„Liebe geht durch den Magen…“

(Fortsetzung)

Greta saß am Kleinhesseloher See. Verträumt schaute sie auf das Wasser und beobachte die Entenfamilie, die unter strenger Anweisung von Mutterente ihren ersten Schwimmversuche unternahmen.

Greta liebt den Englischen Garten, die weitläufigen Wiesen, die gepflegten Wege und sie träumte davon einmal mit der Pferdekutsche mit ihrem Herzallerliebsten zu fahren und am Seehaus zu speisen…..

Es waren schon 9 Tage vergangen, der Rosenkavalier hatte sich nicht gemeldet, noch hatte sie eine vage Vermutung, wer der edle Gönner war.

Der braungelockten Schwarm und Retter war auch vom Erdboden verschluckt.

Sie vertiefte sich in ihre Lektüre und die Zeit verging im Flug.

Sie freute sich schon auf den Grillabend mit der NachbarsWG, die einen Stock unter ihr wohnten.

Ein Jurastudent, ein angehender Mathematiker und Tessa , Krankenschwester und Engel der WG teilten sich die geräumige Altbauwohnung mit dem verhältnismäßig großen Balkon.

Greta hatte sich bereit erklärt die Beilagen beizusteuern, aber völlig vergessen einzukaufen.

Hastig packte sie zusammen und eilte heimwärts.

Der Kühlschrankcheck war sehr negativ. Außer grünen und roten Paprikaschoten war nichts brauchbares im Gemüsefach.

Eigentlich wollte sie einen Pulposalat vorbereiten.

Tessa hatte aus Niederbayern ihre berühmten Gockerl mitgebracht und ihn nach ihrem Rezept geteilt, mariniert.

Jetzt war improvisieren angesagt.

Zunächst schnitt sie von ihrer kleinen Logia Rosmarin, Salbei, Zitronenthymian, hackte ein Knoblauchzehe, entkernte die Paprikaschoten.

Das Backblech, war natürlich nicht gespült, auch das noch.

Schnell belegte sie es mit Backpapier und verteilte die Paprikaschoten und die mediteranen Kräuter auf das Blech,.

würzte das Gemüse mit groben Meersalz und gab final einen Schuß ihres besten Olivenöls über die Schoten.

Ab in den Ofen . Normalerweise schält sie die Paprikaschoten mit einem bestimmten Schäler. Trotz intensiver Suche – Fehlanzeige – wird auchmal so gehen und morgen räume ich die Schubladen auf!

Nach ca. 20 Minuten würden diese herrlich duften mit altem Balsamico und einwenig Peccorino würde es eine wunderbare Vorspeise ergeben.

Ihr blieben noch eine halbe Stunde, denn der angehende Mathematiker bestand auf Pünktlichkeit.

Duschen, Umziehen…. und sie wollte doch noch eine Beilage…

Da viel ihr Blick auf den Reiskocher, den sie schon länger nicht mehr benutzt hatte.

In den Tiefen ihres Vorratsschranks fand sie aber nur den ganz normalen Vollkorn-langkornReis.

Auch egal. Greta gab einen Esslöffel Olivenöl in den Topf , dann 2 1/2 Tassen Reis.

Die Wassermenge verringerte sie – anstatt gab sie eine Dose gestückelte Tomaten hinzu,

Meersalz und eine kräftige Brise von ihren Chilischoten getrocknet.

Die restlichen Paprikaschoten legte sie auf den Reis bzw. auf den Einsatz. Stecker rein, Reiskocher anschalten, auf Kochen stellen und er würde sich von selbst ausschalten, wenn der Reis fertig war.

Sorgfältig macht Greta sich zu recht, wer weiß, vielleicht …….

Ihr langes , im Rücken tiefausgeschnittenes Shirtkleid, sah lässig aus. Die goldenen Zehensandalen, der schwarze Fußlack, den sie hektisch auflegte – vervollständigten das Qutfit.

Die Party konnte beginnen.

Fortsetzung folgt

P.S Vielleicht sind die Beilagenvorschläge ja was für Euch !

„Liebe geht durch den Magen…“

Die Familie der Urgroßmutter , liebevoll Ritschie genannt, hatte ihre Wurzeln im Egerland.

Ihr Ehemann , ein begnadeter Brauer, war weit über die Grenzen bekannt.

Zusammen mit Ritschie einer ausgezeichneten Köchin betrieb er eine Braugäststätte.

Hier kamen die Menschen hin, um das süffige, helle, schäumende Bier zu genießen und die wunderbaren, einfachen, aber wohlschmeckenden Gerichte von Ritschie zu genießen.

Viel wußte Greta allerdings nicht von ihren Vorverfahren.

Irgendwie wurde immer vermieden über die Familien und ihre Wurzel zu reden.

Sie wußte nur, dass ihre Mutter bei ihrer Geburt gestorben war. Die tatsächlichen Umstände lagen allerdings bis heute im Dunklen.

Greta , zwang sich nach Vorne zu blicken. In wenigen Monaten würde sie ihr Stipendum beenden.

Mit einwenig Glück konnte sie in den nächsten drei Jahren in Baugeschichte und Architekrurtheorie promovieren.

Ihr Vater hatte ihr jegliche Unterstützung zugesagt.

Greta hatte die ganze Nacht gerlernt um sich für die mündliche Prüfung vorzubereiten.

Die Türglocke ließ sie aufschrecken, wer will den zu mir am frühen Morgen.

Vorsichtig öffnete sie und ein betörender Duft empfing sie. Rosen, langstilig in weiß, rosa, dunkler rot und samtig verströmten den Duft. Der Überbringer konnte nicht sagen, wer der Auftraggeber war.

Eine kleine Karte, aus edlem handgeschöpften Papier hing an den Rosen.

Mit einer ausdrucksstarken, geschwungenen Handschrift hatte der Rosenkavalier geschrieben

„Für meine Sonne des Lebens“

Greta machte sich einen starken Espresso , ließ den jungen Junimorgen herein und freute sich über den Blumengruß des

Unbekannten. Die edle, große Lalique Vase in dunkelgrün – ja sie würde die herrlichen Rosen würdig aufnehmen.

Fortsetzung folgt

„Liebe geht durch den Magen…“

(Fortsetzung)

Uff, Greta blinzelte in das helle Kliniklicht. Nach eingehenden Untersuchungen konnte Entwarnung gegeben werden.

Keine schwerwiegenden Verletzungen hatten sich ergeben.

Leicht benommen und wahnsinnig durstig kam Greta zu sich.

„Das Schicksal hat es gut mit ihnen gemeint, wir konnten keine weiteren Verletzungen feststellen!“

Gerne können Sie sich von ihrem Freund abholen lassen,“ teilte die sympathische, junge Ärztin lächelnd mit.

Greta bestellte sich ein Taxi und war schnell in ihrer kleinen Burg in der Franz-Josef-Str. in Schwabing. Ihr ging es wirklich sehr gut.

Sofort setzte sie sich mit dem netten Polizisten in Verbindung, der ihr seine Karte gegeben hatte.

Leider erhielt sie hier keine brauchbaren Auskünfte. Der Unfallverursacher war noch nicht ermittelt worden.

In der Hektik hatte man es versäumt die Adresse des netten jungen Mannes zu notieren, der erste Hilfe geleistet hatte.

Enttäuschung – auf der ganzen Linie ! Die wichtige Prüfung in der Uni hatte sie verpaßt, ihr Retter in der Not nicht auffindbar.

Sie versuchte sich abzulenken und traf sich mit ihrer besten Freundin auf einen Kaffee im Univiertel.

Jetzt ein schönes Stück Baisertorte oder eine Tarte au citron meringuée , die sie über alles liebte, würden die unschönen Ereignisse einwenig verdrängen.

In ihrem neuen flaschengrünen , seidenen Overall sah sie gut aus. Ihr schwarzer, gepflegter Bob und der kräftige, dunkelrote Lippenstift unterstrichen ihre natüliche Eleganz.

Steffi, ihre Freundin aus Kindheitstagen erwartete sie schon und so verging der Nachmittag sehr schnell.

Ja, es war richtig sich auszutauschen. Die Idee in der örtlichen Presse einen Zeugenaufruf zu starten war eine gute Idee, dann konnte sie sich auch gleichzeitig bei ihrem Retter und Schwarm bedanken. Mit der Uni hatte sie auch schon Kontakt aufgenommen. Selbstverständlich konnte sie die Prüfung kurzfristig wiederholen unter den Umständen.

Es vergingen, Tage, Wochen, keine Spur vom Unfallverursacher , noch von dem Zeugen und Retter.

Schon waren sie wieder nicht mehr zu verdrängen, diese Gedanken, diese Sehnsuchtsanfälle .

Greta konnte sich nur mit Mühe konzentrieren, sie zog sich zurück und grübelte nächtelang, wieso, warum?

Er war doch mit ins Krankenhaus gefahren, hatte ihre Hände…..

Die einzige Ablenkung war ihr geliebtes Kochen. Tagelang setzte sie Fonds und Teige an, füllte ihre Kühlfächer für den Tag X. Irgendwann da war sie ganz sicher, würde sie ihn mit den Köstlichkeiten verwöhnen.

In einer alten Umzugskiste im Keller hatte sie das handgeschriebene Kochbuch ihrer Urgroßmutter gefunden.

Mühsam kämpfte sie mit der Sütterlinschrift und manches mußte sie interpretieren, da die Zutaten nur sehr schwer zu bekommen waren.

Fortsetzung folgt!

Das Rezept der Lemon-Tarte mit Baiser werde ich demnächst in einem gesonderten Beitrag veröffentlichen.

„Liebe geht durch den Magen …“

(Fortsetzung)

Die Handlung ist frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

Werbung , da Namensnennung erkennbar

….. ,

Vogelgezwitscher weckte Greta an nächsten Morgen. Schräg viel die warme Sonne in die kleine Dachwohnung. Die Staubkörner versammeln sich zu ihrem verzweifelten Tanz. Eigentlich ein herrlicher Maimorgen, die Dolden der blühenden Kastanien nicken stolz in den Tag.

Greta versucht sich abzulenken. Sie verdrängt die kleinen Alltagssorgen.

Die schmerzende Verliebtheit für IHN packt sie für heute sachlich in die Schublade: Lass es einfach sein!

„Was könnte ich mir heute gutes Kochen? Nach der Uni laufe ich zum Viktualienmarkt und kaufe mir diese dunkelblauen, violetten Kartoffel, wie heißen sie noch gleich? Vitelotte, ja genau.

Diese herrlichen,festkochenden Kartoffeln, dämpfe ich mir mir mit Meersalz ab und dazu gibt es Butter und einen kleinen raffinierten Dip!“

Der Tag war vollgestopft mit Terminen – und Greta schwor sich:

„Heute denke ich nicht an diesen Typ mit den braunen Locken….“

Hektisch, ohne Frühstück verließ sie ihre Wohnung, zerrte das Fahrrad aus dem Kellerabteil und radelte mit wehenden Haaren in Richtung Uni.

Gerade wollte sie links in die Türkenstraße abbiegen, als ein Scooterfahrer sie schnitt und verkehrswidrig versuchte sie zu überholen. Sie schrie schmerzvoll auf, verlor das Gleichgewicht und verlor das Bewußtsein.

Greta blutete am rechten Oberschenkel stark. Das Schutzblech ihres Uraltfahrrads hatte tief ins Fleisch geschnitten.

Ein junger Mann eilte herbei, keinen Moment zögerte er. Er zerriss sein Shirt und versuchte die Blutung zu stillen.

Verzweifelt band er das Bein mit dem restlichen Streifen seines Shirts ab. Der Sanka ließ auf sich warten. Greta’s Puls war nur noch schwach zu spüren.

Endlich ! Die Sanitäter versorgten Greta und verfrachteten sie in den Krankenwagen.

Der junge Mann stand schweißgebadet danneben und lies es sich nicht nehmen, Greta ins Krankenhaus zu begleiten.

Jetzt öffnet Greta ihre Augen. Mit sanfter, ruhiger Stimme redet der junge Mann auf sie ein:

„Bleib hier, nicht schlafen- dabei streichelte er ihre schönen feingliedrigen Hände und hofft, das sie es bis ins Krankenhaus schafft.

Greta wacht kurz aus ihrer Bewußtlosigkeit auf. Wo bin ich, dann erkennt sie über sich, das so geliebte Gesicht, die braunen Locken kleben an der schweißbedeckten Stirn. Träume ich? Wo bin ich?

Kraftlos sinkt sie in das Kissen und möchte, dass dieser Traum nie endet.

——- und dann koche ich ihm meine Vitelotte

——–den Dip mache ich aus 3 Eßlöffeln Joghurt, da nehme ich den griechischen mit 10 Prozent, ein paar Spritzer Zitronensaft und einen gehäuften Teelöffel Paprikamark (Aivar), eine Prise von dem spanischen, geräucherten scharfen Paprikapulver- eine kleine Garnitur aus frischem Rosmarin und Basilikum rundet mein kleines Gericht ab.

Besorgt sah der junge Retter den Sanitätern nach, die Greta in die Notaufnahme brachten.

„Treffen mit Ratschkathl am Viktualienmarkt“

Lange war ich nicht mehr auf dem beliebten Markt. Noch vor ein paar Jahren war ich jeden Woche mindestens einmal da, um einzukaufen, Freunde zu treffen – zu ratschen – genüßlich eine Brotzeit genießen….

Besonders liebte ich es, mir die Köstlichkeiten (Fisch, mediterane Köstlichkeiten, französischen Käse , Wein …) zusammen zu stellen, um sie dann in dem Biergarten bei einem Bier oder auch erlesenen Glas Wein zu genießen.

Doch die Pandemie hat hier alles verändert! Die Gastronomie hat die bayrische Kultur der Offenheit für mich verloren.

Wie ich auch schon in meinem Glockenbachviertel leidvoll feststellen konnte, sind überall auf den Straßen – ich nenne es Bretterverschläge zusammengezimmert – oft lieblos dekoriert – vollgestopft mit sogenannten Außensitzplätzen, teilweise mit Plexiglasscheiben getrennt. Da will ich nicht sitzen!

Besonders am Viktualienmarkt konnte mann immer mit Leuten aus der ganzen Welt ungezwungen ratschen (plaudern, reden) Lachen und einfach das Leben genießen. Dies ist auch eigentlich die Philisophie der Biergärten für mich.

Auch konnte man dort die Aura der Ratschkathl spüren und erleben. Hier traf sich die Verkäuferin, der Bürgermeister der Stadt, die städtischen Bediensteten bei schönem Wetter in der Mittagspause – ungezwungen – mit einer Leberkässemmel bewaffnet in der Mittagspause.

Die Ratschkathl hatte meist, obwohl sie eh schon viel zu tragen hat – einen Blumenstrauß im Arm –

Gestern traf ich sie. Traurig sah’s Kathl aus. Sie versteht die Welt nicht mehr.

Eine ganz wichtige Person wars zur Lebzeit:

Ratschkathl ist eine weibliche Bühnenfigur des Volkstheaters und bedeutet sinngemäß „ratschende[1] Kathi“[2]. Heute dient der Begriff allgemein in der bayerischen[3] und österreichischen Sprache[4] als Synonym für eine geschwätzige weibliche Person.

Als Erfinderin der Rolle der „Ratschkathl“ gilt die Volksschauspielerin Elise Aulinger. Ebenfalls wird die Komödiantin Ida Schumacher[5] mit dieser Rolle assoziiert, die die Rolle im Stück Die Ratschkathl vom Viktualienmarkt perfektionierte. Auch Liesl Karlstadt[6] verkörperte die Rolle der „Ratschkathl“. Wegen ihres Vornamens wurde auch die lebhafte Darstellerin Kathi Prechtl oft als „Ratschkathl“ bezeichnet. Die Kabarettistin Maria Peschek tritt in ihrer Bühnenrolle der Paula Pirschl mit Küchenschürze als typische Ratschkathl in Erscheinung.

Aufgrund der regional unterschiedlichen Dialekte der bairischen Sprache haben sich auch die Schreibweisen Ratschkatl, Ratschkattl und Ratschkaddl etabliert.[7] Von 1889 bis 1921 erschien in München die beliebte Wochenzeitung Münchener Ratsch-Kathl, die sich selbst als „Unterhaltungsblatt für gemüthlichen Verkehr“ bezeichnete.[8

Sie verkörpert für mich auch einwenig das „Frauenbild“ in dieser Zeit. Mit ihrer geschundenen Stimme (ihre ausgebildete Stimme verlor sie krankheitsbedingt) konnte sie sich einwenig „Luft“ machen und den Menschen und vorallem den Männern einiges sagen.

Einer, der Ida Schumacher noch erlebt hat, heißt Wolfgang Löscher. Der 85-Jährige stand als junger Musiker mit Schumacher auf der Bühne und begleitete ihre Scherze und die der anderen Humoristen am Klavier, die bei „Bunten Abenden“ mit einem „volkstümlichen“ Programm auftraten. Die festen Nummern – „immer an der Gürtelgrenze“ -, wie Löscher sich erinnert, habe er irgendwann mal auswendig gekannt. Aus heutiger Sicht sind sie absolut harmlos, aber dann doch irgendwie hochaktuell: „Entschuldigen Sie bitte meinen Aufzug heut. Sie werden jetzt wahrscheinlich meinen, ich bin überfahrn worden, gell? Dabei war ich in der Stoßzeit drinnen. Ich bin mit der Trambahn gfahrn.“ Löscher sagt dazu nur: „Die Ida war halt die Ida.“ (Quelle Süddeutsche Zeitung)

Jeder der in dieser Stadt lebt, kennt auch noch heute eine „Ratschkathl“ , mit der man sich im Hinterhof beim Müllwegbringen, im Treppenhaus, beim Bäcker…. kurz trifft und ihr aufmerksam zuhört.

Viele Standl, die ich seit mehr als 30 Jahre kannte und liebte, sind verschwunden, bzw. werden von neuen Betreibern geführt. Das Angebot ist immer noch sehr, sehr gut. Ist es nicht wunderbar, wenn ich mir um 15.00 nachmittags überlege….. zu kochen, radele ich zum Markt und kaufe die Artischocken, den Rohmilchkäse, die Senfkörner, die Kräuter, den Ochsenschwanz… Das ist für mich trotz der festgestellten Widrigkeiten Lebensqualität!

Mit ein paar schnellen Fotos verabschiede ich mich für heute

P.S. ihr wollt doch sicher wissen, wie es Greta geht mit ihrem Liebesschmerz

„Liebe geht durch den Magen „

(Kochgeschichten short story)

Es kribbelte in ihrem Bauch, abwechselnd wurde ihr heiß und kalt, der Atem stockte.

Er betrat den Raum – lächelnd, strahlend, das gutsitzende Hemd unterstrich die sportliche Figur, die geschmeidig, eleganten Bewegungen – die gepflegten Hände, die hellbraunen Locken – Greta nahm zittrig ihr laptop vom Tisch und verließ den Raum.

Wieder hatte sie es nicht geschafft, auf sich aufmerksam zu machen.

Greta konnte sich nicht mehr konzentrieren, bedrückt und aufgewühlt verließ sie die Biblothek .

Fahrig und unkontrolliert lief sie durch die Straßen des belebten Univiertels.

Greta war gerade zu besessen in München endlich zu promovieren um dann weiter zu ziehen in die Welt der Kunst und Kultur , die sie seit frühester Kindheit so verehrte.

Nichts anderes hatte bislang in ihrem Leben einen Stellenwert bekommen.

Bis zu jenem verschneiten Tag im Dezember 2019 . Hier traf sie das erste Mal auf ihn und seitdem ging ist ihr himmelhochhauchzend – zu Tode betrübt – in beliebiger Reihenfolge.

So konnte es nicht weitergehen!

Eine hochgebildete Frau – bist Du – sprach sie laut vor sich hin – Du siehst gut aus – bist humorvoll, liebenswert und jetzt ist es genug mit dem infantilen Getue.

Greta klappte das Dachfenster ihrer winzigen Küche auf und begann zu kochen.

Beim Kochen konnte sie allen Weltschmerz vergessen.

Spaghetti puttanesca –

Alle Zutaten hatte sie noch aus Rom mitgenommen –

Olivenöl erhitzen, den gehackten Knoblauch und die in Streifen geschnittene Chilischote unter ständigem Rühren andünsten. Sardellenfilets und Oliven zufügen. Dann die Tomaten und das Tomatenmark zugeben. Bei mittlerer Hitze ohne Deckel rund 15 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren

Die Spaghetti al dente mit Meersalz kochen …

500 gramm Spaghetti dachte Greta, eigentlich …..

Nach einem kräftigen Schluck Primitivo versank sie in einen tiefen, traumlosen Schlaf.

Fortsetzung folgt!

„Lammkoteletts mariniert…“

(Werbung, da Namen erkennbar)

Diese kleinen Koteletts am Stiel… einmal reinbeißen in das rosa Fleisch, welches 24 Stunden in der Spezialmarinade gebadet hat – ein Grilltraum !

Beim Türken unseres Vertrauens muss man sie vorbestellen. Die Lämmer werden dort im ganzen von der schwäbischen Alp angeliefert und hier bis zum letzten Knochen verarbeitet.

So kommt es auch, dass es diese besonderen Lammkoteletts nicht jede Woche zu kaufen gibt.

Lammkotletts-Mariande

Zutaten:

für 4 Personen = 25 Stück Lammstielkoteletts

  • Thymian, Rosmarin, Salbei, Minze, Koreander ( frisch aus dem Kräuterbeet o. Kasten)
  • 2 Zehen frischer, junger Knoblauch
  • bestes natives Olivenöl ca. 4 Eßlöffel
  • 1 Limone (abzesten) dann auspressen
  • Meersalz, weißer Pfeffer
  • Kreuzkümmel
  • ras el hanout
  • Fenchelsamen
  • Schwarzkümmel

mehr bedarf es nicht

Zubereitung:

  • entsprechend große Schüssel bereithalten und 4 Eßlöffel bestes , natives Olivenöl hineingeben
  • Limone abzesten und den Saft über das Olivenöl geben
  • dann mit den Gewürzen verrühren und die Limonenzesten unterheben
  • die Knoblauchzehen in die Marinade reiben
  • dann – am besten mit Vinylhandschuhen die Koteletts marinieren
  • locker ohne sie groß zu zerkleinern, bzw. zu bearbeiten die Kräuter unterheben
  • (beim Grillen ist nämlich hinderlich, wenn die Kräuter auf dem kleinen Fleischstück haften, sie werden schwarz und bitter.
  • hier geben sie nur ihre Aromen ab und man kann sie später einfach rausnehmen.
  • dann verfrachte ich die Koteletts in eine Zip-Tüte – verschließe sie – und lege das ganze in das Gemüsefach.
  • so kann ich die koteletts nach Bedarf entnehmen und so halten sie sich auch 1-2 Tage im Kühlschrank

Beilage: Couscous, Tsatsiki , gegrilltes Gemüse, grüne Bohnen

was sich gerade anbietet

Also schon mal Lammkotletts bestellen, besorgen und viel Erfolg beim Marinieren und Grillen

„Bolognese between Okzident und Orient“

Es gibt nichts Schöneres für mich – nach einem langen Seetag – die vorbereiteten Köstlichkeiten aus dem Kühlschrank zu nehmen

  • gegrilltes, mariniertes Paprika mit Kapern angereichert
  • Aubergine gegrillt, Knoblauch, Petersilie
  • Hummus
  • Zsasiki- frischer Knoblauch, Gurke, ein Hauch Olivenöl – Kräuter der Provence
  • den ein oder anderen Dip

Aber dann sehnt man sich wieder nach einem sämigen Ragout – Tellergericht – leicht scharf, dazu ein frisches kaltes Bier –

Einfach löffeln und auf der Terasse sitzen, den Vögeln, den Fledermäusen zu schauen – ob die auch Corona haben, frage ich mich – putzige Tierchen, dann nähert sich der Falke…

Es ist einfach unfassbar, was sich mitten in der Großstadt so aufhält, bzw. sich den Verhältnissen angepaßt hat.

