„Mai servus, ade….“

Der Mai hatte schon ein paar Wonnemonatmomente, aber für mich war er viel zu kalt.

Der Mai war gekommen, doch die Bäume schlugen nicht aus. Es mangelte schlicht an der erforderlichen Feuchtigkeit. Meinen Balkongarten konnte ich erst letzte Woche in Angriff nehmen. Die Pflänzchen lechzen nach Sonne und Wärme in diesen kalten Tagen. Die Chilli- u. Paprikapflanzen möchten am liebsten zurück ins Gewäschshaus, das Basilikum streikt und will abends rein. Der Pflücksalat streckt verzweifelt seine Ärmchen am Nachmittag in die Sonne!

Allerdings war es möglich die Badesaison einzuläuten und ich hatte das Gefühl von dieser Leichtigkeit des Seins, die mir nur der Sommer bescheren kann, ist gekommen , um zu bleiben.

Der Pilsensee war so warm, das Wasser so sanft und die verliebten Krötenmännchen lieferten sich Liebensarien der besonderen Klasse.

Ein paar kleine Ausflüge und eine Kurzreise ins Rheinland und schon war er vorbei der Mai 2022.

Der angesetzte Rhabarbersirup wartet auf seinen Einsatz !

Rhabarber-Sirup im Werden
„Abfüllanlage“

Eisgekühlt, mit Prosecco aufgegossen …

Rezept folgt.

Schöne Zeit!

M. Kuhl

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„Gregor der Superschlaue und der Seefund vom Sonntag…“

(Werbung da Namen erkennbar)

Letztes Jahr fiel er mir schon auf. Majestätisch schwingt er sich durch die Lüfte.

Lautstark verkündet er scheinbar irgendwelche Weisheiten, die nur er und seine Artgenossen verstehen. Er scheint ein Einzelgänger zu sein oder ist er nur der Futterversorger?

Tief schwarz ist sein Gefieder, seine Spannweite riesig.

Er schaut dich fragend an, hält den Kopf schief und läßt sich auf nichts ein.

Dann kommt er wieder, genau zur gleichen Tageszeit. Sicher landet er aus großer Höhe auf dem Tisch. Gö-Ga’s Thron nimmt er in beschlag.

Schimpfend zieht er von dannen. Wieder fliegt er im Sinkflug an, wühlt im Blumenkasten. Schaut mich fragend an, versteckt sich hinter dem Hortensienbusch. Gibt laute, krächzende Töne von sich und verschwindet im hohen Wald vor dem Stadtbach. Gregor habe ich ihn genannt. Er hat etwas geheimnisvolles, fast menschlisches an sich.

Noch habe ich meine Recherchen , welche Vogelart er verkörpert, nicht abgeschlossen. Schlau, einwenig hinterhältig ist er schon. Sucht er seine Hexe, auf deren Schulter er sich ausruhen kann?

Auf jedenfall liebt er die Blaubeerwaffeln meiner Tochter.

Er nahm die Abdeckung weg und flog mit der großen Waffel von dannen.

Bislang war mir nicht bewußt, dass auch Vögel (Rabe oder Krähe) sich ungesund ernähren.

Sonntagmorgen – was für ein herrlicher Tag –

Mona ruft an, schon so früh? „Was hälst Du vom Badetag?“

Meine Antwort: „Bin in 10 Minuten, mit Proviant startklar“.

Sonne, ein einsamer Badesteg, mit dem Gefühl auf einem Boot zu sein, das Farbenspiel des Wassers, dunkelblau, grau, türkis und die Weite des Sees.

Keine Menschenseele in Sicht, nur ein vereinzelter Ruderer, macht kehrt.

Seefeeling im Mai

Das Picknick: Spargelsalat, Spargelröllchen mit dem leckereren gebackenen Schinken vom kleinen Markt, meine Quarkcreme mit den Kräutern des Balkons, einwenig Obst. Wasser für den Durst. Lesen, Schwimmen, Ratschen war der Plan. Die Entenfamilien beim streiten zu beoachten – interessant –

Fast schon was menschliches erkennbar. Mein Kind, dein Kind hat, der war schon immer…, die Beute gehört uns – ich bin der Bestimmer…“

Soll ich , soll ich nicht – das Wasser ist noch ziemlich frisch

Mit dem großen Zeh mal testen, aber was ist denn das? Komisches Gefühl am Zeh, was liegt, schwimmt denn da. Da musste ich schon genauer Hinschauen.

Ein kühles Bier lag im Wasser.

Das Problem war, wir hatten keinen Flaschenöffner dabei.

Den so beliebten Trick, die Flasche mit dem Feuerzeug zu öffnen, beherrschten wir nicht. Das Bier mit der interessanten Aufschrift und den zwei restlichen Wienerwürstel überreichte ich meinen GöGa, der schon mit Heißhunger auf den Abendgrill wartete und so recht nichts mit dem Mitbringsel anzufangen wußte..

So habe ich die Badesaison am 15.5.2022 eröffnet. Ein Traumtag.

und rein ins Wasser….

„Summerfeeling …..“

6.00 Uhr am Morgen, die innere Unruhe treibt mich raus

Starter -Espresso

Die Wärme streichelt meine Beine und der Espresso verbreitet einen Duft, dem man nicht widerstehen kann.

  • die Sauerkirschen sind in der Pfanne
  • der Kefir ist wunderbar gestockt – und will abgefüllt werden
  • Waschmaschine – die 3. – läuft
  • den Spargelrest vom Wochenende werde ich zu einem schlunzigen, cremigen Risotto verarbeiten –
  • Wein einkühlen – für den ersten, zweiten .. lauen Abend.
  • heute Abend treffe ich mich mit einer Freundin aus Hamburg in der Stadt
  • vielleicht einwenig rumtreiben…
„Neues Rathaus im Sonnenschein“
Löwenzahn servus
Zierlauch will hoch hinaus

Hier mein cremiges Sommereis zum Genießen:

Cremiges Tonkabohne-Sauerkirsch-Eis

(ohne Eismaschine, einfach so frieren lassen)

Zutaten:

  • 340 gramm gesüße Kondensmilch (kaufe ich sonst niemals, aber für die cremige Masse leider zwingend)
  • 440 gramm Sahne (32 %)
  • 150 gramm tiefgefrorene Sauerkirschen
  • 2 Eßlöffel braunen selbstgemachten Vanillezucker
  • einen kräftigen Schuß Kirschlikör oder Rum
  • Abrieb von der Tongabohne (ruhig kräftig)

und schon geht es los:

  • Kondensmilch mit der Tonkabohne bereichern und bei seite stellen
  • die Sauerkirschen mit dem braunen Zucker kurz karamelisieren und dann mit dem Likör bzw. Rum ablöschen und einreduzieren lassen
  • abkühlen lassen.
  • die Sahne steif schlagen und die Kondensmilch zunächst ca 1/3 unterheben, nach und nach die Masse mit dem Schneebesen locker unterheben und nur kurz verrühren
  • dann in eine längliche Form gießen, abdecken und für ca. 16-24 Stunden gefrieren lassen.

Das Eis wunderbar, cremig , süß und doch einen gewissen leicht säuerlichen Abgang.

  • Tipp: die Sauerkirschen durch Rharbarber-Vanille-Prosecco Kompott bzw. Erdbeer-rote Pfeffer-Limoncello Kompott ersetzen
  • Zitronen auspressen, Zesten = Zitroneneis der Extraklasse

Der Eissommer ist gerettet !

Tonka-Bohne -Sauerkirsch

Viel Spaß beim Schlecken, Sonnen, Lesen, Urlaubspläne schmieden

M. Kuhl