„Servus, pfiat di April 2021“

ohne Worte….

Der Mai ist da! Gestern habe ich den Kuckuck tatsächlich das erstemal in meinem Leben nicht nur gehört, sondern auch den posierlichen, eigentlich für seinen lauten Ruf – kleinen Vogel gesehen.

Wie heißt es so schön: „Alles neu macht der Mai…“

Hermann Adam von Kamp (* 15. September1796 in Ruhrort; † 26. November1867 in Mülheim an der Ruhr) war ein deutscher Lehrer, Heimatkundler und Schriftsteller. Das von ihm 1818 verfasste und 1829 veröffentlichte Lied Alles neu macht der Mai[1] zählt zum lyrischen Kulturgut der deutschen Sprache. (s. Wikipedia)

Der kalte April ist vorbei – jetzt kommt der Frühsommer –

Die „Klimafachleute“ nennen es Hitzewelle.

Schöne Zeit!

M. Kuhl

„Komm auf die Schaukel Luise….“

(Werbung , da Namensnennung – aus dem Songtext von Hans Albers/Heinz Rühmann

Auf der Schaukel schweben das ist wie im Leben,
Macht Spaß und macht bange und dauert nicht lange.
Mal rauf und mal runter,
Bisschen Schwindel mitunter,
Da ist es das Beste, ’s hält einer dich feste!
Komm auf die Schaukel, Luise?

Dieses Lied kam mir in den Kopf. Mitten im Wald 9.15 Uhr keine Menschenseele in Sicht und plötzlich stand ich von einer Schaukel.

Die Sonne wärmt mein geschundenes Gemüt, die Vögel geben ihr bestes Konzert, der Bärlauch riecht …..

Das Leben ist schön ! Komm mit auf die Schaukel!

Sie bleibt nicht lange unten – aber auch nicht lange oben.

Beschwingt warf ich meine Stöcke und freute mich auf das Frühstück.

Die Semmel waren selbstverständlich schon gebacken!

P.S zu gern hätte ich geschaukelt in die Wimpfel der Bäume. Aber ich habe der Schaukel nicht getraut – hält sie mich aus ? – sehr wahrscheinlich , aber wissen tu ich es nicht.

Schönen Sonntag !

M Kuhl

„Grüne Spätzlepfanne- ohne Worte“

versprochen ohne Worte:

Spätzlepfanne

Zutaten:

  • eine handvoll Walnußkerne
  • eine handvoll beste getrocknete Tomaten
  • eine mannshandvoll Champignons
  • 1 Brise selbstgemachten Vanillezucker (braun und stark nach Vanille riechend)
  • Bärlauchspätzle von gestern
  • Rest Schweinefilet – geht auch ohne –
  • 1/8 Liter Sahne
  • Abrieb vom Bergkäserest
  • bestes , natives Olivenöl – weniger ist mehr
  • Meersalz, schwarzen Pfeffer, Muskatnuss – aus der Mühle –

so geht es ganz schnell:

  • Tomaten etwas zerkleinern
  • Walnußkerne in eine Pfanne ohne Fett geben – aufpassen, dass sich nicht verbrennen- u. anrösten in einer seperaten Pfanne
  • Champignons grob klein schneiden – die Stücke können ruhig etwas größer sein
  • Olivenöl in die Pfanne geben auf mittlerer Temperatur die Tomaten etwas schwenken
  • Champignons hinzugeben und leicht anbräunen
  • eine Brise selbstgemachter Vanillezucker wirkt Wunder
  • Nüsse etwas schwenken
  • ggfs. Fleisch mit anschwitzen
  • Spätzle hinzugeben
  • Sahne angießen
  • Abrieb vom Käserest
  • abwürzen it Meersalz, schwarzem Pfeffer, Muskatnuss aus der Mühle

und nochmal den Duft einamtmen – denn die Pfanne ist in wenigen Minuten leer!

Schönes Wochenende

M. Kuhl

„Bärlauchspätzle excellent“

Die Bärlauch-Rezepte nehmen kein Ende denkt ihr. Dabei wächst bei mir dieser wilde Knoblauch gar nicht.

Bärlauchkapern, Bärlauchbutter, Bärlauchöl, Bärlauchaufstrich, Bärlauchsuppe , Bärlauchbrot

Man muß schon ein Faible für diese grünen Blätter haben. Andererseits sind sie schnell gepflückt, verbunden mit einem kleinen Spaziergang nehmen wir den Frühling einwenig mit.

Meine Spätzlekreation ist einwenig aufwendiger – aber das Ergebnis – überzeugt!

Zutaten:

250 gramm Weizendunst oder Dinkeldunst

250 gramm Einkornmehl Type 630

35 gramm Bärlauch – frisch gepflückt –

5 Eier

2 Eßlöffel neutrales Öl

1 schwacher Teelöffel Salz

250 gramm Topfen 20 % (Quark) am besten Krümelquark bzw.gut abtropfenlassen

Zubereitung:

  • Mehl abwiegen und in die Schlagschüssel der Küchenmaschine geben
  • Eier hinzufügen
  • Quark, Salz beigeben
  • den Bärlauch – heiß abwaschen – und mit der Salatschleuder trocknen, in feine Streifen schneiden und mit 60-80 ml Wasser mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse pürieren
  • das Bärlauchmousse zur Teigmasse geben
  • 3-4 Min. die Masse mischen lassen
  • dann ca. 8-10 Min. aufschlagen mit dem Knethaken, bis sich Blasen bilden
  • der Teig ist zäh und giftig grün muß jetzt 30 Min. ruhen
  • in der Zwischenzeit stellen wir einen großen Topf mit Wasser und Salz auf
  • einmal kurz aufkochen lassen, dann zurückschalten
  • nun schaben, drücken , wie es jeder mag die Spätzle ins Wasser
  • schnell kommen sie hoch und ich gebe sie in ein Sieb
  • lass sie abtropfen und sie sind sooo aromatisch, die Konsistenz ist wunderbar.

Einen Teil friere ich gleich ein, nachdem sie erkaltet sind. Sie sind locker, kleben nicht.

Ein gute Portion serviere ich heute Abend – schaut schon mal – Rezept folgt.

Der Spätzletraum ist wahrgeworden.

„Schweizer Brot à la Meggie“

(Werbung, da Namensnennung)

Gestern habe ich einen kleinen Ausflug gemacht, natürlich coronakonform – es war ein herrlicher Tag!

Prompt hat sich in meinem Gesicht eine leichte Röte gebildet.

Auf ein herrliches Bärlauchfeld bin ich gestoßen – der Duft zog mich förmlich an –

Nur die ganz kleinen, jungen Blättchen habe ich mir gezupft und heute ist so ein Back – Mach -Tag.

Bärlauchbutter – Bärlauchspätzle – Bärlauchpaste – bin ich gerade am herstellen.

Die Wärme begünstigt auch das Brotbacken. Sicher habt ihr schon alle mal den netten, flotten Schweizer Marcel Paa auf You Tube angeschaut.

Er ist gelernter Bäcker-Konditor Meister, kommt aus der Schweiz und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Herstellung von Backwaren.

So ein großporiges, lockeres, knuspriges Brot mit Geschmack wollte ich schon lange backen.

Denn jetzt hat man Lust auf ein leichteres Brot. Die Roggenbrote haben jetzt mal Pause.

Einwenig Respekt hatte ich schon vor dem mega weichen Teig, ob ich den gehändelt bekomme.

Es hört sich immer so easy an: “ ganz leicht durchs Mehl ziehen – die Luft soll im Teig bleiben…., dann in ein bemehltes Backtuch…. und einschießen….“

Die Schweizer haben andere Mehlsorten und ehrlich unser bayrisches Ruchmehl kann es sicher mit dem Mehl 1050 aus der Schweiz aufnehmen.

Der gestrige warme Tag begünstigte meinen Brotansatz, bzw. Vorteig mit Sauerteig.

Beim ersten Versuch hat es funktioniert! Ich kann es fast nicht glauben

Natürlich habe ich das Rezept „interpretiert“

und ich will es Euch nicht länger vorenthalten:

Zutatenliste:

Vorteig 1:

90 gramm Ruchmehl

90 gramm lauwarmes Wasser

15 gramm Anstellgut (Sophie) Livieto madre mit 550 Weizenmehl angesetzt

15 gramm Anstellgut (Franceska) Livieto madre Ansatz mit Vollkornweizenmehl

Vorteig 2

90 gramm Weizenmehl Type 550

3 gramm Trockenhefe

90 gramm lauwarmes Wasser

Hauptteig:

Vorteige 1 u. 2

330 Wasser kalt

475 gramm bayrisches Ruchmehl Type 1050

11 gramm fleur de sel

1 Teelöffel Bio Rostmalz (inaktiv) Drax Mühle, Rechtmehring

Die beiden Vorteige hatte ich morgens schnell angerührt – und sie so bis heute morgen sich selbst überlassen. Heute morgen sprudelte der Ansatz und ich habe das Brot wie folgt hergestellt:

  • das kalte Wasser gebe ich in die Rührschüssel meiner Kennwood
  • dann die beiden Vorteige
  • das abgewogene Mehl
  • Salz
  • und den Teelöffel Bio Rostmalz folgen

Nun vermische ich die Zutaten auf kleiner Stufe ca. 3-4 Min.

  • nun lasse ich auf der nächst höheren Stufe die Maschine 10-12 Minuten kneten
  • und zwar so lange, bis sich der Teig vom Boden löst
  • Fensterprobe
  • mit etwas Olivenöl pinsele ich meine Gärwanne aus
  • der Teig gleitet geschmeidig in die Wanne
  • nun ist der Zeitpunkt gekommen, um den Ofen vorzuheizen
  • mit dem Backstein zu bestücken
  • nach ca. einer halben Stunde , dehne ich mit feuchten Fingern den Teig von allen Zeiten
  • dies wiederhole ich noch einmal nach einer halben Stunde
  • und lass ihn insgesamt 80-90 Min. gehen.

Das erste wäre geschafft!

  • die Arbeitsplatte bemehle ich und kippe den zähen, feuchten Teig, der Blasen wirft auf die Arbeitsplatte.
  • ganz locker ziehe ich den Teig durch das Mehl und schlage ihn übereinander zu einem dicken länglichen Laib, den ich nochmal leicht bemehle
  • ein Leineküchentuch bemehle ich und hebe den weichen Laib – geht problemlos – auf das Tuch.
  • leicht schiebe ich alles zusammen und lass dem Brot nochmal ca. eine 1/2 Stunde zeit.
  • soweit es sehr warm ist, denke ich reichen auch 20 Min.

Den Einschießer – oder auch ein Holzbrett bemehle ich, setze den Laib hierauf und schiebe ihn zügig in den auf 270 grad vorgeheizten Ofen.

  • 15 Min. – ohne Dampf lass ich dem Brot Gelegenheit sich zu entwickeln.
  • es geht wunderbar auf, platzt allerdings zeitlich ganz leicht auf.
  • dann senke ich die Temperatur auf 180 grad Ober/Unterhitze
  • 30-40 Min. muss es noch backen (Kontrolle, ob es nicht die Kruste verbrennt!)
  • Klopfprobe und raus.

Es erstaunt mich, wie toll das Brot – ohne Dampf aufgegangen ist – es duftet, ich kann es nicht erwarten, es anzuschneiden.

Dann die Offenbarung, resch, es ist knusprig, hat wunderschöne unregelmäße Poren und schmeckt mit dem restlichen Bärlauchpüree und guter Butter traumhaft.

Das müßt ihr probieren, nachbacken. Dies ist mein Sommerbrot 2021 ! Ich werde es variieren mit getrockneten Tomaten, Oliven, Fenchelsame ….

Zum Salat zum Grillen, einfach perfekt.

„Spätwinter-Menüs für Jedermann“

Es will nicht enden – Kälte, Regen, Schnee und keine Besserung Sicht! Die Stadt ist selbst am Wochenende fast menschenleer nur an den freiwilligen Teststellen bilden sich irre Menschenschlangen.

Hier ist es wohl gut möglich sich das Virus einzufangen. Ein Stadtbummel ist nicht möglich. Es macht traurig, die Menschen haben finstere Minen.

Gefrustet schleiche ich dahin und es gibt nur ein Mittel für mich.

Am Wochenende habe ich wieder diesen Kochflash ausgelebt.

Der leidgeprüfte Gö-Ga war im Schlachthofviertel, beim Türken des Vertrauens, im Feinkosthandel der Gastronomie…. Er hatte einen Einkaufsflash!

Die Folge war ich habe auf Vorrat gekocht

  • Fond und Suppen mit wunderschönen Markknochen und….
  • Bolognese – Fleischpflanzerl
  • Notgulasch – wenn nochmal Gäste unverhofft kommen dürfen
  • Mohnschnecken -Weizenkruste -Sonntagssemmel
  • Lammragout – Dal – Pfannenbrot – (die Bällchen tiefgefroren)
  • Spitzkohl mit erlesener Gewürzmischung und Schmand
  • Spätzle – goldgelb mit dem guten Einkornmehl (eingefroren ) – Mohnvariante

Meine große Hoffnung ist, dass eine warme, sonnige Wetterphase kommt und ich aus dem Vorrat schöpfen kann.

Viele Fotos konnte ich nicht erstellen, viel zu hektisch wurde gebraten, gebacken, gekocht, geschnippelt – mit lauter Musik – natürlich mit dem Kopfhörer und einem guten Schluck Wein.

Hier nochmal ein kleiner Speiseplan für die Woche:

Montag: Schnelle Spagetti – und von der letzten Italienreise einwenig träumen –

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Ein kleiner Bummel über den Markt oder zum Fischhändler ist damit verbunden und diesen Monat gibt es sie noch meine geliebten Vongole – Venusmuscheln.

Den Wein dazu testen…. und so wird der Montag zum Highlight!

Dienstag:

Wenn ihr selbst den Bärlauch pflücken könnt nehmt die Knospen auch mit und macht Euch herrliche Kapern hieraus.

Mittwoch: Genug gekocht ? aber mein Blumenkohl Dal das müsst ihr testen – Die Gewürzkombi – aromatisch …

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Donnerstag: Heute soll das Wetter gut werden, also wäre da eine schöne Brotzeit genau das richtige

Die Mittagspause verbringen wir im Park – wenn es die Pandemievorschrift erlaubt ? –

Ein kleiner Ausflug in den Wald auf die Wiese –

Hasenbrote gibt es heute!

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Freitag:

Asiatische Dorade

So lassen wir die Woche ausklingen

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Und schon ist die Woche geschafft.

„Bangladesch -Gewürze -Blumenkohl“

(Werbung da Namensnennung)

Freitag! Dieser Tag läutet das Wochenende ein und versetzt auch mich schon früh in eine hektische Betriebssamkeit.

Brotbacken, Kipferl – nicht so süß – für das kleine Frühstück mit meiner Tochter….

Schaut mal

Ruchmehl-Alpenroggen-Kruste
Kipferl mit dunkler Schokocreme und Marillenmarmelade

Auf besonderen Wunsch gibt es heute wieder etwas einfaches, exotisches, außergewöhnlich abgeschmecktes und gewürztes Dal.

Zunächst darf ich Euch in die Würzvielfalt der bangladeschischen Gewürze einladen

Bangladeschische Gewürze umfassen eine Vielzahl von Gewürzen , die in Süd- und Südostasien angebaut werden . Viele der Gewürze stammen aus der Region Bangladesch, während die anderen aus ähnlichen Klimazonen importiert wurden und seitdem seit Jahrhunderten vor Ort angebaut werden. Gewürze werden normalerweise in einer Pfanne mit Ghee oder Speiseöl erhitzt, bevor sie in eine Schüssel gegeben werden. Zuletzt werden leichtere Gewürze hinzugefügt, und zuerst sollten Gewürze mit starkem Geschmack hinzugefügt werden. Curry ist kein Gewürz, sondern ein Begriff, der sich auf jede Beilage in der bangladeschischen Küche bezieht . Es könnte mit einer Saucenbasis oder einem trockenen Gegenstand sein. Ein Curry enthält normalerweise mehrere Gewürze, die miteinander vermischt sind. Liste der Gewürze aus Bangladesch – https://de.qaz.wiki/wiki/List_of_Bangladeshi_spices

Gestern bin ich durch die fast menschenleere Innenstadt geschlendert zu meinem Lieblingsgewürzladen und konnte nicht mehr widerstehen. Seit Wochen schleiche ich um den besonderen Mörser herum. Selbstverständlich besitze ich einen großen Steinmörser mit einem Stößel, der sich lange Jahre bewährt hat.

Aber für die ganz speziellen Gewürzmischungen ist er manchmal etwas grob. Er zerschlägt die Körner praktisch.

Mein neuer Mörser geht sanft mit den edlen Gewürzen um, ist so handlich. Man muss ihn lieben.

Schaut ihn Euch an:

Mörser aus Gusseisen

Mein Gö-Ga hat einen großen Blumenkohl erstanden, ehrlich ich bin nicht so ein Fan von dem krausen Kopf.

Hier meine Interpretation von Blumenkohl:

Blumenkohl-gelbe Linsen- Kichererbsen Dal -Bangladesch

Zutaten: (für 4 Personen)

1 großer Blumenkohlkopf

25o gramm gelbe Linsen

150 gramm Kichererbsen (können auch aus der Dose sein)

1 Spitzpaprika

1 Pfefferschote

1 rote Zwiebel (derzeit Frühlingszwiebel rot, eine wahre Bereicherung)

1 kleine Frühlingszwiebel weiß

2 kleine, frische Karotten (nur geschabt)

10 cm Ingwer

2-3 Knoblauchzehen

1 Dose geschälte Tomaten

1/2 Liter Gemüsebrühe

1 Limone oder Zitrone

Gewürze: Schwarzkümmel, Senfkörner, Bockshornkleesaat, Fenchelsamen,Kreuzkümmel,Meersalz

Rasel Hanout, Curry indisch

1/2 Bund Koreander

2 Eßlöffel Butterschmalz

Zubereitung:

  • die Linsen in einem seperatem Topf (bzw. Dampkoch bissfest kochen) dies geht bei gelben, roten Linsen sehr schnell! Es empfiehlt sich nicht die Hülsenfrüchte mit dem Blumenkohldal zusammen zu kochen – hier besteht sehr hohe Gefahr, dass die Hülsenfrüchte anbrennen, bzw. die Kichererbsen nicht weich werden.
  • den Blumenkohl in Röschen pflücken.
  • Tipp: Strunk u. ggfs. Rest beiseite stellen (für eine cremige Blumenkohlsuppe )
  • in der Zwischenzeit mörsern wir die oben genannten Körner und rösten sie ohne Fett kurz an
  • das Butterschmalz wird erhitzt, bis es flüssig geworden ist
  • nun geben wir die gemörserten Gewürze,sowie die pulverisierten Gewürzmischungen hinzu
  • Tipp: wer sich das Mörsern sparen will kann auch die Gewürzmischung Panch Phoron
  • verwenden, die die genannten Gewürzbestandteile grundsätzlich enthält.
  • Zwiebel klein hacken, Paprika entkernen u. klein würfeln, Karotten kleinschneiden
  • und alles kurz mit dem Gewürz-Butterschmalz anschwitzen
  • den Blumenkohl zu 3/4 hinzufügen und mit der Gemüsebrühe ablöschen
  • die gestückelten Tomaten ebenfalls angießen und das ganze köcheln lassen, bis der Blumenkohl gar ist.
  • so verfahren wir auch mit den Kichererbsen und Linsen.
  • in der Zwischenzeit braten wir die restlichen Röschen in Butterschmalz in einer Pfanne mit einem Hauch Curry bis sie gar sind.
  • Koreander hacken, Limonenabrieb hinzufügen
  • nochmals final mit Salz ggfs. abschmecken
  • das Dal in tiefe Teller geben und mit dem gebratenen Blumenkohl und Koreander abschließend befüllen.
  • Beilage: Reis oder Pfannenbrot, ggfs. kleiner Joghort Dip mit Minze und Limone

Für die „Nichtvegetarier“ hatte ich noch ein kleines raffiniertes Lammragout aus der Lammhüfte gezaubert, mit der Besonderheit, dass ich hier 2 dünne Stangen Rhabarber mit gegart hatte.

Grundrezept: s. https://meggieskochstudio.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=10&action=edit&calypsoify=1&block-editor=1&frame-nonce=149d07f6cd&origin=https%3A%2F%2Fwordpress.com&environment-id=production&support_user&_support_token

Das Pfannenbrot mit Butter und frischem Koreander rundete das kleine gewürzträchtige Essen ab.

Es duftet, eine wahre Geschmackexplosion entwickelt sich im Gaumen

Ein vegetarisches Gericht, welches selbst „Blumenkohlgegner“ restlos überzeugt.

Eigentlich kocht das Dal von alleine und ist eine echte Bereicherung der Alltagsküche.

P.S die Fotos sind nicht wirklich ansprechend. Den schön dekorierten Teller – fotogen – platziert, hatte mein Gö-Ga natürlich schon in der Mache, als ich den Wein noch holen wollte, um auf den Abend anzustoßen.

Das sind dann die Momente, wo sich die Geister scheiden……

Schönes Wochenende

M Kuhl

„Grün meets Knödel…“

Wie sagt man : Grün ist die Hoffnung ?

Die Farbe Grün ist die Farbe des Lebens, der Pflanzen und des Frühlings. Sie symbolisiert den Triumphs des Frühlings über den kalten Winter, die Hoffnung („Grün ist die Hoffnung„) und die Unsterblichkeit.

Es ist der 12. April und es schneit schon den ganzen Tag. Liegen bleibt der Schnee nicht, aber mir schlägt es allmählich aufs Gemüt.

Was tue ich dagegen?

  • natürlich Kochen, backen, lesen und mich nicht viel bewegen
  • was den Menschen bekanntlich unleidlich, steif und alt macht ist das Nichtbewegen
  • ein Gegenmittel habe ich noch nicht gefunden.

Soll ich auch meine Übungen mit einer Gummimatte auf dem Fußboden machen? Womöglich noch mit Online-Anleitung? Gem. dem Motto: „Hauptsache das Outfit stimmt“ mit neonfarbenen Leggings durch die Räume hüpfen und „OOOOOM“ rufen.