Bei meinem heutigen Rezept ließ ich mich von meinem traumhaften Aufenthalt auf Sizilien leiten:

In den lateinischen Sprachen werden die Begriffe Orient, orientalisch bzw. Okzident, okzidentalisch wie selbstverständlich verwendet. Im Französischen haben die Begriffe „occidental“ und „oriental“ die Bedeutung „westlich“ bzw. „östlich“. Im deutschsprachigen Raum wird der Begriff „Orient“ bzw. „orientalisch“ recht häufig verwendet, während man die Begriffe „Morgenland“, „morgenländisch“, „Abendland“, „abendländisch“ oder „Okzident“, „okzidentalisch“ sehr selten hört oder liest. Das mag daran liegen, dass diese Begriffe inhaltlich sehr unscharf sind und auch etwas altbacken oder gestelzt wirken. (Quelle Wikipedia)

Auf Sizilien habe ich die Bedeutung in der Küche eindeutig nachempfinden können.

„Bolognese between Orient and Okzident“

Zutaten:

1 kg Hackfleisch 1/2 Rind, 1/2 Lamm

2 rote Zwiebel

2 Karotten

2 Spitzpaprika

1 kleine Zuccini

1 Aubergine

2 Zehen frischen Knoblauch

100 gramm abgetropfte Kichererbsen

1 Chilischote – scharf –

1 Biozitrone, auch Abrieb

2 Dosen gestückelte Tomaten ( oder frische Tomaten, gehäutet und geviertelt)

bestes Olivenöl

1/2 Liter Hühner oder Gemüsebrühe

1/4 Liter Weisswein (Sizilien mit mind. 13 %)

Kräuter und Gewürze:

frischen Koreander, frische Minze, Petersilie

Meersalz aus der Mühle

weißer Pfeffer

Kreuzkümmel,

Schwarzkümmel, Senfkörner, Fenschelsamen, Bochkshornkleesaat

Ras el Hanout

Rosengewürz

geräucherter Ricotta (weich, wunderbar harmonisiert mit den Zutaten)

  • erschreckt nicht! der vielen Zutaten – es lohnt sich-

Zubereitung:

  • das Fleisch aus der Kühlung nehmen (ca. 1/2 Stunde vor Verarbeitung
  • während dessen das Hartgemüse in kleine Würfel schneiden (Sellerie, Karotten, Zwiebel, Knoblauch)
  • Paprika schälen, Aubergine infingerdicke Scheiben schneiden und mit Meersalz wässern
  • Zuccini in Stifte schneiden

Gemüsezubereitung:

  • Hartgemüse in gesonderter Pfanne farblos anschwitzen
  • Paprika, Zuccini in der Grillpfanne schmoren
  • Aubergine abtupfen und in Stücke schneiden und ebenfalls grillen

Fleischzubereitung:

  • das Hackfleisch in einer sehr heißen Pfanne (ich nehme meine alte Eisenpfanne)
  • anbraten bis es Farbe zeigt
  • mit dem Wein ablöschen und einkochen lassen (kleine Stufe)

Zwischenstation:

  • Gemüse, Hartgemüse miteinander verbinden, leicht salzen und pfeffern
  • Kräuter hacken
  • Zitrone abzesten und Saft auspressen
geräucherter Ricotta und Koreanderblüten

Finalzubereitung:

  • Fleisch, Gemüse miteinander in einem geeignet großen Topf verbinden
  • Brühe angießen
  • Tomaten hinzufügen, Kichererbsen beigeben
  • köcheln lassen
  • nun die Gewürze hinzufügen und ca. eine 1/2 bis 3/4 Stunde köcheln lassen
  • final abschmecken, ggfs. Salz …
  • Kräuter über hinzufügen , umrühren
  • Käse bereitstellen
  • und in tiefen Tellern servieren

Dies ist die Offenbarung zwischen Orient und Okzident – die Aromen verbinden sich und vielleicht habt ihr das Glück, dass etwas übrig bleibt. Aufgewärmt mit meinem Tomatenbrot war dieses Gericht einfach ein Sommertraum!

„Der Ton wird härter….“

(Werbung da Namensnennung)

Eigentlich hatte ich das Bloggen für den Monat Juni abgeschlossen.

Das Wetter ist sommerlich warm, ein kleiner „Schwimm“ ist immer drin und ganz nebenbei erledigen sich die diversen Einkäufe, die man coronabedingt immer aufgeschoben hat.

7:30 leichter Nieselregen – das paßt mir gar nicht, denn um 9:20 Uhr sollte ich meinen neuen Pass abholen

Noch eine 1/2 Stunde dösen, dann wollte ich aufstehen.

Verschlafen….

Der Fußballabend war lange und aufregend gewesen.

Meine „Bergziege“ wieherte schon, der Sattel war trotz Abdeckung nass.

Meine schöne graue Leinenhose somit auch nass und wie das aussah könnt ihr euch vorstellen.

Egal ich musste in die Pedale treten, um rechtzeitig anzukommen

In knapp 10 Minuten hatte ich es geschafft – Fahrrad ordnungsgem. geparkt und angebunden.

Eine sehr freundliche Mitarbeiterin des KVR übergab mir den Pass und seufzte ganz leise: “ Ach schön, dass es auch ganz normale Leute gibt…“

Nachdem sie einer jungen Frau bestimmt 10 Minuten erläutert hatte, welche Unterlagen für eine Abholung dringend benötigt werden.. Sie wollte es nicht verstehen, immer wieder argumentierte sie: „aber wieso muss ich , brauch ich, soll ich.. Wieso ist dann der Pass abholbereit?“

Die junge Deutsche Frau – wollte es nicht einsehen…“

Aber dann sollte der Tag eine andere Wendung nehmen

Mein Fahrrad, wo war es? Ich hatte es doch angebunden, weg vom Gehweg auf den extra hierfür vorgesehenen Randstreifen.

Meine Bergziege war völlig zugeparkt. Ein Fahrrad mit Kinderanghänger versperrte mir den Weg zum Rad.

Ich hob diesen Anhänger an und schob weg, um meine Bergziege aus den Zwängen zu befreien. Das Fahrrad vom Anhänger brauchte ich gottseidank nicht zu bewegen.

Plötzlich schrie auf der anderen Straßenseite vom Eingang des KVR ein Mann

(liebe Leser entschuldigt die jetzt wiedergegebene Sprache und Ausdruckweise)

„Was machst Du da, Du Missgeburt ? Ich hau Dir auf’s Maul“

Daraufhin sagte ich ganz sachlich und mit angemessener Schärfe

“ Was möchten Sie von mir, bitte äußern sie sich in einer angemessenen Sprache und kommen zu mir rüber..“

Der Mann (Alter 35-40)

„Halt Dein Maul, Du Missgeburt, ich schlage Dir die Fresse ein…“

Meine Antwort erneut:

„Schade, dass sie offentsichtlich wenig sinnvolle Wörter der Deutschen Sprache gelernt haben. Die Beleidigungen sind unverschämt und ihre Drohungen bestätigen, dass sie offentsichtlich erhebliche Probleme haben. Außerdem kann ich nicht halten, was ich nicht habe!“

Er lief davon in das Gebäude des KVR (Kreisverwaltungsreferat der Stadt München)

Hier holt er sicher seinen Pass, seine Aufenthaltsgenehmigung ab?.

Meine Bergziege mittlerweile ist sie in die Jahre gekommen, etwas schwerfällig ist sie geworden, obwohl ich sie immer gut gepflegt habe. Der Mister „Ritzel-Kitzel“ hat schon einwenig geschraubt, die abgenutzten Ritzel ausgetauscht. So richtig schnell – wie früher – dachte ich ist sie wirklich nicht mehr – und es liegt nicht an mir.

Seit ein paar Wochen leite ich immer die Blogeinträge von :https://tausendkilometer.wordpress.com/

an meinen Gö-Ga dem Ingenieur weiter – bislang ohne Erfolg .

Er ruht in sich und will mir ein neues Fahrrad einreden.

Mit meiner Bergziege habe ich unzählige Strecken zurückgelegt. Sicher mehr als 15000 km.

Der Mister „Ritzel-Kitzel“ (ortsansässiger Fahrradladen) ist zwar ein seltenes Original – vielleicht versteht er mich.

Heute radele ich in die Stadt, ein paar Besorgungen, am Viktualenmarkt vielleicht mal….

Bis die Tage in der Hoffnung, dass mir weitere „Zwischenfälle“ erspart bleiben.

Ach schaut mal, was ich für heute Abend vorbereitet habe

kleine, saftige Doraden warten auf ihren Einsatz

M. Kuhl

„Joghurt-Minzsuppe meets Hummus“

Der Fernwehschmerz – was heißt hier Fernweh – ich meine Mittelmeer-Anrainerstaaten …..

Die dort übliche Meeze – Antipasti – Kultur ist einfach wunderbar.

Gutes Brot, Oliven – ein Glas gut gekühlten Weisswein – mehr braucht es eigentlich nicht…

Daher habe ich nach dem Brotbackfrust mir gedacht, wass Frisches anderes für den Abend bei gegrilltem Fisch wäre doch mal ganz nett. Solange wollte Gö-GA aber nicht warten.

Hier meine Varianten:

„Joghurt-Minzsuppe“

Joghurt-Minz-Suppe

Zutaten:

3/4 Liter gefrorene Hühner/Gemüsebrühe

1/2 Stangengurke

1/2 Biozitrone

450 ml Naturjoghurt 3,5 %

1 Schuß kaltes spritziges Mineralwasser

eine handvolle frische Minz Blätter

Meersalz aus der Mühle ,leicht mit Chili versetzt

weißer Pfeffer aus der Mühle

etwas Minze für die Deko.

Zubereitung:

  • die gefrorene Brühe fast auftauen lassen
  • in der Zwischenzeit die Gurke schälen, entkernen
  • und mit der Minze und dem Saft der Zitrone im Mixer oder mit dem Pürierstab
  • cremig pürieren
  • beiseite stellen
  • die Brühe kurz mit dem Pürierstab restlich zerkleinern
  • Joghurt aus dem Kühlschrank hinzufügen
  • 1 kräftigen Schuß Mineralwasser
  • alles aufschäumen und mit der Brühe verbinden
  • mit den Gewürzen abschmecken
  • und in die Teller geben
  • etwas Minze zum Garnieren

Soweit kam es wiederum bei mir nicht, den Gö-Ga lechzte schon nach dieser Suppe.

„Schmeckt die so, wie wir sie mal in einem türkischen Restaurant gegessen haben?“

Oh — “ Viel, viel besser….“ , na denn.

Hummus Cyprus

Der Hummus gesund, da er einen hohen Anteil an Magnesium und Vitamin B6 enthält. Das Vitamin B6 unterstützt zentrale Abläufe in unserem Stoffwechsel, indem es dazu beiträgt Botenstoffe zu bilden, die sich positiv auf unser Immunsystem auswirken. Hummus enthält einen hohen pflanzlichen Proteinanteil.

Bei unseren vielen, vielen Zypernaufenthalten hatten wir ihn lieben gelernt.

Heute habe ich so lange rumprobiert, bis ich annähernd an das Original des Koches vom Hotel Mimoza kam. Schon seltsam, wie der Mensch Geschmackserinnerungen wieder aktivieren kann.

Zunächst hatte ich braune Kichererbsen getrocknet verwendet. Dies im Dampfkochtopf abgekocht, natürlich ohne Salz mit einer Messerspitze Natron. Es ist aber durchaus mögich Kichererbsen vorgekocht aus der Dose zu verwenden.

und hier mein einfaches, aber sehr schmackhaftes Rezept.

Zutaten:

  • ca. 450 gramm abgekochte, abgetropfte Kichererbsen
  • 1 Zitrone
  • 1 Knoblauchzehe – fein gerieben mit der Kurkumareibe
  • 1/2 Teelöffel Kreuzkümmel gemahlen
  • 2 1/2 Teelöffel Tahin-pulver
  • Meersalz
  • bestes Olivenöl ca. 125 ml (kann variieren)
  • eine Prise weißen Pfeffer

Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und zu einer Paste pürieren, abschmecken und vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen, damit sich der Hummus richtig entfalten kann.

Dazu einwenig Brot, ein Glas Wein und schon ist das kleine Mittagessen für 3 Personen fertig.

Wie meist komme ich nicht dazu ein gescheites Foto zu machen, da kaum steht etwas auf dem Tisch, muss

man mal probieren – eine echte Unart – .

Anstatt den Wein einzuschenken und geduldig zu warten! Männer halt!

Übrigens das Kurkuma-Brot ist nach seinem Straflager im Kühlschrank wunderbar geworden.

Am liebsten würde Gö-GA es anschneiden, wenn es gleich aus dem Ofen kommt.

Pssst…. Soll ich Euch noch was verraten….

Heute fliehe ich in die Berge und werde in den dunklen Moorsee tauchen, wandern, eine Buttermilch in einem Zug leeren und mich dann hemmungslos der Alpenküche hingeben.

  • Schweinebraten, Backhendl, Wienerschnitzel, Kaspressknödel, Zwiebelrostbraten….
  • Moosbeerschmarrn, Käse, einen suffigen Weisswein…..
  • todmüde werde ich dann in „meiner“ Kammer – leise knarzen die Holzdielen –
  • schlafen, bis der Hahn kräht

Die kleine Flucht brauch ich heute! Außerdem – nächste Woche wird es wieder Schwimmwetter geben.

Da muß ich halt eine Runde mehr schwimmen, die kulinarischen Sünden der Alpen sind es mir wert.

Schönes Wochende!

„Summer bread III – Gö-GA-Stulle“

Vielleicht erinnert ihr Euch noch an mein „Schweizerbrot“

(s. Beitrag vom Frühjahr)

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730598

Schon damals dachte ich, dass ist das ideale Rezept für schnelle Sommerbrote, da es praktisch an einem Tag gebacken werden kann und die Übernachtgare wegfällt, sowie lange Gärzeiten.

Seit ca. 1 Jahr finde ich überall im Gemüsefach, Zwiebelfach kleine gelbe Wurzeln – Kurkuma in der Urform.

Mein Gö-Ga ist besessen von diesem gelben Zeug. Es führte bereits zu ernsthaften Auseinandersetzungen und ich habe ihm ein für allemal untersagt, meine Reiben, Messer für dieses gelbe Zeug zu benutzen.

Er verwendet Kurkuma-Wurzel zum Spiegelei, auf kleine Brotstücke, auf Käse, auf Nudeln, auf Reis….

Die Reiben sind kaum zu säubern, mit heißem Wasser ist es nicht möglich.

Jetzt hat er eine eigene Reibe sich zugelegt, die ich heute auch benutzt habe.

  • die heilende Wirkung von Kurkuma ist allgemein bekannt
  • ob es in den Mengen sein muß ???
  • ich habe eine scharfe Kurkumapaste mit Habaneros, Tomatemark gekocht
  • ähnlich wie ein Pesto gemischt und kurz abgekocht und mit neutralem Sonnenblumenöl haltbargemacht.
  • die Kurkumapaste ist sehr scharf und ich muß sehr vorsichtig sein.

Heute ist es soweit – er bekommt sein Kurkumabrot.

Er weiß noch nichts davon, den morgens um 8.00 Uhr träumt er noch von den Elfen und Heinzelmännchen, die seine Arbeiten für ihn erledigen.

Schaut Euch den Teig an: – nach einer 1/2 Stunde – Wow –

Kurkuma-Gö-Ga-Kruste:

  • 90 gramm Wasser
  • 90 gramm Ruchmehl oder Weizenmehl 1050
  • 15 gramm Livieto madre (550er Weizenmehl)
  • 15 gramm Livieto madre (Vollkornweizen)

bilden den Vorteig I

Vorteig: II

  • 90 gramm Weizenmehl Type 550
  • 3 gramm Trockenhefe
  • 90 gramm lauwarmes Wasser

Beide ansetzen und 8-24 Stunden sich selbst überlassen.

Das schöne an diesem Brot, es hat keine langen Zwischenzeiten, unkompliziert und handwerklich nicht anspruchsvoll

  • 33o kaltes Wasser
  • und nun die Vorteige I u. II hinzufügen
  • 475 gramm Ruchmehl 1050
  • 12 gramm Salz
  • 1 Teelöffel Backmalz – alternativ Honig –
  • und mit der kleinen Reibe nach Gefühl die Kurkumawurzel direkt über das Mehl reiben

das war es schon!

Küchenmaschine mischen lassen auf kleiner Stufe und 12-13 Min. kneten lassen

Fenstertest und in die geölte Schüssel oder Teigwanne befördern.

  • nach einer halben Stunde dehnen von allen Seiten
  • 90 Min. stehen lassen
  • dann wie im ursprünglichen Rezept ausführlich beschrieben verarbeiten.
  • Ofen vorheizen

Wichtig dieses Brot kommt ohne Schwaden aus, reißt auf und bekommt eine kleine Beule

Dies ist gewollt.

In der Zwischenzeit habe ich das Olivenbrot wieder angesetzt, nachdem ich mir hier auch den Vorteig schon gestern

vorbereitet hatte. Das Brotwochenende sollte gerettet sein .

War es leider nicht! Der Kurkumateig war wie bestellt aufgegangen, ließ sich aber nicht verarbeiten. Es hätte zuviel Mehl gebraucht. Dann bilden sich die sogenannten Mehlnester und das Brot verliert ein der Leichtigkeit, die es ja so auszeichnet. Ich musste den Teig also doch in den Kühlschrank verfrachten.

Tut mir leid. So ist es mit dem Brotbacken, es ergeben sich immer wieder neue Herausforderungen.

Die Temperaturen sind immer noch sehr hoch und dies war sehrwahrscheinlich in Verbindung mit dem Vorheizen zuviel für das Brot.

Meine Schwimmstelle an der Isar kann ich auch vergessen, nachdem Regen – schaut es Euch an. Hier befand sich ein herrliches Naturbecken, wo ich morgens gut 1/2 Stunde schwimmen konnte. Auf den Steinen einwenig die Sonne genießen und dann den Tag beginnen- vorerst ist das Schwimmbad geschlossen. Die Isar hat sich eine Ruhepause genommen.

Also dann bis morgen !

„Schnee, Sommerbrote, Sommerabenteuer…“

Das Olivenbrot hatte ich mir mit schwarzen Oliven… herzhaft, mit kräftiger Kruste vorgestellt.

Gute entsteinte Oliven fand ich nicht wirklich. Zu groß, nur geschwärzt – mit was auch immer.

Beim türkischen Supermarkt wurde der Chefeinkäufer schließlich fündig, nachdem er eine türkische Hausfrau befragt hatte.

So bekam ich schon geschnittene, schöne feste Oliven in Wasser und i Grunde Salz eingelegt.

Die Vorgehensweise habe ich, wie beim Tomatenhartweizen-Krusti (s. letzter Beitrag) https://meggieskochstudio.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=20731468&action=edit&calypsoify=1&block-editor=1&frame-nonce=579288414e&origin=https%3A%2F%2Fwordpress.com&environment-id=production&support_user&_support_token

Nicht verändert.

Also das gleiche Rezept, allerdings nur 12 Gramm Salz, da ich ein Teil der Lake ca.100 ml mitverarbeitet habe.

Das bekannte Brühstück besteht aus 150 gramm Oliven, mit dem Vorteil, dass ich die Oliven direkt verarbeitet habe – ohne Quellvorgang –

Alle anderen Zutaten habe ich nicht verändert. Man könnte auch das Brot mit einem Teil Hartweizengriesmehl backen als Variante..

So sah der Teig aus, den ich gestern Abend um 19:00 in den Kühlschrank verfrachtete

Jetzt zu den Themen, die viele von Euch eigentlich interessieren.

In der letzten Woche war ich jeden Tag am See, bin mindestens 2 Stunden geschwommen.

Meine Glieder erwachen! Bin einfach beweglicher, keine Nackenschmerzen mehr, auf das Fahrrad schwinge ich mich, elegant , geschmeidig, flott – natürlich über den Sattel – wie es sich gehört.

Am Sonntagmorgen gegen 5.50 summte mein Handy!

Die Neugier war stärker – wow – Das Infzentrum München

6.OO Uhr PC hochgefahren, Termin am gleichen Tag um 15.30 bestätigt.

Bin dann gleich an den See gefahren – dachte, wer weiß – was für Nebenwirkungen sich ergeben.

Die Organisation war sehr gut!

Nun bin auch ich erstgeimpft, habe keinen Wein getrunken und auf die Nebenwirkungen gewartet – nichts kam – also wieder zum See, leichtes Schwimmen – tut gut.

So auch gestern, bevor das Gewitter kommt, nocheinmal 1 Stunde schwimmen.

Schon früh hatte ich diverse Teige für Walnußbrot, Olivenbrot, Semmel… angesetzt und ein neues Rezept für eine besondere Bolognese …. Dazu später mehr.

Die Gewitterwand – schien noch sehr weit weg – die Sonne schien, es war immer noch heiß.

Ich erreichte den See , schnell war ich im Wasser

Welch ein Himmel, die Farben so intensiv, türkisblau, grau, stahlblau ein senkrecht fallendes schwarzes Schwert fällt vom Horizont – jetzt kommt ein Wind auf – von Tutzing und Seeshaupt blinkt das Warnsignal und ich schwimme.

Die Wellen, selbst in dem nicht tiefen Bereich bäumen sich auf!

Es macht mir riesigen Spaß in die Wellen einzutauchen – aber wenn es blitzt muß ich raus!

Die Bäume am See biegen sich – der Wind wird stärker. Ein letztes Aufbäumen gegen Wellen und Wind – Turbogang

und zurück an den rettenden Steg.

