„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein…“(Matthäus 4,4)

(Werbung, da Namensnennung)

Diese Ausführungen stellen eine reine persönliche Meinung dar. Ähnlichkeiten mit Aussagen lebender oder toten Personen sind rein zufällig

„Es dient hier als biblisches Motto, das aufrütteln soll, zum Einhalten bringen und zum Nachdenken darüber, dass die Sicherung der täglichen Bedürfnisse dem Lebensweg noch nicht Sinn, Orientierung und Halt im Leben gibt, dass man sich geradezu verlieren kann in der Hast nach dem vermeint-lich Wichtigen, das sich doch als Nebensache erweist, sobald man zur Besinnung kommt und zum Nachdenken darüber, was das Leben wirk-lich trägt. Der Verzicht auf das Brot, das wir zwar zum Leben brauchen – von dem wir aber alleine nicht leben können – eröffnet ganz neue Erfahrungswerte , die das Leben bereichern – neue Perspektiven eröffnen… “

Die Lockdownverordnungen könnte man als Fastenverordnung interpretieren und auf Neuerung, Offenbarung von neuen Werten, neuen Lebensformen, neuen Möglichkeiten werten.

Wie man diese zwingenden Erfordernisse umsetzt, darüber kann man wahrlich streiten. Teilweise kann man eine klassische Bevormundung feststellen. Schon in der Pädagogik hat man lange eingesehen, dass das Prinzip „Lohn und Strafe“ nicht tatsächlich zielführend ist.

Keine kreativen, innovativen Ansätze werden gesucht. Keine Linie wird sichtbar. Die Zahlen die politisch geprägt sind, sind nicht wissenschaftlich einwandfrei belegbar, wie viele verschiedene Stimmen kundtun.

In der Innenstadt in München hat sie dieses Jahr tatsächlich begonnen

„Die staade Zeit“ Keine hektische Betriebsamkeit macht sich breit, keine Touristen bevölkern die Straßen und Plätze. Gestern konnte ich meine Besorgungen schnell erledigen. Aber ehrlich, die kleine Einkehr hat mir schon sehr gefehlt. Einen guten Rotwein, bei der Kälte , das Treffen mit Kollegen an der Residenz, der Duft von Glühwein….

Der Christbaum kommt mir dieses Jahr auch einwenig kleiner vor.

Weihnachtsbaum 2020 Rathaus München

Das was eine Großstadt ausmacht, Theater, Konzerte, ein gepflegter Restaurant-Besuch vermisse ich ganz arg. Da hilft es auch nicht die Wohnung zu dekorieren, zu kochen oder sich ein Heimkino einzurichten.

Die Stadt lebt nicht mehr. Ich versuche , die staade Zeit zu nutzen…

Wenn wir alle brav sind, kann ich ja mit meinem Stollen, meinem selbstgemachten Glühwein in der Thermosflasche eine kleine Stadtwanderung arrangieren,-selbstverständlich nur im ganz kleinen genehmigten Kreis- bevor der bayrische Krampus uns wieder zum Daheimbleiben verdammt.

Schaut mal wie schick sich die Stadt gemacht hat.

Allen wünsche ich eine schöne, geruhsame Staade Zeit!

„Schwer mit den Schätzen des Marktes beladen ….“

Mir ist schon bewußt, dass in jedem Menschen der Sammlertrieb steckt. Seit frühester Kindheit sammelte ich mit meiner Großmutter – in halsbrecherischen Aktionen – Brombeeren, Holunder, raffte Kartoffel, Ähren bei Wind und Wetter und war immer ganz Stolz, wenn die Körbe , Eimer sich füllten und wir manchmal keuchend im Tal ankamen.

Dann wurde die hart gesammtelte Pracht verarbeitet. Ganz schnell waren die Vorräte aber wieder dahin – bei 9 Personen kein Wunder.

Dieses horden, sammeln kann ich nicht ablegen.

Gestern war mein Markt- u. Einkaufstag. Derzeit gibt es wunderbares Gemüse, Obst, Beeren….und da München bekanntlich die nördlichste Stadt Italiens ist, konnte ich meinen gliebten Tropeazwiebeln, wunderbaren Zucchinis – bzw. Zucchiniblüten, Netzmelonen, weißen Pfirsichen, Bohnen, frischem Knoblauch, Kräutern, Fenchel, luftgetrockneten Schinken, Fenchelsalami,  Pecorino … nicht widerstehen.

Außerdem gab es wunderbaren Pulpo – ich erwischte die letzten – natürlich 1,8 kg , tolle Sepiatuben  – zum Füllen ideal! So wie ich es in Sizilien gegessen hatte.

