„Sehnsuchtsmarillen, Aprikosentrost…“

Werbung, da Namennennung

Spätestens im August, bekomme ich diese unstillbare Sehnsucht , dann wenn die Sommerhitze einwenig gebrochen ist, möchte ich an der Donau entlang radeln, mich durch die hügligen Weinberge der Wachau quälen , Marrillenknödel testen… Mit ganz viel Glück noch ein paar, superreife, vom Baum gefallene Marillen sammeln….

Die Marillenernte ist eigentlich vorbei.

Dieses Jahr tröste ich mich mit einem Großeinkauf in der Großmarkthalle.

Die Aprikosen, waren schon so der Händler „durch“. Genau diese Sorte will ich. Er schüttelte einwenig das weiße Haupt.

Na, denn mache ich ihnen, einen guten Preis und zwinkerte mit dem rechten Auge.

So entstand die Marillenmarmelade, die einem wirklich an die Wachau erinnert, somindestens eine Zutat ist aus Österreich impotiert.

Die Marmelade darf nicht zu flüssig sein, sie sollte nicht „schnittfest“ sein, sonder eine moussartige Konsistenz erreichen.

Der Geschmack sollte überwiegend von reifen, saftigen Aprikosen/Marillen geprägt sein.

Die Verbindung mit einem Hauch Rosmarin, bzw. einem kräftigem Schluck besten Marillen-Destillat führt schlussendlich zur Tranzsendenz der Marillen/Aprikosenmarmelade schlecht hin.

Auch bei Marmelade ist es von elementarer Bedeutung, das gilt für alle Fruchtmarmeladen, welche Zutaten ich verwende.

  • Mancher wird sagen, was für ein „Gesch…“, Zucker, gute, reife Früchte = gute Marmelade“. Das stimmt leider bei weitem nicht! Es sollte schon ein sehr guter Gelierzucker verwendet werden, versetzt mit braunem Rohrzucker, in dem eine Vanilleschote wohnt. Auch beim Gelierzucker, lohnt es sich auf Markenprodukte zurückzugreifen.

Rezeptur – Zutaten:

3 kg süße, reife Aprikosen/Marillen

Gelierzucker ( 2:1 oder 3 :1)

zwei Eßlöffel brauner Rohrzucker vanillisiert

80 ml besten Marillenbrand

1 Zweig Rosmarin

1 ganze Vanilleschote Bourbon-Vanille aus Madagaskar (Bezugsquelle kann auf Nachfrage übermittelt werden)

1 Biozitrone (Saft und Zesten) bewirkt, dass Gelieren und sichert auch den intensive Farbe

mehr braucht es nicht!

Zubereitung:

  • in einem großen Topf geben wir zwei Eßlöffel des braunen Rohrzucker (vanillisiert)
  • den wir langsam flüssig werden lassen
  • dann geben wir die entkernten Früchte hinzu ( es zicht einwenig – so soll es sein)
  • gut umrühren und den Gelierzucker über die Früchte verteilen
  • dann 1-2 Stunden stehen lassen , damit der Zucker sich mit den Früchten verbindet
  • in der Zwischenzeit die Gläser mit kochendem Wasser ausspülen und schon mal in Position bringen
  • die Vanilleschote auskratzen, den Marillenschnaps bereitstellen, die Zitrone auspressen und zesten
  • den Rosmarinzweig (groß und kräftig sollte er sein) bereithalten
  • dann die Früchte zum köcheln bringen (nicht auf höchster Stufe!)
  • und mit dem Holzlöffel immer mal umrühren, damit sich nichts ansetzt
  • ständige Beobachtung ist hier von Vorteil!
  • dann beginnt der Saft schon leicht zu gelieren (Test auf kleinem Teller)
  • nun ist der richtige Zeitpunkt, die Vanilleschote und das ausgekratzte Mark hinzuzufügen
  • den Rosmarinzweig ebenfalls auf die Früchte geben und alles gut umrühren
  • weiter köcheln lassen
  • die Früchte beginnen zu zerfallen
  • jetzt die Zitrone und die Zesten hinzugeben
  • die Früchte haben noch ihre ursprüngliche Form, aber das Fruchtfleisch beginnt auszutreten
  • jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den Marillenschnaps
  • gut umrühren
  • weiter köcheln lassen , ca 3-4 Min.
  • final den Pürierer nehmen und die Masse kurz durchpürieren, so entsteht die mousseartige Konzsistenz!
  • schnell mit entsprechendem Marmeladentrichter in die vorbereiteten Gläser füllen
  • Twistverschluß und beiseite stellen, bis die Marmelade abgekühlt ist
  • ich bin davon abgekommen, sie auf den „Kopf zu stellen“ geht auch ohne
  • den Rest aus dem Topf in eine kleine Schale geben für den nächsten Morgen
  • die Offenbarung – ein frisches Hörndl, eine resche Semmel
  • der Marillentraum wird wahr!
-Aprikosen/Marillenmarmelade kurz vor dem Pürieren

