„Calvados – Zopf und die hl. drei Könige“

Dicke Hefezöpfe, gefüllt mit Nüssen , Zimt, Rosinen   – Reste von der Weihnachtsbäckerei – gab es so lange ich denken kann am Neujahrsmorgen, bzw. an Heilig  drei König, wenn die Sternsinger kamen.

Casper , Melchior und  Balthasar   kamen und mit weißer Kreide schrieben sie: C +M+ B 1964  an die große Haustür. Sie brachten Weihrauch, Myrrhe und Gold …mit und ich glaube Melchior war der  „Schwarze“.

Meine Tante, Cäcilia, war etwas gekränkt, gerne hätte sie die Sternsinger begleitet, bzw. angezogen und hergerichtet. Es war ihr nicht vergönnt.

Der Küster aus dem Nachbardorf Reckenthal – ein  fommer Mann – zog mit den  Sternsingern durch die Dörfer und sammelte an jeder Tür eine Gabe für die armen Kinder dieser Welt.   Wir Kinder waren Feuer und Flamme, wunderschön waren die Heiligen drei Könige ausgestattet , mit alten Messgewändern aus den tiefen der  Sakristei, liebevoll aufgebügelt.

Es kam eine stattliche Summe zusammen in diesem Jahr, doch die armen Kinder dieser Welt erhielten die Gaben nie.

Der fromme Küster  – war leider den weltlichen Genüssen erlegen – und hatte alles verbraucht – für seine man munkelt bis heute  – irdischen Begierden.

So ist das Leben…

Mein folgendes Rezept widme ich den Sternsingern jener Zeit und wenn sie es lesen, werden sie wissen….. warum es ein Calvados-Zopf sein muss – und so manch Andere auch.

Z U T A T E N:

500 gramm Dinkelmehl 405

100 gramm Butter

250 ml Milch 3,5 %

80   gramm Zucker

42 gramm frische Hefe

insgesamt 250  ml lauwarme Milch

1 Prise Salz

Safranfäden

300 gramm Marzipanmasse

5     gemischte  Äpfel (Boskop, Elster..)

1  -2 Kardamon- Kapseln

Zimt

gemahlener Sternanis (Prise)

100 gramm übernacht in Calvados eingelegte Rosinen

Puderzucker  zum Karamelisieren  der Äpfel

Calvados der besten Sorte, zum Ablöschen, pafümieren

1 Ei, 1 Eßlöffel Sahne , mandel

und so gehts:

  •  Mehl abwiegen und durchsieben
  • Zucker, Butter abwiegen
  • Hefe in lauwarmer Milch ca. 50 ml und etwas braunem Zucker auflösen ,
  • mit etwas Mehl bestäuben und  ca. 1/2 Stunde sich selbst  überlassen
  • Zucker, Safranfäden, restliche Milch,  Butter erwärmen, bis die Butter halbwegs aufgelöst ist.
  • Schlagkessel mit Mehl füllen, Hefeansatz hinzufügen und auf kleinster Stufe ankneten
  • dann Zucker- Butter-Milch nach und nach  hinzugeben und durchkneten, bis der Teig sich von der Schüssel löst
  • den Teig in der Garstufe ca. eine Stunde gehen lassen
  • inzwischen :
  • Äpfel schälen, entkernen
  • Puderzucker in eine Pfanne geben und die Äpfel karamelisieren
  • mit einem kräftigen Schuss Calvados ablöschen
  • Rohmarzipan, Rosinen, Zimt, Kardamon und die Prise gemahlenen Sternanis hinzufügen
  • Masse abkühlen lassen
  • dann Teig in ein  ofenblechgroßes Rechteck auswalken
  • drei gleich – ruhig – breite Streifen abgrenzen
  • diese Teigstreifen mit der Apfel- Marzipan-Füllung bestreichen
  • dann die Teigstreifen rollen und zu einem dicken  Zopf flechten
  • warm stellen
  • Backofen  auf 180 grad Ober – Unterhitze vorheizen
  • Ei mit Sahne verquirlen
  • Zopf hiermit bestreichen, Mandelblättchen drüberstreuen
  • und ca. 30-35 Min. abbacken
  • ggfs. Temperatur reduzieren, wenn Zopf zu dunkel wird

Es  l ohnt sich schaut selbstimg_2667

 

 

 

„Duell mit Kraken und Tintenfischen“

Obwohl ich bei meinem kalabrischen Kochkurs gelernt hatte , wie man die Köpfe rauszieht, die Tuben säubert und was entsorgt wird, ist es immer wieder spannend diese Meerestiere zu händeln.

