„Scharf, süß, sauer der Kürbis liegt auf der Lauer“

(Werbung da Namensnennung)

Jedes Jahr, spätestens im September kann man überall Rezepte für Kürbissuppen, gefüllte Nudeln mit Kürbis, Kürbiskuchen, Kürbisgemüse…

Irgendwie nervt es und trotzdem versuche ich jedes Jahr ein neues Kürbisrezept zu kreieren.

Am Kürbis kommt man nicht mehr vorbei. Der Siegeszug schreitet unaufhaltsam fort.

so gesund ist der Kürbis er liefert:

  • Betacarotin – dieVorstufe von Vitamin A wirkt antioxidativ und hilft, freie Radikale zu bekämpfen.
  • Kalium – wichtig fürs Herz.
  • Kalzium – ein unverzichtbarer Bestandteil von Knochen und Zähnen.
  • Magnesium – wichtig für Nerven, Muskeln, Herz und den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel, außerdem am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt.
  • Eisen – verantwortlich für den Sauerstofftransport, die Speicherung von Sauerstoff in den Muskeln und den Energiestoffwechsel.
  • Unlösliche Ballaststoffe regeln die Verdauung, lösliche Ballaststoffe können die Blutfettwerte senken und Cholesterinwerte regulieren.
  • Gerade die gute Versorgung mit Vitamin A erklärt dann auch die Beobachtungen von Forschern der Colorado State University, denen zufolge der Kürbis selbst eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD) aufhalten könne.

die Auflistung der gesundheitsfördernden Aspekte läßt sich beliebig fortsetzen.

Zusammen mit meiner Tochter hatten wir ein Kürbis-Curry geköchelt. Es war sehr, sehr gut gelungen und ich hatte zweimal nachgefasst. Die Folge war, dass ich nachts mehrfach entwässern mußte. Sicher ein weiterer positiver Aspekt.

Es lohnt sich auch verschiedene Kürbissorten auszuprobieren. Die Unterschiede sind enorm. Dieses Jahr experimentierte ich mit verschiedenen Sorten des Muskatkürbis.

Suppen, Kuchen… in den verschiedenen Variationen habe ich ausprobiert. Erstaunliche Ergebnisse ließen sich erzielen. Die Kürbiskuchenvarianten überzeugten wirklich. Hätte ich nicht gedacht! Meine Kürbiswoche enthielt jeden Tag ein kleines Gericht mit verschiedenen Kürbissorten.

Auf dem Markt erhält man mittlerweile die Kürbissorten – stückweise – und man muss nicht einen riesigen Kürbis wochenlang verarbeiten.

samtiges Kürbissüppchen mit Lachsspieß

Kürbisernte bei Pöchtlarn/Österreich

Die Tage werden kälter, ein wärmendes Curry, sättigend, leicht, zum Beginn des Wochenendes wäre doch genau das Richtige

R e z e p t : (für 3-4 Personen)

Zutaten:

700 Gramm Muskatkürbis

2 mittlere rote Zwiebeln

3 Tomaten ( geschält)

1/2 Liter Brühe (Gemüsebrühe, Fleischbrühe oder Geflügelbrühe)

1 -2 Eßlöffel Honig

2 Knoblauchzehen

1 10cm großes Stück Ingwer

1 Stück Habanero oder Chili

1 kleines Stück Kurkumawurzel

Cocosmilch (sämig u. fest)

1 Stück Butterschmalz

1/2 Teelöffel rote Currypaste

Gewürze: Zimtrinde, Piment, Pfefferkörner schwarz , Langpfeffer, Nelke, Senfkörner weiss, Kardamon, Szechuanpfeffer

(alternativ fertige Currymischungen zur Not)

Schritt 1:

Den Kürbis schälen und in größere Würfel schneiden, mit dem Honig marinieren und beiseite stellen.

Schritt 2:

Gewürze fettlos anrösten und mösern.

Tomaten in kochendes Wasser halten und abziehen – grob würfeln

Zwiebeln in kleine Würfel schneiden

Schritt 3

Den Wok ohne Fett kurz aufheizen und das Butterschmalz zusammen mit der Currypaste vermischen und heiß werden lassen.

Nun geben wir die Zwiebeln hinzu und schwitzen sie farblos an, anschließend die Tomaten hinzufügen und etwas köcheln lassen.

Schritt 4

Wir löschen mit etwas Brühe ab und geben nun die gerösteten, gemörsterten Gewürze hinzu, die Zimtstange werfen wir ebenfalls in den Wok und lassen die Masse ca. 5 Min vor sich hin köcheln

Schritt 5

Wir prüfen die Schärfe, ggfs. noch etwas korrigieren

  • zu scharf – einwenig Honig zufügen
  • bzw. einwenig Currypaste oder Chilli hinzugeben

Schritt 6

Jetzt geben wir die marinierten Kürbiswürfel in den Wok und lassen ihn in der Soße gar ziehen. Dauert ca. 8-10 Min. auf mittlerer Flamme. Zwischendurch immer wieder testen . Der Kürbis sollte nicht zu weich werden, sondern bissfest bleiben.

Mit frischem Koreander versehen und als Beilage empfiehlt sich Basmatireis, den ich mit Safran angereichert hatte.

Selbst meine Fleischesser waren begeistert – und wurden satt !

Tipp: zur Resteverwertung

  • am nächsten Tag durchpürieren, etwas Brühe hinzufügen
  • ergibt eine leckere Kürbissuppe s. oben.

Viel Spaß beim Nachkochen und ein schönes Wochenende.

„Rote Knödel in eleganter Begleitung“

Historische Kochbücher, Notizen meiner Mutter und Großmutter , teilweise in Sütterlinschrift notiert, erstaunen mich immer wieder.

Das Kochen war sehr aufwendig, teilweise aber auch zerstörend. Die Familien hatten viele Esser, keine Küchenmaschine….

Aus einfachen Zutaten entstanden tolle Gerichte, arbeitsintensiv, zeitraubend, aber unendlich gut.

Mit dem was man zur Verfügung hatte – das war meist nicht viel, sondern nur das, was das karge Land hergab.

So entstanden zahlreiche Knödelrezepturen. Eigentlich Brotreste, Fett, Eier, kombiniert mit den Erzeugnissen aus Garten und Feld.

Die Menschen waren sehr kreativ und die Herstellung war mühsam.

Rote Beete, Kürbis hasste ich Abgrund tief. Alles mußte ständig eingemacht, haltbar gemacht weren, damit man „über den Winter“ kam.

So hörte ich die Frauen immer lamentieren. Sauer war das Zeug, man biß auf Senfkörner, Lorbeerblätter, salzig und für Kinder eigentlich nicht geeignet. Gegessen wurde was auf den Tisch kam – Amen .

Erkältungen, witterungsbedingte Krankheiten hatten wir allerdings so gut wie nie. Oft kam ich völlig durchnässt, durchgefroren nach hause. Die ausgewogene Ernährung tat uns gut. Sauerkraut, fermentierte Bohnen, Kohl in allen Variationen, Kartoffeln, waren die Hauptbestandteile der Ernährung.

Erst in den letzten Jahren, begann ich wieder mit Kürbis, rote Beete und Kohlgerichte zu kochen und bin sehr erstaunt, was mir da so gelingt, denn den Geschmack meiner Kindheit habe ich nicht vergessen. Fermentierung ist jetzt in aller Munde. So ändern sich die Zeiten, wie bei der Mode irgendwann wiederholt sich alles – nur etwas anders interpretiert.

Hier mein Rezept für Rahnerknödel (für 4 Personen)

Rahnerknödel
perfekte Konsistenz, perfekter Geschmack

Zutaten:

400 gramm Knödelbrot oder ca. 5 Semmel vom Vortag dünn aufgeschnitten

45o gramm Rote Beete (meine waren vorgekocht, geht aber auch mit frischen rohen, soweit man eine leistungsstarke Püriermöglichkeit hat)

100 gramm Butter

12o gramm rote Zwiebeln (fein gewürfelt)

1/4 Bund Petersilie

Krenabrieb (vom frischen Kren)

60 gramm Parmesan gerieben

winzige Menge Habaneros – meine wachsen immer noch am Strauch – oder Chilischote – auch getrocknet geeignet

3 Eier

1 schwach gehäufter Esslöffel Mehl

und so gehts:

Schritt 1 : die rote Beete mit einem Schluck Wasser pürieren und über das Knödelbrot geben.

Schritt 2: den geriebenen Parmesan hinzufügen und alles mit den Händen gut durchwirken ca. 2o-30 Minuten durchziehen lassen.

Schritt 3: die Zwiebel möglichst klein schneiden und langsam in der Butter farblos dünsten.

Petersilie hacken und ebenfalls hinzufügen . Dann über die Knödelmasse geben und mit den Händen durchkneten

Schritt 4: –

Die Eier verquirlen und einen Eßlöffel Mehl hinzufügen.

Salz, Pfeffer, Muskatnuss über die Eier geben .

Die verquirlte Eiermasse ebenfalls zur Knödelmassehinzufügen . Alles nochmals gut durchmischen und final der Masse einen kräftigen Abrieb vom frischen Kren gönnen, sowie die Habaneros oder Chilischote. Die Masse nochmals 20-30 Minuten kühl stellen.

Schritt 5: mit feuchten Händen Probeknödel formen und in das vorbereitete Salzwasser geben.

Nach und nach die Knödel in das siedende Salzwasser geben, ganz kurz aufkochen lassen und dann nur noch simmern lassen, die Knödel steigen hoch und ziehen so langsam gar. (Dauer ca. 15 Min. je nach Größe) Es ist ratsam die Knödel gleichmäßig zu formen, dann haben sie alle den gleichen Garpunkt. Wem das schwer fällt kann auch jeden Knödel abwiegen (70-80 gramm wäre ideal).

Bei mir kommt es nicht so genau, wenn der Probeknödel hält, variiere ich beliebig.

Während der Knödelteig ruht, schälen wir drei – vier Pastinaken ab, geben sie in den Dampftopf mit einwenig Meersalz, einer Zitronenscheibe und dämpfen sie weich (Dauer ca. 10 min).

Das Kochwasser abschütten, etwas Milch angießen und ein gutes Stück Butter, mit frisch geriebener Muskatnuss würzen, durchpürieren, etwas Salz aus der Mühle .

Die grüne Begleitung besteht aus Olivenöl, einwenig Parmesan und frischer Petersilie. Alles durchpürieren und beiseitestellen.

Ein großes Stück Butter zur Nussbutter werden lassen.

so gehts:

Die Butter in einem kleinen Topf auf mittlerer Stufe erhitzen. Sobald die Butter heiß ist, und das restliche Wasser verdampft (das macht sich an den aufsteigenden Bläschen bemerkbar) sollte man fleißig mit einem Schneebesen umrühren. Dadurch wird verhindert, dass das Eiweiß, welches sich nach und nach von dem Fett trennt, am Topfboden verbrennt. Zudem werden die später sichtbaren braunen Eiweißbrösel schön klein.

Peccorino reiben und servieren…. Uff

Gö-Gatte meint , schmeckt sehr, Pause, sehr guuuuut!

Die Problematik, dass die Knödel ihre Farbe außen verloren haben , konnte ich an diesem Abend nicht lösen. Innen, ja da waren sie schön rot.

„Was ich noch sagen wollte….“

(Diese Ausführungen stellen eine reine persönliche Meinung dar. Ähnlichkeiten mit Aussagen lebender oder toten Personen sind rein zufällig.)

Teil-lockdown – bald Totallockdown . Die Politik bemüht sich redlich sich zu präsentieren, den Bürger zu beschützen das Gesundheitssystem zu fördern, dafür muss der Bürger doch dankbar sein und sich angemessen verhalten.

Bei allem Respekt vor der Pandemie fällt mir auf , dass es eigentlich nur um die Macht geht, die Selbstdarstellung der einzelnen Politiker, Parteien….

Wenn etwas entgleist, dann muss man zu anderen Mitteln greifen, so die versteckten Hinweise.

50 Jahre hat man suggeriert, das braucht man, das hat man, das hilft, das gönnt ihr Euch doch auch! Die Geldbörsen wurden immer riesiger. Alle Karten, Kundenkarten…. sollten doch Platz finden. Shoppen war die beliebteste Freizeitgestaltung der ach so gestressten, erfolgsverwöhnten Bürger unseres Landes. Erlebnisshoppen, Erlebnisgastronomie verband man miteinander und dem Shoppingvergnügen waren keine Grenzen gesetzt. Die Innenstadtlagen wurden zu Höchstpreisen vermietet.

Jetzt ist es vorbei, Corona nimmt dem Bürger ihr liebstes Hobby …

Eine Alternative ist noch nicht gefunden, abgesehen von den wirtschaftlichen Schäden die nun von staatswegen unterstützt werden.

Alle stürzen sich nun in die Natur. So recht wohl fühlen sie sich nicht. Die Kinder wollen nicht wandern, auf den bevölkerten Wegen der Parks und Auen der Großstädte. Sie wollen springen, spielen, klettern, ballspielen….

Die Schulsituation ist unerträglich geworden. Ist zum Politikum geworden. Die Digitialisierung wird als Lösung präsentiert.

Eigentlich geht es – bleiben wir mal bei der Grundschule – um Rechnen, Schreiben , Lesen. Die Befürchtungen, dass bei mangelnder Ausstattung der Kinder(Computer, smartphon..) es zu Benachteiligungen kommt ist für mich nicht nachvollziehbar. Wir haben ein ganzes Heer von verschiedenen Pädagogen – (Wald-Heil-Kunst-Medien-……..) Sie sind teilweise mit staatlicher Förderung ausgebildet und warten auf ihren verdienten Einsatz. Vielleicht liegt hier des Rätselslösung . Wie wäre es mit Street-Teacher – oder Experience-Teacher…

Die Eltern könnten miteinbezogen werden, was gerade für die Migration von wertvoller Bedeutung sein könnte. Das Geld ist doch da, „dass können wir uns leisten…“

Auch pensionierte Pädagogen fänden dort sicher Möglichkeiten sich gut zu fühlen.

Der Einsatz wäre auch direkt in den Familien, vor Ort, im Freien, selbstverständlich unter Kontrolle des zuständigen Gesundheitsamts möglich. Die Entwicklung der Digitalisierung ergibt sich dann von selbst, je nach Bedarf.

Die Pandemie bietet soviele Möglichkeiten den Alltag entspannter, bewußter, spannender zu gestalten. Nur ein Gedanke !

„Die Transzendenz des Hefezopfes…“

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Fast 10 Jahre dauerte mein Kampf mit dem Hefegebäck. Sicher wird es vielen ähnlich gehen bzw. gegangen sein.

Seit März 2020 experimentierte ich mit dem selbsthergestellten Hefewasser , welches einer ständigen Pflege bedarf.

Diese fetten Hefezöpfe, gefüllt…. passen mir gerade nicht so. Im Winter, wenn es eisig, grau und kalt ist – dann ein gutes Buch Tee mit Schuß oder noch schlimmer Amareto-Schokolade – heilt alle Seelenwunden

Derzeit stelle ich mir ein Hefegebäck vor, dass nicht so süß, trotzdem saftig, fluffig – mal mit Käse, bester Marmelade aus eigener Herstellung oder gar mit meinem Zwetzschgenröster ….

Es sollte auch für meine langen Spaziergänge geeignet sein, wenn plötzlich der „leichte Hunger“ kommt. Es gibt ja derzeit keine Einkehrmöglichkeiten mehr coronabedingt.

Überall wird der süße Starter (Sauerteig) beschrieben. Was soll ich denn noch alles füttern. Obwohl reizen würde es mich schon. Vielleicht kreire ich hiermit mal eine Panettone anstatt die stressige Stollenbäckerei.

Meine Backprojekte werden vielfach von meinen Lieben und Freunden belächelt – denn sie müssen ja als Tester immer herhalten- Die Frage ist dann immer in welchem Stadium sich das Projekt befindet – wenns sich in der Verifizierung sich befindet, nehme ich ein Stück …

Ein paar Impressionen, bevor ich manche von Euch mit dem Rezept langweilen muss.

Das Rezept:

Vorteig:

275 Gramm Mehl Type 405

138 Gramm Hefewasser mit den aufgestiegenen 3-4 Datteln pürieren

24 Stunden sich selbst überlassen.

Hauptteig:

Zutaten:

300 gramm Mehl Type 405 – oder 550

50 gramm feinen Rohrzucker

50 gramm zimmerweiche Butter

Abrieb einer Zitrone

eine Prise Salz

1 Ei f. d. Teig

1 Ei für den finalen Glanz

80 Gramm Kefir (selbstgemacht) oder Milch (Zimmertemperatur)

15 Gramm Lievito Madre (nicht zwingend, hatte ich gerade übrig)

Zubereitung:

Vorteig mit den o.g. Zutaten in eine Rührschüssel geben und auf kleiner Stufe vermischen, dann ca. 12 Minuten insgesamt Kneten lassen. Bis ein glatter , zäher Teig entstanden ist.

dann ca. 1-2 Stunden mit einem feuchten Tuch bedeckt ruhen lassen.

Dann in eine Teigwanne oder Schüssel geben und für ca. 10-24 Stunden in den Kühlschrank verfrachten.

Am nächsten Tag – Zeitraum kann dem Alltag angepaßt werden -Zopf formen, kleine Brötchen in Papiermuffinformen platzieren .

Die Teiglinge mit einem verquirlten Ei, dem ich eine Prise Salz und einen 1/2 Teelöffel Puderzucker beigefügt habe bestreichen und wieder ca eine 3/4 Stunde bei ca. 20 grad gedeihen lassen.

Dann kurz vor dem Einschieben in den Ofen nochmals bestreichen, den Ofen vorheizen auf 200 grad Unter/Oberhitze mittlere Schiene.

Eine Schale mit Wasser in den Ofen stellen und fallend bis auf 180 , 150 grad abbacken. Je nach Ofen dauert dies ca. 4o Min.

Die Stäbchenprobe garantiert den Backerfolg. Wenn der Teig nicht mehr am Holz klebt kann das Gebäck aus dem Ofen.

Hefezopf - Hefebrötchen

Der Zopf ist sooo aromatisch, fluffig und ausgewogen im Geschmack.

Laut meinem Gö-Ga sehr gut verträglich – auch halb warm –

Sicher hat der Hefeteig von den mitpürierten Datteln profitiert, die ich nicht entsorgen wollte.

„Multi-media und viel , viel mehr“

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Es ist 6.30 Uhr , Freitag, den 13.11.2020

Ich sitze im dunklen Wohnzimmer und kann genau beobachten, wie sich die kühle Nacht verabschiedet und der neue Tag – was immer er bringen mag – erwacht.

früh um 7.30
die Nacht muss dem Tag weichen…

Der neueste Blogbeitrag von Carax&Van-Nuys hat mir bewusst gemacht, dass ich Opfer der Multi-media-Welt geworden bin.

Zugeben würde ich es nie! Auf dem i-pad meines Sohnes darf ich auf Netflix schauen- was mir sehr gefällt-.

Kochszenarien, Serien….

Ja, ich werde mir einen Netflixzugang zulegen.

Spotify ist zu meinem ständigen Begleiter geworden.

Podcast, Die Zeit, FAZ …, klassische Musik, Entspannungsmusik…. gehört längst zu meinem Alltag!

Meine Tochter hatte mir vor einiger Zeit die App installiert.

Das Fernsehprogramm ist meist dürftig und benutze ich überwiegend zur Information (Nachrichtn, politische Sendungen – die ich meist abbreche – da ich mich sooo aufregen muss! –

Selbstverständlich besitze ich schon seit ein paar Jahren einen Tolino, wenngleich ich nach wie vor gebundene Bücher verschlinge und liebe.

Seit ein paar Monaten habe ich die abhängige Arbeit eingestellt. Die Freiheit ist grenzenlos !