Uff – geschafft, der Wind weht mich fast vom Steg, schnell ans Auto.

Hier bin ich sicher. Es regnet nicht – vielleicht – geht das Gewitter ja wieder…

Es ging nicht – Nein es war da. Nach wenigen Kilometern befand ich mich in einer Winterlandschaft, Nebel, Wassermengen, Eis, Schnee und kein Ende in Sicht.

Schaut selbst. Kilometerlang diese Winterlandschaft – nach sicherer Ankunft in München, 25 grad Sonnenschein.

Gerade aus dem Ofen genommen , zwei Brote gleichzeitig auf dem Backstein gebacken –

Ein super Duft zieht durch die Räume –

Das Sommerbrot Olive schaut soo gut aus….

Bis die Tage

M Kuhl

„Weniger ist ein vielfaches „Mehr“…..

(ohne Worte)

See, Sonne, ein kleines Abendessen mit drei Zutaten – Fisch, Brot, Kartoffel – sorry und ganz viel mediterane Kräuter…

Schönes Wochende!!!

würziges Tomatenbrot

Schönes Wochende – genießt den Sommer – wer weiß wie lange er bleibt!

„Summer bread -Sommerbrote“

(Werbung da Namensnennung)

Endlich ist er da der Sommer in Deutschland! Natürlich wird wieder gejammert, Klima, Hitze…..

Nach den Entbehrungen der Pandemie wollen wir einfach die Sonne genießen und die Tage mit Leichtigkeit und einem Lächeln auf den Lippe beginnen.

Die alltägliche Hausarbeit fällt mir schwer, aber mein Patentrezept – nach dem Motto:“Früher Vogel fängt den Wurm“

Durchsaugen, durchwischen, Bäder, Waschmaschine läuft – gegen 6.00 Uhr starten.

  • Bügeln, Spülmaschine aus u. einräumen deligieren an den Gö-Ga
  • Einkaufsliste erstellen – deligieren
  • Sauerteigführung – Livieto madre Betreuung verifizieren (dazu später mal mehr)
  • fester Plan für Fenster/Möbel-Pflege erstellen und umsetzen – ggfs. auch mal Putzhilfe leisten
  • Balkonpflege (Kräuter, Blumen, Salat-Gemüsekäste) laufend – mach ich mir am liebsten selbst)

So funktioniert es! Spätestens um 9.OO Uhr zu „Freizeitaktivitäten aufbrechen, wenn möglich auch mal sehr früh mit einem kleinen, entspannten Lauf beginnen.

So bleibt Zeit für Alles, was wir so lieben.

Heute um 6.OO Uhr habe ich die Autolyse für mein neues, leichtes Tomatenbrot angesetzt.

Meiner Meinung nach reichen 2-4 Stunden völlig aus, um dann das Brot weiterzuverarbeiten.

Meine Sommerbrote sollten leicht und luftig sein, teils würzig, knusprig sein.

Für alle Brot-Fans möchte ich nochmal kurz zusammenfassen, worauf es beim Brotbacken ankommt.

Meine Erfahrungswerte ergeben folgendes:

Mehlsorten

  • die verschiedenen Mehle beziehe ich – wie schon gesagt –
  • direkt von der Drax Mühle in 83562 Rechtmehring, Hochhaus 5
  • verfügt auch über einen Onlinehandel
  • dies ist keine Werbung – lediglich Erfahrungswerte gebe ich hier weiter –
  • auch bei anderen ortsansässigen Mühlen kann man sicher gute Mehle kaufen.
  • mit Supermarktmehl – preislich nicht zu vergleichen – habe ich immer sehr negative Erfahrungen gemacht
  • wenn keine Mühle erreichbar – bedient man sich besser bei den gängigen Drogeriemärkten – die heute über ein durchaus gutes Angebot verfügen.

Zeitpläne:

  • vergessen Sie Zeitpläne, das Brotbacken muss sich Ihrem persönlichen Tagesrhythmus anpassen
  • es hängt auch im wesentlichen von den Temperaturen ab – im Sommer – gehen die Teige schneller
  • und das Backen auch mit Hefe geht viel, viel leichter
  • eine sehr gute Möglichkeit ist die sogenannte Übernachtgare
  • hier kann der Teig bei ca. 4 grad 8-36 Stunden – oder auch länger reifen und am nächsten Tag/Morgen/Abend
  • gebacken werden, wenn man Lust und Zeit hat.
  • auch das Auffrischen/Füttern der Sauerteige /Livieto Madre Ansätze geht im Sommer ganz nebenbei
  • hier gibt es eh keine fixen Zeitpläne.
  • Man sieht schon, wenn der Sauerteig schön blubbert, die Livieto Madre sich vermehrt.
  • Ist der Ansatz erst mal richtig aktiv, hält er durchaus 1-2, sogar 4 Wochen im Kühlschrank aus, bis er das nächstemal aufgefrischt wird, bzw. gebraucht wird.
  • also keine Angst vor dem Zeitdruck

Pflege der Sauerteige und Livieto madre:

Faustregel: Roggensauerteig:

aktiver Roggensauerteig aus dem Kühlschrank: (Restmenge vom Backen)

1 Teil Mehl – 1 Teil Wasser gleiche Menge – ich beginne mit 25 gramm Roggenvollkornmehl, 25 gramm gutwarmes Wasser- je nach Bedarf füttere ich mehrere Tage (24 Stundentakt) und verdoppele die Mehl und Wassermenge.

Livieto madre:

  • aktiver Livieto madre (Rest aus dem Kühlschrank wiegen)
  • gleiche Menge Mehl (Vollkornweizen bio oder 550er Weizenmehl) hinzufügen
  • die Hälfte Flüssigkeit, d. h. halb lauwarmes Wasser, halb Hefewasser (z. B. 200 gramm Mehl=100 ml Flüssigkeit , bestehend aus 50 ml Wasser und 50 ml Hefewasser)
  • verrühren und stehen lassen bis er vor Freude schäumt (s. oben)

Starter:

Anstellgut + Wasser + Mehl

  • verrühren und ca 8-12 Stunden abgedeckt mit Folie sich selbst überlassen
  • am nächsten Tag weiterverarbeiten
  • es ist sehr schön zu sehen, wie die wilden Hefen arbeiten

Vorteige:

  • das Backen von Brot und auch Hefeteigen, wenn nicht mit Industriehefen gearbeitet wird, sollte immer mit sogenannten
  • Vorteigen erfolgen.
  • keine Angst!
  • es handelt sich um eine einfache Formel: Anstellgut + Wasser + Mehl

Brühstück:

  • hier wird kochendes Wasser (fingerbreit über den Zutaten) über die Saaten etc. gegossen
  • besteht aus Saaten, Altbrot, Schrot, getrockneten Zutaten (Tomaten, Oliven, Nüssen etc.) und meist über Nacht stehen gelassen – meist reichen allerdings 4-5 Stunden
  • Das Brühstück gehört zur Gruppe der Nullteige innerhalb der Vorstufen. Es dient der Verquellung gröberer Brotbestandteile (z.B. Körner, Saaten, Schrote), um den Kaueindruck und die Frischhaltung zu verbessern (siehe auch Quellstück und Kochstück).
Quellstück hier aus angerösteten Saaten u Semmelbrösel

Autolyse:

  • ist nichts anderes, wie Mehl und Wasser kurz kneten – mit der Hand oder Maschine – und ca. 2-4 oder länger, wenn man anderweitig beschäftigt ist , sich selbst überlassen
  • hierdurch bildet sich eine wunderbare lockere Krume
  • es werden enzymatischer Prozesse in Gang gesetzt – so einfach – ohne Salz – nur mit Wasser und Mehl

Als Autolyse (griechisch αυτόλυσις ‚Selbstauflösung‘) bezeichnet man die Selbstauflösung (Lyse ist die Auflösung an sich) abgestorbener Körperzellen durch Enzyme, die im Gewebe schon vorhanden sind, ohne die Beteiligung von Bakterien oder anderen Lebewesen.

  • dieses Verfahren hat sich gerade bei den lockeren Misch- und Weizenbroten bewährt.

Zusammenführung und Knetzeiten:

  • fast haben Sie es geschafft!
  • die einzelnen Teige (Vorteig, Brühstück, Hauptteig) werden zusammengeführt
  • Wasser ggfs zugeführt
  • Salz immer ganz zu letzt
  • ggfs. Honig oder Malz
  • hier führe ich die Vorteige mit dem Hauptteig zusamme mischen auf kleinerStufe ca. 3 Min.
  • dann nur so lange , bis sich der Teig in der Regel von der Schüssel löst
  • zum Schluß gebe ich das Brühstück hinzu – solange auf kleiner Stufe kneten, bis die Zutaten gleichmäßig vom Teig aufgenommen wurden
  • die Knetzeit beträgt in der Regel 12-13 Minuten insgesamt
  • ein sogenannter Fenstertest bringt die entsprechende Sicherheit
  • hier zieht man den Teig auseinander und er sollte elastisch sein und nicht reißen , sondern ein kleines Fenster durch den Teig öffnen.

Gare und Abbacken:

  • die von mir meist bevorzugte Übernachtgare gestaltet sich sehr einfach
  • eine Schüssel oder Teigwanne mit Öl/Olivenöl ganz leicht mit dem Pinsel einölen
  • Teig in die Schüssel/Wanne geben
  • nach einer halben Stunde einmal dehnen von allen Seiten
  • nach 1 Stunde wiederholen
  • und solange bei Zimmertemperatur stehen lassen, bis der Teig Volumen bekommen hat
  • dann in den Kühlschrank (12-72 Stunden)
  • bei Verzicht auf die Übernachtgare
  • den Teig 3-4 mal dehnen (1/2 Stunde)
  • dann je nach Brot 2-4 Stunden stehen lassen.
  • und zwar im geeigneten , ausgemehlten Gärkörbchen
  • wenn der Fingerdruck weich wieder zurückgeht ist das Brot backbereit
  • eine Stunde vorher den Backofen auf 250 grad vorheizen mit dem Backstein bzw. Blech

Mit den genannten Verfahren gelingen die Brote auch im haushaltsüblichen Herd wunderbar.

Wider Erwarten lassen sich die Brote nach dem Abkühlen auch gut einfrieren und aufgetaut sind sie wie gerade aus dem Ofen.

Die reinen Roggenbrote aus 100 % Roggenmehl sind nochmal eine andere Herausforderung – allerdings – mit einwenig Gefühl auch keine Kunst.

In der nächsten Zeit werde ich meine Leser verschiedene Sommerbrote vorstellen.

Ein mediteranes Brot mit getrockneten Tomaten und Hartweizenkruste ist schon in der Mache!

Viel Spaß beim Brotbacken!

M. Kuhl

„Thymianduft und Sommerträume…“

Über mir der lavendelfarbene Himmel, ich höre das Meer rauschen, schwerfällig platschen die großen Wellen an die Felsen. Die Möwen kreischen…..

Flink huscht die schwarze Eidechse weg, der Weg ist steil, steinig und kein Ziel ist in Sicht.

Der Duft von wildem Thymian und Salbei schwängert die Luft – atemlos bleibe ich stehen. Eine schwarze Fieper huscht von dannen. Meine Blicke schweifen über das türkisblaue Meer, die satten grünen Farben der Insel…..

„Erdbeerkuchen – Kaffee ist fertig….“ die Stimme meiner Tochter. Wo bin ich denn?

Auf dem Liegestuhl war ich doch tatsächlich eingeschlafen – Sonntagsruhe – selbst den Vögeln scheint es zu warm zu sein.

Lächelnd stand ich auf – ach sooo – Genau neben meinem großen Kräuterkasten hatte ich mein müdes Haupt gebettet. Thymian, Rosmarin, Salbei, Oregano strecken sich gerade, sie sehnen sich nach Sonne und Wärme.

Der Duft hatte mich in einen tiefen Traum versetzt. Früher hatte ich meist abends spät im Netz schnell Flüge gebucht und spätestens zwei Tage später flogen wir

Das ist alles anders geworden. Eine Impfung war mir bislang nicht vergönnt – der Impfstoff – derzeit werden nur Zweitimpfungen durchgeführt. Obwohl ich mich gleich am erstmöglichen Tag registriert hatte.

Irgendwelche Beziehungen ausnützen, Menschen nerven das liegt mir nicht. Mein junger Hausarzt kämpft am Limit.

So bleibt mir derzeit nur das Träumen vom Meer und ich muß mich mit dem Starnbergersee begnügen. Auch nicht schlecht!

Zur Einstimmung habe ich gestern Abend schon mal den genialen Picknicksalat für diesen Sommer gemacht.

Brauner Kichererbsensalat orientalisch

Zutaten:

200 gramm vorgekochte Kichererbsen (am besten im Dampftopf, dann geht es auch ohne Einweichen)

2 -3 Strauchtomaten , je nach Größe

1 kleine Spitzpaprika

1 Stück Gurke

2 Zehen frischer,junger Knoblauch

1 kleines Stück Ingwer

2 kleine rote Zwiebeln

2 Biozitronen

Kräuter: Koreander, Minze, Petersilie

Meersalz aus der Mühle

Schwarzer Pfeffer

Ras el Hanout

Panch Phoron (Mischung aus Schwarzkümmel, Senfkörner, Bockshornkleesaat, Fenchelsamen und Kreuzkümmel)

Rosengewürz

Kreuzkümmel gemahlen – eine Messerspitze

1Teelöffel Chiliflocken

bestes Olivenöl

Zubereitung:

  • die Kichererbsen am besten schon am Abend vorher abkochen und abtropfen lassen
  • Tomaten, Paprika in mundgerichte Stücke schneiden
  • rote Zwiebel ganz dünn aufschneiden (hauchdünn) in Ringe
  • Gurke entkernen und klein schneiden
  • Ingwer und Knoblauch möglichst klein hacken
  • Kräuter mit dem Wiegemesser vorbereiten oder der Kräuterschere
  • Zitronen auspressen und vorher abzesten

Vinaigrette

  • 3 Eßlöffel Olivenöl
  • Saft von 2-3 Zitronen
  • mit den angegebenen Gewürzen vermischen – Chiliflocken erst final drüberstreuen –
  • alles gut vermischen und über die restlichen Zutaten geben
  • jetzt die Kräuter und die Chiliflocken hinzufügen und nochmals gutdurchmischen.

Sogar mein Gö-Ga konnte sich für diesen Salat begeistern.

Dazu hatten wir fleischige Doraden gegrillt – so kann der Sommer kommen!

Fotos durfte ich keine machen – „Es nervt – so die einhellige Meinung…“

Das nächstemal schreib ich Euch auf, wie die Doraden saftig bleiben, die Haut knusprig wird und wie ich den Fisch gewürzt, bzw. vorbereitet hatte und dann gibt es auch Fotos! Versprochen!

Schöne Sommerwoche, meine Badetasche ist gepackt es ist 8.15 Uhr und der See ruft!

„Ein Hauch von Minze…..“

Meine Großmutter hatte in dem großen Bauerngarten verschiedene Minze angebaut.

Pfefferminztee, Pfefferminzschnaps, Pfefferminzheilpflanze , Pfefferminzgelee – alles mögliche stellte sie von den üppig wuchernden Blättern her.

Oft kaute ich auf einem Blatt Minze, denn dann konnte ich besser Pfeiffen – den kühlenden Hauch in meinem Mund habe ich nie vergessen.

Die Minze wurde am sonnigen Schlafzimmerfenster meiner Großeltern zum Trocknen aufgehängt und der Duft verströmte durch die oberen Schlafräume.

Vom besten Korn meines Großvaters zwickte Großmutter etwas unbemerkt ab und setzte den herrlichen Pfefferminzlikör an. Auch für uns Kinder war der Pfefferminzschnaps in homöothetischenDosen ein beliebtes Heilmittel.

Nur bei meiner Schwester, die stets irre aufgeregt war, wenn sie eine Schulaufgabe schreiben mußte, wollte der Fingerhut Pfefferminzschnaps keine Wirkung entfalten. Vielleicht lag es hier nicht am Schnaps.

Wie oft habe ich probiert die Bergminze auf meinem Balkon heimisch zu machen – ohne Erfolg –

Aus Kuba hatte ich mir die Mojito-Minze mitgebracht – sie wollte hier nicht wachsen –

Mittlerweile gibt es Züchtungen für unser Klima. Bei mir wächst sie auf dem etwas schattigeren Balkon und fühlt sich sehr wohl.

Minze hat allerdings die leidige Eigenschaft alles zu überwuchern. Ich mußte sie aus meinem Kräuterkasten entfernen, denn sie war zu übermütig geworden

So entstand mein

Minzpesto

Zutaten:

  • ca. 150 gramm verschiedene Minze (gewöhnliche Minze, Kubaminze, Zitronenmelisse) frisch geschnitten, abgespült und trockengeschüttelt
  • 1 Biozitrone (Saft und Zesten)
  • 50 gramm blanchierte und leicht geröstete Mandeln
  • 100 ml neutrales Öl ( z. B. Sonnenblumenöl)
  • flüssiger Honig
  • eine Spur selbstgemachten braunen Vanillzucker

und so schnell geht es:

  • Zitrone auspressen und zesten und in einen hohen schmalen Becher geben
  • Minze von den Stängel streifen – nur ein paar ganz kleine frische Stengel der Mojito-Minze belassen, Zitronenmelisse zupfen und mit den Pürierer zu einer Creme pürieren
  • langsam arbeiten, damit das Gerät keine Wärme abgibt, sonst wird das Pesto grau
  • die Mandeln grob hacken und hinzufügen
  • nach und nach das Öl hinzufügen und einen Teelöffel Honig
  • final abschmecken und eine Prise vom Vanillzucker hinzufügen.

Das Pesto in kleine Gläschchen füllen – es sollte mit Öl bedeckt sein –

Dieses Pesto ist die Offenbarung auf dem Erdbeeboden, zum Eis…….

Schnell gemacht und vielfältig einsetzbar.

Schönes Wochenende!

„Weiß und Grün , wie lieb ich Dich….“

(Werbung , da Namensnennung)

Das königliche Gemüse hatte es dieses Jahr richtig schwer in Gang zu kommen. Die Monate April und Mai waren naß, kalt und ungemütlich. Kein Wetter für das beliebte Gemüse.

Natürlich wird er heute “ angeheizt, zugedeckt… “ um das Wachstum zu beschleunigen.

Jetzt wo es ihn nur noch wenige Wochen geben soll – warum eigentlich dieses Jahr wäre es doch sicher möglich die Saison aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse zu verlängern.

Gemäß die Grundsatz :

„Kirschenrot – ist Spargeltod“

Wie dem auch sei. Der Spargel ist für mich der Beginn des „Leichten Kochens“ im Frühsommer des Jahres.

Daher möchte ich meine „Spargel-Highlight“ zum Ende der Saison nochmal kurz zusammenfassen

  • Spargelsalat mit Safran

das schnelle, feine Spargelsüppchen

oder…

Die Rezepte sind eigentlich einfach und dürften Jedem auf Anhieb gelingen.

Mit etwas Glück gibt es zum Dessert frische Erdbeeren – wenn möglich vom Erdbeerfeld –

Der aktuelle Marktpreis für eine gute Qualität im Handel wird derzeit mit 15,00 EURO/pro Kilo angeboten.

Ich war entsetzt !

Gutes Gelingen!

„Sommer bleib hier….“

(ohne Worte….)

Meine Lieblingsfrühjahrsblüten ….. , die Isar nach dem großen Regen – muß sie erstmal die lästigen Geister verscheuchen…, die Müll hinterlassen, die Ruhe der Natur stören und vom Feierwahn befallen sind….

Verschiedene Versuchsreihen habe ich derzeit am Laufen

  • fermentierte Nudeln (auf Sauerteigbasis)
  • Einkorn – backfähig ? –
  • optimierte Grillgerichte ….. Beilagen , Dips, Pesto

Ehrlich, manchmal muß ich einfach nur die Natur besuchen und die Hoffnung steigt, dass ich bald eintauchen kann in das kühle Nass der bayrischen Seen.

bis bald

eine schöne Woche!

M. Kuhl

„Kochen bis der Atem stockt..“

(Werbung, da Namensnennung)

Der enorme Druck der auf den Restaurants, bzw. den Köchen lastet ist auch als Gast spürbar.

Vor einiger Zeit hatte ich schon mal über das Restaurant zum Auwirt in Kitzbühel bzw Aurach geschrieben.

s.!! KITCHEN IMPOSSIBLE – Haubenkoch

s. mein Beitrag https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20728780

Die Gebrüder Winkler hatten vor ca. 1 Jahr dem Auwirt den Rücken gekehrt, nachdem , so hört man, die Unstimmigkeiten mit der Eigentümerin sich nicht beseitigen ließen.

Neue Besen kehren gut, neue Messer, Töpfe, Pfannen …. kochen, schmecken….

Nina und Christian Grobeis, sind die “neuen” Wirtsleute vom Gasthof Auwirt in Aurach bei Kitzbühel.

Christian Grobeis konnte in den unterschiedlichsten Stadionen sein Können in der gehobenen Kochwelt beweisen, so stellt er sich selbst vor.

Die herrlichen Räume- mit Blick in die Küche oder den nahen rauschenden Bach vermitteln eine alpenländliche Kulisse die einzigartig ist.

Gespannt und gut gelaunt liefen wir zum Auwirt.

Herzlich wurden wir begrüßt. Doch dann, eine Wein- bzw. Speiskarte sei nicht vorgesehen. Coronabedingt !

Erklärte man uns – bzw. versuchte man uns zu erklären.

Ein dezenter Hinweis, auf entsprechende Onlinerecherche ….

Unmissverständlich machten wir deutlich, dass wir hier nicht mit dem Handy nach der Speise/Weinkarte im Internet suchen.

  • am liebsten wäre ich aufgestanden und gegangen !

Dabei war der Tag so schön gewesen, wir hatten regelrecht in einem Blumenstrauß gesessen. Auf einer roten Bank und unsere Blicke über den nahen See, das Kitzsteinhorn, den Kaiser streifen lassen.

  • Aufgeben war keine Alternative !

Schließlich brachte man uns eine lose Blattsammlung, Weinkarte und eine loses Blatt Speisekarte und das Amuse-Gueule versöhnte uns ein wenig.

  • ein Shot kalter Tomatenessenz – mit Ziegenkäsestückchen und getrockneter Gurke
  • interessant und kräftig gewürzt, leicht pfeffrig mit pep

Um die leidige Bestellung hinter uns zu bringen, entschieden wir uns für einen Maibock, einen Zwiebelrostbraten sowie eine Blumenkohl-Crème-brûlée, denn wir wollten heute unbedingt eine Nachspeise genießen.

Die Blumenkohl-Crème-brûlée war mit einem leichten Spinatsalat angerichtet, mit leckerem Beiwerk.

Die Konsisztenz sahnig, cremig, gut abgeschmeckt, interessante Würze. Der klassische Crunch fehlte und somit war es für mich keine -Crème-brûlée-. Geschmacklich aber sehr gut.