Während meines Aufenthaltes in Kalabrien (s. Blogbeitrag der Hügel von Cocorino) war es uns gelungen einen großen Pulpo zu harpunieren. Nach anstrengenden  Tauchaktionen

  • mit zuvor aus dem Auto geholten Arbeitshandschuhen gelang es uns den Pulpo dem Meer zu entlocken.
  • aber zubereiten im Ferienhaus – das traute ich mir damals noch nicht zu –
  • die Zubereitung überließen wir der Strandbar
  • wir waren fortan hochangesehene „Tedesco“

 

Je besser der Fischhändler vorgearbeitet hat,  desto leichter tun wir uns.

Mein Tipp:

Wenn Ihr nichts falsch machen wollt, es gibt unzählige Vidoanleitungen im Netz – die es wirklich gut erklären- Also keine Angst vor den Kraken

Meine Familie liebt sie und in Verbindung mit wirklich guten Tomaten ist dieses Gericht ein Traum – bedarf keiner Beilagen – ein gutes Brot reicht vollkommen! Natürlich darf der Wein nicht fehlen.

„Gefüllter Sepia an  Tomatensugo“

Zutaten: ( f. 4 Personen)

4- 6 Tintenfische je nach Größe ( ausgenommen und vom Fischhändler vorbereitet)

3 kg beste Tomaten oder Dosentomaten je nach Jahreszeit

Knoblauch, Thymian, Fenchel, Basilikum, Petersilie, Salbei, Rosmarin, Tropeazwiebeln, Stangensellerie,  1 kleine Karotte, 1/4 Fenchel

30 ml besten Gin

Puderzucker

80 gramm geriebenen Pecorino

80 gramm Semmelbrösel (selbstgemacht)

bestes Olivenöl

1 Teelöffel Tomatenmark

Meersalz, schwarzen Pfeffer aus der Mühle, frische Peperocini

Teil I: Tomatensugo

  • das Hartgemüse ganz, ganz klein schneiden
  • Tomaten abwaschen und grob viertel
  • daher liebe ich kleine Tomaten für diese Aktion
  • die Tomaten behalten die Schale und auch die Kerne !
  • in einen großen Topf gebe ich einen kräftigen Schuß Olivenöl
  • hierin schwitze ich das Hartgemüse mit einem Teelöffel Tomatenmark an
  • bestäube das ganze mit dem Puderzucker
  • nach und nach folgen die geviertelten Tomaten
  • die Kräuter (gebunden) hinzufügen, sowie 1-2  Peperocini – ein Teil beiseite Stellen für die Tintenfische
  • eine ganz kräftige Prise Meersalz rundet das ganze ab
  • mit dem Gin ablöschen und 2-3 Stunden köcheln lassen
  • dann die Masse durch die „Flotte Lotte“ oder ein Sieb passieren.
  • es empfiehlt sich im Sommer auf Vorrat zu produzieren und in Flaschen bzw. handlichen 250 ml  Twistgläsern zu konservieren.
  • so kann man sich im Winter den Sommer Siziliens nochmal gönnen.!

Teil II:IMG_1887

  • geriebenen Pecorino, gehackte Kräuter (Petersilie, Baslikum, Salbei) und soviel Olivenöl hinzufügen, dass eine leichte Masse sich verbindet.
  • Tuben mit der Masse füllen und mit Zahnstochern fixiernIMG_1888
  • leider hatte ich keine zu hand und habe die Spieße zweckentfremdet
  • dem Geschmack tat es keinen Abbruch
  • eine Pfanne aufsetzen und Olivenöl  erhitzen
  • die Tuben anbraten
  • die Tomaten hinzufügen und das Sugo angießenIMG_1889
  • mit Meersalz, schwarzem Pfeffer aus der Mühle abwürzen
  • Deckel drauf – auf mittlerer Temperatur ca. 2o Min. köcheln lassen

 

Mit gut gekühltem Weisswein , frischem  Brot servieren und den Abend genießen

 

 

 

 

 

 

 

„Viva la France, Perlhuhn à la Meggie“

Gestern war wieder ein Großeinkauf angesagt, leider war ich mit leerem Magen einkaufen.

Es gab herrlichen Fisch, Winterkabeljau, Perlhuhn aus Freilandhaltung direkt aus Frankreich ….

Mangold, rot , gelb, grün aus Italien…. 

Tolle Käseangebote, Schinken mit Trüffel, Orangen aus Sizilien zum Auspressen. 

Ja und tausend Ideen schießen durch mein Kochhirn.

Gestern gab es mein Quikly Süßkartoffelcurry und den Winterkabeljau, mehliert , schnell , einfach gut!