Meine Brotrezepturen galt es zu verifizieren. Manchmal braucht es einwenig Zeit, Muße und viel Geduld, um die gewünschten Ergebnisse zu erhalten.

Meine Übernachtgare ist seit 7.OO Uhr im Ofen und ich glaube es wird ein Superbrot.

Ruchmehl-Sauerteigbrote

Monatelang habe ich Recherche betrieben im Netz, mit Bäckern geredet….

Der Blog von Brotbackliebe … und mehr 
Valesa Schell hat mich stark beeindruckt und angeregt.

Das bayrische Ruchmehl bio habe ich von der DRAX-Mühle bezogen, wie alle meine Mehle und hieraus entstehen die – wie meine Kinder zu sagen pflegen – endlich verifizierten Brote.

Das Rezept hat sich bewährt.

Zutaten:

700 gramm bayrisches Ruchmehl bio

100 gramm Roggenmehl 1370

40 gramm Anstellgut Roggen (aus dem Kühlschrank)

370 gramm zimmerwarmes am Vortag abgekochtes Wasser

100 gramm selbstgemachter Kefir (mit gekauftem funktioniert es nicht, dann lieber auf Buttermilch zurückgreifen)

60 gramm Lievito Madre ( aufgefrischt, aus dem Kühlschrank)

19 gramm Salz

2 TL Imkerhonig

26 gramm bestes Olivenöl

Teigling bereit für das Feuer
Teigling zum Einschießen

Zubereitung:

Die obengenannten Zutaten, bis auf das Wasser in die Schlagschüssel der Küchenmaschine (ich benutze eine 12 Jahre alte Kennwood) geben.

Auf kleiner Stufe 5 Minuten durchmischen, dann das Wasser hinzufügen und nochmals auf Stufe 1-2 6 -7 Minuten kneten lassen.

Der Teig löst sich von der Schüssel. Wir formen eine kleine Kugel, ziehen diese zu einem kleinen Fenster auseinander und wenn man praktisch „durchschauen“ ohne, dass der Teig reißt – ist der Teig perfekt geknetet.

Für 1 Stunde darf er dann sich in einer Teigwanne ausruhen. Zwischendurch ziehe und dehne ich ihn noch 2-3 mal.

Dann kommt er für mindestens 16, längstens 24 Stunden in den Kühlschrank. Achtung! er geht noch erheblich auf – eine geeignete Schüssel wählen. Die Kühlschranktüre sollte, wenn möglich nicht mehr geöffnet werden.

Am nächsten Morgen den Teig in zwei Rechtecke teilen und wie Briefumschläge falten, etwas rundwirken, damit der Teig Spannung erhält und nochmals für 1 Stunde im gemehlten Gärkörbchen bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Den Ofen auf 250-270 grad vorheizen.

Die Teiglinge einschießen, und 250 ml Wasser in den Ofen schütten – keine Angst verdampft sofort – 10 Minuten backen, dann die Ofentür öffnen und den Dampf ablassen.

Weitere 20 Min. – auf 220 grad backen, dann weitere 25 Minuten auf 2oo grad. Wenn die Brote hohl klingen, sind sie bereit für den Rost.

bayrische Ruchmehl-Wecken

Ich arbeite mit einem Backstein, der sich bewährt hat. Aber auch auf dem normalen Blech, wenn der Ofen gut vorgeheizt ist, dürfte es kein Problem sein. Es ist nun 8.03 Uhr – Wunderbare Brote! Der Duft ist unbeschreiblich.

Jetzt laufe ich eine Runde – mit den Stöcken – denn ich will auch heute den wunderschönen Tag genießen. Natürlich habe ich die Knöpfe im Ohr – beschwingt mit einer Arie aus der Oper Carmen verlasse ich das Haus.

„Verschmähte Morgengabe“

Allgemein bekannt ist, dass es Menschen gibt , die unterschiedliche Biorhythmen haben.

Rhythmisch vom Tag der Geburt soll es abhängen. Verstehe es wer will.

Der normale Mensch – steht früh auf – nach dem Motto “ früher Vogel fängt den Wurm“… So hat man viel mehr vom Tag.

Man kann sich das Aufstehen auch antrainieren.

Mein geliebter Gö-Gatte hat es sich wieder abtrainiert. Bekanntlich ruht er in sich. Diese Tatsache birgt schon ein gewisses Konfliktpotential mit sich.

Er will nicht einsehen, dass er so viel verpasst. Den Sonnenaufgang, die Jungfräulichkeit des erwachenden Tages, die Morgenstille, das Zwitschern der Vögel, die leeren Straßen, Wege, die frische unverbrauchte Luft….

Niemehr wird es mir gelingen ihn davon zu überzeugen, dass der Morgen die schönste Zeit des Tages ist. Im übrigen , braucht man nicht soo viel Schlaf! 6-7 Stunden genügen vollkommen. Soweit so gut!

Die Pflege meiner „Haustiere“ (verschiedene Teigführungen, Sauerteige, Hefewasser, Kefiransatz…) nehmen schon eine gewisse Zeit in Anspruch.

Den Hefeteig hatte ich mit meinem Hefewasser-Vorteig vorbereitet und über Nacht im Kühlschrank geparkt.

Hier ist das Hefewasser gerade wieder aufgefrischt worden und im Werden.

Ein herrlicher Teig, lange geführt , mit Butter, Zimt , Abrieb einer Zitrone und einem dicken Bauernei geknetet. Die Konsistenz war wunderbar.

Zwetschgen hatte ich noch und so entstand der wohl letzte Datschi 2020 und den Rest des Teiges setzte ich in eine kleine Muffinform mit Papierförmchen.

Das Ergebnis war ein Traum

  • fluffig, locker, intensiv im Geschmack – ohne nach Hefe zu schmecken-
  • leicht zimtig, gut gebräunt
  • dazu Butter , meine selbstgemachte Marillenmarmelade

Auch diese Köstlichkeit konnte den Herrn Gemahl nicht überzeugen, dass Bett zu verlassen.

Was würde ich nur tun, wenn meine siebenköpfigen Raupen sich nicht aus ihren Ecken schleichen würden?

Der Hefeteig mit dem angesetzten Hefewasser ist meines Erachtens viel besser verträglich. Er läßt sich halt etwas mehr Zeit und ist manchmal nicht kalkulierbar. Die Erfahrung hat gezeigt, dass er für eine Übernachtgare sehr gut geeignet ist. Er verzeiht auch, dass man ihn nicht auf die Stunde genau aus der Kälte befreit. (10-12 Stunden, sind iedal)

Wer es wagen will nochmal mein Rezept für einen Datschi , Apfelkuchen, Zimtkuchen – mit 4 Hefebrioche.

und so einfach geht es

Vorteig:

138 gramm Hefewasser aktiv

275 gramm Mehl (Type 405)

  • mit den Händen das Wasser und Mehl vermischen
  • abdecken und 24 Stunden sich selbst überlassen (Zimmertemperatur ca. 20 grad)

Hauptteig:

200 gramm Weizenmehl 405 (oder Dinkelmehl 630)

90 gramm weiche Butter

100 gramm brauner Rohrzucker

1 schwach gehäufter Teelöffel Zimt

Abrieb einer Biozitrone

8o ml lauwarme Milch

Den Vorteig zusammen mit den o. g. Zutaten, bis auf die Milch, in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben.

Auf kleiner Stufe zunächst vermischen, dann auf der nächsten Stufe 5 Min. unter Zugabe der Milch und nochmals auf der nächsten Stufe 7 Minuten kneten, bis der Teig sich von der Schüssel löst.

Dann in eine Schüssel geben und 2-3 Stunden ruhen lassen, bis er angesprungen ist (d. h. sich einwenig aufgeplustert hat, ideal Volumenverdoppelung – muss aber nicht).

Den Teig dann in den Kühlschrank geben und den Kühlschrank, wenn möglich nicht mehr öffnen.

Am nächsten Morgen herausnehmen, ca. 2 Stunden sich aklimatisieren lassen. Dann einmal eine Springform mit dem geschmeidigen Teig auskleiden , nach Belieben belegen (Butter, Zimtzucker, Zwetschgen, Äpfel, Birnen…)

Vier gleiche Stücke (ca. 50-70 gramm) abstechen und in die mit Papierförmchen ausgelegte Muffinform geben, nachdem wir sie leicht rund gewirkt haben. Mit der Schere kurz kreuzweise einschneiden

  • Backen: 25 Min. die Muffins
    • – nochmal 20 Min. , je nach Ofen den Hefekuchen.

Es entsteht ein unwiderstehlicher Hefekuchen, mit einem leicht grossen Boden und locker, weiche, luftige Brioche – unwiderstehlich. Es lohnt sich!! Die dunkle Kruste erinnert mich an den Geschmack meiner Kinderheit, wenn die großen Bleche aus dem Backhaus kamen und ich mir den Rand stibitzte.

Schaut mal , was ich gerade aus dem Ofen geholt habe, ein Brot mit bayrischem Ruchmehl – mit Livieto madre u. Roggensauerteigansatz gebacken. Der Geruch, die Kruste….

bayrisches Ruckmehl in Vollendung...
Ruchmehl-Roggen-Sauerteige

„Hamstern, horten, vorsorgen, sammeln…“

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Das Jagen, Fischen, Sammeln ist die ist die älteste traditionelle Wirtschaftsform der Menschheit. (s. Wikipedia)

Es soll ja eine feste Zuständigkeit für diese Tätigkeiten der Geschlechter geben, die sich allerdings nicht bestätigen lassen.

Jedenfalls scheint es in meinen Genen ausgeprägt vorhanden zu sein, dass man sammelt, Vorräte schafft….

Beeren pflücken, Äpfel klauben, Pilze sammeln muss ich. Immer habe ich ein Messer, ein Sackerl dabei, sei es auch nur für einen Ast für die heimische Deko abzuzwicken.

Meine Bestände an Gewürzen, Ölen, div. Zutaten der besonderen Art, z. b. besondere Senfarten, Backzutaten und vieles mehr müssen ständig aufgefüllt werden.

Im Herbst benötige ich ganz andere Gewürze, wie immer Sommer.

Eine bunte, farbenfrohe Vielfalt an Obst, Gemüse findet man nur im Herbst.

Im Hinterkopf höre ich die Stimme: “ nur was in zwei Satteltaschen passt… !!!“ Dabei lacht mich der Wirsing, das Blaukraut, die Trauben, die Äpfelvielfalt, Zwetschgen, Kürbisse, Pilze, Salate so an, die schönen Kartoffel – was könnte ich damit alles machen – ….?

Sehr stark muss ich mich zusammenreißen, einen Handkarren könnte ich gebrauchen.

Während ich heim radele, überlege ich mir schon, was ich aus meinen Schätzen koche, backe.

Der Sellerie ist ganz besonders schön!

So entsteht dann ein Menü – ohne Fleisch – Wie immer höre ich: “ und was gibt es zur Hauptspeise?“

So entstehen die Gerichte in meiner Küche

Vorspeise:

Feine Broccoliesuppe (aus dem Strunk), aufgeschäumt mit Wein, etwas Sahne und dem schnell gezauberten Petersilienöl

Hauptspeise:

Sellerieschnitzel , mit in Butter geschwenkten Egerlingen und mit meinem besten Balsamico beträufelt, dazu ein Möhrenpüree mit Sahnekren angereichert.

Nachspeise: Buttermilcheis auf einem Zwetschgenrösterspiegel.

Fotos kann ich Euch nicht bieten, so schnell war alles verschlungen und auch die Männer verstummten. Der sich in der Speisefolge verankerter Jagdtrieb – die Fleischeslust- war besiegt!

Natürlich geht es viel schneller, ein Stück Fleisch in die Pfanne zu hauen, Kartoffelspalten aus dem Backofen und einwenig Pflücksalat zu servieren.

„Dunkelroter Charm meets Limone – Zitronenmelisse“

Ihr ahnt schon, um was es sich für eine Gemüsesorte handelt.

Sie hat ganz verschiedene Namen, Farben … =

Rauna, Rana, Rahne, Rohne, Rone, Ronen, Randig, Rohna genannt. Rote Beete soll ja ganz gesund sein.

Ehrlich entweder man mag den erdigen Geschmack oder man mag ihn nicht. Ich habe hier versucht, den erdigen Geschmack einerseits zu erhalten, andererseits ihn geschickt zu verbinden mit Zutaten, die eigentlich nicht so richtig passen

Limonen waren noch da, die Zitronenmelisse wächst immer noch frisch und grün auf meinem Balkon.

Außerdem möchte ich mal ein Rezept präsentieren, wo man nicht so viele Zutaten, Gewürze benötigt.

Dieses Süppchen ist schnell gemacht und überrascht jeden Esser.

Z u t a t e n

  • 2-3 vorgekochte rote Beete
  • 1 Liter Gemüsebrühe /Hühnerbrühe/Fleischbrühe (je nach Belieben)
  • 4 Limonen
  • 1 Eßlöffel Mehl
  • 1 Eßlöffel Butter
  • 1Teelöffel Sahnemerettich aus dem Glas
  • Gewürze: Cayennepfeffer, Chilisalz, Kubebenpfeffer
  • 2-3 Teelöffel Schmand / pro Portion 1 Löffel
  • frische Zitronenmelisse

und so geht es:

  • Schritt 1
  • die rote Beete klein schneiden
  • Limonen auspressen (Zeste zur Seite)
  • Zutaten bereitstellen

Schritt 2

  • Butter und Mehl zu einer Mehlschwitze verarbeiten
  • mit einem kräftigen Schuß Brühe ablöschen – gut mit dem Schneebesen verrühren, damit sich keine Klümpchen bilden
  • die kleingeschnittene rote Beete hinzufügen
  • 10 Min. auf kleiner Stufe köcheln lassen

Schritt 3

  • weiterer Teil der Brühe angießen und nun die Suppe durchpürieren. Sie sollte schön cremig sein, nicht so dicklich sein, ggfs. Brühe nachgießen.
  • den Limonensaft hinzufügen, umrühren
  • Sahnemeerettich hinzufügen
  • mit den Gewürzen abschmecken
  • nochmals aufschäumen , mit der gehackten Zitronenmelisse bestreuen, Limonenzesten drübergeben und servieren
  • 1 Teelöffel Schmand i. d Teller geben
rote Beete Süppchen
Rote Beete , Limonen, Zitronenmelisse

Der erdige Geschmack ist noch da, aber er hat eine Symbiose eingegangen mit dem frischen, leicht säuerlichen Geschmack der Limonen und dem Meerrettisch. Die Gewürze runden die Suppe wunderschön ab. Wunderbar wärmt sie , die leichte, cremige Konsistenz verlangt nach mehr….

Genau die richtige Mittagsmahlzeit an dem verregneten Tag

„Morgenstund hat Gold im Mund…. „

(aurora habet aurum in ore) Montag, den 26.10.7:50

So dachte ich mir heute morgen, die Zeitumstellung gilt es zu nutzen

Bewaffnet mit Stöcken und einer noch einwenig trägen Energie, begab ich mich an die Isar. Hier waren die Orange-Westen wieder aktiv, um den Müll des „heißen“ Wochendendes zu beseitigen. Überall Flaschen, Papier…..

Elegant, in Formation flogen große Wasservögel über mich hinweg. Es ist immer wieder ein Erlebnis, diese Vögel (ob Schwäne oder Kraniche) fliegen zu sehen. Im Gleichglang gleiten sie durch die Lüfte. Atemberaubende Landungen vollbringen sie auf dem Wasser.

Der sonnige Oktober hat sich wohl verabschiedet

Ein wenig Wehmut stellt sich da ein. Wie sagt man im Norden “ Es gibt kein schlechtes Wetter, nur nicht passende Kleidung..“ oder so ähnlich.

Meine kulinarischen Freuden im Oktober….

meine Oktoberküche
meine Interpretation des Apfel-Käse-Streuselkuchen von toertchenmadeinberlin
Oktoberimpressionen

Schnellen Schrittes lief ich meine Runde und dann sah ich erstmals bewusst dieses Graffiti. Ehrlich, ist das jetzt Kunst ??? So genau weiß ich nicht, was ich davon halten soll.

Graffiti-Kunst ?

Was meint Ihr ?

Beim Rückweg kam ich an meinem Lieblingsgemüseladen vorbei und ich konnte nicht widerstehen – es gab tatsächlich Tropea-Zwiebeln.

Ich liebe sie, der leicht süßliche Geschmack – die Tropea Sonne kann man schmecken ,riechen…. und so musste ich gleich an

Marmellata di cipolla rossa di Tropea denken. (s. auch Beitrag der Hügel von Cocorino)

Die erforderlichen Zutaten hatte ich natürlich immer im Bestand.

Mein Rezept:

Zutaten:

500 gramm Tropea Zwiebeln ( oder große, rote milde Zwiebeln)

1 EL Olivenöl

90 gramm(Rohrzucker/Hagelzucker gemischt)

2 Datteln ohne Stein

200 ml Balsamico

4o ml Rotwein (schwer u. gehaltvoll, wie Kalabrien)

10 gramm Salz

1 Lobeerblatt

2 Nelken

2 -3 Pimentkörner (gemörsert)

60 gramm Sultaninen

Zubereitung:

Schritt 1

Die Zwiebeln schälen, vierteln – Strunk herausnehmen und in feine Scheiben schneiden.

Das Olivenöl in den Topf geben und die Zwiebel kurz anschwitzen .

Schritt 2

Alle übrigen Zutaten hinzufügen und offen 40-55 Min. köcheln lassen.

Gelegentlich umrühren und daraufachten, dass die Masse nicht zu zäh wird, bzw. nicht so stark karamelisieren lassen..

Schritt 3

In sterilisierte Twistgläser füllen

(hält sich ca. 6 Mon.)

Allerdings wird die Köstlichkeit keine 6 Monate warten müssen, bis sie ihre Liebhaber/innen findet.

Gutes Gelingen!

„Zwetschgenröster – Zwetschgentröster „

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Die Sonne kämpfte sich durch den Nebel, am Bach standen die milchigen Schwaden und das gleistende Licht des Morgens, die durchdringende Kälte, die feuchte Kühle kannte ich nur zu gut. Es war Oktober!

Der Erntemonat bedeutete in meiner Familie immer viel Arbeit. Kartoffelernte, Äpfelernte, der Kohl mußte vom Feld. Das Wichtigste für meine Großeltern war die Zwetschgenreife.

Nur ein bestimmter Reifegrad war geeignet um das Zwetschenkraut (Zwetschgenmus) zu kochen.

Die Zwetschgenbäume standen oft oberhalb des Kartoffelackers, so konnte man die Kartoffelsäcke und die riesigen Weidekörbe (Mannen) gefüllt mit Zwetschgen, gleich mit ins Tal transportieren.

Man spacht von Zentner (50 kg)- Körben. Der kupferne Kessel wurde tagelag gereinigt und blitzte in die warme Mittagssonne.

In dem runden , schamottgemauerten Kessel konnte man verschiedene Kessel einsetzen ( für die Kochwäsche, für das Wursten und den Kupferkessel für die Zwetschgen.

Die Hände meiner Großmutter waren rissig, schwarzbraun gefärbt vom Entkernen der Zwetschgen. Es wurde eingekocht, gesaftet und das Zwetschgenkraut war das Beste im Dorf. Frisches Brot, Butter und dann das süßherbe Zwetschgenkraut. Fünf Brote konnte ich an kalten Herbst- u. Winternachmitagen verschlingen – wenn das Brot frisch aus dem Backhaus kam.

Der riesige Kessel faßte ca 4o kg Zwetschgen , die nur mit Zucker langsam köchelten – mind. 24 -36 Stunden, bis das geschmeidige, dunkelbraune Zwetschgenkraut die richtige Konsistenz hatte. Es mußte ständig mit einem großen , hölzernen Löffel gerührt werden.

Der runde Ofen wurde mit Buchenholz gefeuert und die richtige Hitze war eine Wissenschaft für sich.

