„Juli – es wor so schee – 2022“

So wie es „früher“ einmal war….

Die Tage genießen, sich von den Schönheiten der Natur, der Kultur, dem Leben treiben lassen

Ein kleines Schläfchen am Nachmittag – damit man den Abend in vollen Zügen genießen kann –

Der flimmernden Hitze in schattigen Pinienwäldchen entgleiten, dem unermüdlichen Konzert der Grillen lauschen – die Sonne fällt langsam ins tiefblaue Meer.

Schwimmen bis zum Horizont – die kühle Frische des Sees, des glatten Meeres genießen und einfach hoffen, dass es nie enden möge – die Tage des leichten Seins, voller Glück und Zuversicht.

Lange, anstrengende Wanderungen – die angenehme Kühle, frische Bergluft – den ersten Anflug der Herbstluft erhaschen – Naturgewalten erkennen..

Die verschiedenen Landesküchen austesten, mitnehmen und nicht an die Katastrophen der Welt denken.

Meine kleinen „Gärten“ gedeihen prächtig bei diesem Klima.

Das war mein Juli 2022

Schaut selbst:

Ciento
Umbrien
Bella Italia

Alpenküche der Spitzenklasse
Balkongarten und Zitronenschaufenster

Heute Dienstag, 12:21 Uhr – 24 grad – der See ruft

Bis bald

M Kuhl

„feurige Soße – Reisevorbereitungen …“

(Werbung, da Namensnennung)

Die versprochenen Biergarteneindrücke konnte ich noch nicht liefern – sorry –

Das nette Ehepaar aus Dachau, der schöne Sonntagnachmittag…

Wieder blieb keine Gelegenheit ein paar Fotos zu schießen.

Aber meine Portion Spirerips von gestern Abend will ich Euch nicht vorenthalten, dazu Augustiner vom Faß und die Welt ist in Ordnung.

Spirerips

Das erfrischende Bad in der Isar, die leidigen, gegerbten Isarmänner fortgeschrittenen Alters – erheben sich, wenn ich ins Wasser stapfe, läßt sich täglich genießen.

Meine Balkongärtchen halten mich auf Trab und jetzt soll ich auch noch Koffer packen – Reiseapotheke – , der Herr Sohn hat sich angekündigt –

Mir reichte es – erst mal einen ausgiebigen Stadtbummel und einen klassische italienische Erfrischung – dann mal schauen, was sich deligieren läßt an Haushaltspflichten.

Campari Soda

Doch jetzt zu meiner Spezialsoße, nach der sicherlich jedes Grillfleisch lechzt.

Zutaten:

  • rote, kleine Frühlingszwiebeln
  • ein Stück Ingwer frisch
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • eine 1/2 geschälte Spitzpaprika ( gerne auch vorher gegrillt)
  • 1 Dose Tomaten gestückelt –
  • 2 Eßlöffel Olivenöl
  • 1 kleiner Schuß Whisky
  • 1 kleine Chilischote – ohne Kerne –
  • Gewürze: Sortiment „Gewürze der Welt „:
  • je einen1/2 Teelöffel Bio Vadouvan, Drachenfeuer-Curry, Bio Orientcurry
  • eine kräftige Messerspitze geräuchertes Paprika, spicy
  • eine Prise geräuchertes Salz
  • frischen Koreander

Zubereitung:

  • Zwiebel, Knoblauch,Ingwer, Paprika, Chilischote klein schneiden und im Olivenöl andünsten
  • mit dem Whisky ablöschen und einköcheln lassen
  • dann die gestückelten Tomaten angießen und köcheln lassen
  • wenn sich eine schöne sämige Konsistenz gebildet hat, die Gewürze hinzufügen
  • mit Koreander bestreuen und zum Fleisch, Fisch, zur gegrillten Wurst genießen
„feurige Grillsoße“

„Currywurst“

Tipp:

  • Kartoffel waschen mit Schale in hauchdünne Scheiben auf dem Allesschneider (oder Brotmaschine genannt) schneiden
  • und fritieren

Schönes Wochenende, viel Spaß beim köcheln, grillen, sonnen ……

Bei mir geht die Sonne gerade unter…

Sonne geht

„Servus Juni 2022 … „

(Werbung, da Namenerkennung möglich)

wunderschön war dieser Monat – nach Regen folgte Sonnenschein – eine konstante Wärme – heiße Badetage – und laue Nächte

Allerdings die Wetterprognosen sind meist ungenau – bis nicht zutreffend.

Die Leichtigkeit des Seins ist wieder einwenig zurückgekommen. Corona haben wir einwenig verdrängt.

Osterseen im Regen
einwenig leichte Kost
Balkongarten im Juni 2022
Natur pur Genuß

Bleibt gesund und munter

Bis die Tage

M. Kuhl

„Sommerküche für eine heiße Woche…“

Gregor – präsentiert sich – stolz und hat den Überblick –

Nichts entgeht ihm. Der nackte, fette Mann auf dem Balkon, die lauten Telefonate der internationalen Bewohner, das unnötige Gezeter mit müden Kleinkindern –

läßt ihn völlig kalt. Er erhofft sich einen Leckerbissen – egal ob Fleisch, Fisch oder Brot.

Gregor frißt und bunkert scheinbar alles, sogar meine leere Erdnußtüte.

Gregor

Montag: Auberginenröllchen lecker leicht

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731986

Auberginen gefüllt mit bayrischem Kartoffelkäs

Wie wäre es am Abend mit einem kräftigen, würzigen Eintopf mit geröstetem Knoblauchbrot

„Hot and spicy“ am Dienstag

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Sommerpaprika vom Balkon
„scharfe Gemüsesuppe für die laue Nacht“

Mittwoch: gegrilltes Gemüse – Vorspeise – Hauptgang-Beilage –

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Lecker, leicht und so easy

„sommerliche Scharfmacher „

„gegrilltes Gemüse“

Gerade stelle ich fest, dass meine Küche diese Woche sehr vegetarisch angehaucht ist, aber bei hohen Temperaturen, mag ich Gemüse, Salate einfach lieber.

So geht es am

Donnerstag: Joghurt-Minz-Suppe

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731560

Diese erfrischende Suppe ist einfach wunderbar – Hummus-Variationen bieten sich an.

-Joghurt-Minzsuppe-

Die Woche ist so schnell vorbei

Freitag: Sommerfisch -Dorade vom Grill –

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20733298

„Dorade vom Grill“

Samstag: Lamm was sonst

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731632

Freunde treffen, die Gläser klingen lassen – Kerzenlicht und die Grillmeister sind hier gefragt. Das Lamm soll leicht rosa sein, trotzdem Röstaromen haben, heiß serviert werden … Die Hitze am Grill muß hier bewußt und gekonnt gesteuert werden.

Diese saftigen, kleinen Leckereien vom Lamm sind mein Favorit.

Ehrlich 5-6 Lammkotelettchen schaffe ich schon.

Lammkoteletts der Extraklasse

Prosit aufs Wochenende

Am Sonntag gehen wir in den Biergarten, genießen Hendl, Sparerips und eine kühle Maß Bier – Gott sei Dank haben wir die schattigen Kastanien ganz in der Nähe.

Fotos folgen hierzu – Werbung – erforderlich

Genießt die Sonne, die Tage bis bald

M. Kuhl

„Dorade – frech und frisch „

Es ist so heiß – der See ruft jeden Tag, die Isar in der Früh hat jetzt auch die richtige Temperatur um kurz ein paar kräftige Züge zu schwimmen.

Meine Kräuter gedeihen prächtig, die Salatbar setzt mich regelrecht unter Druck.

Eigentlich mag ich nicht so gerne Salat. Das gegrillte Gemüse überzeugt mich da mehr.

Daher möchte ich Euch kurz in meine kleine Balkongarten einladen. Es wächst alles von selbst – ohne große Mühe meinerseits-

Das Ernten des Pflücksalats ist wunderbar, die ersten lila Snackpaprikas … und meine Kräutervielfalt bereichern den Küchenalltag ungemein.

Schaut selbst

„Meggie’s Sommerdoraden easy“

Zutaten: (für 3-4 Personen)

  • drei mittlere Doraden ( nicht zu groß und schwer)
  • frischen Knoblauch, Ingwer, Chilischote
  • Koreander
  • grobes Meersalz, weißen Pfeffer aus der Mühle

und so geht es schnell und easy, vorausgesetzt, die Fische sind ausgenommen.

Aber ich bin sicher, dass der Fischhändler das gerne für Euch erledigt. Allerdings bei unserem türkischen Laden ist die Ware zwar hervorragend – aber das Personal totol überlastet und Gö-Ga hat die Fische fein und sauber ausgenommen, schließlich war er mal „Angler“.

  • die Fische gut trocken tupfen und hauchdünne Ingwer und Knoblauchscheiben vorbereiten, die Chilis entkernen
  • den Koreander vom Balkon holen
  • alternativ kann auch Petersilie, einwenig Zitronenmelisse wirkt Wunder
  • den Fisch mit grobem Meersalz salzen, die Ingwerscheiben, Knoblauchscheibchen, die gehackte Chilischote in die Fische füllen
  • wichtig: den Fisch außen kräftig salzen und einwenig mit Olivenöl bepinseln
  • den Grill gut vorheizen
  • und einwenig einfetten (neutrales Öl) verwende ich ( denn die Dorade bleibt schnell kleben)
  • heiß angrillen – Geduld haben nicht schnell drehen –
  • die Dorade braucht Zeit, bis sie sich mit dem Grill versöhnt hat
  • erst wenn sie sich vom Grill gelöst hat umdrehen
  • Temperatur zurücknehmen und offen langsam garziehen lassen.
  • dazu Grillgemüse, Knoblauchbrot und einen gut gekühlten Weisswein

Mehr braucht es nicht – der Sommerabend ist gerettet –

Die Dorade außen knusprig – die Aromen der Füllung geben dem Fisch den besonderen – für mich Sommergeschmack, würzig, leichte Schärfe, die Kräuter und doch bleibt der Fisch Sieger im Wettstreit der Geschmacksaromen.

Dorade vom Grill

Genießt die Sonne und die kühlen Seen, Flüsse und bleibt gesund!

Bis bald M Kuhl

„Rhabarber ade“

(Werbung , da Namensnennung)

12 grad, Regen, am 9.6.2022 – dabei war ich schon ganz auf Sommer eingestimmt

Der geeignete Tag, um Semmelbrösel herzustellen, Gnocchi auf Vorrat zu produzieren, Marmelade zu kreieren, Currywurst mit Kartoffelchips für den Gö-Ga vorzubereiten.

Currywurstsoße feurig, fruchtig
Currywurst für Mr. Gö-Ga – natürlich schon angeschnitten

Ja – und – sich über die Weltnachrichten, das Wetter, die Politik aufzuregen…

So bleibt man agil, aktuell und die Zeit rast dahin und schon wieder ist die Woche um.

Ehrlich, einer täglichen Arbeit nachzugehen, würde mir derzeit sehr schwer fallen, denn ich habe kein Zeitfenster mehr für Meetings, Dienstreisen, schwierige Verhandlungen ….. und die lieben Kolleg*innen mit ihren tausend Fragen und Anliegen.

Mein geliebtes Gemüse, ja ihr lest ganz richtig, es ist ein Gemüse, wird sich auch in Kürze verabschieden. Die Erdbeeren verdrängen ihn aus dem Küchenplan, dennoch will ich den frischen, fruchtigen, süßen Geschmack von Erdbeeren mit der rauhen Säure des Rhabarbers verbinden und nicht mit Zucker übertönen.

Leicht, einwenig stückig, cremig soll die Marmeleide sein. Meine Probecharge war dermaßen bombastisch, dass ich das Rezept sofort aufschreiben mußte für Euch:

Rhabarber-Erdbeer-Holunder Marmelade

Zutaten:

  • 800 gramm geschälter, gestückelter Rhabarber
  • 200 gramm Erdbeeren (vom Feld, reif und aromatisch)
  • 1 Vanilleschote
  • 30 ml Holundersirup
  • ein Röhrchen Orangen-Rohrzucker
  • Wiener Gelierzucker bio 2:1
  • Saft einer halben Biozitrone

Die Zubereitung ist, wie könnte es anders sein, schon etwas aufwendig, aber…..

und so geht es ganz easy:

  • ca 200 gramm Erdbeeren putzen und in nicht zu kleine Stücke schneiden
  • das Röhrchen Organgenzucker hinzufügen, sowie den Holundersirup
  • über Nacht im Kühlschrank abgedeckt durchziehe lassen
  • (bei mir waren es die Reste vom Dessert des Vorabends- welch ein Zufall)
  • den Rhabarber abwiegen, die marinierten Erdbeeren hinzufügen
  • und stehen lassen, bis der Zucker sich verflüssigt hat.
  • dann die Vanilleschote auskratzen und mit der Schote in den Topf geben
  • kurz aufkochen – dann auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis der Rhabarber seine harte Struktur verliert
  • Zitronensaft hinzufügen
  • kurz durchpürieren – aber so , dass weder der Rhabarber, noch die Erdbeeren gänzlich püriert sind. Die „Stückchen“ sollten auf der Zunge schmelzen und doch ihre Festigkeit behalten.
  • Wichtig: Den Geliertest niemals vergessen
    • auf eine Espressountertasse einwenig Marmelade geben und kurz hin und her bewegen, wenn es nicht mehr fließt – ist die Marmelade perfekt
  • dann sofort in die vorbereiteten Twistgläser abfüllen, auf den Kopf stellen (ca. 5 Minuten reicht)
  • eine kleines Schälchen zum Schlecken solltet Ihr aber für Eure Lieben reservieren…

Tipp:

  • Pfannkuchenteig – soll es ja auch im Kühlregal geben – in einer Crêpes-Pfanne hauchdünn backen – mit dieser Marmelade bestreichen und gerollt servieren.
  • (leider konnte ich kein Foto machen- so schnell waren meine kleinen Rollen, liebevoll mit Minze und Puderzucker dekoriert im wahrsten Sinn des Wortes – Verschlungen)

Bis bald

Liebe Grüße aus der „Schafskälte“

„Grüße vom blauen Bäumchen“

M. Kuhl

„Holunderblüte anno dazumal…“

(Werbung, da Namensnennung)

Im Juni war es immer schwül, heiß, gewittrig – das Heu mußte eingebracht werden.

Der Juni Anno 1962, ich erinnere mich ganz vage, war sehr wechselhaft und das Gras war langsam gewachsen. Die kargen Hänge und Wiesen mußten manchmal von jetzt auf gleich gemäht werden. Schwungvolles, gekonntest Sensen war hier gefragt, eine mühsame, sehr anstrengende und schweißtreibende Arbeit, die aber mein Großvater sehr gut beherrschte.

Ich liebte den Geruch von frisch gemähtem Gras, lief mit meinem kleinen Rechen hinter meinem Großvater her und verteilte das Gras, damit es gut trocknen konnte.

Fluchend, hielt Großvater inne, wieder hatte er in einen Stein geschlagen und mußte nachschärfen. An einem schweren Ledergürtel hing die Ledertasche mit dem Stein- irgendwie war auch etwas Wasser im Spiel – wie er das Wasser auf das Sensenblatt brachte – habe ich vergessen. Gespuckt hat er manchmal drauf – ob das reichte ?

Trotz der Hitze wurde ich gezwungen, festes „Schuhwerk“ anzuziehen. Die kurzen Hosen wurden gerade noch genehmigt. (kein Mensch sprach damals von Shorts..)

„Wenn wir fertig sind, holen wir die Holunderdolden runter, dann kann Oma wieder das Holunderwasser machen“ tönte Großvater um mich zu motivieren. Das Gras war schwer , die Knöchel schmerzten, vom schrägen bergauf gehen – schon wieder hatte mich was gestochen. „Mach direkt Spucke drauf, vergeht schon wieder, biste heiratest..“ Jetzt war ich oben, saß auf dem schweren Stein und wartete auf meinen Großvater. Der kräftige Holunderbusch grüßte majestätisch ins Tal. Seine Dolden wogen leicht im Sommerwind und verströmten einen Duft. Fast 60 Jahre später, habe ich ihn immer noch in der Nase – so intensiv, betörend – kein Wunder, dass sich hier alle Insekten des Planeten versammelten.

Großvater keuchte, nahm einen großen Schluck Wasser und blickte stolz, glücklich und zufrieden in das weite Tal, welches nun dicht bewaldet war. Die Sonne stand fast senkrecht über uns. Wie aus dem Nichts wurde Großvater hektisch, stieß mich unsanft zur Seite. Die Sense zischte durch die Luft, um gleich wieder krachend aufzuschlagen.

Mein Herz klopfte. War er jetzt doch verrückt? Die Leute sagten doch immer: Der eigensinnige, leicht verrückte mit seiner wilden Enkelin…

Nein ! Er hatte eine ausgewachsene Kreuzotter mit einem Hieb getötet, die gerade dabeigewesen war, mich ins Visier zu nehmen. Genaue Analyse, wie man eine Kreuzotter von einer Ringelnatter unterscheiden kann, wo sie vorkommen in unserem lieblichen Tal und wie man sich verhält, wenn man ihnen begegnet, folgte in einem langatmigen Monolog.

Ein ausführlicher Vortrag, über das Verhalten, Leben und die Nützlichkeit von Schlangen, Ringelnattern und…. mußte ich auch noch über mich ergehen lassen.. Auch diese wichtigen Fakten habe ich bis heute nicht vergessen. Erst vor kurzem mußte sich meine erwachsene Tochter anhören, dass man mit Flip Flops und Sandalen nicht in die Natur maschiert.

Zu Hause wartete im tiefen, dunklen Bruchsteinkeller, der Holundersirup und alle lauschten gespannt, was uns widerfahren war.

Gibt es etwas köstlicheres im schwülen Juni 2022 ?

Den großen Tonbottich, das Eichenholzbrett, den beschwerenden Basaltstein habe ich nicht, genauso fehlt mir der kühle, dunkle Bruchsteinkeller tief in der Erde.

Das Rezept habe ich verifiziert und in Österreich den geeigneten Zucker gefunden, der schon sehr viel Mühe und Arbeit wegnimmt.

Holundersirup

Sirupzucker

Zutaten:

  • ca 3o Dolden Holunder
  • hier ist es besonders wichtig, dass diese trocken geerntet werden und kräftig ausgeschüttelt werden (denn hier sammeln sich die Insekten u. sonstige Getierchen gerne)
  • 1 kg Wiener Sirup Zucker –
  • 3/4 Liter Wasser
  • 1 Biozitrone (groß)

mehr nicht !