Also laufe ich zum Zeitungskiosk, zum Markt, zum Feinkostladen, Gewürzladen und wieder zurück. Durch die Schließung der Gastronomie gibt es tollen Fisch, Pulpo, Schwarzhühner, Lammspezialitäten, Schalentiere auf dem Markt. Wir ernähren uns ausgewogen und sind gesund.

Während ich zügig laufe, bzw. wenn es das Wetter zuläßt radele, kommen mir immer neue Ideen- was ich noch machen will, kann, wenn .. ..

Brot, Semmel, Kuchen ist immer vorhanden. Die Aufbereitung der div. Sauerteigführungen sind aufwendig, Spätzle, Schupfnudeln, Gnocci vorrätig produziert. So langsam reicht es! Ich will in die Berge, ans Meer. – einfach raus aus der gewohnten Umgebung. Die Gartencenter sind wieder geschlossen, die neue Frühjahrsgardarobe fällt aus…

Wir befinden uns in einem großen Käfig , allerdings ohne Aussicht.

Mein Trost für alle, denen es ähnlich geht sind meine hoffnungsvollen grünen Knödel.

Spinatknödel waren gestern, jetzt und heute gibt es

Grüne Knödel – Soolfood

Zutaten:

5 Semmel vom Vortrag oder 1/2 Knödelbrot

300 gramm Spinat (auch tiefgefrorener Spinat kann hier gut verwendet werden)

200 gramm Bärlauch – ohne Stile –

1 Eßlöffel Bärlauchpesto selbstgemacht

100 gramm Butter

120 gramm Schalotten bzw. Frühlingszwiebel

60 gramm Parmesan

20 gramm kräftigen Bergkäse (nach Belieben bzw. Kühlschrank)

3 Eier

1 Eßlöffel Mehl

Gewürze: Pfeffer, Salz, Muskatnuss

Abrieb einer Biozitrone

Nussbutter:

125 -150 gramm Butter für die Nussbutter

Zubereitung:

  • Den Spinat zusammen mit dem Bärlauch ganz kurz blanchieren, dann über einem feinen Sieb gut abtropfen lassen. –

  • Die Semmel in dünne Scheiben mit der Brotmaschine aufschneiden

  • Den Bärlauch und den Spinat nochmal mit den Händen ausdrücken und zur Semmelmasse geben, indem wir das ganz kräftig vermischen, bis sich alles miteinander verbindet.
  • den Käse reiben und über die Masse streuen

  • Zwiebel klein hacken und mit der Butter leicht glasig andünsten
  • die Eier, sowie den Eßlöffel Mehl mit dem Handrührgerät schaumig schlagen und Salz, Pfeffer und Muskatnuss hinzufügen
  • nun können wir die Zwiebel-Butter über die Semmel-Bärlauch-Spinatmasse geben und gut verkneten (am besten geht das mit Einmalhandschuhen)
  • ca. 10 Minuten beiseite stellen, bis die Masse abgekühlt hat
  • die Eiermasse hinzufügen und nochmals alles gut durchkneten
  • die Knödelmasse ca. 30-40 min. durchziehen lassen – kühl stellen –
  • einen großen Topf mit Wasser aufsetzen und einen Eßlöffel Salz hinzufügen
  • in der Zwischenzeit kleine Knödel mit feuchten Handschuhhänden formen
  • sobald das Wasser aufkocht einen Probeknödel ins Kochwasser sinken lassen
  • wenn er schnell hochkommt und somit hält, die anderen Knödel zügig ins Kochwasser geben
  • und dann nur sieden lassen bis die Knödel gar sind.
  • dies dauert ca. 15-18 min. , je nach Größe der Knödel
  • während die Knödel sieden, geben wir Butter in einen kleinen Topf und rühren öfters mit dem Schneebesen – bis die braune Nussbauer sich von selbst entwickelt

Selbstverständlich haben wir einen guten Weisswein kaltgestellt.

Die Verbindung von Bärlauch und Spinat ist wunderbar, die Kombination des „Frühlings“ würde ich sagen – und grün ! Die Hoffnung stirbt zuletzt auf die Reise , das Eintauchen in eine andere Welt .

„Der Pandemie entronnen mit verbrecherischer Kunst..“

(Werbung , da Namensnennung)

(Quellennachweis : Katalog Kunst&Kapital-Verbrechen Veit Stoß, Tilman Riemenschneider und der Münnerstädter Altar, Herausgegeben von Frank Matthias Kammel)

Ostersamstag, die Sonne scheint – doch es ist empfindlich abgekühlt, Handschuhe, Mütze sind angebracht. Die Inzidenz für München-Stadt liegt bei knapp +/- 100. Ab Sonntag sollen wieder alle Museen…. schließen. Der Inzidenzwert sei drei Tage über 100….

Meine kunstsachverständige Tochter hat Einlaßberechtigungen im bayrischen Nationalmuseum gebucht.

Aber vorher wollen wir „Frühstücken , wie in Rom“, d. h. Barista Cappuccino, Cornetto gefüllt mit Pistaziencreme – to go – versteht sich.

Aber ein sonniges Plätzschen zu finden ist nicht einfach! Den Cappuccino trinken wir aus dem Pappbecher während wir zur U- Bahn-Station laufen.

Vor der Feldherrnhalle finden wir auf dem menschenleeren Odeonsplatz ein Plätzchen in der Sonne.

Mir fließt die Pistaziencreme zwischen den Fingern hindurch auf meine Jacke. Typisch!

Schnell erreichen wir das Museum mit der Museumslinie. Viel Personal kontrolliert uns – dabei scheinen wir die einzigen Besucher um 10.15 Uhr zu sein.

Gespannt sind wir schon, was uns erwartet. So leer habe ich noch nie ein Münchner Museum gesehen. Wir schreiten ehrfürchtig den Treppenaufgang hinauf.

Die Sonderausstellung trägt den Titel “ Kunst&Kapital-Verbrechen“ und hebt die besondere Würdigung der Kunst hervor, wo doch derso begnadete Künstler ein „Schwerverbrecher“war.

Veit Stoß hatte sich 1503 der Urkundenfälschung schuldig gemacht. Er hatte ein Kapitalverbrechen begangen, eine besonders schwere Verfehlung , die, wie der vom lateinischen capitalis entlehnte Begriff besagt, den Kopf kostete.

Nach der Aufrichtung des Werkes von T. Riemenschneider in der Kirche von Münnerstadt war es nicht zu einer Farbfassung gekommen. Fast eine Generation lang stand es holzsichtig vor den Augen seiner Betrachter.

Erst 1504 erhielten die Figuren und Reliefs eine farbige Oberfläche und die bis dahin leeren Außenseiten der Flügel eine Bemalung mit figurreichen Szenen aus der Legende des Frankenapostels Kilian. Diesen Auftrag vergab man an Veit Stoß. Für ihn, den namhaften Bildhauer Nürnbergs, war es eine Gelegenheitsarbeit.

Er schaffte es schließlich sich vollständig von seinem Verbrechen zu befreien.

Tatsächlich kennt die Geschichte zahlreiche straffällige Meister, darunter auch allererste Namen, die ohne mächtigen Schutzherrn verloren gewesen werden.

Der florentinische Goldschmied und Bildhauer Benvenuto Cellini hatte während der Sedisvakanz dort Pompeo de Capianeis, seinen Konkurrenten um das Amt des päpstlichen Münzmeisters, getötet, war jedoch bald darauf vom neuen Pontifex Paul II. dafür nicht nur bestraft, sondern sogar in die gewünschte Stellung befördert worden.

Der Schöpfer des als Saliera berühmten Salzfasses im Wiener Kunsthistorischen Museum und der monumentalen Figur des Perseus in der Loggia dei Lanzi in Florenz galt als gewalttätig, beging nach eigener Aussage drei Morde, war mehrfach wegen Sodomie angeklagt worden und verbrachte, des Edelsteindiebstahls aus dem päpstlichen Schatz beschuldigt, zwei Jahre in Untersuchungshaft in der Engelsburg.

Paul III. habe trotz allem, schreibt Cellini in seiner Autobiografie, einer Reihe von Anklägern und Beschwerdeführern geantwortet: „Nehmt also zur Kenntnis, dass Männer wie Benvenuto, die ihrem Beruf einzigartig sind, nicht dem Gesetz unterworfen sein müssen“ (Kammel 2020)

Ist dies nicht irgendwie bis heute geblieben, nur mit anderen Vorzeichen?

Die Ausstellung war sowohl von der Darstellung, als auch von der Aufarbeitung der Thematik – Kunst &Kapital-Verbrechen- für mich eine besondere Bereicherung dieses begrenzten kulturellen Lebens in dieser Zeit.

Der Aussteller führt den Besucher in einen großen – sehr gut ausgeleuchteten Raum – mit einem angrenzenden kleinen Raum, der die virtuelle Rekonstruktion des Münnerstädter Altars darstellt, aber auch den Zeitstrahl des Lebens des Künstlers . Sehr gut läßt sich an dieser zeitlichen Darstellung nachvollziehen, wie lange Veit Stoß für seine Rehabilition kämpfen, hoffen und warten mußte , bis er die im Mittelalter bedeutenden Bürgerrechte wieder erlangte.

Der von Frank Matthias Kammel herausgegebene Katalog ist sehr zu empfehlen, denn er arbeitet sowohl die kunsthistorischen Hintergründe sehr . Die Abbildungen und Darstellungen sind wunderbar wiedergegeben.

Das Rechtswesen wird – die Art und Weise der Vollstreckung-wird mit den verschiedenen „Folterinstrumenten“ ausführlich dargestellt.

Die Art der geführten Prozesse und das Strafrecht in seiner konkreten Anwendung sind uns heute unvorstellbar.

Gemütlich schlenderten wir durch das Museum – fast keine Besucher – . Bis wir nach mehr als 3 Stunden nicht mehr aufnahmefähig waren und wir unter der Last der „Maske“ litten.

Die geplanten Einkäufe vertagten wir, zu groß waren die Menschenschlangen unter den bereits wieder angedrohten Schließungen.

Wir genossen noch eine kleine Runde durch den englischen Garten , kommt mit:

Schöne Woche, bis bald

M Kuhl

„Bärlauch, frisch, jung vom alten Gottesacker…“

Was für eine schöne, strahlende Wärme empfing mich an jenem Tag vor Ostern.

Es roch überall nach Frühling. Ich konnte den Knospen beim Aufspringen zusehen.

Meine alte „Bergziege“ (f. Neuleser =Fahrrad) hatte ich aus dem Keller gezerrt, aufgepumpt und schon war sie bereit für die Schandtaten, die ich so mit ihr vorhatte.

Schnell wurde mir das Radeln stadtnah vergällt. Riesige Lastenfahrräder – elektrobetrieben , versteht sich, steuerten mir unkontrolliert entgegen, beladen mit dem genervten Nachwuchs.

Familien durchfuhren dunkle Unterführungen zu viert nebeneinander – ohne Licht –

Den Rennradler packt die unbandige Wut und Ungeduld, elegant, schnell, sicher zicht er durch die Mitte. Seinen Atem konnte ich spüren. Die Isarauen waren coronawidrig bevölkert, dass man die steigende Inzidenz körperlich spüren konnte.

Ich flüchtete in den Südfriedhof.

Der Alte Südfriedhof – auch bekannt unter dem Namen Alter Südlicher Friedhof – in München wurde 1563 als Pestfriedhof „ferterer Freithof“ (= äußerer Friedhof) vor den Toren der Stadt auf Veranlassung von Herzog Albrecht V. angelegt. Er liegt einige hundert Meter südlich des Sendlinger Tors zwischen Thalkirchner Straße im Westen und Pestalozzistraße im Osten, bei einer maximalen Breite von 180 Metern. Nördliche und südliche Begrenzung sind Stephansplatz und Kapuzinerstraße, eine Distanz von 720 Metern. Die Flächenausdehnung beträgt knapp zehn Hektar. Er war von 1788 bis 1868, also 80 Jahre lang, die einzige und allgemeine Begräbnisstätte für die Toten aus dem gesamten Stadtgebiet, weshalb hier die Gräber einer ganzen Reihe prominenter Münchner zu finden sind. (s. Wikipedia)

Hier hatten meine Kinder das Laufen, Fahrradfahren und später das Lesen, Rechnen gelernt.

Die Aufgabe war, auszurechnen wie alt der Verstorbene war, anhand der Grabsteindaten.

Die Namen zu entziffern. Stolz stellten sie dann immer fest, welche Berühmtheiten hier beerdigt waren. Später missbrauchte ich den halbdunklen Friedhof für einen Gruselkindergeburtstag, von dem mein Sohn noch heute spricht.

Hier wollte ich mich einwenig niederlassen und die Sonne genießen….

Soweit meine Augen sehen konnten – überall spross der frische, grüne, junge Bärlauch zwischen den Grabstätten. So begann ich den Bärlauch zu ernten. Er roch so intensiv, dass jegliche Verwechslung ausgeschlossen werden konnte.

.“… immer nur soviel ernten, wie Du verarbeiten kannst , so lautete mein Credo

den kleinen Leinenbeutel in meiner Satteltasche hatte ich schnell gefüllt.

Auf dem Rückweg schwirrten mir die verschiedenen Kochideen durch den Kopf.

Arabisch gewürztes Lammragout mit getrockneten Aprikosen und Bärlauch

oder diese Bohnenpaste die ich bei einem meiner Lieblingsblogs gelesen hatte

https://lieberlecker.wordpress.com/

Die nervigen Radlfahrer/innen konnten mich nicht mehr …. , ich gab meiner Bergziege die Sporen und der laue, milde Wind streichelte sanft mein Lächeln.

Mein Gö-Ga hatte tagelang den Kühlschrank mühsam mit diversen Köstlichkeiten gefüllt. Ein herrliches Stück Lammrücken hatte ich bereits mit Olivenöl, Knoblauch, Zitrone, Thymian mariniert.

Getrocknete Aprikosen bester Güte – eigentlich zum Füttern meines Hefewasser gedacht –

Dazu das allseits beliebte Pfannenbrot, guten Wein, der Abend war gerettet.

So entstand mein wunderbares

„Lamm meets Bärlauch“

Zutaten:

500 gramm Lammrücken

150 gramm getrocknete Aprikosen

125 ml Lammfond

1 Pfefferschote, bzw. rote scharfe Schote

1 mittlere rote Zwiebel

100 gramm Bärlauch

Abrieb einer Zitrone

1 Eßlöffel Butterschmalz

Creme fraiche

1 Dose Tomaten (entweder Cherry-Tomaten oder gestückelt)

Gewürze: schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Meersalz, Ras el-Hanout, gemahlenen Kreuzkümmel, dezent ein paar Chiliflocken.

Zubereitung:

  • das Fleisch klein schneiden
  • das Butterschmalz in den Schmortopf geben und heiß werden lassen
  • die Fleischstücke schnell anbraten, sie sollten etwas Farbe bekommen
  • dann mit dem Lammfond oder Gemüsefond kurz ablöschen
  • köcheln lassen
  • die rote Zwiebel, rote Schote in eine anderen Pfanne glasig dünsten und hinzufügen
  • abgedeckt ca. 25 Minuten schmoren auf mittlerer Temperatur
  • dann die getrockneten Aprikosen, den Bärlauch, die Gewürze zufügen
  • die Tomaten angießen und nochmal ca.25 Minuten leise köcheln lassen
  • final mit Creme fraiche , schwarzem Pfeffer, Salz abschmecken
  • mit Pfannenbrot, Couscous , Reis servieren

Schnell einfach – die orientalischen Gewürze verbinden sich – der Bärlauch gibt sein bestes.

Zum Aperetivo frisches Brot mit der Bohnencreme.

Das Rezept habe ich einwenig schlichter interpretiert:

  • weiße Bohnen im Schnellkochtopf weich gekocht (Dauer ca. 40 Min.)
  • püriert, Olivenöl, Saft einer Limone, Meersalz, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Chili und eine handvoll kleingehackten Bärlauch
  • einen trockenen Weisswein

so kann der entspannte Abend beginnen.

Mein wunderbares Lammragout konnte ich leider nicht fotografieren, das Pfannenbrot kennt ihr ja schon – auch nicht.

Heimkommen, Essen, Reden…. Lachen und das Fotografieren … wollen die Herrschaften nicht.

Aber, wenn Ihr die Muße habt es nachzukochen, würde ich mich über ein Foto sehr freuen.

„Hasenbrote – ohne Worte“

… angenehm wärmend massiert die Morgensonne meine müden Glieder

  • Alpenroggen-Ruchmehl-Kruste – würzig – gesellt sich zu luftgetrocknetem Prosciutto –
  • kräftiger Bergkäse -Rotwildkäse –
  • mundgerechte- mit perfektem Reifegrad- Avocado mit Salz und Zitronenspritzer
  • halbweichgekochtes Hühnerei
  • erster Schnittlauch vom Balkon
  • bester Kaffee

so kann der Tag beginnen….

Genießt den Tag !

„…Sonntagsruhe- Zeit -umstellung..“

In meinem Inneren findet gerade ein Kampf statt.

Es ist Sonntagsmorgen 7.OO -eigentlich 6.OO Uhr – Die Sonne lukt hinter den noch kahlen Bäumen hervor.

Die Isar ruft, komm hier ist es jetzt sooo schön, wenige Menschen, klare Luft. Die Vögel rufen fast schon unverschämt laut, schrill für diese Tageszeit.

Schnell – ungeduscht – in die Sporthose …, Stöcke und eine Stunde laufen, laufen, laufen

Doch da lauern sie die verifizierten Sonntagssemmel für meine Hasenbrote. Die ganze Nacht hatte der Teig im Kühlschrank geruht und jetzt wirft er dicke Blasen.

Unverschämt gebärdet sich der zähe Batz. Er schreit nach Erlösung. Kalt, zäh quäle ich ihn aus der Schüssel und steche mit der Teigkarte möglichst gleichgroße Rechtecke ab.

Falte mit geschlossenen Augen, die Müdigkeit übermannt mich, kleine Kuverts, die ich dann zu kleinen Ballen versuche zu schleifen. Im Halbschlaf lass ich die Bällchen auf das bemehlte Küchentuch gleiten.

So jetzt, laßt mich in Ruhe. Es dauert jetzt eh bis der Ofen samt Backstein aufgeheizt ist.

Was tue ich, Comuputer hochfahren und bloggen, denn die Hasenbrote sollen doch nächste Woche Euer Leibgericht werden und ich muss noch Bärlauchpesto, Petersilienöl , rote Beeteaufstrich, Alpenroggenbrot….vorbereiten.

Das Frühstück fällt heute aus, Gö-Ga schläft den Schlaf der Gerechten (oder Gerächten) ?

Jetzt muss ich es doch rausrücken – mein verifiziertes Rezept, welches ich seit mehreren Monaten immer wieder sonntags backe. Gestern habe ich schon mal die Freunde aktiviert und so waren sie nachmittags fit für den Einsatz.

Schaut Euch mal die freche „Sophie“ an, sie platzte vor Tatendrang.

Sonntagskörnersemmel deluxe

Zutaten:

Vorteig 1:

  • 65 gramm Weizenmehl Type 550 oder Dinkelmehl Type 630
  • 65 gramm lauwarmes Wassr
  • 1 gramm Hefe/ bzw Trockenhefe (:3=Menge)

Vorteig 2:

  • 10 gramm Anstellgut Vollkorn (Franceska)
  • 10 gramm Anstellgut hell 550er Mehl (Sophie)
  • 70 gramm Vollkorn bio Weizenmehl
  • 70 gramm Wasser

Quellstück 3:

  • 25 gramm Sonnenblumenkerne
  • 25 gramm Leinsamenkerne (am besten geschrotet)
  • 25 gramm Sesam
  • 25 gramm Kürbiskerne / alternativen sind möglich oft nehme ich auch Chiasamen hinzu
  • 220 gramm kochendes Wasser

Hauptteig:

  • 240 gramm Wasser
  • 120 gramm Weizenvollkorn bio Mehl
  • 100 gramm Ruchmehl oder Dinkelmehl
  • 300 gramm Weizenmehl Type 550
  • 18 gramm Meersalz
  • 25 gramm Olivenöl
  • 1 Teelöffel Honig oder Backmalz

so einfach geht die Herstellung der kleinen Vorteige

Vorteig: 1

  • Weizenmehl mit dem lauwarmen Wasser und dem Gramm Hefe vermischen, abdecken beiseite stellen

Vorteig: 2

  • hier zunächst das Wasser in eine kleine Schüssel abwiegen
  • das Anstellgut hinzufügen und gut verrühren
  • dann das Vollkornmehl kurz mit den Händen verkneten (am besten geht es mit Handschuhen)

Saatenquellstück : 3

  • die Saaten gut vermischen und mit kochendem Wasser übergießen, abdecken und ca.4-5 Stunden oder auch übernacht stehen lassen.

Hauptteig:

  • das Wasser in die Rührschüssel geben, die Vorteige, nebst Quellstück hinzufügen
  • die Zutaten des Hauptteiges abwiegen und in die Rührschüssel geben
  • auf kleiner Stufe den Teig vermischen – anschließend 12 Minuten auf der nächst höheren Stufe (Kennwood Stufe 2) kneten lassen. Praktisch bis der Teig sich vom Boden löst.

Finalefertigstellung:

  • Teigwanne mit wenig Öl auspinseln und bereit stellen
  • Teig in die geölte Wanne geben und nach einer 1/2 Stunden mit feuchten Fingern dehnen und nochmal ca. 1 Stunde an einem warmen, zugfreien Ort sich selbst überlassen.
  • der Teig hat an Volumen zugenommen und kann jetzt über Nacht in den Kühlschrank

Am Morgen:

  • Teig aus der Schüssel nehmen und auf der leicht bemehlten Arbeitsplatte (Roggenmehl) zu einem Rechteck ca. 30 x40 drücken.
  • mit der Teigkarte das Rechteck in ca. 12 Teigstücke zerteilen
  • wieder kleine Kuverts falten, zu Bällchen schleifen und auf ein bemehltes Küchentuch legen
  • abdecken – je nach Temperatur – ca. 1 Stunde sich selbst überlassen
  • Ofen inzwischen auf 250 grad Ober/Unterhitze mit Backstein vorheizen
  • 250 ml Wasser in den Ofen gießen und die Rohlinge mit Wasser besprühen
  • 10 Minuten auf 250 grad backen
  • Backofentüre öffnen und den Dampf ablassen
  • weitere 18-20 min. fallend abbacken 220 grad/200 grad
  • Klopfprobe (die Semmel müssen, wie beim Brot hohl klingen)
  • dann nichts wie raus auf den Frühstückstisch

Während ich hier schreibe, haben sich die Freunde selbständig gebacken, sehen hervorragend aus.