Mit 10 Jahren wurde ich auf ein Schapellchen (kleiner Holzhocker) gestellt und mußte- durfte – rühren. Wehe es brennt an, dass roch man sofort, dann war die ganze Mühe umsonst.

Mein Großvater schaute mit seinem Zwetschgenwasser vorbei, wenn die Damen des Hauses außer Reichweite waren und fügte einen kräftigen Schuß hinzu.

So pflückte ich ihm ganz vorsichtig die besten Früchte für seinen Zwetschgenschnaps, den er brennen ließ und die riesige Korbflasche stand auf dem Speicher neben dem Salzfleischzuber.

Das Feuerwasser wurde für vieles eingesetzt. Hatte man Zahnschmerzen, Halsschmerzen, Zahnfleischprobleme , bekamen selbst die Kinder eine homöopathische Dosis verabreicht. Mit dem Befehl “ nicht runterschlucken, Ausspucken!“

Bis heute mag ich eigentlich keinen Schnaps. Dies liegt wohl daran, dass ich manchmal das Feuerwasser runtergeschluckt hatte, den gurgeln ist nicht einfach – und der Schnaps schmeckte grausam. Der Rachen brannte regelrecht und ein heißer Schwall durchschoß meinen Körper.

Die Zwetschge verfolgt mich bis heute.

Aus Österreich kommt der sogenannte Zwetschgenröster . Auf keinen Fall ist der Röster zu verwechseln mit einem Kompott oder gar einer Marmelade, obwohl das verwandtschaftliche Naheverhältnis augenscheinlich ist. Konfitüre ist der Röster auch keine, nicht einmal ein Fruchtaufstrich. In Österreich wird er grundsätzlich mit dem Löffel gegessen und nicht aufs Brot geschmiert!

Ich liebe ihn zum Kaiserschmarrn zum Käse, warm oder kalt zum Vanilleeis, Wild…. Er ist vielseitig einsetzbar.

Meine Zwetschgenröstervariane:in memoriam an Großmutters Zwetschgenkraut

Zutaten:

750 gramm vollreife Zwetschgen

2-3 Eßlöffel brauner Rohrzucker

Vanillestange (wiederverwerten )

1 Sternanis

3 Nelken

Zimtrinde

Cilischote ( entkernen , je nach Schärfegrad dosieren)

Zitrone bio

Grapefruitschale

Kardamon

1 Stamperl alte Zwetschge

125 ml guter Zweigelt (Rotwein )

Der Zwetschgenröster sollte, frisch, fuchtig und eine leichte Schärft im Abgang haben, die Zutaten dürfen auf einen Fall dominieren.

So geht es:

Schritt 1

In einen weiten Topf den den Zucker geben und ganz leicht karamelisieren lassen. Die Zwetschgen – ohne Zugabe von Wasser !!! – in den Topf gleiten lassen. Die Zwetschgen sind entkernt und auf keinen Fall klein geschnitten !

Schritt 2

Zitronen- u. Grapefruitschale hinzugeben, sowie den Saft der Zitrone . Mit dem Stamperl Zwetschgenbrand ablöschen.

Die übrigen Gewürze ebenfalls auf die Zwetschgen geben und solange kochen lassen, bis die Zwetschgen bissfest sind, nicht zerfallen!

Schritt 3

Den Zweigelt mit einem Teelöffel Stärke aufkochen und über die Zwetschgenmasse geben. Einmal umrühren –

Fertig!

Direkt warm genießen oder in Gläser füllen.

Die Zitrusfrüchte geben einen frischen Kick, die Schärfe der Chili paßt sich brav an. Die reifen Zwetschgen verbinden sich mit den Gewürzen, gelöffelt zerschmelzen sie auf der Zunge. Aus den banalen Zwetschgen wird ein

  • Zwetschgenröster – Tröster
Zwetschgenröster

Siehe auch die Marmeladenvarianten aus dem September 2012

„Menschen vor Flusslandschaft“

(nicht zu verwechseln mit Frauen vor Flußlandschaft von Heinrich Böll)

Wer in München lebt, liebt die Isar. Hier trifft sich die Jugend, hier tankt man frische Luft, hier radelt man, hier führt man Hunde aus , grillt, schwimmt, sammelt Steine, genießt die Sonne – den Sonnenuntergang, rudert, paddelt, genießt das irre Gaudi der Floßfahrt – leider dieses Jahr nicht- aus bekannten Gründen –

Der Fluß nimmt und gibt – die wildromantische Landschaft ist einzigartig und entschädigt den geplagten Großstadtmenschen.

Auch mich zieht es immer an die Isar, wie man in diversen Blogbeiträgen schon lesen konnte.

Heute, 7 grad, windstill, trocken, grauer Himmel, dachte ich kann ich es Samstagsnachmittag wagen, eine ausgiebige Flusswanderung mir zu gönnen. Na, ja …. Nachdem Söder die Maßnahmen verschärft – dachten wohl viele so.

  • er/ sie mit schmerzverzerrtem Gesicht , mühsam sich quälende Jogger/in
  • dabei sieht man schon an seinem/ihrem „Gestell“ , dass sie/er niemals eine Steppfenläuferin werden wird. Doch das Qutfit ist perfekt gestylt, die Kopfhörer in Übergröße – jetzt komm ich !
  • das junge Paar mit Kinderwagen, er schaut missmutig drein, sie redet ohne Punkt und Komma – Wortfetzen „Du mußt, du kannst“ bleiben bei mir hängen. Vielleicht gehöre ich doch schon zu einer anderen Generation. Selbst wenn ich nur den Müll runterbringe, bin ich dezent „geschminkt“ d.h. dezenter Lippenstift, Tagescreme, keine fettigen ungepflegten Haare.
  • seit dem lockdown habe ich das Gefühl, man bewegt sich nur noch im Schlafanzug/Jogginganzug ist ungepflegt – so auch die junge Frau. Die gängige Knödelfrisur, kann über die fettigen, strähnigen ungepflegten Haare nicht hinwegtäuschen. Das Gesicht ist bleich , grau , sie schlurft lustlos neben dem kinderwagenschiebenden Partner.
  • er denkt sicher “ so ein Mist, wie gerne wäre ich mit meinen Jungs unterwegs…“
  • dann die jungen Eltern – alles haben sie dabei – riesige Karren, Essen, Trinken, die übermotivierten Mütter suchen ihre Selbstbestätigung unter Gleichgesinnten. Die jungen Männer versuchen krampfhaft die heißgeliebte „Familie“ zu bestätigen und die Worthülsen sind: „Projekt, Sommer der keiner war, ja und Meike hat dann…
  • ja Anja sieht das auch so….., wenn Leo erst mal in der Kita…
  • ja, Corona hat man sicher für heute vergessen, die Gruppe besteht aus mind. 10 Kindern und mehr als 15 Erwachsenen.

Wehmütig laufe ich schneller, meine Schwimmstellen – verwaist – die Isar hat sich alles wieder genommen, keine Kiesbank mehr da.

Das Wasser ist schmutzig grau, fast beleidigt treibt der Fluß ein paar schäumende Wellen vor sich hin. Die Luft ist feucht und frisch. Träge wälzt sich die grau-grüne Masse in Richtung Stadt. Die Isar braucht jetzt gut ein halbes Jahr, um sich von dem Sommerstress zu erholen.

Heute laufe ich mit Stöcken, komme sehr schnell voran und schaffe es bis zur Großhesseloher Brücke. Dabei habe ich Stöcke immer gehasst, belächelt und als spinnert abgetan. So ändern sich die Ansichten…..

Auf dem Rückweg meldet sich mein knurrender Magen und ich kann nur noch ans Essen denken. Was koche ich heute Abend?? Was Scharfes und doch Frisches – es muss schnell gehen. Eigentlich könnte ich ein Fischcurry machen. Da könnte ich die Currymischung, welche ich mir in eine Mühle gefüllt habe ausprobieren, Langpfeffer, meine Habaneros – scharf wie die Hölle- Gemüse wäre auch da.

Fischcurry – feurig-

(für 3-4 Personen)

Zutaten:

  • 500 Gramm fester Fisch – heute fester, dicker Seelachs bester Qualität
  • 1 kleine Zuccini
  • 2 Spitzpaprika
  • 1 1/2 Stange Lauch
  • 2 Karotten
  • Ingwer ca 10 cm
  • 2 Knoblauchzehen
  • ein wirklich kleines Stück Habaneros (weniger ist mehr!) (verleiht allerdings dem Gericht eine besondere Note.
  • 1/2 Teelöffel rote Currypaste
  • Tomatenmark , 1/2 Teelöffel
  • 200 ml Fischfond (aus dem Vorrat)
  • 1 Dose Kokosmilch
  • Chillisalz
  • Currymischung (notfalls auch pulverisiert)
  • Limonen
  • frischen Koreander
  • neutrales Öl

Beilage: Basmatireis mit rotem Reis gemischt

Dank meiner Schnippelhilfe ging die Zubereitung super schnell

Schritt 1:

Den Fisch in mundgerechte Stücke schneiden und in etwas Öl, mit ganz fein gehacktem Ingwer, Habaneros, Knoblauch und einem Spritzer Limonensaft, Sojasoße marinieren und beiseite stellen.

Reis waschen und in den Reiskocher bzw. Topf geben (2 Teile Basmati- 1 Teil roter Reis) salzen und kochen lassen.

Schritt 2

Gemüse putzen und schneiden (Lauch quer, damit es schöne Streifen gibt, die Karotte dünn und schräg schneiden, Paprika entkernen und in Streifen schneiden, Zuccinis ebenso.

Schritt 3

Den Wok mit neutralem Öl anheizen, dann Currypaste und das restliche Gemisch aus Knoblauch, Ingwer, Habaneros anschwitzen.

Schritt 4

das Gemüse nach und nach – beginnend mit dem härtesten – unter ständiger Bewegung garen und nach oben schieben.

Schritt 5

Fischfond angießen – erst mal nur die Hälfte- reduzieren lassen. Das Tomatenmark hinzugeben

Schritt 6

alles vermischen und die Kokosmilch unterheben.

Schritt 7

die marinierten Fischstücke hinzufügen und gar ziehen lassen Das geht sehr schnell ggfs. kurz den Deckel auf den Wok geben.

Frischer Koreander hacken und das Curry damit bestreuen.

Servieren!

Die jetzt angenehme Schärfe gibt dem Gericht den Kick

Der Fisch perfekt gegart

Die Gewürzaromen haben sich zu miteinander vereint.

„Scharlotka“ , hoppla

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In den kargen Lagen des Westerwaldes wuchsen eigentlich nur Äpfel und Zwetschgen, vereinzelt gab es noch Birnen – meist von minderer Qualität.

Entweder war ein Zwetschgenjahr oder ein Apfeljahr.

Dieses Jahr gibt es Äpfel im Überfluss. Die Sorten meiner Kindheit, Bohneäpfel (sauer, klein – Boskop – sauer – dick) mag ich eigentlich bis heute nicht – zumindest roh essen.

Aber als Zwetschgenmus, Chutney , Apfelmus mit verschiedenen Apfelsorten habe ich die verhassten „Äppel“ schätzen und lieben gelernt.

Wochenlang musste man als Kind, die Lesäppel sammeln, die dann zu Saft, Apfelmus und Kuchen… verarbeitet wurden. Viele Rezepte sind mir heute noch auf Anhieb geläufig.

Gekocht habe ich sie in den letzten Jahren so gut wie nie.

Allerdings habe ich meine „Hassliebe/Liebe“ zu den alten Sorten wieder gefunden. Die Supermarktäpfel haben meist keinen Geschmack oder die in Mode gekommenen Sorten sind meist ungeeignet um ein richtig gutes Apfelmus zu kochen- nur schön anzusehen sind sie.

Beim Foodblog Kochtrotz bin ich auf ein Rezept gestoßen, dass mich neugierig werden ließ. Es kommt mit wenig Mehl aus, ist unkompliziert.

In Russland ist der Apfelkuchen „Scharlotka“ (russisch: Яблочный пирог „Шарлотка“) sehr beliebt. Kein Wunder – das Rezept ist einfach, so dass jeder den Kuchen backen kann. Dieser Apfelkuchen ist sehr fettarm (ohne Butter) und kann schnell aus einfachen Zutaten gebacken werden.

Natürlich musste ich das Rezept abändern und einwenig interpretieren.

  • säuerlicher Apfel meets Zimt, Kardamon, einwenig Nelke, eine Spur Ingwer
  • dicke Bauerneier, feiner Rohrzucker…..

Scharlotka – Rezept:

Zutaten:

  • 5o Gramm Mehl Type 405
  • 1 Päckchen Puddingpulver – vanille –
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • Kardamon (Kaspel zerstoßen)
  • Abrieb 1 Zitrone
  • Abrieb vom frischen Ingwer
  • Saft um die Äpfel zu beträufeln
  • 1-2 zerstoßene Nelken
  • 200 Gramm Marzipanrohmasse
  • 12o Gramm feiner Rohrzucker
  • 1 Kilogramm Äpfel
  • Puderzucker zum Bestäuben

so geht es schnell;

  • die trockenen Zutaten – bis auf den Zucker- und die Gewürze mischen
  • Äpfel schälen und klein schneiden
  • Marzipan i. kleine Stücke schneiden
  • alles miteinander vermischen, Saft einer Zitrone unterziehen
  • Abrieb der Zitrone ebenfalls untermischen
  • die Eier aufschlagen und auf höchster Stufe zu einer steifen Masse werden lassen.
  • in der Zwischenzeit eine Springform mit Backpapier auslegen,
  • Ofen auf 170 grad Ober/unterhitze vorheizen
  • leicht mit Rohrzucker bestreuen und den Rand gut einfetten
  • jetzt die trockenen Zutaten sanft und schnell unterheben
  • die Apfel/Marzipanmasse in die Form füllen
  • die schaumige Masse gleichmäßig auf die Form verteilen
  • die Form etwas rütteln, damit sich die Masse nach unten verteilt, bzw. mit der Spachtel etwas nach unten drücken.
  • die Scharlotka ca. 45-50 Min. backen (Zwischenkontrolle m Stäbchen)
  • dann abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben

Mit noch leicht flüssiger Zimtsahne servieren

Ein Apfeltraum geht in Erfüllung

P.S meine siebenköpfigen Raupen krochen schon wieder heran – bevor ich meine Scharlotka servieren konnte, hatte jemand sich schon mal ein großes Stück gegönnt.

“ B A C K T A G „

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Es ist nasskalt, die Tagestemperaturen bewegen sich im einstelligen Bereich. Es bereitet mir Kummer und körperliche Schmerzen, dass ich jetzt schon Strümpfe tragen muss. Die Finger schreien nach Handschuhen auf dem Fahrrad, dabei war es letzte Woche noch soo schön.

Vor kurzem habe ich mich mit diversen Mehlsorten eingedeckt.

Das bayrische Ruchmehl müsste sich doch mit einem Roggenmehl ….

Koreander, Fenchel, Kümmel – Sauerteig – Wasser und ein gutes Salz.

Gem. Wikipedia:

Ruchmehl ist eine im alemannischen Sprachraum verbreitete Bezeichnung für ein Mehl aus Weizen, das noch einen Teil der äußeren Schalenschichten enthält.[1]

Eine Definition von Ruchmehl ist Bestandteil von Gesetzesvorschriften in der Schweiz und zwar im Zusammenhang mit dem folgenden Begriffssystem:[2]

  • Weissmehl: vorwiegend aus dem inneren Teil des Getreidekornes gewonnenes Mehl (Typ 400)
  • Halbweissmehl: nahezu schalenfreies Mehl (Ausmahlungsgrad 75 %, Typ 700)
  • Ruchmehl: Mehl, das noch einen Teil der äusseren Schalenschichten enthält (Ausmahlungsgrad 85 %, Typ 1100)
  • Vollkornmehl: aus dem ganzen Getreidekorn gewonnenes Mehl, mit oder ohne äusserste Schalenteile (mindestens 98 Massenprozent des gesamten Getreidekorns)

Ruchmehl entspricht in etwa dem Ausmahlungsgrad der deutschen Type 1050 oder der österreichischen Type W 1600.

Es enthält mehr Eiweiss, Mineralstoffe und Vitamine aus der Randschicht des Korns und wird daher in der Vorstellung der Vollwerternährung als wertvoller als Weiss- oder Halbweissmehl bewertet. Es verfügt über einen ausgeprägteren Geschmack als Weissmehl und eignet sich für dunkle Backwaren, insbesondere alle Brotteige (in der Schweiz übliches sauerteigfreies dunkles Brot, Magenbrot etc.).

Ploetzblog hatte kürzlich ein ähnliches Brot – doppelt gebacken- vorgestellt. Mein besonderer Dank an Herrn Lutz Geißler für das „Austüfteln“ der grundsätzlichen Mengenverhältnisse, welche ich etwas abgeändert habe.

Es war mir einwenig weizenlastig und so entstand mein

Roggen-Ruchmehl- Gewürzbrot

  • Zutaten
  • 468 Gramm Roggen 997
  • 104 Gramm von meinem Sauerteig – direkt aus dem Kühlschrank –
  • 10 Gramm Salz
  • 468 Gramm gut warmes Wasser (etwas wärmer
  • 275 Gramm Vorteig (Hefewasserteig) bestehend aus Weizendunst (am Abend vorher aus dem Kühlschrank genommen)
  • nochmal kurz zur Herstellung:
  • 138 Gramm Hefewasser mit 275 gramm Mehl, je nach Bedarf vermischen und 10-24 Stunden abgedeckt stehen lassen. Dann in den Kühlschrank – hält bis zu 3 Wochen

Hauptteig:

362 Gramm Ruchmehl – DRAX-MÜHLE

1 1/2 Eßlöffel Brotgewürz – grob= Fenchel, Anis, Kümmel

1/2 Backmalz (Roggen – inaktiv)

Roggenschrot, nochmal 1 Eßlöffel Gewürze, Roggenmehl für die Arbeitsfläche

Nochmal kurz den zeitlichen Ablauf:

  • Sauerteigteig setze ich abends an, den Hefewasserteig aus dem Kühlschrank nehmen.
  • Im übrigen gibt es eine sogenannte Sauerteigbörse, wo man ihn schon aktiv und einsatzfähig bekommen kann (s. Plötzblog)
  • am nächsten Morgen die Teige zusammenführen – das geht so:

Die feuchten Teige geben wir zuerst in die Rührschüssel der Küchenmaschine, dann das Ruchmehl und die weiteren Zutaten aus dem Hauptteig.

Auf der niedrigsten Stufe mischen wir die Teige gut durch und kneten die Teige nochmal 5 – 6 Minuten, bis sich der Teig halbwegs von der Schüssel löst.

Ggfs ist eine Zugabe von warmen Wasser angebracht. Dies ist aber meist nicht der Fall, da wir zwei aktive , freuchte Teige miteinander verbinden.

Den Teig in der Rührschüssel abdecken und bei Zimmertemperatur sich selbst überlassen. Nach ca. 3-4 Stunden hatte er sich verdoppelt.

Den Teig auf der mit Roggenmehl bemehlten Arbeitsfläche dann nochmals ganz vorsichtig bewegen und in ein mit Roggenmehl bestäubtes Garkörbchen geben.

Schnell wird er sich dort breit machen , er schreit nach dem Ofen.

Den Backstein oder das Blech – soweit kein Stein vorhanden- einfügen und den Ofen bis 250-270 grad vorheizen.

Dann das Brot hineinstürzen und 250 ml Wasser in den heißen Ofen gießen.

  • 10 Minuten auf dieser Temperatur backen
  • dann den Backofen öffnen und die heißen Schwaden entweichen lassen
  • weitere 50-60 Minuten auf 22o grad (Ober/Unterhitze) backen.

Erst wenn das Brot richtig hohl klingt, wenn wir es rausnehmen ist es gut durchgebacken und nicht mehr feucht.