Zubereitung:

  • zunächst müssen die Dolden von den Stilen befreit werden!
  • es dürfen keine geschlossenen Blüten (Knospen) dabei sein
  • und keine grünen Stile (da giftig, genau wie die ungekochten Beeren später)
  • dies erfordert Geduld und Mühe
  • dann den Zucker mit dem Wasser übergießen und erhitzen, bis er klar ist
  • dann über die gezupften Blüten geben, mit Zitronenscheiben belegen und 48 Stunden kühl stellen
  • den Sirup durch ein Sieb, besser Passiertuch passieren
  • nochmal drei Minuten aufkochen (so länger haltbar)
  • in saubere Flaschen oder Fläschchen abfühlen und je nach Gusto genießen

Tipp: Erdbeeren mit dem Sirup marinieren – geschlagene Sahne –

Gö-Ga hat das schon angerichtete Glas geleert, bevor ich ein Foto machen konnte.

Schönen Restfeiertag

bis bald

M Kuhl

„Summer drinks… „

Werbung da Namennennung

summer drinks cool

Davon träumen wir alle, eine laue Sommernacht, die Glühwürmchen fliegen, Kerzenschein … die Nacht möge nicht enden.

Gekühlte Getränke – frisch – leicht – mit oder ohne Alkohol.

Es gilt schon jetzt die Basis zu schaffen.

Wie wäre es mit einer Rhabarber-Minze-Proseccoerfrischung -am Nachmittag

  • oder einen Holunder-Gin-Minze-Eis Drink
  • super schmeckt auch Limone-Holunder-Basilikum auf Eis
  • oder Erdbeer-Holunder-Zitrone mit einem leichten Riesling aufgegossen

Die Variationen sind beliebig. Allerdings ist die Basis der

richtige Sirup!

Rhabarber-Sirup- Rezept:

Zutaten:

  • 500 gramm roten Rhabarber
  • 1000 gramm Wiener Sirupzucker (Beeren bzw. rot)
  • 0,5 Liter Wasser

Zubereitung:

  • Rhabarber , waschen, trocknen und putzen und in Stücke schneiden
  • den Rhabarber mit dem Wasser übergießen
  • ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis er leicht zerfällt
  • abkühlen lassen
  • dann in ein geeignetes Gefäß geben und mit dem Zucker vermischen
  • übernacht im Kühlschrank ziehen lassen
  • mit einer flotten Lotte (Passiergerät ) die Masse durchdrehen
  • anschließend nochmal durch ein feines Sieb bzw. Passiertuch drücken
  • die Masse anschließend 3 Minuten sprudelnd aufkochen
  • jetzt die Flüssigkeit schnell in vorbereitete Glasflaschen abfüllen
  • kühl und dunkel aufbewahren (Haltbarkeit ca. 3 Monate)
Passieren der Rhabarbermasse

Dieser Sirup eröffnet die Sommerdrinks und ist bei Groß und Klein gleichermaßen beliebt.

Viel Spaß beim Genießen !

P.S Rezept für Holunder-Sirup folgt…

M. Kuhl

„Graukäsknödelvariation à la Meggie“

Die Tirolerküche, deftig, ehrlich, manchmal einwenig handwerklich anspruchsvoll.

Wer weiß wie es geht, zaubert meist schnell und ohne großen Aufwand die bodenständigen Gerichte, die eigentlich die Alpenküche verkörpern sollte.

Das Geheimnis des Geschmacks sind die Zutaten, die es nur hier für mich gibt.

Ob Milch, Topfen, Fleisch, Beeren, Käse es ist eine andere Dimension und der Geschmack, die Eigenschaften der Produkte sind in Deutschland nicht zu erwerben.

Ein halbes Jahrhundert reise ich nach Tirol und kenne viele Gasthäuser, Restaurants, Hütten und deren Küchen, Vorlieben und auch Schwächen.

So findet an überall die sogenannten Kaspressknödel. Diese Knödel werden in der Pfanne mit Bergkäse, bzw. auch Graukäse gebraten und dann in meist kräftigen Rindssuppen mit Schnittlauch serviert.

Graukäse : lt. Wikipedia

Tiroler Graukäse ist ein Sauermilchkäse aus Tirol. Er schmeckt würzig-säuerlich und wird mit zunehmender Reife schärfer. Der Graukäse ist mit einem Fettgehalt von höchstens 2 % F. i. T. sehr fettarm. Er besitzt eine dünne, rissige Rinde, die meist einen grünlich-grauen Edelschimmelrasen aufweist. Der Käseteig ist weißlich-gelb bis speckig und trocken. In den Handel kommt er in Laib-, Brot-, Scheiben- oder Stangenform mit einem Gewicht von 200 Gramm bis 4 Kilogramm. Verwendung findet er beispielsweise in den Tiroler Kaspressknödeln, den Zillertaler Krapfen oder mit Essig, Öl, Zwiebeln und Gewürzen mariniert (Saurer Graukäse). Er passt gut zu dunklem Brot oder wird im Verhältnis 1:1 mit Butter gegessen

Je nach Zubereitung hatte ich das Gefühl – sorry – aufgeweichtes Weißbrot in einer mehr oder weniger guten Brühe zu essen. Der oft verwendete Graukäse ist ansich ein für mich halbfertiger Käse und mit dem Harzer Roller zu vergleichen. Nur ganz selten erwischte ich diese herzhaften, kräftigen Kaspressknödel.

Auf meiner kleinen Tiroltour hatte ich mich großzügig mit verschiedenen Käsesorten eingedeckt unter anderem auch einem großen Stück Graukäse (jung).

So entstand das Knödelrezept. Es regnete, der Abend schien kalt und dunkel zu werden. Nach einer aufwendigen Zahnarztsitzung war ein guter Knödel genau das Richtige.

Graukäsknödel -Hauptgang

Meine Zutaten:

350 gramm altbackene Semmel (auf der Brotmaschine dünn aufgeschnitten)

300 gramm Graukäse (jung)

300 ml heiße Milch

3 große Eier

3 kleine, frische rote Frühlingszwiebel

einen Bund kleinblättriges Basilikum

35 gramm Butter

1/2 Eßlöffel glattes Mehl

8 Scheiben durchwachsenen Speck bzw. einwenig Lardo in dünnen kleinen Scheibchen

10 Salbeiblätter

Abrieb von einer Knoblauchzehe

Gewürze: Salz aus der Mühle, weißen Pfeffer, Muskatnuss, Chiliflocken oder eine kleine rote frische Chilischote

Zubereitung:

  • 300 ml Milch mit weißem Pfeffer und Salz aus der Mühle vermischen und heiß werden lassen
  • die Semmel schneiden und in eine große Schüssel geben
  • den Graukäse zerbröseln, bzw. kleine Stücke schneiden und über die Semmelmasse geben
  • die inzwischen heiße Würzmilch über die Semmel/Käsemasse gießen und gut mit beiden Händen durchkneten
  • beiseite stellen
  • die Zwiebeln mgl. klein schneiden
  • 35 gramm Butter in eine Pfanne geben
  • die Zwiebel glasig dünsten
  • dann die gezupften Basilikumblättche mitschwenken
  • und die Butter-Zwiebel-Basilikum-Mischung über den Semmelteig geben
  • gut durchkneten – Vorsicht – könnte am Anfang heiß sein-
  • 3 Eier, 1/2 Löffel glattes Mehl, Pfeffer, Salz und Muskatnuss mit dem Rührgerät schaumig aufschlagen und kurz stehen lassen
  • anschließend die Masse zum Semmelteig geben und kräftig kneten
  • die Masse muss jetzt ca. eine 1/2 Stunde ruhe
  • in der Zwischenzeit bereiten wir
  • die Speckscheiben, den Lardo vor, zupfen die Salbeiblätter
  • stellen zwei Pfannen auf
  • sowie einen großen Topf mit Salzwasser
  • mit feuchten Händen formen wir nun kleine Knödel
  • lassen das Wasser einmal aufwallen
  • und geben mit der Schöpfkelle die Knödel ins wallende Wasser
  • sobald alle im Wasser sind
  • darf das Wasser nicht mehr kochen
  • nun lassen wir die Knödel 10-12 Minuten gar ziehen.

In der Zwischenzeit:

  • Speck auslassen
  • Butter aufstellen und Salbei gross werden lassen
  • Achtung: unbedingt auf die Temperatur achten, wird schnell zu dunkel und schmeckt dann nur noch bitter
  • Knödel auf vorgewärmte Teller anrichten – mit Speck und der Salbeibutter versehen, einen winzigen Hauch frischen Knoblauch wirkt Wunder
  • leicht mit altem Bergkäse oder Parmesan abreiben
  • servieren und sich glücklich und satt essen.

Dieses Gericht ist ein gehaltvoller Hauptgang und bedarf eigentlich nur einer österreichischen Weinbegleitung.

Die restlichen Knödel habe ich einzel in Frischhaltefolie verpackt und in die Tiefkühlschublade verstaut. (für den nächsten kalten, regnerischen Sommertag).

Viel Spaß beim Nachkochen.

Tipp: wer keinen Graukäse bekommt, kann diese Knödel auch mit Harzer Roller oder Handkäse herstellen.

„Mai servus, ade….“

Der Mai hatte schon ein paar Wonnemonatmomente, aber für mich war er viel zu kalt.

Der Mai war gekommen, doch die Bäume schlugen nicht aus. Es mangelte schlicht an der erforderlichen Feuchtigkeit. Meinen Balkongarten konnte ich erst letzte Woche in Angriff nehmen. Die Pflänzchen lechzen nach Sonne und Wärme in diesen kalten Tagen. Die Chilli- u. Paprikapflanzen möchten am liebsten zurück ins Gewäschshaus, das Basilikum streikt und will abends rein. Der Pflücksalat streckt verzweifelt seine Ärmchen am Nachmittag in die Sonne!

Allerdings war es möglich die Badesaison einzuläuten und ich hatte das Gefühl von dieser Leichtigkeit des Seins, die mir nur der Sommer bescheren kann, ist gekommen , um zu bleiben.

Der Pilsensee war so warm, das Wasser so sanft und die verliebten Krötenmännchen lieferten sich Liebensarien der besonderen Klasse.

Ein paar kleine Ausflüge und eine Kurzreise ins Rheinland und schon war er vorbei der Mai 2022.

Der angesetzte Rhabarbersirup wartet auf seinen Einsatz !

Rhabarber-Sirup im Werden
„Abfüllanlage“

Eisgekühlt, mit Prosecco aufgegossen …

Rezept folgt.

Schöne Zeit!

M. Kuhl

„Gregor der Superschlaue und der Seefund vom Sonntag…“

(Werbung da Namen erkennbar)

Letztes Jahr fiel er mir schon auf. Majestätisch schwingt er sich durch die Lüfte.

Lautstark verkündet er scheinbar irgendwelche Weisheiten, die nur er und seine Artgenossen verstehen. Er scheint ein Einzelgänger zu sein oder ist er nur der Futterversorger?

Tief schwarz ist sein Gefieder, seine Spannweite riesig.

Er schaut dich fragend an, hält den Kopf schief und läßt sich auf nichts ein.

Dann kommt er wieder, genau zur gleichen Tageszeit. Sicher landet er aus großer Höhe auf dem Tisch. Gö-Ga’s Thron nimmt er in beschlag.

Schimpfend zieht er von dannen. Wieder fliegt er im Sinkflug an, wühlt im Blumenkasten. Schaut mich fragend an, versteckt sich hinter dem Hortensienbusch. Gibt laute, krächzende Töne von sich und verschwindet im hohen Wald vor dem Stadtbach. Gregor habe ich ihn genannt. Er hat etwas geheimnisvolles, fast menschlisches an sich.

Noch habe ich meine Recherchen , welche Vogelart er verkörpert, nicht abgeschlossen. Schlau, einwenig hinterhältig ist er schon. Sucht er seine Hexe, auf deren Schulter er sich ausruhen kann?

Auf jedenfall liebt er die Blaubeerwaffeln meiner Tochter.

Er nahm die Abdeckung weg und flog mit der großen Waffel von dannen.

Bislang war mir nicht bewußt, dass auch Vögel (Rabe oder Krähe) sich ungesund ernähren.

Sonntagmorgen – was für ein herrlicher Tag –

Mona ruft an, schon so früh? „Was hälst Du vom Badetag?“

Meine Antwort: „Bin in 10 Minuten, mit Proviant startklar“.

Sonne, ein einsamer Badesteg, mit dem Gefühl auf einem Boot zu sein, das Farbenspiel des Wassers, dunkelblau, grau, türkis und die Weite des Sees.

Keine Menschenseele in Sicht, nur ein vereinzelter Ruderer, macht kehrt.

Seefeeling im Mai

Das Picknick: Spargelsalat, Spargelröllchen mit dem leckereren gebackenen Schinken vom kleinen Markt, meine Quarkcreme mit den Kräutern des Balkons, einwenig Obst. Wasser für den Durst. Lesen, Schwimmen, Ratschen war der Plan. Die Entenfamilien beim streiten zu beoachten – interessant –

Fast schon was menschliches erkennbar. Mein Kind, dein Kind hat, der war schon immer…, die Beute gehört uns – ich bin der Bestimmer…“

Soll ich , soll ich nicht – das Wasser ist noch ziemlich frisch

Mit dem großen Zeh mal testen, aber was ist denn das? Komisches Gefühl am Zeh, was liegt, schwimmt denn da. Da musste ich schon genauer Hinschauen.

Ein kühles Bier lag im Wasser.

Das Problem war, wir hatten keinen Flaschenöffner dabei.

Den so beliebten Trick, die Flasche mit dem Feuerzeug zu öffnen, beherrschten wir nicht. Das Bier mit der interessanten Aufschrift und den zwei restlichen Wienerwürstel überreichte ich meinen GöGa, der schon mit Heißhunger auf den Abendgrill wartete und so recht nichts mit dem Mitbringsel anzufangen wußte..

So habe ich die Badesaison am 15.5.2022 eröffnet. Ein Traumtag.

und rein ins Wasser….

„Summerfeeling …..“

6.00 Uhr am Morgen, die innere Unruhe treibt mich raus

Starter -Espresso

Die Wärme streichelt meine Beine und der Espresso verbreitet einen Duft, dem man nicht widerstehen kann.

  • die Sauerkirschen sind in der Pfanne
  • der Kefir ist wunderbar gestockt – und will abgefüllt werden
  • Waschmaschine – die 3. – läuft
  • den Spargelrest vom Wochenende werde ich zu einem schlunzigen, cremigen Risotto verarbeiten –
  • Wein einkühlen – für den ersten, zweiten .. lauen Abend.
  • heute Abend treffe ich mich mit einer Freundin aus Hamburg in der Stadt
  • vielleicht einwenig rumtreiben…
„Neues Rathaus im Sonnenschein“
Löwenzahn servus
Zierlauch will hoch hinaus

Hier mein cremiges Sommereis zum Genießen:

Cremiges Tonkabohne-Sauerkirsch-Eis

(ohne Eismaschine, einfach so frieren lassen)

Zutaten:

  • 340 gramm gesüße Kondensmilch (kaufe ich sonst niemals, aber für die cremige Masse leider zwingend)
  • 440 gramm Sahne (32 %)
  • 150 gramm tiefgefrorene Sauerkirschen
  • 2 Eßlöffel braunen selbstgemachten Vanillezucker
  • einen kräftigen Schuß Kirschlikör oder Rum
  • Abrieb von der Tongabohne (ruhig kräftig)

und schon geht es los:

  • Kondensmilch mit der Tonkabohne bereichern und bei seite stellen
  • die Sauerkirschen mit dem braunen Zucker kurz karamelisieren und dann mit dem Likör bzw. Rum ablöschen und einreduzieren lassen
  • abkühlen lassen.
  • die Sahne steif schlagen und die Kondensmilch zunächst ca 1/3 unterheben, nach und nach die Masse mit dem Schneebesen locker unterheben und nur kurz verrühren
  • dann in eine längliche Form gießen, abdecken und für ca. 16-24 Stunden gefrieren lassen.

Das Eis wunderbar, cremig , süß und doch einen gewissen leicht säuerlichen Abgang.

  • Tipp: die Sauerkirschen durch Rharbarber-Vanille-Prosecco Kompott bzw. Erdbeer-rote Pfeffer-Limoncello Kompott ersetzen
  • Zitronen auspressen, Zesten = Zitroneneis der Extraklasse

Der Eissommer ist gerettet !

Tonka-Bohne -Sauerkirsch

Viel Spaß beim Schlecken, Sonnen, Lesen, Urlaubspläne schmieden

M. Kuhl

„Servus April- genug gemacht was er will….“

Irgendwie – trotz der Lockerungen – bleibt ein mulmiges Gefühl –

Die sich überstürzenden Kriegsereignisse in der Ukraine belasten wohl jeden.

Die Politik in Deutschland wird immer mehr vom Quotenverhalten bestimmt.

Traurig ist es für mich immer wieder festzustellen, dass keine Gelegenheit ausgelassen wird, um Parteipolitik zu betreiben.

Die Regierungsmannschaft – bis auf ganz wenige Ausnahmen – überzeugt nicht. Sinnloses „Geldverteilen“ – was andere wieder büßen müssen, kann nicht das allheilmachende Konzept sein.

Machtlos stehen wir als einzelnes Individuum da, dabei hatten wir Krieg, Teurungen doch längst vergessen, verdrängt.

Jeder soll konsumieren- sich den neuesten Fernseher… leisten können, Ausbeutung gewisser Berufsgruppen nehmen wir billigend in kauf. Disquonter überbieten sich mit immer neuen Tages-Wochenangeboten – dabei braucht dies meist kein Mensch.

Die Chance gilt es zu nutzen, sich wieder auf unsere Werte zu besinnen. Auch andere sinngebende, kostenlose Aktivitäten können glücklich machen.

Die Lebensmittel bekommen erstmals wieder die Beachtung, die ihnen gebührt. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn man Basiseinkaufs- bzw. Grundkurs Kochen mal finanziell unterstützen würde, anstatt Einmalleistungen unters Volk zu werfen, womit wieder konsumiert wird und der Staat wieder profitiert.

Genug, alles neu macht der Mai.

Der April war für mich wieder mal ein echter April, wie man ihn sich vorstellt.

Einwenig Sommer, einwenig Winter und die Erkenntnis, dass die Natur sich nicht täuschen läßt. Jedes Jahr sprießt der Bärlauch, die Wälder verwandeln sich in eine grüne Oase, die Kinder warten auf den Osterhasen.

Mit meinen Aprilbildern möchte ich Euch einwenig erheitern

April 2022

Bleibt negativ und positiv zugleich – alles neu macht der Mai.

Bis bald

schönes Wochenende

M. Kuhl

„Speisekarte, Menükarte..“

Was soll ich sagen, die Tage werden jeden Tag einwenig heller, es sprießt und dennoch der Wettergott hadert mit sich. Die Nächte immer noch viel zu kalt, die Sonnenstunden sind unberechenbar.