Die herrlichen  Cherrytomaten mußte ich gleich  kgweise erstehen, denn sie sind jetzt richtig gut… Meine Tomatensugo  wird heute leise vor sich hinköcheln aus den herrlich, aromatischen sizilianischen Cherrytomaten – purer Luxus!

Meine Tochter begleitete mich auf meinem Beutezug. 4 Satteltaschen prall gefüllt, die Fahrräder waren  kaum zu lenken.

Dabei ist eigentlich keiner dieses Wochenende da, der Sohn weilt auf Mallorca, die Tochter

„Mama ich bin aber am Samstag nicht da….“

Heute Samstag 14.24 Uhr beginne ich mit dem „Verarbeiten“.  Der Auberginenauflauf hält sich, den Pulpo habe ich schon gekocht. Jetzt kann ich entscheiden, ob es Pasta mit Meeresfrüchen… gegrillte, gefüllte Sepietuben…gibt.

Die herrlichen Spitzpaprika werde ich vorbereiten und dann  – wenn es wieder Sommer wird in München – holen wir all die Schätze aus meinem gelben , riesigen Loch  und freuen uns, dass keiner am Herd stehen muß.

Sorry ! So nennen wir unseren großen Kühlschrank. Doch heute habe ich ganz viel zu schnippeln, zu köcheln. Eigentlich ist die Küche gerade auf Hochglanz, aber dann kocht es sich am besten!

Schönes Wochenende!

„ein kleiner Sommerhauch…..“

Wer liebt es nicht nach Feierabend  – mit einem  leichten Sprizz den Abend einzuläuten.

Zuschauen, wie die Last des Tages den Menschen von der Seele fällt. Das neueste Sommerkleidchen  mal ausführen. Ein kleines Konzert im Freien genießen oder die Bierkartenkultur pflegen….

Dieses Jahr muß man , wenn  der Tag es zuläßt alles stehen und liegen lassen und genießen…

Hier ein kleiner kulunarischer Spaziergang durch München…..

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Hier unweit vom Ostbahnhof, gibt es für mich den besten original italienischen il Caffè, mit kleinem italienischem Gebäck… ein schattiges Plätzchen  wunderbar.

Steckbrief: Ostbahnhof , Richtung Weissenburger Platz….

Da ich keine „Schleichwerbung“ machen möchte  überlasse ich jedem diese noch nicht „entdeckten Schätze“ selbst herauszufinden -dürfte  allerdings nicht schwierig sein-.

So schlenderte ich an dem schönen lauen Abend mit meiner Tochter abseits der Touristenströme und entdeckte das ein oder andere Kleinod.

Eigentlich waren wir auf der Suche nach einem bestimmten Obststand.  Für eine Geburtstagstorte brauchten wir besondere Beeren von besonderer Qualität. Die Torte wurde ein voller Erfolg! Frische Beeren, dreistöckig …. Leider wie immer Backmarathon in  letzter Minute – Folge: keine Fotos und wir fragen uns am nächsten Tag.

„Hast du’s aufgeschrieben?? , Nee , DU ?“ Wir backen nicht nach Backbuch, wir denken uns immer etwas aus -….

Lieferung erfolgt und bevor wir ein Foto gemacht haben, ist die Torte weg.

Stundenlang waren wir unterwegs,  alle verfügbaren Außenplätze der netten Bars,  Restaurants besetzt, die Füße schmerzten schon.

Ach, kurz noch über den Markt…. „Grüß Dich Alter Peter“

 

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Und dann hatten wir einwenig Hunger auf nette Kleinigkeiten , einfach beim Gärtnerplatz gerade aus in  Richtig Glockenbach…..

Schaut es Euch an:IMG_1752IMG_1754 1

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Wir schmolzen dahin , der Weisswein war vorzüglich – Die kleinen Überraschungen auf dem  Heimweg .

Nur eine Woche später –  wollte ich mit meinen Freundinnen wieder draußen zwischen Häuserfronten einfach auf der Straße sitzen ratschen und die tolle Tapas – Küche genießen

Doch daraus wurde leider nichts: „Sie haben nicht reserviert“…..

Das ist München ! Dienstag Abend 18:30 Uhr ! Das Lokal war leer. Man bot uns bei schönsten Sommerwetter  – den hinterletzten Tisch an.

Dankend lehnten wir ab, schließlich haben andere auch nette Überraschungen.

 

 

“ Das schwarz rot goldene Fähnchen“

IMG_1642Auf meinen langen Radtouren habe ich immer wieder Menschen getroffen, die stolz  ihre Heimatfahne  an das Fahrrad befestigt hatten. Franzosen, Italiener, Schweizer…. alle fuhren sie mit dem entsprechenden Stolz Ihre Flagge durch Europa.