Diese schwarze Perlhuhn, ganz frisch, ich muss mit der Pinzette noch die Federn entfernen. Diese teilweise dunkle Fleisch – Geschmackvoll  –

Hin und hergerissen, verschiedene Rezeptideen schwirrten im meinem Kochhirn  – mit Orange, mediteran, gefüllt mit Pilzen, mit Weisswein, mit Pernod??

Habe mich dann für eine schnelle, einfache Variante entschieden – denn schließlich wollte ich nicht den ganzen Tag in der Küche stehen –

Hier mein Perlhuhnrezept:

Zutaten:

1 frisches Perlhun 1,458 kg

2 Karotten

1 kräftiges Stck Sellerie

3-4 franz. Schalotten mit Schale

Tomatenmark, kleine Cherrytomaten

frischer grüner Pfeffer

Meersalz

Tomatenmark

frisches Lorbeerblatt

2 Nelken

2 getrocknete  Pepperocini

1 Teelöffel Kräuter der Provence ( Spezial direkt aus Südfrankreich) Ersatz: Rosmarin, Thymian…Salbei..

150 g getrocknete franz. Waldpilze (Mitbringsel meiner Freunde aus dem Frankreichurlaub)

viel gute Butter

1/4 l Weisswein

1/4 l Geflügelbrühe

 

 

 

 

 

 

 

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Schritt1:

Perlhuhn von den schwarzen Federn mit der Pinzette befreien, innen und außen mit Meersalz würzen,

die eingeweichten  Pilze auspressen und in das Huhn füllen. Rundherum großzügig mit guter Butter bestreichen.

Beiseite stellen.

 

Schritt2:

Karotten, Sellerie, Schalotten, Tomaten in 1 Eßlöffel Butterschmalz oder Olivenöl anschwitzen.

Tipp: Die Schalotten mit Schale hinzufügen

1 Teelöffel der getrockneten Kräuter der Provonce hinzugeben und Tomatenmark hinzufügen.

 

Schritt 3 eigentlich gleichzeitig mit obenIMG_1360

In einer Pfanne das gebutterte Perlhuhn rundherum anbraten, es wird herrlich braun.

Dann in den gußeisernen Bräter zu dem Wurzelgemüse gegen.IMG_1358

Mit Wein und Geflügelbrühe ablöschen.

Frische grüne Pfefferrispen hinzugeben, Peperocini hinzufügen.

Der Ofen – 180 grad Ober/Unterhitze wartet sehnsüchtig auf sein Perlhuhn IMG_1361

Schritt 4:

 

Ofen für 10 Min. auf 200 grad hochstellen und das Perlhuhn bräunen. Dann die Temperatur auf 180 grad zurücknehmen und ca. 55-60 Min. braten, ca. 2 mal mit der Flüssigkeit aus dem Bräter übergießen.

 

Schritt 5:

Beilagen; Kartoffel, Risotto…. Gemüse vorbereiten

 

Schritt 6:

herrlich, knusprig, schmackhaft … servieren

es reicht auch ein gutes Baguette, eine gute Flasche Wein…

Das dunkle Fleisch, die Gewürzkombination , die Pilzfüllung überzeugen..

Sonntagsessen  der allerbesten Güte und ohne lange am Herd zu stehen.IMG_1362

„Schnelle Küche für Jedermann – Jedefrau“

Die Kinder kommen um 13.00 Uhr,  Termine, Arbeit …IMG_1344

Dieses Gericht bedarf keiner großen Vorbereitung,  allerdings sollte ein Basisvorrat vorhanden sein.

Tipp: fester Bestandteil des Wochenendeinkaufs sollten sein:

Süßkartoffel

Rote Curry-Paste

Cocos-Milch

Schalotten

1 Packung Mung Linsen

oder Belugalinsen, gelbe Linsen, heimische Linsen

Mit diesen Zutaten kann man gerade in der kälteren Jahreszeit sehr viele Gerichte „aufpeppen“, den Göttergatten zum Staunen bringen und selbst bei dem Jungvolk ein „WOW – GEIL“ erreichen.

 

Ja, mit dem Schnellkochtopf kann ich nicht umgehen,“ da habe ich Angst , dass er explodiert….“ , so die Kritiker seit Jahren. Für mich ist dieser Kochtopf der Schlüssel zum schnellen, schonungsvollen Garen, Kochen! In meinem Haushalt befinden sich 3 verschiedene Schnellkochtöpfe und in meiner Familie war er seit  50 Jahren im Einsatz und nichts ist schief gegangen.  Die heutigen Töpfe sind in allen Farben erhältich und auch für den 1 Mann/Frau Haushalt in Kleinstform erhältlich.

