"Holzhacken und Kochen macht frei"

Körperliche Arbeit ist uns allen fremd geworden. Wer gerät schon bei der Arbeit ins Schwitzen, weil er sich bewegt.
Der moderne Erwerbstätige benötigt zur Erhaltung und Straffung seiner Muskeln den Sport. Hier qäult und kasteit er sich bis zur Selbstaufgabe.
Gartenarbeit im Hocken, Stehen, Bücken ist uns fremd. Sofort bekommen wir den sogenannten Muskelkater. Wir, mein Göttergatte und unsere Freunde haben es ein Wochenende versucht.
Mit einem großen Erfolgserlebnis, der Scheiterhaufen wurde immer kleiner, das Unkraut immer weniger…..
Kindheitserinnerungen, Holzhacken, Kohlen hochholen, Kartoffelnschälen…..
Die Bilder werden wieder klar. DSC01486
Die Wäsche für die Großfamilie, erfordert Arbeit ohne Ende. Schwere Arbeitskleidung für Stall, Feld und Wiese. Die Töpfe und Pfannen wollen mit der Hand gespült und besonders gepflegt werden. Arbeit, Arbeit die nie enden mag, erfordert unzählige helfende Hände.
Bis tief in die Nacht heißt es harte körperliche Arbeit zu verrichten.
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Aber einen Zickleineintopf auf dem „alten Herd“, ganz langsam geköchelt mit viel Gemüse.
Super!! Fortsetzung folgt!
Hier schon mal das Foto, wem läuft da nicht das Wasser im Munde zusammen, vorallem bei den kalten Temperaturen.DSC01506

"Kochen vor langer, langer Zeit…."

Früher kochte man Speisen langsam auf dem Holzofen. Ein „Schiff“ mit heißem Wasser war immer greifbar. Es war eine Kunst für sich, den Herd richtig zu heizen, je nach Gericht.
Viele große Töpfe passen auf die Kochfläche. Wenn es langsam köcheln, gar ziehen soll, einfach einwenig von der Mitte nehmen. So hab ichs als Kind gelernt.

Ab und zu muß ich mit Freunden in die Alte „Kochzeit“ reisen Unser Freund Wolli hat alle alten Feuerstellen von der man träumen kann Das Räucherhäuschen, das Brotbackhäuschen, die große Feuerstelle im Freien, den alten großen Holzofenherd. Auch ein Rieseneinkocher, für das allerbeste Zwetschgenmus, Eintopf in einer Riesenmenge.

Hier in den Bergen, das Klima meist rauh und nass, die Bäume haben Moos angesetzt und der Mensch versucht eisern der Natur zu trotzen. Wehe, es scheint die Sonne, es liegt 2 m Schnee, dann fühlt man sich frei genießt die Luft, die Zeit die nicht vergeht….
Diese süße Nostalgie täuscht uns heimelige Alpenromantik vor. Dabei ist es ein hartes Ringen mit der Natur um das Überleben von Mensch und Vieh.

Die Menschen starben früher sehr früh und einwenig kann man sich auch so manche Depression
vorstellen, die einem überfällt, wenn es monatelang meist dunkel und kalt ist.

Ich liebe es , denn vieles erinnert mich an meine Kindheit. An die Landwirtschaft und meinen geliebten Opa. An Heumachen, Gewitter, Kühe eintreiben….an lange Sommernächte – sternenklar- an gebräunte Unterarme, an sonnengegerbte Gesichter mit echten Charakterzügen…
Ja, manchmal brauch ich einfachstes Leben, um die Großstadt wieder zu schätzen, zu hassen, zu lieben. Lieber Blog-Leser kommt mit:DSC01517DSC01518
Wollis Tafelspitz aus dem Brotbackhofen, der eine Hitze von ca. 45o grad entwickelt, selbstgemachte Remoulade, ganz klassich, dazu Bratkartoffel auf dem alten Holzofen, gaaanz langsam in richtigem Speck – grünem Speck – ausgelassen gebraten.DSC01464DSC01463
Einfach, es bedarf keiner besonderen Rezeptur, sondern nur Fingerspitzengefühl für den richtigen Zeitpunkt,wann der Tafelspitz, rosa, zart, Fleisch in der Urform geworden ist.
Man nehme ca. 2,5 kg Tafelspitz – beim Metzger vorbestellen –
Salz, 2 kg festkochende große neue Kartoffel, grüner Speck vom Bauern
und dann überlassen wir alles dem Holzofen, dem Brotbackofen und reden über Gottund die Welt…. DSC01458DSC01459DSC01462