2014 – am Tage des Endspiels – starteten wir unsere Tour von Passau – Wien- Budapest und ich tönte: „Wenn Deutschland Weltmeister wird, dann fahre ich auch mit Fahne“

Mittlerweile bin ich viele mehrere tausend Radkilometer mit dem Fähnchen  geradelt.

Allerdings bekomme ich manchmal eine leichte Schamesröte ins Gesicht,  wird man mit dem Fähnchen nicht automatisch in eine politische Ecke gedrängt? Nein,   wir leben in einem freien, schönen Land und mein Fähnchen signalisiert keine politische Gesinnung in die eine oder andere Richtung.

Mein lieber Freund Christian meinte: „Fahr doch mit der bayrischen Fahne!“

Aber Bayern gewinnt keine Weltmeisterschaft – höchstens im  Granteln….

An einem der sonnigen, heißen Tage – die gab es endlich und wirklich – träumte ich im IsarkiesbettIMG_1636 von meinen Publing viewing Buffet , wenn es wieder losgeht mit der Europameisterschaft.  Meine Devise heißt den „Weltmeister“ können  sie uns nicht nehmen, selbst wenn die Jungs gnadenlos versagen – so sieht es ja derzeit aus.

Also das Fähnchen fährt mit.

Und hier mein erstes Rezept für mein Publing viewing-buffet:

Safran -SpargelsalatIMG_1652

Zutaten für 4-6 Personen

1 kg frischer weißer Spargel (Zitrone, Butter, braunen Zucker, Salz)

Safranfäden

200 gramm besten gekochten Schinken mit Trüffel

100 gramm Datteltomaten

2 Biozitronen

1 Stück Zitronengras

Vinaigrette:  Aprikosenchutney, bestes Olivenöl,  ein Spritzer Dijon Senf, weissen Balsamico, grünen frishen Pfeffer, einen kräftigen Schuß vom Spargelabkochwasser

und los geht’s

  • Spargel schälen und in Stück schneiden, die Köpfe beiseite stellenIMG_1654
  • Wasser aufsetzen und mit Safranfäden, Zitrone,  1 Würfel braunen Zucker, Salz und einen Stich Butter hinzugeben und  aufkochen lassenIMG_1656
  • die Spargelstücke in die kochende Brühe geben und ca. 10 Min auf mittlerer Hitze kochen lassen
  • nach 5 Minuten die Spitzen hinzufügen und alles bißfest garenIMG_1659
  • herausnehmen und abtropfen lassen
  • Brühe aufheben für  Suppen, Risotto…

während der Spargel eine leichte gelbliche Farbe angenommen hat und abkühlt.

  • den Schinken klein schneiden
  • grüner Pfeffer hinzufügen (weniger ist mehr)
  • die Datteltomaten ggfs. halbieren und hinzufügen
  • Zitronenzesten herstellen
  • Zitronengras – Klopfen – und in kleinste Ringe schneiden.
  • in einer Schüssel alle Zutaten vermischen, am besten geht das mit den Händen

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Vinaigrette: alle Zutaten mit dem Pürierstab aufmontieren,  das Spargelwasser hinzufügen und über den Salat geben  gut durchziehen lassen und mit frischem selbstgebackenem Brot mit zum Fußballschauen mitnehmen.

 

 

 

 

 

 

 

„Viva la France, Perlhuhn à la Meggie“

Gestern war wieder ein Großeinkauf angesagt, leider war ich mit leerem Magen einkaufen.

Es gab herrlichen Fisch, Winterkabeljau, Perlhuhn aus Freilandhaltung direkt aus Frankreich ….

Mangold, rot , gelb, grün aus Italien…. 

Tolle Käseangebote, Schinken mit Trüffel, Orangen aus Sizilien zum Auspressen. 

Ja und tausend Ideen schießen durch mein Kochhirn.

Gestern gab es mein Quikly Süßkartoffelcurry und den Winterkabeljau, mehliert , schnell , einfach gut!

Diese schwarze Perlhuhn, ganz frisch, ich muss mit der Pinzette noch die Federn entfernen. Diese teilweise dunkle Fleisch – Geschmackvoll  –

Hin und hergerissen, verschiedene Rezeptideen schwirrten im meinem Kochhirn  – mit Orange, mediteran, gefüllt mit Pilzen, mit Weisswein, mit Pernod??