Das wirklich Gute an diesem Rezept ist, dass diese Semmel auch die nächsten Tage noch genießbar sind und aufgeschnitten, vielleicht auch leicht in der Grillpfanne geröstet, wunderbare Hasenbrote ergeben

Es ist jetzt kurz vor 9.OO Uhr – ein kurzer Isarlauf geht noch.

Gönnt Euch die Muße des Sauerteig-Semmel-Backens. Sie befreit, entschleunigt und der Morgen gehört Euch ganz alleine. Der Duft von frischgebackenen Semmel zieht durch die Räume, leise Musik läßt Euch Flügel wachsen für einen total entspannten Sonntag.

Man sieht/hört/liest sich

M. Kuhl

„Beugerl, Beugel,Bagel“

(Werbung da Namensnennung)

Schon vor geraumer Zeit hatte ich leichsinnigerweise auf meinem Instagram account meine „Beugerl“ vorgestellt.

In Anlehnung an das von Bloggerin Gaumenschmaus eingestellte Rezept

https://www.gaumen-schmaus.at/ war meine Beugerlinterpretation ein voller Erfolg. Seit 2 Monaten stelle ich den „kalten Hefeteig“ einmal in der Woche her und bei Bedarf entstehen hieraus verschiedene Gebäcke.

Den Teig in eine eckige Springform gedrückt, gefüllt mit Apfelmus oder div. Nussmischungen , versehen mit div. Streuseln sind sie zum Dauergebäck geworden.

Die Streusel mal nussig, mal salzig-karamellig, buttrig. Ein voller Erfolg.

Gerade wird wieder von vielen Blogger/innen syncron gebacken und man spricht von einem „neuen Trend“, den das sogenannnte Wollknäuelbrot auslöst.

Der einfache Hefeteig wird praktisch in Beugel-Art gewickelt und in eine Springform gesetzt. Superidee!

Die Füllungen kann man hier, auch wenn meist Marmelade (Aprikose) verwendet wird, nach Lust und Laune variieren.

Meine kleine Recherche deckt wahrlich eine interessante Historie auf und ermuntert zum Mitbacken, Nachbacken und genießen.

Eine andere Legende besagt, dass der Beugel im Jahre 1683 in Wien von einem jüdischen Bäcker erfunden wurde, der dem polnischen König Jan Sobieski für den Sieg über die Türken bei der Zweiten Wiener Türkenbelagerung danken wollte. Da der König ein begeisterter Reiter war, kreierte der Bäcker ihm zu Ehren ein Brot in hufeisenähnlicher Form. Zu dieser Zeit war „Beugal“ das österreichische Wort für Hufeisen. Eine andere Version besagt, dass damit der (Steig-) Bügel gemeint war.

Oft wird der Bialy, der in der nordpolnischen Stadt Bialystok erfunden wurde, als Vorfahre des heutigen Beugel angesehen. Das Gebäck besteht aus dem gleichen Teig, wird aber vor dem Backen nicht gekocht. Ursprünglich fehlte dem Bialy das Loch in der Mitte, welches nachträglich in Folge einer neuen Hygieneverordnung entstanden sein soll. Die Verordnung verbot den Verkauf des Gebäcks auf Tabletts und damit Bialys auf Schnüren und Stocken angeboten werden konnten, wurde das Loch notwenig.

In 1880ern brachten europäische jüdische Auswanderer das Gebäck in die USA, wo aus „Beugal“ der „Bagel“ wurde, und es sich zu einem der beliebtesten Frühstücksgebäcke entwickelte

https://www.bmlrt.gv.at/land/lebensmittel/trad-lebensmittel/speisen/beugel_pikant_suess.html

hier findet ihr auch ein ursprüngliches Rezept, welches mehr oder weniger zufällig meinem sehr ähnelt.

Meggie’s Mohnkipferl

Zutaten für den kalten Hefeteig:

(die weiteren Zutaten, außer Mehl und Zucker, werden alle kalt aus dem Kühlschrank entnommen)

500 gramm Weizen oder Dinkelmehl (Type 550 bz.w Type 630)

30 gramm Hefe oder die entsprechende Menge Trockenhefe= 10 gramm

50 gramm feinen Backzucker

10 gramm Vanillerohrzucker

200 gramm Butter

150 ml kalte Milch

1 Ei

1/2 Teelöffel Salz

Abrieb einer Zitrone oder auch Orange

Mark einer halben Vanilleschote

Zutaten und Zubereitung für die Mohnfüllung:

s. Beitrag vom 6.2.2020

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730470

  • Zubereitung Hefeteig
  • Mehl, Hefe, Zucker, Butter in kleine Stücke schneiden, Ei, Salz in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und
  • zunächst auf kleiner Stufe mischen
  • dann ca. 8 Minuten kneten
  • der Teig sollte sich von der Schüssel lösen und schön geschmeidig sein
  • dann in Folie einpacken und in den Kühlschrank legen.

Jetzt haben wir alle Zeit der Welt die Mohnfüllung oder jegliche andere Füllung herzustellen. Auch die Füllung kann man im Kühlschrank aufbewahren und bei Bedarf verwenden.

Zubereitung der Kipferl

  • der Teig soll kühl verarbeitet werden
  • den Teig zu Kugeln ca. 40 gramm verarbeiten
  • diese Kugeln auswalken, ca. 2-3 cm am oberen Rand etwas dicker lassen
  • zügig den Teiglappen in Fransen schneiden , dreiviertel des Teiglappens werden dann zu Streifen
  • 1 Eßlöffel der Füllung draufgeben und einrollen
  • Puderzucker, Eigelb, eine Prise Salz und Sahne verquirlen
  • das Gebäck hiermit zügig bestreichen
  • Ofen vorheizen auf 180 grad und dann ca. 20Min goldgelb abbacken

Diesen Teig verwende ich auch ohne die Zuckermenge, mit etwas mehr Meersalz ca. 7-9 gramm als herzhafte Variante und fülle die Beugerl mit Speck, Käse, Sauerrahm, Zwiebel – lauwarm zum Wein- die Offenbarung!

Also dem „kalten Hefeteig“ sind keine Grenzen gesetzt.

Vielleicht lassen sich die Beugerl auch in eine Springform setzen – und sind eine Interpretation des „Syncronbackens“.Nur Mut!

Mit meinem Waldfoto verabschiede ich mich für heute. Den blauen Himmel habe ich heute sooo genossen.

„Rama dama….“

Nach dem Winter wird sichtbar, was der Mensch so alles in die Umwelt trägt. Insbesondere an den Waldrändern sammelt sich durch den Wind viel Abfall an. Wir wollen saubere Wälder, Wiesen und Felder haben!

So lautet das Motto vieler bayrischer Gemeinden. Diese Umweltaktionen erscheinen mir auch in Küche, Keller und sämtlichen Schränken sehr sinnvoll.

Rama dama ist ein im Jahr 1991 erschienener deutscher Spielfilm, der das harte Leben der alleingelassenen Ehefrauen und Mütter nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs s Wikipedia

Den Ausspruch „rama dama“ prägte der damalige Münchener Oberbürgermeister Thomas Wimmer („Wimmer Damerl“). Diese Aufforderung in bairischer Mundart bedeutet auf Hochdeutsch wörtlich „aufräumen tun wir“ bzw. sinngemäß „lasst uns aufräumen!“. OB Wimmer forderte damit die Bevölkerung auf, die Trümmer und Ruinen des Zweiten Weltkrieges wegzuräumen. Auch heute noch wird im bairischen Sprachraum eine öffentlich organisierte Veranstaltung, bei der (meist unter Mitwirkung der Bevölkerung) in der Natur Müll aufgesammelt wird, oft als „Ramadama“-Aktion bezeichnet. (Quelle Wikipedia)

Dieses ist mein Wochenmotto auch bei dem kleinen Speiseplan, den ich Euch einstellen werde.

Den Winter will ich vertreiben! Meine Wintergemüsevorräte verbrauchen, die riesige Gewürzschublade gilt es auszumisten, die winterlichen Backzutaten (Marzipan, Trockenobst..) gilt es zu verbrauchen. Es befreit ungemein! Nächste Woche kommt der Kleiderschrank dran…

Montag:

s Beitrag vom 6.12.2013

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/17267802

Ingwer-Walnuß-Wirsing

Dieses Gericht ist schnell gemacht! Ideal für unsere Homeofficegeplagten. Gleichzeitig können die Kartoffel aufgebraucht werden, die sich ebenfalls in der Wintergemüsekiste noch breit machen.

Dienstag:

Überlebenssuppe

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/10855442

Nochmal einen großen Topf kochen, einfrieren und den Tafelspitz – soweit er in die Suppe darf – mit Kren genießen, bis die Tränen kommen – Alternative Griesnockerltraum !

Mittwoch:

Lammragout – intensiver Geschmack – raffiniert geschmort “ an Granatapfel- Bulgur – mit einer kühlenden , erfrischender Cumin-Joghurt-Creme an frischen Kräutern

https://meggieskochstudio.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=10&action=edit&calypsoify=1&block-editor=1&frame-nonce=149d07f6cd&origin=https%3A%2F%2Fwordpress.com&environment-id=production&support_user&_support_token

Donnerstag:

„rote Beete – Wasabi – Freundeabend“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730825

s. Beitrag vom 25.1.2013

Bevor unser Ministerpräsident und „Möchtegernkanzler“ wieder alles vermiest – gönnen wir uns einen netten Abend mit Familie /Freunden…

Freitag:

Bärlauchauflauf

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/13415110

Bei meinen Streifzügen habe ich ihn schon gesehen, den geliebten Bärlauch

Er ist das sichere Zeichen, dass der Winter gehen muß.

Eine genußreiche, gesunde Woche wünsche ich Euch.

„Pasta, Nudeln Soulfood“

(Werbung, da Namensnennung)

Nein! Es hat wieder geschneit und es ist bitter kalt. Nur die kleine Orchidee auf meinem Küchenfenster erheitert meine Sinne. Jedes Jahr um die gleiche Zeit blüht sie ums Überleben, seit vielen, vielen Jahren.

Heute muß ich was Warmes, Schönes kochen.

Seelenfutter, Leibgericht so nennen wir ein Gericht, welches uns berührt, erinnert, guttut.

Eine regelrechte Sehnsucht nach dem Gericht der Kindheit. Dieses Gericht heilt allen Weltschmerz .

Der Geschmack, die Aromen sind abgespeichert in unserem Unterbewußtsein und können immer wieder abgerufen werden.

Oft sind es einfache Gerichte, wie süßer Milchreis mit Zimt und Zucker, Dampfnudeln mit Vanillesoße, Nudeln mit Tomatensoße, Fleischpflanzerl mit Kartoffelbrei, den nur meine Großmutter so genial konnte.

Die „Notfallspagetti“ (Parmesan, Knoblauch, Olivenöl) . Das Gericht rettete so manchen Studenten/in das Überleben.

Ich glaube, dass Pastagerichte bei vielen Menschen ganz oben auf der Liste stehen, wenn es um Soulfoodfavoriten geht

Eine solche Pasta wollte ich gestern kochen.

Selbstgemachte Pasta, ohne Nudelmaschine mit der Hand geschnitten, ausgerollt.

Ein Blick in das Gemüsefach. Da lag ja immer noch der Hokaidokürbis drin, ein Stück Bergkäse.

Ob der Hokaido meinen Anforderungen an Soulfoud standhalten kann, war fraglich.

Es entstand ein Rezept, mehr oder weniger zufällig. Mit dem beschriebenen Einkorn hatte ich beim Spätzleteig die besten Erfahrenungen gemacht, allerdings mußte ich hier einen Gegenpool zu dem geschmeidigen, weichen Einkorn setzen und es gelang auf Anhieb!

„EinkornTagliatelle mit Kürbis-Broccolie“

(für 4 Personen)

Zutaten:

  • 300 gramm Einkornmehl Type 630
  • 140 gramm Hartweizenmehl
  • 10 gramm Vollkornweizen
  • 4 Eigelb (Größe M)
  • 2 Volleier (Größe M)
  • kräftige Prise Meersalz
  • 2 Eßlöffel Olivenöl bester Güte
  • 90-100 ml lauwarmes Wasser

Die Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten. Grundsätzlich geht dies auch mit den Händen – nützlich sind hier Handschuhe –

Wer es ganz dünn mag sollte eine Nudelmaschine benutzen. Ich mag es , wenn der Nudelteig nicht so perfekt hauchdünn ausgewalzt ist.

Meinen Teig habe ich in der Küchenmaschine hergestellt.

Kennwood: Stufe 1 ca. 6 Min. und es entstand ein glatter Teig. Den verfrachtete ich zunächst für 1-2 Stunden in den Kühlschrank.

Kürbis-Broccolie-Käse-Soße

  • einen kleinen Hokaido ca. 350 gramm
  • Schalotte, 1 Knoblauchzehe
  • einige Röschen Broccolie
  • Lorbeerblatt
  • 150 gramm Bergkäse grob gehobelt
  • einen Schuß Sahne oder Creme fraiche
  • Salz , Pfeffer Muskatnuss
  • Eßlöffel Olivenöl
  • klein gehackter frischer Petersilie
  • Gemüsefond ca. 3/4 Liter

Zubereitung:

  • den Kürbis in kleine Würfel schneiden
  • Schalotte und Knoblauch ganz klein hacken
  • Olivenöl in eine Wokpfanne geben
  • Schalotte und Knoblauch anschwitzen
  • Kürbis hinzugeben und mit einem Teil der Brühe ablöschen
  • Lorbeerblatt einreiße und hinzufügen
  • köcheln lassen, bis der Kürbis bißfest ist
  • Sahne, Creme fraiche angießen – Hitze zurücknehmen
  • Käse hinzugeben
  • abwürzen und nochmal etwas simmern lassen, bis der Käse sich aufgelöst hat
  • einen kleinen Schuß vom Nudelwasser zugeben
  • umrühren, mit Petersilie bestreuen

Die Nudeln garen nebenbei ca. 3-5 Minuten und schon ist der Seelenfrieden hergestellt.

Die Mühe hat sich gelohnt!

“ Braunes Kichererbsen-Curry mit Pfannenbrot“

(Werbung da Namensnennung)

Bei meinen Hamsterstreifzügen hatte ich braune Kichererbsen aus Österreich mitgenommen.

Wie ich nun recherchieren konnte sind diese braunen trockenen, dicken Perlen sehr gesund.

Kalorienarme Abnehmhelfer: 100 Gramm gekochte Kichererbsen besitzen nur rund 130 Kilokalorien und 3 Gramm Fett, dafür aber 15 Gramm komplexe Kohlenhydrate und satte 7 Gramm Eiweiß.Ideale Sattmacher: Kichererbsen warten mit fast 7 Gramm Ballaststoffen auf, die nicht nur eine gesunde Verdauung unterstützen, sondern auch lange satthalten. Gut fürs Blut: Der hohe Saponingehalt hält den Blutzuckerspiegel niedrig und hat einen positiven Einfluss auf das Herzkreislaufsystem. Eine Studie zeigte, dass eine Ernährung reich an Hülsenfrüchten dabei helfen kann, die LDL-Cholesterinwerte im Blut zu senken.Eisen- und Kalziumgranaten: Ungekocht enthalten Kichererbsen 6 mg Eisen pro 100g und 124 mg Kalzium – das ist ungefähr ebenso viel Kalzium, wie auch in Milch enthalten ist. Kichererbsen stärken somit Zähne sowie Knochen und unterstützen den Sauerstofftransport im Körper.Folsäurelieferanten: Eine halbe Dose gekochter Kichererbsen deckt den täglichen Folsäurebedarf um 50 Prozent. Das B-Vitamin ist für gesunde Zellteilungs- und Wachstumsprozesse unverzichtbar.Bodybuilder: Die beiden essentiellen Aminosäuren Lysin undThreonin, die der Körper zum Aufbau von Proteinen benötigt, unterstützen das Muskelwachstum nach dem Training.unterstützen Nerven und Muskeln: Zink, Phosphor, Kalium und Magnesium stecken ebenfalls in der Hülsenfrucht und unterstützen u.a. Wachstum, die Blutbildung und das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln. (fit for fun: Fitness, Ernährung)

Wow – habe ich da gedacht.

Die Kichererbsen müssen eigentlich, wie alle Bohnen, Erbsen eingeweicht werden, damit sie gekocht werden können.

Allerdings bevorzuge ich den Schnellkochtopf, der das Einweichen erübrigt. Ohne Einweichen – über einen Tag – bzw. vorkochen sind diese so gesunden Perlen nicht zu verarbeiten.

Wichtig – nach dem Abkochen gut mit klarem kalten Wasser abspülen. Die braunen Kichererbsen sind zäh, obwohl mit dem Dampftopf vorgekocht, sind sie noch ziemlich hart.

Die 500 gramm habe ich aufgeteilt: 250 gramm für mein indisches Kichererbsencurry/250 gramm für meinen Humus, den ich mit den vorgekochten rote Beeteknollen pürieren will. Später dazu mehr.

Von meiner Gemüsepfanne(Lauch, Karotten Paprika, Sellerie, rote Zwiebeln ect) am Abend vorher war noch ein Rest übriggeblieben.

Hieraus entstand das nachfolgende Rezept.

Zutaten: (für 4 Personen)

  • 250 gramm braune Kichererbsen oder auch schwarze falls erhältlich
  • 3 Knoblauchzehen
  • haselnussgroßes Stück Ingwer
  • 3 Spitzpaprika (Blick in die Gemüsekiste oder das Gemüsefach , was weg muß kann hier verarbeitet werden)
  • 1 kleiner Spitzkohl
  • Abrieb einer Biozitrone – Saft einer halben Zitrone
  • Koreanderstile
  • 1 Dose gestückelte Tomaten
  • grüne Currypaste
  • 1 Eßlöffel Butterschmalz
  • 3/4 Liter Gemüsebrühe
  • Gewürze: Dieses Gericht lebt hauptsächlich von den verschiedenen Gewürzen.
  • Hier habe ich weitgehend die nachfolgenden Gewürzmischungen verwendet:
  • jeweils einen 1/2 Teelöffel
  • die Gewürzmischungen beziehe ich -keine Werbung – sondern Erfahrungswerte
  • Aus dem Angebot „Gewürze der Welt“ (nicht zuletzt, weil der kleine Gewürzladen am Rindermarkt es mir angetan hat.
  • also: Bio Rosengewürz
  • Indisches Curry – gelb –
  • Ras el Hanout
  • Kreuzkümmel
  • Bio Garam Masala mild
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Meersalz aus der Mühle
  • Chiliflocken

Keine Sorge, hier sind auch andere oriantalische, indische Gewürze willkommen.

Zubereitung:

  • ansich ganz einfach die Kichererbsen lassen wir in einer Wokpfanne mit den Gemüseresten oder einer Gemüsebrühe, welche wir nach und nach angießen, ca. 1 1/2 Stunden vor sich hinsimmern.
  • in der Zwischenzeit hacken wir Ingwer, Knoblauch klein, Karotten, Paprika, Spitzkohl ebenfalls in Streifen schneiden und beiseite stellen.
  • in einer gesonderten Pfanne das Gemüse mit der grünen Currypaste und dem Butterschmalz anschwitzen und die Tomatendose hinzufügen.
  • auf ganz kleiner Pfanne simmern lassen – das Gemüse sollte knackig bleiben –
  • nun wenden wir uns dem Pfannenbrot zu.
  • hier benötigen wir folgendes:
  • 500 gramm Mehl Type 405 oder 550
  • 1 1/2 Teelöffel Trockenhefe
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 1/2 Teelöffel Salz
  • 2 Eßlöffel Pflanzenöl
  • 60 ml Wasser – lauwarm
  • 180 ml Milch – lauwarm
  • 180 grann griechischer Joghurt
  • Zubereitung:
  • alle oben genannten Zutaten in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben – bzw. mit dem Rührgerät oder von Hand einen glatten Teig herstellen
  • 30 Min. stehen lassen – der Teig ist aufgegangen –
  • den Teig locker zu einem Ballen formen und mit der Teigkarte Teilen
  • es sollten ca. 10 Stück sich ergeben
  • diese zu Bällchen formen und stehen lassen.
  • beschichtete Pfanne ganz leicht mit etwas neutralem Öl auspinseln
  • runde Fladen oder längliche ausrollen
  • auf mittlerer Hitze backen, bis sich Blasen bilden – eine leichte Bräunung entsteht
  • schwarzer Sesam über die Teiglinge ggfs. streuen – f
  • mit einer Gabel ein Butterstück über die Fladendrücken, kleingehackten Knoblauch u. frischen Koreander auf die fertigen Pfannenbrote geben

Finalezusammenführung:

  • prüfen , ob die Kichererbsen weich genug sind – sie sollten allerdings noch leicht nussig sein – nicht ganz verkochen
  • die Frischgemüsepfanne den Kichererbsen zufügen und unterheben
  • die genannten Gewürze hinzugeben und ggfs. mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken abschmecken
  • ganz leise vor sich hinsimmern lassen – während wir das Pfannenbrot zubereiten
  • mit kleingehackten Koreanderstilen bestreuen und servieren.

Laßt Euch nicht von der langwierigen Rezeptführung abschrecken. Im Grunde kochen die Kichererbsen vor sich hin und es bleibt somit genügend Zeit, das Pfannenbrot zuzubereiten, etwas zu schnippeln, ein Schlückchen zu nehmen…. vom Frühling zu träumen.

Das Gericht ist eine Offenbarung – ein Genuß pur – überzeugt auch Skeptiker. Die vielfältigen Gewürze verbinden sich zu einer wahren Geschmacksexplosion im Mund.

Nutzt die kalten Tage, die Pandemie gibt uns die Zeit.

