"Meggies Käsespätzle"

Nach einer ausgiebigen Isarwanderung, fester Schritt ohne Stehenbleiben…
– Jogger die nicht können –
haben mich enorm genervt. Gekeuche, blatsch, blatsch und voll „aufgejoggt“ mit Mütze, Handschuh, Knöpfe im Ohr…. na ja, das ist der Großstadtsport für Neurotiker habe ich das Gefühl.

Dann eine Runde – Süddeutsche auf der Couch – Schuhbeck zum Einschlafen im wahrsten Sinne des Wortes.
Sonntababend muß ich außerdem immer Tatort schauen ..
Was koche ich bloß?
Käsespätzle mit Feldsalat -an Beritzenvinaigrette- so war mein Plan.

Wichtig sind meiner Meinung nach drei verschiedene Käsesorten.

Meine Zutaten:

350 gramm Schweizer Raclettekäse
150 gramm franz.Mimolette -jung –
150 gramm besten Mang (stinkender Käse – Romadur) 40 %

3 mittlere rote Zwiebeln
500 gramm Spätzlemehl
1/8 Liter Sprudelwasser
5-6 Eier je nach Größe
Salz, Muskat aus der Mühle

und so gehts …
Mehl in den Schlagkessel der Küchenmaschine geben, kräftige Prise Salz, Muskatnuß reinreiben,
Eier draufschlagen, Wasser hinzufügen und dann mit dem Knethaken – zunächst langsam – dann mit mittlerer Geschwindigkeit so lange schlagen, bis der Teig reißt bzw. Blasen wirft.
Nun beachten wir ihn mind eine 1/2 Stunde nicht.

An meiner Küchenmaschine bringe ich die Käsereibetrommel an und lasse den Käse nach und nach
durchlaufen. Die einzelnenn Sorten etwas vermischen und schon kann das Wasser für die Spätzle aufgesetzt werden. Salz nicht vergessen!
Bis der große Topf aufkocht dauert es und so schneide ich die Zwiebel auf der Brotmaschine in dünne Ringe.
Auflaufform ausbuttern, Käse bereitstellen, Schöpfkelle … alles wartet auf den Einsatz!

Sorry, wenn ich hier einwenig ausholen mußDie Spätzleherstellung bietet manigfaltige Möglichkeiten u. verschiedene Gerätschaften: Presse, Schabbrett, Topfaufsatz, Spätzlehobel…
Meine Varianten bestehen aus einem Art Topfdeckel mit Löchern für die Spätzle als Beilage oder zum Linseneintopf.
Für Käsespätzle nehme ich meine „Alte flotte Lotte“ Hier habe ich mir vor einiger Seit einen Einsatz ergattert der entsprechende Lochung hat. Vorausgegangen waren ausführliche Besprechungen in meinem Liebllingshaushaltswarengeschäft am Viktualienmarkt.

Das Wasser kurz aufwallen lassen und dann gehts los. Es ist immer eine Herausforderung den zähen Teig in die flotte Lotte zu füllen und jetzt gaaaanz langsam reindrehen, die Temperatur des Herdes auf 7 herunterstellen. Das Wasser sollte nicht kochen – nur sieden – (kurz vor dem kochen)
Wunderbare goldgelbe, Spätzleköpfe tauchen auf und wandern -herausgefischt mit der gelochten Schopfkelle in die Auflaufform.

Jetzt wieder den Baatz einfüllen – kurz setzen lassen – und den Käse über die Spätzle verteilen und schon gehts langsam , konzentriert weiter, die Spätzlemasse in das siedende Salzwasser drehen , herausschöpfen und auf die Käseschicht geben.
Wieder mit Käse großzügig bestreuen und den letzten Teig einfüllen, langsam die Lotte in Gang setzen und die goldgelben Spätzleköpfe lachen einem an und schreibn nach Käse.

Backofen auf ca. 170 grad vorheizen und die Auflaufform auf die mittlere Schiene setzen.

Ein große beschichtete Pfanne mit guter Butter versehen und die Zwiebelringe hier bei mittlerer Temperatur gold braun werden lassen. Wer mag kann sie vorher in Mehl wenden.
Ich mag es aber nicht. Die Zwiebeln in der Pfanne mit einem Hauch Chilisalz versehen ist mein Tipp.

Nach ca. 20 Min. ist der Käse durchgeschmolzen und die Zwiebel sind gold braun ..
Etwas gehackter Petersilie rundet das ganze ab.