Blumenkohl-Crème-brûlée

Der Maibock war ein echtes Highlight -die extra gereichte Soße ein Hochgenuss, die verschiedenen Komponenten handwerklich sehr gut herausgearbeitet. Die Pilze hatten Biss, die leicht bechamelisierte Schwarzwurzel war mit Schnittlauch versehen – auf den Punkt gegart –

Der Mai-Bock war so perfekt gegart, wie man es selten antrifft! chapeau!!!!

Der Zwiebelrostbraten war ebenfalls perfekt, die Zwiebel resch und die klassischen Bratkartoffel ergänzten das auf den Punkt gegarte Fleisch.

Inzwischen hatten sich die Gemüter beruhigt und wir bestellten das Dessert.

Hier hatten wir wieder – wie könnte es anders sein – ein paar Kritikpunkte.

Das Gewürz-Parfait war zu fest, die cremige Konsistenz fehlte.

Meine Brûlée war wieder eine cremige, süße Masse, mit mäßigem Crunch – Die Deko war lecker, aber eine

Creme-brûlée der Extraklasse war es leider nicht.

Die kleine Eisportion mit dem selbstgemachten Eierlikör war köstlich!

Zusammenfassend, kann man sagen, es ist ein Potential erkennbar ! Sicher werde ich wieder hier zum Essen gehen. Hoffe, dass sich die Coronakonzepte dann etwas normalisiert haben.

So gingen die wunderbaren, intensiven Alpentage schnell zu Ende.

Wieder Coronatest, Anmeldung für die Ausreise…….

Jetzt gilt es kleine Reisen zu planen, die das coronageschädigte Gemüt erhellen und der Sommer muß jetzt kommen.!

M. Kuhl

„Hauben und Sterne fallen nicht vom Himmel“

Werbung, da Namensnennung

Welche Bedeutung haben diese Bezeichnungen in Österreich?

Alles nur Show oder berechtigte Gütesiegel für eine ausgezeichnete Küche?

Neben den Punkten werden Kochmützen (in ÖsterreichHauben“ genannt) vergeben; bei 13 und 14 Punkten erhält das Restaurant eine Mütze, bei 15 und 16 Punkten zwei, bei 17 und 18 Punkten drei und ab 19 Punkten vier Mützen. In Österreich wird ein im Gault-Millau ausgezeichneter Koch „Haubenkoch“ genannt.

Nach der beschriebenen MittagsJause wollten wir Sonne, Menschen und den Ausblick in Rosi’s Sonnbergstuben genießen.

Der Ausblick von dieser Terasse ist atemberaubend. Hier trifft man sich – um gesehen zu werden – Rosi’s Sonnbergstuben muß man gesehen haben – oder auch nicht –

Wenig Zeit blieb uns, um uns auf das Highlight des Tages vorzubereiten.

Beim Neuwirt hatten wir einen Tisch reserviert.

Wir beabsichtigten unsere Gaumen dem ehemals jüngsten Sternekoch Jürgen Kleinhappl, dem „Jungen Wilden“ Joachim Jaud und seinem Team anzuvertrauen .

Die Abendstimmung im kleinen Stadtkern war aufgekratzt, fröhlich überall gutgelaunte Menschen. Endlich konnte man wieder ausgehen – das Leben in vollen Zügen genießen .

Unser Außentisch befand sich unter den Arkaden der Terasse – mit wärmenden Fußstrahlern und Deckenstrahlern – geschützt in einer Niesche. Innen brannte der Kamin und das gleißende Abendlicht sorgte für eine charmante Kulisse.

Der Service war professionell und aufmerksam, gepaart mit einer guten Portion Tirolerhumor.

Trüffeltartar

Wir bestellten, Trüffeltartar — Vorspeise – ein wunderbares Fleisch –

Hier werden einheimische Zutaten und Produkte kombiniert mit Köstlichkeiten aus der ganzen Welt.

So die Philosophie des Hauses. Daher entschied ich mich für eine Maischolle.

Die Weinkarte läßt keine Wünsche offen, wir entschieden uns zunächst für einen frischen, Veltliner aus Weissenkirchen/Wachau. Das Weingut hatte ich bei meinen vielen Radtouren schätzen und kennengelernt.

Maischolle Neuwirt/Kitzbühel
  • meine Maischolle präsentierte sich frisch, leicht mediteran angehaucht, die Gurken verleihen eine frische Leichtigkeit, das heimische wohlausgewählte „grüne Gemüse“ rundete das Ganze perfekt ab.
  • allerdings war die in Butter gegarte Scholle eins zwei Minuten zu spät aus der Pfanne geholt worden
  • Schade

Doch die dann folglende Nachspeise war einfach unbeschreiblich gut.

Ein sogenannter Moosbeer-Schmarrn (kleine Heidelbeeren) übertraf alle Erwartungen.

Moosbeer-Schmarrn

Fluffiger Schmarrn mit köstlichen Moosbeeren – frischen Himbeeren und einem Moosbeereis, Buttermilcheis angereichert – perfekt –

Die Komponenten – Beeren, frische Kühle – fluffiger Schmarrn verbanden sich im Gaumen zur Genussexplosion –

Um 22.OO müssen auch derzeit die Lokale in Österreich schließen. Schade, gerne hätten wir an der Bar noch ein Glas genommen.

So schnell verging der erste Sonnentag des Jahres.

Freut Euch schon auf meinen nächsten Restaurantgang am Samstagabend.

Genießt die Sonne und die Lockerungen!

M Kuhl

„Flucht aus der Pandemie…“

(Werbung , da Namensnennung)

Seit knapp einem Jahr hatte ich nun München nicht mehr verlassen.

Unerträglich hatte ich die Enge der Großstadt empfunden. Die Sehnsucht nach der klaren Luft im Gebirge kann ich nicht beschreiben.. Eine ausgiebige Wanderung, steil bergauf, bergab – Gipfel in greifbarer Nähe erleben – und die alpenländische Küche in vollen Zügen genießen waren zum unerfüllbaren Traum geworden

Einen guten Wein am Kaminfeuer genießen – Freundinnen treffen – die Seele baumeln lassen.

Letztes Wochenende hielt mich nichts mehr!

Alle Unanehmlichkeiten nahmen wir in Kauf (Ausreise anmelden, zum Coronatest eilen, Umwege , Stau…)

Wir hatten schon Reservierungen in unseren Lieblingsrestaurants gebucht…

Am Freitagmorgen strahlte die Sonne und die Bergschuhe waren schnell geschnürt. Einwenig steif war ich schon in den Gliedern und heilfroh, dass ich meine Stöcke dabei hatte.

Das Corona-Hygienekonzept wurde konsequent in jedem Restaurant angewendet.

  • Vorlage eines aktuellen Negativtest
  • Scannen der persönlichen Aufenthaltzeiten
  • Name, Adresse
  • Maskenpflicht beim Betreten des Hauses

Nervig fand ich es ehrlich gesagt schon.

Aber wir wurden entschädigt, mit freundlichem, aufmerksamen Service und genossen mittags einen leckeren, liebevoll zu bereiteten Salat mit Speck, geröstetem Brot, Blattsalaten und Rohkost im Landhotel Vordergrub in Kitzbühel.

Weitere „Restaurantbewertungen“ folgen. Einen sonnigen , erholsamen Juni -Tag

M Kuhl

„Walnuß-Dinkel-Ruch-Kruste“

Genau 45 Minuten hatte ich gestern das Brot sich selbst überlassen – eine kleine Isar-Runde

Windig, kalt und dennoch erfrischend, belebend

selbst die bekannten Steine wirken etwas freundlicher – die Blüten grüßen unter der Last der Regentropfen, der Wasserstand im Fluß hat zugenommen

einwenig kann ich mir die Isar als reißenden Gebirgsfluß vorstellen, wünschen…

Ein Windböe – schmerzlich kalt – und dann heftiger, kalter Graupelregen. Senkrecht fällt das kalte Nass vom Himmel, in nicht endenden Bächen platscht es auf mich nieder.

Stress pur – das Brot ! Immer schneller laufe ich und erreiche -trotz Regencape – völlig durchnäßt die Haustür.

Das Brot hatte sein Volumen sichtbar vergrößert, eine kräftige Farbe bekommen und es roch nach Walnuß –

Der Duft allein schon läßt mein Brotherz höher schlagen.

Hastig zerre ich es aus dem Ofen und leider muß ich jetzt warten, bis es abgekühlt ist, um es anzuschneiden.

  • schnell die Zutaten zusammenschreiben – falls es so gut wird, wie es aussieht.
  • mein Gö-Ga nennt es verifizieren – typisch Ingenieur – alles messen, wiegen, planen
  • meine Brote passen sich immer den Gegebenheiten an (Temperaturen, Mehlvorräten, Lust und Liebe an
Walnuss-Dinkel-Ruch-Kruste

Bewußt hatte ich den Zusammenschluß auf den Stein gestürzt, denn ich wollte nicht, dass das Brot aufreißt, da sonst die Nüsse zu dunkel werden können.

Jetzt schreibe ich doch das Rezept auf für alle Brotkünstler und solche die es noch werden wollen

Zutaten:

30 gramm Livieto madre hell (Sophie aus 550er Weizenmehl)

30 gramm Livieto madre dunkel (Franczeska aus Bio Weizenvollkornmehl)

alternativ 60 gramm Sauerteigansatz oder auch Hefe möglich

30 gramm lauwarmes Wasser

125 Gramm Walnüsse

24o Gramm Dinkelmehl 630

160 Gramm Weizenmehl 1050 (bayrisches Ruchmehl)

15 Gramm Salz

1 Teelöffel Malz inaktiv oder 1 Teelöffel Honig

10 gramm Walnussöl

eigentlich braucht es nicht viel, um ein gutes Brot zu backen.

Zubereitung:

Vorteig I:

60 gramm Livieto madre, 60 Gramm 1050 er Ruchmehl und 30 gramm lauwarmes Wasser gut vermischen und abdecken. Bei 26-28 grad einfach stehen lassen (2-3Stunden), ggfs. in den Backofen stellen und die Backofenlampe einschalten, mit einem Kochlöffel den Herd einen Spalt offen lassen.

Brühstück:

125 gramm Walnüsse in der Pfanne ohne Zugabe von Fett leicht anrösten und mit 220 ml kochendem Wasser anschließend übergießen. Dann abdecken und ca. 4-5 Stunden sich selbst überlassen.

Diese Vorbereitungen (Vorteig I u. Brühstück) können auch abends vorbereitet werden und am nächsten Tag kann dann das Brot zusammengestellt werden, je nach Zeit und vor allem Temperatur.

Hauptteig: – Autolyse

  • die Mehle abwiegen und gut vermischen
  • die Nüsse durch ein Sieb gut abtropfen lassen und das Schüttwasser auffangen
  • dann mit Wasser auffüllen, so daß es insgesamt eine Menge von 270 ml ergibt.
  • die aufgefüllte Wassermenge mit den Mehlen verkneten und 2-4 Stunden stehen lassen.
  • dann den Vorteig zufügen und auf kleiner Stufe , dann auf der nächsthöheren Stufe insgesamt 3 bzw. 5 Min. kneten
  • bis der Teig sich vom Boden löst
  • nun fügen wir Salz, Backmalz und das Öl hinzu und kneten bis sich alles homogen verbunden hat
  • dann fügen wir die Nüsse hinzu und sorgen dafür, dass sie gut untergemischt werden, bei kleiner Stufe nochmal kneten lassen ca. 2 Min.
  • den Teig füllen wir in eine geölte Teigwanne und dehnen ihn nach einer 1/2 Stunde, nach einer Stunde nochmal
  • sobald der Teig angesprungen ist – etwas an Volumen zugenommen hat – verfrachten wir ihn für 8-18 Stunden in den Kühlschrank (bei 4-5 grad) –
  • am nächsten Morgen , je nachdem wir das Brot backen möchten, bestäuben wir die Arbeitsplatte mit Roggenmehl und falten den Teig zu einem Kuvert, was wir dann locker zu einer Teigkugel werden lassen, in dem wir ganz locker durch das Mehl schleifen .
  • die Teigkugel geben wir in ein bemehlts Gärkörbchen (Schuß nach unten)
  • jetzt heizen wir den Ofen mit dem Backstein auf 250 grad (ca. eine 3/4 Stunde)
  • im Körbchen hat die Teigkugel nochmal an Volumen zugenommen
  • nun ist es soweit, wir schieben das Brot auf den Backstein oder Blech
  • gießen 250 ml in das unter dem Backstein befindliche Blech
  • und backen das Brot 10-15 Min. an
  • Backofen öffnen, abschwaden
  • dann weitere 30-35 Min. auf 200-190 grad fertigbacken.

Wer mag kann das Brot auch noch einschneiden, bevor es in den Ofen kommt, dann reißt es auf.

Das Ergebnis ist wunderbar, ein leichtes, lockeres Brot mit einer zarten Kruste und einem Geschmack!

Ein Brottraum ist wahrgeworden!

Lange hat er nicht angehalten der Traum vom wunderbaren Walnuss-Dinkel-Ruchmehl Brot.

Beflügelt vom Brotbacken gab es dann ein kleines Abendessen, sehr zur Freude meines Gö-Ga

  • Schweinefilet bestrichen mit Bärlauchpesto, eingewickelt in hauchdünnen italienischen Schinken und Salbei
  • bei 120 grad im Backofen – ganz leicht rosa – garziehen lassen
  • Soße aufmontieren, Bandnudeln und junges Karottengemüse mit Broccolie in der Wokpfanne gegart begleiten das Schweinefilet.
  • schnell gemacht und genau das richtige für die kalten Pfingsttage

Frohe Pfingsten!

„Früher Vogel, fängt den Wurm…“

6.05 Uhr, München, 8 grad, Nieselregen

Kein einladender Morgen, trotzdem singen die Vögel und das satte Maigrün des Isarwaldes stimmt mich einwenig sanft, fast schon melancholisch.

Meine Brotprojekte stehen auf der Kippe. Die Sauerteige hatte ich mühsam „aufgefrischt“.

Roggenalpenbrot – Übernachtgare –

  • Roggenansatz aufgefrischt am Sonntag
  • Ansatz für das Brot am Montag
  • am gestrigen Dienstag zusammengemischt, kommt aber nicht richtig in Gang, da es zu kalt ist!
  • nach dem es endlich angesprungen war, hatte ich keinen Nerv mehr und es mit Gärkorb in den Kühlschrank verfrachtet
  • heute um 6 Uhr entnommen
  • der Zustand ist bedenklich, es haben sich zwar die gewünschten Risse gebildet
  • aber der Teig im Gärkorb ist fest, eiskalt
  • keine guten Aussichten auf ein schönes, deftiges, gewürztes Roggensauerteigbrot

Im Hinterkopf höre ich schon meinen Gö-Ga: „Wieder für den Abfall produziert, mußt wieder Mehl holen fahren?“

Erstmal einen starken, guten Kaffee und die neuesten Corona-Zahlen…, Ofen auf 250 grad vorheizen, Küchenfenster schließen, damit eine Wohlfühlwärme für meine Brote entstehen kann.

7.OO Uhr sch..egal , das Brot kommt in den Ofen. Mit einem 250 ml Wasser für den Dampf.

8.05 Uhr – Wow – schaut selbst – Klopfprobe positiv –

Walnuß-Dinkel-Ruch-Kruste

  • Livieto madre Ansatz , geröstete Walnüsse, Autolyse (Mehl, Wasser verkneten – stehenlassen), Teige verknetet, Nüsse – nochmal geknetet – nicht zu lange Dinkelmehl mag das nicht
  • auch der Teig springt nicht wie gewünscht an – zu kalt ist die Raumtemperatur – oder schwächelt meine
  • Livieto madre?
  • mir reicht es , auch der Teig kommt in den Kühlschrank, gestern gegen Mittag
  • drei Stunden bin ich dann auf dem Isardamm bei Schäftlarn gelaufen, keine Menschenseele, Sonnenschein – Natur pur
  • soll ich mich weiter stressen mit den Brotteigen – mir eine Gärkiste anschaffen –
  • aber ….. meine Franczeska, meine Sophie (LM Ansätze)
  • abends nur eine leichtes Spargelsüppchen kreiert und einen sehr, sehr guten grünen Veltliner aus der Wachau…

In den letzten Wochen machen sich die schnellen Sauerteigbrote im Netz breit. Der Sauerteig-Ansatz besteht teilweise aus 100-200 Gramm Sauerteig, bzw. Livieto madre und wird dann an einem Tag gebacken. Die Fotos sehen gut aus. Einen Versuch habe ich hinter mir – negativ –

  • Gö-Ga “ nicht zu essen ….“ mach doch Deine Rezepte, die Du selbst…..“

Mein Fazit: mit Sauerteigen geführte Teige müssen reifen, um ein entsprechendes Aroma, Krume zu bekommen. Das heißt leider sie brauchen Zeit, die man aber variieren kann.

Die Rezeptführungen sind meist ungenau, da die Temperaturen in den seltensten Fällen stimmen.

Es ist 8.OO Uhr und mein Alpenroggen-Sauerteigbrot hat den Ofen verlassen.

Wow – das hätte ich nicht gedacht!

So jetzt heize ich erneut den Ofen hoch – mal sehen was das Nussbrot meint.

Jedenfalls hat es im Körbchen sein Voulumen etwas vergrößert.

  • wenn es funktioniert hat stelle ich das Rezept ein, meine Roggensauerteigbrote backt ihr eh nie!
  • bis die Tage!

Ungeduscht, ungeschminkt laufe ich jetzt an die Isar – vorsorglich mit Regenjacke …und mit den Stöcken schieb ich mich an, denn ich habe nur 45 Min. Zeit – dann muß das Walnuß-Dinkel- Ruch-Projekt aus dem Ofen.

Schönen Tag!

M. Kuhl

„weiße Tulpen aus München….“

Wer kennt ihn nicht den eigentlich schnulzigen Song von Nana Mouskouri , ein Abschiedslied.

Es spiegelt, leidenschaftlich die Sehnsucht nach Athen, Griechenland wider.

So geht es mir gerade auch, die Tulpen, Narzissen möchte ich verabschieden – gerne können sie wiederkommen – im nächsten Frühling. Meine Pflanzgefäße warten schließlich auf den duftenden Jasmin, Verbenen…

Meine mediteranen Kräuter kommen nicht in die Gänge, meinen Basilikumpflänzchen möchte ich ein Mäntelchen verpassen.

Es hilft nichts das Wetter können wir nicht ändern !

Diese naßkalten Frühjahrsmonate sind doch in den hiesigen Breiten normal.

Genau! Nach den Eisheiligen kommt die Schafskälte und dann, wenn wir Glück haben – der Sommer, der spätestens Ende August, wenn die Tage kürzer werden vorbei ist.

Jetzt erinnere ich mich, früher fuhren wir an Pfingsten ans Meer, Ende August nach Süditalien und im November nochmal nach Zypern. Unsere Kinder liebten es.

Dieses spontane Reisen fehlt mir so sehr! Geimpft bin ich auch nicht!

Die Registrierung hatte ich gleich am ersten möglichen Tag veranlaßt, inzwischen mehrfach telef. nachgefragt.

Backen, Kochen, einen kleinen Hamsterlandausflug ins Alpenvorland kann doch nicht der Radius meines Ruhestandslebens sein!

Daher habe ich vor einigen Tagen beschlossen weniger ist mehr:

  • Schnellkochtopf mit Kartoffeln aufsetzen
  • Spargel ob grün oder weiß in den Pastatopf stellen (eine Prise Zucker, einen Schuß Weisswein, Butter, Salz)
  • hinzufügen und ca. 15-20 Min. kochen lassen
  • Spargelbrühe aufheben – wird am nächsten Tag zur Suppe verarbeitet (m Zitronengras angereichert u. ggfs. etwas Kurkuma)
  • wer will, kann sich ein Stück Fleisch, Fisch dazu braten, grillen – wie auch immer.
  • zum Bäcker laufen, radeln … :“ ne, das Brot, die Semmel, sind nicht gut…!“

Gerade hat mir meine Freundin Moon, eine kleine Auswahl wunderbarer Schmöker geschickt.

Manchmal kann man auch für 1-2 Stunden draußen lesen, den Vögel lauschen und sich des Lebens freuen.

Schöne Woche, bis bald.

M. Kuhl

P.S Vielleicht kann ich ja doch nach Kitzbühel – Freundinnentage – Berge, Wandern, Kaminfeuer….

Die Hoffnung stirbt…

„Baguette wie bei Gott in Frankreich“

(Werbung, da Namensnennung)

Noch heute erinnere ich mich an die Baguettes, die ich als Austauschschülerin – so hieß das damals -in Frankreich genießen durfte.

Innen großporig, weich und die Kruste sanft, knusprig, leicht splitternd

Die langen Stangen wurden frisch geholt, bzw. geliefert. Nie mehr habe ich bis heute diese Baguettes gegessen, geschweige denn vergessen..

Auch beim Mittagessen in der Schule gab es diese herrlichen Baguettes. Das Problem war, dass ich mich meist an dem Baguette satt aß und oft für weitere Köstlichkeiten der Alltagsküche keinen Platz mehr hatte.

Essen, so lernte ich schnell, hat in Frankreich einen ganz anderen Stellenwert.

Dies ist sicher bis heute so geblieben und wird sich nicht ändern.

Jede Region hat seine Brot- Spezialitäten:

: Fougasse in der Provence, Marguerite Brot in der Ardèche, Subrot im Elsass, Cordon Brot im Burgund, Charleston in Nizza, Coupiette in Korsika, oder Krone in Bordeaux…. Eine unerschöpfliche Liste.

Die Deutschen haben z. B. ein viel kleineres Budget für gutes Essen, Zutaten….

Viele Jahre beschäftige ich mich mit dem Brotbacken und kann sagen, dass ich das Sauerteigbrot, die gängige Weizenkruste u. vieles mehr einigermaßen im Griff habe.

Meine Baguettes waren immer irgendwie nicht so, wie ich es mir vorstellte.

Vor der Pandemie fuhr ich schnell mal nach Schwabing zum Franzosen und gut war es.

Baguettes, Wein, Käse, Trauben ein paar Oliven – die richtige „Brotzeit“ des Sommers will ich dieses Jahr unbedingt mitnehmen, wenn ich Radele bis an den Horizont – mir einen ausgiebigen Badetag am See mir gönne – oder ganz einfach auf der grünen Wiese ein kleines Picknick….

In den letzten Wochen scheiterte ich ständig, einmal war die Kruste zu hart, die Krume zu fest, der Geschmack nicht so wie ich ihn mir vorgestellt hatte.

Es konnte nur am Mehl liegen. Oder mußte ich doch mit der Industriehefe arbeiten?

Einen Versuch wollte ich noch wagen.