„Simply The Best „

(Werbung da Namensnennung)

Wer denkt da nicht an Tina Turner….

Also Tina Turner auflegen und die Woche geht los!

Die Pandemie drückt auf die Stimmung – nach einem kleinen Hoffnungsschimmer – wieder diese grässlichen Zahlen und die Unsicherheit beginnt wieder in uns zu bohren.

Diese Woche leisten wir uns Geschmackexplosionen – die Seele braucht es !

Montag:

Spätzle – einfach – gut !

  • wie ich schon angekündigt hatte, habe das Rezept etwas variiert und zwar mit dem Einkornmehl Type 630 der Draxmühle
  • die Mehlmenge besteht aus 250 gramm Weizendunst und 250 gramm Einkornmehl Type 630

Es hat sich gelohnt !

Die goldgelben Spätzle sind weich, haben einen leichten nussigen Geschmack und sind bestens zum Einfrieren geeignet, wenn was übrig bleibt – bei mir leider wieder nicht.

Originalton Gö-Ga: “ das sind die besten Spätzle, die ich je gegessen habe…“

  • das will was heißen!

Siehe Beitrag vom 3.1.2016

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/10252235

Topfenspätzle

Dienstag: Suppenhuhn

siehe Beitrag vom 29.3.2013 https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/15689987

  • dieses einfache Rezept bietet die Basis für entspanntes Kochen (Brühe kann eingefroren oder in Twistgläser gefüllt werden.

– Tipp: Gemüse kleinschneiden, Chillisoße, Frühlingszwiebel – Gladnudeln – Hühnerbrühe –

Ein einfaches Suppenhuhn bzw. Hühnerteile (Keulen, Brust mit Knochen) tut es auch!

Mittwoch:

siehe Beitrag vom 26.4.2012

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/13582023

Lamacun – easy

Hier verwende ich ebenfalls den Blätterteig aus dem Supermarkt –

  • die Variante mit Lamm/Rinderhack ist die Offenbarung, Zitrone, Petersilie
  • auch hier kann man die Lamm/Hackfleisch -Soße auf Vorrat herstellen und so schnell eine leckere
  • „türkische Pizza“ servieren – die orientalischen Gewürze geben dem Gericht eine tolle Note
  • und ein Glas Wein lädt zu einem gemütlichen (Fernseh/Netflixabend) ein.

Donnerstag: Lust – Süße – Schokolade

s. Beitrag vom 11.11.2012

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/15192831

Heute – fast ist die Woche geschafft – unterstützen wir die notleidende Gastronomie und bestellen uns wonach wir gelüsten – mundwässrig – greifen wir zum Telefon und bestellen uns eine knusprige Ente beim Asiaten, eine kleine Auswahl von leckeren Köstlichkeiten – pünktlich geliefert… oder eine Spezialpizza…

oder die Box vom Sternekoch „Gabelspiel“ soo guuut !

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiGlIeO4a_vAhWGOuwKHY2QCnQQFjAAegQIARAD&url=https%3A%2F%2Fwww.restaurant-gabelspiel.de%2Fshop%2F&usg=AOvVaw2CMsnBaJGXKbEa1nBLJ7ns

Die Weinauswahl ist göttlich –

Wir leben noch und lassen es uns heute gutgehen.

Wer aber es sich nicht nehmen lassen will eine göttliche Nachspeise für seinen Liebsten/Lieben selbst zu gestalten

mousse au chocolat – Tranzsendenz der Schinkelnudel

Freitag: Kumquatsfeigenchutney an Ziegenrolle s. Beitrag vom 3.4.2011

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/10936002

Getreu dem Motto simply the best will ich Euch meine Lieblings Vorspeise – Hauptspeise – Zwischenspeise nicht vorenthalten. Die Zutaten sind austauschbar. Es sollte immer eine härtere Frucht und eine weiche Frucht vereint werden. Beispiel: Mango/Rhabarber , Nashi/Maracuja ……

Genießt die Woche – verwöhnt Euch !

„quick sweet f. homeoffice“

Es ist wieder kalt, naß und grau. Gegen Nachmittag befällt mich ein Gefühl in der Magengegend, es schreit nach Süße, Frucht nach etwas Wärme – andererseits muß es leicht und frisch sein.

Bei aller Backleidenschaft – verzeiht mir – ich habe es wieder getan.

Meine Quarktaschen sind so schnell gemacht, gebacken und auch verzehrt…

Mango-Quarktaschen

Zutaten:

1 Blätterteig aus dem Kühlregal des Supermarktes ihres Vertrauens

250 gramm Quark 20 %

1 Schuß frischgepressten Orangensaft

1/2 Mango frisch oder aus der Tiefkühlung

40 gramm Rohrzucker

1 Puddingpulverpackung

1 Eigelb, 1 Schuß Sahne, Prise Salz und einen Eßlöffel Puderzucker (zum Bestreichen)

oder Aprikosenmarmelade verflüssigen und hiermit bestreichen

Zubereitung:

  • den Blätterteig in Quadrate mit einem Messer oder Teigschaber aufteilen
  • Kreise ausstechen (mit Schnapsglas, Deckel oder ähnlichem)
  • die restlichen Zutaten zu einer Masse verrühren
  • Backofen auf 190 grad vorheizen
  • je ein Eßlöffel der Quarkmasse auf das Quadrat verteilen, dann kleine Kuverts falten und mit dem runden Teigstück verschließen
  • mit der verflüssigten Marmelade oder dem Ei/Zuckergemisch bestreichen
  • 2o-25 Min. goldgelb backen

Fruchtig, süß, leicht zerschmilzt die kleine süße Verführung auf der Zunge.

So läßt sich das Homeoffice versüßen!

Viel Spaß beim Genießen.

Quarktaschen easy going

„Wochenschmaus für Genießer“

Die Gartencenter haben geöffnet ! Nein, am Eröffnungstag bin ich nicht gleich hin, wo denkt ihr hin.

Ein paar Tage habe ich mich redlich gequält und bin dann doch zu meinem geliebten Gartencenter gefahren.

Viel mitnehmen konnte ich bei der Kälte ja noch nicht. Aber die spezielle Kräutererde , ein paar Primel für den Tisch und eine große Schale mit Hornveilchen mußten mit. Mit Spannung verfolge ich derzeit, ob meine mediteranen Kräuter diesen Winter überlebt haben. Der Schnittlauch ist schon da, auf ihn ist Verlaß.

Meinen obligatorischen Vorschläge für diese kalt-sonnige Woche lauten:

Montag: „gebackene Eier“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/11082908

geht sehr schnell, kein großer Aufwand die Zutaten dürften vorhanden sein oder können beliebig ausgetauscht werden.

Dienstag: „Emmer-Risotto“ Beitrag vom 25.6.2020

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20729350

  • anstatt Spargel habe ich letzte Woche Schwarzwurzel verwendet – leider keine Fotos , da im Stress gekocht –
  • auch das Getreide ist beliebig austauschbar – ich werde diese Woche mit meinem beschriebenen Einkorn arbeiten
  • auch Graupen eignen sich hervorragend.
  • die Zugabe von aufgelösten Safranfäden (Safran ist nicht fettlöslich) gibt dem Gericht den besonderen Kick.

Tipp: bei Getreiderisotto empfehle ich es im Schnellkochtopf einwenig vorzukochen.

Mittwoch: „Quer durch den Garten“ s. Beitrag vom 30.3.19

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20728842

Jetzt haben wir das Bedürfnis, nach frischem Gemüse. Auf dem Markt finden wir schon Karotten, Kohlrabi, Broccoli, Blumenkohl… Die Fleischeinlage ist hier nicht zwingend.

Tipp: Tiefkühlgemüse ist ein guter Ersatz!

  • beschleunigt die Fertigstellung enorm.

Donnerstag: „sinnlicher Möhrensalat“ s. Beitrag vom 16.2.2014

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/17763445

Die Beilagen überlasse ich Eurer Fantasie – vielleicht ein cremiges Pastinakenpüree – oder Kartoffelselleriepüree

die Aufnahmen datieren vom Februar 2014, da war am Viktualienmarkt noch reges Treiben, was man derzeit nicht beobachten kann. Die Leere des Marktes, die maskenverhüllten Marktfrauen/männer – die jeden Tag ihre Stände aufbauen, haben mein Mitgefühl.

Am Samstag habe ich frischgemachlenen Mohn, Eier , besondere Asiakräuter schnell geholt.. Diese Vielfalt und Verfügbarkeit liebe ich und es macht mich tieftraurig zu sehen, wie der eigentliche Viktualienmarkt seine Kultur verliert.

Freitag: „Menschen vor Flußlandschaft“ s. Beitrag vom 18.10.20

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20729699

Dieses Fischcurry liebe ich. Es vereint viele Aromen und ist ideal für einen schönen Familienabend.

Wochenende Highlight für ein Kochevent „Veggie-Menü“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/15618700

Fotos gibt es bei mir keine von diesem köstlichen Menü. Vielleicht aber von Euch?

Eine wunderschöne, vegetarische Woche – bleibt negativ und positiv im Denken.

M. Kuhl

„Lichtblick durch’s Pandemiegitter“

(Werbung – da Namensnennung)

Verschwommen gleitet mein Blick in den Wald. Die kleine Wallfahrtskirche am Hügel hinter der Drax-Mühle hatte ich heute mehr zufällig entdeckt, nachdem ich meinen Mehlvorrat aufgefrischt hatte.

Wie immer habe ich auch ein paar Besonderheiten mitgenommen, wie Einkornmehl. Dieses Mehl wird meist als ganzes Korn, bzw. Vollkornmehl angeboten, wenn es überhaupt erhältlich ist.

Es verfügt von allen Gereidearten über den höchsten Gehalt an Carotinoiden, viel Vitamin E und Aminosäuren, die für den Nervenstoffwechsel besonders wichtig sind. Der Geschmack ist fein, einwenig süßlich, aber auch nussig – läßt Vanillenoten ahnen.

Die gelbe Farbe wunderbar. Meine Vision : Spätzleteig aus einer Mischung von Einkornmehl und Dunst (Griessler).

Laßt Euch überraschen, die Ergebnisse meiner Erfolge oder Mißerfolge werde ich Euch mitteilen.

An diesem naßkalten Freitag, mit immer wieder wechselnden Schnee-regen-Schauern – habe ich eine kleine Wanderung gemacht und mir die Kraft für die Woche geholt, neue Kochideen schwirren mir durch den Kopf.

Das Wetter war schon einwenig „aprilig“, wenn ihr wißt , was ich damit meine. Schönes Restwochenende mit meinen kleinen Eindrücken… und meinem Alpenroggenbrot auf reiner Sauerteigbasis will ich Euch auch nicht verhehlen. Ich mag es so dunkel, die resche Kruste und der herzhafte Geschmack mit Butter und ein paar Radieserl vom Markt in meinem Stadtviertel – unglaublich gut –

Alpenroggen-Sauerteigbrot lechzt nach dem Ofen
Alpenroggen-Sauerteigbrot mit Roggenschrot, Brotgewürz und viel Liebe gebacken

„quick Lunch, homeofficefood…“

Für alle die meine „komplizierten Zutaten, Rezepte…“ nicht so mögen, habe ich heute ein schnelles Rezept.

Auch wenn Fasten angesagt ist, gibt es immer Ausnahmen: Schwerarbeiter, Schwangere, Leistungssportler, Kranke…

Sie gehören zu keiner dieser Gruppen? auch gut.

Speckflammkuchen

Zutaten:

  • einen Flammkuchenteig aus dem Supermarkt (hättet ihr nie von mir gedacht…, dass ich so was benutze)
  • 150 gramm saure Sahne oder Schmand
  • 1 schöne rote Zwiebel
  • ca. 100 gramm geräuchertes Wammerl (Bauchspeck geräuchert)
  • 1 handvoll Champignon
  • 1 Bund Frühlingszwiebel oder Petersilie
  • Gewürze Pfeffer aus der Mühle , Meersalz , Prise Muskatnuss, Tropfen Balsamico, sowie eine Spur Honig

so gehts:

  • den Flammkuchenteig mit der sauren Sahne/Schmand bestreichen
  • Speck, Zwiebel und Pilze daraufverteilen
  • Ofen auf 250 grad vorheizen
  • fallend bis auf 200/180 grad backen, bis die Ränder des Flammkuchenteig leicht gebräunt sind.
  • final mit einer Spur Balsamicocreme oder Balsamico – alt – beträufeln, eine kleine Spur Honig
  • und jetzt genießen oder mitnehmen auf die Parkbank

Schönen Tag!

„Fastenwochen „

Es ist 7:30 Montag, den 1.3.2021. Erbarmungslos scheinen die warmen Sonnenstrahlen in die Wohnung und lassen jedes Staubkorn, die nach Putzen schreienden Fenster , die allerletzten Fettspritzer in der Küche… sichtbar werden. Die Minusgrade der klaren, kalten Nacht sind vergessen. Nach meinem gestrigen kleinen Ausflug in die Natur – bin ich mehr den je – pandemiegeschädigt.

Eine kleine, schnelle Runde am Fluß, die stolzen Schwäne beim Landeanflug beobachten – auf einer Bank – die mitgenommenen Köstlichkeiten genießen. Dampfender Kaffee und „Fastekreppel“ (Hefegebäck), so hatte ich es mir vorgestellt.

Die wenigen Parkplätze sind derart überfüllt – selbst bei antizyklischer Vorgehensweise keine Chance – denn wir waren erst Mittags gegen 13.OO Uhr gestartet. (die übereifrigen Morgenläufer – sollten weg sein – die anderen noch beim Mittagessen – Fehldiagnose!)

Unser kleines Auto quetschten wir – allerdings nicht verkehrswidrig – an den Rand der Straße. Missmutig stieg ich aus- die Stimmung war gelinde gesagt – angespannt. Mein Gö-Gatte lernt es offentsichtlich nicht mehr – seinen Tag um 7.00 -8.00 beginnen zu lassen. Schnellen Schrittes lief ich auf der kleinen Straße Richtung Isar Damm. Plötzlich aus dem Nichts tauchte eine menschlische Furie auf! Sie schrie mich an: „Können Sie nicht lesen“ – in mir bildete sich schon der aufsteigende Kroll- Allerdings beschloß ich heute nicht! Keine Antwort geben, weitergehen – ignorieren – lächeln ….

Die menschliche Furie startete zum 75 Meterlauf – baute sich vor mir auf: „Können Sie nicht lesen?“

Ruhig bleiben, weitergehen…. ignorieren – lächeln. Dann faßte sie mich am Ärmel! Jeder wird verstehen, dass ich das nicht zulassen konnte in diesen Zeiten, wo gesetzliche Abstände vorgeschrieben sind.

Sehr leise aber unmissverständlich und scharf artikulierte ich ihr, dass sie sämtliche Grenzen der menschlichen Belastbarkeit überschritten habe. Die Zeiten der Wegezölle und die Verteidigung des Landrechts mit Axt und Mistgabel der Bauern gehörten auch in Bayern der Vergangenheit an, zumal ich ihren vermeintlichen Grund und Boden nicht betreten hatte, noch eines Blickes gewürdigt hatte. Mit weit aufgerissenen Augen – fassungslos mich -anstarrend- der Blick glich einer einer widerkäuenden Kuh – bewegte sie sich dann von dannen. Mein Gö-Ga war nicht in Sicht – ein Ritter war er noch nie!

„dass die Handlung und die Personen frei erfunden sind und Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen rein zufällig …“ sind, versteht sich von selbst.

So jetzt zu meiner Fastenwoche – auch hier gilt – man kann – muss nicht – aber es wirkt irgendwie befreiend und läßt nach überstandenen Fastenwochen/tagen, die Vorfreude auf die Köstlichkeiten steigern.

Es gibt keine Torten oder Kuchen , einfache Gerichte – kein Fleisch – und täglich , unabhängig vom Wetter einen ausgiebigen Spaziergang von mindestens 1 Stunde. Aber alles ohne Zwang !

Meine Wochen/Tagesgericht- Empfehlung :

Montag: Beitrag „vergessene Gerichte vom 20.1.11

Antonias Mehlklies ( große, fluffige Spätzle mit erlesenen „Beilagen“)

Das Gericht ist einfach, sättigend und bis heute in meiner Familie sehr beliebt.

Dienstag: „Eierkäs schafft Freiheit vom Herd“ s. Beitrag vom 8.3.2012

Wie ich mittlerweile feststellen konnte, kann man diese spezielle Eierkäsform sogar im Internet bei verschiedenen Anbietern erwerben. Allerdings geht es auch mit einem herkömmlichen Haushaltssieb, die Form ist dann nicht klassisch, aber der Geschmack ist der gleiche.


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Mittwoch: „Buchweizensalat“ s. Beitrag 17.4.2013

Hierzu ein selbstgebackenes Brot – wunderbares Geschmackserlebnis – Gefühl von Frühling und Frische kommt auf.

Donnerstag: Suppentag s. Beitrag vom 6.10.2016 „Kürbiszeit hat begonnen ….“

Hiermit möchte ich den Kürbis für dieses Jahr würdig verabschieden, mein letzter Hokaido muss weg. Die gewisse Schärfe und die abrundende Cocosmilch lassen ein ganz klein wenig Träume von Reisen zu…

Donnerstag: s. Beitrag „Kräutercrepes vom 8.5.2012“

Hierzu einen kleinen Salat je nach Geschmack, köstlich !

Freitag: „Gemüsepflanzerl“ s. Beitrag vom 31.7.2020

Diese Gemüsepflanzerl können aus verschiedenen Gemüsesorten hergestellt werden. Wie wäre es mit einer roten Variante unter Verwendung von rote Beete oder frisch und hell mit Kohlrabi…

Wer dennoch auf etwas Süßes nicht verzichten möchte empfehle ich

„Fastekreppel“ s. Beitrag vom 7.2.2016

Weniger ist mehr ! Gönnt Euch einen frischen Saft, eine kleine Lesepause in der Sonne am Fluß …

Sehr schnell kommt man dann auf andere Gedanken.

Schöne Woche!

M. Kuhl

„Blauer Himmel, soweit das Auge reicht…“

Die Pandemie und die Auflagen der Politik stressen uns mehr, wie wir zugeben möchten. Die ersten Sonnenstrahlen, die Wärme nach den kalten Tagen – wecken meine Geister !

Die Tulpen lupfen zwischen den mit Moos und Kieferzweigen bedeckten Balkonkästen, die Vögel machen sich ganz zart schon in der Früh (4.OO Uhr) bemerkbar. Diese Woche habe ich es getan, morgens in der Sonne im Schlafshirt bekleidet, gefrühstückt. Die Sonne wärmte meine Füße, das Obstfrühstück, der starke, schwarze Kaffee, die Luft, das Vögelzwitschern… In der Sonne träumen von Reisen ans Meer, von neuen Rezepten, von der Bergtour, vom Schwimmen im See, von der Fahrradwanderung …

Die vielen Menschen an meiner geliebten Isar sind fast unerträglich. Raus, raus – jeder einsame Feld- oder Wiesenweg ist mir da genug. Wie schön ist das Leben, wenn die Natur erwacht!

Mit ein paar Frühlingsbildern wünsche ich eine erholsame, genussreiche Endwoche .

Genießt die Sonne ! Der Frühjahrsputz kann warten, es soll ja nochmal Winter werden.!

P.S Heute durfte meine „Sophie“ raus – ein weiches, frisches leicht mit Kräutern der Provence gewürztes Brot oder doch lieber Hörnchen, Stangerl mit Salz und Kümmel oder beides – schauen wir mal..

„Weizenkruste Adam“

(benannt nach meinem Großvater Adam Labonde)

Werbung, da Namensnennung

Bei vielen Menschen ist Weizen in Misskredit geraten. Überall kann man lesen, dass Weizen ungesund, unverträglich und überhaupt nicht mehr in unsere „bewußte Ernährung“ passt.

Oft wird auf wissenschaftliche Studien pauschal verwiesen, ohne dass diese in irgendeiner Weise hinterlegt werden.

Sicher ist, dass die Industrie den ursprünglichen Weizen stark verändert hat und die Menschen sich von oft billigem Brot, Gebäck ernähren. Viele alteingesessene Bäckereien mußten den Discount-Bäckereien – Aufbackstuben- weichen.

Ganz langsam entwickelt sich aber ein Trend, der das Bewußtsein zu gutem Brot aus natürlichem Getreide favorisiert. Oft sind es Quereinsteiger, leidenschaftliche Hobbybäcker/innen, die sich trauen ein anderes Brot zu backen. Der Erfolg gibt ihnen recht.

Viele festgestellte Unverträglichkeiten sind medizinisch nicht bewiesen.

Die kleine Landwirtschaft meines Großvaters lieferte keine großen Mengen an Getreide. Er baute Weizen, Hafer auf den wenigen Äckern an, die sich hierfür eigneten. Er bestellte seine Felder mit sehr großem Aufwand. Gesät wurde von hand. In einer großen Schale aus Zink, quer über die Schulter geschnallt, schritt er über das steile, schräge Gelände und säte seine Frucht, wie er sein Getreide nannte.

Er betete, hoffte, dass es ein gute Ernte werden sollte. Oft begleitete ich ihn. Immer wieder stiegen wir hoch zu dem Hafer/Weizenfeld und er prüfte, wie weit das Getreide sich entwickelt hatte. Der Sommerwind bewegte das junge, saftiggrüne Getreide leicht im Wind und hatte einen festen Stand. Noch heute sehe ich das glückliche Lächeln meines Großvaters.

Seine Erträge waren klein in der kargen Gegend. Die Böden waren teils steinig, lehmig, schwer zu bearbeiten durch die extrem schräge Höhenlage. Kunstdünger lehnte er kategorisch ab.

Immer wieder ließ er die Ähren durch seine Hände gleiten, zeigte mir wie ein reifes Weizenkorn aussehen mußte, wir probierten die Körner und dann, wenn die Wetterprognose gut war, wurde die Frucht gemäht. Dann stellten die Frauen die Garben auf – mit einer gewissen Technik – damit im schrägen Hang die Garben stand hatten. So reifte das Getreide nach und konnte dann endlich gedroschen werden. Die Dreschmaschine kam dann auf den Hof und es war sehr aufregend für mich.

