„Dinkelvollkorn – Biskuit-Erdbeer-Rolle noir“

Es war eigentlich ein Backversuch –  was soll man tun bei Dauerregen —

Ich bin überwältigt – vom Geschmack, dem lockeren Biskuit. Fotos hatte ich weggelassen, denn der Versuch war es nicht wert – noch  für mich immer lästige Fotos zu machen.

 

Seit Jahren habe ich mit verschiedenen Rezepturen von Biskuit Böden, Rollen …. Also für meine Torten bevorzuge ich  den sogenannten „Wiener-Biskuit“ ( warm – kalt schlagen , viele Eier ergibt hier das beste Ergebnis um drei Schichten -Torten  herzustellen.

Die getrennte „Führung“ Eiweiss Schlagkessel / Eier-Zucker muß nicht sein. Vorausgesetzt man verfügt über eine gute Küchenmaschine ist das Aufschlagen nicht mehr getrennt wirklich erforderlich.

Das nachfolgende Rezept ist einfach und dürfte auch „Nichtgeübten“ Gelingen.

Zutaten:

5 schöne große Eier vom Bauern

120 gramm  Dinkelvollkornmehl ( aus dem Schwabenland)

30   gramm Mondamin

1 Prise Salz

130 gramm Zucker

1 Teelöffel (Rohrzucker angereichert mit Vanillieschote aus dem Vorrat) oder Vanillezuckerpäckchen

2 Eßlöffel Valrhona Poudre de Cacao

3 Eßlöffel eiskaltes Wasser

Füllung:

250 gramm Mascarpone

250 ml Sahne

500 gramm Erdbeeren

2 Eßlöffel Puderzucker

1 kräftigen Schuß Orangenlikör

Zesten einer Biozitrone

 

und so geht es:

Backofen auf 210 grad vorheizen

  • Backblech mit kleinen Butterpünktchen fixieren, Backpapier drauflegen – so kann es nicht verrutschen
  • Mehl, Kartoffelmehl ,  abwiegen, mit dem  Cacao vermischen.

Eier trennen

  • Das Eiweiss mit dem kalten Wasser und einer Prise Salz  aufschlagen
  • dann das Eigelb , nach und nach mitlaufen lassen und den Zucker einrieseln lassen
  •  in die linke Hand nehme ich den abgewogenen Zucker , in die rechte Hand das Gefäß mit dem Eigelb  und lasse abwechselnd die Zutaten in die auf mittlerer Stufe laufende Küchenmaschine einlaufen.
  • Zitronenzesten hinzufügen
  • es entsteht ein gelblicher Schaum der sich wunderbar in dem Schlagkessel ausgebreitet.
  • nun sieben wir 1/3 des Mehl/Cacao auf die Masse und heben das Mehl mit einem Schneebesen unter –  vorsichtig – immer abklopfen  – nicht rühren!
  • dann das nächste Drittel unterheben
  • durch das Sieben bleiben die groben Teile des Vollkornmehls zurück
  • zügig die Teigmasse auf das Backblech verteilen
  • mit eine Teigkarte alles glattziehen und gut verteilen
  • dann in den vorgeheizten Ofen  (2 Stufe von unten) Ober – Unterhitze  geben und 12 Minuten backen.

Füllung:

  • Erdbeeren klein schneiden mit Orangenlikör und 2 Eßlöffel Puderzucker verrühren
  • Mascarpone und die Sahne zusammen steif schlagen  und kühl stellen

Rolle:

  • ein Küchenhandtuch mit Puderzucker bestäuben
  • den Biskuit aus dem Ofen nehmen und auf das Küchentuch legen
  • das Papier mit kaltem Wasser bestreichen
  • jetzt löst sich das Papier wunderbar und läßt sich abziehen
  • in das Handtuch einrollen und auskühlen lassen ( dauert ca. 15 Minuten)
  • in der zwischen Zeit eine Küchenfolie vorbereiten
  • ausgekühlte Teigplatte auf die Küchenrolle legen.
  • Füllung auf dem Biskuit verteilen
  • Erdbeeren auf dem Biskuit verteilen und leicht andrücken.
  • mit Hilfe der Küchenfolie läßt sich die Rolle schön straff einrollen
  • mit Puderzucker bestäuben,  mit Erdbeeren verzieren … kalt stellen, damit die Rolle etwas durchziehen kann.
  • und dann genießen und das Rezept für die kommenden  Kirschen im Auge behalten!

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„I’m Singing in the rain“

Die Gesänge sind verstummt! Dauerregen, Nieselwetter,  Schwüle es mag kein Sommerfeeling aufkommen.

Sonnenschirme dienen als Regenschirme,  die Stadt München stemmt sich gegen die Regenzeit – manchmal kommt für 1 – 2 Stunden die Sonne raus und wir versuchen das Beste draus zu machen.

 

Meine kleine Dachloggia stand zwei Wochen knöcheltief unter Wasser ….

Grillen ist derzeit nicht möglich ….  Erdbeerfelder  aufsuchen — wäre mein Traum!

So entstand mein Rezept:

„Grüner Spargel meets Entenbrust“

Das Spargelangebot hat seinen Höhepunkt erreicht,  herrlichen Schrobenhauser  – grün – 1 A Ware weiss alles wanderte in meinen Einkaufskorb.