Mein Unruhezustand läßt mir kaum Zeit – Schwimmen, Laufen, Lesen, „Stadttermine“,Hausputz, Ausmisten,Einkaufen, Gartencenter, kleiner Ausflug mit dem Gö-Ga….

Organisation ist alles!

Diese Woche gibt es mal wieder die geliebte Walnußkruste

Brot der Woche

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731247

Walnußkruste

Den Winter endgültig verabschieden möchte ich mit meinem Fleisch-Kichererbseneintopf. Dann ist aber mal Schluß

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20732800 mit den Hülsenfrüchten (Linsen, Bohnen….)

raffiniertes Kichererbsen-Kalbsfleischgericht

Tipp:

  • den Eintopf mit frischem Schnittlauch, Bärlauch ergänzen

Sie liegen mir schon wieder in den Ohren: “ Bärlauchknödel, Rote Beete -Knödel, die wären doch nochmal soo guut.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730994

rote Beete Knödel – im Werden
Bärlauchknödel

Tipp:

Gerade gestern habe ich es ausprobiert und es hat wunderbar funktioniert.

Die Knödel lassen sich nämlich wunderbar einfrieren, weder der Geschmack noch die Konsistenz verändern sich beim Wiederauftauen und genießen.

Wer Knödel auf Vorrat produzieren möchte, kann allerdings mit den Gewürzen etwas großzügiger sein.

und so gelingt es :

  • Einfrieren der ungekochten, bzw. gekochter Knödelmasse
  • Knödel formen und einzel auf einen Teller bzw. Platte in die Gefrierschublade geben und gefrieren (ca. 2 Stunden)
  • dann die Knödel einzel in Frischhaltefolie einwickeln und in eine Gefrierbox oder Gefrierbeutel geben
  • sie halten so ca. 6 Monate.

Auftauen: einen großen Topf mit Wasser aufstellen. Das Wasser darf nicht kochen!!! Den Siedepunkt nicht überschreiten.

Die Knödel mit der Folie in das Wasser geben. Je nach Größe der Knödel steigen sie in den nächsten 20-25 Minuten auf. Jetzt die Folie, soweit sie noch nicht abgefallen ist entfernen und servieren.

Also viel Spaß bei Eurem nächsten Knödeltag.

Schnell ein Süppchen gefällig, bevor wir ausschwirren oder wenn es mal wieder so kalt ….

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20729638

Griesnockerlsuppe

Einwenig Sehnsucht nach Sommer, Reisen habe ich schon.

Diese Vorfreude kombiniere ich mit meinem etwas eigenwilligen „Fischgericht“

Mittlerweile kann man ja in den gutsortierten Fischläden die Tuben auch ohne Vorbestellung bekommen und sie sind auch meist nicht teuer.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20727096

Ja und etwas ganz Gesundes – mit etwas Spargel – habe ich diese Woche auch für Euch.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20729350

Emerrisotto

Was Süßes – ja , das braucht der Gö-Ga

Am besten etwas mit Rhabarber meint er..

Bitteschön:

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/18375162

Rhabarbersaft

Tipp:

Diesen Rhababersaft unbedingt kochen!!

Mit Prosecco und einwenig Minze der ideale Frühlingsdrink – nicht nur für Damen!

Verabschieden für diese Woche möchte ich mich mit einem kleinen Blütengruß

Bleibt fit! Bis bald M. Kuhl

„raus, raus treibt uns die Natur….“

Kennt Ihr das Gefühl -die ungeduldige Erwartung – bis die Knospe sich öffnet, das Grün der Bäume Gestalt annimmt, die Weite der Landschaft sich dem dunkelblauen Himmel ergibt…

Zwei Jahre war es kaum möglich, irgendwo einzukehren- die resche Ente zu bestellen, das frische Bier mit einem sponatan entdeckten saftigen Schweinebraten, mit krachender Schwarte und der so geliebten Idylle – sanfte Hügellandschaft, klare Seen und Bäche, zu genießen.

Das große Problem ist allerdings, wie vermeide ich die Touristenmassen, wie verhalte ich mich antizyklisch. Ein wahres Rezept habe ich noch nicht gefunden. Die klassischen bayrischen Anziehungsmagnete nur nach vorher genau ausgeklügelter Recherche ansteuern und ansonsten im Hinterland verschwinden und einfach nicht weitersagen, den Tag genießen und sich des Lebens freuen, habe ich mir zur Devise gemacht.

Die unzähligen Wander-Apps – Radlführer einfach vergessen und auf Entdeckungsreise gehen. Etwas Kultur, einwenig Bewegung, eine gute Brotzeit, einen schönen Landgasthof testen, was will man mehr.

Eine kleines Bilderbuch habe ich Euch zusammengestellt.

Es animiert zum Laufen, Radeln und macht sehr hungrig.

Blick aus dem Münterhaus in Murnau

Viel Spaß beim Frühlingserwachen, bis bald

M. Kuhl

„Bärlauch Gnocchi a la Meggie“

Heute, am Karfreitag wollte ich keine Rest mehr im Kühlschrank haben.

Bestand: gekochte Kartoffel, Bärlauchquarkrest vom Frühstück…..

So entstanden sie die lockeren, leicht nach Bärlauch schmeckenden Gnocchi.

Butter, Peccorino einen leichten, frischen Silvaner aus Rheinhessen und Gö-Ga ist im 7. Gnocchi Himmel.

Wann hört das auf: “ Heb noch eine Portion auf, falls Larissa (Tochter) kommt. ..“

Also zunächst zum Frühstücksquark:

„Frühstücksquark, frisch und grün“

Zutaten:

  • 250 gramm Magerquark
  • 2 Eßlöffel Rahmquark
  • 60 gramm frischer Bärlauch – oder mehr , je nach gewünschtem Bärlauchgeschmack)
  • 30 ml Kürbisöl
  • 1 kräftigen Schuß Mineralwasser mit Sprudel
  • weißer Pfeffer aus der Mühle
  • Meersalz aus der Mühle

Zubereitung:

  1. Quark, Rahmquark in eine Schüssel geben und vermischen
  2. den Bärlauch heiß abprausen und trocken schütteln, nochmal mit Küchenkrepp abtupfen, dann ihn in einen hohen Becher geben und mit dem Kürbisöl pürieren. (Ggfs ist noch einwenig Flüssigkeit von Nöten, denn die Masse sollte giftgrün und glatt sein)
  3. die Bärlauchmasse mit der Quarkmasse vermischen
  4. einen kräftigen Schuß Sprudelwasser hinzufügen und glatt rühren
  5. mit Meersalz und weißem Pfeffer abschmecken

Gnocchi-Teig a la Meggie

Zutaten:

  • ca 700 gramm gekochte Kartoffel vom Vorteig oder Vorvorgestern
  • 3-4 Eßlöffel Restquark
  • 1 Eigelb
  • 130 gramm Spätzlemehl (oder 100 gramm Type 405 und 30 gramm Weizengries)
  • 2 Eßlöffel Kartoffelstärke
  • Salz, Muskatnuss, schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Ehrlich mit dem Gnocchiteig ist es einwenig wie mit dem Hefeteig, Sauerteig, Nudelteig….

Etwas Übung ist hier immer erforderlich und das bestimmte Gefühlfür die Konsistenz, ich nenne es Backreife analog „Platzreife“ . Daher sind die Angaben in allen Rezepten Richtwerte, die es anzupassen gilt. Die Beschaffenheit eines Gnocchi-Teigs sollte weich und gleichzeitig so sein, dass er sich ohne Mühe auf der bemehlten Arbeitsfläche zu Rollen verarbeiten läßt.

Tipp:

  • der Teig sollte mindestens 30 Minuten geruht haben (Kühlschrank )
  • bei der Herstellung nicht mit der Maschine arbeiten
  • vielmehr mit einem Vinylhandschuh kneten, bis alle Zutaten sich zu einer homogenen Masse verbunden haben – immer leicht mit den Fingerspitzen beginnend, den Teig bearbeiten.
  • durch das Arbeiten mit dem Handschuh klebt der Teig nicht zwischen den Fingern und die Handwärme wird vom Teig ferngehalten, so wird er nicht zu weich.
  • ist der Teig zu weich, ein Prise Mehl hinzufügen
  • ist er zu fest etwas Quark (weniger ist mehr) unterheben

Zubereitung:

  • 1. Kartoffeln durch die flotte Lotte bzw. Kartoffelpresse in eine Schüssel drücken
  • das Eigelb, den Bärlauchquark, das Mehl hinzufügen
  • mit den Händen (wie oben beschrieben) zu einem leichten Teig verarbeiten.
  • mit Muskatnuss, schwarzer Pfeffer und Salz würzen.
  • 2. zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie einpacken und kühlstellen.
  • 3. einen großen Topf mit Wasser aufstellen und das Wasser aufwallen lassen
    • dann salzen und die Temperatur zurücknehmen
    • das Wasser sollte nur noch sieden – nicht kochen
Gnocchiteigverarbeitung
  • 4. die Gnocchimasse auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu Rollen formen und mit der Teigkarte „Rohlinge“ abstechen
  • wieder mit dem Vinylhandschuh leicht formen und über einen Gabelrücken rollen.
  • 5. jetzt sanft in das siedene Wasser gleiten lassen.
  • 6. eine Pfanne mit guter Butter versehen
  • sobald die Gnocchi aufsteigen, kurz abtropfen lassen und in der Butter kurz schwenken und mit geriebenem Peccorino servieren

Der Bärlauchgeschmack ist dezent, durch den Quark sind sie locker und zergehen auf der Zunge. Die Verbindung von Kartoffeln und Bärlauch ist eine Offenbarung.

Also ein kleiner Spaziergang in den Park, Wald und die leckere Gnocchimahlzeit ist gesichert, Kartoffelreste verwertet und falls doch zuviele Gnocchis den Topf verlassen haben, setzen wir sie einzeln auf einen Teller, Brett, bedecken sie mit Klarsichtfolie und frieren sie ein. Sobald sie gefroren sind verfrachten wir sie in den Beutel – haltbar 6 Monate –

Wer eine längliche, nicht zu hohe Gefrierbox besitzt, kann sie dort einfüllen – bitte immer einzeln – mit Klarsichtfolie bedecken und die nächste Schicht….

Gehe jetzt Moos holen für das Osternest – bin gespannt – ob mir der Osterhase dieses Jahr auch was bringt.

P.S die erste Tulpe beginnt zu blühen

1. Tulpe traut sich raus am 15.April

Bis bald

M. Kuhl

„Bärlauch meets Lamm“

Vor einer Woche war es noch Winter. Mütze, Handschuhe, die Winterjacke wollte unbedingt noch einmal ausgeführt werden. Lustlos stapfte ich durch den viel zu trockenen Wald, begleitet von Graupelschauern.

Aber gestern war es gefühlt Sommer… Leichtfüßig, kurzämlig, die Sonne brannte uns eine leichte Röte ins Gesicht …..

Starnberger See am frühen Nachmittag
soll ich reinspringen – habe ich mich ernsthaft gefragt

Die Bärlauchspitzen strecken sich, die ersten Knospen kann man erwischen, um Bärlauchkapern, Bärlauchbutter, Bärlauchpesto….. herzustellen.

Bärlauch im Zauberwald

So entstand mein schnelles, kleines Rezept:

Lammbällchen an Bärlauchsoße

Lammhackbällchen
Frühlingszwiebel werden angedünstet

Zutaten:

(für 4 Personen)

  • 300 gramm Lammhack
  • Frühlingszwiebeln
  • 100 gramm Bärlauch – frisch geerntet-
  • handvoll gehackte Petersilie
  • 1 Becher saure Sahne
  • Butter oder Bärlauchbutter aus dem Eisfach
  • 1/2 Liter Gemüsebrühe
  • Olivenöl, Butter (weniger ist mehr)
  • 1 Schuß Anisschnaps
  • Gewürze: Salz, Peffer, Fenchelsamen, Schwarzkümmel, eine kleine getrocknete Chilischote

Schwierigkeit des Gerichts ist, das sanfte Braten der Hackfleischbällchen, da auf die Zugabe von Brot,Ei verzichtet wird.

Die kleine Bällche sollten möglichst sanft angebraten werden, aber dennoch Röstspuren bekommen und dann in der Bärlauchsoße garziehen. So werden sie innen weich, außen knusprig

Zubereitung:

  • das Lammhack mit Salz, Pfeffer, gehackerter Petersilie gut vermischen und im Kühlschrank parken (am besten schon am Vormittag)
  • Fenchelsamen, Schwarzkümmel, getrocknete Chilischote in der fettlosen Pfanne leicht erwärmen, bis es duftet
  • den Bärlauch heiß abprausen und mit der Salatschleuder trocknen, auf Küchenkrepp legen
  • die Frühlingszwiebel in kleine Ringe schneiden
  • die Hände einwenig mit Olivenöl versehen und kleine Bällchen aus der Hackmasse formen
  • Pfanne mit einem Eßlöffel Olivenöl, einem kleinen Stück Butter und den angerösteten Zutaten versehen
  • die Frühlingszwiebelringe hinzufügen und bei mittlerer Hitze die Lammhackbällchen rundherum bräunen.
  • dann die Bällchen aus der Pfanne nehme und warm stellen
  • unter Umständen mit einem Küchenkrepp etwas Fett aus der Pfanne nehmen,je nach Beschaffenheit des Lammhack
  • dann die Pfanne mit einem kräftigen Schuß Anisschnaps (Raki, Ouzo) ablöschen.
  • die Gemüsebrühe angießen und einreduzieren lassen.
  • den Bärlauch in einen hohen Becher geben und einenEßlöffel Gemüsebrühe (kalt) hinzufügen
  • dann pürieren und zum reduzierten Soßenansatz geben
  • die saure Sahne -oder auch Schmand – unterrühren , ggfs. noch etwas Brühe hinzufügen.
  • die Hackbällchen in Soße gleiten lassen
  • die kalte Butter hinzugeben
  • es entsteht eine herrliche sämige Soße in der sich die Hackbällche wälzen, bis der Tisch gedeckt ist
  • dazu habe ich gestern Nudeln gemacht, aber Reis, Couscous…oder Brot sind geeignete Beilagen.
Bärlauch-Lammbällchen (Foto vom warmgestellten Teller für das Töchterlein)

Sorry, da Foto gibt nicht die herrliche kräftig grüne, samtige Soße wider. Dem schönen, fotogenen Teller konnte Gö-Ga wieder mal nicht widerstehen. Die aufgewärmte Variante war aber immer noch sehr, sehr lecker.

Gutes Gelingen , bis bald

M. Kuhl

„… was gibt es heute zu essen…?“

Dies ist die häufigste Frage meiner Familie.

Manchmal kann ich es nicht mehr hören und antworte: „Nichts…!!“

oder: „gehackten Hund in Soße…“

Die zwingenden Frühjahrsaktionen muß ich erledigen.

Gestern habe ich meine riesige Gewürzschublade sortiert, gesäubert und es entstand eine neue Reisvariante:

Cocos-Chili-Kurkuma Wildreis (im Reiskocher gegart)

  • Reis waschen, ca 100 gramm Cocos-Chips zufügen
  • eine Prise Chili-Schrot hinzufügen
  • Abrieb von der Kurkumawurzel, Salz
  • 1 Sternanis (lag einsam in der Schublade)

und es entsteht ein wunderbarer Reis – welcher gestern als Beilage diente.

Ein paar einfache – Kochideen – mit den Zutaten der Saison habe ich aus meinem Fundus für Euch hervorgeholt.

Menüempfehlung für Freunde/Familien-treffen

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/15985130

Mit den Bildern möchte ich an den Bärlauch nochmal erinnern. Die Bärlauchspätzle sind schon eingefroren und können so schnell serviert werden.

Genießt die Sonnentage, ob in der Natur oder der Stadt. Bis bald

M. Kuhl

„Home-bakery -selfmad brot – Semmel – Sauerteigbrote …“

Jeden Tag eine neue schlechte Nachricht über anstehende Teuerungen, Verknappungen machen uns das Leben nicht leichter.

Ehrlich, seit Tagen verbreitet das Internet, dass die Lebensmittelpreise steigen, ab nächster Woche…

Ich empfand es als eine aggressive Werbeaktion der großen Discounter. Die Lager müssen geräumt werden, damit man nicht umpreisen muss. Schaut man genau hin, sind dort viele Artikel betroffen, die man eigentlich eh nicht braucht oder kauft.

Soweit die Grundnahrungsmittel betroffen sind (Brot, Mehl, Gemüse, Obst) trifft es manche Familien schon arg. Aber braucht man dieses Überangebot, die riesigen Mengen an Brot und Lebensmittel, die teilweise frisch entsorgt werden, wirklich?

Wenn ich die Einkaufswägen beobachte, kann ich feststellen, dass sehr viele Fertigprodukte, Tütengerichte und Lebensmittel die keinen Nährwert enthalten, gekauft werden.

Jahreszeitliche Küche, mit einem kleinen Wochenplan würden das Budget schon enorm verbessern.

Mit minimalen Aufwand lassen sich oft wertvolle, leckere Gerichte zaubern.

Gerade jetzt, in der Jahreszeit ist eine deftige Brotzeit mit selbstgebackenem Brot, verschiedenen Aufstrichen doch sooo guuut.

Mit einwenig Übung sind die Back- und Gärprozesse einfach in den Alltag zu integrieren und das Altbrot kann auch wieder verwendet werden für das nächste Brot.

Der Start wäre das Herstellen eines Hefewassers, mit welchem die zukünftige Fütterung der Teige jederzeit möglich ist. Es macht – besonders mit Kindern Spaß – diese Prozesse zu begleiten. Der Besuch einer Getreidemühle im Umland ist ein Ausflug wert – bzw. . kann man in München eine Mühlenführung organisieren (verbunden mit einer Stadtrallye – sicher auch für Kinder ein toller Tag-).

Heute möchte ich Euch einige meiner Brotschätze näher bringen.

Allsamt haben diese Rezepte die Qualitätsprüfung von Gö-Ga und der Familie überstanden und sind als besonders gut bewertet worden. (das will was heißen, wo immer nur kritisiert, gemeckert wird)

Starten wir mit dem einfachsten Brot, dem Pfannenbrot. Die Mehlsorte ist beliebig austauschbar und Trockenhefe oder frische Hefe aus dem Supermarkt läßt das Gelingen nicht scheitern.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20732786

Pfannenbrotrohlinge
Pfannenbrot mit Kichererbsencurry

Gerade in der Zeit vor Ostern backe ich das Eierkäsbrot häufig. Es ist einfach und schnell gebacken und auch für Anfänger geeignet.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20725771

Hefebrot Eierkäse
Eierkäse aus Kuhnhöfen im Westerwald mit Eierkäsbrot von Oma Brigitte

In der Zwischenzeit kann das Hefewasser angesetzt werden und der Roggensauerteigansatz täglich gefüttert werden.