Mit dem Schnellkochtopf sind beispielsweise Salzkartoffeln in 5-6 Min. fertig, gerade so fest wie sie sein sollen , natürlich vorher in gleiche Stücke geschnitten. Eintöpfe, Linsen, Bohnengerichte benötigen kein stundenlanges Kochen und Einweichen.

Sauerkraut frisch vom Fass, benötigt 6 Minuten, die Kartoffel garen gleichzeitig in dem Einsatz mit. Die Milch für den Kartoffelbrei wärmt sich gleichzeitig im Milchtopf, während in der Pfanne die Blut-Leberwurst schwitzt und auf Ihren Einsatz wartet. Soll es ganz schnell gehen, kommt das Kassler auf das Sauerkraut , dann der Einsatz mit den Kartoffeln und in 10 Minuten ist alles auf dem Tisch.

Sicher nicht jeden Tag, kocht man derartige Schnellgerichte, so bleibt Ihnen aber die Leidenschaft eine schöne , klare Brühe zu ziehen, die perfekte Bolognese zu köcheln, die herrlichen  Tartes zu zaubern  oder auf der Couch zu liegen und zu Lesen, Musik hören….

So jetzt zum

Rezept:

Zutaten: für 4 Personen

 

2 Süßkartoffel

250 gramm Mung Linsen

2 Schalotten, ein nussgroßes Stück frischen Ingwer

1 Dose Cocosmilch

1 Teelöffel rote Curry-Paste (je nach Bedarf u. Schärfe)

1 Teelöffel Butterschmalz, geklärte Butter oder Olivenöl (was gerade da ist)

1 kleine Spitzpaprika, 1 feste Tomate  (nicht mehr)

1 getrocknete Chillischote

Zubereitung:

Schritt 1: Die Munglinsen in den Schnellkochtopf , eine getrocknete Chillischote, 1 Stückchen Ingwer hinzufügen , alles ca. fingerbreit mit kaltem Wasser bedecken und ohne Salz 10 Min. im Schnellkochtopf kochen. Dann beiseite stellen. Soweit kein Schnellkochtopf vorhanden brauchen die Linsen  ca. 25 Min. Dies kann man auch schon einen Tag vorher abkochen.

Schritt 2 :

Pfanne aufsetzen , mittlere Hitze  Butterschmalz oder Olivenöl hinzufügen

Schalotten grob kleinschneiden, Ingwer schälen und kleinhacken

Zugügig in die Pfanne gleiten lassen und glasig dünsten.

Schritt3:

Süßkartoffel schälen und in Würfel schneiden, ebenfalls in die Pfanne geben

Paprika klein schneiden  und hinzufügen.

Schritt 4:

Die Dose Cocosmilch aufgießen  und die Currypaste einrühren,  die Munglinsen unterheben, Deckel drauf und ca.

8 Minuten köcheln lassen.

Schritt 5:

Koreander hacken , mit Stiel

und sofort servieren!

Tipp:

500 gramm Munglinsen abkochen,  die Hälfte am nächsten Tag als Salat oder mit Kurkuma,  gewürzt  – als Beilage –  Vorspeise

Servieren oder den Rest mit frischem Fisch u. Limonenscheiben verfeinert ein tolles Abendessen für den Göttergatten

 

 

 

„Fastekreppel“

Schon im Februar 2011 hatte ich einen kleinen Beitrag geschrieben …..

Dieses Hefegebäck gab es zu meiner Kindheit in jedem Haus zur Fassenacht. Manchmal schmeckten sie schrecklich, nach nichts – altem Fett –

Bei unseren Streifzügen durch das Dorf, sammelten wir in jedem Haus Kreppelcher u. sonstige Süßigkeiten.

Ho, ho, ho die Fassenacht es do, hot die Schou  met Witt gebunne… so sangen wir lauthals. Alle waren wir kostümiert, die Buben meistens Cowboy – nur meine Brüder waren Schornsteinfeger oder Clown , weil meine Familie keine Schießgewehre mochte.

Mein erstes Kostüm  – ich erinnere mich genau – war Rotkäppchen – Süß muß ich ausgesehen haben, alle bestaunten meinen kleinen Korb mit dem Guglhupf und dem kleinen Fläschen Rotwein, herrliche rote Wangen und rote Lippen hatten Sie mir gemalt .

Eigentlich wollte ich lieber Funkenmariechen sein und laut rufen :“Kammellle de Prinz küt“  – so hatte es Onkel Jupp aus Kölle mir schon mit 2 Jahren beigebracht. Er stand am Fenstersims und rief mir zu: „Tanz Marieche , tanz… “ und ich hüpfte pützend (Handküsschen werfend)  über den Hof , immer und immer wieder.