Die Getreidesäcke waren schwer und lagerten auf dem Getreidespeicher – viele Treppen hoch –

Ein Teil des Getreides wurde später – zum örtlichen Bäcker gefahren. Hieraus entstanden dann, die langen Weizenbrote, glänzende,dunkle Kruste. Eigentlich liebte ich das selbstgebackene Brot meiner Großmutter, aber aus „politischen Gründen“ wollte man es sich nicht nehmen lassen, sein Getreide beim Bäcker backen zu lassen. Immerhin zahlte man nur den Bäckerlohn .

Lange habe ich experimentiert, um ein gutes Weizenbrot mit einem normalen Haushaltsofen zu backen.

Die Kombination aus aufgefrischtem Hefewasser und Livieto madre (geführt mit Vollkornweizenmehl und Hefewasser =Franceska) bietet die Möglichkeit gerade, wenn es wärmer wird das Brot innerhalb von 12-24 Stunden zu backen.

Soweit das Hefewasser nicht verfügbar ist, kann man einen Vorteig auch mit 3 Gramm Trockenhefe ansetzen.

Rezept:

Vorteig I:

200 gramm Livieto madre (Vollkorn-Weizen)

340 gramm lauwarmes Wasser

130 gramm Vollkorn-Weizenmehl (Draxmühle, Rechtmehring)

160 gramm bayrisches Ruchmehl (Draxmühle)

Vorteig II:

200 gramm Weizenmehl 550

100 gramm Hefewasser (alternativ 3 gramm Trockenhefe u. die angegebene Menge Hefewasser durch lauwarmes Wasser ersetzen)

Quellstück:

100 gramm Sonnenblumenkerne mit 220 ml kochendem Wasser übergießen und abgedeckt mind. 8 Stunden stehen lassen.

Hauptteig:

200 gramm bayrisches Ruchmehl

250 gramm Weizenmehl 550

22 gramm Salz

Quellstück mit Flüssigkeit

20 gramm Sonnenblumenöl

1 schwachgehäufter Teelöffel gemahlenes Brotgewürz

-Achtung kein Wasser/Flüssigkeit mehr zufügen!

Die Vorteige am frühen Morgen (ca.7-8 Uhr) ansetzen und an einen warmen Ort stellen. (Temperatur ideal 26-28grad) oder einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen. Je wärmer es ist, desto schneller entwickeln sich die Teige. Sie verzeihen auch, wenn man sich nicht an festgeschriebene Zeitangaben hält.

Der Livieto madre – Ansatz sollte kräftig blubbern (Blasenbildung) und der Hefeansatz sollte sich verdoppelt haben.

  • nun geben wir die Vorteige in die Rührschüssel der Küchenmaschine ( Kenwood verwendet)
  • das Quellstück ebenfalls hinzufügen
  • die Mehle für den Hauptteig dazuwiegen
  • Salz, Gewürz sowie Öl hinzufügen.
  • auf kleiner Stufe 2-3 Min mischen
  • dann 12 Minuten auf Stufe 2 kneten lassen
  • Fensterprobe

Der Teig löst sich von der Schüssel nach dem Kneten und ist sehr weich und elastisch.

Eine Teigwanne mit einwenig Öl auspinseln und den Teig sich selbst überlassen – an einem warmen , zugfreien Ort –

Nach ca. 2-3 Stunden hat sich der Teig verdoppelt und kann auf schwach bemehlter Arbeitsfläche in 2 Brote gefaltet werden.

  • mit der Teigkarte 2 Rechtecke (30×40 cm) abtrennen und kurz auseinander ziehen bzw. zum Rechteck drücken
  • ein Kuvert falten und zwei runde Ballen schleifen
  • Gärkörbchen leicht mit einem Sieb bemehlen und nochmal eine 3/4-1 Stunde abgedeckt gehen lassen
  • in der Zwischenzeit den Backofen auf 250 grad mit dem Backstein und einem Blech auf der untersten Stufe aufheizen.
  • dann die Brote einschießen
  • 250 ml W asser in das Blech gießen
  • 10 Min auf 250 grad backen
  • Backofen öffnen und Schwaden ablassen
  • weiter 45 Min. fallend auf 220 -200 grad bei Ober/Unterhitze abbacken

Der Aufwand lohnt wirklich, es duftet, die Brote sind schön aufgerissen – die Kruste ist perfekt – die Krume ein wahrer Bäckertraum.

Es ist auch möglich, den Teig nach 2 Stunden Gehzeit über Nacht in den Kühlschrank zu verfrachten und am nächsten Morgen die Brote abzubacken. Der zeitliche Rahmen der Teigverarbeitung ist hier sehr flexibl.

Ein Teil des Teiges kann auch zu Brötchen geformt werden und gleich zum Frühstück serviert werden. Die Mühe lohnt sich.

In Memorandum an meinen geliebten Großvater Adam Labonde.

„Kochideen für diese Woche gefällig?“

After Valentinsday…. Vielleicht möchte jemand sich diesem geschäftsträchtigen Unterfangen entgegenstemmen.

Wahre Liebe ist es nicht ein Menü zu kochen, den Tisch mit rosa Herzchen zu dekorieren und eine gute Flasche Wein zu öffnen, Blumen waren ja dieses Jahr ganz schwierig.

Eine sehr schöne Beschreibung von dem was Liebe sein kann habe ich bei https://wordpress.com/read/feeds/96444875

Blog: Carax&VanNuys gefunden. Happy Valentine’s Day! Oder einfach Happy Day? so lautet der Beitrag

Wer das ganze Jahr nicht aktiv liebt, der braucht auch an dem Tag keine Show abzuziehen, es sei denn man ist frisch verliebt, romantisch veranlagt und will das“Instrument“ nutzen.

Meine Kochideen für diese Woche berücksichtigen das verspätete Begehren ein kleines Menü zu zaubern.

Am Montag schlage ich vor:

Vorspeise: Kräutercrepes s. Beitrag vom 8.5.2012

Hauptgang: Rind-Kalb-Involtini mit Kräuterfüllung

Nachspeise: Mini-Mississippie-Pie s. Beitrag vom 18.4.2012

Kräutercrepes siehe Beitrag vom 8.5.2012

Nachspeise: s. Beitrag Mini-Mississippi-Pie vom 18.4.2012

Dienstag: Linseneintopf siehe Beitrag vom 9.10.2012

Mittwoch: Gnocchi- Trost vom 14.7.2016

Donnerstag: „scharfe Köfte – in Abwandlung des Beitrags vom 1.6.2012 hat sich ein Hack aus Rindfleisch und Lammfleisch bewährt!

übrigens ein „echtes“ Männeressen.

Freitag: siehe Beitrag vom 9.11.2014 – einwenig träumen von besseren Zeiten darf erlaubt sein …

„Frisch und Fruchtig meets Limoncello pur…“ weekly cake

Die Tage werden spürbar länger, die kalten Sonnentage bringen Energie und herrliche Landschaften. Der Himmel hat sein schönstes, strahlendes Stahlblau hervorgeholt und alles strahlt dem Frühling entgegen.

Mein kleiner Ausflug ins Voralpenland war traumhaft. Klirrende Kälte, die Nasenflügel kleben.

Ein dampfenden Tee, mit einem guten Stück Kuchen oder dem in der Gegend so beliebten Schmalzgebäck.

Es ist nicht möglich …. Die Pandemie wütet auch hier. Wie lange noch???

Die Wartezeit will ich Euch versüßen mit meinem lockeren, aromatischen, auf der Zunge zergehenden Zitronen-Limoncello-Kuchen. Er ist einfach zu backen und gelingt garantiert Jedem.

Nebenbei habe ich noch mit Hefeteig (Livieto madre) mich an den Mohnbeugerl von Gaumenschmaus versucht.

Ergebnis überwältigend, wenn sie auch optisch nicht so schön sind, wie die von dem blog Gaumenschmaus.Mohnbeugerl

mohnbeugerl

Das Rezept habe ich etwas abgewandelt. Die Mohnmischung selbst hergestellt (s. Rezept vom 6.2.2021 Mohn-Organgen -Kumquats-Marmeladen-Kuchen) , das Gebäck final mit einer Ei-Sahne-Salz-Puderzuckermischung bestrichen. Traumhaft gut.

Jetzt schnell zum Rezept für meinen Zitronen-Limoncello-Kuchen

Die Zutaten:

  • 5 Eier
  • 145 gramm Zucker
  • 200 gramm Butter (wachsweich)
  • 375 gramm Mehl (gesiebt, Type 405)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 5 Zitronen
  • 1/2 Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml Limonello
  • Saft von 4 Zitronen, und Abrieb von 3 Zitronen
  • 30 ml Sahne

und so schnell geht es:

  • Eier schaumig aufschlagen
  • langsam den Zucker einrieseln lassen bis eine gelbliche, dicke Masse entsteht
  • weiche Butter nach und nach mitrühren
  • stop
  • Austausch jetzt weiterarbeiten mit dem elastischen Rührblatt (Kennwood)
  • Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz vermischen und eßlöffelweise zufügen
  • Form ausfetten, Ofen auf 170 grad Ober/Unterhitze vorheizen
  • Teig gleichmäßig in eine Kastenform verteilen
  • Backzeit: 50 -55 Min.
Zitronen-Limoncello-Kuchen

Nach Belieben mit einem Zitronenguss versehen oder wie bei mir meist – es kam nicht mehr dazu.-

Teetime, mit frischem Zitronenkuchen, Mohnbeugerl wer kann da widerstehen?

Zum Abendessen gab es einen asiatischen Nudelwok – grüne Currypaste – marinierte Hühnerbrust – frisches Taibasilikum, Koreander – angenehme Schärfe, gut abgeschmeckt.

grünes Curry – mit Gemüse u. Hühnerbrust

Die Sonntagssemmel sind auch angesetzt. Es reicht für heute.

„Kornspitz herzhaft und würzig“

(Werbung da Namensnennung)

Anfang der 80ziger lernte ich meine bis heute geliebten Frühstückszutaten kennen.

In München frühstückte man schnell, einfach.

Das Rezept: 1 Butterbreze vom Bäcker des Vertrauens und eine Abendzeitung, bzw. freitags die Süddeutsche mit Beilage.

Jeden Tag um die gleich Zeit begegnete man den gleichen Menschen, grüßte sich, sprach übers greislige, kalte Wetter und man war in Eile, die Tram, die U-bahn, der Bus warteten nicht. Im Büro wurde man meist von einem Kaffeeduft begrüßt, der Tag war gerettet. Latte, Espresso, Capuccino genoss mein höchstens in der Mittagspause beim Italiener ums Eck – aber nur manchmal – .

Nach einer „Münchner-Nacht“ und wenig Schlaf, liebte ich die kräftigen, knusprigen, nach Kümmel schmeckenden, dunklen Kornspitz, belegt mit Speck oder Bergkäse, die es beim Hindelang Käseladen gab. Zusammen mit der Buttermilch, mit den Flocken drin, war ich fit für den Tag.

Leider muss man heute lange suchen – wenn man überhaupt- eine gescheite Breze oder die überwiegend aus Roggenmehl bestehenden Kornspitz findet.

Ich konnte nachlesen, dass es diverse Streitigkeiten – auch international – gegeben hat, wer dieses köstliche Gebäck erfunden hat. Nach verschiedenen, meist gescheiterten Backaktionen ist es mir gelungen diese Köstlichkeit selbst zu backen.

Die etwas langwierige Herstellung solltet Ihr in kauf nehmen, ebenso die Verarbeitung des batzigen Roggenteigs.

Das Ergebnis entschädigt!

Kornspitz Rezept:

Zutaten:

Vorteig 1:

  • 50 gramm Alpenroggen Vollkorn
  • 50 gramm Weizenvollkorn bio
  • 100 gramm lauwarmes Wasser
  • 2,5 gramm Hefe

Vorteig 2:

  • 60 gramm Anstellgut Roggen aus dem Kühlschrank
  • 40 gramm LM Vollkorn (Franceska) Livieto madre
  • 100 gramm Roggenmehl 1150
  • 100 gramm lauwarmes Wasser

Vorteig 3:

  • 100 gramm Roggenschrot
  • 110 gramm kochendes Wasser

weitere Zutaten:

14 gramm Salz

20 ml Olivenöl

1 Teelöffel Roggenmalz

2 Eßlöffel Kümmel

Breznsalz

für den Hauptteig die nachfolgenden Zutaten verwenden

Hauptteig:

  • Vorteige 1-3 zusammenfügen
  • 100 gramm Alpenroggen-Vollkorn oder 1370 er Roggenmehl
  • 100 gramm Roggenmehl 1150
  • 320 gramm Dinkelmehl 630
  • 280-300 ml Wasser warm

Mehr bedarf es nicht.

Die wichtigste Zutat ist allerdings einwenig Zeit.

Die Vorteige am Morgen(8-9.00 Uhr) mischen und warm stellen, der Hefevorteig nach 1 Stunde in der Küche (bzw. etwas kühler) stehen lassen. Oder am Abend vorher ansetzen, wie es gerade paßt.

Beim Roggenschrotbrühstück empfiehlt es sich das Schrot über Nacht, abgedeckt stehen zu lassen. Es kann auch unabhängig von den Vorteigen angegossen werden.

Vorteig aus Anstellgut u. Alpenroggenvollkorn/Roggenmehl

Anstatt des Alpenroggenvollkornmehl kann man auch ein normales 1370 iger Roggenmehl verwenden. Es sollten gute Mehle verarbeitet werden.

und so geht es ganz einfach und schnell:

  • die Teige, das Schrot zusammen in die Rührschüssel oder Schüssel geben
  • 3/4 des Wassers angießen
  • die Zutaten für den Hauptteig, sowie Salz, Kümmel, Malz, Öl hinzufügen
  • und alles vermischen (Dauer ca. 3 Min. auf kleiner Rührstufe) hier benutze ich das Rührblatt meiner Kennwood
  • anschließend nochmal ca. 8 Min mit dem Knethaken durchkneten lassen.
  • der Teig löst sich nicht ganz von der Schüssel, sollte sich jedoch verbinden
  • ggfs. Wasser nachschenken, je nach Mehl
  • den Teig in eine geölte Teigwanne oder Schüssel geben
  • an einem warmen Ort „aufspringen“ lassen – (dauert meist 1-2 Stunden, je nach Temperatur)
  • dann für 10-24 Stunden in den Kühlschrank geben.

Den Teig könnte man auch nachdem Aufgehen verarbeiten. Allerdings finde ich, bei dem Roggenteig ist es einwenig einfacher, wenn er kalt ist, dann kann man ihn besser formen.

Die weiteren Schritte:

  • Den kalten Teig in ein Rechteck ausrollen und in 100-110 gramm Stücke teilen.
  • Dann die Stücke etwas ausrollen und zu „Kipferln“ zusammenrollen. Dies ist etwas schwierig
  • die Teiglinge auf ein mit Roggenmehl bestäubtes Tuch legen, leicht mit lauwarmen Wasser einpinseln und mit dem Breznsalz bestreuen
  • Den Ofen auf 250 grad mit dem Backstein vorheizen
  • gut bemehlte Einschubhilfen vorbereiten (Brett, Schieber )
  • die Teiglinge einschießen und 250 ml Wasser in den Ofen gießen
  • 10 Min. backen , Backofentüre öffnen, Dampf ablassen – Vorsicht Verbrennungsgefahr –
  • weiter 15 -20 min auf 220-200 grad backen
  • wie beim Brot sind sie fertig, wenn sie hohl klingen (Klopfprobe)
  • auskühlen lassen und nicht unbeaufsichtigt lassen , meine waren sooo schnell weg.

Würzig, knusprig, aromatisch und trotzdem locker …. Genau so hatte ich sie mir vorgestellt meine Kornspitz.

Der Aufwand lohnt sich! Warum nicht zum Valentinstag ein besonderes Frühstück zu bereiten

Ein Menü macht jeder. Viel Spaß und ein schönes sonniges Winterwochenende

M Kuhl

„morgens, mittags, abends…., übermorgen und überhaupt“

Strahlend begrüßt mich der Morgen, die Sonne wärmt einwenig, die Vögel zwitschern sanft und irgendwie schon fröhlich. Dabei soll doch der Wintereinbruch auch bei uns in München eintreffen.

Die Einkaufsliste, Mehlliste ist geschrieben . Ein schnelles Frühstück, bestehend aus Obstsalat – das einzige Gericht meines Gö-Ga – welches er beherrscht. Liebevoll geschnippelt, mit Nüssen versehen, dazu frischer Grapefruitsaft – dann geht es los aufs Land. Vielleicht finde ich ja, Nierchen, Leber oder ???. Bin gespannt.

Genussvorschläge für diese Woche:

Montag: Süßkartoffel -Linsen s. Beitrag 6.3.2016

Süßkartoffeln – Linsen – Schnellküche

Dienstag: Männeressen – der Winter soll eintreffen “ siehe Beitrag vo 2.3.2014

Mittwoch: Suppe reicht nach dem Männeressen

siehe Beitrag 6.10.20

Grießnockerlsuppe die Schnelle

Donnerstag: siehe Beitrag 3.1.2016 Spätzle satt

es empfiehlt sich das Rezept zu verdoppeln, denn diese fluffigen Spätzle lassen sich sehr gut einfrieren und bei Bedarf einfach in der Pfanne mit Butter schwenken …

Topfenspätzle

Freitag: Dorade asiatisch s. Beitrag vom 1.2.14

Ist doch gar nicht so schwer – und wenn mal kein Bedarf am Kochen ist, schnelle , gute Brotzeit geht immer.

Ich muß los, hoffe, dass ich gut durchkomme.

Habt Ihr es schon vernommen unser oberster Pandemiewächter hat verkündet:

„Wir haben die einzigste Millionenstadt unter 50…, aber immer schön vorsichtig , gell…“

Schöne Woche!

M Kuhl

„quickly weekly cake -Wochenkuchen“

Damit auch alle den täglichen Kuchen genießen können möchte ich meinen

Marmor-Amaretto-Kuchen

kurz vorstellen.

Die Zutaten:

375 gramm Mehl Type 405

2 1/2 TL Backpulver

1 Prise Salz

200 gramm Puderzucker

200 gramm gute Butter

5 Eier

Abrieb einer Orange

160 ml Amaretto

40 ml Sahne

2 Eßlöffel (schwach gehäuft) Salzkakao

1 Eßlöffel dunkler Kakao

Form: Kastenform oder Guglhufform

so einfach geht es:

Eier aus dem Kühlschrank nehmen und die Zutaten abwiegen, Mehl, Backpulver, Prise Salz vermischen

  • Puderzucker in die Rührschüssel der Küchenmaschine oder auch Handmixer geben
  • nach und nach ein Ei unterrühren lassen – bei mittlerer Geschwindigkeit –
  • Geschwindigkeit etwas erhöhen
  • wenn sich eine hellgelbe fluffige Masse ergeben hat
  • nach und nach die weiche Butter unterrühren (Butter sollte wirklich weich sein!) damit sie sich schön mit der Eier-Zuckermasse verbindet.
  • dann das elastische Rührblatt (Kennwood) einspannen und eßlöffelweise das Mehl unterrühren
  • schluckweise den Amaretto und die Sahne zugeben
  • Kastenform leicht einfetten und mehlieren – oder Semmelbrösel durchlaufen lassen, damit der Kuchen gut aus der Form geht.
  • 3/4 des Teiges in die Form füllen
  • 1/4 des Teiges mit dem Kakao versehen u. ggfs. etwas Flüssigkeit hinzugeben und nochmals verrühren lassen.
  • final den Teig mit einer Gabel durchziehen, damit der Marmoreffekt sich bildet
  • 50 -55 Min. bei 170 – 150 grad backen
  • Stäbchenprobe und abkühlen lassen.

Schnell hatte ich den Kuchen gebacken – bevor ich das Abendessen zu kochen begann. (Putenschnitzel, Spitzkohlapfelsalat, Sesamchips (Kartoffelscheiben im Backofen gebräunt) –

Der sich plötzlich einstellende Hunger wurde erstmal mit der Glasnudelsuppe einwenig bearbeitet, die ich am Abend vorher vorbereitet hatte.

Den Saatensemmelteig – dazu später mehr – in den Kühlschrank verfrachtet.

Hier schon mal eine „Ahnung“ .

Wir wollten wieder einen Spieleabend machen und ich gönnte mir entspannt einen Gin-Tonic.

Der Wochenkuchen ….

war wunderbar aufgegangen , ließ sich sehr gut aus der Form entfernen.

Am nächsten Morgen, 8:00 Uhr begab ich mich in die Küche, um die Saatensemmel zu backen…

Schockstarre – von dem Marmorkuchen der Extraklasse war nur noch die Hälfte da. Vonwegen Wochenkuchen!!

So habe ich ihn kurzerhand eingeschlossen.

Schaut selbst

Kuchendiebe in der Nacht

Ehrlich er ist auch unwiderstehlich, das leichte Amaretto-Aroma, locker leicht kommt er daher und der“gute Kakao“ überzeugt.

Mir reicht es, der Wochenkuchen wird hier zum Tageskuchen.

Kurzerhand habe ich ihn heute morgen eingeschlossen in einen glänzenden Schokoguss aus weisser und schwarzer Schokolade.

Viel Spaß beim Nachbacken und einen entspannten Pandemiesonntag, wenn auch die Wetterwarnungen nichts gutes verheißen.

Der Schnee fehlt in Süddeutschland! Laßt uns noch was übrig!

„Mohn-Orangen-Kumquats-Marmeladen-kuchen-Nachmittag“

Plötzlich, aus heiterem Himmel überfällt mich seit Neustem die schier unstillbare Gier nach Kuchen, Krapfen, Schokoladenkuchen….

Seit Sommer 2020 esse ich nämlich höchst selten Schokolade. Frisches Obst, ab und zu einen guten Esspresso mit einem Bällchen Vanilleeis genügten mir.

Auch in der Weihnachtszeit hielt ich das Süße weitgehend von mir fern.

Meine Favoriten in den letzten Wochen, Eierlikörkuchen, Schokoladenkuchen, Streusel., Käsekuchen.

Jede Woche muss ich schnell einen Kuchen rühren – backen und schwubs ist er weg.