Hier findet hier sicher viele Anleitungen im Internet.

Meinen Roggensauerteig habe ich mit 100 gramm Roggenmehl Type1370 und 100 gramm warmen Wasser angesetzt und ihn so über Jahre fortgeführt.

Der Ansatz des Hefewassers ist auch denkbar einfach.

  • in eine Glasmilchflasche geben wir 3-4 Datteln wichtig ungeschwefelt!
  • auch getrocknete Aprikosen -ungeschwefelt –
  • getrocknete Tomaten eignen sich hervorragend
  • 1 Eßlöffel besten Imkerhonig
  • füllen die Flasche zu 3/4 mit warmen Wasser auf
  • kräftig schütteln
  • an einem warmen Plätzchen auf der Fensterbank stehen lassen
  • immer wieder mal schütteln
  • nach 3-5 Tagen steigen die Früchte auf
  • beim Öffnen zicht es
  • daher niemals ganz zudrehen, immer den Deckel locker draufdrehen
  • Explosionsgefahr!
  • schon kann das Hefewasser eingesetzt werden
  • es wird immer wieder auf die gleiche Art aufgefüllt
  • und wird richtig triebstark, so daß man ohne Industriehefe auskommt.
Hefewasser im Werden

Irgendwann kauft ihr kein Brot mehr – oder nur in seltenen Ausnahmen –

Wie wärs als nächstes mit herrlichen Olivenbrot zu Ostern.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731794

Olivenbrot

Tipp: die verschiedenen Teigführungen und Ansätze gelingen von selbst.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730132

Viel Spaß beim Starten der Brotbackarie. Von Mißerfolgen solltet ihr Euch nicht bremsen lassen.

Tipp: Brotbacktag – mehrere Brote backen und einfrieren. Einfach aus dem Kühlfach nehmen auftauen lassen und genießen. Der Geschmack und die Frische bleibt erhalten.

Weitere Brotempfehlungen folgen

Schöne Woche und liebe Grüße aus dem eisigen, kalten München

(Montag 9.20 Uhr, – 1 grad , sonnig)

„Vogelgezwitscher…. „

(Werbung , da Namensnennung)

Ab dem Morgengrauen, so gegen 5.OO Uhr setzt es lautstark ein Vogelgezwitscher, mal schrill , mal leise mal selbstbewußt…

So sehr ich mich bemühe, die einzelnen Vogelstimmen erschließen sich mir nicht.

Erbarmungslos scheint die noch „kalte“ Sonne und die noch vorhandene Kälte der Nacht, teilt unmissverständlich mit, es ist noch nicht richtig Frühling ist.

Meine mediteranen Kräuter haben den Winter gut überstanden, die Tulpen und Zierzwiebeln lupfen aus der Erde.

Seit Wochen treibe ich mich rum. Großeinkauf beim Asiaten, Spezialitäten aus der Gegend von Rosenheim (Essig, Spezialsalz u. vieles mehr) , Käse aus Tirol usw. …

Ja und dann genieße ich es Konzerte, Theater und diverse Restaurants aufzusuchen.

Ausgiebig mit Freunden ratschen, essen einen guten Schluck und ich stelle fest – andere sicher auch bei mir – diese Pandemie ist nicht spurlos geblieben. Das bedeutet noch mehr körperliche Bewegung. Schwimmen, Radeln, lange Spaziergänge gehören zu meinem ruhelosen Alltag. Es ist einfach wunderbar!

gefüllte Zucchiniblüten – leicht fritiert
Knurrhahn-Eintopf

Zurück zu meinen Beutezügen:

Bio-Rausch so nennt sich die Firma. Dieser Orangen-Apfelessig ist das „Geheimnis“ meines Kartoffelsalats. Meine Freundin Mona hatte mir diese dekorative Flasche als „guten Aperitiv“ geschenkt.

Trinkessige sind milder im Geschmack als herkömmliche Essige, da ihr Säuregehalt maximal bei sechs Prozent liegt. Sie bereiten den Gaumen aufs Menü vor oder unterstützen nach der Speisenfolge die Verdauung. Aperitif- oder Digestifessige können auf Wein-, Frucht- und Honigbasis hergestellt werden. Klassische Fruchtaperitifessige sind Apfel- und Birnenessige. Aber auch Himbeer-, Johannisbeer- oder Quittenessige eignen sich wunderbar als…..

Mich haut diese „Menüfolge“ ehrlich gesagt nicht vom Hocker – aber bei der Zubereitung diverser Speisen sind diese Essige einfach der Hammer.

https://biorausch.com/

„meine Lieblinge von Biorausch“

Natürlich koche, backe „brutschele“ ich täglich und habe vieles so organisiert, dass ich nicht ständig in der Küche angekettet bin.

Tipp: Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Bohnen, Linsen jedweder art) sind feste Bestandteile meines Wochenspeiseplans.

Die Hülsenfrüchte aus der Dose mag ich ich gar nicht!

Brav weiche ich die Hülsenfrüche ein und gare sie dann fix im Schnellkochtopf. So stehen die Bohnen, Erbsen, Linsen immer bereit für ihren Einsatz. (je nachdem entsteht ein Curry, ein indische Dal-Variante, ein Eintopf)

Ein gutes Drittel verarbeite ich dann zur wohlschmeckenden Paste, welche als Aufstrich, Bindemittel für Soßen, ob warm oder kalt gerne auch zum Pfannenbrot gegessen wird.

Die Rezeptur basiert eigentlich auf meinem Humusrezept und wird immer abgewandelt : Thunfisch in Wasser mit pürieren, fein gehackte getrocknete Tomaten hinzufügen, Meersalzflocken… siehe nachfolgender Link

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731560

oder: indische Gewürze, Knoblauchzehe, Koreander frisch

Linsen-Curry-Paste mit Ingwer und Kurkuma

asiatische Variante mit Zitronengras, Chilli, Limonensaft

zur Zeit ist bei mir der Bärlauchhumus sehr gefragt.

In Marmeladengläser füllen, mit einem Schuß Olivenöl versiegeln.

So hält sich der Aufstrich gut eine Woche und ist auch ein willkommenes Mitbringsel.

Themenwechsel: Leseempfehlung Jonathan Franzen Crossroads

Dieser Roman hat was. Einerseits spiegelt er das nackte Leben und beschreibt schonungslos und dennoch gefühlvoll die einzelnen Charaktäre einer an für sich durchschnittlichen Familie…

Schaut Euch das Wetter an! Mein Rosmarin hat so schöne Blütenknospen angesetzt und muß jetzt diese weiße Last ertragen.

Kochen werde ich heute eine schöne, lange geköchelte Rindsbolognese mit gutem Rotwein, italienischen Tomaten (aus der Dose und getrockneten Tomaten), mit einem schönen luftgetrocknetem Guanciale, die Kräuter werde ich vom Schnee befreien – alles schön vor sich hinköcheln lassen.

Lesen Rotwein genießen und inständig hoffen, dass der Frühling wieder kommt.

Genießt den Frühling – bis bald

M. Kuhl

„Servus März 2022“

Das Leben beginnt neu im März,

vorbei scheint der Winterschmerz

zart sprießt es aus allen Ecken,

die Vöglein uns schon um 5.00 Uhr wecken.

Die Sonne gaukelt uns schon den Sommer vor,

so sehr es auch nachts noch fror.

Die Nackerten der Isar sind zurück

und suchen auf den kalten Isarkieseln ihr Glück.

Die Pandemie wird heftig verdrängt,

in den Wirtshäusern wird wieder kräftig ausgeschänkt.

Der Monat hat mir viel Kraft gegeben,

ich fühle mich über den Dingen schweben.

Genießt die Frühlingstage in der Natur in Stadt und Land, dies

erfrischt Herz und Verstand.

M. Kuhl

„Samtpfötchen gefällig ?“

Der Waldboden weich und elastisch läßt mich durch das nahe Wäldchen hüpfen, die Sonnenstrahlen wärmen meinen Nacken. Die Bäume tragen noch kein grünes Kleid und lassen alles in einem warmen, angenehmen Licht erscheinen. Soweit mein Auge reicht, reihen sich Schneeglöckchenteppiche aneinander. Die Natur erwacht, so gewaltig und die Luft ist klar und auch einwenig frisch.

Schneeglöckchenteppich

Das nahe Glück kann ich fast nicht ertragen und in dieser Stimmung entstehen bei mir oft seltsame Rezepte.

Laßt Euch inspirieren, anstacheln – von meinen Samtpfötchen – ganz leise und leicht kommen sie daher.

Zutaten:

(für 2-3 Personen)

  • 500 gramm Süßkartoffeln
  • 125 gramm Hartweizengrieß
  • 40 gramm Einkornmehl Type 630
  • 50 gramm Speisestärke (Kartoffelmehl)
  • 1 Eigelb Größe M
  • 100 gramm Butter
  • 3-4 Eiertomaten
  • 1/2 Bund Petersilie
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Spur Chilipulver
  • Paprikapulver -scharf
  • Meersalz aus der Mühle
  • 1-2 Eßlöffel Olivenöl
  • 1 kleine Schalotte
  • Schluck rosa Gin
  • Parmesan frisch gerieben zum Bestreuen

Zubereitung:

  • 2-3 Süßkartoffel ca. 500 gramm ohne Schale soll es ergeben
  • Süßkartoffel ungekocht mit einer Gabel einstechen
  • im Schnellkochtopf – gut salze -abdämpfen und auskühlen lassen
  • in der Zwischenzeit Tomaten kreuzweise einschneiden , mit kochendem Wasser übergießen und die Haut abziehen
  • die Tomaten beiseite stellen

Teigzubereitung:

  • die Süßkartoffeln mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken und Mehl, Ei, Kartoffelmehl, Eigelb schnell zu einem Teig verarbeiten
  • nicht viel kneten mit Vinylhandschuhen den Teig locker kneten, alle Zutaten sollten sich homogen verbinden
  • mit Paprikapulver, Salz, einer Spur Chilli würzen
  • und für ca. 1/2 Stunde in den Kühlschrank verfrachten

Die Zubereitung der Samtpfötchen erfordert einwenig handwerkliches Geschick, da der Teig noch weicher ist, wie der normale Gnocchiteig.

Wir arbeiten mit List und Tücke:

  • zunächst bemehlen wir ein Backblech hauchdünn mit Mehl
  • geben in eine große Tasse kochendes Wasser
  • mit einem Teelöffel stechen wir uns nun vom Teig kleine Nocken ab, indem wir den Teelöffel immer wieder ins heiße Wasser geben
  • so bleibt der Teig nicht kleben
  • die Nocken geben wir auf das bemehlte Blech und formen sie einwenig
  • je nach Geschmack , drücken mit der Gabel kleine Pfoten
  • nun setzen wir in einem größeren Topf Salzwasser auf, lassen es aufkochen
  • zügig geben wir die Pfötchen in das siedende Wasser
  • und warten bis die Pfötchen hochkommen
  • 2-3 Minuten ziehen lassen
  • abtropfel lassen
  • Butter in die Pfanne und
  • die Pfötchen kurz hierin schwenken
  • Petersilie hacken und bestreuen
  • final etwas abwürzen , je nach Geschmack

Wer der roten Farbe huldigen möchte – würfelt die Tomaten – schwitzt sie in Olivenöl an – ggfs. ein Spritzer Tomatenmark – ablöschen mit Gin, eine Brise Zucker darf nicht fehlen…

Die Pfötchen mit frischgeriebenem Käse genießen ob in Butter oder mit Tomaten – bleibt Euch überlassen –

Viel Spaß beim Nachkochen

bis bald

M. Kuhl

„Februar servus, ade, goodbye …“

Diesen Monat werden wir nie vergessen können. Dabei begann er recht hoffnungsvoll. Die ersten warmen Strahlen wärmten mein Gesicht,

die Pandemie irgendwie scheinbar gebannt,

die Krähen grüßten fast schon charmant,

mit Vogelgezwitscher erwachen die Tage,

der Frühling naht keine Frage

Reisepläne hab ich geschmiedet schon ganz konkret,

schauen wir mal was tatsächlich geht.

Die Narren halten der Weltpolitik den Spiegel vor,

so mancher ist jedoch taub auf diesem Ohr.

Mit Johann Wolfgang von Goethe schick ich meine Leser in den März,

Denken verursacht oft Schmerz.

Da steh‘ ich nun, ich armer Tor,
Und bin so klug als wie zuvor!
Heiße Magister, heiße Doktor gar,
Und ziehe schon an die zehen Jahr‘
Herauf, herab und quer und krumm
Meine Schüler an der Nase herum –
Und sehe, daß wir nichts wissen können!..“

Bis bald

M. Kuhl

„Kabeljau auf Kichererbsenbett“

(Werbung da Namennennung)

Der Winter kämpft ums Überleben – ein langer Spaziergang durch Wald und Feld macht den Kopf und die Seele frei und bei 3 grad Außentemepertur und ständigen Graupelschauern an sich kein Vergnügen.

Es ist 16:OO Uhr und ich habe Urhunger, wenn ihr wißt was ich damit meine.

Kühlschrank auf, nichts als Reste! Ich hasse es abgrundtief.

  • Rest Tomatensoße von gestern
  • braune Kichererbsen vorgekocht
  • meine selbstgemachte Gemüsecreme macht sich auch noch breit und ist nicht ewig haltbar.
  • Gö-Ga kommt vom Einkaufen und hat ein riesiges Stück Kabeljau ergattert
  • stolzer Jäger, ich lobe ihn – obwohl man ja eigentlich keinen Kabeljau….

und so entsteht ein wärmendes Essen, welche alle Sinne aktiviert —

  • Zusatzzutaten:
  • – ein Stück klein geschnittener Sellerie
  • – 1 Möhre
  • – 10 cm frischen Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1/2 rote Zwiebel
  • Butterschmalz
  • 3 Würfel tiefgefrorenen Blattspinat
  • frischen Koreander
  • Abrieb von der Kurkumawurzel
  • Olivenöl bester Güte, Butter

und so geht’s ganz schnell:

  • Butterschmalz in den Topf
  • Hartgemüse klein geschnitten mit grob geschnittener roter Zwiebel
  • leicht anschwitzen
  • Rest Tomatensoße
  • 2 Eßlöffel Gemüsecreme (alterniv, Brühe)
  • Kichererbsen abbrausen und hinzufügen
  • Deckel drauf und leise köcheln lassen
  • ca. 15 Minuten
  • dann den Spinat hinzufügen und mit meinem derzeit indischen Lieblingsgewürz kräftig
  • würzen – Deckel drauf – nochmal gut bei kleinster Flamme köcheln lassen
Kurkumawurzel u. indische Begleitung

Zubereitung: Kabeljau

Dieser tolle Fisch braucht keinerlei Mehlierung! Leicht mit Meersalz aus der Mühle salzen und rechtzeitig aus der Kühlung nehmen (ca. eine 1/2 Stunde vor der Zubereitung).

Eine Pfanne mit Olivenöl (ca. 2 Eßlöffel und einem Stück Butter versehen)

Sobald die Fette sich angefreundet haben bei nicht zu heißer Temperatur den Fisch mit der Hautseite in die Pfanne geben und bitte in Ruhe lassen! (kein Wenden erforderlich)

Nun mit einer Reibe die Kurkumawurzel quälen und auf dem Fisch in der Pfanne verteilen.

Dann den Fisch einmal wenden und den Herd ausschalten.

Jetzt bleibt genügend Zeit , um den Koreander zu hacken, die Kichererbsen abzuschmecken.

Der Kabeljau sollte fächerförmig, leicht glasig sein und fächerartig sich auf dem Teller gebärden!

Gö-Ga ist natürlich wieder äußerst skeptisch :“Was machst du mit dem schönen Fisch?“

Gibt es keine Kartoffel, Senfsoße und Spinat.

„Nein heute nicht!“

Die vorgewärmten Teller sind schnell gefüllt, Fisch hinzufügen.

Das Kichererbsengemüse – gibt dem Fisch eine tolle Bühne ! Die Aromen verbinden sich, ohne den eigentlichen tollen Fischgeschmack zu zerstören.

Schaut doch mal nach was Ihr so im Kühlschrank an Resten habt.

Bis die Tage

M. Kuhl

„Die Tür ist geschlossen…“

Türe Kirche Aufkirchen

Den ganzen Tag habe ich mich gefragt, ob ich es schreiben soll?

Die Wut stieg in mir hoch, schwoll von Stunde zu Stunde mehr an.

Nichts konnte ich dagegen tun! Irgendwann habe ich keine Nachrichten mehr zugelassen.

Die Rage verbreitete sich in meinem Bauch, der Groll war nicht mehr zu bändigen.

Unser Land beschäftigt Scharen von hochstudierten Diplomaten, Historikern in den verschiedenen Zuständigkeiten.

Wieder ist es geschehen, ein einziger Mann bestimmt über Krieg und Frieden.

Seit geraumer Zeit schauen sie alle zu. Sämtliche Anzeichen – die es gab werden ignoriert.

Bundeskanzler Scholz betont immer die wirtschaftlichen Trennung im Zusammenhang mit der desolaten Gaspipeline Nordstream 2 und Legt sie auf Eis.

Unsere Außenministerin glänzt mit undiplomatischem Gestammel und wird nicht ernstgenommen – selbst von ihren eigenen Landsleuten nicht!

Keiner ist da, der in der Lage ist mit Putin auf Augenhöhe sich auseinanderzusetzen.

Alle sind sie wirtschaftlich gefangen. Die Minister, der Exbundeskanzler……

Aus der so schrecklichen Geschichte hat man nichts gelernt.

Geld stinkt nicht – einmal an der Macht – gilt es den Posten auszustatten –

ein paar bescheidene Krümel für das Volk fallen lassen und die Show machen.

Die Demokratie ist aber schon seit langem in Gefahr! Hingeschaut hat man nicht!

Einen Schuldigen hat man bestimmt und wie es den Menschen geht ist nicht so wichtig.

Wo sind die erfahrenen Diplomaten, die Persönlichkeiten, die Mutigen.

Wer macht die Türe wieder auf – wer beginnt den Dialog – ?

Die brennende Wut konnte ich nur verdrängen indem ich mich auf das einfache Kochen beschränkte.

Ohne Rezept – einfach mit Gefühl gab es heute meine „Cnocchi for Two“

  • 1. hatte ich nur 300 gramm kalte Kartoffel von gestern
  • 2. ein paar brauchbare Tomaten (Eiertomaten und Datteltomaten)
  • 3. der Salbei/Thymian/Rosmarin hat bislang den Winter überlebt

Der etwas schwierige Teig erfordert eine gewisse Sanftheit, die ich gerade heute mir bewahren mußte.