Eigentlich ganz einfach oder? – wird doch jeder hinbekommen – es ist eigentlich die Grundformel für gute Marmeladen, unabhängig, welche Frucht sie wählen. Nur bei der Quitte ist es eine andere Formel.

Einen schönen Sonntag und genießt die letzten Sonnenstrahlen – es soll wieder leicht herbstlich werden

„Liebe geht durch den Magen….“

(Fortsetzung) Werbung da Namennennung

Die Isar liebte Greta ganz besonders, die lauschigen Plätze unweit vom Flaucher hatten es ihr, seit sie in München lebte ,angetan. Die Steine waren noch warm von der Augusthitze, die großen Feiergruppen waren abgezogen.

Sie breitete Ihre große Picknickdecke aus, stilvoll, wie Greta es liebte, legte sie das gestärkte, mit dem Monogramm ihrer Urgroßmutter bestickte Leinenkopfkissen auf, um die Köstlichkeiten zu servieren.

Der gut gekühlte Veuve Clicquot – den sie so liebte, perlte in den Champagnerschalen.

Manfred konnte es nicht fassen, was Greta unter einem kleinen Picknick an der Isar verstand.

Ihr Picknickkorb mit Kühlakkus hatte kaum auf’s Fahrrad gepaßt.

Sie hatte an alles gedacht und er schnitt das frische Baguette auf. Manfred konnte sich nicht entscheiden, was er zu erst sich nehmen wollte, den luftgetrockneten Schinken, den Rohmilchkäse, die Fenchelsalami, die Pastete, die kleinen süßen Kirschtomätchen, die herrlichen Trauben….

Greta hatte eine leichte Röte im Gesicht, sie war außer sich vor Freude und die Schmetterlinge im Bauch wollten nicht mehr aufhören es ihr zu deuten.

Eine tiefe Zuneigung empfand sie für Manfred, der sie aufgeregt ansah. Auf seinen langen, braunen Wimpern hatten sich kleine Tröpchen angesammelt. Manfred, der niemals sentimental wurde, dem immer das Praktische näher war, dem es ganz schwer viel, Gefühle zu zeigen, noch sie auszudrücken, war soo glücklich!

Natürlich hatte sie auch eine Flasche seines Lieblingsbiers dabei, dieses naturtrübe helle, welches in einer Münchner Braugaststätte hergestellt wurde schäumte auf die Isarkiesel.

Die leckeren winzigen Törtchen von Feinkosthaus, das weit über die Grenzen Bayerns bekannt ist, krönten das stimmungsvolle Picknick. Schokoladig, leicht herb – perfekt!

Die Sonne ging unter, nur noch die Natur gab ihre Laute von sich, die Luft wurde frisch und klar.