Ich besorgte mir in meiner Mühle (Drax, Rechtmehring) Bio Ciabattamehl Typo O „violett“ * 2,5 kg. Frischte meinen Livieto madra Ansatz (Franczeska) mit Hefewasser auf und berechnete mein Rezept anhand der im Internet zu findenden Tabellen (Mehl/Wasser/Hefe/Anstellgut ect).

Ein Baguette sollte 12o gramm Teig haben, nur aus Weizenmehl, Salz, Wasser, Hefe, bzw. Sauerteig bestehen. Meine Baguettes mache ich etwas kleiner, weil ich sie dann besser in den heißen Ofen einschießen kann.

Hier meine Backempfehlung:

„Baguettes viva la france“

Zutaten:

500 gramm Ciabattamehl Typo O „violett“

300 gramm kaltes Wasser

30 gramm Anstellgut (livieto madre auf Basis Vollkornbioweizen) (alternativ 11 gramm Trockenhefe oder entsprechende Menge frische Hefe) , soweit das Anstellgut noch nicht so triebstark ist, kann etwas Hefe max. 3-4 gramm zugegeben werden.

90 gramm Weizenvollkornbioweizen

90 gramm Wasser – lauwarm

14 gramm Meersalz bzw. fleur de sel

Zubereitung:

  • Vorteig: 12 Stunden stehen lassen
  • 30 gramm Anstellgut (will man am gleichen Tag backen ist die Menge des Anstellgutes zu verdoppeln!
  • 90 gramm Wasser verrühren
  • und 90 gramm Weizenvollkornbioweizen zu einem Brei verrühren
  • abdecken und 12 Stunden sich selbst überlassen
  • am nächsten Tag:
  • Wasser in die Rührschüssel geben und das Mehl reinsieben
  • 2 Minuten mit dem Knethaken auf kleiner Stufe mischen und dann 4 Minuten kneten, mehr nicht!
  • so entsteht der sogenannte Autolyseteig
  • den decken wir mit Folie oder einem feuchten Küchetuch ab und lassen ihn 45-60 Min. bei Zimmertemperatur stehen.
  • dann geben wir den Vorteig hinzu, kurz auf kleiner Stufe verkneten
  • dann Salz hinzufügen und ca. 10 Min. auf kleiner Stufe kneten lassen
  • Fensterprobe ( Teigbällchen auseinanderziehen und „durchschauen“)

Teigbearbeitung:

Teig in eine geölte Wanne legen und 2-3mal halbstündig dehnen und auseinanderziehen und bei Raumtemperatur stehen lassen.

Nach ca. 60-90 Min. hat sich der Teig fast verdoppelt.

Jetzt geben wir den Teig in den Kühlschrank (4-6 grad) ca. 12 Stunden oder auch länger

So können wir morgens die Baguettes frisch backen, bzw. könnte der Teig auch am gleichen Tag verbacken werden. Ich liebe es , wenn der Teig über Nacht nochmal gereift ist. Außerdem läßt er sich kalt besser bearbeiten.

  • den Teig morgens aus dem Kühlschrank nehmen, die Arbeitsplatte leicht mit Mehl bestäuben – hier eignet sich besonders Roggenmehl –
  • den Teig in drei Teile teilen
  • locker einmal bis zu eine Drittel einrollen und eine Rolle entstehen lassen
  • die Enden spitz ziehen
  • auf ein bemehltes Küchentuch setzen, mit der Tuchfalte etwas stützen
  • mit einem weiteren Tuch abdecken und 90 Min. gehen lassen
  • Ofen auf 250 grad vorheizen mit dem Backstein (oder Blech) (mittlere Schiene)
  • Teiglinge
  • zweites Blech unterste Schiene einfügen.
  • Teiglinge in den Ofen schießen
  • 2oo ml Wasser in das 2 . Blech gießen
  • 10 Min. auf 250 grad backen
  • dann Backofentür öffnen und Dampf abziehen lassen
  • Bodenblech ggfs. rausnehmen ( muss aber nicht)
  • weitere 12-15 Min. auf 220 grad backen
  • fertig ist das wunderbare Baguette, für Frühstück, Picknick ….

Schönes Wochenende!

P.S. … ich weiß ja, dass Rezepte langweilen, aber ich schreib sie auch für mich auf, damit die Spickzettel an meinem Kühlschrank überschaubar bleiben und wer weiß, vielleicht sucht irgendwann jemand das Rezept von diesen knusprigen, wunderbaren Baguettes, die Mama gebacken hat………

„Knödel Katastrophen“

Selbst erfahrene Köche mußten es sicher leidvoll erfahren, die Knödelmasse hält nicht eine schreckliche Suppe entsteht – bzw. der Knödel ist so fest, dass mann ihn als Wurfgeschoss benutzen könnte.

  • der Geschmack ist fad und wässrig
  • die Farbe (Spinat/Rote Beete) ist gräulich
  • die Knödel-Masse ist zu nass , zu fest
  • die Versuche den Knödel zu retten (Semmelbrösel/Milch/Sahne) scheitern

und schließlich gibt man auf. Kauft die Knödel eingeschweißt …

und träumt wehmütig von den köstlichen Knödeln im Urlaub in Österreich, Südtirol….

Das muß nicht sein!

Man braucht einwenig Fingerspitzengefühl – die Rezepte gelingen oft nicht- da das Verhältnis

Brot – Fett – Massebestandteil nicht harmonisiert. Nicht jeder Knödel braucht warme Milch!

  • wichtig ist:
  • 1. Bindung herstellen
  • 2. Geschmack erzeugen (Salz, Pfeffer genügen da nicht)
  • 3. welche Zutaten stehen im Focus (z. B. Rote Beete, Spinat, Käse)
  • 4. Fettanteil (Butter, Speck, Käse)
  • 5. süße Knödel, Griesknödel die Premiumklasse

Tipp: Gemüseknödel (Spinat, Paprika, rote Beete….) hier verzichte ich auf die Milch, püriere das blanchierte Gemüse mit einem Eßlöffel Öl und ggfs. ganz wenig Wasser oder Brühe.

Die pürierte Gemüsemasse hat genug Feuchtigkeit und wird mit dem Knödelbrot vermischt, geht sofort eine Bindung ein. Wichtig: beiseite stellen, damit das Brot die Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Tipp: Eiermasse mit dem Handrührgerät aufschlagen und einen Eßlöffel Mehl mit aufschlagen.

Auch hier wichtig, dass das Eiergemisch leicht abgewürzt wird und ca. 15-20 Min. steht.

Tipp: Fettanteil ist bei Gemüseknödel immer etwas höher – 100 gramm Butter – ist die Richtschnur. Soweit jedoch ein hoher Käseanteil , bzw. Speckanteil mitverarbeitet wird, den Butteranteil auf 50 gramm senken.

Tipp: Die Eier sollten stets frisch und Größe M sein !

Grundsatz: 5 er Knödelbrot ( aus 5 Semmel) = 3 Eier

10 er Knödelbrot = 5 Eier

Das Knödelwasser einmal aufkochen lassen, die Knödel einmal hochkommen lassen und gar ziehen lassen. Das Wasser sollte nur leicht simmern. Dauer: 15-20 Min.

Wer noch nicht knödelsicher ist, sollte immer einen Probeknödel fertigen –

Hier kann dann die Knödelmasse falls erforderlich korrigiert werden. Sind alle Knödel im Wasser hat man keine Möglichkeit mehr.

Dieses Jahr hält sich der Bärlauch erstaunlich lange, bedingt durch die mir so verhasste Kälte.

Bei meinem Nachmittagslauf konnte ich nochmal eine kleine Menge ernten ( 150 gramm)

Meine Finger waren eiskalt, der Wind pfiff durch meine Jacke und ich träumte von Speckknödel, mit einer Bärlauchpesto-Soße – lockerer Knödel, fluffig, schmackig, wärmend…..

„Speck meets Bärlauch pur“

Zutaten:

3 große Semmel vom Vortag

150 gramm Bärlauch (heiß gewaschen und mit der Salatschleuder getrocknet)

2 Scheiben vom besten Wammerl (Bauchspeck geräuchert) in klitzekleine Würfelchen geschnitten.

50 gramm Butter

90 ml heiße Milch, gewürzt

2 Eier, ein schwach gehäufter Eßlöffel Mehl

1 1/2 Zwiebel oder eine Schalotte , kleingehackt

1 gehäufter Teelöffel Bärlauchpesto

Gewürze: Salz, schwarzer Pfeffer, Muskatnuss beides frisch aus der Mühle bzw. Reibe

und so geht es ganz einfach:

  • Semmel ganz dünn aufschneiden (Aufschnitt/Brotmaschine)
  • Milch erwärmen und über die Knödelmasse geben
  • leicht abwürzen (weniger Salz, da Speck) und über die
  • gut durchkneten und beiseite stellen

Tipp: zum Kneten benutze ich gerne Vinylhandschuhe (Grosspack gibt es im Drogeriemarkt)

und weiter geht es:

  • Speck, Zwiebel in klitzeklein hacken bzw. schneiden
  • den Bärlauch gut heiß abbrausen und mit der Salatschleuder trocknen, auf Küchenkrepp legen, damit er möglichst wenig Wasser behält.
  • dann klein schneiden- ich nutze hier gerne das Wiegemesser –
  • Butter, Speck, Zwiebel in der Pfanne farblos andünsten und den geschnittenen Bärlauch hinzufügen und so lange dünsten bis der Bärlauch zusammenfällt.
  • alles über Semmelmasse geben und durchkneten – Vorsicht heiß –
  • sobald etwas abgekühlt fügen wir einen Teelöffel Bärlauchpesto hinzu
  • (kann ggfs. auch durch ein anderes grünes Pesto ersetzt werden)
  • die Eier aufschlagen, Mehl zugeben und schaumig mit dem Handrührer aufmischen und beiseite stellen
  • fast geschafft ! Nach ca. 20-25 Min. gießen wir die Eiermasse über den Knödelteig, kneten ihn mit den Händen gut durch und stellen ihn für mindestens 30 Min.kühl.
  • nun füllen wir einen großen Topf mit Wasser , 1 1/2 Teelöffel Salz hinzugeben
  • wir prüfen die Konsistenz der Knödelmasse, sollte sie zu weich sein geben wir 1-2 Eßlöffel Semmelbrösel hinzu.
  • wir stellen uns eine Schale mit warmem Wasser bereit und formen nun mit nassen Händen
  • die Knödel (mittlere Größe hat sich bewährt) je größer sie sind, desto länger müssen sie nämlich ziehen.
  • für den Probeknödel reicht ein „Kleiner“
  • Knödel zügig in das kochende Wasser gleiten lassen, aufwallen , zurückstellen und ca. 15-20 Min.gar ziehenlassen.

Bärlauch-Pesto-Soße

Zutaten:

20 gramm Butter

1 Eßlöffel Mehl

1 Eßlöffel Bärlauch-Pesto

1 1/2 Eßlöffel Creme fraiche

250 ml Gemüsebrühe

Abrieb einer halben Biozitrone

  • und los:
  • Butter schmelzen, Mehl einstreuen, kurz mit dem Schneebesen vermischen
  • mit Brühe ablöschen – etwas köcheln lassen
  • Pesto hinzufügen
  • Zitronenabrieb
  • leise köcheln lassen ein paar Minuten
  • creme fraiche einrühren – nicht mehr kochen !-
Bärlauch-Speck-Knödel

Die Knödel wälzen sich und wollen aus dem Topf !

Direkt auf die Teller auf den Soßenspiegel-

Wahnsinn, es duftet, dampft – fluffig , die Geschmacksaromen haben sich verbunden, ein wärmendes Gefühl in der Magengegend macht sich breit. Der Bärlauch – so frisch verarbeitet gibt den Knödeln ein unwiderstehliches Aroma – der Knoblauchgeschmack wird gemildert ….

Die „siebenköpfigen Raupen“ schweigen, der Gö-Ga schmatzt : “ Diese Knödel sind der Hammer.., hättest ruhig ein paar mehr machen ….

Irgenwie bin froh, dass es mit dem Bärlauch zu Ende geht.

Jetzt freu ich mich auf Rhabarber, Spargel, Erdbeeren vom Feld – und träume von einer lauen Maiennacht draußen, bei Waldmeisterbowle und Kerzenlicht.

Mein kleiner Stadtgarten liegt noch brach. Gerade komme die Tulpen und Narzissen raus und verbreiten einwenig Hoffnung.

„Servus, pfiat di April 2021“

ohne Worte….

Der Mai ist da! Gestern habe ich den Kuckuck tatsächlich das erstemal in meinem Leben nicht nur gehört, sondern auch den posierlichen, eigentlich für seinen lauten Ruf – kleinen Vogel gesehen.

Wie heißt es so schön: „Alles neu macht der Mai…“

Hermann Adam von Kamp (* 15. September1796 in Ruhrort; † 26. November1867 in Mülheim an der Ruhr) war ein deutscher Lehrer, Heimatkundler und Schriftsteller. Das von ihm 1818 verfasste und 1829 veröffentlichte Lied Alles neu macht der Mai[1] zählt zum lyrischen Kulturgut der deutschen Sprache. (s. Wikipedia)

Der kalte April ist vorbei – jetzt kommt der Frühsommer –

Die „Klimafachleute“ nennen es Hitzewelle.

Schöne Zeit!

M. Kuhl

„Komm auf die Schaukel Luise….“

(Werbung , da Namensnennung – aus dem Songtext von Hans Albers/Heinz Rühmann

Auf der Schaukel schweben das ist wie im Leben,
Macht Spaß und macht bange und dauert nicht lange.
Mal rauf und mal runter,
Bisschen Schwindel mitunter,
Da ist es das Beste, ’s hält einer dich feste!
Komm auf die Schaukel, Luise?

Dieses Lied kam mir in den Kopf. Mitten im Wald 9.15 Uhr keine Menschenseele in Sicht und plötzlich stand ich von einer Schaukel.

Die Sonne wärmt mein geschundenes Gemüt, die Vögel geben ihr bestes Konzert, der Bärlauch riecht …..

Das Leben ist schön ! Komm mit auf die Schaukel!

Sie bleibt nicht lange unten – aber auch nicht lange oben.

Beschwingt warf ich meine Stöcke und freute mich auf das Frühstück.

Die Semmel waren selbstverständlich schon gebacken!

P.S zu gern hätte ich geschaukelt in die Wimpfel der Bäume. Aber ich habe der Schaukel nicht getraut – hält sie mich aus ? – sehr wahrscheinlich , aber wissen tu ich es nicht.

Schönen Sonntag !

M Kuhl

„Grüne Spätzlepfanne- ohne Worte“

versprochen ohne Worte:

Spätzlepfanne

Zutaten:

  • eine handvoll Walnußkerne
  • eine handvoll beste getrocknete Tomaten
  • eine mannshandvoll Champignons
  • 1 Brise selbstgemachten Vanillezucker (braun und stark nach Vanille riechend)
  • Bärlauchspätzle von gestern
  • Rest Schweinefilet – geht auch ohne –
  • 1/8 Liter Sahne
  • Abrieb vom Bergkäserest
  • bestes , natives Olivenöl – weniger ist mehr
  • Meersalz, schwarzen Pfeffer, Muskatnuss – aus der Mühle –

so geht es ganz schnell:

  • Tomaten etwas zerkleinern
  • Walnußkerne in eine Pfanne ohne Fett geben – aufpassen, dass sich nicht verbrennen- u. anrösten in einer seperaten Pfanne
  • Champignons grob klein schneiden – die Stücke können ruhig etwas größer sein
  • Olivenöl in die Pfanne geben auf mittlerer Temperatur die Tomaten etwas schwenken
  • Champignons hinzugeben und leicht anbräunen
  • eine Brise selbstgemachter Vanillezucker wirkt Wunder
  • Nüsse etwas schwenken
  • ggfs. Fleisch mit anschwitzen
  • Spätzle hinzugeben
  • Sahne angießen
  • Abrieb vom Käserest
  • abwürzen it Meersalz, schwarzem Pfeffer, Muskatnuss aus der Mühle

und nochmal den Duft einamtmen – denn die Pfanne ist in wenigen Minuten leer!

Schönes Wochenende

M. Kuhl

„Bärlauchspätzle excellent“

Die Bärlauch-Rezepte nehmen kein Ende denkt ihr. Dabei wächst bei mir dieser wilde Knoblauch gar nicht.

Bärlauchkapern, Bärlauchbutter, Bärlauchöl, Bärlauchaufstrich, Bärlauchsuppe , Bärlauchbrot

Man muß schon ein Faible für diese grünen Blätter haben. Andererseits sind sie schnell gepflückt, verbunden mit einem kleinen Spaziergang nehmen wir den Frühling einwenig mit.

Meine Spätzlekreation ist einwenig aufwendiger – aber das Ergebnis – überzeugt!

Zutaten:

250 gramm Weizendunst oder Dinkeldunst

250 gramm Einkornmehl Type 630

35 gramm Bärlauch – frisch gepflückt –

5 Eier

2 Eßlöffel neutrales Öl

1 schwacher Teelöffel Salz

250 gramm Topfen 20 % (Quark) am besten Krümelquark bzw.gut abtropfenlassen

Zubereitung:

  • Mehl abwiegen und in die Schlagschüssel der Küchenmaschine geben
  • Eier hinzufügen
  • Quark, Salz beigeben
  • den Bärlauch – heiß abwaschen – und mit der Salatschleuder trocknen, in feine Streifen schneiden und mit 60-80 ml Wasser mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse pürieren
  • das Bärlauchmousse zur Teigmasse geben
  • 3-4 Min. die Masse mischen lassen
  • dann ca. 8-10 Min. aufschlagen mit dem Knethaken, bis sich Blasen bilden
  • der Teig ist zäh und giftig grün muß jetzt 30 Min. ruhen
  • in der Zwischenzeit stellen wir einen großen Topf mit Wasser und Salz auf
  • einmal kurz aufkochen lassen, dann zurückschalten
  • nun schaben, drücken , wie es jeder mag die Spätzle ins Wasser
  • schnell kommen sie hoch und ich gebe sie in ein Sieb
  • lass sie abtropfen und sie sind sooo aromatisch, die Konsistenz ist wunderbar.

Einen Teil friere ich gleich ein, nachdem sie erkaltet sind. Sie sind locker, kleben nicht.

Ein gute Portion serviere ich heute Abend – schaut schon mal – Rezept folgt.

Der Spätzletraum ist wahrgeworden.

„Schweizer Brot à la Meggie“

(Werbung, da Namensnennung)

Gestern habe ich einen kleinen Ausflug gemacht, natürlich coronakonform – es war ein herrlicher Tag!

Prompt hat sich in meinem Gesicht eine leichte Röte gebildet.

Auf ein herrliches Bärlauchfeld bin ich gestoßen – der Duft zog mich förmlich an –

Nur die ganz kleinen, jungen Blättchen habe ich mir gezupft und heute ist so ein Back – Mach -Tag.

Bärlauchbutter – Bärlauchspätzle – Bärlauchpaste – bin ich gerade am herstellen.

Die Wärme begünstigt auch das Brotbacken. Sicher habt ihr schon alle mal den netten, flotten Schweizer Marcel Paa auf You Tube angeschaut.

Er ist gelernter Bäcker-Konditor Meister, kommt aus der Schweiz und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Herstellung von Backwaren.

So ein großporiges, lockeres, knuspriges Brot mit Geschmack wollte ich schon lange backen.

Denn jetzt hat man Lust auf ein leichteres Brot. Die Roggenbrote haben jetzt mal Pause.

Einwenig Respekt hatte ich schon vor dem mega weichen Teig, ob ich den gehändelt bekomme.

Es hört sich immer so easy an: “ ganz leicht durchs Mehl ziehen – die Luft soll im Teig bleiben…., dann in ein bemehltes Backtuch…. und einschießen….“

Die Schweizer haben andere Mehlsorten und ehrlich unser bayrisches Ruchmehl kann es sicher mit dem Mehl 1050 aus der Schweiz aufnehmen.

Der gestrige warme Tag begünstigte meinen Brotansatz, bzw. Vorteig mit Sauerteig.

Beim ersten Versuch hat es funktioniert! Ich kann es fast nicht glauben

Natürlich habe ich das Rezept „interpretiert“

und ich will es Euch nicht länger vorenthalten:

Zutatenliste:

Vorteig 1:

90 gramm Ruchmehl

90 gramm lauwarmes Wasser

15 gramm Anstellgut (Sophie) Livieto madre mit 550 Weizenmehl angesetzt

15 gramm Anstellgut (Franceska) Livieto madre Ansatz mit Vollkornweizenmehl

Vorteig 2

90 gramm Weizenmehl Type 550

3 gramm Trockenhefe

90 gramm lauwarmes Wasser

Hauptteig:

Vorteige 1 u. 2

330 Wasser kalt

475 gramm bayrisches Ruchmehl Type 1050

11 gramm fleur de sel

1 Teelöffel Bio Rostmalz (inaktiv) Drax Mühle, Rechtmehring

Die beiden Vorteige hatte ich morgens schnell angerührt – und sie so bis heute morgen sich selbst überlassen. Heute morgen sprudelte der Ansatz und ich habe das Brot wie folgt hergestellt:

  • das kalte Wasser gebe ich in die Rührschüssel meiner Kennwood
  • dann die beiden Vorteige
  • das abgewogene Mehl
  • Salz
  • und den Teelöffel Bio Rostmalz folgen

Nun vermische ich die Zutaten auf kleiner Stufe ca. 3-4 Min.

  • nun lasse ich auf der nächst höheren Stufe die Maschine 10-12 Minuten kneten
  • und zwar so lange, bis sich der Teig vom Boden löst
  • Fensterprobe
  • mit etwas Olivenöl pinsele ich meine Gärwanne aus
  • der Teig gleitet geschmeidig in die Wanne
  • nun ist der Zeitpunkt gekommen, um den Ofen vorzuheizen
  • mit dem Backstein zu bestücken
  • nach ca. einer halben Stunde , dehne ich mit feuchten Fingern den Teig von allen Zeiten
  • dies wiederhole ich noch einmal nach einer halben Stunde
  • und lass ihn insgesamt 80-90 Min. gehen.

Das erste wäre geschafft!

  • die Arbeitsplatte bemehle ich und kippe den zähen, feuchten Teig, der Blasen wirft auf die Arbeitsplatte.
  • ganz locker ziehe ich den Teig durch das Mehl und schlage ihn übereinander zu einem dicken länglichen Laib, den ich nochmal leicht bemehle
  • ein Leinenküchentuch bemehle ich und hebe den weichen Laib – geht problemlos – auf das Tuch.
  • leicht schiebe ich alles zusammen und lass dem Brot nochmal ca. eine 1/2 Stunde zeit.
  • soweit es sehr warm ist, denke ich reichen auch 20 Min.

