, die alles Grau zudecken, alles weicher, weniger laut erscheinen lassen. Winterziele, Wintermärchen…

Ja, Weihnachten wäre es schon schön…. weiße Weihnacht, so soll es sein.

Die nicht endende Hetze ist überall spürbar, ergreift mit Macht den Alltag.

Dabei ist es so einfach innezuhalten, einfach frühmorgens am Fluß entlang zu laufen, ohne Menschen, einfach den Gedanken nachhängen . Kraft schöpfen – innehalten – genießen und einen „Tagkochtraum“ sich gönnen

Isar am Morgen

Zimt, Koreander, Nelken, getrocknete Früchte, Pfeffer, Anis, Kardamon, Schärfe , sonnengereifte Zutaten. Rotwein – samtig , die Sinne beraubend ….

zartes, Fleisch , Gemüse…. , Rosmarin, Minze ….

So entstehen meine Rezepte und das Kochen befreit mich ganz langsam von der Hektik der Woche…

Ein genüsslicher Waldspaziergang einen guten Glühwein…

Mein alter Bräter wiehert schon im Schrank. Jetzt ist seine Zeit gekommen.

Nicht länger will ich es Euch vorenthalten:

Lammragout – intensiver Geschmack – raffiniert geschmort “ an Granatapfel- Bulgur – mit einer kühlenden , erfrischender Cumin-Joghurt-Creme an frischen Kräutern

Hier die Zutaten: (f 8 Personen)

2,2 kg vorbereitetes Lamm (vom Türkischen Metzger meines Vertrauens) liebevoll zu recht geschnitten.

3 rote Zwiebeln, 3 rote Spitzpaprika, 3-4 grüne Schotenpaprika, 1 Karotte, 2-3 Zehen Knoblauch , ein Stück Sellerie, eine handvoll getrocknete Tomaten, Tomatenmark, 2oo gramm ungeschwefelte getrocknete Aprikosen, getrocknete Aubergine , 1 Granatapfel, 50 gramm Pinienkerne, frische Minze, frischer Koreander, Rosmarin.,

-Gewürze: Bockshornklee, Kreuzkümmel, Nelken, Kardamon , Zimtstange , Piment, frische Chilis, Couscousgewürzmischung, schwarzer Pfeffer, Steinsalz.

  • Granatapfelbulgur

Zutaten: 1 Granatapfel , 200 gramm Bulgur , ca 1 Liter Gemüsebrühe

frischer Minze ,Couscousgewürz, frische gehackter Koreander, Salz, 1 Eßlöffel bestes Olivenöl

  • Cumin-Joghurt

Zutaten: 300 gramm griechischer Joghurt,2 Teelöffel Cumin, Salz, Pfeffer, frische Petersilie und Minze – frisch gehackt, mit dem Wiegemesser , Zitronenabrieb v. Biozitrone.


Allgemeine Zutaten: Olivenöl, 1-2 Eßlöffel doppelgriffiges Mehl, Lammfond



Die Zubereitung ist wenig arbeitsintensiv

Schritt 1: Zwiebeln, Hartgemüse möglichst klein schneiden und alle Gewürze u. Zutaten in Sichtweite vorbereiten.

Schritt 2:

Den Bräter aufheizen und 3 Eßlöffel Tomatenmark, mit Olivenöl anschwitzen, dann sorgfältig das Lammfleisch anbraten.

Schritt 3:

Das Hartgemüse, Zwiebel u. Knoblauch in separater Pfanne anschwitzen und über das Fleisch verteilen. Dann Paprika, getrocknete Aprikosen, Auberginen hinzugeben und einwenig einköcheln lassen

Schritt 4

Mit Rotwein kräftig ablöschen, Gewürze, hinzugeben , einwenig Fond angießen, einen Zweig Rosmarin (frisch) und eine Zimtstange oben auf legen

Schritt 5

Das Ragout mit 1- 2 Eßlöffel doppelgriffigem Mehl bestäuben . Mit dem Deckel verschließen und 1 3/4 Stunden bei 160 grad in den Backofen.

Cumin-Joghurt

Zubereitung:

Joghurt mit 2 Teelöffel Cumin verrühren, Petersilie und Minze (nicht sparen an d. Kräutern) m. dem Wiegemesser klein schneiden .

Die Kräuter unterheben und mit Salz, schwarzem Pfeffer und Zitronenabrieb abrunden und kühl stellen.

Granat-Apfelbulgur

Zubereitung

1 Liter Gemüsebrühe zum Kochen bringen unter Hinzugabe von 1 Eßlöffel Olivenöl, ggfs. Salz, soweit die Brühe nicht schon entsprechend Salz enthält

1-3 Min. köcheln lassen , dann quellen lassen und Couscous-Gewürz unterrühren.

Den Granatapfel von den Kernen entfernen und diese unterheben. Dann mit der Saftpresse den Apfel auspressen – beiseite stellen

Lammragout final

Lammragout von der Zimtstange befreien, umrühren, ggfs. etwas Fond angießen, den Granatapfelsaft hinzufügen und auf kleiner Stufe warm halten.