Zutaten:

  • Tomatensoße
  • 4 Eiertomaten
  • 2 handvoll Datteltomaten
  • 1 Eßlöffel Tomatenmark
  • 1 Eßlöffel Zucker
  • 3-4 Salzkapern
  • 1/4 Liter Gemüsebrühe
  • einen kräftigen Schöpflöffel vom Cnocchiwasser
  • 1 Schuß Gin
  • Toping für die Soße
  • 1 Zweig Thymian, Salbeiblättchen, Rosmarinzweig
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • Olivenöl, Butter

Zutaten: Cnocchiteig

  • 300 Kartoffel vom Vortag (ob festkochend oder mehlig ist völlig egal)
  • 1 Eigelb
  • 50 gramm Hartweizemehl
  • 25 gramm Einkorn Type 630
  • Salz aus der Mühle, Pfeffer weiß aus der Mühle, Muskatnussabrieb frisch

Die Mehlmischung ist für mich das Geheimnis dieses wunderbaren Gerichts. Das Einkornmehl gibt eine schöne gelbe Farbe und diese Mischung gewährleistet, das das Endprodukt, locker, dennoch eine haltbare Konsistenz aufweist und nach Kartoffel schmeckt. Oft sind die Cnocchi egal wo, einfach eine Mehlnudel – mehr nicht.

Zubereitung: (Teig)

  • Kartoffel durch die „flotte Lotte“ treiben in eine entsprechende Schüssel oder auf die Arbeitsplatte. Es geht auch mit der Kartoffelpresse
  • ein Eigelb hinzufügen
  • Salz , Pfeffer, Muskatnuß warten gespannt auf ihren Einsatz
  • die Mehle möglichst genau abwiegen
  • wichtig: einen Vinylhandschuh anziehen und ganz locker den Teig zu einer Masse verkneten
  • in Klarsichthülle packen und ca. 30 Min. in den Kühlschrank legen

In der Zwischenzeit

Zubereitung: (Soße)

  • die Tomaten kreuzweise einritzen und mit kochendem Wasser übergießen
  • in einen Topf geben wir 1 Eßlöffel Zucker und lassen darin einen Eßlöffel Tomatenmark karamelisieren. Vorsicht: nicht zu heiß, sonst wird es bitter
  • die Eiertomaten zügig abziehen und in Würfel zu dem Tomatenmark geben.
  • die Datteltomaten ggfs. halbieren und ebenfalls hinzufügen
  • köcheln lassen und dann mit einem Schuß Gin ablöschen
  • Brühe angießen und die Salzkapern (etwas abwaschen, sonst wird die Soße zu salzig)
  • 1 Zweig Thymian, Rosmarin und etwas Salbei mitlaufen lassen und leise vor sich hin köcheln lassen.
  • in ein Butterpfännchen geben wir die ganz, ganz klein gehackten Zwiebeln, Knoblauch und die abgezupften, klein gehackten Kräuter (Thymian, Rosmarin , Salbei) Olivenöl dazu und auf kleiner Pfanne ganz langsam dünsten.

Cnocchi f two:

  • den Teig aus dem Kühlschrank auf einer ganz leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Rolle formen und mit der Teigkarte abstechen, Gabel andrücken und auf ein Brett oder Teller geben.
  • Wasser aufsetzen und mit Salz versehen
  • kurz aufwallen lassen, dann nur noch sieden lassen
  • fertige Cnocchi ins Wasser gleiten lassen.
  • Pfanne aufstellen, mit dem gemischten Kräuter-Knoblauch-Zwiebel- leicht schwenken
  • auf vorgewärmte Pastateller geben
  • Soße verteilen
  • Parmesanhobel einsetzen und genießen

Gnocchi f. two

„Isaria die starke Frau“

Isaria von Flauchern die Starke

Da schaut ihr und könnt es nicht fassen, Isaria regiert mit starken Armen und hat kein Erbarmen mit den dummen Menschen die stören die Natur bei Ihrem Erwachen.

Die Krone ist noch nicht vollständig gewachsen oder kommt sie in die Jahre und es fehlen ihr die Haare ?

Gedemütigt an warmen Sommertagen konnte sie den Rauch nicht mehr ertragen, überall Berge von Müll von spät bis früh, enden tut das nie.

Sie hat den Winter arg genossen, obwohl nicht viel Wasser die Isar ist runtergeflossen.

Egal jetzt streckt sie sich dem Horizont entgegen,

das Frühjahr naht, welch ein Segen.

Gregor die Krähe ist auch schon da

„Eintopf, Ragout, dicke Suppe neu interpretiert…“

(Werbung da Namensnennung)

Hier der versprochene „Hauptgang“…. zum Pfannenbrot

Der Sturm pfeift, schreit über die freie Wiese zwischen den hohen Bäumen. Kleine Eiskristalle werden schmerzhaft in mein Gesicht geschleudert. Keine Menschenseele begegnet mir. Die Wollmütze ziehe ich tief in die Stirn, die Brille beschlägt, ich laufe immer schneller. Die Bäume im Wald knacken verdächtig. Raus hier – noch ca. 2 km trennen mich vom abgestellten Auto.

… da ist es wieder dieses flaue Gefühl in der Magengegend – das Kopfkino beginnt:

„…sämig, leichtscharf, kräftig, wärmend muß das Gericht sein, damit die wohlige Wärme sich in mir ausbreitet und alle Glieder erwärmt.Diese leichte Röte steigt dann in mir auf – die Nase beginnt zu laufen – die Gewürze verbinden sich – der Schluck des schweren Rotweins belebt meine erstarrten Sinne.. “

So hatte ich mir den Eintopf erträumt und immer die eisige Kälte, den Sturm im Hinterkopf, fing ich an zu kochen.

„Kalbs-Ragout-mit Limon Negro“

Zutaten:

  • 500 gramm Kalbsgeschnetzeltes
  • 250 gramm vorgekochte Kichererbsen (waren noch im Kühlschrank)
  • 2 mittlere Kartoffeln
  • 180 ml von meiner Rinderbrühe (alternativ Gemüsebrühe )
  • 2 Eßlöffel Olivenöl (scharf)
  • frische Petersilie (ca. 1/2 Bund)
  • frischen Koreander ( vor allem auch die Stiele)
  • 6 Scheiben Limon Negro (je nach Größe reichen auf 5)
  • eine handvoll Granatapfelkerne für die Deko

Gewürze:

  • Meersalz
  • Kurkuma
  • Sumach
  • Kreuzkümmel (gemörsert)
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 Zimtstange
  • eine Spur Schärfe (Cayennepfeffer z. B. )
  • 50 gramm eiskalte Butter

Zubereitung:

  • das Olivenöl in einem Topf mit breitem Boden erhitzen und das Fleisch kurz anbraten
  • alle Gewürze hinzufügen ich habe jeweils einen 1/2 Teelöffel genommen, mal mehr mal weniger
  • kurz mitrösten
  • dann mit der Rinderbrühe ablöschen
  • Kartoffel in kleine Würfel hinzugeben
  • die Kräuter hacken
  • und zusammen mit den Limonenscheiben
  • hinzufügen
  • die Kichererbsen hinzufügen
  • eine Zimtstange beigeben
  • mit Deckel ca. 20 Minuten auf mittlerer Flamme köcheln lassen
  • abschmecken mit Cayennepfeffer , Meersalz, schwarzem Pfeffer
  • die eiskalte Butter einmontieren und mit dem Fladenbrot servieren.

Wow – war dem Gö-Ga zu entlocken, das ging aber schnell und soo sau guuuut – da nehme ich mir gleich nochmal!

Ein richtiger Wintereintopf, aber gar nicht fett, schwer und steif, wie ich ihn noch aus meiner Kindheit kenne und hasse.

P.S. das Fladenbrot hatte ich schon im Kühlschrank und ergänzte das Gericht grandios.

„Brote für Jedermann…“

(Werbung, da Namensnennung)

Oft genug habe ich meine Leser gelangweilt mit meinen auführlichen Brotarien. Das Füttern der Teige, die Pflege von Hefewasser kann ich Euch ersparen.

Mein heutiges Brotrezept ist anwenderfreundlich. Allerdings kommt es auch hier auf die Zutaten an.

Dieses Pfannenbrot wird mit Einkornmehl Type 630 und Vollkorn Emmermehl gebacken. Die gelbe Farbe des Einkornmehl und der Geschmack sind einzigartig. Teige mit reinem Einkornmehl sind zwar grundsätzlich klebriger und haben weniger Struktur, aber man kann das Mehl hervorragend mit anderen Mehlsorten (Dinkel, Weizendunst..) vermischen , am besten im Verhältnis 50:50. Ihr werdet begeistert sein, schon der Duft ….

Dieses Mehl verfügt über den höchsten Gehalt an Carotinoiden, hat viel Vitamin E und Aminosäuren, die für den Nervenstoffwechsel enorm wichtig sind. Der hohe Eiweißgehalt spricht für sich und der feine Geschmack, süß nach Nuss und Vanille wird Euch begeistern. Eine Brioche , ein Hefezopf aus diese Mehl – werden jeden begeistern.

Pfannenbrot:

Zutaten:

  • 300 gramm Einkornmehl Type 630
  • 200 gramm Emmervollkornmehl
  • 2 Teelöffel Trockenhefe
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 60 gramm lauwarmes Wasser
  • 190 gramm lauwarme Milch
  • 190 gramm Magerquark
  • 1 1/2 Teelöffel Salz
  • 2 Eßlöffel Olivenöl (bzw. ich nehme mein angesetztes Chiliöl)
  • 1 1/2 Eßlöffel Schwarzkümmel

Zubereitung:

  • Mehle in die Schlagschüssel abwiegen und vermischen
  • eine Mulde in das Mehl drücken
  • Hefe zufügen
  • Zucker zufügen
  • das lauwarme Wasser in die Mulde gießen
  • ca. 10 Minuten stehen lassen (es brodelt schön)
  • lauwarme Milch hinzugeben
  • Quark hinzufügen
  • Salz hinzufügen
  • Öl hinzufügen
  • Schwarzkümmel einstreuen
  • 8-9 Minuten auf kleiner, bzw. mittlerer Stufe (Kennwood 1 u. 2) kneten lassen, bis sich der Teig von der Schüssel löst
  • ca. 1 Stunde – oder auch länger – gehen lassen
  • Teig ausrollen und kleine Kugeln schleifen
  • diese dann zu Fladen ausrollen
  • beschichtete Pfanne aufheizen und fettlos backen
  • das Pfannenbrot wirft Blasen
  • wenden
  • und mit Knoblauch, frischem Korenander servieren
Pfannenbrotteig
Pfannenbrotkugeln bereit für den Kühlschrank

Die restlichen Kugeln in den Kühlschrank verfrachten. Hier ruhen sie entspannt und warten auf ihren nächste Einsatz – ob zum Frückstück – gefüllt mit Gemüse und Käse – oder als kleiner Snak mit dem Linsenaufstrich…

Probiert es aus! Selbstverständlich funktioniert das Rezept auch mit normalem Haushaltsmehl !

P.S. Das Rezept für das Hauptgericht auf dem Foto folgt umgehend!

Jetzt muß ich mich aber bewegen !

Bis die Tage

M. Kuhl

„Die Tranzsendenz der Rinderbrühe“

Das Herstellen von diversen Fonds, Suppen, Brühen gehört zu meinem Kochalltag. Die im Handel erhältlichen Instantbrühen kann ich nicht verwenden! Vielleicht mag es auch hier brauchbare Alternativen geben geben – auf die ich noch nicht gestoßen bin.

Stets verwende ich die besten Zutaten und soll dann Instantbrühe… Nein das funktioniert nicht.

Gö-Ga war ausgiebig unterwegs und man hatte ihm ich nenne es mal Rinderschwanzstücke mitgegeben, vielleicht waren es ja auch Ochsenschwanzenden -ich konnte keine Unterscheidung vornehmen. Diese Schwanzenden enthalten im Kern Knochen, das feste, magere Fleisch muß natürlich entsprechend lange gekocht werden.

Man hätte die Schwanzenden auch in Rotwein schmoren können…

Meine Entscheidung für eine Rinderbrühe mit besonderen Zutaten wurde allerdings – auch für mich – zum Highlight der Woche.

Die besonderen Zutaten bestehen aus getrockneten Tomaten und zwei kleinen Scheibchen Limon Negro

Lt Wikipedia:Als Loomi (arabisch لومي lumi) wird in den Ländern der arabischen Halbinsel ein Würzmittel bezeichnet, das durch Kochen reifer Limetten in Salzwasser und deren anschließender Trocknung in der Sonne gewonnen wird. Diese getrockneten Limetten sind im Iran als limo omani oder limo amani bekannt und heißen in der deutschen Literatur auch oft „schwarze Zitronen“.

Eigentlich hatte ich sie für meinen Eintopf gekauft (dazu später mehr)

Diese Limonen verleihen den Gerichten die erforderliche Frische und sind sowohl für würzig, alsauch süße Gerichte geeignet.

„Frühlingsrinderbrühe“

Zutaten:

  • ca. 700 gramm Rinderschwanzenden
  • Suppengemüse (Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel, Lauch)
  • eine weiße Zwiebel mit Schale
  • Petersilie frisch
  • 2 getrocknete Chilischoten
  • ein walnußgroßes Stück Ingwer
  • 1 Eßlöffel grobes Steinsalz
  • 3 Scheiben Limon Negro
  • 3 Scheiben getrocknete Tomaten
  • 2 kleine Lorbeerblätter

Gewürze:

  • Piment, schwarzer Pfeffer, weiße Senfkörner, Langpfeffer, 3-4 Nelken

Zubereitung:

  • das Fleisch ca. 1/2 Stunde vorher aus der Kühlung nehmen
  • das Gemüse putzen und in grobe Stücke schneiden
  • die Schwanzstücke ohne Fett in den Topf geben und auf kleiner Flamme etwas angehen lassen
  • das geputzte Gemüse hinzufügen
  • mit kaltem Wasser ablöschen und soviel angießen, dass das Kochgut bedeckt ist
  • die Zwiebel mit der Schale hinzufügen
  • Tipp: das Anrösten der Zwiebelhälften spare ich mir seit einiger Zeit. Die ganze ungeschälte Zwiebel klärt die Suppe genau so gut!
  • Petersilie hinzufügen
  • kurz aufkochen lassen und die Schwebeteilchen (Eiweiß) abschöpfen
  • dann auf kleiner Flamme blubbern lassen
  • 3-4 Stunden

Übernacht abkühlen lassen und durch ein Sieb gießen.

Tipp:

Das Gemüse herausnehmen und mit dem Stabpürierer zu einer Paste pürieren. Die Paste gebe ich in ein Glas, welches ich mit meinem scharfen Olivenöl bedecke. So hält sich die Paste im Kühlschrank!

Auf die Zugabe von Salz habe ich verzichtet, damit die Gemüsepaste ihre Farbe behält.

Aufgefüllt mit Wasser haben wir eine herrliche Gemüsebrühe, die zwar nicht vegetarisch ist, aber sehr guten Geschmack vermittelt.

Gemüsepaste
Gemüsepaste mit scharfem Olivenöl

(Eintöpfe, Nudelgerichte, Soßen lechzen nach dieser Paste!)

Die Schwanzenden hat der Gö-Ga sorgfältig abgefieselt und in den Kühlschrank gestellt.

Die Brühe hat einen würzigen, frischen Geschmack, die Farbe ist schön dunkel (ideal für dunkle Soßen).

In der Brühe fühlen sich aber auch meine Griesnockerln wohl.

Raffiniert werde ich ihr heute eine asiatische Variante gönnen.

Mit Fischsoße, roter Currypaste, frischem Gemüse und Glasnudeln ergab es eine wunderbare, warme, leicht scharfe Suppe, die dem Körper hilft dem widrigen Verhältnissen zu trotzen.

Die restliche Brühe habe ich eine Flasche gefüllt und in den Kühlschrank gegeben. So habe ich die ganze Woche eine kräftige Brühe und mit der wunderbaren Gemüsepaste kann ich ebenfalls viele Gerichte verfeinern.

Ein Versuch wäre es doch wert oder?

Bis die Tage

M. Kuhl

„Asiatische Hackbällchen – spicy and fresh“

(Werbung , da Namensnennung)

Ehrlich, irgendwie habe ich Gelüste nach Frische, Schärfe…

Knackiges Gemüse – und vor allem schnell muß es gehen.

Gö-Ga liebt es, große Mengen an Fleisch im Schlachthofviertel einzukaufen. Hier geht’s wie man in Bayern sagt griabig zu.

Eine Seite vom besten Wammerl, 2 kg Hackfleisch (halb/halb)….

Ein kleiner Ratsch mit dem Metzgerburschen und schon steht er strahlend vor mir. „Schau mal, was ich heute bekommen habe…“

Geht’s noch, wer soll das alles essen. Die Kinder sind aus dem Haus, die Rugbymannschaft aus London kommt auch nicht…

Gibt es was Schöneres, wie an einem kalten, nassen, dunklen Tag stundenlang auf Vorrat Bolognese, Rouladen, Rindssuppen … zu produzieren. Der Duft von dem geschmortem Rind zieht durchs Haus – die Musik dröhnt aus meiner neuen JBL Box –

Das Hackfleisch hat genau die richtige Mischung aus Rind und Schweinefleisch – nicht zu viel und nicht zu wenig Fett -. Doch 2 Kg ist schon eine Herausforderung !

Nachdem ich geschmorte Paprikaschoten mit einer wundervollen Tomatensoße für den Weitertransport zubereitet hatte, war immer noch ca. 500 gramm Hackfleisch übrig.

Das Hackfleisch mußte weg!

So entstand das nachfolgende Rezept:

„Asiatische Hackbällchen spicy and fresh“

Zutaten:

  • 500 gramm Hackfleisch (halb Schwein, halb Rind)
  • 1 Stange Zitronengras
  • 10 cm frischen Ingwer
  • 1 Chilischote -scharf –
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Eßlöffel Fischsoße (im Asialaden erhältlich)
  • 3 Eßlöffel Sojasoße
  • 2 Peitschenpfeffer und 1/2 Teelöffel Szechuanpfeffer (frisch gemörsert)
  • 1 Eigelb
  • schwarzer Sesam und weißer Sesam gemischt zum Panieren

Gemüsewok – Zutaten –

  • Karotte
  • Wasserspinat
  • Paprika
  • braune Egerlinge ( mannshandvoll)
  • 2 Eßlöffel gekochte Kichererbsen (mussten auch weg bei mir)
  • Tipp: alles was sich im Gemüsefach anbietet und weg muss
  • Ingwer
  • Knoblauch
  • 1 gehäuften Teelöffel rote Currypaste
  • ein Stück Lauch
  • 1/2 Stängel Zitronengras
  • 1/2 Liter Gemüse oder Hühnerbrühe
  • eine kleine Dose Cocosmilch (cremig)
  • 1 kleine Chilischote mittlerer Schärfe
  • 1 Packung Instandnudeln vom Asiaten (frisch)
  • neutrales Bratöl
  • 1 Teelöffel Sesamöl
  • frisch gehackter Koreander

Zubereitung: Hackfleischbällchen

Das Hackfleisch ca. 1/2 Stunde vor dem Verarbeiten aus der Kühlung nehmen.