Den Einschießer – oder auch ein Holzbrett bemehle ich, setze den Laib hierauf und schiebe ihn zügig in den auf 270 grad vorgeheizten Ofen.

  • 15 Min. – ohne Dampf lass ich dem Brot Gelegenheit sich zu entwickeln.
  • es geht wunderbar auf, platzt allerdings zeitlich ganz leicht auf.
  • dann senke ich die Temperatur auf 180 grad Ober/Unterhitze
  • 30-40 Min. muss es noch backen (Kontrolle, ob es nicht die Kruste verbrennt!)
  • Klopfprobe und raus.

Es erstaunt mich, wie toll das Brot – ohne Dampf aufgegangen ist – es duftet, ich kann es nicht erwarten, es anzuschneiden.

Dann die Offenbarung, resch, es ist knusprig, hat wunderschöne unregelmäße Poren und schmeckt mit dem restlichen Bärlauchpüree und guter Butter traumhaft.

Das müßt ihr probieren, nachbacken. Dies ist mein Sommerbrot 2021 ! Ich werde es variieren mit getrockneten Tomaten, Oliven, Fenchelsame ….

Zum Salat zum Grillen, einfach perfekt.

„Spätwinter-Menüs für Jedermann“

Es will nicht enden – Kälte, Regen, Schnee und keine Besserung Sicht! Die Stadt ist selbst am Wochenende fast menschenleer nur an den freiwilligen Teststellen bilden sich irre Menschenschlangen.

Hier ist es wohl gut möglich sich das Virus einzufangen. Ein Stadtbummel ist nicht möglich. Es macht traurig, die Menschen haben finstere Minen.

Gefrustet schleiche ich dahin und es gibt nur ein Mittel für mich.

Am Wochenende habe ich wieder diesen Kochflash ausgelebt.

Der leidgeprüfte Gö-Ga war im Schlachthofviertel, beim Türken des Vertrauens, im Feinkosthandel der Gastronomie…. Er hatte einen Einkaufsflash!

Die Folge war ich habe auf Vorrat gekocht

  • Fond und Suppen mit wunderschönen Markknochen und….
  • Bolognese – Fleischpflanzerl
  • Notgulasch – wenn nochmal Gäste unverhofft kommen dürfen
  • Mohnschnecken -Weizenkruste -Sonntagssemmel
  • Lammragout – Dal – Pfannenbrot – (die Bällchen tiefgefroren)
  • Spitzkohl mit erlesener Gewürzmischung und Schmand
  • Spätzle – goldgelb mit dem guten Einkornmehl (eingefroren ) – Mohnvariante

Meine große Hoffnung ist, dass eine warme, sonnige Wetterphase kommt und ich aus dem Vorrat schöpfen kann.

Viele Fotos konnte ich nicht erstellen, viel zu hektisch wurde gebraten, gebacken, gekocht, geschnippelt – mit lauter Musik – natürlich mit dem Kopfhörer und einem guten Schluck Wein.

Hier nochmal ein kleiner Speiseplan für die Woche:

Montag: Schnelle Spagetti – und von der letzten Italienreise einwenig träumen –

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Ein kleiner Bummel über den Markt oder zum Fischhändler ist damit verbunden und diesen Monat gibt es sie noch meine geliebten Vongole – Venusmuscheln.

Den Wein dazu testen…. und so wird der Montag zum Highlight!

Dienstag:

Wenn ihr selbst den Bärlauch pflücken könnt nehmt die Knospen auch mit und macht Euch herrliche Kapern hieraus.

Mittwoch: Genug gekocht ? aber mein Blumenkohl Dal das müsst ihr testen – Die Gewürzkombi – aromatisch …

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Donnerstag: Heute soll das Wetter gut werden, also wäre da eine schöne Brotzeit genau das richtige

Die Mittagspause verbringen wir im Park – wenn es die Pandemievorschrift erlaubt ? –

Ein kleiner Ausflug in den Wald auf die Wiese –

Hasenbrote gibt es heute!

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Freitag:

Asiatische Dorade

So lassen wir die Woche ausklingen

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Und schon ist die Woche geschafft.

„Bangladesch -Gewürze -Blumenkohl“

(Werbung da Namensnennung)

Freitag! Dieser Tag läutet das Wochenende ein und versetzt auch mich schon früh in eine hektische Betriebssamkeit.

Brotbacken, Kipferl – nicht so süß – für das kleine Frühstück mit meiner Tochter….

Schaut mal

Ruchmehl-Alpenroggen-Kruste
Kipferl mit dunkler Schokocreme und Marillenmarmelade

Auf besonderen Wunsch gibt es heute wieder etwas einfaches, exotisches, außergewöhnlich abgeschmecktes und gewürztes Dal.

Zunächst darf ich Euch in die Würzvielfalt der bangladeschischen Gewürze einladen

Bangladeschische Gewürze umfassen eine Vielzahl von Gewürzen , die in Süd- und Südostasien angebaut werden . Viele der Gewürze stammen aus der Region Bangladesch, während die anderen aus ähnlichen Klimazonen importiert wurden und seitdem seit Jahrhunderten vor Ort angebaut werden. Gewürze werden normalerweise in einer Pfanne mit Ghee oder Speiseöl erhitzt, bevor sie in eine Schüssel gegeben werden. Zuletzt werden leichtere Gewürze hinzugefügt, und zuerst sollten Gewürze mit starkem Geschmack hinzugefügt werden. Curry ist kein Gewürz, sondern ein Begriff, der sich auf jede Beilage in der bangladeschischen Küche bezieht . Es könnte mit einer Saucenbasis oder einem trockenen Gegenstand sein. Ein Curry enthält normalerweise mehrere Gewürze, die miteinander vermischt sind. Liste der Gewürze aus Bangladesch – https://de.qaz.wiki/wiki/List_of_Bangladeshi_spices

Gestern bin ich durch die fast menschenleere Innenstadt geschlendert zu meinem Lieblingsgewürzladen und konnte nicht mehr widerstehen. Seit Wochen schleiche ich um den besonderen Mörser herum. Selbstverständlich besitze ich einen großen Steinmörser mit einem Stößel, der sich lange Jahre bewährt hat.

Aber für die ganz speziellen Gewürzmischungen ist er manchmal etwas grob. Er zerschlägt die Körner praktisch.

Mein neuer Mörser geht sanft mit den edlen Gewürzen um, ist so handlich. Man muss ihn lieben.

Schaut ihn Euch an:

Mörser aus Gusseisen

Mein Gö-Ga hat einen großen Blumenkohl erstanden, ehrlich ich bin nicht so ein Fan von dem krausen Kopf.

Hier meine Interpretation von Blumenkohl:

Blumenkohl-gelbe Linsen- Kichererbsen Dal -Bangladesch

Zutaten: (für 4 Personen)

1 großer Blumenkohlkopf

25o gramm gelbe Linsen

150 gramm Kichererbsen (können auch aus der Dose sein)

1 Spitzpaprika

1 Pfefferschote

1 rote Zwiebel (derzeit Frühlingszwiebel rot, eine wahre Bereicherung)

1 kleine Frühlingszwiebel weiß

2 kleine, frische Karotten (nur geschabt)

10 cm Ingwer

2-3 Knoblauchzehen

1 Dose geschälte Tomaten

1/2 Liter Gemüsebrühe

1 Limone oder Zitrone

Gewürze: Schwarzkümmel, Senfkörner, Bockshornkleesaat, Fenchelsamen,Kreuzkümmel,Meersalz

Rasel Hanout, Curry indisch

1/2 Bund Koreander

2 Eßlöffel Butterschmalz

Zubereitung:

  • die Linsen in einem seperatem Topf (bzw. Dampkoch bissfest kochen) dies geht bei gelben, roten Linsen sehr schnell! Es empfiehlt sich nicht die Hülsenfrüchte mit dem Blumenkohldal zusammen zu kochen – hier besteht sehr hohe Gefahr, dass die Hülsenfrüchte anbrennen, bzw. die Kichererbsen nicht weich werden.
  • den Blumenkohl in Röschen pflücken.
  • Tipp: Strunk u. ggfs. Rest beiseite stellen (für eine cremige Blumenkohlsuppe )
  • in der Zwischenzeit mörsern wir die oben genannten Körner und rösten sie ohne Fett kurz an
  • das Butterschmalz wird erhitzt, bis es flüssig geworden ist
  • nun geben wir die gemörserten Gewürze,sowie die pulverisierten Gewürzmischungen hinzu
  • Tipp: wer sich das Mörsern sparen will kann auch die Gewürzmischung Panch Phoron
  • verwenden, die die genannten Gewürzbestandteile grundsätzlich enthält.
  • Zwiebel klein hacken, Paprika entkernen u. klein würfeln, Karotten kleinschneiden
  • und alles kurz mit dem Gewürz-Butterschmalz anschwitzen
  • den Blumenkohl zu 3/4 hinzufügen und mit der Gemüsebrühe ablöschen
  • die gestückelten Tomaten ebenfalls angießen und das ganze köcheln lassen, bis der Blumenkohl gar ist.
  • so verfahren wir auch mit den Kichererbsen und Linsen.
  • in der Zwischenzeit braten wir die restlichen Röschen in Butterschmalz in einer Pfanne mit einem Hauch Curry bis sie gar sind.
  • Koreander hacken, Limonenabrieb hinzufügen
  • nochmals final mit Salz ggfs. abschmecken
  • das Dal in tiefe Teller geben und mit dem gebratenen Blumenkohl und Koreander abschließend befüllen.
  • Beilage: Reis oder Pfannenbrot, ggfs. kleiner Joghort Dip mit Minze und Limone

Für die „Nichtvegetarier“ hatte ich noch ein kleines raffiniertes Lammragout aus der Lammhüfte gezaubert, mit der Besonderheit, dass ich hier 2 dünne Stangen Rhabarber mit gegart hatte.

Grundrezept: s. https://meggieskochstudio.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=10&action=edit&calypsoify=1&block-editor=1&frame-nonce=149d07f6cd&origin=https%3A%2F%2Fwordpress.com&environment-id=production&support_user&_support_token

Das Pfannenbrot mit Butter und frischem Koreander rundete das kleine gewürzträchtige Essen ab.

Es duftet, eine wahre Geschmackexplosion entwickelt sich im Gaumen

Ein vegetarisches Gericht, welches selbst „Blumenkohlgegner“ restlos überzeugt.

Eigentlich kocht das Dal von alleine und ist eine echte Bereicherung der Alltagsküche.

P.S die Fotos sind nicht wirklich ansprechend. Den schön dekorierten Teller – fotogen – platziert, hatte mein Gö-Ga natürlich schon in der Mache, als ich den Wein noch holen wollte, um auf den Abend anzustoßen.

Das sind dann die Momente, wo sich die Geister scheiden……

Schönes Wochenende

M Kuhl

„Grün meets Knödel…“

Wie sagt man : Grün ist die Hoffnung ?

Die Farbe Grün ist die Farbe des Lebens, der Pflanzen und des Frühlings. Sie symbolisiert den Triumphs des Frühlings über den kalten Winter, die Hoffnung („Grün ist die Hoffnung„) und die Unsterblichkeit.

Es ist der 12. April und es schneit schon den ganzen Tag. Liegen bleibt der Schnee nicht, aber mir schlägt es allmählich aufs Gemüt.

Was tue ich dagegen?

  • natürlich Kochen, backen, lesen und mich nicht viel bewegen
  • was den Menschen bekanntlich unleidlich, steif und alt macht ist das Nichtbewegen
  • ein Gegenmittel habe ich noch nicht gefunden.

Soll ich auch meine Übungen mit einer Gummimatte auf dem Fußboden machen? Womöglich noch mit Online-Anleitung? Gem. dem Motto: „Hauptsache das Outfit stimmt“ mit neonfarbenen Leggings durch die Räume hüpfen und „OOOOOM“ rufen.

Also laufe ich zum Zeitungskiosk, zum Markt, zum Feinkostladen, Gewürzladen und wieder zurück. Durch die Schließung der Gastronomie gibt es tollen Fisch, Pulpo, Schwarzhühner, Lammspezialitäten, Schalentiere auf dem Markt. Wir ernähren uns ausgewogen und sind gesund.

Während ich zügig laufe, bzw. wenn es das Wetter zuläßt radele, kommen mir immer neue Ideen- was ich noch machen will, kann, wenn .. ..

Brot, Semmel, Kuchen ist immer vorhanden. Die Aufbereitung der div. Sauerteigführungen sind aufwendig, Spätzle, Schupfnudeln, Gnocci vorrätig produziert. So langsam reicht es! Ich will in die Berge, ans Meer. – einfach raus aus der gewohnten Umgebung. Die Gartencenter sind wieder geschlossen, die neue Frühjahrsgardarobe fällt aus…

Wir befinden uns in einem großen Käfig , allerdings ohne Aussicht.

Mein Trost für alle, denen es ähnlich geht sind meine hoffnungsvollen grünen Knödel.

Spinatknödel waren gestern, jetzt und heute gibt es

Grüne Knödel – Soolfood

Zutaten:

5 Semmel vom Vortrag oder 1/2 Knödelbrot

300 gramm Spinat (auch tiefgefrorener Spinat kann hier gut verwendet werden)

200 gramm Bärlauch – ohne Stile –

1 Eßlöffel Bärlauchpesto selbstgemacht

100 gramm Butter

120 gramm Schalotten bzw. Frühlingszwiebel

60 gramm Parmesan

20 gramm kräftigen Bergkäse (nach Belieben bzw. Kühlschrank)

3 Eier

1 Eßlöffel Mehl

Gewürze: Pfeffer, Salz, Muskatnuss

Abrieb einer Biozitrone

Nussbutter:

125 -150 gramm Butter für die Nussbutter

Zubereitung:

  • Den Spinat zusammen mit dem Bärlauch ganz kurz blanchieren, dann über einem feinen Sieb gut abtropfen lassen. –

  • Die Semmel in dünne Scheiben mit der Brotmaschine aufschneiden

  • Den Bärlauch und den Spinat nochmal mit den Händen ausdrücken und zur Semmelmasse geben, indem wir das ganz kräftig vermischen, bis sich alles miteinander verbindet.
  • den Käse reiben und über die Masse streuen

  • Zwiebel klein hacken und mit der Butter leicht glasig andünsten
  • die Eier, sowie den Eßlöffel Mehl mit dem Handrührgerät schaumig schlagen und Salz, Pfeffer und Muskatnuss hinzufügen
  • nun können wir die Zwiebel-Butter über die Semmel-Bärlauch-Spinatmasse geben und gut verkneten (am besten geht das mit Einmalhandschuhen)
  • ca. 10 Minuten beiseite stellen, bis die Masse abgekühlt hat
  • die Eiermasse hinzufügen und nochmals alles gut durchkneten
  • die Knödelmasse ca. 30-40 min. durchziehen lassen – kühl stellen –
  • einen großen Topf mit Wasser aufsetzen und einen Eßlöffel Salz hinzufügen
  • in der Zwischenzeit kleine Knödel mit feuchten Handschuhhänden formen
  • sobald das Wasser aufkocht einen Probeknödel ins Kochwasser sinken lassen
  • wenn er schnell hochkommt und somit hält, die anderen Knödel zügig ins Kochwasser geben
  • und dann nur sieden lassen bis die Knödel gar sind.
  • dies dauert ca. 15-18 min. , je nach Größe der Knödel
  • während die Knödel sieden, geben wir Butter in einen kleinen Topf und rühren öfters mit dem Schneebesen – bis die braune Nussbauer sich von selbst entwickelt

Selbstverständlich haben wir einen guten Weisswein kaltgestellt.

Die Verbindung von Bärlauch und Spinat ist wunderbar, die Kombination des „Frühlings“ würde ich sagen – und grün ! Die Hoffnung stirbt zuletzt auf die Reise , das Eintauchen in eine andere Welt .

„Der Pandemie entronnen mit verbrecherischer Kunst..“

(Werbung , da Namensnennung)

(Quellennachweis : Katalog Kunst&Kapital-Verbrechen Veit Stoß, Tilman Riemenschneider und der Münnerstädter Altar, Herausgegeben von Frank Matthias Kammel)

Ostersamstag, die Sonne scheint – doch es ist empfindlich abgekühlt, Handschuhe, Mütze sind angebracht. Die Inzidenz für München-Stadt liegt bei knapp +/- 100. Ab Sonntag sollen wieder alle Museen…. schließen. Der Inzidenzwert sei drei Tage über 100….

Meine kunstsachverständige Tochter hat Einlaßberechtigungen im bayrischen Nationalmuseum gebucht.

Aber vorher wollen wir „Frühstücken , wie in Rom“, d. h. Barista Cappuccino, Cornetto gefüllt mit Pistaziencreme – to go – versteht sich.

Aber ein sonniges Plätzschen zu finden ist nicht einfach! Den Cappuccino trinken wir aus dem Pappbecher während wir zur U- Bahn-Station laufen.

Vor der Feldherrnhalle finden wir auf dem menschenleeren Odeonsplatz ein Plätzchen in der Sonne.

Mir fließt die Pistaziencreme zwischen den Fingern hindurch auf meine Jacke. Typisch!

Schnell erreichen wir das Museum mit der Museumslinie. Viel Personal kontrolliert uns – dabei scheinen wir die einzigen Besucher um 10.15 Uhr zu sein.

Gespannt sind wir schon, was uns erwartet. So leer habe ich noch nie ein Münchner Museum gesehen. Wir schreiten ehrfürchtig den Treppenaufgang hinauf.

Die Sonderausstellung trägt den Titel “ Kunst&Kapital-Verbrechen“ und hebt die besondere Würdigung der Kunst hervor, wo doch derso begnadete Künstler ein „Schwerverbrecher“war.

Veit Stoß hatte sich 1503 der Urkundenfälschung schuldig gemacht. Er hatte ein Kapitalverbrechen begangen, eine besonders schwere Verfehlung , die, wie der vom lateinischen capitalis entlehnte Begriff besagt, den Kopf kostete.

Nach der Aufrichtung des Werkes von T. Riemenschneider in der Kirche von Münnerstadt war es nicht zu einer Farbfassung gekommen. Fast eine Generation lang stand es holzsichtig vor den Augen seiner Betrachter.

Erst 1504 erhielten die Figuren und Reliefs eine farbige Oberfläche und die bis dahin leeren Außenseiten der Flügel eine Bemalung mit figurreichen Szenen aus der Legende des Frankenapostels Kilian. Diesen Auftrag vergab man an Veit Stoß. Für ihn, den namhaften Bildhauer Nürnbergs, war es eine Gelegenheitsarbeit.

Er schaffte es schließlich sich vollständig von seinem Verbrechen zu befreien.

Tatsächlich kennt die Geschichte zahlreiche straffällige Meister, darunter auch allererste Namen, die ohne mächtigen Schutzherrn verloren gewesen werden.

Der florentinische Goldschmied und Bildhauer Benvenuto Cellini hatte während der Sedisvakanz dort Pompeo de Capianeis, seinen Konkurrenten um das Amt des päpstlichen Münzmeisters, getötet, war jedoch bald darauf vom neuen Pontifex Paul II. dafür nicht nur bestraft, sondern sogar in die gewünschte Stellung befördert worden.

Der Schöpfer des als Saliera berühmten Salzfasses im Wiener Kunsthistorischen Museum und der monumentalen Figur des Perseus in der Loggia dei Lanzi in Florenz galt als gewalttätig, beging nach eigener Aussage drei Morde, war mehrfach wegen Sodomie angeklagt worden und verbrachte, des Edelsteindiebstahls aus dem päpstlichen Schatz beschuldigt, zwei Jahre in Untersuchungshaft in der Engelsburg.

Paul III. habe trotz allem, schreibt Cellini in seiner Autobiografie, einer Reihe von Anklägern und Beschwerdeführern geantwortet: „Nehmt also zur Kenntnis, dass Männer wie Benvenuto, die ihrem Beruf einzigartig sind, nicht dem Gesetz unterworfen sein müssen“ (Kammel 2020)

Ist dies nicht irgendwie bis heute geblieben, nur mit anderen Vorzeichen?

Die Ausstellung war sowohl von der Darstellung, als auch von der Aufarbeitung der Thematik – Kunst &Kapital-Verbrechen- für mich eine besondere Bereicherung dieses begrenzten kulturellen Lebens in dieser Zeit.

Der Aussteller führt den Besucher in einen großen – sehr gut ausgeleuchteten Raum – mit einem angrenzenden kleinen Raum, der die virtuelle Rekonstruktion des Münnerstädter Altars darstellt, aber auch den Zeitstrahl des Lebens des Künstlers . Sehr gut läßt sich an dieser zeitlichen Darstellung nachvollziehen, wie lange Veit Stoß für seine Rehabilition kämpfen, hoffen und warten mußte , bis er die im Mittelalter bedeutenden Bürgerrechte wieder erlangte.

Der von Frank Matthias Kammel herausgegebene Katalog ist sehr zu empfehlen, denn er arbeitet sowohl die kunsthistorischen Hintergründe sehr . Die Abbildungen und Darstellungen sind wunderbar wiedergegeben.

Das Rechtswesen wird – die Art und Weise der Vollstreckung-wird mit den verschiedenen „Folterinstrumenten“ ausführlich dargestellt.

Die Art der geführten Prozesse und das Strafrecht in seiner konkreten Anwendung sind uns heute unvorstellbar.

Gemütlich schlenderten wir durch das Museum – fast keine Besucher – . Bis wir nach mehr als 3 Stunden nicht mehr aufnahmefähig waren und wir unter der Last der „Maske“ litten.

Die geplanten Einkäufe vertagten wir, zu groß waren die Menschenschlangen unter den bereits wieder angedrohten Schließungen.

Wir genossen noch eine kleine Runde durch den englischen Garten , kommt mit:

Schöne Woche, bis bald

M Kuhl

„Bärlauch, frisch, jung vom alten Gottesacker…“

Was für eine schöne, strahlende Wärme empfing mich an jenem Tag vor Ostern.

Es roch überall nach Frühling. Ich konnte den Knospen beim Aufspringen zusehen.

Meine alte „Bergziege“ (f. Neuleser =Fahrrad) hatte ich aus dem Keller gezerrt, aufgepumpt und schon war sie bereit für die Schandtaten, die ich so mit ihr vorhatte.

Schnell wurde mir das Radeln stadtnah vergällt. Riesige Lastenfahrräder – elektrobetrieben , versteht sich, steuerten mir unkontrolliert entgegen, beladen mit dem genervten Nachwuchs.

Familien durchfuhren dunkle Unterführungen zu viert nebeneinander – ohne Licht –

Den Rennradler packt die unbandige Wut und Ungeduld, elegant, schnell, sicher zicht er durch die Mitte. Seinen Atem konnte ich spüren. Die Isarauen waren coronawidrig bevölkert, dass man die steigende Inzidenz körperlich spüren konnte.

Ich flüchtete in den Südfriedhof.