Den weißen Spargel   gab es gestern klassisch mit  verschiedenen Filets an Kräuterhollandaise – dazu einen herrlichen Veltliner aus der Wachau. Aber der grüne Spargel war immer noch im Kühlschrank –

Ein tiefer Blick in mein „großes gelbes Loch“  – so nennen wir unseren Kühlschrank und es entstand ein außergewöhnliches Spargelgericht – schnell , einfach und guuuuuuut!

Zutaten: für 4 -6 Personen

2 kg grüner Spargel

2 Entenbrüste

1 Karotte

1 Spitzpaprika

1 Stück frischen Ingwer

1/2 Teelöffel rote Currypaste

1 Limone

2 große Kartoffel gekocht (von gestern)

Gewürze: Salz, Pfeffergemisch aus der Mühle

und so einfach geht es:

zunächst das Gemüse klein schneiden und alles gut vorbereiten,  denn wenn der Wok heiß ist muß es schnell gehen.

  • die Entenbrüste ohne Fett , beginnend auf der Hautseite anbratenIMG_1733 2
  • ca. 6 Minuten im höheren Bereich (Stufe 7) auf jeder Seite anbraten
  • dann bei 130 grad in den Backofen geben – Zeitschaltuhr aktivieren, damit sie schön rosa bleiben  – 30 Minuten  rosa werden lassen
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  • nun  geben wir in den heißen Wok, etwas  Semsanöl, ein Stück Ingwer,  einen 1/2 Teeflöffel Currypaste
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  • jetzt  mit den Karotten beginnend das Gemüse unter ständiger Bewegung  woken und an  dem Rand hochschieben
  • Paprika , hinzufügen
  • jetzt nach und nach den Spargel hinzufügen – immer alles hochschieben
  • die in Scheiben geschnittenen, gekochten Kartoffel hinzugeben
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  • Inzwischen hat sich die Entbrust  „gesonnt“  und kann nachdem sie etwas geruht hat
  • aufgeschnitten werden.IMG_1740 2
  • jetzt schnell servieren !!!
  • der kühle frische Weisswein SenzaFine Verona Carganega 2015 12.5 % wartet schon geduldig – Guten Appetit!!
  • auch für einen Fußballabend durchaus geeignet IMG_1742 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“ Tante Reli’s Obstboden“

 

 

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Die Schwester meines Vaters lebte mit ihrer Familie in dem „Stammhaus“ der Familie.

(a. d. Familienarchiv  hinten stehend Tante Reli, von links nach rechts Tante Magda, Tante Tilja, mein Papa , Hermann)

Es war nicht üblich , dass man sich in den Jahren meiner  Kindheit zum Essen traf.Keiner konnte alle bekochen, denn es kamen locker immer 10-15 Personen zusammen.

 

Aber die Sonntagnachmittagsbesuche waren ein Muß !

Es gab herrliche Hefekuchen, Obstkuchen ,  Buttercremetorten….. , welche reissenden Absatz nahmen.

Auch wir reisten dann, mit 4 Kindern , Mama, Papa, Tante oft in das Geburtsdorf meines Vaters. Rausgeputzt mit Lackschuhen, weißen Strumpfhosen –  Kleidchen – schrecklich.

Hinter dem Haus, standen Obstbäume – Zwetschgenbäume ,   es war immer etwas feucht, eben eine „Petz“. Hier konnte man herrlich spielen,  Sauerampfer pflücken,  Mutproben machen: – „Brennnesseln“  pflücken, dran lecken…..

Mir war aber schon der Unterschied zwischen Taubnessel und Brennnessel  vom Opa erklärt worden und ich konnte so die gefürchtete „Nesselprobe“  schadlos überstehen.

Die Erwachsenen kümmersten sich nicht um die Rasselbande und waren immer geschockt , wenn wir ins Haus zurückgeholt worden.

Einer war immer in die Pfütze, oder Gülle gefallen, die Strümpfe nass, die weissen Strumpfhosen völlig grün, verdreckt…

Tante Reli, war immer ganz entspannt  – Hauptsache gesund… kommt es gibt Erdbeerboden, Frankfurter Kranz…

Kaum hatten wir ein Stück Kuchen verschlungen,  reckten wir den Kuchenteller in Richtung Tante Reli  „Kann ich noch eins…. “ Meinem Vater war es immer irre peinlich

Er raunte mit grimmiger Miene: „Hungerdärm…. “ ( Übersetzung: nicht satt zubekommende Kinder)

Die von Blorem komme, war das geflügelte Wort, ich rühr noch schnell einen Boden.

Wir alle liebten diese Obstböden, belegt mit Erdbeeren, Kirschen…. und ganz wichtig , dick Sahne …

Hier das einfache schnelle Rezept für unangemeldeten Kaffeebesuch:

Zutaten:

  • 125 gramm Mehl
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 2 Eier
  • 80-100 gramm Zucker
  • 1 Päckchen Vanillzucker
  • 4 Eßlöffel Öl (z . B. neutrales Sonnenblumenöl)
  • 2 Eßlöffel warmes Wasser

 

und so gehts:

  • Zutaten abwiegen, vorbereiten und bereit stellen
  • Zucker und Eier schaumig rühren,
  • warmes Wasser und Öl einlaufen lassen
  • Mehl mit dem Backpulver unterziehen – schön locker bleiben  –

Backen:

180 grad Ober/Unterhitze  ca. 20 Min. je nach Herd – Stäbchenprobe –

Tipp: Rezept verdoppeln  – und einen Boden einfrieren.