Habe mich dann für eine schnelle, einfache Variante entschieden – denn schließlich wollte ich nicht den ganzen Tag in der Küche stehen –

Hier mein Perlhuhnrezept:

Zutaten:

1 frisches Perlhun 1,458 kg

2 Karotten

1 kräftiges Stck Sellerie

3-4 franz. Schalotten mit Schale

Tomatenmark, kleine Cherrytomaten

frischer grüner Pfeffer

Meersalz

Tomatenmark

frisches Lorbeerblatt

2 Nelken

2 getrocknete  Pepperocini

1 Teelöffel Kräuter der Provence ( Spezial direkt aus Südfrankreich) Ersatz: Rosmarin, Thymian…Salbei..

150 g getrocknete franz. Waldpilze (Mitbringsel meiner Freunde aus dem Frankreichurlaub)

viel gute Butter

1/4 l Weisswein

1/4 l Geflügelbrühe

 

 

 

 

 

 

 

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Schritt1:

Perlhuhn von den schwarzen Federn mit der Pinzette befreien, innen und außen mit Meersalz würzen,

die eingeweichten  Pilze auspressen und in das Huhn füllen. Rundherum großzügig mit guter Butter bestreichen.

Beiseite stellen.

 

Schritt2:

Karotten, Sellerie, Schalotten, Tomaten in 1 Eßlöffel Butterschmalz oder Olivenöl anschwitzen.

Tipp: Die Schalotten mit Schale hinzufügen

1 Teelöffel der getrockneten Kräuter der Provonce hinzugeben und Tomatenmark hinzufügen.

 

Schritt 3 eigentlich gleichzeitig mit obenIMG_1360

In einer Pfanne das gebutterte Perlhuhn rundherum anbraten, es wird herrlich braun.

Dann in den gußeisernen Bräter zu dem Wurzelgemüse gegen.IMG_1358

Mit Wein und Geflügelbrühe ablöschen.

Frische grüne Pfefferrispen hinzugeben, Peperocini hinzufügen.

Der Ofen – 180 grad Ober/Unterhitze wartet sehnsüchtig auf sein Perlhuhn IMG_1361

Schritt 4:

 

Ofen für 10 Min. auf 200 grad hochstellen und das Perlhuhn bräunen. Dann die Temperatur auf 180 grad zurücknehmen und ca. 55-60 Min. braten, ca. 2 mal mit der Flüssigkeit aus dem Bräter übergießen.

 

Schritt 5:

Beilagen; Kartoffel, Risotto…. Gemüse vorbereiten

 

Schritt 6:

herrlich, knusprig, schmackhaft … servieren

es reicht auch ein gutes Baguette, eine gute Flasche Wein…

Das dunkle Fleisch, die Gewürzkombination , die Pilzfüllung überzeugen..

Sonntagsessen  der allerbesten Güte und ohne lange am Herd zu stehen.IMG_1362

"es schmeckt, super, lecker, echt guuut…."

Mehr als 40.000 Besucher haben meinen Blog angeschaut, gelesen, bestaunt, belächelt….image-2.11P1050170Kochkurs Risotto 018
Bloggen gehört zwischenzeitlich zum Guten Ton, jeder der auf sich etwas hält bloggt, bloggt über Alles und Nichts.

Mein Blog entstand vor 5 Jahren und das Design ist sicherlich nicht schön, die Fotos sind nicht professionell
Immer wieder hörte ich: „Kannst Du mir das Rezept mal aufschreiben…?“

Mit Herz und Seele schreibe ich auf, was aus meinen Töpfen , Pfannen, Öfen entsteht. Tausend Ideen hätte ich, immer denke ich wie könnte ich die Baisertörtchen die ich letztlich in einem Cafe in Schwabing gegessen habe verwandeln,
den Riemchenkuchen meiner Mutter veredeln,
die alten Familienrezepte neu interpretieren, neu und doch das „Alte“ bewahren.
Erinnerungen bewahren, an die Esser, Freunde, Kritiker, Nörgler

Vielleicht benutzen meine Kinder den Blog später als Kochbuch und erinnern sich an die lustigen Abende, Nächte

Diese Woche habe ich meine Spezial-brioche gleich zweimal gebacken. Fotos wieder mal keine, da sie immer schon gegessen war. Meine Brot, Baguettes, Napfkuchen mit besonderen Zutaten, meine Putenwokvariatonen, Fischvariationen
Alles konnte ich nicht festhalten, bloggen
Aber immer mal wieder werde ich auch in Zukunft alle meine Besucher wissen lassen, wie der Rinderbraten gelungen war, welches das aktuell beliebteste Brot meiner Familie ist, welche Rüben, Gemüse ich erstanden habe, wie die Fischsuppe geschmeckt hat und und und

Allerdings habe ich noch viele, viele andere Interessen außer kochen, backen und essen und mein Mitteilungsbedürfnis,
lebe ich auch nicht über den Blog aus.
Glücklich bin ich, dass ich Freunde, Kollegen, Nachbarn und und habe mit denen ich über „Gott und die Welt“ reden, lachen kann und der Blog enthält ja nur Essen, Trinken, Kochen.
Ja und so soll es bleiben!