Am Spätnachmittag eine gute Tasse Tee und ein Stück Kuchen, das ist Entspannung pur.

Ich backe eigentlich wenig nach Rezepten, sonderen habe meinen Standartteig.

  • einmal Hefeteig
  • oder den Rührteig für die Kastenkuchen

Diese Woche gab es Hefeteig, den ich mit Livieto Madra angesetzt hatte. Dies hat den Vorteil, dass man sich mit dem Backen ein variables Zeitfenster schaffen kann. Der Teig nimmt es nicht übel, wenn er 24 Stunden sich selbst überlassen bleibt.

Daher möchte ich kurz vor dem Wochenende meinen Easy-Mohn-Kuchen einstellen.

Zutaten:

500 gramm Mehl Type 405 oder 630er Dinkelmehl

1 Ei

250 ml Milch

100 gramm Butter

100 gramm Zucker

1 Prise Salz

Abrieb einer Biozitrone

1 Brise Salz

1 Ei

60 gram Livieto Madre oder 5,5 gramm Trockenhefe oder entsprechende Menge frische Hefe 30 gramm

für die Mohnfüllung :

250 gramm gemahlenen Mohn (bitte nicht selbst mahlen mit Blitzhacker oder ähnlichem, nur eine Mohnmühle ist hier geeignet, den der Mohn sollte gequetscht werden)

2 Päckchen Puddingpulver (oder selbstgemachten Pudding)

100 ml Eierlikör

650 ml Milch

100 Zucker

50 gramm Puderzucker

200 gramm Orangen-Kumquats-marmelade oder Aprikosenmarmelade

1 Eigelb, Puderzucker, eine Prise Salz in einer Tasse verquirlen

Zubereitung des Hefeteigs:

  • Mehl abwiegen, Trockenhefe einstreuen, bzw. Livieto madre
  • Milch mit der Butter leicht erwärmen (nicht mehr wie ca. 38 grad)
  • Zucker beifügen
  • die Zutaten in die Rührschüssel geben und ca 10 Min. zu einem glatten Teig kneten
  • wenn sich der Teig von der Schüssel löst – ist er meist genug geknetet.

an einem warmen , zufreien Ort gehen lassen, bis er sich gut vergrößert hat

mit dem LM dauert es meist etwas länger, bis der Teig anspringt.

Zubereitung der Mohnmasse:

  • Puddingpulver, Mohn, Zucker in einen Topf geben und vermischen
  • anschließend Milch und Eierlikör hinzufügen und unter ständigem Rühren aufkochen
  • die Masse ca. 25 Minuten quellen lassen
  • die Marmelade aufwärmen bis sie flüssig geworden ist.

Eine runde oder auch eckige Springform mit Backpapier ausgleiten und Hefeteig „damenzeigefingerdick“ in die Form geben. Den Restteig beiseite stellen.

Ein Stück Teig dünn ausrollen und in Streifen schneiden.

Restlichen Teig zu einem Rechteck ausrollen.

Die Mohnmasse nun auf die Form verteilen, mit der Flüssigen Marmelade bepinseln und die Streifen drauflegen.

Das Rechteck ebenfalls mit der Mohnmasse befüllen und zusammenrollen – Es entsteht ein größeres Hörnchen.

Final die Teigriemchen und das große Hörnchen mit der Ei-Salz-Puderzuckermischung bepinseln.

Ofen auf ca. 180 grad vorheizen und fallend bis ca. 160 grad 45 Min. backen.

Fotos konnte ich wieder keine erstellen, kaum war der Kuchen bzw. das Hörnchen aus dem Ofen, waren die Küchendiebe schon wieder tätig.

Gö-Ga war zunächst sehr zurückhaltend

„Es läuft wieder ein seltsames Mohn-projekt, sicher wieder für den Abfalleimer….“

Er konnte dann aber beim „Küchendiebstahl“ überrascht werden.

Wie immer: „Geht , kannst nochmal machen“

Ein Nachbacken ist lohnenswert, wenn man Mohn mag. Saftig, frisch kommt der Mohnkuchen daher und vermittelt einen ganz kleinen Hauch von südlichem Flair mit seinem Orangen- Kumquats-Toping.

Wer die Marmelade kochen will siehe Blogbeitrag 6.1.2011

„the game starts all over again – das Spiel beginnt von Neuem….“

(Werbung da Namensnennung)

Die C-Pandemie zwingt mich – uns – zu immer neuen Aktivitäten.

Mit Wonne hatte ich mir die Serie Gambit bei Netflix reingezogen. Das fast verstaubte Schachbrett kam wieder aus der Versenkung hervor. Sogar meinen Gö-Ga konnte ich begeistern so manche Partie bei einem guten Glas Rotwein zu spielen.

Ein kleines Schachturnier innerhalb der Familie und der Abend , was sage ich auch die halbe Nacht war gerettet.

Vor vielen Jahren hatten wir einmal leidenschaftlich Wizard gespielt. Ja, immer Donnerstags war unser Spieleabend. Lange vorbei – das Jungvolk hatte sich davon losgesagt- Langweilig – keine Zeit …..

Das Wizard-Spiel ist eigentlich ein einfaches Kartenspiel. Das Ziel ist es gewisse Voraussagen zu treffen, wie viele Stiche man macht – bestimmte Funktionskarten müssen geschickt eingesetzt werden und es müssen strategische, mathematische Überlegungen angestellt werden. Aber im Laufe des Spielens entwickelt sich eine interessante Dynamik und es ist schnell erlernt.

Diese Spielaktionen halten mich allerdings teilweise von meiner Lieblingsbeschäftigung – dem Kochen ab-

Das nachfolgende Rezept ist ideal, wenn keine Häppchen – oder fingerfood – die hungrigen Mägen stopfen.

„Lamm-Curry Issy“

Das Gericht, wärmt wohlig nach einem Winterspaziergang , die leichte Schärfe , gemildert mit den Tomaten und der Cocosmilch stimmt die Gemüter friedlich.

Zutaten:

  • 500-600 gramm ausgelöste Lammkeule
  • walnußgroßes Stück frischesn Ingwer
  • Chillischote –
  • 4 Knoblauchzehen
  • 8 cm Kurkumawurzel frisch
  • Zitronenabrieb (einer Frucht)
  • 100 gramm Zuckerschoten
  • 2 Spitzpaprika
  • 3 Karotten mittlerer Größe
  • ein Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Dose Toaten – passiert
  • 1 Dose Cokosmilch – cremig –
  • 1 Esslöffel Honig (mit laufwarmen Wasser in einer Tasse verrühren)
  • 1/2 rote Zwiebel, zwei Schalotten
  • 100 gramm Mandeln – gehobelt –
  • ca. 350 gramm indischer Reis oder Basmatireis

Gewürze:

  • Zimtstange
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL rote Pfefferbeeren
  • EL Sesam – schwarz –
  • Curry-Mischung grün/rot
  • Lorbeerblatt
  • 2 Peitschenpfeffer

und los geht es:

  • Fleisch parieren mit Zitronenabrieb versehen
  • Ingwer, Knoblauch, Kurkuma (am besten mit Handschuhen) Zwiebel , Gemüse kleinschneiden
  • Honig in laufwarmen Wasser auflösen und über das Fleisch geben – beiseite stellen , ca. 10-15 Min.
    • Gewürze,Ingwer, Knoblauch, Kurkuma, Tomatenmark andünsten
  • in den heißen Wok das marinierte Fleisch geben und unter ständigem Bewegen anbraten
  • nach und nach das Gemüse zufügen und ca. 5 Min köcheln lassen
  • Tomatenstücke aus der Dose hinzufügen
  • nach ca. 1O Min. die Cocosmilch angießen
  • jetzt können wir auf kleine- Flamme das Gericht 1 1/2 Stunde mit Deckel simmern lassen
  • die Aromen verbinden sich automatisch
  • final abschmecken mit Currypaste, Salz

Die Soße ist sämig, angenehm – ganz von selbst –

Den Reis derweil im Reiskocher mit einer handvoll getrockneter Cranbeeries garen und den Wok mit Koreander versehen und mit dem inzwischen ausgebackenen Naanbrot servieren. (kein Muss)

Rezept für Naanbrot folgt.

Während der Wok simmert hatten wir schon mehrere Runden gezockt, die Spielunterbrechnung war willkommen – einen kleinen indischen Einfluss hatte das Gericht – und es war nebenbei mit einer gewissen Leichtigkeit entstanden, wie man sich es wünscht.

Viel Spaß beim Spielen und Kochen.





„Plan, schedule , Essensvorbeitungen….“

Erstmal der gefühlt längste Monat des Jahres ist schon vorbei. Wow – ging das schnell.

Die Tage werden schon ein kleinwenig länger, heller und hier und da kann man morgens schon ein Vögelchen hören.

Der Januar:

Januar 2021 Köstlichkeiten und Highlights

Fällt Euch auf, welche Gerichte ich noch nicht eingestellt habe? Selbstverständlich werden diese demnächst kommen. Mit Naanbrot und dem Lammcurry verabschiede ich den Monat Januar 2021

Ein paar Anregungen für die Woche will ich nicht vorenthalten.

Montag: Spaghetti Vongole – ich liebe dieses Gericht sehr. Die Grundidee und das Rezept sind bei Witzigmann (Münchner Sternekoch) entliehen.

siehe Beitrag vom 22.4.2012

Dienstag:

„quickly, Kartoffeln, Romaneso , sie Beitrag vom 21.04.12 – Geht auch mit Blumenkohl – den gibt es schon wieder in guter Qualität – ein kleines Gericht, für alle die das Wintergemüse mal leid sind und einwenig Hoffnung auf den Frühling sich erträumen wollen

Mittwoch:

Spinatsalat an Speckpflaumen und gegrilltem Halloumi – leicht lecker und sättigend –

Die Erdbeeren ersetze ich in dieser Jahreszeit mit Mango bzw. Papaya (Kerne unbedingt trocknen u in eine Pfeffermühle geben)

s. Beitrag vom 11.06.2011

Donnerstag:

„Pfeffer-Mango-Wok“ s. Beitrag vom 2.03.2011

Vielleicht bittet Ihr im Rahmen der erlaubten Pandemievorschriften Euren Nachbarn, Kollegen/in, Freund zu Tisch. Ein wunderbarer Abend wird es mit dem köstlichen Wok-Gericht.

Freitag:

im Gedenken an den schönen Januar-Winter

Wintermärchen Karottensuppe und dann s. Beitrag vom 26.02.2012

Ein Süppchen ist heute eigentlich genug, bestimmt sind noch kleine Reste da. Das Wochenende immer entspannt angehen. Vielleicht mit einem schönen Cocktail , einer schönen Nachspeise, guter Musik den Einstieg ins Wochenende genießen.

Gutes Gelingen, beim Nachkochen oder auch nur zum Anschauen – was man kochen könnte, planen würde, wenn man Lust und Laune hätte.

„Urgetreide – erfüllt Brotträume“

(Werbung da Namensnennung)

Die Draxmühle beschreibt das Urgetreide wie folgt:

Was genau ist Urgetreide? Es handelt sich dabei um alte und wiederentdeckte Getreidesorten, die aus unterschiedlichen Gründen für den industriellen Anbau nie interessant waren. Meistens deswegen, weil ihre Erträge nicht hoch genug oder der Anbau zu aufwändig ist. Heute bringt uns das zahlreiche Vorteile: Denn die Sorten sind sehr vitamin- und mineralstoffreich, widerstandsfähig und urtümlich. Sie werden von vielen Menschen mit Nahrungsunverträglichkeiten besser vertragen als industriell gezüchtetes Hochleistungsgetreide.

Warum Urgetreide

Urgetreidesorten wie Dinkel, Einkorn, Emmer, Kamut, Rotkornweizen oder Lichtkornroggen sind seit tausenden Jahren unverändert geblieben. Sie verfügen über einen höheren Nährwert, sind echte Kraftpakete und haben weniger Reizstoffe als moderne Getreidesorten.

Immer wenn ich meine Mehlvorräte aufstockte, entdeckte ich Mehlsorten, die ich noch nie gehört hatte.

Viele Backversuche schlossen sich an, leider nicht immer erfolgreich.

Zuviel – zuwenig Wasser, mal stimmten die Temperaturen nicht.

  • wieder mal hatte ich meinen triebstarken Sauerteig unterschätzt
  • die Folge war eine sogenannte Übergare – das Brot war hart, platt , hatte keinen Ofentrieb mehr
  • der Vorteig ging schneller oder langsamer , wie gedacht
  • es schmeckte total sauer bis fad trotz aller Mühe
  • ich war besessen von dem perfekten Roggenbrot ohne Weizenmehl
  • meine Roggenbrote brauchten teilweise 3 Tage, bis sie backfähig waren
  • oder sie waren nach 2 Tagen trocken, insbesondere, wenn ich mit einem Dinkelmehlanteil gearbeitet hatte. Es war hart, nicht zu schneiden. „Zum Saufudern“ (für die Schweine)
  • mein Weihnachtsbrot (s. Beitrag) war schon sehr gut gelungen, aber sehr arbeitsaufwendig
  • immer wieder versuchte ich, die idealen Verhältnisse in den Griff zu bekommen
  • mein Ziel war es, ein 100%iges Roggenbrot innerhalb von 24 Stunden zu backen (die Auffrischung des Sauerteigs außen vorgelassen)

Am Abend vor dem Backtag frischte ich meinen in die Jahre gekommenen, flüssig geführten „Hermann“ mit Lichtroggen bio auf und stellte mit Roggenschrot ein sogenanntes Brühstück her.

  • 100 Gramm Roggenschrot werden 100 gramm kochendes Wasser hinzugeführt, abgedeckt und eine Nacht ruhen lassen.
  • Ansatz alt = 200 gramm , fügte ich 100 ml=Gramm Wasser 40 grad warm hinzu, sowie 100 Gramm Lichtroggen bio und gönnte ihm eine warme Nacht auf der Heizung (Temp. 27 grad) (auch mit Backofenlampe übernacht möglich)
  • Wow , das Ergebnis war überwältigend!
  • der Ansatz war wunderschön aufgegangen, hatte große Blasen gebildet und war richtig aktiv, duftete wunderbar. Aber soviel Sauerteig, hatte ich mich da nicht vergaloppiert?

Mein Vorteig

  • 200 gramm aufgefrischter Herrmann
  • Quellstück, bestehend aus dem Roggenschrot (100gramm Wasser/100 gramm Schrot)
  • 160 gramm Alpenroggen der Mühle Drax
  • 110 gramm Lichtroggen bio der Mühle Drax
  • empfehlenswert ist ein entsprechend große Schüssel in dem sich der Vorteig in ca. 5-8 Stunden an einem warmen Ort entwickeln kann. Er blubbert richtig ist sehr aktiv!

Mein Hauptteig

Reifer Vorteig – Sauerteig
400 g Roggenmehl Type 1150
140 g warmes Wasser
20-25 g Salz1 knapp gehäufter Teelöffel Bio Roggenmalz
20 g Olivenöl oder Kernöl
15 g Brotgewürz grobe Körner (Fenchel, Koreander, Kümmel)

Zusammenführung und Teigbearbeitung:

  • die Teige in die Rührschüssel der Küchemaschine geben und langsam auf kleinster Stufe ca. 6 Minuten gut vermischen. Hier arbeite ich nicht mit dem Knethaken, sondern mit dem breiten Rührblatt.
  • Teig ca. 15-20 stehen lassen bei Zimmertemperatur
  • auf eine mit Lichtroggen leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und mit einer Teigkarte zusammenschieben
  • der Teig ist batzig und schwer zu händeln! (Einmalhandschuhe sind hier sehr hilfreich)
  • ein Gärkörbchen mit einem Leinentuch auslegen und gut mit Lichtroggenmehl bestäuben
  • den batzigen, feuchten Teig in das Gärkörbchen geben, leicht mit Lichtroggen bestäuben und mit einem Küchetuch abdecken
  • an einen warmen Ort stellen und nach ca. 2-4 Stunden sollten sich auf dem Teig Risse bilden und sein Volumen hat sich wunderbar erweitert.
  • Den Ofen, mit dem Backstein auf 270 grad vorheizen
  • mit dem Zeigefinger leicht antippen, geht die kleine Delle wieder zurück , ist es der richtige Zeitpunkt da, um das Brot in den Ofen zu geben.
  • Temperatur auf 250 grad reduzieren und 250 ml Wasser in den Ofen schütten – oder auf ein unter dem Backstein eingefügtes Backblech gießen und 12 Min. backen
  • dann öffnen und die heißen Schwaden abziehen lassen.
  • Temperatur auf 220 – dann 200 absinken und ca.50 Minuten backen.
  • Klopfprobe ( tief und hohl) dann ist das wunderbare Brot fertig und gut auskühlen lassen
  • es erfordert schon eine gewisse Beherrschung das Brot nicht direkt anzuschneiden.
  • der Duft ist unwiderstehlich, die Brotgewürze …..

Tipp:

Das Brot in Viertel aufteilen und einfrieren. Es bleibt so wunderbar frisch. Das angeschnittene Brot hält sich leicht bis zu 8 Tagen ohne hart zu werden.

Das Ergebnis überzeugt, die Arbeit hat sich gelohnt! So ein Brot kann man nicht kaufen!

Es braucht wenige Zutaten und etwas Liebe und Zeit – die wir ja eigentlich gerade jetzt haben –

Schönes Wochenende!

„Veggie satt“

Flaucherbrücke – Isar

Der Winter hat sich breitgemacht. Ich habe Lust auf was Frisches mit Rohkost.

…. ja und was gibt es dazu? So schaute mich Gö-Ga fragend an. Einen gescheiten Hunger habe ich schon.

Ehrlich gesagt, es sind die Reste aus dem Gemüsefach: Karotten, Sellerie, eine Stück Kren (Meerettisch), die rote Beete, die von den roten Knödeln übrig war. Der kleine feste Spitzkohl hat so brav gewartet, die süßsauren Elsteräpfel , ja geht doch.

Ach, die Vinaigrette mit Olivenöl, Paprika und Halloumi (Käse aus Kuh-u. Schafsmilch) , die im Kühlschrank steht, muß auch weg.

Mein Gö-Ga hat das Leiden aller Rentner derzeit. Bewaffnet und getarnt mit der FFp 2-Maske kauft er ständig, vor allem Lebensmittel ein, in der sich immer wieder bestätigten Hoffnung, dass ich koche.

Was ich ja zwangsläufig tun muss!

Manchmal denke ich, die Lockdown in der Härte wird hier in Bayern verlängert, bis unser Ministerpräsident Bundeskanzler wird.

Mit vollem Elan begebe ich mich in die Küche.

Bewertung: 3.5 von 5.

Veggie-Hauptgericht

Zutaten:

4 mittlere Karotten

1 großer Sellerie

10 cm frischen Kren

2 feste Äpfel

1 gekochte rote Beete

1 Teelöffel Kapern aus dem Glas

2 Zitronen

1 Ei

Semmelbrösel

schwarzer Sesam

1/2 Babyspitzkohl

60 ml Kefir

Gewürze: Pfeffer, Salz, gemahlenen Anis, Kurkuma, Chilliflocken

Sonstige: Apfelessig, Walnußöl, Chilliöl, Limonenöl, Honig, Senf

mehr brauchts nicht.

und so geht es ganz schnell zwar nicht, denn man unterschätzt meist die vielen Arbeitsgänge

  • den Sellerie schälen und in Scheiben schneiden – etwa fingerdick –
  • und in kochendem Salzwasser unter Zugabe einer Zitronenscheibe blanchieren
  • er sollte nicht weich werden
  • Karotten schälen, restlichen Sellerie in Stücke schneiden, den Kren schälen
  • dann mit der Küchenmaschine die genanntenZutaten fein raspeln. (geht auch mit den haushaltsüblichen Reiben)
  • beiseite stellen und mit Zitronensaft beträufeln
  • den Spitzkohl halbieren und auf der Brotmaschine in ganz feine Streifen schneiden
  • genauso verfahren wir mit den entkernten Äpfel
  • den Sellerie aus dem Wasser nehmen und abtropfen lassen
  • Panade vorbereiten:
  • Ei in einer Tasse verquirlen
  • Semmelbrösel mit schwarzem Sesam vermischen.
  • Vinaigrette:
  • Senf, alle Öle, Apfelessig, Honig mit einem Schneebesen verrühren.
  • abschmecken
  • Vinaigrette über die geraspelten Karotten-Sellerie-Kren- Mischung geben und gut unterheben
  • die gleiche Vinaigrette über den geschnittenen Spitzkohl- Apfelmischung geben
  • und beiseite stellen.
  • die rote Beete auf der Brotmaschine ganz fein und hauchdünn aufschneiden und mit etwas Zitronensaft beträufeln
  • die „Restvinaigrette“ Olivenöl, winzigklein gehacktes Spitzpaprika, Halloumi in einer Tasse mischen, dann mit den Kapern auf die rote Beetescheiben verteilen
  • die abgekochten Selleriescheiben in Ei und dem Semmelbrösel-Sesam- wälzen
  • dann in heißem Butterschmalz ausbacken

Fast geschafft – nicht aufgeben

Teller am „Pass“ bereitstellen und anrichten. Gö-Ga murrt schon, wie lange dauert es denn noch….

Nein – fotografieren brauchst den Schmarrn heute nicht, wir haben Hunger.

Dann Stille , die geliebten Geräusche , Wow – das ist ja saugut :“ Kannst öfters machen…“

„Winterhunger“

Draußen tobt der Schneesturm – eine weiße Wand, sonst nichts –

Schon wieder muss ich an Essen denken. Hunger habe ich nicht, aber dieser Drang nach warmen Essen …

Feuer – Wasser – Luft -Erde diese vier Elemente verschmelzen sich beim Kochen.

Seit Urzeiten sind sie für mich die Basis für Essen, Kochen und somit der Schlüssel zu einem ausgeglichenem Leben.

Was kochen wir morgen, so lautet die Frage bei vielen Menschen. Mir fällt es immer schwer, eine Entscheidung zu treffen..