Das im Glas mit Sand gefüllte Kerzenlicht zauberte ein wunderbares Licht.

Manfred hatte eine Überraschung für Greta vorbereitet. Er wollte eine Flaschenpost versenden.

Auf dem grünen, nach Rosen duftenden Papier stand:

„Greta, Du bist das Zahnrädchen was mir immer gefehlt hat, Du bist die Sonne meines Lebens!

Geh mit mir auf die Lebensreise, wie diese Flaschenpost –

wo immer sie hinschwimmt, geh mit mir! „.

Die Flasche hatte ihre Reise begonnen und Greta war sprachlos, wieder diese Worte: “ Du bist die Sonne meines Lebens, gab es da eine Verbindung? Sie wollte heute nicht grübeln und küsste Manfred innig und er füllte ihr Glas mit Champagner.

Manfred hatte einen Bärenhunger und diese kleinen Röllchen hatten es ihm angetan, hauchdünne gegrillte Auberginen gefüllt mit einem Käse oder mit Kartoffel und Schnittlauch .

„Greta , wo hast Du die denn her?“

Greta lächelte, weisst Manfred, die Aubergine war so schön, das Käserezept meiner Ururgroßmutter wollte ich schon lange mal ausprobieren und so sind sie entstanden, diese Röllchen.

„Auberginen Röllchen gefüllt mit bayrischem Kartoffelkäse“

Zutaten:

1 mittlere Aubergine

1-2 Knoblauchzehen,

Petersilie, Meersalz

300 gramm festkochende Kartoffel

180 gramm Sauerrahm

1 Eßlöffel Kefir oder Milch, dann 3Eßlöffel

3 Eßlöffel Sahne

2 Eßlöffel gute Butter

Schnittlauch

1 Schalotte

Zitronenabrieb

Gewürze: Salz, gemahlener Kümmel, weißer Pfeffer,

Zubereitung:

  • Aubergine mit der Brotmaschine in dünne Scheiben schneiden
  • eine Schale mit Wasser bereitstellen
  • Wasser kräftig mit Meersalz verrühren
  • die Auberginescheiben in das Wasser legen
  • die Kartoffel mit der Schale im Schnellkochtopf ca. 8-10 Minuten kochen
  • dann noch warm pellen
  • Tipp: unter fließendem kalten Wasser geht das ganz leicht
  • die Milch /Sahne leicht erhitzen und mit den angegebenen Gewürzen versehen
  • die Schalotte glasig andünsten – wichtig : ganz klein hacken
  • Schnittlauchröllchen vorbereiten
  • dann aus den restlichen Zutaten einen Teig zusammenrühren
  • abschmecken, etwas Zitronenabrieb hinzugeben
  • in einen Spritzbeutel geben und im Kühlschrank ruhen lassen
  • mindestens 1/2 Stunde

Auberginenröllchen:

  • nun wenden wir uns unseren Auberginenscheiben zu
  • die Scheiben abtropfen lassen und auf Küchencrepe legen, ruhig mehrere Schichten
  • den Grill anheizen, die einzelnen Scheiben mit Olivenöl u. etwas Salz bestreichen und
  • grillen (s. Foto)
  • die Scheiben etwas abkühlen lassen – auf Küchencrepe
  • dann mit gehackter Petersilie und gehacktem Knoblauch leicht bestreuen
  • den Kartoffelkäse aufspritzen und verteilen
  • Röllchen herstellen
  • leicht mit Parmesan und einem Hauch bestem Balsamico versehen und genießen.

Tipp: warme Variante in Tomatensoße kurz erwärmen – ein Traum!

  • auf Zahnstocher aufspießen 1/2 Cherrytomate, Mozzarellabällchen, leicht mit Olivenöl beträufeln und einen Hauch getrocknete Kräuter der provence gönnen.
  • so lohnt sich die eigentlich aufwendige Herstelung der restliche Kartoffelkäse ist vielseitig einsetzbar
  • Brotzeit, Biergarten, Füllung für Ravioli…

Wie die Geschichte weitergeht werdet Ihr erfahren

Soviel schon mal voraus, es bleibt spannend.