Wohlig gesättigt, abgerundet mit einem guten Wein – ob rot oder weiss – bleibt jedem überlassen.
Sonntagabendessen – im Winter – wie ich es mag.

Wintergemüse…… Wirsing, Kohl, Blaukraut…

Zunächst einemal in „eigner Sache“, mein Blog lebte – lebt eigentlich von meinen etwas unprofessionellen Fotos…
Mein Motto: „Das Auge ißt mit“

Ehrlich , wenn wir Rezepte lesen, anschauen – ohne Bild – na, ja ganz guuut, aber….
Der Mensch braucht immer Anreize.
Mein Provider stellt einen Bilderspeicher zur Verfügung und wenn der erschöpft ist….
Das ist auch der Grund, warum meine Brotbilder verschwunden sind.
Lösung: ????
Für meine Freund kann ich ja auf Facebook verweisen? – neue Abhängigkeit – fällt aus.
Leider fehlt mir zu bestimmten technischen Zusammenhängen auch die erforderliche Affinität.
Diese Technik will ich einfach und unkompliziert nutzen und nicht erst ein Handbuch studieren oder einen Kurs für „Bilder im Blog“ belegen.

soweit so gut..

Mein Menü von gestern :

Vorspeise – keine –

Hauptgang: Entenbrust, an Orangen-Zwetschgenchutney-Soße an getrüffeltem Kürbis-Kartoffelstampf und Wirsing-Walnuß-Ingwer-Gemüse

Nachspeise: Walnuß-Ingwer-brownies – Espresso mit Kardamon

Die perfekte Entenbrust gelingt auch dem Nichtkocher.
Das Menü kommt mir ganz wenigen Zutaten aus:
4 Entenbrüste, ein kleiner Wirsing, Kartoffeln, Ingwer frist, Chilishote frisch
Zwetschgenchutney – aus dem Vorrat – 2 Orangen, 1 Teelöffel Honig
bestes weißes Trüffelöl – wenn nicht zur Hand – na ja geht auch , kräftig mit Muskatnuß würzen geht auch.
und so einfach gehts:

Entenbrüste:
Entenbrüste auf der Fettseite rautenförmig einschneiden – Vorsicht nicht zu tief !
auf jeder Seite 6 Min. – ohne Fett- auf zunächst höherer , sobald Fett austritt auf mittlere Temperatur zurückgehen!
anbraten.
Backofen auf 120 grad vorheizen
Die Entenbrüste in eine Auflaufform oder Bratreine legen, einwenig von dem ausgetretenem Fett übergießen und für ca.
eine 3/4 Stunde im Backofen vergessen.

Soße: Je nach dem etwas von dem Bratfett entfernen, die Anbratpfanne sollte aber noch einen gewissen Fettanteil behalten. Diesen bestreuen wir mit braunem Zucker und lassen in karamelisieren.
Sobald sich der Zucker sich aufgelöst hat, löschen wir den Satz mit einem guten Rotwein, kräftig ab, geben eine Scheibe Ingwer, 1 frische Chilischote hinzu und lassen den Ansatz reduzieren – wichtig Temperatur zurücknehnen –
leicht köcheln sollte die Soße.

Wirsing:

Den Wirsing in nicht zu kleine Scheiben schneiden, Ingwer mit Schale klein hacken – ruhig großzügig sein
Walnüsse knacken ca. 80 gramm
Den Wok anheizen, einen Teelöffel Walnußöl in den Wok geben und die Nüsse mit dem Ingwer in Bewegung halten. Eine ganz leichte Brise braunen Zucker oder eine Messerspitze Honig verbindet die Zutaten perfekt.
Von einer frischen Chilischote nur die Spitze quer in dünne Scheibchen schneiden hinzufügen.
Nun den kurz gewaschenen Wirsing nach und nach im Wok auf der kleinen Fläche bewegen, hochschieben.

Dann das Gemüse mit 125 ml Gemüsebrühe – oder Hühner-Fleischbrühe… ablöschen – hier kann man durchaus auf handelsübliche Produkte zurückgreifen, soweit die Brühevorräte nicht vorhanden.

Kurz mit gutem Salz – hatte gestern ein Himalaya-Salz verwendet, welches ich in eine Mühle mit getrockneten Chilis gefüllt habe abwürzen, einen Hauch schwarzen Pfeffer – eine Spur Muskat-
Wok mit dem Deckel bedecken und noch etwas durchziehen lassen.

