„Zimt, Nelken, Sternanis, Piment, Kardamon, Rotwein, Schokolade…“

img_1136Roter Himmel über der Stadt, eine leicht frostige, erträgliche , klare Kälte so wie ich sie mag,  spannt sich über das Land . Die  Stadt , ein fönlastiger Kessel, das Land ein Hochplateau.

Adventstreiben , Glühwein, Feuerzangenbowle , das Speckbrot, Lebkuchen. Aus der ganzen Welt kommen die Menschen um den Weihnachts-Winter-zauber zu erleben.  Straßen voll gestopft vom Verkehr,  Innenstadt und Fussgängerzone sind bereit für den größten Umsatz des Jahres, alles erstrahlt in heller Pracht.  Wenn der Rubel nicht rollt, der Donner grollt – besser der Rubel rollt.

Die Masse schiebt sich durch die Budengassen der div. Weihnachtsmärkte. Dann kommt sie wieder auf, die Sehnsucht, nach wohliger Wärme – Bratapfelduft – knisterndem Holz – Die beschauliche Stille aus Kindertagen wünscht man sich zurück. Lange Raureifnächte, die zugefrorenen Fenster . Es brauchte schon eine Zeit bis man ein Guckloch in das Fenster gehaucht hatte und einwenig nach Draußen blicken konnte.

Der Himmel ist rot…. ja das Christkind backt Plätzchen  – hieß es immer.

Auch hier ist der Himmel rot über der Stadt, am Fluß – aber das Christkind backt keine Plätzchen mehr.

. So ist dieses wunderbare  Rezept entstanden :- Schokolade – innen feuchter Kern – Gewürze des Winters – und  -einwenig  Adventsduft !img_2477

„Schokogewürzkuchen“

Zutaten:  (für eine Guglhupfform u. eine Kastenform) –

600 gramm Dinkelmehl 405

1 Prise Salz

500 gramm Butter

280 gramm brauner Zucker (140 gramm braun, 140 gramm weiß)

10 Eier Größe M

2 Päckchen Backpulver

350 gramm beste dunkle Schokolade (zwischen 70 und 80 %)

150 gramm Nougat

250 ml Rotwein

2 Eßlöffel besten Kakao

Gewürzmischung frisch im Mörser zerstoßen:

Nelke, Sternanis, Piment, Kardamon, Zimt, Pfeffer  ,  getrocknete Chillischote , Muskarblüte

(sollte ca. 2 Teelöffel ergeben)

60 gramm kandierter Ingwer (klein gehackt)

Abrieb einer Bioorange

einwenig Vorbereitung ist erforderlich, aber dann geht es eigentlich schnell:

  • Ofen auf 180 grad vorheizen, Formen einschmieren, einwenig Semmelbrösel durchlaufen lassen.
  • Gewürze im Mörser zerstoßen , Schalen des Kardamons entfernen
  • Mehl, Zucker abwiegen
  • Butter ganz leicht schmelzen lassen
  • Mehl abwiegen , durchsieben und Backpulver und eine Prise Salz untermischen
  • Schokolade mit der Küchenmaschine raspeln
  • Nougat in gleichmäßig  Stücke schneiden
  • Rotwein leicht erwärmen mit einem Stück Vanilleschote, 1 Sternanis und 2 Nelken ,
  • Den Schlagkessel der Küchenmaschine einspannen
  • Zucker und Butter schaumig rühren
  • Eier nach und nach hineingleiten , pro 1 ca. 1 Minute rühren lassen
  • dann eßlöffelweise das gesiebte Mehl
  • die Gewürzmischung, die Schokoladenraspeln,  den kandierten Ingwer, Kakao
  • dann den Rotwein (vorher die Gewürze rausnehmen)
  • den Abrieb einer Bioorange
  • die Küchenmaschine durchgehend laufen lassen  (ggfs. Geschwindigkeit zurücknehmen)
  • Teig in die zwei Formen füllen
  • und final die Nougatstücke in den Teig sinken lassen.
  • 55 Minuten bei 180 grad backen

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Zutaten: für beide Kuchen

350 gramm dunkle Schokolade (70%) oder dunkle Kuvertüre

40 gramm Butter

2 Eßlöffel Rotwein, 1 Teelöffel der Gewürzmischung

Zubereitung:

Schokolade bei niedriger Temperatur langsam schmelzen, Butter , Rotwein und Gewürzmischung hinzugeben und auf die erkalteten Kuchen pinseln.

Einen für den Adventskaffee, einen zum Verschenken…..

„Stollenbäckerei 2013“

Ganz ehrlich, bei uns ist nicht -noch nicht – die Adventsdeko aus dem Keller geholt. Den Adventskranz habe ich auch noch nicht brennen und das ist gut soooo!

Diese Überdeko in den Läden und Straßen fällt mir dieses Jahr ganz besonders negativ auf!
Aber ein paar Zweige – den Geruch von selbstgemachten Glühwein, Orangen, Zimt, Nelken – einen besonderen Tee – lange Spielabende…, bei einer guten Flasche Rotwein….
Einen Stapel Bücher habe ich schon auf dem Nachtisch.
Der Winter kann kommen!!