Den Herd ausschalten und das Brot in dem Ofen abkühlen lassen.

Gestern hatte ich richtigen Stress, das Brot wollte in den Ofen aber meine spontan zusammengerührte Scharlotka wollte nicht weichen.

Das Rezept folgt selbstverständlich.

Dieses Brot war noch leicht warm – ich konnte mich nicht zurückhalten und mußte es anschneiden. Dann die Sünde! Lauwarmes würziges Brot bestrich ich mit Grammelschmalz (Schweineschmalz mit winzigen Speckteilchen), etwas Salz aus der Mühle. Genau die richtige Vorspeise bei dem Wetter!

„Suppenkasperl hinhören ….“

Jeden Morgen, werden die Pappeln bunter, wenn ich die Gardinen zurückziehe. Der Herbst läßt sich nicht mehr aufhalten, wobei gerade erst einwenig Sommer war.

Jetzt ist die Zeit für ausgiebige, Wanderungen in bunten Wäldern und eine wärmende Suppe ist dann für manche die Erfüllung schlecht hin.

Einige meiner Suppen, Eintöpfe habe ich Euch schon zugemutet.

Meine Markklößchen sind besonders beliebt.

In meiner Kindheit gab es immer Suppe , ob als Vorspeise oder Eintopf. Ein gute Suppe gehörte selbstverständlich dazu. Sie diente als klassische „Sättigungsbeilage“ , denn die Fleischportionen fielen nicht sooo groß aus.

Von elementarer Bedeutung, war für mich immer die Suppeneinlage, die Basis der Brühe und der abgerundete Geschmack. Tütensuppen, Fertigsuppen, Wassersuppen habe ich selbst noch n i e gemocht.

In den nächsten Wochen werde ich versuchen, Euch diverse “ Suppeneinlagen“ zu präsentieren.

Heute möchte ich Euch meine Griesspecknockerln nicht vorenthalten:

Rezept:

Zutaten:

1 kleine Zwiebel

75 g durchwachsener Speck

1/4 L Milch

1 EL Butter

Salz, weißer Pfeffer a . d Mühle, frisch geriebener Muskat

80-100 Hartweizengrieß

1 Ei (M)

ca. 30 gramm Semmelbrösel (je nach Bedarf)

1 1/4 kräftige Fleischbrühe

gehackte Petersilie

  • die Zwiebel schälen, sehr fein hacken und mit dem würfelig geschnittenem Speck glasig werden lassen.
  • die Milch aufgießen
  • Butter, Gewürze und Grieß in die kochende Mischung einrühren und so lange rühren, bis die Masse sich verbindet , bzw. zusammenzieht.
  • den Topf beiseite stellen und abkühlen lassen.
  • nun erst das Ei und Semmelbrösel, etwas gehackte Petersilie dazu geben.
  • mit hilfe eines Eßlöffels aus der Masse längliche Nocken formen.
  • die wir in der leicht siedenden Fleischsuppe gar ziehen lassen.
  • Dauer 10 -15 Minuten
  • mit dem restlichen Petersilie bestreuen und servieren!

Isar – Licht und Schatten….,,

Situationsgetreuer Beitrag

Isar Grosshesseloher Brücke

Nur wenige Meter bin ich gefahren, erst mal zum Flaschenkontainer, milde Temperaturen, die Sonne schaut einwenig skeptisch zwischen den Wolken und Bäumen hervor

Gerade denke ich, dass jeder zweite i München einen Hund ausführt

Ich mag Hunde eigentlich sehr gerne

Und meine Entscheidung Hund ja oder Nein – ist immer noch nicht gefallen.

Vollbremsung die Erste – aus dem Gebüsch schießt der Hund mit gerade Wegs vors Rad.

Wenige Meter, schon wieder….

Nach dem Motto „kommst oder bleibst“ geht Frauchen/Herrchen mit dem Hund um. Hoffe nur, dass sie über eine Hundehaftpflicht verfügen.

Die Rücksichtlosigkeit ist kaum zu überbieten. Frauchen steht auf dem Fahrradweg (als solcher ausdrücklich gekennzeichnet) und läßt ihren Oskar von der Leine. Mir reicht es – ich kehre um – und beschließe einen Großeinkauf zu machen.

Gesagt getan, kaum zu bewegen war mein Fahrrad.

Wie nennt man das heute „koch-flash“

Hühner- u. Rinderbrühe angesetzt, Brotteig, Datschie-Teig angesetzt.

Spätzleteig musste ich auch noch machen, denn die Eier die ich erstanden hatte, boten sich dafür an.

Einen speziellen Gulasch – Rind/Schwein gemischt – Rotwein, erlesene Gewürze in meinem „alten Freund“ (Bräter aus dem 17. Jahrhundert) geht auch noch.

Eigentlich müßte dies – bei entsprechender Vorratshaltung- für mindestens zwei Wochen reichen.

Weit gefehlt ! Nachts schleichen Sie um die Töpfe, verbeißen sich….

Der Datschie – nachts – ich weiß nicht? Den buttrigen Zimtzopf… in lauer Fönnacht … , wers mag.

Und schon sind sie wieder weg diese siebenköpfigen Raupen.

Die Fettaugen der Hühnerbrühe strahlen mich an, die herrlich gelbe Farbe leuchtet mir entgeben. (hatte eine kleine Kurkumawurzel mitgekocht).

Diese asiatische Variante verwende ich für meine scharfen Glasnudelsuppen – wenn es draußen noch kälter wird. Jetzt wandert die Brühe erstmal in den Tiefkühlschrank.

Die Rinderbrühe – klassisch- kommt in Eiswürfelbeutel und der Rest ergibt eine köstliche Suppe mit Griesnockerl, genauso wie es die „gefräßigen Raupen“ lieben. Frage mich nur , wann es endlich Schmetterlinge werden und sie davon fliegen?

Meine „Elisa“ (Küchenmaschine) ist aus dem Sanatorium zurück. 6 Wochen war sie auf Kur, nun surrt sie wieder Gott sei Dank!

Daher will ich auch meine neueste Brotvariation Euch nicht länger vorenthalten:

„Weizenvollkorn m mediteranem Kick“

Zutaten:

Vorteig:

275 gramm Weizendunst (oder doppelgriffiges Mehl – Spätzlemehl)

138 gramm Hefewasser

12 Stunden sich selbst überlassen!

(mein Hefewasser habe ich im März 2020 angesetzt, immer wieder aufgefrischt, wochenlang nicht benutzt) Die Mühe lohnt sich. Wie bereits beschrieben, setze ich immer zwei Teige an, die sich auch bis zu 3 Wochen im Kühlschrank ohne Probleme halten, um dann weiterverarbeitet zu werden – einmal Pizzateig z. B. einmal Hefeteig für meine Sonntagsbrioch.

Hauptteig:

200 gramm aktiven Lievito madre aus dem Kühlschrank

(schnelle Variante mit dem Hefewasser hat vor 3 Monaten super funktioniert) Tipps u. Herstellung ist im Netz vielfältig vorhanden! Einmal angesetzt super für Pizza oder auch Pinsa (römische Pizza, sagt jedenfalls meine Tochter)

300 gramm Weizenvollkornmehl – bio –

2 Eßlöffel bestes Olivenöl

1 1/2 Esslöffel Meersalz

300 ml Wasser wirklich lauwarm, da bei Maschinenknetung nochmal Wärme erzeugt wird

1 Teelöffel Kräuter der provence

Zubereitung:

(m. Küchenmaschine)

Vorteig, Mehl, Öl, Salz in die Rührschüssel geben, etwas von dem Wasser hinzufügen und auf kleinster Stufe gut durchmischen.

Dann 5 Minuten auf Stufe 1 kneten, Geschwindigkeit erhöhen , Wasser nach und nach hinzufügen und 10 Minuten auf Stufe 2 kneten.

Der Teig löst sich vom Schüsselboden und ist bereits für eine ausgiebige Ruhephase. Nach ca. 2 Stunden den Teig in der Schüssel falten, damit er Spannung bekommt, diesen Vorgang beliebig wiederholen.

Der Teig sollte sich verdoppelt haben, bevor er in das bemehlte Garkörbchen kommt. Hier ist kein zeitlicher Rahmen vorgegeben, lasst dem Teig die Zeit die er braucht, ggfs. nochmals falten und sich selbst überlassen.

Jetzt kann man praktisch zu sehen, wie er aufgeht in der warmen Küche, der Gulasch wird gerade angebraten, der Zwetschgendatschie genießt die Ofenwärme – der Spätzleteig wird durchgedrückt – …. so liebe ich es !

Gemüse - Rind- Schwein

Einwenig klassische Musik und ich genieße meinen „Kochflash“

Das Brot mit einem Teelöffel Kräuter der Provence bestreuen.

"kleine Datschie - Springform

Datschie raus, Ofen auf 250 grad mit dem Backstein aufheizen und das Brot einschießen, bzw. auf den Backstein stürzen.

  • 10 Minuten auf 250 grad backen (eine große Tasse Wasser in den heissen Backofen schütten (etwa 250 ml)
  • Temperatur auf 200 / 180 reduzieren
  • insgesamt 50 Minuten backen (je nach Herd)
  • Klopfprobe
Weizenvollkorn - mediteran

Abkühlen lassen ….

Morgen ist von dem Brot sicher nichts mehr zu sehen, die siebenköpfigen Raupen werden sich dran laben.

Vollkornweizen - mediteran

Tipp: Wenn Ihr die Blogbeiträge in den vergangenen Jahren verfolgen möchtet, viele Rezepte findet ihr z. b. (Monat 9/11/12/13 des jeweiligen Jahres. Diese Menü- u. Rezeptvorschläge passen stets in die entsprechende Jahreszeit.

Schönen Sonntag!

„Pfiat di Sommer“

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Frank Wedekind …

„Glück und Segen und alles Gute

Gieß dir hernieder ein schützender Stern;

Könnt ich’s erkaufen mit meinem Blute,

Oh, wie erkauft ich es dir so gern.

Freu dich sorglos der sonnigen Tage!

Klarblauer Himmel verkläret den Blick;

Aber mit weicher melodischer Klage

Dämpfe die Schmerzen im Mißgeschick….. „

Gestern früh war ich schon sehr früh auf, eine gewisse Unruhe machte sich in mir breit.

Einmal wollte ich noch an meinen geliebten See.

Eintauchen in das kühle Nass und schwimmen bis zum Horizont. Das kleinbürgerliche „Seeleben“ beobachten und vielleicht den Sonnenuntergang genießen.

Die betagten Herrschaften hatten schon ihre Plätze seit in der früh eingenommen.

Immer der Sonne entgegen sind die komfortablen Liegen, mit Auflagen und den Sonnenschirmen , gerade zu drapiert. Das kleine Tischchen für die Getränke, je nach Laune – der Korb mit den Köstlichkeiten , die Zeitung, das Buch – manchmal nur Attrappe – alles liegt bereit.

So versammeln sich die betagten Damen und Herren den ganzen Sommer schon. Die tiefgebräunte Haut, erscheint fast lederartig, die Frisuren der Damen sitzen perfekt.

Accessoires sind perfekt abgestimmt, mit der Bademode.

Die Herrschaften haben sich viel zu erzählen.

Nur schwer kann ich mich auf mein Buch konzentrieren. Der Klatsch, die Einkaufstipps, die Familientragödien…. sind eigentlich viel spannender.

Die Wassertemperatur wird gradgenau ermittelt und schon schreiten die Damen mit Ihren Poolnudeln – oder mit ihren Partner wieder zum Steg – Noch einmal eintauchen, noch einmal sich treiben lassen.

Dann wird das vielseitige Bade -Equipment wieder in die angemieteten, bzw. vererbten Kabinen verstaut.

Manch einer soll ja hier ganz jährig zum Schwimmen kommen.

Wie ich es genoss, in dem klaren, weichen Wasser , den Seglern nahe zu sein, begleitet von der herrlichen Kulisse, könnt ihr euch nicht vorstellen.

Gegen 16:00 Uhr brach ich schweren Herzens auf, denn ich wollte nochmal den Grill anwerfen.

Lachssteaks m. Venere Reis an Broccolie-Karottengemüse

Zutaten:( f. 2- 3 Personen)

  • 2 Lachssteaks
  • 1 Zitrone
  • bestes Olivenöl
  • 2 frische große Möhren
  • 1 Broccolie
  • frische Kräuter: Oregano, Thymian, Salbei
  • Meersalz – grob –
  • ein Schuss Whisky
  • 250 gramm Venere Reis – schwarz –

Zubereitung:

Schritt 1 :

Die Steaks marnieren ich folgt:

  • 2 Esslöffel Olivenöl werden mit dem Saft einer Biozitrone und den Zesten der Zitrone vermischt, ein Schuss Whisky hinzugefügt und mit groben Meersalz bestreut. Die Einlegeschale abgedeckt und ca. 2-5 Stunden mariniert. (bitte vor dem Grillen rechtzeitig rausnehmen, damit die Aromen sich entwickeln können )

Schritt 2:

  • Möhren kurz schaben, Broccolie abzupfen (ein Teil des Strunks aufheben)
  • dann die Möhren in schräge Scheiben schneiden.

Schritt 3:

Reiszubereitung

Venere Reis ist eine spezielle, Reissolte, die in der piemontischen Po-Ebene Italiens angebaut wird. Es handelte sich um eine geschützte Sorte, die nur von wenigen Reisbauern angebaut wird.

Durch seinen hohen Stärkegehalt ist er auch ideal für Risotto u. auch Süßspeisen geeignet

Er benötigt auch mehr Flüssigkeit , wie die üblichen Reissorten.

Für die Zubereitung habe ich einen Reiskocher verwendet, allerdings bin ich fast zu dem Ergebnis gekommen, dass man im normalen Topf das gleich, wenn nicht besseres Ergebnis erziehlen kann.

Die Kräuter grob schneiden und mit 2 Eßlöffel Olivenöl verrühren.

Reistopf auf Warmhaltestufe stellen, 750 ml Gemüsebrühe,

sowie den gewaschenen Reis, sowie ein Stück Strunk v. Broccolie hinzufügen und warten bis er gegart ist.

Den Grill aufheizen und mit einwenig Olivenöl bepinseln, damit der Fisch nicht anklebt , dann von beiden Seiten grillen und gar ziehen lassen. Dies geht ganz schnell!

Schnell servieren bevor es kalt wird, bzw. gestern abend , bevor das Gewitter uns den Spaß nimmt.

„Grüne Gerichte und summende Helfer….“

Milde wurde ich im Frühjahr von meiner Familie belächelt. Meine Streifzüge durch die diversen Gartencenter brachten jede Woche ein neues Pflänzchen mit. Auberginen, Zuccini, Tomaten, Rucola, Pflücksalat, rotes Mangold….

Die verschiedenen Habaneros bis zur Schärfe 10 , Paprika , div. Kräuter habe ich auf meine beiden Balkone verteilt, umrahmt von Bienenblumen, wie ich sie nenne.

Das wird nie was in unseren Breitengraden, so meine Gö-Gatte …..

Meine kleine „grüne Lunge“ wächst und gedeiht wunderbar. Stundenlang bin ich mit Gießen, Zupfen, Düngen , Schädlingsbekämpfung beschäftigt.

(Brennnesseljauche, Milchmischung müssen auch hergestellt und zielorientiert eingesetzt werden.

Auberginenblüte

Abends , wenn die Sonne untergegangen ist, entspanne ich bei einem Glas Weisswein. Ja, coronabedingt sind die Menschen mehr daheim und man hört so manches, was mir früher doch tatsächlich entgangen ist.

In der letzten Zeit konnte man im Netz, in der Presse, sowie in wissenschaftlichen Abhandlungen interessante Diskussionen verfolgen, welche Auswirkungen das viel gepriesene home office hat.

Zusammenfassend wurde festgestellt, dass der Mensch an sich nicht dafür geeignet ist, nur über digitale Kontakte zu kommunizeren.

Dies deckt sich auch mit meinen Beobachtungen.

Ungefährt 400-500 m von meinem Balkon entfernt, baut sich mehrmals täglich Mister „Wichtig“ (so nenne ich ihn) auf.

Große, schalldichte Kopfhörer zieren seine Halbglatze, bekleidet, täglich mit einem , ich würde sagen (Shorty) =Schlafanzug für Männer im Sommer.

So tänzelt er auf seinem Balkon , lautstark gestikulierend, die Körpersprache ist in vollem Einsatz.

  • “ genau… ich würde vorschlagen …..
  • nein, dies muss geprüft…
  • ja, das war doch mein Vorschlag
  • Herr Dr.. muss sich der Sache annehmen
  • Grüß Gott, schön , dass ich Sie erreihe
  • das Budget beträgt 1.2 Mille… usw.“

Man merkt deutlich, dass ihm die Bühne, der Flipshart, der große Konferenztisch mit geduldigen, bzw. kopfnickenden Personen gänzlich fehlt. Andererseits ist es für ihn die große Chance, niemanden zu Wort kommen zu lassen und sich im digitalen „Gesülze“ zu bestätigen. Die Gesprächsteilnehmer /innen haben sicher längst auf lautlos gestellt und feilen sich die Nägel….

Da ist eine neue Marktlücke geboren für die großen Coaches der Branche.

Der digitale Workshop – Kurs mit einem Tagessatz von 1800-2500,– EURO ist zwingend, wenn man künftig bestehen will

Mein Rezept will ich Euch nicht vorenthalten.

Die ersten Zuccinis gilt es zu ernten, der Koreander ist so üppig gewachsen und läßt dem Zitronenthymian keine Luft mehr.

  • Koreanderdip – green

Zutaten:

2 großzüge Hände voll Koreander schneiden

1 walnußgroßes Stück Ingwer

2 große Radieschen

1 saftige Stöpselgurke

1 Spritzer Zitrone, Abrieb ebenfalls

kräftiger Schuss bestes Olivenöl

und los

alles in den Pürierbecher geben und durchpürieren.

Es entsteht eine giftgrüne Creme, welche wir mit einwenig Chillisalz aus der Mühle anreichern

Final 1 1/2 Teelöffel griechischen Joghurt (mind. 10 %)

und der Dip kann serviert werden.

Sorry, meine Zuccinipflanzerl waren so schnell aufgegessen. Es war kein Foto mehr möglich. Wie so oft bei meinen siebenköpfigen Raupen.

ZUCCINIMASSE

Rezept:

Zutaten

3-4 nicht so große Zuccini

2 Eier

3 Eßlöffel (Vollkorzweizenmehl)

1 handvoll Haferflocken

kräftig mit Chilisalz, Pfeffer, Muskatnuss würzen.

So gehts:

Zuccini raspeln nicht zu fein –

Eier, Mehl , Gewürze, Haferflocken hinzufügen und alles zu einem Teig vermengen.

Ca. 1/2 Stunde stehen lassen.

Dann in einer beschichteten Pfanne schöpflöffelweise ausbacken.

Mit einer kleinen Salatgarnitur ( Rucola, Tomate) anrichten und weg sind sie , meine Zuccinipflanzerl

Schönes Wocheende

„Sucht nach Sommer….“

Dieses Jahr war es sehr quälend für mich, der kalte Mai, der nasse Juni , belasteten mein Wohlbefinden ungemein.

Kein Schwimmen in meiner geliebten Isar, keine laue Sommernacht, die zum ausgiebigen Terassenabend einlud.

Wie ich die lauen Sommernächte liebe habe ich schon oft beschrieben.

Hastig, aufgeregt und voller Vorfreude fuhr ich an den See.

Warf meine Utensilien auf ein Handtuch , riss mir praktisch die Kleidug vom Leib und rannte zum Steg.

Ganz genüsslich schwebte ich die kleine Einstiegstreppe hinunter, kurzes Abkühlen und schoss kopfüber in das noch kühle Nass.