Rindfleisch in seiner Urform, die Kartoffeln gaaanz langsam in der Pfanne im grünen Speck gebraten. Währenddessen bleibt die Zeit stehen, ein ehrlicher Veltliner für die Damen, ein kaltes Bier. Das ist Essen genießen, einfach, die Wertigkeit des Produkts vollausgeschöpft.
Ist das alte – neue Kochkunst- ????DSC01469DSC01466DSC01470Zufrieden, der Mühlbach rauscht uns in den Schlaf. Was kochen wir morgen??? Womit, Worauf ??, laßt Euch überraschen. Fortsetzung folgt!DSC01488DSC01489DSC01491
Gespannt???

"Knopf im Ohr"

Ein Phänomen unserer Gesellschaft ist für mich der „Knopf im Ohr“ geworden.
Den meisten ist die Reklame noch im Ohr, für diese einmalig schönen Teddybären, die man früher zur Geburt geschenkt bekam und die einem ein ganzes Leben begleiten sollten.
Viele haben sie heute noch, ihren Lieblingsaffen, Bären, Fische zum Kuscheln und als Erinnerung an eine schöne Kindheit.

Doch damit hat das gesellschaftliche Phänomen nichts mehr gemeinsam.
Zunächst war der Knopf im Ohr ein Privileg der Jugend. Dezent waren in U- u S-Bahnen Hinweise angebracht, dass man auf die Lautstärke achten solle, den alle wollten den dröhnenden hard rock nicht mitanhören. Diese Zeiten sind längst vorbei.

Die Knöpfe im Ohr haben auch die Senioren, Mittelalten, Hausfrauen, Businessleute und solche, die sich für unsagbar progressiv, modern halten erreicht.
Der Herr Wichtig – Mitte 60 – sitzt, natürlich breitbeiniger geht es nicht – in der U-Bahn hat auf seinem Nebensitz seinen überdimensionalen Rucksack geparkt, tut so , als sei er in die Lektüre vertieft, wackelt mit dem Kopf rhythmisch hin und her. Ja, er gehört dazu, zu der Gesellschaft „Knopf im Ohr“.
Er ist versunken in seine „Knopf-im-Ohr-Welt“.
Leise, höflich lächelnd wird er aufgefordert, den Sitzplatz doch zur Verfügung zu stellen.
Reaktion – keine – .
So ändern sich die Zeiten, gestern noch über die laute Musik und das ungezogene Verhalten der Jugendlichen geschimpft, sieht er es heute völlig relaxt.
Der junge Alte hat die Lösung gefunden, um auf sich aufmerksam zu machen, wo ihn doch seine Frau schon lange nicht mehr interessant findet, aber vielleicht eine junge Studentin….
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Die Jugend muß rebellieren gegen diese Art und Weise des Knopf bzw Knöpfe-im- Ohr- tragen.
Große breite Bänder umhüllen die Köpfe der Freaks, an beiden Enden befinden sich Expresso-Untertassen große Scheiben, verkabelt mit dem Laptop, natürlich den mit dem Apfel drauf.
He Opa, wer ko , der ko .
Wann wird es wieder in sein, sich leise zu unterhalten ???, den Platz der netten alten Dame anzubieten und einen kleinen Plausch bis zur nächsten Station über Gott und die Welt zu halten?? Ich jedenfalls gebe die Hoffnung nicht auf.