Schupfnudeln mit Kraut, Kürbissuppe, Lammwok, Skrei (Winterkabeljau)… Nudelauflauf, Salzfleisch mit Gerstenrisotto, Kassler, Blut- und Leberwurst, Linseneintopf, Grünkernknödel, Tafelspitz mit Senf-Meerettisch Wirsing auf Pastinakenpüree, Rotweinbraten

Diese Woche empfehle ich:

Montag: Bohneneintopf s. Beitrag 12.1.2021

Dienstag: Ossobucco between Orient und Ikzident Beitrag vo 1.12.20

Mittwoch: schnelle rote Beete Suppe s. Beitrag „Dunkelroter Charm meets Limone“ vom 29.10.2020

rote Beete Süppchen
Rote Beete , Limonen, Zitronenmelisse

Donnerstag: Erbelskuche (Deppekuche) Kartoffelkuchen s. Beitrag vom 12.12.2016

„resch, deftig , bereit sich dem Apfelmus hinzugeben“

Freitag : Estragon-Skrei an Fenchelorangengemüse auf Kartoffel-Möhren-Ingwer- Stampf siehe Beitrag vom 22.1.2011

Skrei satt

Die Gerichte sind alle auch für „Anfänger“ machbar. Zeit und Muße benötigt man. Dank der Pandemie sind da sicher die Zeitfenster vorhanden. Außerdem zusammen Kochen macht stark !

Eine schöne Woche – genießt den Winter – drinnen und draußen.

„Süßes Brot wird nicht hart“

(Werbung da Namennennung)

Ehrlich, gerade habe ich das Gefühl mein Kopf, mein Hirn ist rechteckig – bildschirmverseucht-

Meine tägliche Augenpflege, Augentropfen sind zwingend.

Früher – vor Corona – bin ich oft spontan zum Bahnhof am Wochenende gefahren und habe in den riesigen Zeitungsshops gestöbert – dann mit einem Stapel – Die Zeit , Süddeutsche, Essen und Trinken , Spiegel, Mode, Wohnen, Radfahren….

Stundenlang konnte ich dann lesen, stöbern – Ideen sammeln ….

Der kleine Zigaretten und Zeitungskiosk war fast „ausgeraubt“ – viele Hefte waren nicht mehr da , leere Fächer – Offentsichtlich sind Handarbeitshefte – Kochzeitschriften…. gerade sehr gefragt.

Seit gefühlt 1 Jahr habe ich mich meist auf Online- Zeitungen beschränkt. Von den lästigen Aboverträgen habe ich mich schon seite Jahren verabschiedet.

Wie schön es sich anfühlt, das Zeitungspapier – im Bett lesen – Artikel rausreißen – Hochglanz war gestern, die Foodzeitschrift ist auf Ökopapier gedruckt – wow –

Der Trend geht zu kleineren, handlichen Formaten, sogar die bekannten online Seiten werben mit „Neuerscheinungen“.

Ja, ein kleiner Plausch mit dem Kioskinhaber war eigentlich auch ganz nett. Also wenn Euch total langweilig wird…

Zurück zu meinem „Süßen Brot“ wie es meine siebenköpfigen Raupen schon als kleine Knirpse genannt haben. Es ist leicht süß, saftig, aromatisch und manchmal, nach vielen „gesunden“ Müsli-Obst-Körner-Wochen, kommt die leise Sehnsucht nach dem „süßen Frühstück“ Selbstgemachte Marillen – Erdbeer-Orangen – Zwetschgenmarmelade , einen schönen kräftigen Tee oder dampfenden Kaffee, die Zeitung und schon fängt der Tag gut an.

Hier mein Rezept:

138 gramm Hefewasser (frisch aufgefrischt, heute mir pürierten Aprikosen)

275 gramm Weizenmehl Type 405 (auch Dinkelmehl 630 ist geeignet)

Diese Zutaten miteinander vermischen und mindestens 12 Stunden sich selbst überlassen, bzw. kann im Kühlschrank gelagert werden, um dann beliebig eingesetzt zu werden.

Zutaten für den Hauptteig:

30 gramm Livieto madre „Sophi“ (milder LM mit 550er Weizenmehl aufgefrischt) (s.Beitrag 11.1.2021 Teig….)

290 gramm lauwarme Milch

Tipp: Milch mit ein paar Safranfäden erwärmen (tolle Farbe, toller Geschmack)

80 gramm Zucker

80 gramm weiche Butter

280 gramm Weizenmehl Type 405 oder 550

1 Ei

Abrieb einer Zitrone

1 Prise Salz

Zutaten: für eine schöne Kruste

  • Salz, Puderzucker, 2 Eßlöffel Sahne und 1 Eigelb verquirlen

Zubereitung:

Alle Zutaten in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben

  • beginnend mit dem Vorteig und dem LM
  • Milch bis auf 40 ml zurückhalten
  • Butter, Zucker, Ei, Zitronenabrieb
  • Mehl am besten gesiebt
  • zum Schluß Prise Salz

Auf kleiner Stufe die Zutaten durchmischen und dann erst die Restmilch hinzufügen.

Nun auf der nächsten Stufe lassen wir die Maschine 12 Minuten den Teig kneten, bis er sich von der Schüssel löst.

An einem warmen Ort bzw. bei Zimmertemperatur lassen wir den Teig gehen. Es dauert einwenig, nur Geduld.

In der Zwischenzeit eine Kastenform einfetten, Zutaten für die Kruste mit dem Schneebesen in einer Tasse verquirlen.

Den weichen, aromatischen Teig in die Form geben und nochmals ca. eine 3/4 Stunde gehen lassen.

Dann mit der Ei-Sahne-Zucker-Salz-Mischung großzügig bepinseln.

Ofen auf 200 grad vorheizen.

Dann abfallend auf 170 grad ca. 50 Minuten fertig backen. Mit Alufolie nach 10-15 Minuten abdecken, damit die Kruste nicht verbrennt.

Heute am frühen Morgen kam ich in die Küche – Die Süß-Brot-Diebe waren schon da.

Die Ermittlungen laufen, wer hat das Süßbrot mitgenommen. Etwa der Gö-Ga (hat er genug von seiner Quark, Leinöl, Körnerpampe ?)

Das Brot ist leicht süß, duftet nach Aprikosen, hat eine wunderbare, leichte Konsistenz und läuft zur absoluten Hochform auf, wenn es leicht mit Puderzucker bestäubt wird und in der Grillpfanne leicht geröstet wird.

Ein Traum!

„mach mer es uns kuschelig…“

Sanft ist alles mit Schnee bedeckt, die Geräusche der Stadt sind einwenig gedämpft, die Luft ist feucht und kalt. Stolz trägt der Wald die weiße Pracht zur Schau. Die Menschen atmen auf – die Hunde freuen sich, die Kinder werden nicht müde, sich dem Schnee hinzugeben. So manches Kind, sieht den weißen, lockeren Belag das erste Mal in seinem Leben.

Jetzt schmecken die Bratäpfel, der Glühwein , die Ripperl mit Kraut, die Blut- u. Leberwurst, die samtigen Knödel, die Eintöpfe besonders gut. Allerdings bedeutet es auch, dass man/ frau die „natürliche Umgebung der Kochenden “ kaum verläßt.

So ging es mir am Samstag , Apfelmus gekocht, Saatensemmelteig angesetzt, Marmor-Eierlikör-Kuchen gebacken, Hefeteig angesetzt für Puddingbrezen, Sauerteigpflege intensiv, ein Belugalinsengemüse vorbereitet, Fische gebraten…..

Komisch, immer noch blieb genug Zeit zum Lesen, Ratschen , Träumen, Teetrinken…

Der Radius der Menschen ist arg beschränkt – kein Freizeitstress plagt ihn mehr. Wir müssen nicht um 5 aufstehen, um rechtzeitig an der Bergbahn zu sein. Dabei wäre es jetzt schön in einer Skihütte, wo nicht viel los ist, am Kachelofen…. und dann laufen lassen, bis die Augen tränen – kein Anstehen nur die Freiheit des Winters und des Skifahrens zu genießen. Mit einer schweißtreibenden Langlaufloipe und anschließender Sauna, Schwimmen wäre ich ja auch schon zufrieden.

Es geht nicht!

Treffen im Lieblingscafe nicht möglich, Theater geschlossen.

Frisör verschoben, Kosmetik – stellen wir hinten an. Der Samstags-Shopping fällt aus….

Manch einer wird denken , jammern auf höchstem Niveau

Heute werde ich es mir kuschelig machen, die Küche hat der Gö-Ga geputzt und aufgeräumt.

Einen ausgiebigen Spaziergang werde ich mir gönnen, wenn spät am Nachmittag das Winterlicht alles verzaubert – gleissend in eine andere Welt – .

Genießen wir einwenig die erzwungene Pandemieruhe, bevor neue Hiobsbotschaften uns erreichen.

Schöne Woche!

P.S mein Küchenplan:

  • Blaukrautstrudel und Kürbispüree,
  • Schwarzwurzelrisotto, Mohnschupfnudeln,
  • StrohschweinKoteletts für den Gö-Ga auf mildem Kraut und cremigem Kartoffel-Pastinaken-Püree oder Ingwer-Wirsinggemüse
  • Salat mit Avocado, Radicchio, Blauschimmelkäse, Nüssen
  • Pulpo Kartoffel
  • was Süßes fehlt – schauen wir mal – was die Woche so bringt.
  • vielleicht Palatschinken – Quark- überbacken, Zimt, Rosinen , Rum

„Der Murmeltiertrieb“

(Werbung, da Namensnennung sichtbar)

Die posierlichen Tierchen sind bekannt dafür, dass sie mit Wenig den Winter überleben können und sich einen Vorrat im Herbst anlegen, der sie über den Winter ernährt.

Photo by Russell Combs on Pexels.com

Habe ich diesen Trieb – ist er gar krankhaft ausgebildet ? –

Immer wenn es kalt, trüb und die Tage kurz sind, bricht er aus.

Erstmal habe ich meinem Gö-Gatte eine Liste geschrieben, die wie folgt lautete:

Metzger:

2,5 kg Schweinebraten

1 kg Hackfleisch (halb Rind, halb Schwein)

1,5 kg Rindfleisch zum Kochen (konkret: Tafelspitz v. Rind Das entsprechende Fleisch gehört zum auslaufenden Schwanzstück des Wiederkäuers und grenzt an den Hüftdeckel oder Tafelspitz an)

1 kg Markknochen

1/2 Seite vom geräucherten Wammerl (feiner, durchwachsener Bauspeck)

Gemüsehändler – türkischer Händler

5 rote Beete

1 Babyspitzkohl

1 kg rote, 1 kg weiße Zwiebel

1 kg Karotten

1 mittelgroßer Sellerie

1 kg Pastinaken

Lauch, Rosenkohl, Petersilie, Koreander, Feldsalat, Spitzpaprika

3 kg Äpfel

Leicht schräg hat er geschaut, nahm die Liste und war 2 Stunden verschwunden.

Ehrlich ist schon einwenig viel – für 2 Personen , selbst wenn die siebenköpfigen Raupen – sich anmelden:

„Ich habe Hunger, ich sterbe, brauch etwas Warmes“….

Minus 9 grad zeigt das Thermometer an! Locktown pur wurde vom bayrischen Ministerpräsidenten verordnet. Mein kurzer Supermarktbesuch endet dramatisch. Mit rumlungernden Verschwörungspöbel habe ich mir fast eine Schlägerei geleistet. Keine Masken, keine Einkaufskörbe oder Wagen werden genutzt. ….

„Corona , interessiert uns nicht, ist doch nur eine Grippe….“

Das Supermarktpersonal schreitet nicht ein.

Zurück zu meinem Leiden. Nachdem die Vorräte aufgefüllt sind, setzt die tiefverwurzelte Kochsucht ein! Bolognese, Tafesspitz, Schweinebraten, Spitzkohlrouladen, Marktklößchen stehen auf dem Plan. Hartgemüse schnippeln, Fleisch parieren, Zutaten , Gewürze bereitstellen…

Meine Sauerteige – oh je die haben sich ja verdreifacht – raus aus dem Backofen – Sonntagssemmelteig, Roggenbrotteig – ansetzen. Meine Küchenmaschine protestiert schon – hilft nichts – soll sich nicht so anstellen – sie war schließlich erst im August zur Kur bzw. Reparatur.

Mit einem nicht zu bremsenden Elan stürze ich mich an die Töpfe. Hier kann ich mich jetzt voll uns ganz meiner Sucht widmen. Ein wunderbares Gefühl, wohlige, Wärme, die Geschmacksnerven sen­si­bi­li­sie­ren sich. Die Bolognese simmert leise vor sich hin, der Tafelspitz will den Eiweißschaum abgenommen haben, der Schweinebraten schreit nach seinem dunklen Bier – draußen wird es langsam dunkel – es beginnt zu schneien – . Der Prosecco hat geduldig im Schnee gewartet.

Perlend grüßt er mich . Jetzt noch eine schöne Musik, den Roman weiterlesen –

„Mensch mach mal alles auf – die ganze Wohnung riecht nach Essen…“ Meinem GöGa werden sich diese wohltuenden Düfte nie erschließen!

Die Gefrierschubladen sind nun gut gefüllt – ich kann wieder etwas streunen gehen in der herrlichen, schneebedeckten Natur und mir überlegen – bis der nächste Suchtanfall kommt- was ich kochen, backen, ausprobieren könnte.

„Suppe ist kein Essen ….. Grüne Suppe, mag ich nicht….“

…so tönte mein Sohn schon mit 10 Jahren. Im Kindergarten, bei der Tagesmutter, in der Schule immer hatte es Suppe gegeben.

Die schreckliche Geschichte vom Suppenkasper, die eine Erzieherin im Kindergarten, so gerne vorlaß und auch mein Sohn wollte sie immer wieder hören.

lt. Wikipedia ..“Struwwelpeter (auch Der Struwwelpeter) ist der Titel eines Werkes des Frankfurter Arztes und Psychiaters Heinrich Hoffmann aus dem Jahr 1844 und zugleich die Titelfigur des Buches. Das seit 1845 gedruckte Bilderbuch enthält mehrere Geschichten, in denen oft Kinder nach unvorsichtigem Verhalten drastische Folgen erleiden, die von einem Sturz ins Wasser bis zum Tod reichen.

hatte ihn wahnsinnig beeindruckt – nochmal für Nichtkenner:

  • Der Kaspar, der war kerngesund,
  • Ein dicker Bub und kugelrund,
  • Er hatte Backen rot und frisch;
  • Die Suppe aß er hübsch bei Tisch.
  • Doch einmal fing er an zu schrei’n:
  • „Ich esse keine Suppe! Nein!
  • Ich esse meine Suppe nicht!
  • Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!“
  • Am nächsten Tag, — ja sieh nur her!
  • Da war er schon viel magerer.
  • Da fing er wieder an zu schrei’n:
  • „Ich esse keine Suppe! Nein!
  • Ich esse meine Suppe nicht!
  • Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!“
  • Am dritten Tag, o weh und ach!
  • Wie ist der Kaspar dünn und schwach!
  • Doch als die Suppe kam herein,
  • Gleich fing er wieder an zu schrei’n:
  • „Ich esse keine Suppe! Nein!
  • Ich esse meine Suppe nicht!
  • Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!“
  • Am vierten Tage endlich gar
  • Der Kaspar wie ein Fädchen war.
  • Er wog vielleicht ein halbes Lot —
  • Und war am fünften Tage tot.

Diese „schwarze Pädagogik“ hält sich bis heute tapfer und die übermotivierten Eltern setzen bis heute solche „Geschichten“ ein, um das Eßverhalten ihrer Lieblinge zu beeinflussen.

Das Gegenteil tritt meist ein, wie ich selbst erleben durfte.

Suppen sind daher bei meinen Kindern verpönt, bis auf Eintöpfe mit besonderen Fleischeinlagen bzw. div. Klößchen.

Grüne Bohnesuppe

Zutaten: (für 3 Personen)

500 gramm grüne, lange Bohnen

1 Rippe vom kleinen Muskatkürbis

1 kleine Pastinake

1 Kartoffel in Würfel geschnitten

1 weiße Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 kleines Stück frischen Ingwer

200 gramm weiße dicke Bohnen (auch aus dem Glas oder Dose möglich)

1-2 Eßlöffel Olivenöl

1 Liter Brühe (Gemüse, Hühner oder Rindsbrühe aus dem Vorrat oder zur Not Instant Produkt)

Gewürze: Chiliflocken, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, ggfs. etwas Meersalz, Bohnenkraut getrocknet

Einlage: Mettenden oder Debreziner

Kochen: im Schnellkochtopf – Stufe 1 – Dauer 5 Min. , normaler Kochtopf ca. 20 Min. auf Stufe 4-5

Zubereitung:

Schritt 1 :

Olivenöl erwärmen und die kleingeschnittene Zwiebel, Knoblauchzehe, Ingwer, den Kürbis, die Pastinake farblos anschwitzen..

Schritt 2:

Die Bohnen putzen und in Rauten schneiden, dann kurz mitschwitzen lassen. Kartoffelwürfel (mgl. klein) hinzufügen

Brühe angießen und im Schnellkochtopf auf Stufe 1 5 Min, im normalen Topf ca. 20 Min. kochen.

Schritt 3:

Final die gekochten Bohnen hinzufügen, dieWürste klein schneiden und kurz durchziehen lassen.

Abschmecken mit schwarzem Pfeffer, Chiliflocken ggfs. Salz, Bohnenkraut und heiß servieren

Die frischen Bohnen , der gelbe Muskatkürbis , die dicken Bohnen gehen eine herrliche Verbindung miteinander ein und die Farben bringen Leben in den tristen Wintertag.

Die Debreziner vom Landmetzger kräftig, schmackhaft

Diese Wintersuppe überzeugt den gestraften Supenkasper.

Viel Spaß beim Kochen und Genießen!

„Teig, Sauerteig, Hefeteig….“

(Werbung , da Namensnennung)

In der Zeit der Pandemie haben viele Menschen begonnen ihr Brot selbst zu backen.

Schnell stellt sich ein Erfolg ein. Backmischungen, einfachste Rezepturen meist auf Hefebasis sorgen für mehr oder weniger gute Brote. Wenn man jedoch sich länger hiermit beschäftigt, erkennt man den feinen aber wesentlichen Unterschied zwischen guten Brot, gutem Gebäck und stellt fest, dass es gar nicht so einfach ist auf Dauer und vor allem gleichbleibende Qualität zu backen.

Seit 10 Jahren backe ich schon Brot. Die ersten Veröffentlichhungen möge man mir verzeihen. Geschmacklich – kommen sie nicht an die Brote heran, welche ich in den letzten Monaten gebacken habe.

Hier ein paar kleine Hinweise zum beständigen , guten Gelingen.

  • Sauerteige sollten gut gepflegt sein, d. h. innerhalb von möglicht 2-4 Wochen aufgefrischt werden
  • verschiedene Sauerteigansätze sind für verschiedene Brote, Brötchen, Hefegebäck von Vorteil

Darf ich vorstellen:

„Sophie“ Lievito Madre mild und hell

  • bestehend aus einer Anstellgut LM (lievito madre) und aufgefrischt mit
  • 550 er Weizenmehl (angesetzt im März 2020 erstmals mit der Hefewassermethode)
  • die feine Sophie fühlt sich wohl in leichten , lockeren Teigen , Sonntagssemmel,süßen Schnecken und Zöpfen
  • mindestens 10 % sollte man dem Gebäck von ihr gönnen, ausgehend von der Grammzahl des verwendeten Mehls. Beispiel: 700 gramm Mehle = 70 gramm „feine Sophie“ ggfs. zuzüglich 30 gramm „Franceska“, je nachdem welche Mehle wir verwenden.

„Franceska“ Lievito Madre die Urmutter und Starke

  • bestehend aus Weizenvollkornmehl bio, mehrfach aufgefrischt
  • erprobt beim Backen der guten Ruchmehlbrote , Roggenmischbrote
  • enorm triebstark
  • auch hier für z. B. die Ruchmehlbrote 60 gramm zzgl. 30 gramm „Hermann“ der Starke , ausgehend von 800 gramm gemischtem Mehl (Ruchmehl plus Roggenvollkornmehl)

„Hermann“ der Starke – nur mit Wasser und Mehl geführte Sauerteig in seiner Urform

  • reiner Roggensauerteigansatz , gepflegt seit vielen Jahren
  • Fütterung besteht nur aus Mehl und Wasser
  • Triebstark, mächtiger Trieb
  • wird für Bauernbrote, Roggenlaibe eingesetzt, je nach Rezept mit Vorteig, Anstellgut und Hauptteig.

Tipp: die Livieto Madre Ansätze frische ich stets mit Hefewasser auf(2 Teile Mehl/Anstellgut – 1 Anteil Wasser auf

Beispiel: 50 gramm Anstellgut aus dem Glas i. Kühlschrank

50 gramm 550er Weizenmehl oder Bio-weizenvollkorn- Mehl

25 gramm Hefewasser (geschüttelt aus dem Kühlschrank)

zu einem festen Teig verarbeiten und in warmer Umgebung ca. 12 – 24 Stunden sich vermehren lassen. (Blasenbildung)

Meine Brote, bzw. Backergebnisse – mit 100%igem Erfolg:

s. Beitrag „gewürztes Weihnachtsbrot ( Rezept für Roggenbrotzubereitung) vom 19.12.20

s. Beitrag „Die Transzendenz des Hefezopfes…“ vom 16.11.2020

s. Beitrag „Multi-media und viel, viel mehr (Ruchmehlbrot ) vom 13.11.2020

Die Sauerteigführungen sind beliebig einsetzbar, insbesondere die süßen Varianten, wie Rosinensemmel, Schokosemmel, gefüllte Zöpfe gelingen mir von Woche zu Woche besser.