Ach, heute mein Menü:
Vorspeise:
Broccolieflan (Rest Broccolie von gestern, wen er nicht nachts in die hungrigen Heimkehrer gelandet ist)

Hauptgang:
kleine Kalbschnitzelchen mit Zitrone und leichter Parmesanpanade ( selbstgemachte Semmelbrösel mit geriebenem alten Parmesan)
Beilage: Kartoffelsalat, Vinaigrette aus gekochtem Kartoffel bzw. (Rest Kartoffel/Kürbisstampf v. gestern Abend)
ähnliche Vinaigrette habe ich vor Wochen im Skiurlaub gegessen

Nachspeise:

vielleicht Mini-Tartes aus selbstgemachten Limonencurd mit Baiserhaube
Versuch läuft gerade

Ach und wen ich keine Lust habe gibt es ein Menü aus Resten und Vorrat:

Asia Hühnersuppe mit frischem Taibasilikum (konnte gestern nicht wiederstehen das Kraut mitzunehmen)

Scharfe Chilinudeln mit Gemüse und frischen Pilzen (gegrilltes Gemüse war gestern Abend die Vorspeise)

Nachspeise: Obstsalat, – div. Obst muß weg – Schnippeln tun alle
angereichert mit Limonello aus Sizilien, gerösteten Mandeln ..

Schönen Sonntag!

"Küchenchaos "

Gestern – grauer Februartag – dabei war es der 1. März – holte den sonnenverwöhnten Münchner auf den Boden der Tatsachen zurück.
Es ist der letzte Wintertag oder der Frühlingsanfang??

Genau der richtige Tag um eine richtige Kochaktion zu starten.
Meine fleissige Küchenmaschine war wieder genesen. Der Knethaken funktioniert wieder einwandfrei.
Meine treue in die Tage gekommene Elisa hatte sich einer Kriechölkur unterziehen müssen und hatte einen neuen Stift für
ca. 8 EURO erhalten und war voller Tatendrang.

Den lieben Helfern und Heilern sei auf diesem Weg ganz besonders gedankt.
Der versprochene „Herrenkuchen“ wird prompt geliefert. So weit so gut.

Auf dem Plan stand:

Weizenkörnerbrot mit Buchweizenflocken
Cocosmuffins
selbstgemachte Lasagne mit selbstgemachten Nudelplatten
(Käsefüllung – Rohmilchraclettekäse – Bolognese)

Sehr arbeitsintensive Aktionen standen mir bevor, meine Tochter unterstützte mich hingebungsvoll.

Das Weizenbrotrezept hatte ich schon mal ausführlich dargestellt – aber mit den Buchweizenflocken – war es noch
viel, viel besser. Hatte eine hervorragende Kruste und der Hefeteig hatte nicht gezickt!
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Wunderbar!
Auch die Muffins voller Erfolg
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Die Lasagne – unzählige Male – hatte ich sie schon gekocht. War ein Riesendisaster!
Der Nudelteig war zu nass – obwohl ich es schon oft gemacht hatte –
Es lag wohl an den Eiern, der Dotter war zu klein und das Verhältnis Eiweiß/Eigelb stimmte irgendwie nicht. Das hieß zunächst nochmal mehlen , walken… uff
Hingebungsvoll hatten wir die Bahnen ausgerollt und immer kräftig mit Bolognese, Bechamelsauce, einer Messerspitze getrocknete Kräuter versehen und in die große Auflaufform geschichtet.

Dann in den Backofen! Den guten Roten hatte ich auch schon entkorkt.
Plötzlich Hektik: “ Wann essen wir denn? “ – ich muuß weg!“ Wie lange dauert es noch.

So wurde die Lasagne dem Ofen entrissen, war ja schon an den Seiten gutbräunt!
Auf dem Teller ein Batz – geschmacklich zwar gut – aber unmöglch.
Harte Kritik wurde laut – der Kochtag endet im Chaos.

Wieder hatte ich mich unter Druck setze lassen! Kochen braucht Zeit, die Flüssigkeit in der Lasagne war noch nicht verdampft, die Nudelnplatten schwammen praktisch in der Soße, fühlten sich gestört – konnten ihr erforderliches Bad nicht lange genug genießen.