Diese Woche hatte ich einen freien Tag! Um sechs in der Früh bin ich aufgestanden und nach einem kleinen Frühstück gings los- Aus 5 kg bestem Bäckermehl 550 habe ich verschiedene Stollen gebacken. Schön verpackt warten sie nun auf Ihre Bestimmung.

Hier meine Rezepte:

klassischer bayrischer Stollen – nach einem überlieferten Rezept von meiner Freundin Inge –

Zutaten: (für eine große Stollenform u. eine kleine Stollenform)

750 gramm Mehl Type 550
3 Eigelb
200 gramm Zucker
250 gramm gute Butter
Zitronenabrieb von einer Biozitrone
1 Päckchen Hefe 11 gramm – Trockenhefe – oder 42 gramm frische Hefe
1 Brise Salz
ca. 200 ml lauwarme Milch (sie sollte angenehm warm sein, aber auf keinen Fall heiß! – Fingerprobe!)
100 gramm Zitronat
100 gramm Orangnat
(von der großen Zitronatzitrone- bzw. Orange vom Markt) selbstgeschnitten u. ganz fein gehackt
200 gramm beste Rosinen über Nacht in Rum gebadet
Puderzucker
flüssige Butter zum Bestreichen

und los geht es:

Mehl, Zucker, Butter abwiegen und zuerst das Mehl in den Schlagkessel der Küchenmaschine geben, eine Brise Salz hinzufügen.

Eine Mulde in das Mehl drücken und die Trockenhefe hineinschütten
Den Zucker folgen lassen, die Butter in kleine Stücke ebenfalls hinzufügen u. Abrieb von einer Zitrone hinzufügen.

Die Küchenmaschine mit dem Knethaken versehen und auf der kleinen Stufe mit dem Kneten starten.
Langsam die laufwarme Milch hinzugießen – manchmal benötigt man keine 200 ml –
Dann auf mittlere Geschwindigkeit erhöhen.
Ca. 10 Min. Kneten. Der Teig sollte sich vom Boden lösen und nach Möglichkeit einen Klumpen bilden.

Nun decken wir den Teig mit einem leicht feuchten Küchentuch ab und beachten ihn 1 1/2 Stunden nicht.
In der Zwischenzeit, die abgezogenen Mandeln hacken, das Zitronat, Orangnat klein hacken.

Nach dem der Teig sich verdoppelt hat walken wir die übrigen Zutaten ein, geben die Rumrosinen hinzu.
Die Stollenformen werden leicht eingefettet und mit dem Teig gut befüllt – d. h. bis auf 2 cm unterdem Rand.
An einem warmen Ort lassen wir die Stollen in der Form nochmals gehen.

Backofen auf 250 grad vorheizen
Das Backblech mit Backpapier belegen und die Stollenformen auf das Papier setzen.DSC02544 (2)
Nach ca. 10 Min. die Temperatur auf 170 grad Ober/Unterhitze zurücknehmen und die Stollen ca.
35 backen, dann die Stollenformen entfernen und die Stollen goldbraun – ca. insgesamt 50-60 Min. backen.

Ein großes Stück Butter schmelzen und die Stollen gut damit bepinseln.
Wenn die Stollen abgekühlt sind kräftig mit Puderzucker versehen.
Erst wenn die Stollen ganz abgekühlt sind gut einpacken und ca. 14 Tage an einem kühlen Ort ruhen lassen.
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Den ganzen lieben Tag habe ich eine „Stollenmischung“ nach der anderen abgewogen, gehen lassen …..
Ein hartes Stück Arbeit. Aber es duftete soo herrlich und es entwickelte sich ein wohliges, gutes Gefühl in mir.
Meine Küchengeschenke dieses Jahr, Stollen, Chutney, Marmeladen, Ingwernüsse, Barbecue-Soße mit Rauchsalz u. geräuchertem Pfeffer… ja da habe ich noch einiges zu tun.

Die Deko kann warten…
Auf meine neue Kreation Mohn-Marzipan-Ingwer-Amaretto-Stollen bin ich mal gespannt.
ach und vielleicht mache ich noch eine Mango-Variante – da schwebt mir schon was vor.
Das Rezept für die Mohnstollen – schreiben ich die nächsten Tage –

Montag, Dienstag , Mittwoch…. Weihnachtstreffen – Essen – Umtrunk – und wann soll ich die Deko machen?
Guten Start in die neue Woche!
Nur Mut Stollenbacken ist sooo einfache , wie man hier sehen kann:IMG_1479
Heute am 7.12.2013 habe ich noch ein paar Fotos ergänzt. Mein Stollenvorrat ist dahin, für…, ich brauch auch einen für meine Adventsfeier in der Uni, ja und ich wollte der netten Frau….“ ist ja guut – Deko kann warten.
Die Stollenbäckerei beginnt noch mal von vorn.