Tipps:

  • um die erforderliche Wärme im Winter zu gewährleisten stelle ich meine Freundinnen/meinen Freund in den Backofen und stelle die Backofenlampe an.
  • gerade bei batzigen Roggenteigen, hilft es mit Haushaltshandschuhen zu arbeiten und die Hände in lauwarmes Wasser zu tauchen
  • übrigens auch geeignet bei Knödelformen
  • Öffnen mind. 12 Stunden unterlassen. Übernacht ist meist gewährleistet, dass am Morgen die Auffrischung perfekt funktioniert hat. So wird es auch mit dem Brot/Brötchen etwas. – ein bereits erprobtes Rezept verifizieren, abwandeln für Brötchen, Kuchen
  • Die Mengenangaben und das Verhältnis zur Flüssigkeit genau verfolgen.
  • Manchmal braucht ein „Gutding“ Weile, dem Teig die Zeit lassen, die er braucht.
  • Ein Gefühl für den richtigen Zeitpunkt des Backens entwickeln
    • gutes Mehl verarbeiten – Ein Supermarktmehl für 0,39 Cent ist nicht zu Brotbacken geeignet!
    • besser und auch billiger ist es, sich bei guten Getreidemühlen im Umland mit verschiedenen Sorten Mehl einzudecken
    • Erfahrungen mit anderen „Bäckern“ austauschen

Mein neuestes Semmelrezept ist durch Zufall wunderbar gelungen und kann so veröffentlicht werden. Es entstand aus verschiedenen Mehlresten und durch viel Zeit zum „Gehen“ der Teiglinge, da ich ein längere Telefonate führen musste.

Es hat sich ausgezahlt, die Semmel sind zum Einfrieren hervorragend geeignet und können so auf Vorrat prodoziert werden.

Rezept:

ZUTATEN:

500 gramm 550 er Weizenmehl

100 gramm Roggenmehl 997

100 gramm Dinkelmehl 630

60 gramm Anstellgut frisch aufgefrischt“Franceska“ Lievito Madre

40 gramm Anstellgut „Sophie“ Lievito Madre mild und hell

2 gramm Hefe oder entsprechende Menge Trockenhefe (oder weglassen, bei mehrfach aufgefrischten Sauerteigkulturen)

370 gramm Wasser -lauwarm-

50 gramm Kefir

25 gramm Olivenöl

18 gramm Salz

2 Teelöffel Honig

ca. 50 -70 Gramm verschiedene Körner (Sonnenblumen, Kürbis, Sesam….Leinsamen)

Vollkornmehl Roggen 1370 zum bestäuben der Teiglinge bzw. Einschiebebrettchen nach Bedarf

Zubereitung:

(die Zubereitung erfolgt mit einer Kennwood ) kann aber auch per hand oder mit anderen Knetmaschinen erfolgen)

Schritt 1:

  • den Sauerteigansatz (Sophie und Franceska) in die Rührschüssel abwiegen
  • die Mehlsorten einzel zuwiegen
  • alle weiteren Zutaten nach und nach hinzugeben, bis auf Wasser und Salz
  • zum Schluss Salz zugeben und 3/4 der Wassermenge

Schritt 2 :

  • mit dem Knethaken auf niedrigster Stufe die Zutaten vermischen (Dauer ca. 4 Min.)
  • dann restliches Wasser hinzugeben und 10-12 Minuten auf der nächst höheren Stufe kneten
  • bis sich der Teig ganz vom Boden löst.
  • die „Fensterprobe“ machen ( tennisballgroßes Bällchen formen und auseinanderziehen..) Der Teig sollte nicht reißen! ggfs. noch 1-3 Minuten weiterkneten.
  • Teig in eine geölte Teigwanne auf die Heizung bzw. warmen Ort stellen
  • ein – bis zweimal falten innerhalb der nächsten 2 Stunden
  • wenn der Teig aufgegangen ist – muss sich nicht verdoppeln ! –
  • in eine geeignete Schüssel geben und 10-24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
  • abends die Saaten mit kochendem Wasser überbrühen und eine Nacht stehen lassen.

Schritt 3:

  • Saaten abgießen und beiseite stellen
  • Teig aus dem Kühlschrank nehmen , kurz aklimatisieren lassen
  • zwei Rechtecke formen und mit einem Teelöffel die Saaten hierauf verteilgen
  • einrollen
  • die Rolle in Teiglinge von ca. 70-80 gramm abstechen, vorsichtig und leicht etwas formen
  • und auf ein mit Vollkornmehl 1370 gestäubtes Küchentuch bzw.Bäckerleinen setzen
  • leichte Falte schieben und so nach und nach mit dem restlichen Teig verfahren
  • mit einem ebenfalls ganz leicht bemehlten Küchentuch abdecken
  • dann ca. 1-2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen

Gönnen Sie den Teiglingen die Zeit, bedingt durch die noch nassen Saaten tut es den Semmel sehr gut, wenn sie ausreichend rasten können.

Schritt: 4

  • den Ofen auf 250 grad (Ober/Unterhitze) aufheizen mit samt dem Backstein. (2. Stufe von unten im Backofen)
  • dann mit einem bemehlten Brettchen (Frühstücksbrettchen nehme ich) einschießen.
  • eine Tasse ca. 250 ml Wasser in den heißen Ofen schütten
  • 10 Min. auf 250 grad, dann 15-20 Min auf 200 grad goldbraun abbacken

Fluffig, saftig, resch, geschmackvoll , gleichzeitig wohlig sättigend sind sie diese wunderbaren Semmel, die es nicht zu kaufen gibt.

Sonntagsbrötchen

Es hat sich gelohnt!

Schwarzwurzel, Pastinaken, Sellerie, Rosenkohl, Blaukraut….“

(Werbung, da Namennennung)

Beliebig läßt sich die Liste fortsetzen: Karotten, Spitzkohl, rote Beete , Kartoffel, – festkochend – mehlig, -Rosenkohl , Sauerkraut , Sellerie, Lauch, Bittersalate

Alle warten geduldig auf ihren Einsatz. Das Blaukraut schiebt sich an Weihnachten immer in den Vordergrund und giert nach Äpfeln, Quitten, Orangen und erlesenen Gewürzen , Schmalz, Rotwein, Balsamico und bestem Zwetschgenmus, um sich in seiner Vollendung zu präsentieren.

Zugegeben ist die Zubereitung der Wintergemüse manchmal etwas zeitraubend, aber es lohnt sich immer.

Diese Wintergemüse sind gut lagerungsfähig – d. h. der Einkaufsgang hält sich in Grenzen – . Meine frostsichere Kiste habe ich auf dem Balkon platziert – hier fühlen sich die Gemüsesorten, Kartoffel sehr wohl. Die Lagerung ist auch der üblichen Kühlschranklagerung im Gemüsefach vorzuziehen. Dies gilt auch für lagerungsfähige Äpfel und Birnen.

Es schwebt mir vor, in regelmäßigen Beiträgen die verschiedenen Wintergemüse vorzustellen.

Heute fange ich mit der Schwarzwurzel an.

Außer dem Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen enthält das leichtverdauliche Gemüse auch Inulin, ein für Diabetiker besonders geeignetes Polysaccharid. Das Inulin ist gleichzeitig auch dafür verantwortlich, dass es bei empfindlichen Menschen beim Verzehr von Schwarzwurzeln zu Verdauungsproblemen (Blähungen, Durchfall) kommen kann.[15] Der weißlich-gelbe, kautschukhaltige Milchsaft färbt die Haut beim Verarbeiten braun. (lt. Wikipedia)

Schwarzwurzeln sind kalorienarm, aber reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie z.B. Vitamin E, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Bemerkenswert ist der hohe Ballaststoffanteil:

Die größten Anbaugebiete der Schwarzwurzel liegen in Frankreich. Auch in Deutschland wird die wohlschmeckende Wurzel immer häufiger angebaut und hat so einige Bezeichnungen erhalten, zum Beispiel Gartenschwarzwurzel, Winterspargel, Spanische oder Echte Schwarzwurzel oder Skorzenerwurzel.

Keine Angst, die Bearbeitung und Verarbeitung ist gar nicht so schwer.

Wichtig: Beim Putzen, der mit Erde behafteten , schwarzen Stangen immer Handschuhe (Einmal-Küchenhandschuh) tragen.

  • unter fließendem Wasser werden die Stangen zunächst mit der Gemüsebürste vom gröbsten Schmutz befreit
  • dann eine Schüssel mit Wasser füllen und den Saft von einer Zitrone hinzufügen
  • die ausgepressten Zitronenhälften ebenfalls in das Wasser geben.
  • mit einem Kartoffelschäler (Sparschäler) schälen wir die Stangen , schneiden sie in mittelfinger große Stücke und legen sie in das Zitronenwasser.
  • so werden sie nicht braun
  • am besten eine Schürze tragen, den der klebrige Saft ist sehr hartnäckig und verursacht böse Flecken auf der Kleidung.

Mein Rezept für einen würdevollen Genuß des tollen Winterstars ist sowohl als Vorspeise, als auch als Hauptgang zu servieren.

Zutaten:

1 kg Schwarzwurzeln

Schweinebauch – ganz dünn aufgeschnitten – (sollte gut durchwachsen ein, fest und mild geräuchert) kann aber auch durch Schinken ersetzt werden.

Safranfäden

2 Zitronen

1 Schuß weißer Balsamico bester Güte

5 Lorbeerblätter

ca. 60 gramm Peccorino

ca. 60 gramm Parmesan

500 ml Sahne

Gewürze: schwarzer Pfeffer, Meersalz, Muskatnuß , Safranfäden

Beilage: 1 kg Kartoffel, 1 Pastinake , 200 ml Milch, Butter, Muskatnuss, Pfeffer, Chilisalz aus der Mühle

Zubereitung:

  • nach dem Säubern und Schälen der Stangen, fetten wir eine Auflaufform leicht mit Butter ein
  • reiben den Käse (geht auch mit der Küchenmaschine)
  • schneiden uns die Speckscheiben (oder bereiten die dünnen rohen Schinkenscheiben vor)
  • währenddessen kochen wir die Schwarzwurelstücke mit ein paar Fäden Safran, Salz, eine Schuss Balsamico-Essig und dem Saft einer Zitrone bissfest (ca 15-18 Min)
  • nun lassen wir die Schwarzwurzelstücke gut abtropfen, bevor wir sie mit Speck umwickeln und in die Auflaufform geben
  • die Lorbeerblätter auf die ganze Form verteilen
  • in der Zwischenzeit kochen wir die gewürzte Sahne (Pfeffer, Meersalz, Muskatnuss) kurz auf und übergießen die Schwarzwurzel
  • bei ca. 200 grad gratinieren wir den Auflauf unter Verwendung der Grillfunktion
Schwarzwurzel in Safran gekocht wartet auf Vollendung
Schwarzwurzel in Safran gekocht wartet auf Vollendung
Schwarzwurzel lechzt nach dem Ofen

Die Beilage (Kartoffel, Pastinaken) läuft nebenbei mit.

Kartoffel u. Pastinaken in Salzwasser mit dem Schnellkochtopf abdämpfen , Butter , heiße Milch hinzufügen, durchstampfen mit dem Schneebesen final bearbeiten und abschmecken.

Ein total, leckeres Essen. Die Schwarzwurzel haben eine ganze leichte Safrannote , schmecken sehr intensiv: würzig und leicht nussig, aber ohne sogenannte Störnoten.

In Verbindung mit dem Kartoffel-Pastinaken-Stampf ein richtiges Heimkommen-Gericht – für kalte, dunkle Tage.

Wintergemüse für Feinschmecker in Perfektion

Die Arbeit lohnt sich. Dazu guten Weisswein als Aperetivo einen Gelber Muskateller Frizzante vom Weingut Pfeiffer, St. Anna a Aigen Südoststeiermark.

Viel Spaß beim Nachkochen.

„Gustl von Eisbachwiesen“

(Gustl= kann die Abkürzung von August oder Gustav bzw. Augusta sein)

Fast drei Jahre musste Gustl warten, bis er wieder die Kinderherzen und die der Erwachsenen erfreuen durfte . In München hatte es lange nicht mehr geschneit.

Gustl ist so dankbar, dass er den Kindern beim Toben, Rodeln zu sehen kann. Er betet jeden Tag, dass die Sonne, der Regen – seine natürlichen Feinde – eine Weile wegbleiben.

Er liebt die glasklare, kalte Winderluft , das gleissende Winterlicht. Er liebt die kleinen Hände die ihn aus dem Nichts erschaffen haben. Liebevoll haben sie seinen Körper gerollt, ihm alles gegeben, was so ein richtiger Gustl braucht und ihm Leben eingehaucht !

Hier im Englischen Garten fühlt er sich wohl. Vorsorglich hat er sich auch eine Maske verpassen lassen, denn es soll so ein blödes Virus kursieren, dem will er auf keinen Fall zum Opfer fallen.

Schaut selbst wie schön, winterlich, mystisch es hier ist.

– Eisbach –
Monopteros – engl. Garten München
Chinesischer Turm – verwaist –

Hier gibt es viele versteckte Wege, Pfade für Groß und Klein. Nur suchen muss man sie!

Am Abend schmeckt dann am besten ein leichter, süß-saurer Nudelwok.

Bestehend aus einem Schweinefilet, Gemüse und einer samtigen süß sauren Soße (Schweinfleisch – süß sauer siehe div. Wokbeiträge)

Schweinefleisch-Süß-sauer mit Asianudel

„… mir schmeckt es nicht…. „

Sinne, Geschmacksinne eines jeden Menschen sind mehr oder weniger sensibl, meist sehr geprägt von der Kindheit.

Die feinen Geschmacksnerven, die ein Gericht ausgewogen, süß, sauer , bitter schmecken lassen haben nur die Wenigsten – wage ich mal zu behaupten.

Mein Gö-Ga wurde offentsichtlich nicht sehr verwöhnt, was den Geschmack der Speisen betraf, eigentlich ging es schlicht um die Sättigung.

Die Auswahl seiner liebsten Ehefrau von allen…. , wurde glaube ich heute – stark von seinem Appetit geleitet. Die Damen unserer Familie – an der Anzahl mind. 3 (Mutter, Großmutter, Tante, Hilfskräfte) waren stets damit beschäftigt, dicke Braten, Brote, Kuchen , Gemüse in allen Variationen, Eintöpfe, Süßspeisen, Torten, Eingemachtes herzustellen.

Immer stand irgend ein Topf auf dem Herd, der den beschriebenen – Urhunger – von jetzt auf gleich befriedigen konnte.

Das gefiel Mister Gö-Ga, er war ein dankbarer Abnehmer, der Kartoffelgerichte, Braten, Hefekuchen.

Jeden Sonntag traf er pünktlich zur Kafferunde ein (mindestens eine Torte, nebst Obst und „feste Kuchen“) auf fein gedeckter Kaffeetafel lächelten ihm entgegen.

Eine kleine Übersicht – könnte es jeden Tag geben ….

Kritik konnte er in keiner Weise akzeptieren

  • er merkte nicht, wenn der Hefeteig zu fest war, zu dick, zu wenig durchgebacken
  • der Marmorkuchen nach Backpulver schmeckte
  • die Käsesahne nicht den erforderlichen Stand hatte
  • der Braten mal wieder angebrannt
  • die Schnitzel zu fest, zu dick
  • die Suppe fad
  • der Pudding Klümpchen bzw. Haut hatte, der Himbeersaft nicht selbstgemacht…

beliebig könnte ich die Reihe fortsetzen.

Meine Küche schätzt er nur bedingt, wenn es gerade sein „Lieblingsessen“ gibt kommt

  • kann man essen
  • ja gut
  • kannste nochmal machen

Der Geschmacksinn hat sich kaum weiterentwickelt.

  • Nudel al dente (kann man nicht essen, sind nicht gar!)
  • Eier weich – geht gar nicht – früher mußte ich die Eier aus dem Stall stehlen und direkt trinken…
  • er liebt Brot – Butter – Leberwurst und dann selbstgemachte Marmelade als Topping
  • er liebt – Leinöl, Quark, Marmelade, Dinkelpops mit Flohsamen, Joghurt – täglich
  • er liebt Salzkartoffel, Salzkartoffel, Kartoffel ..Kartoffel – ohne alles
  • Gewürze, Kräuter kann er kaum unterscheiden

Aber meckern, wenn was eigentlich selten vorkommt, etwas schief geht

Er ist der größte Kritiker auf Erden – ohne je zu schmecken, zu riechen , zu genießen!

Daher gibt es morgen eine neue Wok-Variation !

Nur so viel sei angemerkt, Lamm, Rind, Wintergemüse , Kürbis , scharf , geschmacksintensiv, durch Taibasilikum, Zitronengras , Ingwer …. Bin gespannt, ob wieder kommt

  • kann man nicht essen (probieren wird er es – „der Hunger treibst rein ..“
  • ob er das Quiz der Zutaten besteht –

In diesem Sinne bis die Tage, dann werde ich Euch das Rezept liefern – ob ihm geschmeckt hat oder nicht.

„Servus – 2020 „

Ich beende das Jahr mit einem herrlichen Spaziergang – in der Nähe von Bernried am Starnbergersee.

Hier war ich 2020 sehr oft – die Seele baumeln lassen, schwimmen, schwimmen – die Welt vergessen.

Die Natur hat jeden Tag eine Überraschung für uns ! Die schwarzen Eichhörnchen springen keck in den Wipfeln der Bäume und grüßen frech: „Ja, das möchtest du auch, aber ihr Menschen seit viel zu schwerfällig, unbeweglich und habt keinen Mut!“

Fotografieren – ließ es sich nicht. Obwohl es so schön war, einen weißen Bauch, gecke, fröhliche Äuglein, spitze Öhrchen.

Sollten wir uns nicht an diesem kleinen Wesen ein Beispiel nehmen, etwas mehr Leichtigkeit, etwas mehr Mut in Alltagsdingen, etwas mehr Zuverzicht –

Das wünsche ich allen meinen Lesern!

2021 ist zwar noch blaß, aber der Backofen sagt: „werd scho“

Frühstücksemmel 2021

Das Schwein schaut noch grimmig drein, muss sich halt dran gewöhnen, dass wir „Schwein“ haben.

„Back to the Roots“

(Werbung, da teilweise Namenserkennung )

Manchmal, aber nur manchmal, sehne ich mich nach dem Essen meiner Kindheit zurück.

Immer dann, wenn dieser Hunger von ganz unten aus der Magengegend hochkommt – ich nenne ihn das Urgefühl des Bedürfnisses, schnell, warm und die Sinne schmeichelnd – sich in das Stadium der Sättigung zu versetzen. Es macht sooo glücklich, zufrieden und die Krönung ist dann nur noch der gute Schluck – Wasser, Wein , Saft….

Der Winterspaziergang in frischer, kalter, womöglich windiger Luft erzeugt dieses Urhungergefühl , das gleißende Licht eines Wintertages unterstützt diese Sehnsucht, nach warmen, wohlschmeckenden Speisen.

Es sind die Speisen, die oft lange simmernd gegart werden (Suppen, Fleischragout, cremige Eintöpfe, Bratäpfel, frisches Brot mit guter Butter)

Allerdings wenn der Urhunger einsetzt, ist mir die Suppe zu heiß, der Bratapfel zu kompliziert zu essen, er muss nämlich mit Vanillesoße angereichert werden!

Einen lauwarmen Kartoffelsalat mag ich dann, der bereits im Backofen steht- auf niediger Temperatur – eben mundgerecht. Dazu eine wirklich sehr gute Metzgerwurst – oder auch nicht – denn die wirklich guten Metzger, welche Würste herstellen scheinen auszusterben.

Meinen lauwarmen Kartoffelsalat mit einfachen, guten Zutaten werdet ihr lieben!

Zutaten zum warmen Kartoffelsalat

Das wichtigste sind gute, festkochende Kartoffeln – die nicht „Fisch nicht Fleisch“ Karotffeln – nicht fest – mittelmehlig – oder gar nichts – taugen absolut nicht für den lauwarmen, leicht schlotzigen , ausgewogen gewürzten Kartoffelsalat.

Voraussetzung für den besten Kartoffelsalat ist außerdem, dass die Kartoffeln warm verarbeitet werden, gut gedämpft sind, direkt geschält und dann mit der warmen

Vinaigrette überzogen werden. Wie immer bestimmen die Zutaten das Ergebnis.

Zutaten:

2,5 kg Kartoffel

2oo gramm besten , trocknen gut durchwachsenen Speck

2 mittlere weiße Zwiebeln

1/2 Liter beste Brühe (Fleich, Gemüse oder Geflügel)

1/2 Bund Petersilie

für die Vinaigrette:

neutrales Öl

Djion- Senf

Apfelessig

einen kräftigen Schuss Gurkenwasser

Gewürze: Salz aus der Mühle, Muskatnuss frisch gerieben, schwarzer Pfeffer, Abrieb vom Kren (Meerettisch)

Zubereitung:

Schritt 1 :

Die Kartoffel am besten im Dampftopf mit Schale kochen. Gut ausdämpfen lassen und noch warm pellen und in Scheiben schneiden.

Schritt 2 :

bzw. während des Dämpfens der Kartoffeln

Speck in möglichst kleine Würfel schneiden, Zwiebel klein würfeln

Schritt 3 : Brühe erhitzen, Speck in fettlose Pfanne geben und zusammen mit den Zwieblen farblos anschwitzen.

Petersilie mit dem Wiegemesser hacken und zur Speck-Zwiebelmasse geben, die heiße Brühe angießen und auf ganz kleiner Flamme leicht simmern lassen.

Schritt 4 :

Vinaigrette:

Öl,Senf, Meerettisch zu einer homogenen Masse verrühren, mit gutem Apfelessig anreichern, leicht salzen und abschmecken. (Mengen variieren, je nach Kartoffel , Grundsatz: 2 Teelöffel Senf, 80 ml Öl, 40 ml Apfelessig) ggfs. erweitern.

Die Vinaigrette mit dem Schneebesen gut vermischen und zur Speckbrühe geben , umrühren – nicht mehr aufkochen!

Die Masse über die warmen Kartoffel geben und mit den Händen vorsichtig vermischen. Am besten geht das mit Handschuhen (Einmalhandschuh).

Final: mit Muskatnuss, schwarzem Pfeffer, einer Spur frischgeriebenem Kren und ggfs. aber weniger ist mehr , Salz abschmecken

Dazu die gutdurchgezogene Wurst, das Kassler , die groben geräucherten Würste aus Westfalen ….

Dann kommt das Gefühl „back to the roots“ in Euch auf, wenn ihr wisst was ich damit meine.

schlunzig, mundgerecht gewärmt...

Ein besseres Foto war mir nicht vergönnt – zuviele Menschen mit dem Urgefühl des Hungers waren …..