  • Zitronengras klopfen und mit dem Knoblauch, Ingwer und der Chilischote in den Blitzhacker geben, bzw. mgl. klein hacken mit dem Messer
  • zur Hackmasse geben
  • Sojasoße, Fischsoße und das Eigelb hinzufügen
  • die gemörsterten Pfeffer untermischen
  • mit grobem Meersalz oder Steinsalz aus der Mühle bereichern
  • alles gut mit den Händen vermischen und beiseite stellen
  • in der Zwischenzeit das Wokgemüse und die Zutaten schnippeln und bereitstellen.
  • die Hackfleischmasse formen wir zu tischtennisballgroßen Bällchen
  • Tipp: mit Vinylhandschuhen geht es leichter
  • anschließend in dem bereitgestellten Sesam wälzen
  • Pfanne mit neutralem Öl versehen (Probe mit nassem Kochlöffel)
  • Bällchen in das Fett gleiten lassen und braten
  • hier ist einwenig Geduld gefordert, nicht gleich drehen und wenden ! Die Bällchen müssen sich an die Pfanne gewöhnen
  • dann drehen und rundherum goldbraun backen
  • auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen

Wokgemüse:

1 Teelöffel Sesamöl und neutrales Öl vermischen

  • 1 Teelöffel der roten Currypaste hinzufügen
  • und das Hartgemüse unterständiger Bewegung andünsten
  • nach und nach Paprka, Egerlinge, Kichererbsen zu fügen
  • mit der Brühe ablöschen
  • etwas Salzen
  • Cocosmilch angießen
  • die Instandasianudeln hinzufügen (sie brauchen ca 3 Minuten)
  • dann die Bällchen hinzufügen
  • und ca. 4 Minuten in dem Gemüse ziehen lassen
  • nun den Wasserspinat grob geschnitten in de Wok geben
  • den frischen Koreander klein schneiden und servieren!

Gö-GA: “ Was ist das? Das gab es ja noch nie – wieder eines Deiner Versuche…

Schweigend wende ich mich dem Wein zu und denke – wieder

„Perlen für die ….“ (sicher kennt ihr diese Redewendung

Dann:

Wow – das schmeckt ja frisch, leicht und soo aromatisch!!!!

Wie immer, der Wok war geleert, nur ein schnelles Handyfoto war mir möglich.

Fazit: Hackfleischverwertung wunderbar umgesetzt.

Bis die Tage

Eure

M Kuhl

„was koche ich nur diese Woche?…“

(Werbung , da Namensnennung möglich)

Überall ist zu lesen, dass alles sehr teuer geworden ist und die Inflation unaufhaltsam fortschreitet. Soweit die Lebensmittel betroffen sind, sollte man dies jedoch genau beobachten, analysieren!

Vieles war früher wesentlich teurer , z. b. Fleisch im Verhältnis zu den üblichen Einkommen. Die Menschen haben sich an dem orientiert, was in der Region angebaut wurde, haben eine gewisse Vorratshaltung betrieben und verstanden es einfache, schmackhafte Gerichte zu zaubern. Fleisch gab es am Wochenende, Mehlspeisen waren mindestens einmal in der Woche auf dem Speiseplan, sowie Gemüse je nach Jahreszeit. Natürlich gab es am Wochenende Kuchen und auch mal ein schönes Menü zu besonderen Anlässen.

Würde man dies heute einwenig beherzigen, wäre der Wocheneinkauf sicherlich nach wie vor erschwinglich. Der Warenkorb den letzte Woche eine Münchner Boulevardzeitung veröffentlichte enthielt keinen Artikel , den ich kaufen müßte. Vermeintliche „Markenartikel“ , die kein Mensch braucht.

In der kommenden naßkalten Woche empfehle ich daher:analysieren

Montag: „Antonias Mehl-Klies“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/10401901

Dieses Kindheitsgericht würde ich diese Woche mit schönen Speckwürfel servieren und mit einem Apfel-Mangomus toppen.

Das Rezept für das Apfelmus findet ihr auch auf meinem Blog. Einfach eine reife Mango schälen, pürieren und mit dem Apfelmus vermischen.

Tipp: für das Apfelmus kaufe ich meist gemischte Bodenseeäpfel lose

(oder bei den Supermärkten und Discountern gibt es abgepackte

Beutel, mit der Bezeichnung „säuerlich“)

Dieses Gericht habe ich ebenfalls schon ewig nicht mehr gekocht.

Bin gespannt, wie es ankommt.

Dienstag: „Winter-Kürbis-Knödel“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20732449

Jetzt gibt es noch Kürbis im Gemüsehandel. Es muß nicht immer Hokaido sein. Der Muskatkürbis – zwei-drei Rippen genügen- hat ein wunderbares Aroma, gerade für diese Art Knödel.

Winter-Kürbis-Knödel

Die Beilage kann aus einem kleinen Feldsalat bestehen, angemacht mit Himbeeressig – oder Honigdressing und ein paar Granatäpfelkerne bestreut – ein leckeres Essen.

Mittwoch:

Estragon-Skrei an Fenchelorangengemüse auf Kartoffel-Möhren-Ingwer-Stampf

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/10414107

Jetzt ist die Jahreszeit für diesen herrlichen Kabeljau! Schneeweiß, glasig, gefächert gibt er sich dem Genießer hin. Nicht immer ist er leicht zu bekommen –

Warum nicht Mittwochs mal einen Spielabend organisieren

(Krimidinner z. b. mit den „Kindern“ oder guten Freunden)

Fenchel-Orangengemüse
Skrei – Winterkabeljau

Donnerstag:

„Blumenkohl Variante für Männer“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20732187

Blumenkohl ist gerade sehr preisgünstig auf dem Markt. Meist kommt er allerdings aus Spanien. Es gibt in in verschiedenen Farben (lila, grün..)

Eine willkommene Abwechselung, wer sich vom Wirsing, Spitzkohl, dem üblichen Hartgemüse mal etwas abwenden möchte.

Tipp: Kochwasser und Strunk nicht wegwerfen

hieraus ist eine schnell Suppe gezaubert, die herrlich nachdem Winterspaziergang wärmt und den kleinen Hunger – zwischendurch -bändigt. Angereichert mit einer Currymischung, etwas Zitrone und vielleicht ein paar fritierten Kichererbsen eine echte Bereicherung der Woche.

Freitag: „Quinoa Bratlinge -herzhaft – extravagant“

Nochmal lege ich sie Euch ans Herz! Zunächst war ich sehr zwiegespalten bei meinem Restverwertungskochen, aber dann

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20732712

„Quinoa-Bratlinge gesund und herzhaft“

Tipp: versucht rotes Quinoa zu bekommen, es soll noch gesünder sein!

Quinoa- Mischung für Bratlinge
Quinoa-Bratlinge

Samstag:

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20732272

Walnuß-Radicchio-Blauschimmel-Pasta

Die Bitterstoffe, der Käse und die Walnüsse verbinden sich zu einer geschmackvollen Einheit

Sättigend und schnell gemacht, vielleicht haben wir ja am Freitag noch was vor?

Blauschimmelkäse

Bis lang kein Fleischgericht! Keiner wird es vermissen und das Haushaltsbudget wird auch nicht überstrapaziert.

Brot der Woche :

kleine Weizenbrote – frisch mit selbstgemachtem Aufstrich, Käse..

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731794

Am Sonntag empfehle ich einen kleinen Ausflug – oder auch nicht –

Aber einen gescheiten Landgasthof, wo es einen guten Braten gibt, werdet ihr schon finden.

Viel Spaß beim Schmökern, Kochen und macht das Beste aus Allem!

M. Kuhl

„Quinoa – Superfood oder Modegetreide ?“

Die letzten Tage habe ich meine Vorräte aufgeräumt, die Tiefkühlschubladen mit Essigwasser ausgewaschen und ein sogenanntes

„Schrank-Kühlfach-Essen“

veranstaltet. Natürlich war Gö-Ga mehr als skeptisch.

„Mach doch das was Du immer gut machst! “

Geht’s noch? Ehrlich, manchmal ist mir in meinem Unruhezustand schon etwas fad und so entstehen Gerichte, Rezepte, Aktionen, Unterehmungen, die das Leben bereichern.

Der erste Schrank:

  • diverse Reissorten, Nudeln, Saaten aus den unterschiedlichsten
  • Ländern, Regionen
  • ja – Bio-Quinoa 500 gramm – Ablaufdatum: 15.3.2022 (kann Getreide schlecht werden ?)
  • Chia-Samen
  • im Kühlschrank:
  • 1 Rest Sauerkraut
  • ein Stück Kren
  • Rest griechicher Joghurt
  • in der Obstetagere – Granatapfel – Elster-Äpfel
  • in der Zwiebelschublade 2-3 französische Schalotten
  • in der einen Gefrierschublade befand sich außerdem Blattspinat

Die üblichen Bratlingrezepte verwenden nicht die vorhandenen Zutaten.

Mein erster Versuch aus diesen Zutaten Quinoa-Bratlinge herzustellen war nicht perfekt. Der Geschmack war zwar nicht schlecht, aber es fehlte die Bindung in der Masse. Auch wollte ich dem Pflanzerl einen Geschmack verleihen, der sich an den Zutaten orientiert.

Neuer Versuch mit den nachfolgenden Zutaten:

Zutaten: (für 4 Personen)

  • 280 gramm Quinoa
  • 220 gramm frisches Sauerkraut aus dem Fass
  • ca. 500 ml Gemüsebrühe (Kochanleitung Reiskocher=Verhältnis 2:1)
  • 2 Schalotten
  • 1 säuerlicher Apfel mittlerer Größe
  • 2 Teelöffel frisch geriebenen Meerrettich (oder einen Eßlöffel aus dem Glas
  • 40 gramm Chia-Samen
  • 3 Eßlöffel grobe Haferflocken
  • 1 Eßlöffel Maisstärke
  • 1 Granat Apfel (je nach Größe reicht auch die Hälfte)

Spinat-Topping

400 gramm Blattspinat

1 Eßlöffel Butter

einen kräftigen Schuß Martini

2 1/2 Eßlöffel Joghurt 10 %

Gewürze:

Salz, Pfeffer, im Mörser gemahlener Kümmel, Muskatnuss, frisch gerieben (natürlich immer ganz zum Schluß)

Sonstiges:

neutrales Bratfett (Sonnenblumenöl, Rapsöl ect) zum Ausbacken und Anschwitzen der Schalotten

1 Stück gute Butter

Zubereitung:

  • Quinoa in kaltem Wasser 5-10 Minuten einweichen
  • abspülen
  • im Reiskocher mit der erforderlichen Menge Gemüsebrühe garen
  • bzw. im Verhältnis 2 Teile Brühe 1 Teil Quinoa im Topf garen, bis das Wasser vollständig verkocht ist. (Ggfs. noch Salz und Pfeffer hinzufügen, je nachdem wie gut die Brühe gewürzt ist.
  • Schalotten klein schneiden, Kümmel mörsern
  • die Schalotten mit 1 Eßlöffel Öl glasig dünsten
  • das Sauerkraut gut ausdrücken und grob klein schneiden
  • den gekochten Quinoa lockern und mit einem kräftigen Stück Butter versehen
  • Sauerkraut, Quinoa, Kümmel, Haferflocken, Chia Samen in eine Schüssel geben
  • den Apfel hineinreiben und den Meerrettich frisch reinreiben
  • mit etwas Pfeffer aus der Mühle versehen
  • 2/3 der gedünsteten Schalotten hinzufügen
  • mit den Händen alles gut vermischen und ca. 20-30 Minuten
  • beiseite stellen (am besten kühl)
  • in der Zwischenzeit den Spinat in eine Pfanne geben und auftauen lassen, immer wieder die Flüssigkeit abgießen
  • dann die restlichen Schalotten kurz fertig dünsten, mit Martini ablöschen, Salz, Muskatnuss versehen
  • warmstellen
  • Granatapfelkerne vorbereiten
  • nun zügig kleine Bratlinge formen
  • das Sonnenblumenöl erhitzen (Kochlöffelprobe)
  • und die Pflanzerl bzw. Bratlinge goldgelb ausbacken
  • in der Zwischenzeit den Spinat mit dem Joghurt pürieren, Joghurt mit laufen lassen, Muskatnußabrieb hinzufügen, ggfs etwas nachsalzen
  • und auf vorgewärmte Teller streichen
  • mit den Granatapfelkernen bestreuen
  • schnell die Bratlinge hinzufügen und aus den hungrigen , skeptischen Essern werden Genussesser
  • guuuut, wow, da nehm ich noch zwei!

Einwenig Aufwand ist es schon, aber es lohnt sich!

Auch die Sauerkrautmuffel sind hier schnell zu überzeugen.

Die Wintersonne lacht mich an, jetzt werde ich einen ausgiebigen Spaziergang machen.

Hoffentlich begegnen mir nicht wieder diese Krapfen, gefüllt mit einer Eierlikörmasse oder Mohn-Zwetschge …..

Eine schöne Restwoche – bis bald

„Pasta, einfach guuut „

Werbung da Namennennung

Heute Freitag, den 21. Januar, – 1 grad, bewölkt. Eine leichte Schneeschicht hat sich verheißungsvoll über alles gelegt.

Das neue Jahr rast dahin… Kleine Ausflüge, ein paar Tage Tirol, kleine „Besorgungsreisen“ ins Münchner Umland – Ammersee, Bad Tölz , ein längst überfälliger Theaterbesuch im neuen Münchner Volkstheater, Essen beim Sternekoch, lange Isarspaziergänge erheiterten meinen Unruhezustand.

Nicht immer ist mir wohl bei meinen Unternehmungen bei den derzeitigen Coronameldungen. Nachdem ich am 8.1. endlich geboostert wurde, denke ich „positiv“ und hoffe, dass es mich nicht erwischt.

Natürlich habe ich einwenig gekocht.

Hauptsächlich vegetarische Gerichte – sehr arbeitsintensiv -.

Daher habe ich sie Euch noch nicht angetan.

(z. B. Quinoabratlinge mit Spinatcreme, Rosenkohl-Kichererbsen-Curry…)

Gö-Ga nervt schon seit Tagen – er will Schnitzel ….

Panierstraße, Butterschmalz – das brauch ich jetzt wirklich nicht.

Erst fahr ich mal zum Viktualienmarkt – vielleicht finde ich ja Schwarzwurzeln , schwarzen Rettisch, bunte Beete.

Der sonst so quirlige Markt scheint verwaist… Viele Stände haben noch zu und die Stimmung ist einwenig gedämpft. Beim „FischWitte“ im „Zelt“ hocken die Menschen dicht an dicht – Corona ist hier kein Thema. Sicher sind sie alle geboostert, lassen die Gläser klingen …. .

Meine Schwarzwurzeln bekomme ich und das Sauerkraut ist ausverkauft.

Na, ja – auch nicht mehr was es mal war.

Sie schwadroniert...: " es gelingt nur mit dem Peccorino, dem speziellen Speck.., die Nudeln müssen innen hohl sein....!"

Jetzt zu meinem eigentlichen Thema..

Meine Tochter hat mehrere Jahre in Rom gelebt und ist in unserer Familie die Carbonara-Queen.

Sie schwadroniert…: “ es gelingt nur mit dem Peccorino, dem speziellen Speck.., die Nudeln müssen innen hohl sein….!“

Mein Gott! Eier, Speck, Käse, Spaghetti – was soll da schon so speziell sein

Mit meiner Carbonara bin ich kläglich gescheitert. Kleinlaut mußte ich zugeben, dass ihre Carbonara eine echte italienische Offenbarung ist.

Die Soße ist gebunden, sämig , nicht geronnen – wie meine –

Der Speck sooo cross, die Nudeln saugen die Soße wunderbar auf, der Hauch frischer, schwarzer Pfeffer – ein echter Nudeltraum-

Mein bayrisches Wammerl ist wahrlich nicht geeignet für dieses Nudelgericht.

„Carbonara-Kochkursus“ für Anfänger mit Larissa Kuhl

Einen Ton hat sie drauf, von wem sie das nur hat…

Die Zutaten sind hier das Geheimnis.

Es funktioniert nur mit dem echten Guanciale, dem italienischen Schafskäse Pecorino, der nicht zu alt sein darf!

Die Bucatini N. 9 (Barilla) eigenen sich am besten, denn sie sind innen hohl, praktisch etwas dickere Spagetti. Sie saugen gierig die cremige Soße auf! Zum Glück haben wir in der Nähe einen original italienischen Supermarkt, wo ich alle Köstlichkeiten finde. (Superissimo-supermercato)

Genau der Markt, den Tom CoffeeNewstom Blog schon mehrfach erwähnte.

Zutaten:

  • ca 220 gramm besten Guanciale
  • 4 Eier Größe (L) und zusätzlich ein Eigelb
  • 200 gramm Pecorino frisch
  • 500 gramm BUCATINI N.9

Gewürze: grobes Meersalz, schwarzer Peffer, Muskatnuss frisch gerieben.

und los:

  • den Speck klein schneiden
  • den Pecorino reiben
  • hierzu verwende ich meine Küchenmaschine
  • sie macht das sehr schnell und der Käse behält seine Festigkeit
  • die Eier zum geriebenen Pecorino geben und mit einer Gabel vermischen, bis sich die Masse aneinander gewöhnt hat, bzw. sich eine schlunzige Masse gebildet hat.
  • etwas schwarzer Pfeffer aus der Mühle und frischgeriebene Muskatnuss hinzufügen
  • jetzt setzen wir das Nudelwasser auf
  • Tipp: eine getrocknete Chillischote ins Wasser geben und 2 Eßlöffel grobes Meersalz
  • in einer großen gusseisernen Pfanne lassen wir den Speck knusprig werden
  • dies dauert schon eine Weile !
  • wenn der Speck richtig gross ist, heben wir ihn mit einen Schöpflöffel aus der Pfanne und lassen ihn auf Küchencrepe abtropfen
  • jetzt die Hitze auf die kleinste Stufe runterreduzieren
  • und 1 -2 Schöpflöffel vom kochenden Nudelwasser in die Pfanne geben
  • mit einem Holzlöffel Speckfett und Wasser verrühren und einwenig einreduzieren lassen.
  • bei Bedarf etwas von dem ausgelassenen Speckfett entfernen
  • aber niemals komplett – es ist zu bedenken, dass keinerlei Öl , Butter verwendet wird – dieses Speckfett ist der Geschmacksträger pur!
  • bei kleiner Hitze nochmal einen Schöpflöffel Nudelwasser zugeben, so daß der Pfannenboden leicht mit Wasser bedeckt ist
  • nun die aldente gekochten Nudeln direkt aus dem Kochtopf in die Pfanne geben. Auf keinen Fall das Wasser wegkippen!!!
  • auf kleiner Flamme die Nudeln sich mit dem Kochwasser/Speckfett verbinden lassen.
  • die Pfanne darf auf keinen Fall zu heiß sein, denn sonst gerinnt die Eimasse sofort!
  • Ein Schöpflöffel Nudelwasser zur Eimasse hinzufügen – um die Eimischung zu „temperieren“.
  • nun geben wir die Eier-Käse-Mischung mit einem weiteren Schöpflöffel Nudelwasser in die Pfanne und verrühren es mit dem Kochlöffel
  • die noch wässrige Konsistenz braucht jetzt etwas Geduld
  • auf kleinster Stufe mit dem Holzlöffel langsam rühren
  • und jetzt verbindet sich das Nudelwasser und die Ei-Käse-Mischung
  • zu einer cremigen Soße – ohne weitere Zutaten –
  • nach Bedarf gefühlvoll ggfs. Kochwasser zugeben
  • die Nudeln stets in Bewegung halten , d. h. mit einer Zangen ständig durch die Masse ziehen
  • die vorgewärmten Pastaschalen werden zügig befüllt und der knusprige Speck über die Pasta verteilt
  • am besten funktioniert dies mit der Zange, so gelingt es auch die Pasta dekorativ auf den Teller zu bringen
  • frischer schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • und eine Spur Meersalz
  • und sofort essen …

Die cremige Soße hat sich hingebungsvoll um die Bucatini gelegt, der Speck kracht …. Der Pastatraum geht in Erfüllung!