Bewegte meine ungeduldigen Glieder und hatte nur noch ein Ziel:

Raus auf den See – erst wenn die Sonnenschirme am Strand klein werden, die Boote im kleinen Hafen aussehen wie Spielzeuge, dann habe ich mein erstes Sommerziel erreicht.

Immer wieder tauchte ich unter. Das Wasser spült die ganze Schwere der vergangenen Wochen fort. Schwerelos , leicht, schwebend fühlte ich mich.

Am Horizont meine geliebten Berge , alles strahlte in diesem tiefen, gleichzeitig leuchtenden Blau. Diese angenehme Luft, die strahlenden Farben erwärmen mich, obwohl die kalten Strömungen des Sees von Zeit zu Zeit mich erfrischend berühren.

Das ist für mich Sommer!

Natürlich habe ich auch ein Sommerrezept – zum Genießen mit einem guten, frischen Weisswein….

„Sommerkartoffelsalat“

Zutaten:

1,5 kg festkochende Kartoffel

schwarze entsteinte Oliven ( Menge nach Belieben)

10 kleine Cherry-Tomaten

2-3 kleine Frühlingszwiebel (besonders gut – die kleinen roten)

1 kleine Zuccini

100 gramm bester italienischer roher Schinken

1 kleine rote Spitzpaprika

frische Peperocini

frisches Basilikum

1/8 Liter Gemüsebrühe

Gewürze: schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Meersalz a. d Mühle

Vinaigrette:

  • weißer Balsamico v. bester Güte
  • Olivenöl bzw. Zitronenolivenöl
  • Chiliöl
  • Dijon Senf
  • Abrieb einer Biozitrone

Die vorgenannten Zutaten mit dem Schneebesen aufschlagen. Es sollte sich eine homogene Masse ergeben, die ggfs. mit einem kleinen Schluck Mineralwasser ergänzt werden kann (wenn zu dickflüssig)

Zubereitung:

Die Kartoffel im Schnellkochtopf 10 Min. mit Salz abdämpfen oder 20 Min. im normalen Topf 20 Min.

Währenddesssen die Zwiebel, das Gemüse, den Schinken klein schneiden und in der Pfanne anschwitzen.

Mit der bereitgestellten Gemüsebrühe ablöschen .

Die abgekochten Kartoffel möglichst warm abpellen und in Scheiben schneiden . Dies hat den Vorteil, dass die warmen Kartoffel die Zutaten viel besser aufsaugen und so ein guter Geschmack entsteht.

Die abgelöschten Zutaten über die warmen Kartoffeln geben und locker durchmischen.

Die Vinaigrette aufschlagen und diese ebenfalls über die Kartoffel geben.

Die Tomaten vierteln und locker über den Salat verteilen.

Tipp: eine handvoll Rucola ergänzt den mediteranen Kartoffelsalat genial

Mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle abschmecken, Basilikum , Oliven hinzugeben.

Fertig!

Im Kühlschrank oder in der Kühlbox wartet der frische Salat geduldig.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen genussreichen , sonnigen Sonntag!

„Emmer – Risotto „

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Emmer (Triticum dicoccum), auch Zweikorn genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Weizen (Triticum). Er ist, zusammen mit Einkorn, eine der ältesten kultivierten Getreidearten. Diese Weizenart mit lang begrannten, meist zweiblütigen Ährchen wird heute in Europa kaum noch angebaut – wenn, dann im Wesentlichen der Schwarze Emmer. Daneben gibt es den Weißen und den Roten Emmer. (Wikipedia)

Emmer (Zweikorn) ist eine der ältesten Getreidearten, die sich bis 10000 v. Christus zurückverfolgen läßt.

Meinem Lieblingsgemüse – dem Spargel wollte ich einen würdigen Abschied geben. Ein ganz besonderes Gericht wollte ich ihm widmen. Allerdings hatte ich die Garzeit von meinem Bio-Emmer i Urzustand völlig unterschätzt. Es gibt auch den sogenannten Perl-Emmer (ist behandelt und kann wie Reis gekocht werden) Meinem Ur-emmer hätte es gut getan, wenn ich ihn eingeweicht hätte – oder im den Schnellkochtopf gegönnt hätte. Allerdings den einzigartigen , nussigen Geschmack ist nur mit dem langen Garen und Rühren zu erreichen

Hier die Zutaten: ( für 4 Personen)

300 gramm Emmer (. s. oben)

4oo gramm Spargelspitzen

150-200 gramm frische Erbsen

1 kleines Stück Bleichsellerie

1 frische kleine Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 kräftiger Schuß bestes Olivenöl

Gewürze: Schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Meersalz

2 Liter Spargelbrühe oder Gemüsebrühe (die Spargelbrühe vom letzten Spargelessen bereichert das Gericht) „Kühlschrankkochen“

1/8 Liter Weisswein

1 Schuss Sahne

80 gramm geriebener Bergkäse

1 kräftiges Stück gute Butter

Schritt 1

  • das Hartgemüse möglichst klein schneiden
  • Knoblauch, Zwiebelchen mit dem Emmer andünsten.

Schritt 2

mit dem Wein ablöschen und nach und nach auf mittlerer Flamme rühren und köcheln lassen.

Schritt 3

nach ca. einer guten halben Stunde fügen wir die Erbsen und den Spargel hinzu, gieße wieder die Spargelbrühe an, rühren , rühren

ganz langsam wird das Korn bissfest.

Schritt 4 es erfordert Geduld, Muße den Risotto zu betreuen

  • nun fügen wir den geriebnen Bergkäse, etwas Butter und einen kleinen Schuss Sahne hinzu.

Die pure Geschmackexplosion , das bissfeste, dennoch leicht weich und die übrigen Zutaten haben sich zu einem – einmaligen Gaumenerlebnis entwickelt. Hätte ich nicht gedacht. Allerdings stehe ich jetzt 1 1/2 Stunden am Herd .

„Frieda vom Isarstrand“

Ehrlich – manchmal – haben wir das Gefühl – die Zeit steht!

Träge vergehen die Regentage und ein nicht mehr weichendes Gefühl – der schweren Last – des Nichtstun wird unerträglich.

Eine bleiernde Müdigkeit macht sich in mir breit.

Erfolgreich dagegen ankämpfen läßt sich nur mit körperlicher Bewegung.

So lernte ich vor ein paar Tagen FRIEDA vom ISARSTRAND kennen.

Gerade war der warme Regenschauer vorbei, ganz leise, langsam, träge hatte sie sich aus dem Unterholz gewagt. Schaute ganz vergnügt drein. Die warme Feuchtigkeit , die Nähe des Flusses versetzten sie in eine Art Ekstase . Sie streckte beide Fühler aus, um sich zu räkeln und blinzelte in die aschfahle Abendsonne.

„Mein Gott! Schon wieder ein Mensch – groß – fett – gierig – immer müssen sie mich so anstarren….

Immer haben diese Geschöpfe ein kleines Kästchen dabei und starren hinein.

Was diese – ich glaube – weiblichen Menschenwesen – alles brauchen. Für mich hochwohlgeborene Hochheit vom Isarstrand unvorstellbar. Bin ich doch heilfroh, alles bei mir zu haben. Mein kleines Haus , braucht keine Gäste zu beherbergen, gehört mir allein. Hier darf ich ich wohnen , kann es überall hin mitnehmen. Das ist Freiheit, um die mich so mancher Mensch sicher beneidet.

Bevor die Spezies noch auf Sammel- oder Jagdgedanken kommt, ziehe ich mich schnell in mein Schneckenhaus zurück.“

Möchten wir es nicht manchmal Frieda vom Isarstrand gleichtun ?

Ehrlich, manchmal wäre es schon gut. Vielleicht lernen wir es noch dann aber im richtigen Moment herauszukommen und ….

die grauen Wolken in Sommerwolken zu verwandeln

Schöne Abend ! Heute koch ich Emmer-Risotto mit Spargelspitzen, frischen Erbsen . Werde berichten, ob es ein Erfolg oder Misserfolg war.

„Grillbeilagen für Anfänger und Fortgeschrittene“

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Dieser Sommer will zumindest in Bayern nicht so richtig beginnen. Tagelanger „Schnürlregen“ begleitet uns mit Temperaturen um die 12-14 grad.

In den hiesigen Breiten kann es aber immer spontan zu einem Sonnentag kommen. Dann heißt es raus – ob in die Natur – Terasse – Balkon. Draußen essen, einen herrlichen, frischen Weisswein oder einen gutgekühlten Roséwein… genießen und den Grill anheizen.

Die Lammkoteletts sollten immer mariniert im Kühlschrank lauern, den man weiss nie wann es soweit ist.

Meine schnellen Beilagen:

Joghurt- Dips (bis das Fleisch, der Fisch gar ist )

gegrilltes Weissbrot mit Knoblauch abgerieben und leicht mit dem besten Olivenöl bepinselt – lecker –

So geht es ganz, ganz schnell:

Zutaten:

6 Eßlöffel griechicher Joghurt ( zwischen 8 und 10%)

Variante Kräuter- Dip:

2 gehäufte Eßlöffel Joghurt

Kräuter: Zitronenthyminan, Minze, Koreander , Basilikum…

(was in dem Kräutergärtchen gerade gedeiht)

einen Tropfen gutes Olivenzitronenöl –

fertig!

Variante 2

2 gehäufte Eßlöffel Joghurt

1 – 2 Spritzer FRUITS DE LA PASSION – Préparation au vinaigre et à la pulpe de fruit de la passion

2 Messerspitzen La Chinata Pimentón de la Vera Picante – geräuchertes Paprikapulver

1 Spritzer chili – öl

Verühren mit Frühlingszwiebel- Röllchen garnieren

Fertig

Variante 3

ganz easy

2 gehäufte Eßlöffel Joghurt, eine handvoll süße kleine Tomaten,

gehacktes Basilikum

bestes Olivenöl – weniger ist mehr

Meersalz aus der Mühle

Es lohnt sich in gutsortierten Feinkostabteilungen zu stöbern , ein paar wirklich gute Zutaten lohnen sich immer .

Die weitere Anti pasti ist schnell gemacht.

Zutaten:

2-3 Spitzpaprika

2-3 Knoblauchzehen

1 Zucchini

grobes Meersalz

frischer Rosmarin, Thymian, Salbei

So geht es:

Backblech mit Backpapier belegen

Paprika entkernen und in Streifen schneiden

Zuccini ebenfalls mundgerecht in Scheiben oder Streifen schneiden

Knoblauch in ganz feine Scheibchen schneiden

Alles auf das Backpapier verteilen, mit groben Meersalz, den frischen , gehackten Kräutern bestreuen, einen kräftigen Schuß Olivenöl über alles verteilen.

Backofen auf 220 Ober/Unterhitze vorheizen

und ca 25 Min. bissfest garen.

Fertig!

Anschließend mit einem guten Balsamico beträufeln, ggfs. einwenig guten Parmesan leicht darüber reiben.

Weniger ist mehr!

Zeitplan, Essensplan, Fakten, Zahlen ….

In den letzten Wochen, Monaten konnte mann überall gutgemeinte Ratschläge finden, wie man seinen Tagesablauf – Essensplan – Fitnessplan, Einkaufsplan am besten gestaltet.

Das Home-office gehört gescheit organisiert , sanfte Bevormundung ist zu spüren.

Die altbewährte Grundvorratshaltung ist ja lange in Vergessenheit geraten. Die Menschen brauchen für alles appgesteuerte Schedules.

Die Freiheit, die Kreativität geht leider vollständig verloren.

Frustriert kommen die nun vermehrt einkaufenden Männer vom Einkauf zurück „gabs nicht mehr, habe ich nicht gefunden, wollte nicht nochmal… und das alles mit Maske, anstehen und ständiger Ärger…“

Meine Empfehlung heißt :

K ü h l s c h r a n k -K o c h e n

schickt Euren einkaufenden Partnern ein Foto von dem Kühlschrank.

mit beschrifteten Schüsseln , Behältern

  • Rest Tomatensoße
  • Rest Kartoffel
  • Grillgemüse
  • Fleischreste
  • Spargelwasser
  • Gemüsefach

So wird der Einkäufer/in angeleitet kreativ zu werden.

Er kann dann sich eigene Gerichte zusammenstellen, je nachdem was er vorfindet.

  • z B. am Obst-Gemüsestand nimmt er Spargelspitzen in weiss u. grün mit, um mit dem Spargelwasser ein leckeres Risotto zu kochen. (Reis, Risottoreis gehört schließlich zum Grundvorrat)
  • für den Rest Kartoffel, Grillgemüse bietet sich ein Auflauf an
  • mit dem Bergbauernkäse den es gerade gibt
  • ja aus dem Rest der Tomatensoße disigne ich eine extravagante Tomatensuppe , da brauch ich Gin (gleich gut für den Aperetiv)
  • mit kleinen Kräuterbällchen (Gries u. Butter=Grundvorrat, Kräuter auf dem Balkon)
  • ja der Spargel sieht super aus und das Angebot überzeugt
  • beim Obststand nehme ich auch die saisonalen Angebote mit
  • die guten Bauerneier kann ich immer brauchen…

Es entstehen Gerichte, die man eigentlich gar nicht geplant hatte und abwechslungsreich, gesund, vegan wie auch immer sich gestalten lassen.

Dann gibt es ja auch noch die Notfallgerichte:

  • Pfannenkuchen – süß oder herzhaft
  • Notfall-Spagetti (Olivenöl, peperocini, Knoblauch, Parmesan)

Ein Rezept zum Einstieg in das kreative Einkaufen und Kochen will ich Euch nicht vorenthalten.

Derzeit ist es heiß begehrt bei meinen siebenköpfigen Raupen:

Spargelspitzen-Risotto

Zutaten: ( für 4 Personen)

400 gramm Risotto Reis (alternativ auch für Emmer-Getreide geeignet)

300 gramm Spargelspitzen

1 kleine Möhre

ein Stück Sellerie oder Bleichsellerie

1 Knoblauchzehe

1 kleine frische Zwiebel

1 -1/2 Liter Spargelbrühe (vom letzten Spargelkochen ), heiß

2-3 Safran-Fäden

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Meersalz

bestes Olivenöl

1/8 Liter Weisswein

80 gramm geriebenen Parmesan oder Peccorino

1 Schuss Sahne alterniv ein Stück Butter ca. 4o gramm

Das Hartgemüse , den Knoblauch, die Zwiebel in 2 Eßlöffel Olivenöl anschwitzen – nicht braun werden lassen !

Den abgewogenen Reis hinzufügen und verrühren, bis der Reis hörbar zu knacken beginnt. Leicht pfeffern und auch etwas Meersalz hinzufügen. Vorsicht, wenn die Spargelbrühe viel Salz enthält!

Schritt 2:

Jetzt ist der Zeitpunkt wo der Risotto nach dem kräftigen Schluck Weisswein dürstet .

Gierig saugt der Risotto den Weisswein auf. Nun geben wir die erste Kelle unserer Spargelbrühe hinzu, sowie die Safranfäden

Ganz wichtig: Ein Gelingen des Gerichts setzt zwingnd voraus, dass wir ständig mit einem Holzlöffel den Risotto rühren.

Immer wenn die Brühe aufgesaugt wurde, die nächste Kelle hinzugeben und rühren. Ganz langsam beginnt der Risotto „schlunzig“ zu werden.

Schritt 3:

Sobald die Hälfte der Brühe verarbeitet ist, geben wir die Spargelspitzen hinzu. (je nach Größe nochmal i. mundgerechte Stücke schneiden)

Wir fügen Kelle um Kelle der Spargelbrühe hinzu. Die Reiskörner saugen die Flüssigkeit auf. Der Risotto sollte schlunzig und trotzdem bissfest sein.

Sobald die Brühe verbraucht ist, sollte auch der Spargel bissfest sein.

Ggfs. nochmal etwas nachjustieren.

Geriebenen Käse unterziehen und einen Schluck Sahne

Nicht mehr kochen lassen.

Schnell in vorgewärmte Teller verteilen und mit einem Weisswein genießen!

Ein schönes Foto war leider nicht mehr möglich

  • die siebenköpfigen Raupen sind unersättlich

„Dinkel-Butter-Zimt-Schnecken-Bett“

Treffend hat die Bloggergemeinde ihren Frust, ihre Pein über die Corona-Situation beschrieben. Sie haben sich befreit, von Sorgen, Ängsten, um so die Hoffnung zu bewahren – das alles wieder

“ G U T“ wird so wie es früher war….

Bloggen ist die beste Möglichkeit sich zu befreien, sich selbst in den Mittelpunkt der Erde zu stellen und gelassen herabzublicken, was denn die „Anderen“ sagen meinen.

Somit es es systemrelevant geworden !

Die Coroana-Situation kann man ja aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachten, aber für mich bleibt eine Unsicherheit, eine große Unbekannte – er. Nutzt die Politik die Situation nicht aus?

Wenn mal allein bedenkt, welche Hebel man unserem Gesundheitsminister kurzfristig zur Verfügung gestellt hat. Schon werden erste Betrugsfälle verlautbar – Die schnelle , gutgemeinte Soforthilfe wird erschlichen und versiekt in dunklen Kanälen.

Es ist aber immer leicht aus der Vogelperspektive die Lage zu kritisieren – entscheiden müssen ja andere –

Genug! Wechsel wir das Thema

Meine Mehlvorräte sind dahin, demnächst muss ich wieder aufs Land reisen und Dinkelmehl, Vollkornmehle, Backmalz….. ergattern.

Heute habe ich – ehrlich gesagt – durch ein Missgeschick (ich hatte die Butter im Hefeteig vergessen) eine Dinkel-Butter-Zimtschnecken- Variante kreiert, die ich so noch nie gebacken hatte.

R e z e p t :

die Zutaten für den Grundteig

45o gramm bestes Dinkelmehl (630)

100 gramm Zucker oder Rohrzucker

22o ml lauwarme Milch

1 kräftige Prise Salz

1 gutes, dickes Hühnerei

Abrieb einer Biozitrone

3/4 vom Frischhefepäckchen

1 Teelöffel Honig

Finalbearbeitung

Zutaten:

8o gramm zerlassene Butter

ca. 1oo gramm Gemisch aus gemahlenem Zimt und Rohrzucker

und los geht es

  • das Mehl abwiegen und in eine Rührschüssel sieben
  • das Salz inzufügen
  • die Milch lauwarm werden lassen.
  • eine Mulde in das Mehl drücken
  • die Hefe hineinbröckeln
  • den Honig auf die Hefe geben
  • soviel lauwarme Milch angießen, so das die Mulde gerade gefüllt ist
  • mit Folie oder einem Küchentuch abdecken und die restlichen Zutaten vorbereiten
  • nach ca. 15 Min , die Hefe arbeitet aktiv
  • die restlichen Zutaten
  • Zucker, Ei, Abrieb der Zitrone hinzugeben
  • die restliche lauwarme Milch angießen
  • alles mit dem Rührgerät, Küchenmaschine oder von hand zu einem geschmeidigen Teig verrühren.
  • der Teig sollte sich von der Schüssel lösen.
  • nun abdecken , an einen warmen , zugfreien Ort stellen

Nach ca. 1 Stunde sollte sich der Teig verdoppelt haben, wenn nicht einfach noch etwas sich selbst überlassen oder in den Backofen mit der Backofenbeleuchtung noch mal gehen lassen

  • den Teig nun kräftig mit den Händen kneten , falten und aus zwei Rollen ein Rechteck auswalken.
  • möglichst dünn !
  • nun bestreichen wir die Teigplatten mit der zerlassenen Butter
  • – großzügig ! , mit einem kleinen Sieb das Zucker-Zimt-Gemisch verteilen
  • dann rollen wir das Rechteck wieder zusammen , möglichst ganz dünne Röllchen
  • die Röllchen setzen wir in eine gefettete Form
  • final bestreichen wir die Form mit der restlichen Butter
  • und lassen die Form nochmal ca. 30 Min gehen.