„Summer hot and spicy…“

(Werbung, da Namensnennung)

Der Asphalt ist weich, er droht zu fließen , die Hitze flimmert vor den Augen.

An der roten Ampel stehe ich in der Stadtmitte, der Schweiß rinnt mir den Rücken herunter, obwohl ich nur ein paar Kilometer langsam geradelt bin.

Die Trekkingsandalen haben das typische Muster auf die Füße gebrannt, der Körper saugt jeden Schluck Wasser gierig auf, um ihn sofort wieder preis zu geben.

Das kurze Gewitter – fast schon eine Erlösung -.

Im August sind die Tage merklich kürzer und die Sonnenauf – und Untergänge spektakulär. Der See hat die Spätsommerbrise am Nachmittag und läßt die Müdigkeit in die Glieder fahren.

Ganz tief im Inneren spüre ich, dass der Sommer gehen will….

Jeden lauen Abend pflege ich die Lichter zu entfachen und seit langer Zeit, habe ich das Bedürfnis einen schönen, schweren Rotwein zu trinken.

Dazu eine heiße, scharfe Suppe , geröstetes Knoblauchbrot und dann den Fledermäusen zu schauen, bis die Lider von selbst sich langsam schließen und Gö-Ga drängt : „Es ist schon spät, willst du Draußen schlafen?“

Hier meine hot and spicy soup

Sommersuppe für Genießer

Zutaten:

  • das Gemüsefach öffnen
  • 2 Karotten
  • 1/2 Blumenkohl
  • 1/2 Fenchel
  • 4 Tomaten
  • 1 große Kartoffel /festkochend
  • 1 Spitzpaprika – rot –
  • 1 grüne türkische Paprika
  • 2 scharfe lange Paprikaschoten
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Stangensellerie
  • bzw. alles was im Gemüsefach sich anbietet.
  • die ersten Chilis vom Balkon
  • 1 Liter Gemüse oder Fleischbrühe aus dem Vorrat oder Gemüsefond, Rinderfond.
  • 4 scharfe Brühwürste vom Metzger Roiderer aus Straßlach (oder einem Metzger eures Vertrauens)
  • 2 Eßlöffel Olivenöl bester Güte

Gewürze: Safran, Kubenpfeffer, schwarzer Peffer, Meersalz, Chili, geräuchertes Salz, Auberginen-Paprikapaste, Tomatenmark, brauner Zucker mit Vanille, geräuchertes Paprikapulver scharf.

Ein Bouget aus Thymian, Salbei, Rosmarin, Zitronenthymian, Basilikum mit dem Küchengarn zusammenbinden.

Zubereitung:

  • das Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden
  • Zwiebel klein hacken
  • 2 Eßlöffel Olivenöl in den Topf geben
  • die gehackte Zwiebel hinzufügen und leichtanschwitzen
  • mit einem Teelöffen (braunen Zucker, in dem eine Vanilleschote wohnt) karamellisieren
  • 1 kräftigen Teelöffel Tomatenmark, sowie die Auberginen-paprika-Pasten hinzugeben
  • Karotten und Knoblauch hinzufügen
  • nach und nach sämtliches Gemüse in den Topf geben und mit der Brühe ablöschen.
  • auf kleiner Flamme simmern lassen
  • dann die Gewürze zuführen
  • final eine kräfte Brise Rauchsalz, sowie das Kräuterbouget in den Topf geben
  • alles solange kochen, bis das Gemüse bißfest ist.
  • abschmecken
  • und heiß mit dem Knoblauchbaguette servieren

Schaut selbst, diese Suppe ist ein echtes Highlight für heiße Augusttage bzw. Abende.

Guatn!