Es lohnt sich dieses Zubereitung genau zu befolgen und in den Pastahimmel aufzusteigen.

Schönes Wochenende !

Guanciale bräunt in der Pfanne – es dauert —

„Wintercouscous und kleine Lammlachse…“

Kalt muß es sein, am besten Minustemperaturen, dann gelüstet es mich nach Deftigem. Sauerkraut, Blut und Leberwurst, ein schöner Barolobraten, langsam im Ofen gegart – Draußen schneit es, der Rotwein wärmt Körper und Seele….

Winterliche Gewürzvariationen – ein heißer Glühwein – Lebkuchen, Früchtebrote auf dem langen Isarspaziergang genießen.

Ich hoffe doch sehr, dass es nochmal richtit zapfig wird und dann…

Heute lade ich Euch ein, mit mir meinen Wintercouscous zu genießen. Die Zutaten sind vielleicht gewöhnungsbedürftig – aber überzeugten letztlich die verwöhnten Gaumen meiner Lieben.

Wintercouscous

Zutaten:

  • 2 kleine möglichst frische Karotten
  • 1 kleine Spitzpaprika geschält
  • 1 Knoblauchzehe
  • 10 cm frischer Ingwer
  • 2 Teelöffel
  • die Kerne von einem Granatapfel
  • 3 kernlose Datteln
  • eine Chilischote ohne Kerne
  • 2 Limonen
  • 1 Bund gehackter Koreander
  • 250 gramm Instandcouscous
  • 2 Teelöffel Ajvar (Aubergingenpaste)
  • Abrieb von einer Zimtstange (ein Hauch)
  • Steinsalz
  • 2 Teelöffel Ras el Hanout
  • bestes Olivenöl

Zubereitung:

  • den Couscous mit einem Eßlöffel Olivenöl und einer kräftigen Prise Salz gem. Packungsangabe – Wasser mit Öl und Salz aufkochen –
  • Couscous hinzufügen vom Herd nehmen, abdecken und 10 Min. quellen lassen.
  • er sollte sich meiner Gabel lockern lassen
  • unbedingt draufachten, dass er nicht zu nass wird ! (d. h. Wassermenge :weniger =mehr)
  • das Karotten, Datteln, Paprika ganz klein schneiden
  • und mit einer Spur Rohrzucker , etwas Olivenöl anschwitzen
  • unter den Couscous heben und mit der Auberginenpaste, Salz Ras el Hanout abwürzen
  • Granatäpfelkerne unterheben
  • alles locker vermischen
  • Salz aus der Mühle
  • Abrieb der Limonen und den Saft hinzufügen
  • 1 1/2 Eßlöffel Olivenöl bester Güte hinzufügen
  • den gehackten Koriander einstreuen
  • und einwenig durchziehen lassen, aber warm halten

Lammlachse:

Zutaten:

  • pro Person 2 kleine Lachse parieren
  • ungefähr 1-2 Stunden vorher aus der Kühlung nehmen
  • Rosmarin, Knoblauchzehen vorbereiten
  • Restvanilleschote
  • 1 kleine Chilischote
  • Olivenöl und Butter

Zubereitung:

  • Pfanne aufsetzen mit Olivenöl und einem Stück Butter
  • auf mittlerer Termperatur erhitzen (nicht zu heiß)
  • Rosmarin, Knoblauch ruhig mit Schale, Chili, ein kleines Stück einer Vanilleschote in das ÖL/Buttergemisch geben.
  • die Lammlachse von allen Seiten rundherum anbraten, so dass sie Farbe angenommen haben
  • dann Herd auf Stufe 1 zurückstellen
  • und gar ziehen lassen und in der Öl-Buttermischung schwenken
  • rosa sollten sie sein!
  • es dauert ca. 10 Minuten, wenn nachdem Anbraten die saftigen Lammfilets langsam garziehen, nachdem sie rundherum angebraten wurden.
  • Wichtig: Herd sofort zurückstellen !

Wer will kann noch eine leichte Soße mit Schalotten, Rotwein reduzieren lassen und mit Butter aufmontieren. Allerdings erforderlich ist es meines Erachtens nicht. Die Lammlachse sind saftig werden kurz mit Meersalz aus der Mühle gesalzen und leicht gepfeffert.

Lecker, leicht, wenn es im Winter mal Frühling ist – genau das Richtige –

Einen guten Schluck verträgt das kleine Gericht sicherlich gerne!

Gut gestärkt, gehen wir ins Konzert, Theater und genießen das Leben, soweit es in diesen Zeiten möglich ist.

P.S auch hier setzte sich Gö-Ga durch – die Portion könnte schon etwas netter, kleiner sein…

„darf es auch mal wieder Fleisch sein…“

Uff, schnell gingen die Weihnachtstage vorbei.

Das neue Jahr verwöhnte uns direkt mit Temperaturen von 14-16 grad, strahlendem Bayernhimmel und lud zu Ausflügen in die Natur, in die nahen Berge….

Auch wir schmiedeten, natürlich Antizyklisches Ausflugverhalten. Wir gehen, fahren dahin , wo wir nicht so viele Menschen vermuten, zu einer Zeit, wo die meisten beim Mittagessen…. sind.

Auch die Startzeiten sind von besonderer Bedeutung.

Beliebtes Hobby meiner Familie war das Kripperlschauen. Hierzu reiste man von Ort zu Ort und besuchte die Krippe in den jeweiligen Kirchen. Natürlich war die heimische Krippe und insbesondere unsere Hauskrippe nicht zu überbieten.

Klosterkirche Dietramszell

So begab ich mich an Sylvester und am Neujahrstag auf Kripperlschau und mir ist jetzt endlich klar geworden, warum diese bestimmte Weihnachtsstimmung meiner Kindheit, Jugend nicht mehr aufkommt. Dieses Jahr hatte ich schon keine rechte Lust die weihnachtlichen Dekorationen vorzunehmen und begnügte mich mit dem wesentlichen und ein paar Lichterketten.

Es gibt sie nicht mehr die riesengroße Hauskrippe, mit dem speziellen Moos aus dem bestimmten Wald, bzw. Felsen. Es gibt sie nicht mehr die zimmerhohe Tanne aus dem Garten oder dem Wald. Die Tanne wurde 1 Tag vor Heiligabend geschlagen und erst am Heiligabend aufgestellt und geschmückt.

Diesen Duft, nach Wald, Tanne, Moos kann man durch nichts ersetzen.

Wir sollten uns auf unsere Möglichkeiten besinnen und neue Formen entwickeln, welche dieses Weihnachtsgefühl – Ihr wißt schon , was ich meine – wieder aufleben läßt.

Soweit so gut.

Meine Weihnachtsküche habe ich auch nicht mehr mit dem Aufwand betrieben, wie es traditionell erwartet wurde. Es entstanden neue Rezepte. Schmunzelnd beobachte ich die staunenden Gesichter meiner Lieben.

Meine kleinen Überraschungen will ich auch Ihnen nicht länger vorenthalten.

Hier ein Beispiel, wie man schnell ein Gericht zaubern kann, welches Zeit und Raum läßt für wichtigere Dinge (z. B. Reden, Spielen, Musizieren, Lachen, Spazierengehen ….)

„bayrischer Hirsch meets asiatisches Gemüse“

Zutaten:

(4-6 Personen, je nach Vorspeise)

  • 1,6 kg Hirschkeule
  • Zitronengras
  • Ingwer frisch
  • Sojasoße
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • Chilischote rot und scharf
  • Sesamöl
  • 2 Karotten
  • Paprika (Spitzpaprika mit dünner Haut oder schälen)
  • 2 Schalotten
  • Lauch
  • 125 gramm Zuckerschoten
  • 3 pak choi
  • 125 ml Cocosmilch
  • 1/2 Teelöffel rote Currypaste
  • 1 Bund Taibasilikum
  • neutrales Bratöl (Sonnenblumen, Rapsöl ect)
  • 1/2 Liter Gemüsebrühe bzw. Wildfond
  • Steinsalz aus der Mühle,
  • SzechuanPfeffer (zerstoßen im Mörser)
  • 1 Teelöffel Mais- oder Kartoffelstärke, kaltes Wasser um die Soße ggfs. sämiger zu machen.
  • Abrieb und Saft einer Limette
  • 1 Prise Vanillezucker bzw braunen Zucker

und so geht es ganz schnell…

am Morgen bereiten wir mit dem Pürierstab in einem schmalen Becher die Basis für unseren Hirsch-Wok vor:

  • Zitronengras, klopfen und in klein Stücke schneiden
  • 2 Eßlöffel Sesamöl mit Sojasoße vermischen
  • Knoblauchzehe schälen
  • Chili entkernen
  • gut 10 cm frischen Ingwer grob kleinschneiden

Diese Zutaten in einen hohen, schmalen Becher geben und durchpürieren.

Das Fleisch in kleine , mundgerechte Würfel schneiden und mit der hergestellten Masse marinieren, Abrieb einer Limone hinzufügen und abgedeckt kühl stellen ( ca. 8-10 Stunden)

  • das Gemüse putzen und wokgerecht (d. h. so klein, dass man es mit Stäbchen genießen kann) vorbereiten
  • den Reiskocher befüllen gem Scala mit gutem Basmatireis, Steinsalz zum salzen verwenden, sowie Abrieb von der Kurkumawurzel in das Wasser reiben ( ergibt eine wunderschöne Aromatik und gleichzeitig eine schöne Farbe) , natürlich Reis vorher waschen und Menge der Personenzahl anpassen
  • den Wok ohne Öl anheizen, dann Bratöl hinzufügen und gut heiß werden lassen. (Kochlöffelprobe wäre nicht verkehrt)
  • das Fleisch nach und nach für 1 1/2 Minuten im heißen Fett anbraten
  • sofort raus nehmen und warmhalten
  • dann einen 1/2 Teelöffel rote Currypaste mit Öl vermischen
  • Gemüse – hartes Gemüse zu erst – unter ständiger Bewegung garen
  • den Pakchoi erst ganz zum Schluß beigeben
  • Brühe angießen, Cocosmilch hinzugeben
  • auf ganz kleiner Flamme die Soße falls erforderlich andicken
  • mit dem Saft einer Limone , etwas SzechuanPfeffer, Steinsalz abschmecken
  • den warmgestellten Hirsch sanft unterheben
  • final die gezupften Taibasilikumblätter drüberstreuen und auf den Tisch
  • den duftenden Kurkumareis in Schalen vorbereiten und so wird die Tischrunde zu einem gelungenen Fest.

Tipp: ansich kochen die Asiaten mit den leichten – ich sage Blechwoks, bzw. im Handel findet man oft die formschön aussehenden Edelstahlwoks. Persönlich bevorzuge ich allerdings einen Wok aus Gusseisen, da wir nicht die Garmöglichkeiten haben (Gasbrenner) ect um in den asiatischen Woks zu kochen. Beim gusseisernen Wok gelingt es mir sehr leicht das Kochgut immer nach oben zu schieben- denn dies ist eigentlich das Geheimnis – um auf der kleinen Fläche des Woks das nächste Gemüse anzubraten. Durch das ständige Hochschieben behält das Gargut den erforderlichen Biß, denn wir wollen doch knackiges Gemüse und nichts Verkochtes.

Dieser Wok begeisterte sogar Gö-Ga – einwenig gezickt habe ich natürlich schon – denn er häufte sich seinen Teller nach meiner Ansicht viel zu voll. Ob er es noch lernt in diesem Leben. Die Hoffnung bleibt mir…

„The best of 2021“

„Was gut vorbei ist, kommt nicht Böse wieder…“ , pflegte meine Großmutter zu sagen, seufzte aus tiefstem Herzen und kippte einen selbstgemachten Pfefferminzlikör, bevor sie sich bis ins hohe Alter den alltäglichen Pflichten widmete. Den Likör bzw. Pfefferminzschnaps setzte sie selbst an. Die besondere Minze mit den dickfleischigen Blättern wuchs in ihrem Garten und den Schnaps, den sie beim Schnapsbrenner erwarb, indem sie mit ihm ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse, bzw. Spezialitäten tauschte. Dieser Schnaps ist mir leider verlorengegangen. Sie nahm täglich eine homöopathische Dosis (ein kleines Stamperl)

Mit meiner kleinen Jahresübersicht von Beiträgen und Rezepten möchte ich mich herzlich bedanken bei allen Lesern/innen meines Blogs, der dieses Jahr von immer wachsender Beliebtheit geprägt wurde. Die Statistik bestätigt mich, auch im Jahr 2022 meine Ideen am Herd, mein Leben mit Euch einwenig zu teilen.

Januar 2021

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730228

Nach langer Zeit hatte sich München mal wieder in weiß gekleidet. Ein paar eindrucksvolle Fotos aus dem englischen Garten.

Gerade im wenn es Draußen kalt ist, liebe ich es Gerichte im Wok zu kochen.

Am besten startet Ihr mit meinem „Bilderkochenrezept“ vor langer Zeit…

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/10744057

Im Januar hatte ich begonnen, etwas mehr mit Schwarzwurzeln zu kochen.

Das nachfolgende Rezept würde ich zum Gewinner des Winters 2021 küren.

Zunächst wurden die erdigen Stangen kritisch beäugt und mit negativen Bewertungen von eklig, wie sehen die denn aus, das kann man essen?… , bewertet.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730086

Februar 2021:

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730546

Nocheinmal möchte ich Euch mitnehmen an meinen Fluß, die Isar.

Diesen Fluß liebe ich – er gibt mir immer wieder Kraft, auch wenn es regnet oder schneit, die Hitze unerträglich wird – Die Isar ist immer für mich da und jetzt freue ich mich schon auf meine Schwimmstelle.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730536

Gibt es etwas besseres zum Frühstück/Brotzeit?

Gerade im Winter liebe ich sie die knusprigen, reschen Korznspitz. Auf die Entwicklung des Rezeptes bin ich ganz besonders stolz. Der Ansatz und die liebevolle Pflege meines Roggensauerteigs haben sich gelohnt. Vielleicht für den Einen oder Andereren das Projekt 2022 – Ansatz der Sauerteige. Der Start mit dem Roggensauerteig gelingt mit Sicherheit. Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

März 2021:

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730686

Die Pandemie hat die Menschen fest im Griff. Das Arbeitsleben ist weitgehend von

„homeoffice“ geprägt. Es ist meist kalt und unfreundlich und es fällt den Menschen schwer ihren Alltag zu ertragen. Der genannte Beitrag wurde zum Blogerfolg.

Das Rezept ist einfach – ohne viele Zutaten und beliebt bei Jung und Alt

Wäre das nichts als kleiner Happen zwischen den Jahren?

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730884

Meine „Sonntagssemmel“ begleiten mich seit dem ersten Backen im März 2021 über das ganze Jahr und werden vehement vom Gö-Ga und den Kindern – wenn sie wieder mal sich anmelden – gefordert. Manchmal muß ich aber streiken, denn einwenig Aufwand, Arbeit ist das schon. Allerdings sind sie auch nach 2 Tagen noch wie frisch gebacken – der Aufwand lohnt sich.

April 2021:

Den Monat möchte ich meinem geliebten Bärlauch widmen. Schon jetzt freue ich auf ihn, wenn er überall um mich herum sprießt.

Aber mal ganz ehrlich, am besten schmeckt er in den Wochen, Monaten, wo man ihn frisch ernten kann. In vielen Gegenden Deutschlands kommt er im übrigen nicht oder kaum vor.

Daher hatte ich auch mein Pesto an gute Freunde verschickt. Ein Päckchen wurde beschädigt und der Geruch verbreitete sich – für den einen oder anderen war das unerträglich – so einen intensiven Knoblauchgeruch ist für einen echten Rheinländer nämlich nicht so leicht zu ertragen. Geschmeckt hat es aber glaube ich trotzdem, wenn man auch mit einer gewissen Skepsis dem Gläschen gegenüberstand.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731022

Die indische Küche hielt bei mir Einzug – wenngleich ich bis heute kein indisches Restaurant genossen habe, was mich überzeugte. Die Speisen kommen mir meist irgendwie verkocht vor und den vielgelobten Gewürzvariationen konnten mir noch nicht präsentiert werden.

Wagt Euch heran, geht in einen gutsortierten Gewürzladen und die Reise beginnt.

Mai 2021:

Alles neu macht der Mai

macht die Seele frisch und frei,
kommt heraus, lasst das Haus,
windet einen Strauß!
Rings erglänze Sonnenschein,
duftend prangen Flur und Hain,
Vogelsang, Hörnerklang
tönt den Wald entlang……

Hermann von Kamp

(1796 – 1867), Lehrer in Mühlheim/Ruhr

Der Mai 1921 war immer noch sooo kalt und die Gartencenter hatten kein wirkliches Angebot

Die Sonne ließ sich ihren Mut nicht nehmen und drückte die Tulpen, Narzissen heraus. Kleine Lichtblicke! Der Bärlauch blühte immer noch nur vereinzelt und ich probierte meine Bärlauchknödel (alternativ mit Spinat, Parmesan) …

Die Knödelherstellung perfektionierte ich

siehe : https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731157

Jede Möglichkeit versuchte ich nach Draußen zu kommen. Die Tage wurden allerdings immer mehr von dem Brotbacken, Küche, Küche geprägt

Das werde ich 2022 ändern!!! – versuchen werde ich es zumindest.