Den Ofen auf

200 grad (Ober/Unterhitze) vorheizen

1 große Tasse Wasser hineinstellen

Die Form auf dem 2. Rost v. unten einschieben und 10 Min. backen.

Nun die Temperatur zurücknehmen auf ca. 180 grad und weitere 25 Minuten backen .(Es kann auch länger sein, je nach Herdbeschaffenheit)

Das Gebäck nicht aus den Augen lassen. Wenn es zu braun wird schnell mit Alufolie abdecken und so zu Ende backen.

Eigentlich hatte ich gedacht, die Schnecken zum Frühstück zu servieren, nach dem Einkaufsritt – die Nacht hatten sie aber nicht überlebt. Seltsame Geister tappten nachts in die Küche und weg waren sie .

Schönes Wochenende – mit einem morgendlichen Sonnengruß aus München

„Was lange währt, wird endlich gut … „

Ovid

43 v. Chr. – 17 n. Chr.), eigentlich Publius Ovidius Naso, römischer Epiker

Meine Backarien sind weitgehend abgeschlossen.

Fazit: Hefewasser ist unberechenbar.

Meinem Sauerteigbrot hat es zu einem irren Schub verholfen, eigentlich etwas zu viel. Die zweite Variante mit karamelisierten Walnüssen will ich nicht vorenthalten.

Im Verhältnis 30/70 ca 1000 gramm insgesamt

  • 300 gramm Dinkelmehl 630
  • 700 gramm Vollkornroggenmehl 1370
  • Sauerteigansatz
  • 1 Eßlöffel Salz
  • 1 kräftiger Esslöffel Brotgewürz (Koreander , Kümmel, Anis)
  • 150 gram Walnüsse
  • 1 Eßlöffel Steirer Kernöl
  • 250 ml Hefewasser (125 hätten voll gereicht – bzw. ganz ohne)
  • einwenig Wasser (nach Gefühl) der Teig war eh schon nass und schwer.

Die bereits beschriebene Teigführung verkürzte sich diesmal! Es war warm geworden und das liebt der Sauerteig bekanntlich. Nach 4 Tagen war er angefüttert und backreif.

Morgens um 6 sprang mir der Teig aus der Schüssel. Zäh und wild entschlossen sich im heißen Backofen zu räkeln. Mit Gärkörbchen brauchte ich nicht mehr zu arbeiten.

Aber der Topf vom Käsefondue – der wäre doch geeignet.

Backofen vorheizen – Topf mit Backpapier ausgleiten – Roggenschrot einstreuen und nach einer guten 1/4 Stunde war der Topf im Ofen.

Nach 10 Min. goß ich hektisch eine große Tasse Wasser in den Ofen und stellte den Timer auf 50 Min.

So verließ ich trotz Corona das Haus!

Home office ist für einen freien Menschen eine Qual !

Was werden die Arbeitgeber in Zukunft daraus machen? Alle sind doch so begeistert und verkünden , wie sie alles meistern (Haushalt, Kinder , Go – to meeting- ) allzeit bereit !

Büroraum ist sehr teuer! Verdichtung heißt das neue Schlagwort.

Es stehen nur noch wenige Büroarbeitsplätze zur Verfügung. Nachtschichten, Frühschichten, Spätschichten? Das alles gab es doch schon mal ? Heimarbeiter – innen –

Ausgebeutet, schlecht entlohnt….

Die Brotfertigstellung überließ ich meiner Tochter – die fluchend den Timer entgegennahm.

Roggen-Dinkel-Walnussbrot

Herzhaft, tolle Kruste , aufgeplatzt. Gute Butter genügt – oder etwas Bärlauch – sonst nichts. Einfach guuut!!

schaut selbst –

zum Reinbeißen

Allerdings will ich Euch meinen Misserfolg – ihr erinnert euch an den Ansatz mit den Kartoffelschalen… – nicht verschweigen.

Kartoffelschalen – konnte das was werden?

Der Hefezopf sah super aus – allerdings war er steinhart – ähnlich wie Salzteig. Mal wieder für die Tonne, tönte mein Gö – Gatte.

missglückter Hefezopf

So schnell gebe ich nicht auf . Mit dem Ansatz im Kühlschrank werde ich ein Weissbrot erneut ansetzen und dann will ich mal sehen , ob der Ansatz nicht doch eine Berechtigung hat.

Frohe Ostern!

„Zeit für Brot in einem rastlosen Leben „

(Andrew Whitley)

  • Werbung da Namensnennung

Diese Überschrift sprang mir in einer kleinen Buchhaltung entgegen vor ca. 1 Jahr. Dann hatte mir meine Tochter ein herrliches, ansprechendes Backbuch aus Rom mitgebracht

“ ANTICO FORNO ROSCIOLI“ Elisa Menduni

Die beiden Bücher liegen seit einem Jahr oben auf. Gebacken habe ich schon ganz lange nicht mehr. Die Kinder nicht da, für zwei Personen war mir der Aufwand zu groß.

Leider war mein guter, jahrelang gepflegter Sauerteig gestorben.

Gestern – obwohl Ausgangssperre – fuhr ich aufs Land zu einer Getreidemühle und erstand einen geeigneten Mehlvorrat. Man weiß ja nie wie lange die Corona-Einschränkungen dauern .

Das Sammeln, Jagen und Hamstern liegt mir ja im Blut.

Hier herrschte Andrang, nur 6 Personen durften in den großen Mühlenladen. Gerne hätte ich länger gestöbert, aber dann bestand die Gefahr , dass der „bayrische Mindestabstand“ nicht eingehalten werden könnte.

„Zeit für Brot in einem rastlosen Leben…..“

Arbeiten, Termine, Events, Sport , Ausflüge , soziale Kontakte

Von allem sind wir derzeit befreit. Wir haben Zeit für den Hausputz, zum Kochen, Lesen , können uns ausgiebig den nächsten Mitmenschen widmen. Wann gab es das jemals.

Die Frühjahrsmode nervt auch nicht – zu eng – zu altbacken –

Keine ausgiebigen Shoppingarien ….

Meine Weinlieferung aus Österreich (Steiermark) wurde 2 Tage nach der Bestellung heute geliefert.

Geht doch!

Mein Projekt besteht aus zwei verschiedenen Ansätzen

Einmal Roggenansatz und einen Weizenansatz auf Kartoffelschalenbasis.

Lasst Euch überraschen!

„Winterhunger….“

Die wohlige, aufsteigende Wärme in der Magengegend , abgerundet von einem weichen, nach tiefroten Beeren, mit leichter Zimt, Vanillenote im Abgang, schmeckenden Rotwein…

Das reife, kräftige dunkle Fleisch in der köstlichen Soße , verbindet sich mit dem Knödel, der genau die richtige Konsistenz hat – nicht zu fest, nicht zu weich – aromatisch gewürzt…

Das Wintergemüse, glänzt und bedient sich den Gewürzen des Orients oder ist frisch und schnell mit entsprechender leichter Schärfe – angereichert mit Ingwer und Pilzen die Königin im Wok

Der Bratapfelduft weht durch den Raum …. Krapfen, wamer Strudel mit der köstlichen Vanillesoße, angereichert mit Gewürzen.

Sündiger Schokoladennachtisch – lauwarm –

Deftiges Kraut, mit Kassler und dazu ein Püree aus den mehligen Kartoffeln, Blut- u. Leberwürste , Schupfnudeln – Schmand …

Wildgerichte , wie ich sie liebe , Rotweinbirnen , selbstgeschabte Spätzle mit guten Eiern…

Die Winter meiner Kindheit waren lange, rauh , dunkel , die Fenster zugefroren. Auf dem Speicher des alten Fachwerkhauses stand ein riesiger, runder Zuber . Eine Art Holzbottisch, mit einem Durchmesser von ca. 1 m, gehalten von einem Eisenreifen – ähnlich wie bei Fässern- die Fleischbütt halt umgangsprachlich genannt.

Hierin lagen Schweinefüße, Haxen, Ripperl, Kassler. Eingesalzen mit Gewürzen und von einer leichten Eisschicht bedeckt, mit Eichenholz beschwert.

Es war uns strengstens verboten dort hoch zu gehen. Ich tat es aber immer wieder, sei es um mich zu verstecken oder zu schauen, was sich hier alles verbarg. Koffer voller Inflationsgeld, alte Gefäße, Briefe aus dem Krieg, Fotos, Wehrmachtspost.

Das Salzfleisch – war mir nicht geheuer – ich erschrak förmlich , wenn ich die dicken Schweinefüße die Haxen … schwimmen sah.

Doch geschmeckt haben sie mir trotzdem mit dem Kraut und den Kartoffeln, rot – rosa war das Fleich, fest und würzig , saftig. Auch das Fett war fest und schmeckte eigentlich gut, wenn da nur nicht die Borsten teilweise noch dran gewesen wären…

Vergeblich warte ich dieses Jahr auf den Winter, meine deftigen Wintergerichte konnte ich bislang gar nicht so richtig kochen.

Die Minusgrade der vergangenen Woche lösten bei mir Träume aus.

„lockere böhmische Knödel, Rahmbraten, Gulasch , sämige Suppen…. “

Ob ich es dieses Jahr noch kochen kann??

Es muss immer die richtige Zeit, Temperatur, ja der richtige Wind wehen, um so manche Gericht so zu kochen, wie man sie erträumt.

Die Ganzjahresküche ist langweilig, bietet keine vollwertige Ernährung.

Ich hoffe inständig, dass der Winter nochmal kommt!

„Saiblingstatar“

Den Einkaufsstress an hl. Abend habe ich auch hier schon oft beschrieben

Dieses Jahr hat es treffend s. blog Küchenereignisse.com beschrieben. Besser kann man es eigentlich nicht darstellen. (nochmals vielen Dank!)

Genau so! habe ich es unzählige Mal erlebt, mich geärgert, um 4.OO Uhr aufgestanden….

Das will ich nicht mehr! Es ist mir unerklärlich, dass an Weihnachten plötzlich alle meinen besonders gut zu kochen, einzukaufen…

Es ist gerade zu zum Statussymbol geworden! Das schönste Weihnachtsgeschenk ist doch eigentlich die Zeit die wir uns gönnen, nehmen, geben….

Ca. 20 Min stadtauswärts in der Pupplingerau kann man eigentlich immer entspannt die Natur genießen, radeln , spazieren gehen und Durchatmen.

So tun wir es auch am hl. Abend.

ganz s beiläufig – ohne Anstehen – vorbestellen- vordrängeln – kämpfen – erstehe ich fangfrische Saiblinge (sie befinden sich i. der Leichenstarre, wie ich unschwer zu hause feststellen konnte), frisches Forellenlachsfilet, lauwarme geräucherte Forellen , Saiblinge und zwei Fischsemmel für die Wegzehrung.

Die Sonne kommt raus und es ist fast menschenleer – die Hektik der letzten Tage ist besiegt.

R E Z E P T

(für 4 Personen)

Zutaten:

2-3 Saiblingfilets

3 Limonen

1/2 Fenchelknolle

2 kleine, säuerliche Äpfel ( z. b. Elstar)

2 Stöpselgurken

1 Schalotte , frischer Dill

Gewürze:

Salz aus der Mühle

Pfeffer (kuben) aus der Mühle

1 Schuss allerbestes Olivenöl (weniger ist mehr)

80 gramm Feldsalat

Radicchio ( 8 Blätter)

Orangenabrieb, ein wenig brauner Zucker

Vinaigrette:

Olivenöl, Kernöln, 2 Teelöffel besten Senf

1 Teelöffel Honig, Himbeeressig, 2-3 Tropfen alten , dunkle Balsamico, 1 Orange – frisch ausgepresst – Salz, Zitronenpfeffer

(mit dem Schneebesen aufschlagen, so dass sich alle Bestandteile zu einer homogenen Masse verbinden) und beiseite stellen.

Das Filetieren verlangt einwenig Übung! Das wichtigste ist allerdings ein scharfes Messer und ein biegsames zweites Messer, sowie eine Haushaltspinzette.

Fisch in kleine Würfel schneiden, alle anderen Zutaten ebenfalls und getrennt in den Kühlschrank geben

Ca. 1 Stunde vor dem Servieren, Limonen auspressen , über den rohen Fisch verteilen, nun alles miteinander vermischen und zu letzt ein paar Spritzer aller bestes Olivenöl hinzugeben.

Dann mit dem Salat anrichten und erst dann vorsichtig die Vinaigrette hinzugeben und mit einem guten Weisswein – oder …. Frohe Weihnachten!

So kann man auch den „Herrn des Hauses“ ggfs. miteinbeziehen!

F i s c h s u p p e

Z u t a t e n:

Restfisch einschl. Köpfe , Kräten

Rosmarin, Thymian, Salbei (zusammenbinden) ,Lorbeer

1 Orangenschale, Knoblauch, eine Zwiebel – angeröstet mit Schale- 1 kleines Stück frischen Ingwer, Safranfäden

Senfkörner, Kubenpfeffer, Piment , Szechuanpfeffer, Meersalz,

Das war es schon. Wir geben alles in einen Topf , bedecken die Fischreste gut mit Wasser und lassen die Suppe einfach vor sich hin köcheln .

Mit einem Knoblauchbaguette ein kleiner Snack am frühen Nachmittag und einem guten Glas Weisswein – kann der hl. Abend entspannt beginnen.

„Seelenwärmer – Wintertraum – Allesgutmacher….“

  • raffinierter Hauptgang für einen genußreichen Abend mit Freunden

Die den Menschen ereilende Sehnsucht ist überall spürbar.

Man sehnt sich nach weißen Landschaften, die alles Grau zudecken, alles weicher, weniger laut erscheinen lassen. Winterziele, Wintermärchen…

Ja, Weihnachten wäre es schon schön…. weiße Weihnacht, so soll es sein.

Die nicht endende Hetze ist überall spürbar, ergreift mit Macht den Alltag.

Dabei ist es so einfach innezuhalten, einfach frühmorgens am Fluß entlang zu laufen, ohne Menschen, einfach den Gedanken nachhängen . Kraft schöpfen – innehalten – genießen und einen „Tagkochtraum“ sich gönnen

Isar am Morgen

Zimt, Koreander, Nelken, getrocknete Früchte, Pfeffer, Anis, Kardamon, Schärfe , sonnengereifte Zutaten. Rotwein – samtig , die Sinne beraubend ….

zartes, Fleisch , Gemüse…. , Rosmarin, Minze ….

So entstehen meine Rezepte und das Kochen befreit mich ganz langsam von der Hektik der Woche…

Ein genüsslicher Waldspaziergang einen guten Glühwein…

Mein alter Bräter wiehert schon im Schrank. Jetzt ist seine Zeit gekommen.

Nicht länger will ich es Euch vorenthalten:

Lammragout – intensiver Geschmack – raffiniert geschmort “ an Granatapfel- Bulgur – mit einer kühlenden , erfrischender Cumin-Joghurt-Creme an frischen Kräutern

Hier die Zutaten: (f 8 Personen)

2,2 kg vorbereitetes Lamm (vom Türkischen Metzger meines Vertrauens) liebevoll zu recht geschnitten.

3 rote Zwiebeln, 3 rote Spitzpaprika, 3-4 grüne Schotenpaprika, 1 Karotte, 2-3 Zehen Knoblauch , ein Stück Sellerie, eine handvoll getrocknete Tomaten, Tomatenmark, 2oo gramm ungeschwefelte getrocknete Aprikosen, getrocknete Aubergine , 1 Granatapfel, 50 gramm Pinienkerne, frische Minze, frischer Koreander, Rosmarin.,

-Gewürze: Bockshornklee, Kreuzkümmel, Nelken, Kardamon , Zimtstange , Piment, frische Chilis, Couscousgewürzmischung, schwarzer Pfeffer, Steinsalz.

  • Granatapfelbulgur

Zutaten: 1 Granatapfel , 200 gramm Bulgur , ca 1 Liter Gemüsebrühe

frischer Minze ,Couscousgewürz, frische gehackter Koreander, Salz, 1 Eßlöffel bestes Olivenöl

  • Cumin-Joghurt

Zutaten: 300 gramm griechischer Joghurt,2 Teelöffel Cumin, Salz, Pfeffer, frische Petersilie und Minze – frisch gehackt, mit dem Wiegemesser , Zitronenabrieb v. Biozitrone.


Allgemeine Zutaten: Olivenöl, 1-2 Eßlöffel doppelgriffiges Mehl, Lammfond



Die Zubereitung ist wenig arbeitsintensiv

Schritt 1: Zwiebeln, Hartgemüse möglichst klein schneiden und alle Gewürze u. Zutaten in Sichtweite vorbereiten.

Schritt 2:

Den Bräter aufheizen und 3 Eßlöffel Tomatenmark, mit Olivenöl anschwitzen, dann sorgfältig das Lammfleisch anbraten.

Schritt 3:

Das Hartgemüse, Zwiebel u. Knoblauch in separater Pfanne anschwitzen und über das Fleisch verteilen. Dann Paprika, getrocknete Aprikosen, Auberginen hinzugeben und einwenig einköcheln lassen

Schritt 4

Mit Rotwein kräftig ablöschen, Gewürze, hinzugeben , einwenig Fond angießen, einen Zweig Rosmarin (frisch) und eine Zimtstange oben auf legen

Schritt 5

Das Ragout mit 1- 2 Eßlöffel doppelgriffigem Mehl bestäuben . Mit dem Deckel verschließen und 1 3/4 Stunden bei 160 grad in den Backofen.

Cumin-Joghurt

Zubereitung:

Joghurt mit 2 Teelöffel Cumin verrühren, Petersilie und Minze (nicht sparen an d. Kräutern) m. dem Wiegemesser klein schneiden .

Die Kräuter unterheben und mit Salz, schwarzem Pfeffer und Zitronenabrieb abrunden und kühl stellen.

Granat-Apfelbulgur

Zubereitung

1 Liter Gemüsebrühe zum Kochen bringen unter Hinzugabe von 1 Eßlöffel Olivenöl, ggfs. Salz, soweit die Brühe nicht schon entsprechend Salz enthält

1-3 Min. köcheln lassen , dann quellen lassen und Couscous-Gewürz unterrühren.

Den Granatapfel von den Kernen entfernen und diese unterheben. Dann mit der Saftpresse den Apfel auspressen – beiseite stellen

Lammragout final

Lammragout von der Zimtstange befreien, umrühren, ggfs. etwas Fond angießen, den Granatapfelsaft hinzufügen und auf kleiner Stufe warm halten.

50 gramm Pinienkerne in fettloser Pfanne anrösten und über das Ragout verteilen, dann mit kleingehacktem Koreander bestreuen und in die vorgewärmten Teller anrichten

Ein wohliges Gefühl macht sich in den hungrigen Mägen breit, die Messer und Gabeln singen mein Lieblingslied – einen Augenblick ist es still – ich lausche dem Besteck- Konzert und genieße den nasskalten Dezemberabend.

Gemüsebrühe ca.

,

„Atemlos – ärmellos…“

Ja, der November ist da! Er gibt uns einen Vorgeschmack auf düstere Tage, Dunkenlheit und weckt gleichzeitig Aktivitäten , welche man erst wieder lieben und leben lernen muss.

Aber letztes Wochenend da war es nochmal S o m m e r

Radeln, in der Sonne Frühstücken und einfach Draußen sein.

Für den Großstadtmenschen in München ist es immer mehr zu einer Herausforderung geworden, sich antizyklisch zu verhalten, um so die wunderschöne Bergwelt und Alpenvorlandgebiete aufzusuchen.

Längst stehen gefühlt ALLE früh auf und der Stau beginnt schon auf den Ausfahrtsstraßen.

Mein persönliches Rezpet: Gar nicht dran stören. Einfach aufstehen, frühstücken oder nicht . Selbstverständlich stehen die festen Schuhe, mein obligatorisches Ingwerwasser bereit- wenn wir dann losfahren.