Onkel Jupp warf Kamelle….  und erzählte mir vom Tanzmarieche aus Kölle  und vom  Prinz, Bauer und der Jungfrau.  Ja, und das sind alles Männer –

warum??

Früh am Morgen  wurde der Teig “ eingemacht“ für die Fastekreppele ,  manchmal auch einwenig vergessen, aber das nimmt der Hefeteig gern in kauf.  Ein ganz bestimmter Duft zog durch das Haus und wir stürzten uns auf die noch warmen Kreppelcher  und schnell waren sie gegessen, denn frisch gebacken sind sie einfach am besten!

Meine Schwester hatte noch dieses alte Familienrezept und es ist mir gelungen , die Fastekreppel wieder zu beleben.

R e z e p t :

Zutaten:IMG_1276

500 gramm Mehl Type 550

1 Päckchen frische Hefe

80 gramm Zucker

80 gramm Butter

1 Ei

1 kräftige Prise Salz

250 ml Milch

Abrieb von einer Biozitrone  (unbehandelt)

Fett zum Ausbacken (ca. 3/4 L neutrales Öl oder auch Butterschmalz)

 

Schritt 1:

200 gramm Mehl abwiegen und dies in eine Schüssel mit Deckel sieben , ein Mulde in das Mehl drücken und die frische Hefe zerbröckeln.

3 Eßlöffel Milch leicht erwärmen  – nicht heiß werden lassen !!-

Die Hefe mit einem Teelöffel selbstgemachtem Vanillzucker bestreuen (feiner brauner Zucker in eine Dose geben und Vanillestangenreste hinzufügen und gut verschließen).  Auch ein Teelöffel Honig erfüllt den gleichen Zweck. Die Hefe lechzt nach Zucker!

Nun die lauwarme Milch übergießen und vom Rand her die Mulde mit Mehl schließen.  Deckel drauf und erst mal Ruhen lassen.

Die Zeit ist hier nicht so wichtig,  bei Zimmertemperatur in der Küche kann  der Ansatz auch ein paar Stunden stehen. Soll es schneller gehen an einen warmen Ort – ans sonnige Fenster… in die Nähe der Heizung… stellen.

 

Schritt 2:

Milch lauwarm werden lassen.

Das restliche Mehl mit der Prise Salz vermischen und alle Zutaten in die Schüssel hineingeben. Die Butter  in kleine Stückchen schneiden – sie sollte Zimmertemperatur haben.   Abgeriebene Zitrone hinzugeben und mit der lauwarmen Milch übergießen.

Mit dem Handrührer (Knethaken) jetzt einen elastischen Teig herstellen. Alles sollte sich schön verbinden und es entsteht ein elastischer Teig, der sich von dem Boden der Schüssel vollständig löst.

Schritt 3:

Deckel auf die Schüssel und  gehen lassen. Nach ca. einer 3/4 Stunde ploppt es der Deckel der Schüssel springt auf, der Teig hat sich verdoppelt und ist bereit für die Weiterverarbeitung.

Schritt 4:

Ein  Backbrett leicht mit Mehl bestäuben und den Teig zu einem Rechteck (Damenfingerdick) ausrollen.

Mit einem Wasserglas Kreise ausstechen und den Rest nochmal ausrollen bis der gesamte Teig aufgebraucht ist.

Mit einem Küchentuch abdecken  und ca. 20 Min ruhen lassen.IMG_1278

 

Schritt 5:

Friteuse oder Fritiertopf vorbereiten. Zucker zum Wälzen  vorbereiten.

Tipp: feiner Zucker, gemischt mit einwenig Zimt  ! oder einfach Puderzucker mit dem Teesieb

Für meine Fastekreppel nutzte ich meine Induktionsplatte.  Stelle die Temperatur auf 180 grad ein und gebe das Öl in den Topf – soviel, dass das Gebäck gut drin schwimmen kann – es ist aber nicht erforderlich  – wie oft beschrieben 2 L  Öl zu benutzen!

Kurzer Test – mit dem Stil des Kochlöffels – ob das Öl bereit ist die lechzenden Kreise zu empfangen.

 

Schritt 6:

Das Gebäck mit der aufgegangenen Seite in das Öl gleiten lassen und  nach ca.  2 Min  wenden  und goldbraun backen.

Auf  Küchenkrepp kurz abtropfen lassen und im Zucker wälzen.

Jetzt ist Schnelligkeit gefragt – besster geht es natürlich – zu Zweit – aber  das kennen wir alle – keiner ist in Sicht.