50 gramm Pinienkerne in fettloser Pfanne anrösten und über das Ragout verteilen, dann mit kleingehacktem Koreander bestreuen und in die vorgewärmten Teller anrichten

Ein wohliges Gefühl macht sich in den hungrigen Mägen breit, die Messer und Gabeln singen mein Lieblingslied – einen Augenblick ist es still – ich lausche dem Besteck- Konzert und genieße den nasskalten Dezemberabend.

Gemüsebrühe ca.

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„Atemlos – ärmellos…“

Ja, der November ist da! Er gibt uns einen Vorgeschmack auf düstere Tage, Dunkenlheit und weckt gleichzeitig Aktivitäten , welche man erst wieder lieben und leben lernen muss.

Aber letztes Wochenend da war es nochmal S o m m e r

Radeln, in der Sonne Frühstücken und einfach Draußen sein.

Für den Großstadtmenschen in München ist es immer mehr zu einer Herausforderung geworden, sich antizyklisch zu verhalten, um so die wunderschöne Bergwelt und Alpenvorlandgebiete aufzusuchen.

Längst stehen gefühlt ALLE früh auf und der Stau beginnt schon auf den Ausfahrtsstraßen.

Mein persönliches Rezpet: Gar nicht dran stören. Einfach aufstehen, frühstücken oder nicht . Selbstverständlich stehen die festen Schuhe, mein obligatorisches Ingwerwasser bereit- wenn wir dann losfahren.

Nur so wird der Ausflug entspannt. Siehe da, ohne weitere Schwierigkeiten verlassen wir gegen 11.OO Uhr die Stadt und da , wo keine Hütte lockt, wo keine vermeintlichen Highlights im Internet versprochen werden da ist es entspannend, ruhig, klare Luft und kein Sessellift bringt mich hoch.

Ärmellos , schnellen Schrittes zog uns der Berg an. Über Stock und Stein, durch den Mischwald, die Sonne meinte es soo gut.

Der kleine Wasserfall unter mir plätschert vor sich hin.

„kleiner Wasserfall..“

Nur nach oben schauen , nicht zurück und seitlich nach unten – der Weg ist das Ziel…

Ärmellos- atemlos kommen wir voran, über die Skipiste – die in wenigen Wochen, wenn Gott will – ihren Betrieb aufnimmt.

Dann rasten auf der hohen Lichtung, den Kopf in die Sonne halten, die Seele baumeln lassen. Nur wenige Wanderer und junge, durchtrainierte Radfahrer grüßen freundlich

Der Weg wird wieder gemütlicher – und leichtfüßig , hüpfend – ärmellos – atemlos – genießen wir den Tag.

Die Zeit verrinnt

Abstiegsaussicht

nach 3 Stunden sind wir wieder unten. Gutgelaunt, die müden Glieder bewegt, die Gleichgewichtssinne sensibilisiert und hungrig. Das ist das negative Thema. Alle brauchbaren Lokalitäten sind überfüllt – kein Parkplatz – vollbesetzt. Auch gut !

Dann fahren wir in die Stadt – wieder antizyklisch – der große Rückstrom hat gegen 16.OO Uhr noch nicht eingesetzt.

Meine Balkonpaprika lachen mich an und so entsteht ein wunderbares schnelles Abendessen:

Zutaten:

1-2 rote kleine frisch gepflückte Paprikaschoten

1 kleiner , frischer Spitzkohl

1 Schalotte

1 nussgroßes Stück Ingwer

Kümmel

Zitronenabrieb

12o ml Ingwerwasser

Salz, Pfeffer aus der Mühle

1 kleine Chilischote v Balkon

Zubereitung:

Spitzkohl in feine Streifen schneiden

Paprika ebenfalls in dünne , feine Streifen schneiden

Wokpfanne aufsetzen

mit neutralem Öl befüllen

Gemüse reingeben und kräftig mit Salz würzen

ständiges Bewegen führt schnell zum Erfolg

mit einem kräftigen Schuß „Ingwerwasser“ ablöschen,

leichte Kümmelnote setzen und auf kleiner Flamme , nicht zu weich garen.

Pfannenspitzkohl

Dazu gab es schnelle geteilte Hühnerbrüste . Paniert mit selbstgeriebenen Semmelbrösel – angerichtet mit Sauerrahm u Preiselbeeren …

Ein Foto kam nicht mehr zustande ! Der Hunger war zu groß.

„Fernweh das man Schmecken kann…“

Liebe Freundinnen hatten mir zum Geburtstag einen kreolischen Kochkurs geschenkt.Ja Kreolisch,  das war gem. der Beschreibung  mal etwas ganz anderes.Riesig freute ich mich auf dieses Kochevent, welches am Freitag , den 13.Januar 2017 im  renomierten Haus für Essen -Trinken – Backen-  Kochen -seit 1798 in München- , direkt am Viktualienmarkt – stattfinden sollte.