"Gefülltes Hackfleisch"

Dieses Rezept ist die Alternative für wetterunabhängie Einladungen in diesem Sommer.
Man braucht:DSC01519
für 6- 8 Personen
Zutaten: 2 kg Hackfleisch gemischt Schwein/Rind
4 St mittelgroße Zwiebeln
150gramm Oliven mit Paprikafüllung
2 St Knoblauchzehen
3 St Eier
200gramm Schafskäse/Hirtenkäse o Fetakäse
Gewürze: Salz, Pfeffer, Chillipasta, Paprika (Rauchpaprika a. Spanien) , Meersalz a.
Mühle
500 gramm Spitzpaprika
Petersilie 2 handvoll
Semmelbrösel
Olivenöl zum Braten
Paprika klein schnippeln, Zwiebeln und Knoblauch ganz klein hacken. Am besten mit der Küchenmaschine oder einem ähnl Zerkleinerer arbeiten. Die Zwiebeln u der Knoblauch sollten mousseartig sein, damit man später nicht auf die Zwiebelstückchen beißen muß.
Alles geben wir zu dem Hackfleisch.DSC01524

Mit den Händen kneten wir den Teig gut durch. Den Käse schneiden wir in nicht zu dicke Scheiben.
Nun formen wir ovale Fleischfladen und legen den Käse drauf. Zügig „klappen“ wir den Fleischfladen zusammen.Unbedingt darauf achten, dass der Käse ganz vom Fleisch umgeben ist.
Die Fleischstücke kurz in Semmelbrösel wenden. Nun setzen wir mgl mehrere Pfannen auf den Herd.DSC01526
Geben etwas ca. 2 Eßlöffel Olivenöl hinein und erhitzen die Platten auf mittlere Hitze.
Zügig geben wir die Hackfleischtaschen in die Pfannen. Nach dem Anbraten auf mittlerer Temperatur gar ziehen lassen. Dauer ca. 15-20 Min.
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Dazu serviere ich neue Backofenkartoffel und Salat. DSC01525
Schnelle, Sommerküche, wenn es draußen mal nicht so schön ist.
Guten Appetit!

"Pafümerie und Haushalt"

Was heißt das ????? DSC01422
Dieses „alte“ Ladenschild fand ich im Josefsviertel in Wien. Was wird wohl hier mal verkauft worden sein, heute führt der kleine Laden flippige Mode. Doch Parmüerie und Haushalt ? War bestimmt so ein Drogeriemarkt, mit Giftecke, Putzmittel und Chanel Nr 5, Stilleinlagen, Monatsbinden, Messer oder ???

Parfümerie und Haushalt, ein guter Duft war in früheren Zeiten ganz wichtig, wo man sich doch seltener badete, sondern überpuderte, übersprühte

Die Hausfrau hatte immer schon die Drogerie/Parfümerie ihres Vertrauens, da bekam man Rattengift, die Haarfarbe zum Selbermanschen oder das Rosenwasser….
Diese Läden gibt es heute immer weniger, wäre das nicht wieder schön. Ausgesuchte kleine Seifen aus England, Frankreich, nette Tischwäsche, Wiener Kalk, Herdputz.

Duft fürs Bad, Duft für die Küche – wenn auch der Superkoch keine anderen Gerüche duldet –
nach einer Schnitzelbratarie, ein kleines unauffälliges Wässerchen in kleine stilvolle Gefäße
gefüllt. Einwenig Deko, Keramik aus Frankreich, Spanien

Alternative Reinigungsmethoden – Ökoecke – , kleine Gartenecke, kleine Leseecke,
über Haushalt, Kochen, Putzen, Garten

Vielleich noch eine Espressoecke für den persönlichen Austausch…..
Das wär schön oder ???