Die Temperatur kann jetzt auf 160 grad herunter genommen werden.  Ratz, fatz sind sie fertig die Fastekreppelcher .

Es duftet – ja aber wie früher –  und genau so schnell sind sie auch gegessen!

 

Helau , Alaf  …  !!

 

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Brioche à la Meggie

Sonntagmorgen, leichter Schneeregen,  genau so ein Tag für einwenig Ausprobieren,  Abhängen…..

Schon im März 2012 hatte ich so einen Tag beschrieben.  Seit geraumer Zeit hat mir mein Sohn eine Briochform aus Paris migebracht, gewellt

dünnwandig, genau richtig für dieses weiche, aromatische, buttrige Hefegebäck.

Dieses Gebäck hat es mir schon immer angetan.  Es ist unberechenbar, mal zu fest, mal geht die Hefe nicht, mal ist der Teig durch den hohen Butteranteil zu weich,  die Temperaturen sind unterschiedlich. In letzter Zeit bin ich wieder dazu übergegangen, eine frische Hefe zu verwenden.

Mein Traum   — ich sitze im Straßencafe in einem kleinen Städtchen in Frankreich genieße einen café au lait und die hausgemachte Brioch —-

Meine heutige Interpretation kommt sehr, sehr nahe an die erträumten Originale heran.

Hier die Zutaten:

 

400 gramm  Weizenmehl type 550

80 ml Milch, etwas Zucker oder Honig

1 Päckchen frische Hefe

120 gramm gute zimmerwarme Butter

3    Eier

100 gramm Zucker

1 Prise Salz

1 Schuß Sahne

4-5 Eßlöffel Dinkelmehl 405

——

1 Eigelb 2 Eßlöffel Sahne  zum Bepinseln

 

Backen: 35 Min. 180 grad /Stäbchenprobe Ober/Unterhitze

 

Zubereitung

1.  Das Mehl abwiegen und eine Prise Salz hinzufügen.

2.  Die Milch 80 ml und etwas Zucker oder Honig erwärmen. (lauwarm , Vorsicht nicht zu heiß werden lassen)

Hefe einbröckeln und glattrühren und stehen lassen

3. Zucker, Butter abwiegen, Sahne aus dem Kühlschrank nehmen

4. Schlagkessel in die Küchenmaschine einspannen, Knethaken fixieren oder das Handrührgerät bereithalten

5. Die Hefemilch über das Mehl gießen, kurz b. kleiner Geschwindigkeit ankneten.

6. Eier, Zucker hinzufügen und die in Stücke geschnittene Butter nach und nach hinzugeben.

7. Einen Schuß Sahne hinzugießen und den Teig ca.  4 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit , dann 6 Min. bei erhöhter Geschwindigkeit kneten.

8. Bedingt durch den hohen Butteranteil und die Eier, Sahne ist der Teig nass und zäh. Jetzt geben wir löffelweise 3-4 Eßlöffel Dinkelmehl hinzu.

bis der Teig sich vom Boden löst und ein geschmeidiger , elastischer Teig entsteht.

9. Den Teig mit Klarsichtfolie abdecken und für ca. eine Stunde in die Garstufe geben, bzw. am warmen Ort sich selbst überlassen, bis er sich

verdoppelt hat.

 

10. Den Teig kräftig mit den Händen durchkneten, falten und zu  zwei Kugeln (eine größere, eine kleinere) kneten.

Die Kugel in die gefettete Briochform oder auch Kastenform oder Guglhupfform geben. Mit dem Kochlöffel zwei gegenüberliegende Löcher bis zum

Boden der Form stoßen. Die zweite Kugel in den Händen eiförmig kneten und auf die Löcher setzen.IMG_1245

11. Nun die Form nochmal ca. 1/2 Stunde gehen lassen.

12. Eigelb u. Sahne verquirlen

13. Ofen vorheizen

13. Mit einer Schere – kurz ins Eisfachlegen , 6-8 Einstiche anbringen

14. Mit der Sahneeiermilch bepinseln

15. ca. 35 Min. auf 180 grad backen bei Ober/Unterhitze

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Das Ergebnis ist einzigartig heute, mit Orangenmarmelade und einwenig Butter unwiderstehlich guuuuut!

 

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„Wintermärchen“

Gleissendes Sonnenlicht umhüllt die kahlen Bäume .  Der eiskalte Wind treibt die aschgrauen Wolken rasendschnell voran. Es riecht nach Schnee!!

Die Welt versinkt in weißer Watte, alles wird zugedeckt und es wird leiser, die Flocken tanzen unermüdlich ihren winterlichen Tanz.