Heute koche ich nicht ! Das steht fest.
Aber im Hinterkopf habe ich schon Osterfladen – mit Safran, Mandeln…. – klein, groß??
Das wird mein nächstes Projekt.
Heute geh ich zum Sport ! Schönen Sonntag.

"eat and style"

In der ganzen Stadt begegnen mir vielversprechende Plakate -eine Foodmesse mit bekannten Köchen, Neuheiten… –
In den letzten Jahren hatte ich die Veranstaltung hin und wieder besucht – nette Anregungen, nette Kleinigkeiten Informationen , tolle Gewürze, Messer, Schneidebretter erworben, ein gutes Glas Wein genossen –

Meine Japan-Messer hatten nach vielen Jahren – täglich benutzt – sich in der letzten Zeit arg verletzt, tiefe Kerben im Stahl und so scharf waren sie auch nicht mehr – obwohl ich sie mit einem sogen. „Belgischen Brocken“ immer bearbeitet
hatte.
Auch dieses Jahr fand ich den biologischen Gewürzstand mit seinen Raritäten, wie schwarzer Kardamon, geräucherter Pfeffer
für meine Steaks und Barbecue-Soße, Peitschenpfeffer…

Auch meine Messerfirma entdeckte ich und erstand neue wunderschöne Messer und eine Adresse wo ich die Messer ganz in meiner Nähe schleifen kann und mein Messersortiment bei Bedarf erweitern kann. Eigentlich brauche ich nur zwei Messer und ein „Kneipchen“ (kleines , scharfes Messer).

Auch der nette Süditaliner war wieder da und ich deckte mich luftgetrockneter Salami ein. Herrlich diese Fenchelsalami, die Trüffelsalami, die geräucherte Salsiccia.
Bevor die Salami den nächtlichen Schnippler meiner Familie zum Opfer fällt möchte ich einen Pizza-Abend machen…

Ja und die Monschauer Senf-Mühle darf auch nicht unerwähnt bleiben, herrlicher scharfer Senf – wie man ihn in Bayern kaum findet von hervorragender Qualität und die Senf-Honig-Mohn-Variante absolut zu empfehlen.
Habe gleich das Plastik-Eimerchen mit je 500 gramm genommen.
Die wirklich netten Senftöpfe hatte ich schon vor Jahren erstanden.

Die „kostenlose Kochshow“ des fränkischen Spitzenkochs wollten wir uns dann doch nicht entgehen lassen – mein Sohn hatte sich herabgelassen, mich zu begleiten –
Also der Spitzenkoch aus Franken ließ sich von einer völlig überdrehten Moderatorin wortgewaltig ankünigen um seinen
Schweinebraten deluxe vorzustellen.
Mein Sohn: „He Mama , das kochen wir doch immer, wenn wir schnelle Nudeln mit Schweinefilet machen, weil das Filet weg muß ha, ha,
Schweinefilet mit Wammerl umwickelt und in der Pfanne gebraten mit selbstgemachter Kartoffelmajo
ist sicher kein Schweinebraten „deluxe“

Es war ein kurzweiliger Nachmittig, nicht ganz preiswert -aber auf der anderen Seite eine Bestätigung, dass wir was vom Kochen – Essen – und Trinken verstehen und die „Spitzenköche“ auch nur mit Wasser kochen.

Diesen Sonntag, will ich Walnußbrot backen und einen Apfelkuchen ausprobieren, meine Tochter hat sich Mohnschupfnudeln gewünscht, was mache ich dann als Hauptgang ??

Mal sehen was draus wird.
Schönen Sonntag

"Lebenselexir Milch"

Die Kuhmilch ist für mich bis heute Lebenselexir geblieben. Viele verbannen die Milch aus Ihrem Speiseplan – sie ist zu fett, zu viele Kalorien, braucht man nicht – ich esse mal ein Stück Käse –
Milchprodukte sind ungesund……

Mag sein, dass der eine oder andere keine Milch verträgt aus gesundheitlichen Gründen
Ich liebe kalte Milch nach einem rauschenden „Weinabend“ , ich liebe den süß-herben Geschmack von selbstgekochtem Kakao, im Winter mit meiner oriantlischen Gewürzmischung (Sternanis, Zimt,Kardamon)

Als kleines Mädchen wäre ich fast gestorben, weil ich im Krankenhaus keine Milch von meiner
Bella bekam. Die Frühjahrsmilch, wenn die Kühe nach langem Winter wieder Gras, Kräuter fressen konnten, kann ich ganz hinten in einen Geschmacksspeicher noch schmecken.
Der Geschmack veränderte sich, leicht bitter, süßer Kleegeschmack, säuerliche Variante, wenn die Kühe in der „Metlar“ grasten, wo besonders viel Sauerampfer wuchs.