Die im Schnellkochtopf zusammen mit dem Kürbis abgekochten Kartoffel mit guter Butter und heißer Milch zerstampfen, nochmal etwas Salzen , gaaanz Vorsichtig betrüffeln.

Und auch die Entenbrüste sind nun fertig, mit dem Saft einer Orange und Honig bepinseln und ganz kurz unter den Backofengrill – wirklich nur kurz !!!!-

Das Zwetschgenchutney und den Saft einer Orange in die Soße geben, ggfs. nach salzen …
Fleisch quer aufschneiden, Soße drüber, Wirsing, Kartoffel-Kürbis-Stampf auf die Teller und
es wird still, die Gläser klingen kurz….

Sehr gut heute, mmh so guut war es schon lange nicht mehr….
Erst zwei Stunden später genossen wir die „Probebrownies“ meiner Tochter mit Esspresso.

Also – keine Kunst- probiert es aus, auch wenn kein Foto Euch anregt.
Vom Wirsing habe ich noch eins. Lade ich später hoch!
Schönen Sonntag!

"eat and style"

In der ganzen Stadt begegnen mir vielversprechende Plakate -eine Foodmesse mit bekannten Köchen, Neuheiten… –
In den letzten Jahren hatte ich die Veranstaltung hin und wieder besucht – nette Anregungen, nette Kleinigkeiten Informationen , tolle Gewürze, Messer, Schneidebretter erworben, ein gutes Glas Wein genossen –

Meine Japan-Messer hatten nach vielen Jahren – täglich benutzt – sich in der letzten Zeit arg verletzt, tiefe Kerben im Stahl und so scharf waren sie auch nicht mehr – obwohl ich sie mit einem sogen. „Belgischen Brocken“ immer bearbeitet
hatte.
Auch dieses Jahr fand ich den biologischen Gewürzstand mit seinen Raritäten, wie schwarzer Kardamon, geräucherter Pfeffer
für meine Steaks und Barbecue-Soße, Peitschenpfeffer…

Auch meine Messerfirma entdeckte ich und erstand neue wunderschöne Messer und eine Adresse wo ich die Messer ganz in meiner Nähe schleifen kann und mein Messersortiment bei Bedarf erweitern kann. Eigentlich brauche ich nur zwei Messer und ein „Kneipchen“ (kleines , scharfes Messer).

Auch der nette Süditaliner war wieder da und ich deckte mich luftgetrockneter Salami ein. Herrlich diese Fenchelsalami, die Trüffelsalami, die geräucherte Salsiccia.
Bevor die Salami den nächtlichen Schnippler meiner Familie zum Opfer fällt möchte ich einen Pizza-Abend machen…

Ja und die Monschauer Senf-Mühle darf auch nicht unerwähnt bleiben, herrlicher scharfer Senf – wie man ihn in Bayern kaum findet von hervorragender Qualität und die Senf-Honig-Mohn-Variante absolut zu empfehlen.
Habe gleich das Plastik-Eimerchen mit je 500 gramm genommen.
Die wirklich netten Senftöpfe hatte ich schon vor Jahren erstanden.

Die „kostenlose Kochshow“ des fränkischen Spitzenkochs wollten wir uns dann doch nicht entgehen lassen – mein Sohn hatte sich herabgelassen, mich zu begleiten –
Also der Spitzenkoch aus Franken ließ sich von einer völlig überdrehten Moderatorin wortgewaltig ankünigen um seinen
Schweinebraten deluxe vorzustellen.
Mein Sohn: „He Mama , das kochen wir doch immer, wenn wir schnelle Nudeln mit Schweinefilet machen, weil das Filet weg muß ha, ha,
Schweinefilet mit Wammerl umwickelt und in der Pfanne gebraten mit selbstgemachter Kartoffelmajo
ist sicher kein Schweinebraten „deluxe“

Es war ein kurzweiliger Nachmittig, nicht ganz preiswert -aber auf der anderen Seite eine Bestätigung, dass wir was vom Kochen – Essen – und Trinken verstehen und die „Spitzenköche“ auch nur mit Wasser kochen.

Diesen Sonntag, will ich Walnußbrot backen und einen Apfelkuchen ausprobieren, meine Tochter hat sich Mohnschupfnudeln gewünscht, was mache ich dann als Hauptgang ??

Mal sehen was draus wird.
Schönen Sonntag