Schon als Kind liebte ich diese weiße Pracht über alles. Für mich gab es kein Halten mehr, wenn Feld und Wiesen mit einer mindestens 20 cm hohen Schneedecke überzogen waren.  Es gab keine Funktionskleidung die mich vor Kälte und Nässe schützen hätte können.

Mit einer Speckschwarte rieb ich die Kufen meines Schlittens  ein, damit er schnell über die 2,5 km lange steile, Eisbahn rasen konnte.  Stundenlang pflegten wir bei einsetzender Dunkelheit unsere Rodelbahn. Gegen Einbruch der Dunkelheit schütteten wir Wasser aus den kleinen Wiesengräben auf die Bahn. So entstand eine Eisschicht, die oft tückisch mit Neuschnee bedeckt war und uns beim Bergaufgehen den Anstieg erschwerte.

Erst wenn die Hosen gefroren waren, die Finger  steif vor Kälte sich nicht mehr bewegen ließen  … noch einmal ein letzter Ritt durch den Eiskanal – die Dunkelheit einsetzte folgten wir den  schrillen Pfiffen aus dem Tal und begaben uns auf den Heimweg. Alle meine Freunde -hauptsächlich Jungs – lagen bäuchlings auf ihren Rodel und die Füße wurden beim Hintermann eingehängt.

Der Beste fuhr vorne  – Lenken und immer die Geschwindigkeit halten – die hinteren trieb es aus der Bahn – schnell lag man im Graben, aber die weiße Pracht fing jeden auf.

Daheim angekommen riss mir meine Tante die nassen, gefrorenen Kleider von Leib massierte meine Eisfüße – umhüllte mich mit Decken und ich durfte meine Füße in den „Backofen“ halten so lange bis eine wohlige Wärme in meinem Körper wieder erwachte.

Der riesengroße Bräter mit „Eierschmeer“ stand  bereit oder die wärmende Suppe, die warme Milch von meiner Lieblingskuh Bella.

Diesen Riesenbräter , den man auf das offene Feuer stellen konnte , indem man aus dem Herd verschiedene Ringe entfernte und so auf offenem Feuer Anbraten konnte, Warmhalten…. habe ich geerbt. Genau weiß ich nicht wie alt dieser Topf ist, aber bestimmt mehr als 100 Jahre!

In diesem Bräter werde ich die Rezepte meiner Kindheit versuchen nachzukochen.

Die herrlichen Bratäpfel,  die knusprigen Kartoffelkuchen mit reschem Speck und das warme, weiche „Eierschmeer“ mit den Grieben  dazu kräftiges Sauerteigbrot.

Es muß aber für diese Gerichte Winter sein – so wie ich ihn beschrieben habe – denn nur dann schmecken diese deftigen Gerichte.

Am Wochenende soll der Schnee kommen – dann kann ich loslegen!

Natürlich werde ich die Rezepte mit Bildern zum Nachkochen einstellen!

Der Bräter wartet geduldig mit seiner dicken Patina in der Kammer auf seinen Einsatz im neuen Leben!

 

 

„die letzten Reste … Weihnachten 2015 “ Rezept: Mohnschupfnudeln

Der Stress ist vorbei,  gaaanz langsam kehrt die bleiernde Winterruhe ein.IMG_1169  An den festgefahrenen Ritualien und die schon oft beschriebenen Menüfolgen hatte sich auch Weihnachten 2015 nichts geändert.

An Heiligabend wurde das Raclettekabel eine Stunde lang verzweifelt gesucht, dabei war es doch immer  ….

Ende gut alles gut. Natürlich blieben von den schönen, dicken mehligen Kartoffel fast 1 kg übrig.

So entstanden meine Mohnschupfnudeln:

Rezept:

Zutaten:

1000 gramm gekochte , mehlige Kartoffel vom Vortag

125    gramm Dunstmohn

250   gramm Spätzlemehl

2        Eier

Prisen: Salz, Muskatnuss frisch gerieben


 

Schritt: 1

Die gepellten Kartoffel durch die Kartoffelpresse drücken – direkt auf die Arbeitsplatte –

Eine kleine Mulde eindrücken und hier die Eier reinschlagen, das abgewogene Mehl hinzugeben und mit einer Teigkarte gut vermischen.

Ggfs. muß noch etwas Mehl hinzugeführt werden, bis ein Teig entsteht. Er sollte eine angenehme feste Konsistenz erhalten – aber nicht zu fest sein –

Den Teig geben wir dann in eine Frischhaltefolie für ca. 1/2 Stunde in den Kühlschrank.