Diese Geschmacksvarianten kann man nicht kaufen, nicht erlernen zu schmecken, sie sind glaube ich angeboren, überliefert und bleiben doch haften ein ganzes Leben.

Auch heute habe ich immer einen Vorrat an Frischmilch im Kühlschrank – ehrlich gesagt, die Billigmilch meide ich – mir scheckt sie nicht. Einbildung ??
Was ich nicht mag, die Milchsuppe meiner Kindheit, im grunde warme Milch gewürzt oder auch nicht mit eingeweichtem Weissbrot, eklig, wenn die Suppe im Schnauzbart meine Opas hängenblieb.
Warme Milchsuppe mochte ich niee!

Aber die kalte Milchsuppe, die es im Sommer beim Heumachen immer gab, liebe ich bis heute.

Sie bestand aus eiskalter, frisch abgekochter Milch, einer Flasche Bier – helles – und Eiweißnocken
Als Kind wurde man einwenig müde und man schlief auf der Rückfahrt auf dem Heuwagen ein, man wachte auf und hatte den Geruch von frischem Heu in der Nase und über eine war nichts als ein gefegter Sommerhimmel.
Diese Träume vermitteln eine nicht wieder zu erlangende Stärke, Kreativität und Leichtigkeit ….
Das wohlige Gefühl von kalter Sommermilchsuppe kann man leider nicht beschreiben aber vielleicht auf einer Bergalm erleben.

Die Verbindung von Mensch – Tier – Nahrungsquelle sollten wir uns und unseren Kindern bewahren, nur so kann man einen Geschmack entwickeln, der uns vor vielen unguten Zutaten schützt.
Unsere rotbunte Kuh „Schimmel“ war sehr eigensinnig, aber auch stark und hatte eine gute, fette Milch und ließ sich sogar auch von mir melken.

Mitte der 60iger Jahre war die Landwirtschaft auf den kargen Böden des Westerwaldes nicht mehr rentabl, außerdem konnte mein Großvagter altersbedingt, die oft schweren Feldarbeiten nicht mehr leisten. Der Rest der Familie arbeitete in der Keramikindustrie bzw. mein Vater war ein leidenschaftlicher Maurer und hatte an der Landwirtschaft und der Imkerei kein Interesse.
So zwang man ihn dazu die Landwirtschaft aufzugeben.
Schimmel sollte an einen Freund meines Vaters im Nachbardorf verkauft werden.
Dort waren die Felder mit Maschinen zu bestellen, was in unserem steilen Gelände nicht möglich war
Theo würde die Kuh gut versorgen, außerdem konnte ich die Schimmel besuchen, denn meine Grundschule war im gleichen Ort.
Großvater versprach mir eine kleine Wallfahrtsreise nach Walldürn und er würde dafür sorgen, dass ich schulfrei bekäme. Ein schwacher Trost! Schweren Herzens begleitete ich meinen Großvater in das ca. 3 km entfernte Nachbardorf. Schimmel ließ sich von mir leicht führen und auf dem Hinweg redeten wir uns alles schön. Theo bezahlte – 2500,– DM -, das war sehr viel Geld. Der Stall war zwar mir zu dunkel, das Stroh zu spärlich ausgelegt, aber Handschlag war Handschlag und der Vertrag war nicht mehr rückgängig zu machen.

Auf dem Rückweg sprachen wir zunächst kein Wort. Dann sah ich, dass mein Opa weinte.
Noch nie hatte ich ihn weinen gesehen. Er wischte die Träne weg und meinte die Luft ist so rauh heute, sie treibt mir die Tränen in die Augen.
Ich hatte den Führstrick behalten und er roh immer noch nach meiner Schimmel.
Auf dem Waldweg kamen wir schnell voran. Doch dann brach es aus mir heraus und wir weinten beide bitterlich und versuchten uns gegenseitig zu trösten.

„Sag ja nichts der Oma, die freut sich das einwenig Geld ins Haus kommt, Du mußt mir versprechen, dass Du niemals vergißt, was das Vieh für den Mensche wert ist und vergiß es auch nicht, wenn Du die Milch in 10 Jahren nur noch in Tüten kaufen kannst.“

Ich schwörte niemals es zu vergessen, wir trotteten heim und Opa nahm erst mal einen großen
Dauborner, denn ihm war ganz flau im Magen.

Tatsächlich heute kaufen wir die Milch „in Tüten“ , vergessen werde ich die Milch meiner Kindheit nie.