Der Alte Südfriedhof – auch bekannt unter dem Namen Alter Südlicher Friedhof – in München wurde 1563 als Pestfriedhof „ferterer Freithof“ (= äußerer Friedhof) vor den Toren der Stadt auf Veranlassung von Herzog Albrecht V. angelegt. Er liegt einige hundert Meter südlich des Sendlinger Tors zwischen Thalkirchner Straße im Westen und Pestalozzistraße im Osten, bei einer maximalen Breite von 180 Metern. Nördliche und südliche Begrenzung sind Stephansplatz und Kapuzinerstraße, eine Distanz von 720 Metern. Die Flächenausdehnung beträgt knapp zehn Hektar. Er war von 1788 bis 1868, also 80 Jahre lang, die einzige und allgemeine Begräbnisstätte für die Toten aus dem gesamten Stadtgebiet, weshalb hier die Gräber einer ganzen Reihe prominenter Münchner zu finden sind. (s. Wikipedia)

Hier hatten meine Kinder das Laufen, Fahrradfahren und später das Lesen, Rechnen gelernt.

Die Aufgabe war, auszurechnen wie alt der Verstorbene war, anhand der Grabsteindaten.

Die Namen zu entziffern. Stolz stellten sie dann immer fest, welche Berühmtheiten hier beerdigt waren. Später missbrauchte ich den halbdunklen Friedhof für einen Gruselkindergeburtstag, von dem mein Sohn noch heute spricht.

Hier wollte ich mich einwenig niederlassen und die Sonne genießen….

Soweit meine Augen sehen konnten – überall spross der frische, grüne, junge Bärlauch zwischen den Grabstätten. So begann ich den Bärlauch zu ernten. Er roch so intensiv, dass jegliche Verwechslung ausgeschlossen werden konnte.

.“… immer nur soviel ernten, wie Du verarbeiten kannst , so lautete mein Credo

den kleinen Leinenbeutel in meiner Satteltasche hatte ich schnell gefüllt.

Auf dem Rückweg schwirrten mir die verschiedenen Kochideen durch den Kopf.

Arabisch gewürztes Lammragout mit getrockneten Aprikosen und Bärlauch

oder diese Bohnenpaste die ich bei einem meiner Lieblingsblogs gelesen hatte

https://lieberlecker.wordpress.com/

Die nervigen Radlfahrer/innen konnten mich nicht mehr …. , ich gab meiner Bergziege die Sporen und der laue, milde Wind streichelte sanft mein Lächeln.

Mein Gö-Ga hatte tagelang den Kühlschrank mühsam mit diversen Köstlichkeiten gefüllt. Ein herrliches Stück Lammrücken hatte ich bereits mit Olivenöl, Knoblauch, Zitrone, Thymian mariniert.

Getrocknete Aprikosen bester Güte – eigentlich zum Füttern meines Hefewasser gedacht –

Dazu das allseits beliebte Pfannenbrot, guten Wein, der Abend war gerettet.

So entstand mein wunderbares

„Lamm meets Bärlauch“

Zutaten:

500 gramm Lammrücken

150 gramm getrocknete Aprikosen

125 ml Lammfond

1 Pfefferschote, bzw. rote scharfe Schote

1 mittlere rote Zwiebel

100 gramm Bärlauch

Abrieb einer Zitrone

1 Eßlöffel Butterschmalz

Creme fraiche

1 Dose Tomaten (entweder Cherry-Tomaten oder gestückelt)

Gewürze: schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Meersalz, Ras el-Hanout, gemahlenen Kreuzkümmel, dezent ein paar Chiliflocken.

Zubereitung:

  • das Fleisch klein schneiden
  • das Butterschmalz in den Schmortopf geben und heiß werden lassen
  • die Fleischstücke schnell anbraten, sie sollten etwas Farbe bekommen
  • dann mit dem Lammfond oder Gemüsefond kurz ablöschen
  • köcheln lassen
  • die rote Zwiebel, rote Schote in eine anderen Pfanne glasig dünsten und hinzufügen
  • abgedeckt ca. 25 Minuten schmoren auf mittlerer Temperatur
  • dann die getrockneten Aprikosen, den Bärlauch, die Gewürze zufügen
  • die Tomaten angießen und nochmal ca.25 Minuten leise köcheln lassen
  • final mit Creme fraiche , schwarzem Pfeffer, Salz abschmecken
  • mit Pfannenbrot, Couscous , Reis servieren

Schnell einfach – die orientalischen Gewürze verbinden sich – der Bärlauch gibt sein bestes.

Zum Aperetivo frisches Brot mit der Bohnencreme.

Das Rezept habe ich einwenig schlichter interpretiert:

  • weiße Bohnen im Schnellkochtopf weich gekocht (Dauer ca. 40 Min.)
  • püriert, Olivenöl, Saft einer Limone, Meersalz, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Chili und eine handvoll kleingehackten Bärlauch
  • einen trockenen Weisswein

so kann der entspannte Abend beginnen.

Mein wunderbares Lammragout konnte ich leider nicht fotografieren, das Pfannenbrot kennt ihr ja schon – auch nicht.

Heimkommen, Essen, Reden…. Lachen und das Fotografieren … wollen die Herrschaften nicht.

Aber, wenn Ihr die Muße habt es nachzukochen, würde ich mich über ein Foto sehr freuen.

„Hasenbrote – ohne Worte“

… angenehm wärmend massiert die Morgensonne meine müden Glieder

  • Alpenroggen-Ruchmehl-Kruste – würzig – gesellt sich zu luftgetrocknetem Prosciutto –
  • kräftiger Bergkäse -Rotwildkäse –
  • mundgerechte- mit perfektem Reifegrad- Avocado mit Salz und Zitronenspritzer
  • halbweichgekochtes Hühnerei
  • erster Schnittlauch vom Balkon
  • bester Kaffee

so kann der Tag beginnen….

Genießt den Tag !

„…Sonntagsruhe- Zeit -umstellung..“

In meinem Inneren findet gerade ein Kampf statt.

Es ist Sonntagsmorgen 7.OO -eigentlich 6.OO Uhr – Die Sonne lukt hinter den noch kahlen Bäumen hervor.

Die Isar ruft, komm hier ist es jetzt sooo schön, wenige Menschen, klare Luft. Die Vögel rufen fast schon unverschämt laut, schrill für diese Tageszeit.

Schnell – ungeduscht – in die Sporthose …, Stöcke und eine Stunde laufen, laufen, laufen

Doch da lauern sie die verifizierten Sonntagssemmel für meine Hasenbrote. Die ganze Nacht hatte der Teig im Kühlschrank geruht und jetzt wirft er dicke Blasen.

Unverschämt gebärdet sich der zähe Batz. Er schreit nach Erlösung. Kalt, zäh quäle ich ihn aus der Schüssel und steche mit der Teigkarte möglichst gleichgroße Rechtecke ab.

Falte mit geschlossenen Augen, die Müdigkeit übermannt mich, kleine Kuverts, die ich dann zu kleinen Ballen versuche zu schleifen. Im Halbschlaf lass ich die Bällchen auf das bemehlte Küchentuch gleiten.

So jetzt, laßt mich in Ruhe. Es dauert jetzt eh bis der Ofen samt Backstein aufgeheizt ist.

Was tue ich, Comuputer hochfahren und bloggen, denn die Hasenbrote sollen doch nächste Woche Euer Leibgericht werden und ich muss noch Bärlauchpesto, Petersilienöl , rote Beeteaufstrich, Alpenroggenbrot….vorbereiten.

Das Frühstück fällt heute aus, Gö-Ga schläft den Schlaf der Gerechten (oder Gerächten) ?

Jetzt muss ich es doch rausrücken – mein verifiziertes Rezept, welches ich seit mehreren Monaten immer wieder sonntags backe. Gestern habe ich schon mal die Freunde aktiviert und so waren sie nachmittags fit für den Einsatz.

Schaut Euch mal die freche „Sophie“ an, sie platzte vor Tatendrang.

Sonntagskörnersemmel deluxe

Zutaten:

Vorteig 1:

  • 65 gramm Weizenmehl Type 550 oder Dinkelmehl Type 630
  • 65 gramm lauwarmes Wassr
  • 1 gramm Hefe/ bzw Trockenhefe (:3=Menge)

Vorteig 2:

  • 10 gramm Anstellgut Vollkorn (Franceska)
  • 10 gramm Anstellgut hell 550er Mehl (Sophie)
  • 70 gramm Vollkorn bio Weizenmehl
  • 70 gramm Wasser

Quellstück 3:

  • 25 gramm Sonnenblumenkerne
  • 25 gramm Leinsamenkerne (am besten geschrotet)
  • 25 gramm Sesam
  • 25 gramm Kürbiskerne / alternativen sind möglich oft nehme ich auch Chiasamen hinzu
  • 220 gramm kochendes Wasser

Hauptteig:

  • 240 gramm Wasser
  • 120 gramm Weizenvollkorn bio Mehl
  • 100 gramm Ruchmehl oder Dinkelmehl
  • 300 gramm Weizenmehl Type 550
  • 18 gramm Meersalz
  • 25 gramm Olivenöl
  • 1 Teelöffel Honig oder Backmalz

so einfach geht die Herstellung der kleinen Vorteige

Vorteig: 1

  • Weizenmehl mit dem lauwarmen Wasser und dem Gramm Hefe vermischen, abdecken beiseite stellen

Vorteig: 2

  • hier zunächst das Wasser in eine kleine Schüssel abwiegen
  • das Anstellgut hinzufügen und gut verrühren
  • dann das Vollkornmehl kurz mit den Händen verkneten (am besten geht es mit Handschuhen)

Saatenquellstück : 3

  • die Saaten gut vermischen und mit kochendem Wasser übergießen, abdecken und ca.4-5 Stunden oder auch übernacht stehen lassen.

Hauptteig:

  • das Wasser in die Rührschüssel geben, die Vorteige, nebst Quellstück hinzufügen
  • die Zutaten des Hauptteiges abwiegen und in die Rührschüssel geben
  • auf kleiner Stufe den Teig vermischen – anschließend 12 Minuten auf der nächst höheren Stufe (Kennwood Stufe 2) kneten lassen. Praktisch bis der Teig sich vom Boden löst.

Finalefertigstellung:

  • Teigwanne mit wenig Öl auspinseln und bereit stellen
  • Teig in die geölte Wanne geben und nach einer 1/2 Stunden mit feuchten Fingern dehnen und nochmal ca. 1 Stunde an einem warmen, zugfreien Ort sich selbst überlassen.
  • der Teig hat an Volumen zugenommen und kann jetzt über Nacht in den Kühlschrank

Am Morgen:

  • Teig aus der Schüssel nehmen und auf der leicht bemehlten Arbeitsplatte (Roggenmehl) zu einem Rechteck ca. 30 x40 drücken.
  • mit der Teigkarte das Rechteck in ca. 12 Teigstücke zerteilen
  • wieder kleine Kuverts falten, zu Bällchen schleifen und auf ein bemehltes Küchentuch legen
  • abdecken – je nach Temperatur – ca. 1 Stunde sich selbst überlassen
  • Ofen inzwischen auf 250 grad Ober/Unterhitze mit Backstein vorheizen
  • 250 ml Wasser in den Ofen gießen und die Rohlinge mit Wasser besprühen
  • 10 Minuten auf 250 grad backen
  • Backofentüre öffnen und den Dampf ablassen
  • weitere 18-20 min. fallend abbacken 220 grad/200 grad
  • Klopfprobe (die Semmel müssen, wie beim Brot hohl klingen)
  • dann nichts wie raus auf den Frühstückstisch

Während ich hier schreibe, haben sich die Freunde selbständig gebacken, sehen hervorragend aus.

Das wirklich Gute an diesem Rezept ist, dass diese Semmel auch die nächsten Tage noch genießbar sind und aufgeschnitten, vielleicht auch leicht in der Grillpfanne geröstet, wunderbare Hasenbrote ergeben

Es ist jetzt kurz vor 9.OO Uhr – ein kurzer Isarlauf geht noch.

Gönnt Euch die Muße des Sauerteig-Semmel-Backens. Sie befreit, entschleunigt und der Morgen gehört Euch ganz alleine. Der Duft von frischgebackenen Semmel zieht durch die Räume, leise Musik läßt Euch Flügel wachsen für einen total entspannten Sonntag.

Man sieht/hört/liest sich

M. Kuhl

„Beugerl, Beugel,Bagel“

(Werbung da Namensnennung)

Schon vor geraumer Zeit hatte ich leichsinnigerweise auf meinem Instagram account meine „Beugerl“ vorgestellt.

In Anlehnung an das von Bloggerin Gaumenschmaus eingestellte Rezept

https://www.gaumen-schmaus.at/ war meine Beugerlinterpretation ein voller Erfolg. Seit 2 Monaten stelle ich den „kalten Hefeteig“ einmal in der Woche her und bei Bedarf entstehen hieraus verschiedene Gebäcke.

Den Teig in eine eckige Springform gedrückt, gefüllt mit Apfelmus oder div. Nussmischungen , versehen mit div. Streuseln sind sie zum Dauergebäck geworden.

Die Streusel mal nussig, mal salzig-karamellig, buttrig. Ein voller Erfolg.

Gerade wird wieder von vielen Blogger/innen syncron gebacken und man spricht von einem „neuen Trend“, den das sogenannnte Wollknäuelbrot auslöst.

Der einfache Hefeteig wird praktisch in Beugel-Art gewickelt und in eine Springform gesetzt. Superidee!

Die Füllungen kann man hier, auch wenn meist Marmelade (Aprikose) verwendet wird, nach Lust und Laune variieren.

Meine kleine Recherche deckt wahrlich eine interessante Historie auf und ermuntert zum Mitbacken, Nachbacken und genießen.

Eine andere Legende besagt, dass der Beugel im Jahre 1683 in Wien von einem jüdischen Bäcker erfunden wurde, der dem polnischen König Jan Sobieski für den Sieg über die Türken bei der Zweiten Wiener Türkenbelagerung danken wollte. Da der König ein begeisterter Reiter war, kreierte der Bäcker ihm zu Ehren ein Brot in hufeisenähnlicher Form. Zu dieser Zeit war „Beugal“ das österreichische Wort für Hufeisen. Eine andere Version besagt, dass damit der (Steig-) Bügel gemeint war.

Oft wird der Bialy, der in der nordpolnischen Stadt Bialystok erfunden wurde, als Vorfahre des heutigen Beugel angesehen. Das Gebäck besteht aus dem gleichen Teig, wird aber vor dem Backen nicht gekocht. Ursprünglich fehlte dem Bialy das Loch in der Mitte, welches nachträglich in Folge einer neuen Hygieneverordnung entstanden sein soll. Die Verordnung verbot den Verkauf des Gebäcks auf Tabletts und damit Bialys auf Schnüren und Stocken angeboten werden konnten, wurde das Loch notwenig.

In 1880ern brachten europäische jüdische Auswanderer das Gebäck in die USA, wo aus „Beugal“ der „Bagel“ wurde, und es sich zu einem der beliebtesten Frühstücksgebäcke entwickelte

https://www.bmlrt.gv.at/land/lebensmittel/trad-lebensmittel/speisen/beugel_pikant_suess.html

hier findet ihr auch ein ursprüngliches Rezept, welches mehr oder weniger zufällig meinem sehr ähnelt.

Meggie’s Mohnkipferl

Zutaten für den kalten Hefeteig:

(die weiteren Zutaten, außer Mehl und Zucker, werden alle kalt aus dem Kühlschrank entnommen)

500 gramm Weizen oder Dinkelmehl (Type 550 bz.w Type 630)

30 gramm Hefe oder die entsprechende Menge Trockenhefe= 10 gramm

50 gramm feinen Backzucker

10 gramm Vanillerohrzucker

200 gramm Butter

150 ml kalte Milch

1 Ei

1/2 Teelöffel Salz

Abrieb einer Zitrone oder auch Orange

Mark einer halben Vanilleschote

Zutaten und Zubereitung für die Mohnfüllung:

s. Beitrag vom 6.2.2020

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730470

  • Zubereitung Hefeteig
  • Mehl, Hefe, Zucker, Butter in kleine Stücke schneiden, Ei, Salz in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und
  • zunächst auf kleiner Stufe mischen
  • dann ca. 8 Minuten kneten
  • der Teig sollte sich von der Schüssel lösen und schön geschmeidig sein
  • dann in Folie einpacken und in den Kühlschrank legen.

Jetzt haben wir alle Zeit der Welt die Mohnfüllung oder jegliche andere Füllung herzustellen. Auch die Füllung kann man im Kühlschrank aufbewahren und bei Bedarf verwenden.

Zubereitung der Kipferl

  • der Teig soll kühl verarbeitet werden
  • den Teig zu Kugeln ca. 40 gramm verarbeiten
  • diese Kugeln auswalken, ca. 2-3 cm am oberen Rand etwas dicker lassen
  • zügig den Teiglappen in Fransen schneiden , dreiviertel des Teiglappens werden dann zu Streifen
  • 1 Eßlöffel der Füllung draufgeben und einrollen
  • Puderzucker, Eigelb, eine Prise Salz und Sahne verquirlen
  • das Gebäck hiermit zügig bestreichen
  • Ofen vorheizen auf 180 grad und dann ca. 20Min goldgelb abbacken

Diesen Teig verwende ich auch ohne die Zuckermenge, mit etwas mehr Meersalz ca. 7-9 gramm als herzhafte Variante und fülle die Beugerl mit Speck, Käse, Sauerrahm, Zwiebel – lauwarm zum Wein- die Offenbarung!

Also dem „kalten Hefeteig“ sind keine Grenzen gesetzt.

Vielleicht lassen sich die Beugerl auch in eine Springform setzen – und sind eine Interpretation des „Syncronbackens“.Nur Mut!

Mit meinem Waldfoto verabschiede ich mich für heute. Den blauen Himmel habe ich heute sooo genossen.

„Rama dama….“

Nach dem Winter wird sichtbar, was der Mensch so alles in die Umwelt trägt. Insbesondere an den Waldrändern sammelt sich durch den Wind viel Abfall an. Wir wollen saubere Wälder, Wiesen und Felder haben!

So lautet das Motto vieler bayrischer Gemeinden. Diese Umweltaktionen erscheinen mir auch in Küche, Keller und sämtlichen Schränken sehr sinnvoll.

Rama dama ist ein im Jahr 1991 erschienener deutscher Spielfilm, der das harte Leben der alleingelassenen Ehefrauen und Mütter nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs s Wikipedia

Den Ausspruch „rama dama“ prägte der damalige Münchener Oberbürgermeister Thomas Wimmer („Wimmer Damerl“). Diese Aufforderung in bairischer Mundart bedeutet auf Hochdeutsch wörtlich „aufräumen tun wir“ bzw. sinngemäß „lasst uns aufräumen!“. OB Wimmer forderte damit die Bevölkerung auf, die Trümmer und Ruinen des Zweiten Weltkrieges wegzuräumen. Auch heute noch wird im bairischen Sprachraum eine öffentlich organisierte Veranstaltung, bei der (meist unter Mitwirkung der Bevölkerung) in der Natur Müll aufgesammelt wird, oft als „Ramadama“-Aktion bezeichnet. (Quelle Wikipedia)

Dieses ist mein Wochenmotto auch bei dem kleinen Speiseplan, den ich Euch einstellen werde.

Den Winter will ich vertreiben! Meine Wintergemüsevorräte verbrauchen, die riesige Gewürzschublade gilt es auszumisten, die winterlichen Backzutaten (Marzipan, Trockenobst..) gilt es zu verbrauchen. Es befreit ungemein! Nächste Woche kommt der Kleiderschrank dran…

Montag:

s Beitrag vom 6.12.2013

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/17267802

Ingwer-Walnuß-Wirsing

Dieses Gericht ist schnell gemacht! Ideal für unsere Homeofficegeplagten. Gleichzeitig können die Kartoffel aufgebraucht werden, die sich ebenfalls in der Wintergemüsekiste noch breit machen.

Dienstag:

Überlebenssuppe

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/10855442

Nochmal einen großen Topf kochen, einfrieren und den Tafelspitz – soweit er in die Suppe darf – mit Kren genießen, bis die Tränen kommen – Alternative Griesnockerltraum !

Mittwoch:

Lammragout – intensiver Geschmack – raffiniert geschmort “ an Granatapfel- Bulgur – mit einer kühlenden , erfrischender Cumin-Joghurt-Creme an frischen Kräutern

https://meggieskochstudio.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=10&action=edit&calypsoify=1&block-editor=1&frame-nonce=149d07f6cd&origin=https%3A%2F%2Fwordpress.com&environment-id=production&support_user&_support_token

Donnerstag:

„rote Beete – Wasabi – Freundeabend“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730825

s. Beitrag vom 25.1.2013

Bevor unser Ministerpräsident und „Möchtegernkanzler“ wieder alles vermiest – gönnen wir uns einen netten Abend mit Familie /Freunden…

Freitag:

Bärlauchauflauf

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/13415110

Bei meinen Streifzügen habe ich ihn schon gesehen, den geliebten Bärlauch

Er ist das sichere Zeichen, dass der Winter gehen muß.

Eine genußreiche, gesunde Woche wünsche ich Euch.

„Pasta, Nudeln Soulfood“

(Werbung, da Namensnennung)

Nein! Es hat wieder geschneit und es ist bitter kalt. Nur die kleine Orchidee auf meinem Küchenfenster erheitert meine Sinne. Jedes Jahr um die gleiche Zeit blüht sie ums Überleben, seit vielen, vielen Jahren.

Heute muß ich was Warmes, Schönes kochen.

Seelenfutter, Leibgericht so nennen wir ein Gericht, welches uns berührt, erinnert, guttut.

Eine regelrechte Sehnsucht nach dem Gericht der Kindheit. Dieses Gericht heilt allen Weltschmerz .

Der Geschmack, die Aromen sind abgespeichert in unserem Unterbewußtsein und können immer wieder abgerufen werden.

Oft sind es einfache Gerichte, wie süßer Milchreis mit Zimt und Zucker, Dampfnudeln mit Vanillesoße, Nudeln mit Tomatensoße, Fleischpflanzerl mit Kartoffelbrei, den nur meine Großmutter so genial konnte.

Die „Notfallspagetti“ (Parmesan, Knoblauch, Olivenöl) . Das Gericht rettete so manchen Studenten/in das Überleben.

Ich glaube, dass Pastagerichte bei vielen Menschen ganz oben auf der Liste stehen, wenn es um Soulfoodfavoriten geht

Eine solche Pasta wollte ich gestern kochen.

Selbstgemachte Pasta, ohne Nudelmaschine mit der Hand geschnitten, ausgerollt.

Ein Blick in das Gemüsefach. Da lag ja immer noch der Hokaidokürbis drin, ein Stück Bergkäse.

Ob der Hokaido meinen Anforderungen an Soulfoud standhalten kann, war fraglich.