„Summer hot and spicy…“

(Werbung, da Namensnennung)

Der Asphalt ist weich, er droht zu fließen , die Hitze flimmert vor den Augen.

An der roten Ampel stehe ich in der Stadtmitte, der Schweiß rinnt mir den Rücken herunter, obwohl ich nur ein paar Kilometer langsam geradelt bin.

Die Trekkingsandalen haben das typische Muster auf die Füße gebrannt, der Körper saugt jeden Schluck Wasser gierig auf, um ihn sofort wieder preis zu geben.

Das kurze Gewitter – fast schon eine Erlösung -.

Im August sind die Tage merklich kürzer und die Sonnenauf – und Untergänge spektakulär. Der See hat die Spätsommerbrise am Nachmittag und läßt die Müdigkeit in die Glieder fahren.

Ganz tief im Inneren spüre ich, dass der Sommer gehen will….

Jeden lauen Abend pflege ich die Lichter zu entfachen und seit langer Zeit, habe ich das Bedürfnis einen schönen, schweren Rotwein zu trinken.

Dazu eine heiße, scharfe Suppe , geröstetes Knoblauchbrot und dann den Fledermäusen zu schauen, bis die Lider von selbst sich langsam schließen und Gö-Ga drängt : „Es ist schon spät, willst du Draußen schlafen?“

Hier meine hot and spicy soup

Sommersuppe für Genießer

Zutaten:

  • das Gemüsefach öffnen
  • 2 Karotten
  • 1/2 Blumenkohl
  • 1/2 Fenchel
  • 4 Tomaten
  • 1 große Kartoffel /festkochend
  • 1 Spitzpaprika – rot –
  • 1 grüne türkische Paprika
  • 2 scharfe lange Paprikaschoten
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Stangensellerie
  • bzw. alles was im Gemüsefach sich anbietet.
  • die ersten Chilis vom Balkon
  • 1 Liter Gemüse oder Fleischbrühe aus dem Vorrat oder Gemüsefond, Rinderfond.
  • 4 scharfe Brühwürste vom Metzger Roiderer aus Straßlach (oder einem Metzger eures Vertrauens)
  • 2 Eßlöffel Olivenöl bester Güte

Gewürze: Safran, Kubenpfeffer, schwarzer Peffer, Meersalz, Chili, geräuchertes Salz, Auberginen-Paprikapaste, Tomatenmark, brauner Zucker mit Vanille, geräuchertes Paprikapulver scharf.

Ein Bouget aus Thymian, Salbei, Rosmarin, Zitronenthymian, Basilikum mit dem Küchengarn zusammenbinden.

Zubereitung:

  • das Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden
  • Zwiebel klein hacken
  • 2 Eßlöffel Olivenöl in den Topf geben
  • die gehackte Zwiebel hinzufügen und leichtanschwitzen
  • mit einem Teelöffen (braunen Zucker, in dem eine Vanilleschote wohnt) karamellisieren
  • 1 kräftigen Teelöffel Tomatenmark, sowie die Auberginen-paprika-Pasten hinzugeben
  • Karotten und Knoblauch hinzufügen
  • nach und nach sämtliches Gemüse in den Topf geben und mit der Brühe ablöschen.
  • auf kleiner Flamme simmern lassen
  • dann die Gewürze zuführen
  • final eine kräfte Brise Rauchsalz, sowie das Kräuterbouget in den Topf geben
  • alles solange kochen, bis das Gemüse bißfest ist.
  • abschmecken
  • und heiß mit dem Knoblauchbaguette servieren

Schaut selbst, diese Suppe ist ein echtes Highlight für heiße Augusttage bzw. Abende.

Guatn!

„Wundersame Brotvermehrung….“

Die derzeit schwülen Tage , beflügeln auch mich nicht , den heimischen Herd zu quälen.