Nur so wird der Ausflug entspannt. Siehe da, ohne weitere Schwierigkeiten verlassen wir gegen 11.OO Uhr die Stadt und da , wo keine Hütte lockt, wo keine vermeintlichen Highlights im Internet versprochen werden da ist es entspannend, ruhig, klare Luft und kein Sessellift bringt mich hoch.

Ärmellos , schnellen Schrittes zog uns der Berg an. Über Stock und Stein, durch den Mischwald, die Sonne meinte es soo gut.

Der kleine Wasserfall unter mir plätschert vor sich hin.

„kleiner Wasserfall..“

Nur nach oben schauen , nicht zurück und seitlich nach unten – der Weg ist das Ziel…

Ärmellos- atemlos kommen wir voran, über die Skipiste – die in wenigen Wochen, wenn Gott will – ihren Betrieb aufnimmt.

Dann rasten auf der hohen Lichtung, den Kopf in die Sonne halten, die Seele baumeln lassen. Nur wenige Wanderer und junge, durchtrainierte Radfahrer grüßen freundlich

Der Weg wird wieder gemütlicher – und leichtfüßig , hüpfend – ärmellos – atemlos – genießen wir den Tag.

Die Zeit verrinnt

Abstiegsaussicht

nach 3 Stunden sind wir wieder unten. Gutgelaunt, die müden Glieder bewegt, die Gleichgewichtssinne sensibilisiert und hungrig. Das ist das negative Thema. Alle brauchbaren Lokalitäten sind überfüllt – kein Parkplatz – vollbesetzt. Auch gut !

Dann fahren wir in die Stadt – wieder antizyklisch – der große Rückstrom hat gegen 16.OO Uhr noch nicht eingesetzt.

Meine Balkonpaprika lachen mich an und so entsteht ein wunderbares schnelles Abendessen:

Zutaten:

1-2 rote kleine frisch gepflückte Paprikaschoten

1 kleiner , frischer Spitzkohl

1 Schalotte

1 nussgroßes Stück Ingwer

Kümmel

Zitronenabrieb

12o ml Ingwerwasser

Salz, Pfeffer aus der Mühle

1 kleine Chilischote v Balkon

Zubereitung:

Spitzkohl in feine Streifen schneiden

Paprika ebenfalls in dünne , feine Streifen schneiden

Wokpfanne aufsetzen

mit neutralem Öl befüllen

Gemüse reingeben und kräftig mit Salz würzen

ständiges Bewegen führt schnell zum Erfolg

mit einem kräftigen Schuß „Ingwerwasser“ ablöschen,

leichte Kümmelnote setzen und auf kleiner Flamme , nicht zu weich garen.

Pfannenspitzkohl

Dazu gab es schnelle geteilte Hühnerbrüste . Paniert mit selbstgeriebenen Semmelbrösel – angerichtet mit Sauerrahm u Preiselbeeren …

Ein Foto kam nicht mehr zustande ! Der Hunger war zu groß.

„Steinpilze & Co.“

Der Hochwald, besser gesagt das Hochmoor ist mystisch, fazinierend, geheimnisvoll und gleichzeitig entspannend.

Der nicht zu beschreibende Duft, die feuchte, milde Luft hat etwas leichtes, würziges, befreiendes für Körper und Seele.

Das verschiedene Moos, mal rot, mal grün, die Binsengräser, die ständig bestehende Gefahr einzuzinken in den Morast, läßt die Sinne erwachen, welche wir schon glaubten , verloren zu haben.

Das Moos hat sich vollgezogen – der Regen in der Nacht – läßt den Wald aufleben. Mit sicherem Tritt, immer den nächsten Stein, die festen Ränder des Waldes im Auge , kämpfen wir uns voran.

Zeit zum Fotografieren bleibt nicht. Das Gelände verlangt höchste Konzentration. Viele Pilzgruppen begegnen uns . Wir beschränken unseren Sammlertrieb allerdings nur auf die Sorten , die wir wirklich genau kennen und erfreuen uns an der vielfältigen Darbietung der Natur.

Die Fliegenpilze, jedes Kind kennt und fürchtet sie – präsentieren sich prachtvoll und im intensiven Rot.

Mühsam kommen wir in dem steilen, feuchten Gelände auf ca. 1300 Höhemeter voran. Freilaufende Bisons und eine kleine Haflingerherde begegnen uns . Wir zollen den Tieren entsprechend Respekt. So ganz wohl ist mir allerdings dabei nicht.

Die Stofftaschen, welche wir uns um den Hals gehängt haben, füllen sich mit einzelnen Steinpilzen, Pfifferlingen und so streifen schon 2 Stunden durch das Hochmoor.

„„Steinpilze & Co.““ weiterlesen

“ Quer durch den Garten…“

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Ende August, Anfang September ging meine Großmutter mit ihrer langen, großen Schürze in den Garten.

An jedem Beet blieb sie stehen :“ hol die kleinen Kohlräbchen, die Erbsenschoten auf dem Boden und wirf sie in meine Schürze“

So hüpften wir Kinder hin und her, lernten ganz nebenbei wie Saubohnen, grüne Bohnen, Wirsing, Kohl, Möhren, Erbsen, Mangold, Frühkartoffel., Sellerie, … aussahen, wie man das Gemüse erntet. Bevorzugt das Gemüse, was nicht so schön gewachsen war. Die doppelte Möhre , den kleinen Wirsingkopf, das große Mangold…

Sobald die Schürze prall gefüllt war, gingen wir zu den Kräutern am Wegesrand der einzelnen Beete . Rosmarin , Thymian, Salbei, Petersilie…, ach nimm noch ne Zwiebel mit…

Jetzt ging es erstmal in die Waschküche, das Gemüse grob zu recht schneiden, den Abfall direkt dem Vieh bringen…

Es war schon eine Herausforderung das Gemüse kochfertig vorzubereiten für 9 Personen. Das Messer war scharf und es war eine gefährliche Arbeit – also gut aufpassen.

Stolz trug ich das geputzte , kochfertige Gemüse in die Küche.

Einmal in der Woche gab es „dicke Sopp“, wie wir es nannten.

Heute heißen diese Art Eintöpfe das one pot – bowl Gerichte .

Der Sinn war eigentlich ganz praktisch Ein Gericht, einen Topf der von selbst kocht, alle satt macht und abends nochmal für die berufstätigen Männer aufgewärmt werden konnte.

Je nach dem wurde Fleisch, Knochen mitgegart, aber nicht immer.

Gestern war ich auch mit meiner „Schürze “ auf dem Markt (Satteltasche)

und entstanden ist eine wundervolle Kreation dieses Gerichts aus Kindheitstagen.

R e z e p t :

Zutaten:

Gemüse: Lauch, Karotten, Bohnen, Zucchini, Broccolie , Tomaten, Kohlrabi, Paprika , eine Handvoll getrocknete Tomaten frische kleine scharfe Zwiebel, Knoblauch

Menge beliebig

500 gramm bestes Rinderhack , frisch durchgelassen

1 Ei , 2-3 Eßläufel Semmelbrösel

1 dünn geschnittenes Stück geräucherters Wammerl

Kräuter: Oregano, Rosmarin, Thymian, Salbei, Petersilie

(zu einem Sträußchen) zusammenbinden .

Gewürze: Senfkörner, Peitschenpfeffer, schwarzer Pfeffer , Piment, frische Chilischote, Meersalz

Abrieb Muskatnuss

Tomatenmark

Semmelbrösel

Schritt 1 :

Gemüse putzen und zurecht schneiden

  • kann ruhig etwas gröber sein
  • Hartgemüse immer zu erst !

-Einen großen Topf aufsetzen , die Wammerlscheibe etwas anschwitzen und einen Teeläufel Tomatenmark hinzufügen.

  • das Wurzelgemüse hinzufügen – etwas anschwitzen –
  • dann nach und nach das Gemüse in den Topf geben
  • mit Gemüsebrühe oder auch Wasser – wenn keine Brühe zu hand – ablöschen
  • und zwar so, dass das Gemüse nur leicht bedeckt ist
  • das Gemüse-Sträußchen auf das Gemüse legen
  • Pfeffer u. restliche Gewürze hinzugeben

Deckel auf den Topf und bei mittlerer Hitze ca. 20-25 Minuten köcheln lassen.

Schritt 2 :

Hackfleisch kräftig mit Pfeffer, Salz , Paprika würzen

  1. fein gehackte Zwiebel und Knoblauch hinzugeben
  2. eine frische Chilli- Schote
  3. siehe Foto (v meinem Balkon)
  4. Petersilie fein hacken und über die Hackfleischmasse geben
  5. Masse mit 2-3 Esslöffeln Semmelbrösel bestreuen
  6. gut durcharbeiten, am besten geht es immer noch mit den Händen!

Dann kleine Bällchen formen und diese bei Seite stellen.

Topf öffnen – ggfs. noch etwas Brühe nachschenken –

Die Hackfleischbällchen , nach und nah hineingleiten lassen und

ca. 10 Min simmern lassen.

Abschmecken mit Muskatnuß von der Reibe, ggs. Salz, Pfeffer aus der Mühle.

Ich höre sie schon meckern – meine Männer – Suppe ist doch kein Essen, was gibt es danach.

Heute waren sie ganz perplex – mmh – sehr guuuuut !

Ja, das geht ja schnell – kocht von alleine…

Fazit: „Der gewöhnliche Mensch lebt nur vom Brot allein“

Den herrlichen Duft, des frischen Gemüses, dazu einen nicht ganz leichten Cabernet Blanc – Weinhof Pfeiffer – PIWI-Sorte, würzig-beerig- Stachelbeere, Ribisel – St. Anna/Aigen

wissen sie eigentlich auch nicht zu schätzen.

So ist das Leben!

Viel Spaß beim Kochen und genießen.

„Die Qualen des Frühlings“

– Werbung da Namensnennung –

  • winziger Bauerngarten 
  • zartes Erwachen der Kräuter

Es ist mühsam mit anzusehen, wie der Frühling versucht sich durchzusetzen. Die Kraft des kalten, weißen Winters ist dieses Jahr besonders intensiv.

Die Natur, das Spüren des Erwachens mit dem leichten, frischen Leben kann man besonders gut in den Bergen  , riechen,  fühlen, schmecken und Erleben.

Seit vielen  Jahren genieße immer wieder ich ein paar entspannte Tage in Tirol  – zum Bewegen, Essen, Träumen und Genießen.

Die tiroler Küche hat sich enorm entwickelt, von dem deftigen alpenländischen , klassischen  Wiener Schnitzel , Kaiser-Schmarrn hin zur experimentellen, vielseitigen  Variantenküche. 

Allerdings ohne die Herkunft der Urprodukte zu verleugnen, sondern stets nach der Harmonie suchend, welche eine gute, abwechslungsreiche Speisekarte ausmacht.

So ist der  Gasthof Auwirt der Gebrüder Winkler in Aurach b. Kitzbühel zu einem meiner Liebelingsrestaurants geworden.

Der warmherzige, unaufdringliche gute Service, die  klaren Linien in den Räumen verbinden auf eine wunderbare Weise  Altes mit Neuem

Sichtbeton mit der Urgemütlichkeit eines urigen , gemütlichen Gasthofs.

Die Weinbegleitung ist kompetent und vielseitig.

Man verzichtet auf große Deko und kann es sich leisten, einfach sich selbst zu sein!

Schaut mal auf die Teller…  zu verschiedenen Jahreszeiten genossen.

  • Forelle, Kartoffelpüree , Spinat

  • Rehleber , frische Steinpilze – was braucht man mehr

„Gockel mit Füllung“ war ein Hauptgang im Überraschungsmenü zum Ende der Wintersaison

Herrliches, Frühlingsgemüse und ein Huhn mit einer wunderbaren

besonderen Semmelknödelfüllung.img_0840

  • wachsweichen Ei – Kaviar – Frühlingsgemüse an leichter Mayonnaise
  • Marlin gebeizt – unwiderstehlich –

  • Spanferkelsülze – Rote Beete  eine Offenbarung schlecht hin

  • Mokkaeis  — und …… lecker !!!
  • und die Brownies – eine irre Kombination – beste Schokolade  mmmhhh
  • die Schokoladen Creme brulee

Ein würdiger Sonnenuntergang verabschiedete die ersten Frühlingstage

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„Calvados – Zopf und die hl. drei Könige“

Dicke Hefezöpfe, gefüllt mit Nüssen , Zimt, Rosinen   – Reste von der Weihnachtsbäckerei – gab es so lange ich denken kann am Neujahrsmorgen, bzw. an Heilig  drei König, wenn die Sternsinger kamen.

Casper , Melchior und  Balthasar   kamen und mit weißer Kreide schrieben sie: C +M+ B 1964  an die große Haustür. Sie brachten Weihrauch, Myrrhe und Gold …mit und ich glaube Melchior war der  „Schwarze“.

Meine Tante, Cäcilia, war etwas gekränkt, gerne hätte sie die Sternsinger begleitet, bzw. angezogen und hergerichtet. Es war ihr nicht vergönnt.

Der Küster aus dem Nachbardorf Reckenthal – ein  fommer Mann – zog mit den  Sternsingern durch die Dörfer und sammelte an jeder Tür eine Gabe für die armen Kinder dieser Welt.   Wir Kinder waren Feuer und Flamme, wunderschön waren die Heiligen drei Könige ausgestattet , mit alten Messgewändern aus den tiefen der  Sakristei, liebevoll aufgebügelt.

Es kam eine stattliche Summe zusammen in diesem Jahr, doch die armen Kinder dieser Welt erhielten die Gaben nie.

Der fromme Küster  – war leider den weltlichen Genüssen erlegen – und hatte alles verbraucht – für seine man munkelt bis heute  – irdischen Begierden.

So ist das Leben…

Mein folgendes Rezept widme ich den Sternsingern jener Zeit und wenn sie es lesen, werden sie wissen….. warum es ein Calvados-Zopf sein muss – und so manch Andere auch.

Z U T A T E N:

500 gramm Dinkelmehl 405

100 gramm Butter

250 ml Milch 3,5 %

80   gramm Zucker

42 gramm frische Hefe

insgesamt 250  ml lauwarme Milch

1 Prise Salz

Safranfäden

300 gramm Marzipanmasse

5     gemischte  Äpfel (Boskop, Elster..)

1  -2 Kardamon- Kapseln

Zimt

gemahlener Sternanis (Prise)

100 gramm übernacht in Calvados eingelegte Rosinen

Puderzucker  zum Karamelisieren  der Äpfel

Calvados der besten Sorte, zum Ablöschen, pafümieren

1 Ei, 1 Eßlöffel Sahne , mandel

und so gehts:

  •  Mehl abwiegen und durchsieben
  • Zucker, Butter abwiegen
  • Hefe in lauwarmer Milch ca. 50 ml und etwas braunem Zucker auflösen ,
  • mit etwas Mehl bestäuben und  ca. 1/2 Stunde sich selbst  überlassen
  • Zucker, Safranfäden, restliche Milch,  Butter erwärmen, bis die Butter halbwegs aufgelöst ist.
  • Schlagkessel mit Mehl füllen, Hefeansatz hinzufügen und auf kleinster Stufe ankneten
  • dann Zucker- Butter-Milch nach und nach  hinzugeben und durchkneten, bis der Teig sich von der Schüssel löst
  • den Teig in der Garstufe ca. eine Stunde gehen lassen
  • inzwischen :
  • Äpfel schälen, entkernen
  • Puderzucker in eine Pfanne geben und die Äpfel karamelisieren
  • mit einem kräftigen Schuss Calvados ablöschen
  • Rohmarzipan, Rosinen, Zimt, Kardamon und die Prise gemahlenen Sternanis hinzufügen
  • Masse abkühlen lassen
  • dann Teig in ein  ofenblechgroßes Rechteck auswalken
  • drei gleich – ruhig – breite Streifen abgrenzen
  • diese Teigstreifen mit der Apfel- Marzipan-Füllung bestreichen
  • dann die Teigstreifen rollen und zu einem dicken  Zopf flechten
  • warm stellen
  • Backofen  auf 180 grad Ober – Unterhitze vorheizen
  • Ei mit Sahne verquirlen
  • Zopf hiermit bestreichen, Mandelblättchen drüberstreuen
  • und ca. 30-35 Min. abbacken
  • ggfs. Temperatur reduzieren, wenn Zopf zu dunkel wird

Es  l ohnt sich schaut selbstimg_2667

 

 

 

„Kirschkernweitspucken und der Traum vom besten Kirschkuchen….“

Dunkelrote, dicke Kirschen, saftig, süüüß, jetzt gibt es sie wieder – wer kann ihnen widerstehen?

Im Alter von 4-10 Jahren habe ich meinen Kindern immer pfundweise Kirschen nach dem Kindergarten/Schule  gekauft und wir haben dann Kirschkernweitspucken gespielt.

Rechnen geübt  und die Kerne gesammelt.

Ein kleines Sandeimerchen stand mitten auf der Terasse und wir spuckten um die Wette…“Mein Kern hat genau getroffen, Nein, Du hast geschummelt.. Sieger !“

Ehrlich gesagt ich habe immer verloren,  zu weit oder daneben , der Kirschsaft bildete nicht wieder zu entfernende Flecken. Es war ein Riesenspaß und ich glaube ganz fest, wenn ich heute zum Kirschkernweitspucken aufrufen würde, zumindest mein Sohn würde sofort mitmachen und ich auch!

Kirschkuchen gab es zu jener Zeit nie, denn die Kirschen brauchten wir ja zum Kirschkernweitspucken . Die alte Weisheit , wenn man Kirschen gegessen hat, darf man nichts trinken haben wir damals auch widerlegt.

Heute Nacht träumte ich von einem wundervollen Kirschkuchen , mit saftigen Kirschen, einem lockeren leicht schokoladigen Boden und einer echten Vanillecreme – wie ich sie in Frankreich mal gegessen hatte. Die Creme sollte Stand haben ,  nicht  fließen und dennoch nicht fest sein!

Meine Recherchen im Netz und in meinen diversen Backbüchern  waren negativ.

Selbst ist die Frau!

Wie war das noch mit der Vanillecreme – die es früher – ganz früher – als es noch keine Fertigmischungen zum Anrühren gab….

Quatsch –  so ähnlich wie meine Vanillesoße – so müßt es gehen.

Liebe Leser, mir ist vollkommen klar, dass keiner diesen Kuchen nachbackt, denn der Aufwand ist sicher jedem zu wider. Dennoch hier kommt Teil I

Vanillecreme

Zutaten:

  •  400 ml Milch
  • 75 gramm Zucker
  • 40 gramm Speisestärke (Kartoffel- oder Maismehl)
  • 3 Eigelb
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Becher beste Schlagsahne
  • 30 ml Kirschwasser bester Qualität

so gehts:

  • Zucker, Eigelb , Speisestärke und 100 ml Milch  zu einer glatten Masse verrühren
  • Vanilleschote auskratzen und mit der Milch aufkochen
  • beiseite Stellen und kurz abkühlen lassen – aber nicht kalt werden lassen !
  • jetzt heißt es mit dem Schneebesen kräftig ca. 10 Min. rühren , es entsteht eine wunderbare dickliche Creme.
  • Kirschwasser unterrühren und erkalten lassen.