Es entstand ein Rezept, mehr oder weniger zufällig. Mit dem beschriebenen Einkorn hatte ich beim Spätzleteig die besten Erfahrenungen gemacht, allerdings mußte ich hier einen Gegenpool zu dem geschmeidigen, weichen Einkorn setzen und es gelang auf Anhieb!

„EinkornTagliatelle mit Kürbis-Broccolie“

(für 4 Personen)

Zutaten:

  • 300 gramm Einkornmehl Type 630
  • 140 gramm Hartweizenmehl
  • 10 gramm Vollkornweizen
  • 4 Eigelb (Größe M)
  • 2 Volleier (Größe M)
  • kräftige Prise Meersalz
  • 2 Eßlöffel Olivenöl bester Güte
  • 90-100 ml lauwarmes Wasser

Die Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten. Grundsätzlich geht dies auch mit den Händen – nützlich sind hier Handschuhe –

Wer es ganz dünn mag sollte eine Nudelmaschine benutzen. Ich mag es , wenn der Nudelteig nicht so perfekt hauchdünn ausgewalzt ist.

Meinen Teig habe ich in der Küchenmaschine hergestellt.

Kennwood: Stufe 1 ca. 6 Min. und es entstand ein glatter Teig. Den verfrachtete ich zunächst für 1-2 Stunden in den Kühlschrank.

Kürbis-Broccolie-Käse-Soße

  • einen kleinen Hokaido ca. 350 gramm
  • Schalotte, 1 Knoblauchzehe
  • einige Röschen Broccolie
  • Lorbeerblatt
  • 150 gramm Bergkäse grob gehobelt
  • einen Schuß Sahne oder Creme fraiche
  • Salz , Pfeffer Muskatnuss
  • Eßlöffel Olivenöl
  • klein gehackter frischer Petersilie
  • Gemüsefond ca. 3/4 Liter

Zubereitung:

  • den Kürbis in kleine Würfel schneiden
  • Schalotte und Knoblauch ganz klein hacken
  • Olivenöl in eine Wokpfanne geben
  • Schalotte und Knoblauch anschwitzen
  • Kürbis hinzugeben und mit einem Teil der Brühe ablöschen
  • Lorbeerblatt einreiße und hinzufügen
  • köcheln lassen, bis der Kürbis bißfest ist
  • Sahne, Creme fraiche angießen – Hitze zurücknehmen
  • Käse hinzugeben
  • abwürzen und nochmal etwas simmern lassen, bis der Käse sich aufgelöst hat
  • einen kleinen Schuß vom Nudelwasser zugeben
  • umrühren, mit Petersilie bestreuen

Die Nudeln garen nebenbei ca. 3-5 Minuten und schon ist der Seelenfrieden hergestellt.

Die Mühe hat sich gelohnt!

“ Braunes Kichererbsen-Curry mit Pfannenbrot“

(Werbung da Namensnennung)

Bei meinen Hamsterstreifzügen hatte ich braune Kichererbsen aus Österreich mitgenommen.

Wie ich nun recherchieren konnte sind diese braunen trockenen, dicken Perlen sehr gesund.

Kalorienarme Abnehmhelfer: 100 Gramm gekochte Kichererbsen besitzen nur rund 130 Kilokalorien und 3 Gramm Fett, dafür aber 15 Gramm komplexe Kohlenhydrate und satte 7 Gramm Eiweiß.Ideale Sattmacher: Kichererbsen warten mit fast 7 Gramm Ballaststoffen auf, die nicht nur eine gesunde Verdauung unterstützen, sondern auch lange satthalten. Gut fürs Blut: Der hohe Saponingehalt hält den Blutzuckerspiegel niedrig und hat einen positiven Einfluss auf das Herzkreislaufsystem. Eine Studie zeigte, dass eine Ernährung reich an Hülsenfrüchten dabei helfen kann, die LDL-Cholesterinwerte im Blut zu senken.Eisen- und Kalziumgranaten: Ungekocht enthalten Kichererbsen 6 mg Eisen pro 100g und 124 mg Kalzium – das ist ungefähr ebenso viel Kalzium, wie auch in Milch enthalten ist. Kichererbsen stärken somit Zähne sowie Knochen und unterstützen den Sauerstofftransport im Körper.Folsäurelieferanten: Eine halbe Dose gekochter Kichererbsen deckt den täglichen Folsäurebedarf um 50 Prozent. Das B-Vitamin ist für gesunde Zellteilungs- und Wachstumsprozesse unverzichtbar.Bodybuilder: Die beiden essentiellen Aminosäuren Lysin undThreonin, die der Körper zum Aufbau von Proteinen benötigt, unterstützen das Muskelwachstum nach dem Training.unterstützen Nerven und Muskeln: Zink, Phosphor, Kalium und Magnesium stecken ebenfalls in der Hülsenfrucht und unterstützen u.a. Wachstum, die Blutbildung und das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln. (fit for fun: Fitness, Ernährung)

Wow – habe ich da gedacht.

Die Kichererbsen müssen eigentlich, wie alle Bohnen, Erbsen eingeweicht werden, damit sie gekocht werden können.

Allerdings bevorzuge ich den Schnellkochtopf, der das Einweichen erübrigt. Ohne Einweichen – über einen Tag – bzw. vorkochen sind diese so gesunden Perlen nicht zu verarbeiten.

Wichtig – nach dem Abkochen gut mit klarem kalten Wasser abspülen. Die braunen Kichererbsen sind zäh, obwohl mit dem Dampftopf vorgekocht, sind sie noch ziemlich hart.

Die 500 gramm habe ich aufgeteilt: 250 gramm für mein indisches Kichererbsencurry/250 gramm für meinen Humus, den ich mit den vorgekochten rote Beeteknollen pürieren will. Später dazu mehr.

Von meiner Gemüsepfanne(Lauch, Karotten Paprika, Sellerie, rote Zwiebeln ect) am Abend vorher war noch ein Rest übriggeblieben.

Hieraus entstand das nachfolgende Rezept.

Zutaten: (für 4 Personen)

  • 250 gramm braune Kichererbsen oder auch schwarze falls erhältlich
  • 3 Knoblauchzehen
  • haselnussgroßes Stück Ingwer
  • 3 Spitzpaprika (Blick in die Gemüsekiste oder das Gemüsefach , was weg muß kann hier verarbeitet werden)
  • 1 kleiner Spitzkohl
  • Abrieb einer Biozitrone – Saft einer halben Zitrone
  • Koreanderstile
  • 1 Dose gestückelte Tomaten
  • grüne Currypaste
  • 1 Eßlöffel Butterschmalz
  • 3/4 Liter Gemüsebrühe
  • Gewürze: Dieses Gericht lebt hauptsächlich von den verschiedenen Gewürzen.
  • Hier habe ich weitgehend die nachfolgenden Gewürzmischungen verwendet:
  • jeweils einen 1/2 Teelöffel
  • die Gewürzmischungen beziehe ich -keine Werbung – sondern Erfahrungswerte
  • Aus dem Angebot „Gewürze der Welt“ (nicht zuletzt, weil der kleine Gewürzladen am Rindermarkt es mir angetan hat.
  • also: Bio Rosengewürz
  • Indisches Curry – gelb –
  • Ras el Hanout
  • Kreuzkümmel
  • Bio Garam Masala mild
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Meersalz aus der Mühle
  • Chiliflocken

Keine Sorge, hier sind auch andere oriantalische, indische Gewürze willkommen.

Zubereitung:

  • ansich ganz einfach die Kichererbsen lassen wir in einer Wokpfanne mit den Gemüseresten oder einer Gemüsebrühe, welche wir nach und nach angießen, ca. 1 1/2 Stunden vor sich hinsimmern.
  • in der Zwischenzeit hacken wir Ingwer, Knoblauch klein, Karotten, Paprika, Spitzkohl ebenfalls in Streifen schneiden und beiseite stellen.
  • in einer gesonderten Pfanne das Gemüse mit der grünen Currypaste und dem Butterschmalz anschwitzen und die Tomatendose hinzufügen.
  • auf ganz kleiner Pfanne simmern lassen – das Gemüse sollte knackig bleiben –
  • nun wenden wir uns dem Pfannenbrot zu.
  • hier benötigen wir folgendes:
  • 500 gramm Mehl Type 405 oder 550
  • 1 1/2 Teelöffel Trockenhefe
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 1/2 Teelöffel Salz
  • 2 Eßlöffel Pflanzenöl
  • 60 ml Wasser – lauwarm
  • 180 ml Milch – lauwarm
  • 180 grann griechischer Joghurt
  • Zubereitung:
  • alle oben genannten Zutaten in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben – bzw. mit dem Rührgerät oder von Hand einen glatten Teig herstellen
  • 30 Min. stehen lassen – der Teig ist aufgegangen –
  • den Teig locker zu einem Ballen formen und mit der Teigkarte Teilen
  • es sollten ca. 10 Stück sich ergeben
  • diese zu Bällchen formen und stehen lassen.
  • beschichtete Pfanne ganz leicht mit etwas neutralem Öl auspinseln
  • runde Fladen oder längliche ausrollen
  • auf mittlerer Hitze backen, bis sich Blasen bilden – eine leichte Bräunung entsteht
  • schwarzer Sesam über die Teiglinge ggfs. streuen – f
  • mit einer Gabel ein Butterstück über die Fladendrücken, kleingehackten Knoblauch u. frischen Koreander auf die fertigen Pfannenbrote geben

Finalezusammenführung:

  • prüfen , ob die Kichererbsen weich genug sind – sie sollten allerdings noch leicht nussig sein – nicht ganz verkochen
  • die Frischgemüsepfanne den Kichererbsen zufügen und unterheben
  • die genannten Gewürze hinzugeben und ggfs. mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken abschmecken
  • ganz leise vor sich hinsimmern lassen – während wir das Pfannenbrot zubereiten
  • mit kleingehackten Koreanderstilen bestreuen und servieren.

Laßt Euch nicht von der langwierigen Rezeptführung abschrecken. Im Grunde kochen die Kichererbsen vor sich hin und es bleibt somit genügend Zeit, das Pfannenbrot zuzubereiten, etwas zu schnippeln, ein Schlückchen zu nehmen…. vom Frühling zu träumen.

Das Gericht ist eine Offenbarung – ein Genuß pur – überzeugt auch Skeptiker. Die vielfältigen Gewürze verbinden sich zu einer wahren Geschmacksexplosion im Mund.

Nutzt die kalten Tage, die Pandemie gibt uns die Zeit.

„Simply The Best „

(Werbung da Namensnennung)

Wer denkt da nicht an Tina Turner….

Also Tina Turner auflegen und die Woche geht los!

Die Pandemie drückt auf die Stimmung – nach einem kleinen Hoffnungsschimmer – wieder diese grässlichen Zahlen und die Unsicherheit beginnt wieder in uns zu bohren.

Diese Woche leisten wir uns Geschmackexplosionen – die Seele braucht es !

Montag:

Spätzle – einfach – gut !

  • wie ich schon angekündigt hatte, habe das Rezept etwas variiert und zwar mit dem Einkornmehl Type 630 der Draxmühle
  • die Mehlmenge besteht aus 250 gramm Weizendunst und 250 gramm Einkornmehl Type 630

Es hat sich gelohnt !

Die goldgelben Spätzle sind weich, haben einen leichten nussigen Geschmack und sind bestens zum Einfrieren geeignet, wenn was übrig bleibt – bei mir leider wieder nicht.

Originalton Gö-Ga: “ das sind die besten Spätzle, die ich je gegessen habe…“

  • das will was heißen!

Siehe Beitrag vom 3.1.2016

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/10252235

Topfenspätzle

Dienstag: Suppenhuhn

siehe Beitrag vom 29.3.2013 https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/15689987

  • dieses einfache Rezept bietet die Basis für entspanntes Kochen (Brühe kann eingefroren oder in Twistgläser gefüllt werden.

– Tipp: Gemüse kleinschneiden, Chillisoße, Frühlingszwiebel – Gladnudeln – Hühnerbrühe –

Ein einfaches Suppenhuhn bzw. Hühnerteile (Keulen, Brust mit Knochen) tut es auch!

Mittwoch:

siehe Beitrag vom 26.4.2012

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/13582023

Lamacun – easy

Hier verwende ich ebenfalls den Blätterteig aus dem Supermarkt –

  • die Variante mit Lamm/Rinderhack ist die Offenbarung, Zitrone, Petersilie
  • auch hier kann man die Lamm/Hackfleisch -Soße auf Vorrat herstellen und so schnell eine leckere
  • „türkische Pizza“ servieren – die orientalischen Gewürze geben dem Gericht eine tolle Note
  • und ein Glas Wein lädt zu einem gemütlichen (Fernseh/Netflixabend) ein.

Donnerstag: Lust – Süße – Schokolade

s. Beitrag vom 11.11.2012

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/15192831

Heute – fast ist die Woche geschafft – unterstützen wir die notleidende Gastronomie und bestellen uns wonach wir gelüsten – mundwässrig – greifen wir zum Telefon und bestellen uns eine knusprige Ente beim Asiaten, eine kleine Auswahl von leckeren Köstlichkeiten – pünktlich geliefert… oder eine Spezialpizza…

oder die Box vom Sternekoch „Gabelspiel“ soo guuut !

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiGlIeO4a_vAhWGOuwKHY2QCnQQFjAAegQIARAD&url=https%3A%2F%2Fwww.restaurant-gabelspiel.de%2Fshop%2F&usg=AOvVaw2CMsnBaJGXKbEa1nBLJ7ns

Die Weinauswahl ist göttlich –

Wir leben noch und lassen es uns heute gutgehen.

Wer aber es sich nicht nehmen lassen will eine göttliche Nachspeise für seinen Liebsten/Lieben selbst zu gestalten

mousse au chocolat – Tranzsendenz der Schinkelnudel

Freitag: Kumquatsfeigenchutney an Ziegenrolle s. Beitrag vom 3.4.2011

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/10936002

Getreu dem Motto simply the best will ich Euch meine Lieblings Vorspeise – Hauptspeise – Zwischenspeise nicht vorenthalten. Die Zutaten sind austauschbar. Es sollte immer eine härtere Frucht und eine weiche Frucht vereint werden. Beispiel: Mango/Rhabarber , Nashi/Maracuja ……

Genießt die Woche – verwöhnt Euch !

„quick sweet f. homeoffice“

Es ist wieder kalt, naß und grau. Gegen Nachmittag befällt mich ein Gefühl in der Magengegend, es schreit nach Süße, Frucht nach etwas Wärme – andererseits muß es leicht und frisch sein.

Bei aller Backleidenschaft – verzeiht mir – ich habe es wieder getan.

Meine Quarktaschen sind so schnell gemacht, gebacken und auch verzehrt…

Mango-Quarktaschen

Zutaten:

1 Blätterteig aus dem Kühlregal des Supermarktes ihres Vertrauens

250 gramm Quark 20 %

1 Schuß frischgepressten Orangensaft

1/2 Mango frisch oder aus der Tiefkühlung

40 gramm Rohrzucker

1 Puddingpulverpackung

1 Eigelb, 1 Schuß Sahne, Prise Salz und einen Eßlöffel Puderzucker (zum Bestreichen)

oder Aprikosenmarmelade verflüssigen und hiermit bestreichen

Zubereitung:

  • den Blätterteig in Quadrate mit einem Messer oder Teigschaber aufteilen
  • Kreise ausstechen (mit Schnapsglas, Deckel oder ähnlichem)
  • die restlichen Zutaten zu einer Masse verrühren
  • Backofen auf 190 grad vorheizen
  • je ein Eßlöffel der Quarkmasse auf das Quadrat verteilen, dann kleine Kuverts falten und mit dem runden Teigstück verschließen
  • mit der verflüssigten Marmelade oder dem Ei/Zuckergemisch bestreichen
  • 2o-25 Min. goldgelb backen

Fruchtig, süß, leicht zerschmilzt die kleine süße Verführung auf der Zunge.

So läßt sich das Homeoffice versüßen!

Viel Spaß beim Genießen.

Quarktaschen easy going

„Wochenschmaus für Genießer“

Die Gartencenter haben geöffnet ! Nein, am Eröffnungstag bin ich nicht gleich hin, wo denkt ihr hin.

Ein paar Tage habe ich mich redlich gequält und bin dann doch zu meinem geliebten Gartencenter gefahren.

Viel mitnehmen konnte ich bei der Kälte ja noch nicht. Aber die spezielle Kräutererde , ein paar Primel für den Tisch und eine große Schale mit Hornveilchen mußten mit. Mit Spannung verfolge ich derzeit, ob meine mediteranen Kräuter diesen Winter überlebt haben. Der Schnittlauch ist schon da, auf ihn ist Verlaß.

Meinen obligatorischen Vorschläge für diese kalt-sonnige Woche lauten:

Montag: „gebackene Eier“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/11082908

geht sehr schnell, kein großer Aufwand die Zutaten dürften vorhanden sein oder können beliebig ausgetauscht werden.

Dienstag: „Emmer-Risotto“ Beitrag vom 25.6.2020

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20729350

  • anstatt Spargel habe ich letzte Woche Schwarzwurzel verwendet – leider keine Fotos , da im Stress gekocht –
  • auch das Getreide ist beliebig austauschbar – ich werde diese Woche mit meinem beschriebenen Einkorn arbeiten
  • auch Graupen eignen sich hervorragend.
  • die Zugabe von aufgelösten Safranfäden (Safran ist nicht fettlöslich) gibt dem Gericht den besonderen Kick.

Tipp: bei Getreiderisotto empfehle ich es im Schnellkochtopf einwenig vorzukochen.

Mittwoch: „Quer durch den Garten“ s. Beitrag vom 30.3.19

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20728842

Jetzt haben wir das Bedürfnis, nach frischem Gemüse. Auf dem Markt finden wir schon Karotten, Kohlrabi, Broccoli, Blumenkohl… Die Fleischeinlage ist hier nicht zwingend.

Tipp: Tiefkühlgemüse ist ein guter Ersatz!

  • beschleunigt die Fertigstellung enorm.

Donnerstag: „sinnlicher Möhrensalat“ s. Beitrag vom 16.2.2014

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/17763445

Die Beilagen überlasse ich Eurer Fantasie – vielleicht ein cremiges Pastinakenpüree – oder Kartoffelselleriepüree

die Aufnahmen datieren vom Februar 2014, da war am Viktualienmarkt noch reges Treiben, was man derzeit nicht beobachten kann. Die Leere des Marktes, die maskenverhüllten Marktfrauen/männer – die jeden Tag ihre Stände aufbauen, haben mein Mitgefühl.

Am Samstag habe ich frischgemachlenen Mohn, Eier , besondere Asiakräuter schnell geholt.. Diese Vielfalt und Verfügbarkeit liebe ich und es macht mich tieftraurig zu sehen, wie der eigentliche Viktualienmarkt seine Kultur verliert.

Freitag: „Menschen vor Flußlandschaft“ s. Beitrag vom 18.10.20

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20729699

Dieses Fischcurry liebe ich. Es vereint viele Aromen und ist ideal für einen schönen Familienabend.

Wochenende Highlight für ein Kochevent „Veggie-Menü“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/15618700

Fotos gibt es bei mir keine von diesem köstlichen Menü. Vielleicht aber von Euch?

Eine wunderschöne, vegetarische Woche – bleibt negativ und positiv im Denken.

M. Kuhl

„Lichtblick durch’s Pandemiegitter“

(Werbung – da Namensnennung)

Verschwommen gleitet mein Blick in den Wald. Die kleine Wallfahrtskirche am Hügel hinter der Drax-Mühle hatte ich heute mehr zufällig entdeckt, nachdem ich meinen Mehlvorrat aufgefrischt hatte.

Wie immer habe ich auch ein paar Besonderheiten mitgenommen, wie Einkornmehl. Dieses Mehl wird meist als ganzes Korn, bzw. Vollkornmehl angeboten, wenn es überhaupt erhältlich ist.

Es verfügt von allen Gereidearten über den höchsten Gehalt an Carotinoiden, viel Vitamin E und Aminosäuren, die für den Nervenstoffwechsel besonders wichtig sind. Der Geschmack ist fein, einwenig süßlich, aber auch nussig – läßt Vanillenoten ahnen.

Die gelbe Farbe wunderbar. Meine Vision : Spätzleteig aus einer Mischung von Einkornmehl und Dunst (Griessler).

Laßt Euch überraschen, die Ergebnisse meiner Erfolge oder Mißerfolge werde ich Euch mitteilen.

An diesem naßkalten Freitag, mit immer wieder wechselnden Schnee-regen-Schauern – habe ich eine kleine Wanderung gemacht und mir die Kraft für die Woche geholt, neue Kochideen schwirren mir durch den Kopf.

Das Wetter war schon einwenig „aprilig“, wenn ihr wißt , was ich damit meine. Schönes Restwochenende mit meinen kleinen Eindrücken… und meinem Alpenroggenbrot auf reiner Sauerteigbasis will ich Euch auch nicht verhehlen. Ich mag es so dunkel, die resche Kruste und der herzhafte Geschmack mit Butter und ein paar Radieserl vom Markt in meinem Stadtviertel – unglaublich gut –

Alpenroggen-Sauerteigbrot lechzt nach dem Ofen
Alpenroggen-Sauerteigbrot mit Roggenschrot, Brotgewürz und viel Liebe gebacken

„quick Lunch, homeofficefood…“

Für alle die meine „komplizierten Zutaten, Rezepte…“ nicht so mögen, habe ich heute ein schnelles Rezept.

Auch wenn Fasten angesagt ist, gibt es immer Ausnahmen: Schwerarbeiter, Schwangere, Leistungssportler, Kranke…

Sie gehören zu keiner dieser Gruppen? auch gut.

Speckflammkuchen

Zutaten:

  • einen Flammkuchenteig aus dem Supermarkt (hättet ihr nie von mir gedacht…, dass ich so was benutze)
  • 150 gramm saure Sahne oder Schmand
  • 1 schöne rote Zwiebel
  • ca. 100 gramm geräuchertes Wammerl (Bauchspeck geräuchert)
  • 1 handvoll Champignon
  • 1 Bund Frühlingszwiebel oder Petersilie
  • Gewürze Pfeffer aus der Mühle , Meersalz , Prise Muskatnuss, Tropfen Balsamico, sowie eine Spur Honig

so gehts:

  • den Flammkuchenteig mit der sauren Sahne/Schmand bestreichen
  • Speck, Zwiebel und Pilze daraufverteilen
  • Ofen auf 250 grad vorheizen
  • fallend bis auf 200/180 grad backen, bis die Ränder des Flammkuchenteig leicht gebräunt sind.
  • final mit einer Spur Balsamicocreme oder Balsamico – alt – beträufeln, eine kleine Spur Honig
  • und jetzt genießen oder mitnehmen auf die Parkbank

Schönen Tag!