Schritt :2

Nun fertigen wir eine ca.  10 cm breite Rolle aus dem Teig und stechen mit dem Teigschaber die Nudel ab, ggfs. nochmal zwischen den gemehlten Handflächen korrigieren.

Schritt :3

Einen großen Topf mit Wasser erhitzen , kurz aufwallen lassen, Salz zufügen .

Jetzt lassen wir die Schupfnudeln nach und nach in das siedende – nicht kochende Wasser – gleiten.

Sie steigen langsam hoch und werden schnell in ein bereitgestelltes Küchensieb zum Abtropfen gegeben

Schritt :4

Eine Pfanne mit einem wenig Butterschmalz erhitzen  und die Schupfnudeln goldgelb schwenken.

Eine wunderbare  Beilage zu Wild, Braten , Sauerkraut….

Einfach guuut!IMG_1188

Aller Anfang ist schwer…

8573153_1f40c03b04_dUmzug ist immer mit Suchen, viel , viel Arbeit verbunden. Meinen „alten“ Blog habe ich leider nicht mitgenommen.
Dies ist mein Versuch, die Beiträge aus den vergangenen 5 Jahren wieder zu aktivieren.

Komplizierte Lade- u. Kopiervorgänge – der Blog taucht bei Google nicht auf.

Ja und wir bekomme ich Bilder eingefügt?

Der „alte“ Blog wird vielen sehr viel Freude machen und bietet für heute Lesestoff für die nächsten Tage

"Lesobst"

Lesholz, dass sind die dürren Äste, die man im Wald lesen darf, um den Ofen zu heizen, das Martinsfeuer zu spapeln, den Kamin zum Stinken zu bringen…..
Lesobst, Äpfel, Birnen, Zwetschgen…. die keiner erntet, das Feld nicht mehr genutzt, brachliegende Äcker findet man oft an entlegenen Waldrändern, wo man schlecht hinkommt. Hier wachsen sie, die alten Äpfel- u.Birnensorten. Mühsam ist es, sie zu sammeln.
Viele sind schon „angedotzt“ habe kleine Schönheitsfehler. Aber das Obst ist „Bio“ und setzt Geschmackexplosionen frei. Arbeit macht es halt, das Schälen, waschen.

Diese harten Birnen aus Schwaben u. diese eigenwilligen Äpfel habe ich heute zu Marmelade verarbeitet.

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„winterliche Birnenmarmelade mit Williams-Christ gedopt“

Zutaten:

1kg Birnen – am besten harte, feste Sorte –
500 g Gelierzucker 2:1
4 St. braune Zuckerwürfel
4 St Sternanis
4 St Nelken
1 St Zitrone
60 ml Williams Christ – v. d. guten milden Sorte –

Los gehts, Birnen schälen, entkernen ….DSC01815
Viel bleibt da teilweise nicht übrig, aber saftig sind die Birnen und machen echt Arbeit.DSC01814

Wichtig ist, dass man die Marmeladengläser, alle Zutaten sorgfältig vorbereitet u. griffbereit hinstellt. Die Gläser mit kochendem Wasser ( aus dem Teekocher) ausspülen, bzw. in der Spüle überbrühen und kurz stehen lassen.
Den Gelierzucker über die Birnen geben u. die Nelken u. den Sternanis hinzugeben.
Gut verrühren und auf höchster Stufe zum Kochen brinen.
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Die harten Birnen brauchen schon gut 10 Minuten bis sie zu zerfallen beginnen. Jetzt fügen wir die ausgepresste Zitrone hinzu u. löschen mit unserem guten Williams-Christ kräftig ab. Nochmals gut aufkochen lassen.
Gelierprobe: mit dem Kochlöffel einen kleinen Klecks auf ein Tellerchen geben. Kurz schwenken, ja die Marmelade ist „fest“. Bei Birnen stellt es aber kein Problem dar.
Nun nehmen wir die harten Gewürze heraus und helfen mit dem Pürierstab etwas nach. Kurz durch pürieren u. zügig in die bereitgestellten Gläser füllen.
Hierzu benutze ich einen sogenannten Marmeladentrichter, der das Einfüllen ganz erheblich vereinfacht. Die Twistgläser verschließe ich u. lasse sie für einige Minuten kopfüber stehen.
Die Marmeladen hat einen eigenwilligen Geschmack,eine elegante Süße ist zwar beherrschend, die winterlichen Gewürze u. der gute Williams haben sich gut eingelebt und so entsteht ein Geschmack, den ich mir auch sehr gut zu Wild, Käse und auch auf der Frühstücksemmel ….. vorstellen könnte. Wunderbar!DSC01817
Die Marmeladenrest aus dem Topf sind schon verschwunden, wie kommt das ??