 

Pünktlich traf ich ein und fand gleich „Gleichgesinnte“ . Traumküchen, Traumhandwerkszeug – Traummesser –  Töpfe, Pfannen – eine wunderbare Athmosphäre empfing mich an diesem kalten,  dunklen Januarabend.

Perfekte Organisation , mit einem gutgekühlten Prosecco wurden wir begrüßt, obwohl gem. Kochkursbeschreibung eigentlich ein Bourbon – Vanille – Punsch  kredenzt werden sollte. Nach der Beschreibung :“Fernweh, das man schmecken kann: Wenn der exotische Duft von Massalé in die Nase steigt, sich das betörende Aroma der echten Bourbon-Vanilleschote entfaltet und wir mit dem knusprigen Fleur de Sel kochen. Zum selbst gemixten Vanillepunsch gibt es Geschichten  über die einzigartige Küche dieser tropischen Insel – ein wildes Stück Frankreich mitten im Indischen Ozean….“

Diese  großen , dicken Vanillschoten dufteten wunderbar… Den Sonnenuntergang  am indischen Ozean, mit einem herrlichen Drink aus dem köstlichen Rum von der die weitgereiste Köchin schwärmte… ja, so kann das Wochenende  beginnen.

Schnell überflog ich die ausliegenden Rezepte,  keine Problem. Entspannt probierte ich den herrlichen Riesling  – Hausmarke K – .

Der überengagierte Bayer übernahm in seiner  Kochgruppe ( 16 Personen , 4er Gruppen) das  Zepter. “ Thunfisch-Samoussas“ – Teigtaschen , gefüllt mit angenehm scharfer Thunfischpaste , verfeinert mit Koreander und Minze  (Teigtaschen mit Fertigblätterteig, gefüllt mit Dosen-Thunfisch, Limette , Minze, Koreander, Kurkuma)

Mein Lernfaktor: Falttechnik für diese Teigtaschen – Super läuft nichts aus!

Er leitete an deligierte und verbrannte ein Blech. Soweit so gut…

Ganz gelassen  lehnte ich mich zurück – meine Gleichgesinnten – stimmten mir zu. Wir waren für die Suppe zu ständig.

„Limetten-Kokos-Suppe mit Garnelen “  (Kartoffeln, Kurkuma, Limetten, Kokosmilch -Supermarkt, Fischfond aus dem Glas, wenig Koriander, Garnelen?, Krabben)

Mir wurde gleich klar, die bereitgestellten  Zutaten, reichten niemals  für eine Suppe für 16 Personen, wenn man sie nicht in Esspressotäschen servieren wollte.  Wir improvisierten.  Wasser drauf – kein Geschmack – Der bayrische Kochprofi: “ die Suppe schmeckt langweilig… “  Wir konnten uns das  Lachen nicht verkneifen. Wir würzten,  unsere Kochkursleiterin riet zu Salz. Kartoffeln – Süßkartoffeln nicht  mehr vorhanden. Auf meinen Vorschlag nahmen wir dann zwei Bananen um  eine etwas sämiger Konsistenz zu erreichen.img_2730

Hauptgang:

Massale´-Hähnchen.. „feinste Hähnchenbrustwürfel in einer betörend aromatischen …., daszu Basmatireis und rotes Linsencurry..

auch  hier fehlte die fachliche Leitung,  letztlich rettete ein Teilnehmer das Hauptgericht.

Das rote Linsencurry  – ließ – die aromatischen Höhepunkte schier vermissen.

Nachspeise:

Süßkartoffelkuchen mit Bourbon-Vanille – betörender, duftender, himmlisch schmeckender Kuchen, verfeinert mit fruchtigem Rum

Auch hier mußte die Gruppe improvsieren,  der Rum – wunderbar – aber die vorhandene  Flasche bot nicht die notwendige  Menge –

sättigend war die Nachspeise auf jeden Fall.

Beim gemütlichen Beisammensein,   erkannte ich,  dass es eigentlich  gar nicht wirklich um das Kochenlernen  hier ging. Andere Interessen standen erkennbar im Vordergrund.

Wie sagt man in München „oiwei“ geht woas..“

Betörend war der wirklich sehr gute rote Hauswein,  des Hauses K.

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Völlig entspannt, mit einem tiefsinnigen Lächeln  auf den Lippen stieg ich gegen 22.OO Uhr in meinen Stadtbus ein. Kochen gelernt hatte ich zwar nicht allzuviel. Der Abend war wunderbar – unterhaltend – lies Tiefe Einblicke in den Querschnitt der heutigen Gesellschaft zu  –  und nachts träumte ich von herrlichen Cocktails… und schönen  tanzenden Menschen am Palmenstrand. Für wenige Stunden war ich dem Winter entflohen.

Danke, Claudia, Ina u. Marion.