Diese Grundcreme kann man je nach Bedarf für viele Füllungen oder auch als Dessertbasis verwenden, angereichert mit verschiedenen Geschmacksvariationen (Limone, Orange, Zimt, Kardamon ect. mit Quark, Joghurt… )

Teil II

Kirschkuchen

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Zutaten:

180 gramm Dinkelvollkornmehl

2     Eßlöffel Kakao

5     Eier  (Größe M)

100 gramm Rohrzucker

2 Teelöffel natural Muscovado

80 gramm  Butter

1 Prise Salz

1 Prise Zimt

1-2 Rippen Schokolade 70 %

500 gramm entkernte dunkelrote Kirschen

und los:

  •  eine 26er  Hebebodenform mit Backpapier ausgleiten
  • Backofen auf 180 grad vorheizen (Ober/Unterhitze)
  • Zutaten abwiegen und bereitstellen
  • Mehl und Kakao sieben
  • 1 Prise Salz hinzufügen
  • Butter bei kleiner Hitze flüssig werden lassen – nicht braun werden lassen –
  • Schlagkessel einspannen und die Eier aufschlagen
  • langsam den Zucker und Muscovado einrieseln lassen
  • auf höchster Stufe zu einer gelblichen Masse aufschlagen
  • ein herrlicher Karamellduft steigt Ihnen jetzt in die Nase
  • nun lassen wir in einem dünnen Strahl die geklärte Butter einlaufen
  • anschließend sieben wir die Mehl-Kakao-Mischung hinzu
  • zunächst 1/3, dann den Rest
  • mit dem Schneebesen zugügig unterheben, nicht rühren !
  • Masse in die Hebeform füllen
  • ca. 10-12 Kirschen beiseite legen
  • die restlichen Kirschen auf den Teig verteilen , bzw. einsinken lassen.
  • sofort in den Backofen und ca. 20-25 Min. backen
  • Stäbchenprobe und abkühlen lassen.

Teil III

Topping und Vollendung:

  • Vanillecreme mit der Sahne steifschlagen, ggfs. noch etwas Kirschwasser ergänzen- Vorsicht wird schnell zu dünnflüssig  !
  • restliche Kirschen auf dem Kuchen legen
  • Schokoladespäne hobeln und verteilen
  • eine kleine Blüte Lavendel hinzufügen
  • und dann für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank
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Mein Gö-Gatte (Göttergatte) lauert schon seit Stunden auf den Kuchen und war – das will was heißen – sonst immer nur : „Geht, kann man essen … “ Hin und weg!

Tipp: echter Herrenkuchen – da nicht zu süß und die Kirschwasseraromen in Verbindung mit der geschmeidigen Creme … lassen auch Männerherzen höher schlagen.

„die letzten Reste … Weihnachten 2015 “ Rezept: Mohnschupfnudeln

Der Stress ist vorbei,  gaaanz langsam kehrt die bleiernde Winterruhe ein.IMG_1169  An den festgefahrenen Ritualien und die schon oft beschriebenen Menüfolgen hatte sich auch Weihnachten 2015 nichts geändert.

An Heiligabend wurde das Raclettekabel eine Stunde lang verzweifelt gesucht, dabei war es doch immer  ….

Ende gut alles gut. Natürlich blieben von den schönen, dicken mehligen Kartoffel fast 1 kg übrig.

So entstanden meine Mohnschupfnudeln:

Rezept:

Zutaten:

1000 gramm gekochte , mehlige Kartoffel vom Vortag

125    gramm Dunstmohn

250   gramm Spätzlemehl

2        Eier

Prisen: Salz, Muskatnuss frisch gerieben


 

Schritt: 1

Die gepellten Kartoffel durch die Kartoffelpresse drücken – direkt auf die Arbeitsplatte –

Eine kleine Mulde eindrücken und hier die Eier reinschlagen, das abgewogene Mehl hinzugeben und mit einer Teigkarte gut vermischen.

Ggfs. muß noch etwas Mehl hinzugeführt werden, bis ein Teig entsteht. Er sollte eine angenehme feste Konsistenz erhalten – aber nicht zu fest sein –

Den Teig geben wir dann in eine Frischhaltefolie für ca. 1/2 Stunde in den Kühlschrank.

Schritt :2

Nun fertigen wir eine ca.  10 cm breite Rolle aus dem Teig und stechen mit dem Teigschaber die Nudel ab, ggfs. nochmal zwischen den gemehlten Handflächen korrigieren.

Schritt :3

Einen großen Topf mit Wasser erhitzen , kurz aufwallen lassen, Salz zufügen .

Jetzt lassen wir die Schupfnudeln nach und nach in das siedende – nicht kochende Wasser – gleiten.

Sie steigen langsam hoch und werden schnell in ein bereitgestelltes Küchensieb zum Abtropfen gegeben

Schritt :4

Eine Pfanne mit einem wenig Butterschmalz erhitzen  und die Schupfnudeln goldgelb schwenken.

Eine wunderbare  Beilage zu Wild, Braten , Sauerkraut….

Einfach guuut!IMG_1188

„Stollenbäckerei 2013“

Ganz ehrlich, bei uns ist nicht -noch nicht – die Adventsdeko aus dem Keller geholt. Den Adventskranz habe ich auch noch nicht brennen und das ist gut soooo!

Diese Überdeko in den Läden und Straßen fällt mir dieses Jahr ganz besonders negativ auf!
Aber ein paar Zweige – den Geruch von selbstgemachten Glühwein, Orangen, Zimt, Nelken – einen besonderen Tee – lange Spielabende…, bei einer guten Flasche Rotwein….
Einen Stapel Bücher habe ich schon auf dem Nachtisch.
Der Winter kann kommen!!

Diese Woche hatte ich einen freien Tag! Um sechs in der Früh bin ich aufgestanden und nach einem kleinen Frühstück gings los- Aus 5 kg bestem Bäckermehl 550 habe ich verschiedene Stollen gebacken. Schön verpackt warten sie nun auf Ihre Bestimmung.

Hier meine Rezepte:

klassischer bayrischer Stollen – nach einem überlieferten Rezept von meiner Freundin Inge –

Zutaten: (für eine große Stollenform u. eine kleine Stollenform)

750 gramm Mehl Type 550
3 Eigelb
200 gramm Zucker
250 gramm gute Butter
Zitronenabrieb von einer Biozitrone
1 Päckchen Hefe 11 gramm – Trockenhefe – oder 42 gramm frische Hefe
1 Brise Salz
ca. 200 ml lauwarme Milch (sie sollte angenehm warm sein, aber auf keinen Fall heiß! – Fingerprobe!)
100 gramm Zitronat
100 gramm Orangnat
(von der großen Zitronatzitrone- bzw. Orange vom Markt) selbstgeschnitten u. ganz fein gehackt
200 gramm beste Rosinen über Nacht in Rum gebadet
Puderzucker
flüssige Butter zum Bestreichen

und los geht es:

Mehl, Zucker, Butter abwiegen und zuerst das Mehl in den Schlagkessel der Küchenmaschine geben, eine Brise Salz hinzufügen.

Eine Mulde in das Mehl drücken und die Trockenhefe hineinschütten
Den Zucker folgen lassen, die Butter in kleine Stücke ebenfalls hinzufügen u. Abrieb von einer Zitrone hinzufügen.

Die Küchenmaschine mit dem Knethaken versehen und auf der kleinen Stufe mit dem Kneten starten.
Langsam die laufwarme Milch hinzugießen – manchmal benötigt man keine 200 ml –
Dann auf mittlere Geschwindigkeit erhöhen.
Ca. 10 Min. Kneten. Der Teig sollte sich vom Boden lösen und nach Möglichkeit einen Klumpen bilden.

Nun decken wir den Teig mit einem leicht feuchten Küchentuch ab und beachten ihn 1 1/2 Stunden nicht.
In der Zwischenzeit, die abgezogenen Mandeln hacken, das Zitronat, Orangnat klein hacken.

Nach dem der Teig sich verdoppelt hat walken wir die übrigen Zutaten ein, geben die Rumrosinen hinzu.
Die Stollenformen werden leicht eingefettet und mit dem Teig gut befüllt – d. h. bis auf 2 cm unterdem Rand.
An einem warmen Ort lassen wir die Stollen in der Form nochmals gehen.

Backofen auf 250 grad vorheizen
Das Backblech mit Backpapier belegen und die Stollenformen auf das Papier setzen.DSC02544 (2)
Nach ca. 10 Min. die Temperatur auf 170 grad Ober/Unterhitze zurücknehmen und die Stollen ca.
35 backen, dann die Stollenformen entfernen und die Stollen goldbraun – ca. insgesamt 50-60 Min. backen.

Ein großes Stück Butter schmelzen und die Stollen gut damit bepinseln.
Wenn die Stollen abgekühlt sind kräftig mit Puderzucker versehen.
Erst wenn die Stollen ganz abgekühlt sind gut einpacken und ca. 14 Tage an einem kühlen Ort ruhen lassen.
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DSC02547
Den ganzen lieben Tag habe ich eine „Stollenmischung“ nach der anderen abgewogen, gehen lassen …..
Ein hartes Stück Arbeit. Aber es duftete soo herrlich und es entwickelte sich ein wohliges, gutes Gefühl in mir.
Meine Küchengeschenke dieses Jahr, Stollen, Chutney, Marmeladen, Ingwernüsse, Barbecue-Soße mit Rauchsalz u. geräuchertem Pfeffer… ja da habe ich noch einiges zu tun.

Die Deko kann warten…
Auf meine neue Kreation Mohn-Marzipan-Ingwer-Amaretto-Stollen bin ich mal gespannt.
ach und vielleicht mache ich noch eine Mango-Variante – da schwebt mir schon was vor.
Das Rezept für die Mohnstollen – schreiben ich die nächsten Tage –

Montag, Dienstag , Mittwoch…. Weihnachtstreffen – Essen – Umtrunk – und wann soll ich die Deko machen?
Guten Start in die neue Woche!
Nur Mut Stollenbacken ist sooo einfache , wie man hier sehen kann:IMG_1479
Heute am 7.12.2013 habe ich noch ein paar Fotos ergänzt. Mein Stollenvorrat ist dahin, für…, ich brauch auch einen für meine Adventsfeier in der Uni, ja und ich wollte der netten Frau….“ ist ja guut – Deko kann warten.
Die Stollenbäckerei beginnt noch mal von vorn.

"Quickly-Linseneintopf"

Nieselregen, alles grau in grau. Eintopfzeit! In meiner Kindheit gab es eigentlich jede Woche im Winter einen Eintopf. Herrliche, sie Seele wärmende Eintöpfe trösteten über lange, dunkle, kalte Wintermonate hinweg. Als Nachspeise einen selbstgemachten Schokopudding.

Im August, September gab es den ersten Gemüseeintopf „Quer durch den Garten“ nannte meine Mutter diesen Eintopf. Mit einer großen Schüssel ging man in den Garten alles was dort sich anbot wanderte in den Suppentopf. Blumenkohl, Erbsen, Kohl, Karotten, Erbsen, Lauch, Wirsing,
Tomaten, Kartoffel, Sellerie….
Als Basis diente schon damals die gute, selbstgemachte Brühe – siehe Archiv Basissuppe –
Je nach Erntezeit veränderte sich der Eintopf.

Ein Arme-Leute-Essen, sagte man später und man vernachlässigte viele Jahre den wirklich guten, klassischen Eintopf.

Der klassische -fester Bestandteil der Deutschen Küche – war und ist der Linseneintopf.
Lange gekocht…. in Schwaben mit Spätzle und Saitenwürstle serviert, wer kann da widerstehen.

Heute habe ich eine schnelle Variante gekocht. Ehrlich – ohne Schnippeln- ist der Linseneintopf in 15 Min. auf dem Tisch.

Zutaten:
500 kleine Berglinsen
4 Kartoffel -klein-
1/4 Hokaido – Kürbis
1 kleiner Fenchel
2 Karotten
3 Schalotten
10 cm frischer Ingwer
120 gramm geräucherter Bauchspeck
1,5 Liter Fleischbrühe aus dem Vorrat
(oder 1,5 Liter Gemüse- Hühnerbrühe)
1 Knoblauchzehe
1 Zitrone
1 St Muskatblüte
2 rote Chilis
Pfeffergemisch – gemörstert – Piement, schwarzer Pfeffer, Peitschenpfeffer ect – s. Archiv
Salz aus der Mühle
1 Eßlöffel Olivenöl
1/2 Teelöffel Couscousgewürz
Zitrone
frische Minze oder Petersilie
Zubereitung:
Zwei Schnellkochtöpfe sind hier nicht zu verachten.
Die kleinen Berglinsen gebe ich in einen Schnellkochtopf und bedecke die Linsen fingerbreit mit Wasser. Ohne Salz oder sonstige Zutaten kochen wir die Linsen bißfest. (ca. 5 Min.)
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Alle Gemüsezutaten werden in mundgerechte Würfel geschnitten. Den Bauchspeck klein würfeln.
In den zweiten Schnellkochtopf geben wir die Speckwürfel ohne Fett und lassen sie etwas anschwitzen, dann feingehackten Ingwer und Schalotten hinzufügen und unter Bewegung glasig dünsten.
Das restliche, geschnittene Gemüse zugeben und mit der Brühe auffüllen.
8-10 Min. im Schnellkochtopf kochen.
Abschmecken, mit dem Saft einer Zitrone, 1/2 Teelöffel Couscousgewürz(Harissa)
Herrlich duftet es und nach 15 Min. kann serviert werden.
Das einzige Gericht , was ich kenne, was aufgewärmt besser schmeckt ist dieser Linseneintopf.
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Was sind denn die weißen Punkte auf dem Foto? Ja das war mein Versuch aus Couscous Nockerl herzustellen, sie sind auseinandergefallen. Dem Geschmack der Suppe tat dies aber keinen Abruch. Aber mit den Nockerl muß ich mich nochmal beschäftigen. Die Einlage meiner Linsensuppe werde ich noch perfektionieren.

„Sonntagsbraten anno dazumal“

(dieser Beitrag erfolgt, damit man nie vergisst, wie man einen Braten macht)

Der Sonntag war in meiner Kindheit geprägt vom Sonntagsessen und dem zwingenen Kirchgang – morgens 9.15 Uhr – Hochamt

Befreit war niemand davon, es sei denn er war sterbenskrank.

Auch die Damen (meist Hausfrauen) ließen es sich nicht entgehen. Schließlich war es die einzige Möglichkeit Leute zu treffen und vor allen Dingen, die neueste Mode zu bestaunen. Das Kostüm der Wirtin, den neuen eleganten Lodenmantel der Frau Förster, das leichte, fast gewagte Sommerkleid, die erneute Schwangerschaft von Frau Müller….

Der Geruch von angebratenem Fleisch, schwerem Parfüm, vermischt mit Weihrauch war für mich kaum zu ertragen. Kreidebleich, mit weißer Strumpfhose, Lackschuhen, gebürsteten Haaren und meinem besten Sonntagskleid – Mantel saß ich eingezwängt und es würgte mich.

Oft war meine Mutter schon in der Frühmesse gewesen (an besonderen Tagen – Festtagen oder wenn sich die bucklige Verwandtschaft angekündigt hatte) , der Sonntagsbraten war eine aufwendige Angelegenheit.

Samstags gab es meist Rinderbrühe mit Suppenfleisch – was ich nicht mochte – Am Abend wurde der Braten meist schon angebraten, damit er sonntags mittags auch gar wurde, sonst hing der Haussegen gewaltig schief.

Die Braten bestanden meist aus riesigen Rind- oder Schweinebraten in den verschiedensten Variationen.

Das nachfolgende Rezept habe ich einwenig verifiziert, kommt aber dem Original sehr nahe, was die Zubereitung und Zutaten betrifft.

Wir benötigen:

2 -2,5 kg (weniger ist sinnlos) Rinderschulter z. b. flache Schulter oder Schaufelstück

500 Gramm Rinderknochen (wichtig keine Suppenknochen, sonder Knochen für den Braten beim Metzger ggfs. bestellen)

Rotwein (kann ruhig gut und schwer sein)

2 Karotten, ein Stück Sellerie, Petersilienwurzel, ein Stück Lauch, 2-3 rote Zwiebel, ein walnussgroßes Stück Ingwer, 2 Knoblauchzehen, 1 Chili Tomatenmark, Puderzucker, 1 Dose Cherrytomaten,

Butterschmalz oder Schweineschmalz, Butter kalt

1/4 Liter Rinderfond , etwas Rinderbrühe

Gewürze: schwarzer Pfeffer, Piment, 1-2 Nelken, Senfkörner, scharfes(Paprikapulver (Messerspitze), Salz aus der Mühle

Kräuter: 1 Zweig Rosmarin, Lorbeerblatt, Salbeiblatt

Kochgeschirr: am besten einen gusseisernen Bräter oder Bratenraine

und so wird es ein Sonntagsbraten für 6 Personen.

Zunächst wird der Bratensatz (Basis für eine gute Soße) gemacht. Dies kann schon ein paar Tage vorher erfolgen.

und geht so:

Die Knochen geben wir auf ein Blech , bestäuben sie ganz leicht mit Mehl und rösten sie bei 250 grad ca eine 45 Minuten. Kontrollieren, damit das Mehl nicht verbrennt. Mit einem kleinen Schuß Wein und Wasser ablöschen, dann Knochen rausnehmen, absieben und in Twistgläser füllen.

Bratenzubereitung:

Schritt 1 :

Das Hartgemüse möglichst klein schneiden.

Den Bräter ohne Fett erwärmen und etwas Zucker/Puderzucker einstreuen.

Das Gemüse mit den Zwiebeln und 2 Teelöffel Tomatenmark anschwitzen. Auf kleiner Temperatur stehen lassen.

Schritt 2:

In einer seperaten Pfanne den Braten in Butter- oder Schweineschmalz sorgfältig runderherum kräftig anbraten. Wichtig ist, das alle Flächen angebraten werden und der Braten nicht gesalzen wird.

Die Pfanne mit Rotwein ablöschen und reduzieren lassen.

Schritt 3:

In einer fettlosen Pfanne die Gewürze rösten und grob mösern.

Schritt 4:

Den Backofen auf 160 grad vorheizen. Den Braten auf das Gemüse geben, Knoblauchzehe, Chili, Ingwer , Rosmarin, Salbei, Lorbeer,Cherrytomaten hinzufügen.

Bratensatz aus der Pfanne angießen, sowie einen Schuß Brühe und Rotwein. Nun den Braten ca. eine 3/4 Stunde sich selbst überlassen

Schritt 5:

Den Braten wenden und mit dem Fond übergießen die gemöserten Gewürze hinzufügen.

Nochmal ca. eine Stunde sich selbst überlassen. Bei dem Braten arbeite ich mit einem Bratentermometer. Es sollte tunlichst vermieden werden, dass der Braten zu weich, zäh oder nicht gar ist. Eine Kerntemperatur zwischen 78-81 °C ist die ideale Garstufe meines Erachtens.(well). Die grobe Garzeit beträgt pro kg Fleisch= 1 Stunde, je nach Herd.

Schritt 6:

Braten herausnehmen und ruhen lassen. (ggfs. etwas mit Folie abdecken)

Das Gemüse durch ein Sieb passieren, Salz hinzufügen (Chilisalz aus der Mühle ist wunderbar geeignet) weniger ist mehr. Soße durchpürieren und mit eiskalter Butter aufmontieren, abschmecken – warm halten.

Den Braten aufschneiden, auf vorgewärmte Teller anrichten oder so liebe ich es auf vorgewärmte Platten legen, Schüssel mit dampfenden Knödel und Gemüse… Dann den Geräuschen lauschen, das ist die schönste Musik – die man sich wünschen kann. Glückliche, zufriedene Esser im Gleichglang mit Messer, Gabel, klingenen Gläser.

Beilagen: beliebig oder mehrere – Knödel, Spätzle, getrüffeltes Kartoffelpüree , Blaukraut, Wirsing, Feldsalat – was immer bevorzugt wird.

Wenn man Glück hat bleibt vom Braten noch etwas übrig – gewärmt in der Soße … mag ich ihn eigentlich am liebsten.

Ich verstehe, wenn man es nicht nachkochen will, aber ehrlich beim Lesen wird einem doch der Mund wässrig oder?

Leider konnte ich den tollen Braten nicht fotografieren . Viel zu schnell waren die Bratenscheiben in die hungrigen Mägen gewandert.

Außerdem kam wieder der sicherlich bekannte Spruch meiner siebenköpfigen Raupen: „Mama Du nervst“