Nachdem meine Linsenknödel so viel Zustimmung fanden, dachte ich, der Linsenteig ist schnell gemacht und dazu kann dann der Grillmeister diese herrlichen Hähnchenschnitzel mit Haut – die so knusprig werden…. grillen

Diese Linsen neigen allerdings dazu sehr schnell anzubrennen, sogar im Schnellkochtopf.

Also einwenig einweichen, eine Runde laufen…

Nach einer Stunde hatten sie sich vollgezogen und ich nahm einen großen Topf , gab Wasser hinzu und dann es schäumte, schäumte überdimensional !Waschpulver hatte ich nicht zugeführt.

Ok, nach ca. 8-9 Minuten spülte ich die Linsen durch ein Sieb – gab sie zurück in den Topf – welche eine Menge!

und dann entstand ein wunderbares cremiges, sättigendes Püree.

Ein wahrer Traum, Koreanderperlen, Koreanderblättchen fein schneiden und so tun…. als wenn es die neueste Erfindung der Götter wäre.

Mmh, das ist aber sehr gut abgeschmeckt, so fluffig – wie haste es denn gewürzt….?????

Ich hätte am liebsten losgebrustet.

„Mama, ich nehm den Rest mit zum Picknick am See, das schmeckt auch kalt total gut, tönte es heute morgen…“

So entstehen Rezepte und jetzt lass ich Euch wissen wie es genau funktioniert

Zutaten:

500 gramm rote Linsen

100 gramm gute Butter

Meersalz

1 walnußgroßer Stück frischen Ingwer

10 cm Kurkumawurzel

1/2 Teelöffel Chiliflocken oder frischen Chilli

1 Teelöffel mildes gelbes Curry

1 Teelöffel has el hanut

1 Messerspitze gemahlenen Kreuzkümmel

Koreander frisch

Mehrsalz aus der Mühle

Zubereitung:

  • Linsen waschen u. in einem Sieb abtropfen lassen (Einweichen ist bei dieser Sorte nicht zwingend)
  • ohne Salz gut mit Wasser bedecken und ca. 8 -10 Minuten kochen
  • absieben und zurück in den Topf
  • mit dem Pürierstab fein pürieren, es sollte schon sehr cremig sein
  • nach und nach die Butter in die heiße Masse geben
  • Ingwer und Kurkuma über die Masse reiben und verrühren
  • dann würzen, salzen
  • und mit dem gehackten Koreander, bzw. den kleinen intensiven Perlen

Schmeckt gar nicht nach Linsen und ist soo easy gemacht!

P.S die Recherchen zu „Liebe geht durch den Magen“ dauern an

Ich erbitte einwenig Geduld, denn ich schreibe die Shortstories ohne Konzept – einfach spontan.

„Bolognese between Okzident und Orient“

Es gibt nichts Schöneres für mich – nach einem langen Seetag – die vorbereiteten Köstlichkeiten aus dem Kühlschrank zu nehmen

  • gegrilltes, mariniertes Paprika mit Kapern angereichert
  • Aubergine gegrillt, Knoblauch, Petersilie
  • Hummus
  • Zsasiki- frischer Knoblauch, Gurke, ein Hauch Olivenöl – Kräuter der Provence
  • den ein oder anderen Dip

Aber dann sehnt man sich wieder nach einem sämigen Ragout – Tellergericht – leicht scharf, dazu ein frisches kaltes Bier –

Einfach löffeln und auf der Terasse sitzen, den Vögeln, den Fledermäusen zu schauen – ob die auch Corona haben, frage ich mich – putzige Tierchen, dann nähert sich der Falke…

Es ist einfach unfassbar, was sich mitten in der Großstadt so aufhält, bzw. sich den Verhältnissen angepaßt hat.