"Kochen……. "

Wer bewundert nicht die tollen Köche, denen alles zu gelingen scheint, das Fleisch auf den Punkt, die Creme die sanfte, fluffige Konsitenz, das Gebäck, der Kuchen traumhaft anzuschauen….
Die handwerklichen Fertigkeiten dieser Profis bewundere ich immer wieder. Alles schaut so locker, leicht aus.

Es gibt Tage, da scheint alles danneben zu gehen. Das Fleisch ist trotz hingebungsvoller Pflege zäh, der Hefeteig für den Mülleimer , die Soße fad, das Gemüse grau und nur noch für „Zahnlose“ geeignet.

Dann dieses Kochen, weil eine bestimmte Erwartungshaltung vorhanden ist.
„Wann essen wir, ich hab heute Abend …, ja ich möchte aber nicht zu spät essen, ja jetzt hab ich noch keinen Hunger…“
Kochen sollte niemals ein „MUSS“ sein, denn dann wird aus dem sonst flockig, lockeren Kartoffelbrei eine Pampe, der Spätzleteig hat nicht die gewünschte Konsistenz, läßt sich schaben…

Das wunderbare Krapfenrezept scheitert daran, dass der Teig zu dünn ausgerollt war.
Der abwertende Kommentar der „Esser“ , brauchst Du nicht mehr zu machen.
Wo gibt es bittschön Krapfen gefüllt mit Aprikosen-Taibasilikum-Blüten-Füllung ?

Nichts darf schief gehen! Alles muß perfekt sein.
Das herrliche Kassler am „Bein“ mit dem Filet sollte in 30 Min. fertig sein, samt Beilagen.
Denn die undankbaren „Esser“ hatten Termine – noch keinen Hunger – Sauerkraut nee….

Dann wird es immer Zeit, dass ich die Küche bestreike. Schaffenspause !!
Dann gelingen Sie die herrlichen Rohrnudeln, mit einem krossem Boden, lockeren Hefeteig, gefüllt mit meiner besten Zwetschgen-Port-Marmelade – lauwarm – zum Tee.

Och, sind die guuuut !!!
Fotos keine Vorhanden.

Aber kein Problem:

Hier mein Rohrnudel-Rezept:

625 gramm bestes Mehl Type !
550 (normales Bäckermehl)
1 Prise Salz
60 gramm Zucker – brauner Rohrzucker – den wo sich die „gebrauchte Vanilleschote“ drin ausruht
80 gramm gute Butter
42 gramm frische Hefe
2 Eier
2-3 Eßlöffel frische Sahne
1/8 Liter Milch
beste Marmelade: Zwetschge , Aprikose…. was der Vorrat bietet
evtl. in Rum eingelegte Rosinen –

Butterflöckchen – ca 30-40 gramm für die Reine
Zucker für den Boden der Reine

Zubereitung:

1. Butter, Zucker abwiegen, 1/8 Liter Milch leich erwärmen – Butter, Zucker hinzufügen und wenn die Butter sich gerade aufgelöst hat vom Herd ziehen und die Hefe reinbröckeln und mit einem kleinen Schneebesen unter Rühren auflösen. Jetzt einfach bei Seite stellen – nicht beachten-

2. Mehl sieben , 1 Prise Salz zufügen und in die Rührschüssel eine Mulde drücken.

3. Die „gegangene“ sich in Zucker und Butter gelabte Hefe in die Mulde gießen
4. Die Küchenmaschine auf der mittleren Stufe laufen lassen, nach und nach die Eier hinzufügen
und den Schuß Sahne hinzufügen.
5. Solange kneten lassen bis sich der Teig vom Boden löst und ein Klumpen ergibt.

6. Rührschüssel mit einem leicht feuchten Küchentuch bedecken und ca. 45 Min. in den Backofen
– Gärstufe – oder an einen warmen, zugfreien Ort stellen.
7. Die Reine mit Zucker bestreuen – der Boden sollte bedeckt sein – Butterflöcken hinzufügen
In den Backofen bei 140 grad karamelisieren lassen.
8. Den Teig nochmals walken und in eine daumendicke Platte auswalken. Rechtecke schneiden ca. 12
In die Mitte Marmelade geben zusammenklappen, die Seiten andrücken. Wichtig die Marmelade sollte
gut „verschlossen “ werden.

9. Die Rohrnudeln auf den Zucker platzieren und ca. 50 Min. gehen lassen – Gärstufe etwas kürzer –

10.Butter zerlassen und die Rohrnudeln hiermit bepinseln.

Nach belieben mit einem Zitronenguß oder Puderzucker versehen und lauwarm servieren.
Es lohnt sich!