Bei meinem heutigen Rezept ließ ich mich von meinem traumhaften Aufenthalt auf Sizilien leiten:

In den lateinischen Sprachen werden die Begriffe Orient, orientalisch bzw. Okzident, okzidentalisch wie selbstverständlich verwendet. Im Französischen haben die Begriffe „occidental“ und „oriental“ die Bedeutung „westlich“ bzw. „östlich“. Im deutschsprachigen Raum wird der Begriff „Orient“ bzw. „orientalisch“ recht häufig verwendet, während man die Begriffe „Morgenland“, „morgenländisch“, „Abendland“, „abendländisch“ oder „Okzident“, „okzidentalisch“ sehr selten hört oder liest. Das mag daran liegen, dass diese Begriffe inhaltlich sehr unscharf sind und auch etwas altbacken oder gestelzt wirken. (Quelle Wikipedia)

Auf Sizilien habe ich die Bedeutung in der Küche eindeutig nachempfinden können.

„Bolognese between Orient and Okzident“

Zutaten:

1 kg Hackfleisch 1/2 Rind, 1/2 Lamm

2 rote Zwiebel

2 Karotten

2 Spitzpaprika

1 kleine Zuccini

1 Aubergine

2 Zehen frischen Knoblauch

100 gramm abgetropfte Kichererbsen

1 Chilischote – scharf –

1 Biozitrone, auch Abrieb

2 Dosen gestückelte Tomaten ( oder frische Tomaten, gehäutet und geviertelt)

bestes Olivenöl

1/2 Liter Hühner oder Gemüsebrühe

1/4 Liter Weisswein (Sizilien mit mind. 13 %)

Kräuter und Gewürze:

frischen Koreander, frische Minze, Petersilie

Meersalz aus der Mühle

weißer Pfeffer

Kreuzkümmel,

Schwarzkümmel, Senfkörner, Fenschelsamen, Bochkshornkleesaat

Ras el Hanout

Rosengewürz

geräucherter Ricotta (weich, wunderbar harmonisiert mit den Zutaten)

  • erschreckt nicht! der vielen Zutaten – es lohnt sich-

Zubereitung:

  • das Fleisch aus der Kühlung nehmen (ca. 1/2 Stunde vor Verarbeitung
  • während dessen das Hartgemüse in kleine Würfel schneiden (Sellerie, Karotten, Zwiebel, Knoblauch)
  • Paprika schälen, Aubergine infingerdicke Scheiben schneiden und mit Meersalz wässern
  • Zuccini in Stifte schneiden

Gemüsezubereitung:

  • Hartgemüse in gesonderter Pfanne farblos anschwitzen
  • Paprika, Zuccini in der Grillpfanne schmoren
  • Aubergine abtupfen und in Stücke schneiden und ebenfalls grillen

Fleischzubereitung:

  • das Hackfleisch in einer sehr heißen Pfanne (ich nehme meine alte Eisenpfanne)
  • anbraten bis es Farbe zeigt
  • mit dem Wein ablöschen und einkochen lassen (kleine Stufe)

Zwischenstation:

  • Gemüse, Hartgemüse miteinander verbinden, leicht salzen und pfeffern
  • Kräuter hacken
  • Zitrone abzesten und Saft auspressen
geräucherter Ricotta und Koreanderblüten

Finalzubereitung:

  • Fleisch, Gemüse miteinander in einem geeignet großen Topf verbinden
  • Brühe angießen
  • Tomaten hinzufügen, Kichererbsen beigeben
  • köcheln lassen
  • nun die Gewürze hinzufügen und ca. eine 1/2 bis 3/4 Stunde köcheln lassen
  • final abschmecken, ggfs. Salz …
  • Kräuter über hinzufügen , umrühren
  • Käse bereitstellen
  • und in tiefen Tellern servieren

Dies ist die Offenbarung zwischen Orient und Okzident – die Aromen verbinden sich und vielleicht habt ihr das Glück, dass etwas übrig bleibt. Aufgewärmt mit meinem Tomatenbrot war dieses Gericht einfach ein Sommertraum!