Aber meine Walnußkruste will ich Euch nochmal ganz besonders ans Herz legen

Dieses Brot ist der Schlüssel zum wahren Brotgenuss !

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731247

Juni 2021

Es gab kein halten mehr für mich, pünktlich mit dem Beginn des Monats war es möglich im Starnbergersee ausgiebig zu schwimmen. Keine Gelegenheit ließ ich mir entgehen.

Mein See

Die Leichtigkeit des Seins stellte sich wieder ein. Meine kürzlich erst gepflanzten Kräuter expolodierten förmlich. Es duftete soo guuut. Die Hoffnung auf eine Corona-Impfung wurde endlich erfüllt. Eine Aufbruchstimmung machte sich breit.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731390

Mein Minz-Pesto erfreute sich allgemeiner Beliebtheit, denn es ist so einfach herzustellen.

Juli 2021:

Eigentlich hatte ich mein Sommerbrot ja schon im Juni veröffentlicht. Im Juli bereitete ich es sehr oft zu. Gegrillt, als Picknickbasis , die Hartweizenkruste duftete am See, auf dem Balkon….

Hier mein Sommerbrot 2021

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731468

„Tomaten-Hartweizenkruste“

Gegrillte Doraden, Lammvariationen, herrliche Beilagen immer unter dem Motto „Weniger ist mehr“.. Im Sommer liebe ich es entspannt den Gö-Ga grillen zu lassen, Draußen sein bis spät in die Nacht. Lesen, den Fledermäusen zu zu schauen – ganz inständig bete ich, lass den Sommer niemals enden. Jäh unterbrochen wurde ich von dem „Hagelschnee“ auf der Rückfahrt vom See, wieder Regen, Regen….

August 2021:

Der Sommer kam mit Wucht zurück. Meine Zweitimpfung war nicht in Sicht, Reisepläne wurden verworfen. Der Starnberger See, das Radeln bis zum Horizont entschädigte mich gebührend. Die Abende wurden aber schon kühler, die Tage kürzer..

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731973

Die Isarinsel war immer noch nicht zurückerobert.

Verschiedene Ausflüge ins Münchner Umland wurden unternommen. Keine Landmetzgerei ist vor meinem Gö-Ga sicher. Stets muß ich ihm Einhalt gebieten, er würde ständig Unmengen nach Hause tragen.

Aber die von mir als Metzgerfinger bezeichneten rohen Bratwürste stehen bis heute öfters auf dem Speiseplan

Meggies Metzgerfinger
„Hohenpeißenberger Gnadenkapelle“

September 2021:

Welch ein Traum wird wahr, der September entpuppt sich als vollständiger Sommermonat.

Nicht einen einzigen Beitrag habe ich gebloggt. Viel zu beschäftigt war ich. Die Panik stieg jeden Tag in mir hoch: “ Das ist der letzte Badetag….“

„Klarstellung : es ist nicht der Gö-GA“

Oktober 2021:

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20732187

Nachdem ich am 3.10.2021 nochmals mehr als eine Stunde im See schwimmen konnte, verabschiedete ich die Badesaison. Herbstliche Gerichte wollte ich jetzt kochen.

Nach dem vielen Grillen wollte ich mehr vegetarische Gerichte kochen.

Ständig hörte ich: “ Ja, des Kürbiscurry ist ja lecker, aber was gibt es dabei?“

So entstand mein Blumenkohlschnitzel und es hat auch die Männer der Familie überzeugt.

Auch der Oktober hatte wunderschöne Tage. Viele Ausflüge, Wanderungen konnten wir unternehmen. Sicher habt ihr schon bemerkt, dass Tirol/Österreich mein Lieblingsausflugziel zu jeder Jahreszeit seit vielen, vielen Jahren ist.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20732220

Dieses Jahr im Oktober war der Himmel so blau – die Luft so klar

Dann möchte ich die Berge umarmen – stundenlang an einer warmen Hauswand sitzen – und mich des Lebens freuen.

November 2021:

Im November war ich mit den Quitten beschäftigt. Eine tolle Frucht, aber irre arbeitsintensiv.

Zwischenzeitlich hatte ich noch ein Quittenchutney mit Krümelzucker, erlesenem Essig und Rohrzucker – sehr pikant geköchelt. Es war eine Offenbarung zu meinem Wild.

Leider war die Ausbeute nicht besonders hoch.

Auch der November war meist erträglich , viele sonnige Tage wurden uns geschenkt

Zeit für wunderschöne Herbstspaziergänge. Das Knödelthema beschäftigte mich auf im November. Endlich waren meine Zwetschgenknödel so gelungen, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Zwischenzeitlich habe ich sie mit Nougat bzw. dunkler Schokolade gefüllt.

Auf einem Zwetschgenmarmeladenspiegel serviert – eine Wucht – sag ich Euch.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20732428

  • meine Winterknödel mit Muskatkürbis ebenfalls nicht zu verachten!

Dezember 2021:

Der Dezember raste dahin, eigentlich wie jedes Jahr. Das aufwendige Backen haben ich dieses Jahr verschmäht. Die Zeit aber sehr genossen, wenngleich die Pandemie uns erneut plagt. Große Tischrunden waren nicht möglich, so habe ich auch auf meine 9 kg Pute verzichtet und geruhsam im kleinen Kreis die Tage intensiv genossen.

Viele haben sich mit Meggie’s Weihnachtspute beschäftigt, wie meine Blogstatistik mir bestätigt.

Irgendwann gibt es sie wieder und wir feiern wieder Weihnachten, so wie es früher einmal war. (s. Blogbeiträge aus den besseren Zeiten)

Genießt die Rauhnächte, die Zeit mit Euren Lieben und bleibt gesund. Bis bald

M. Kuhl

„Frohe Weihnachten, Merry Christmas, Joyeux Noel, Buon Natale,Feliz Navidad „

wünsche ich allen meinen Lesern, Kritikern und Freunde des Blogs.

Bedanken möchte ich mich für das immens gesteigerte Interesse an meinen Rezepten, Geschichten und verspreche, dass ich auch in 2022 weiter Rezepte, das Leben im Besonderen und München Euch näher bringen werde.

Heiligabend – wie er in vielen Beiträgen lesen könnt stets ein Tag, der bei mir mit Stress, Hektik und Vorfreude verbunden ist. Der weihnachtliche Duft breitet sich in der Wohnung aus, leise ertönt die Weihnachtsmusik, mal klassisch, mal besinnlich, mal fetzig aus der kleinen Box. (Radio und spotify) machen es möglich. Was wären wir ohne Internet?

Die letzten Besorgungen hatte ich schon einen Tag zuvor abgeschlossen. Dann beginnt der Stress, die Bäder müssen nochmal geputzt werden, die Deko vervollständigt werden.

Das Kripperl stellen wir immer erst am 24. auf!

Ja und ich kann es nicht lassen, ein kleines feines Menü sollte den Abend krönen, bevor die Bescherung stattfindet.

Alles nicht so einfach. Die heimgekehrten Kinder verfallen in den Säuglingszustand, lassen sich bedienen, betütteln und achten darauf, dass keiner bevorteilt wird.

Der Gö-Ga ruht in sich – vor 11 Uhr erscheint er nicht – ein opulentes Heiligabendfrühstück mit allem was das Herz begehrt – ist schließlich Tradition. Geht’s noch?

Nachdem Frühstück – gegen 12.30 Uhr – will das Jungvolk erstmal eine Runde spielen – um dann samt Gö-Ga zu verschwinden. Sie nennen das „Beinevertreten“. Dies dauert dann bis zum Spätnachmittag. So jetzt habe ich Zeit für Bäderputzen, Dekoration, ein paar Telefonate und nebenbei wird das kleine Menü vorbereitet, die Betten „schön“ gemacht. Duftkerzen verteilt, Kripperl…., Getränke gekühlt.

Bin ich denn hier der Weihnachtsmann? Gegen 16.OO Uhr öffne ich mir einen guten Tropfen, prickelnd lächelt er mit entgegen. Ich setze Prioritäten: keine Fotos von meinem wunderschön gedeckten Tisch, dem werdenden Essen. Einfach routiniert arbeiten:

  • Rosenkohl putzen, Blaukraut vorbereiten
  • Knödelmasse herstellen
  • den wunderschönen Hirsch aus der Kühlung nehmen
  • die Vorspeise… Lachs aufschneiden, Kräuter anrichten, Kräcker , Dip
  • Gewürze mörsern
  • das Hartgemüse schnippeln
  • Spülmaschine aus- und einräumen und und…

Gegen 17:OO wende ich mich liebevoll meinem Hirsch zu – keiner ist in Sicht.

Den liebevollgekochten Wildfond (s. letzter Beitrag), alle Zutaten für meinen Hirschgulasch bereitstellen …

und so geht es:

  • mit einem scharfen Messer das Hirschfleisch (ca. 1,6 kg aus der Keule) in nicht so kleine Stücke schneiden
  • während dessen die gemörserten Gewürze (Wacholderbeeren, Piment, Nelke, schwarzer Pfeffer, rote Pfefferbeeren) fettlos leicht anrösten, bis es duftet
  • meinen alten Freund , den Bräter schnell mit gutem Schweineschmalz mit Grieben versorgen und dann das Fleisch hinzugeben, Temperatur etwas erhöhen
  • sollte aber nicht zu heiß sein, gerade so, dass die Fleischstücke Röstaromen entwickeln können. Bitte auf keinen Fall das Fleisch bewegen
  • es löst sich von selbst. Temperatur zurückstellen
  • in einer anderen Pfanne, ausgegleitet mit einem kleinen Löffel meines selbstgemachten Vanillzuckers röste ich das Hartgemüse, die roten Zwiebeln (Sellerie, Karotte, Petersilienwurzel) an. Tomatisiere das Gemüse mit einem Eßlöffel Tomatenmark
  • schwenken, immer im Auge behalten.
  • Thymian, Rosmarin, zwei Lorbeerblätter binde ich zu einem kleinen Sträußchen zusammen. (wächst immer noch auf meinem Balkon, nur den Lorbeer habe ich reingenommen)
  • der geöffnete Rotwein zum Ablöschen, muss getestet werden.
  • das liebevoll eingekochte Quittenchutney hat sich in der hintersten Schrankecke versteckt – denn vor dem Gö-Ga ist nichts sicher –
  • ihm wäre zuzutrauen, dass er das Gläschen zum Frühstück löffelt.
  • der Wildfond wird geöffnet und geprüft – wunderbar dunkel, kräftig im Geschmack
  • jetzt ist es Zeit das Gemüse zum Fleisch zu geben – und kräftig mit dem Rotwein ablöschen
  • einreduzieren lassen
  • aufatmen
  • jetzt sind die Semmelknödel dran
  • Butter mit kleingeschnittenen Schalotten in eine Pfanne geben, 200 ml Milch mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss erhitzen
  • Semmel vom Vortag in ganz dünne Scheiben auf der Brotmaschine schneiden
  • Petersilie hacken
  • Eier verquirlen und einen Eßlöffel Mehl hinzufügen
  • nacheinander mit den Semmel verkneten
  • raus auf den Balkon mit dem Teig
  • Rosenkohl putzen (kreuzweise einschneiden) in einen Schnellkochtopf geben , Wasser hinzu , Steinsalz, Deckel drauf – so muss er auf seinen Einsatz warten –
  • der Hirsch duftet wunderbar und die Flüssigkeit ist reduziert, einen Teil des Fonds, Kräuter hinzufügen und leise köcheln lassen
  • Tischdecken – noch ein Schlückchen Rotwein –
  • es ist 17:30 keiner der Familie ist in Sicht – so lange dauert das Beinevertreten –
  • schließlich könnte man noch zu Frondiensten herangezogen werden
  • der Hirsch braucht gottseidank nicht lange – vielmehr besteht die Gefahr, dass er schnell trocken wird, daher ganz behutsam schmoren lassen
  • Großes Gelächter, toll wie das riecht – ha, ha
  • der Lachs wunderbar, Frohe Weihnachten….., wie lange dauert es noch mit dem Hauptgang ?
  • Knödelwasser aufsetzen, Schnellkochtopf aufsetzen – Rosenkohl ist in 2 Minuten bißfest gegart
  • Knödel formen – 15 Minuten ziehen lassen
  • das Gulasch mit dem Quittenchutney abschmecken, Salzen, Kräuter entfernen
  • Orangenscheiben aufschneiden, mit Preiselbeeren versehen
  • zumindest meine liebe Tochter steht aufmerksam am „Pass“, holt die duftenden Teller ab.
  • Schürze weg, Anstoßen „Frohe Weihnachten“
  • boa, das schmeckt aber so etwas von geil, sehr gut, die Knödel sind heute besonders gut, da nehme ich drei (Gö-Ga)
  • ach, Mama ich geh nochmal Nachschlag fassen….
  • Nachspeise
  • ach, da bin ich nicht mehr zu gekommen
  • Espresso und eine kleine Auswahl erlesenem Weihnachtsgebäck von dem besten Konditior der Stadt
  • verwundert schauen sie mich an
  • ja, aber dann machen „wir“ noch eine schöne Käseplatte später
  • macht mal, denke ich und nehme einen Schluck von dem erlesenen Rotwein.
  • die Bescherung folgt…..
  • so ist das Leben und Weihnachten ist immer wieder eine Herausforderung.

Nächstes Jahr, dann mach ich alles besser , anders und überhaupt – Weihnachtstage gehen schnell vorbei und kommen nur einmal im Jahr

Frohe Weihnachten!

„Lebensmittel – Luxus – zum Sattwerden?….“

(Werbung, da Namennennung)

Ein Großteil der Menschen geht – fährt in den nächsten großen Supermarkt und nimmt einen großen Einkaufswagen (animiert zum Füllen), hat einen Einkaufszettel – auch heute noch in der Zeit des allgegenwärtigen Smartphons.

Jetzt geht es los, zielorientiert – psychologisch manipuliert- arbeiten sie den Wochenendeinkauf ab. Gemüse, Fleisch, Mehl, Eier, Butter, Wein, Süßigkeiten…, dann Waschmittel, Duschgel, Putzmittel – hier und da eine nichtgeplanter Spontankauf – ist ja im Angebot. Der Bäcker befindet sich gleich am Ausgang, ebenso der Hähnchenstand – fürs schnelle Mittagessen.

Alles erledigt für die ganze Woche. Zeitaufwand maximal 1 1/2 Stunden, einschließlich Anfahrt.

Wieso funktioniert das bei mir nie. Seit Jahren besteht hier die streitige Diskussion.

  • Eier würde ich nicht im Supermarkt kaufen, sondern auf dem Markt oder beim Bauern direkt.
  • noch legewarm kann man sie entnehmen – ich schmecke, dass sie nicht mit Fischmehl gefüttert wurden und sie frei rumlaufen durften
  • Gemüse – kommt doch auch aus der Großmarkthalle – so mein Gö-GA
  • mag sein, aber….
  • mein Wirsing, mein Kraut, meine Suppengemüse bringen die Erzeuger selbst zum Markt. Die alten Kartoffelsorten für meine Schupfnudeln, Bratkartoffel…. erkenne ich sofort
  • Fleisch geht gar nicht – da habe ich konkrete Vorstellungen
  • angestrahlt – schön rot präsentiert, Hackfleisch fertig in der Auslage
  • Niemals
  • mein Wammerl (ein großes Stück, eingewickelt im Leinentuch) gibt die richtigen Speckchips, Speckwürfel, wann immer ich es brauch. Es ist nicht nass, schimmelt nicht.
  • das blöde Suppenhuhn muss nicht fett sein, um eine gute Brühe zu geben
  • aber es sollte aktiv gelebt haben. Das schmeckt man! Glaubt es mir.
  • Mehl, Hauptsache im Angebot für 0,59 Cent kann niemals gutes Brot, Kuchen… ergeben. Abgesehen von dem Nährwert.
  • Gewürze, schnell im Supermarkt gerafft, fertig pulverisiert würzen nicht
  • natürlich sind sie preiswerter
  • aber meine Gewürze, frisch im Mörser gestoßen, bzw. im speziellen Gewürzladen erstanden, geben dem Gericht erst das Leben und sind durch nichts zu ersetzen.
  • nicht jeder kann über einen guten Markt verfügen
  • nicht jeder hat Muße und Zeit, sich mit dem Einkauf derart zu beschäftigen
  • aber glaubt mir es macht riesigen Spaß nur die besten Produkte zu suchen
  • erst dann schließt sich der Kreis des Kochens mit Genuß und Leidenschaft.
  • Weniger ist mehr auch beim Lebensmitteleinkauf.

Heute hole ich frisches Sauerkraut – lose vom Fass – Eier bei meiner Eierfrau auf dem Markt – vielleicht hat sie eine schöne Entenbrust, wenn ich Glück habe.

Einwenig gute Schokolade für das Adventspaket an meinen Sohn, die er soo mag.

Mein Spätzlemehl schleppe ich im Rucksack – direkt hinterm Hofbräuhaus – gibt es die Hofbräuhaus Kunstmühle. In den nächsten Tagen werde ich Kürbisspätzle, Nussspätzle, Mohnspätzle aus guten Eier und dem wunderbaren Mehl auf Vorrat produzieren. An Weihnachten zum Wild sind sie immer willkommen und auch nach einem langen Spaziergang die geliebten Käsespätzle eine willkommene Mahlzeit.

Spätzlemehl
Schupfnudeln Mohnvariante mit Spätzlemehl angreichert

Gute Lebensmittel sind kein Luxus, gezielt eingesetzt bereichern sie das Leben ungemein und wie heißt der Spruch: „Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken..“(Johann Wolfgang von Goethe) gilt auch für unsere Lebensmittel in der heutigen Zeit.

Es macht im übrigen riesigen Spaß, Abwechslung in die Küche zu bringen.

Ein schöner, kalter Dezembertag, bestimmt macht er mich hungrig –

Heute gehe ich zu Fuß, mir fehlt die Bewegung. Das Schwimmen ist beschwerlich geworden – trotz Impfmung ist ein weiter Test erforderlich.

Erst im Januar kann ich mich boostern lassen, vielleicht hat sich dann schon etwas geändert.

Mit einem kleinen winterlichen Eindruck wünsche ich Euch viel Spaß beim „Hamstern“ und Vorbereiten. Bleibt gesund bis bald.

„Dessert, Nachspeise, Süßes…“

(Werbung da Namensnennung)

München, 6.12.2021 – 0 grad, bewölkt , Montagmorgen

Dieses Jahr will eine vorweihnachtliche Freude einfach nicht aufkommen. Die Stadt ist irgendwie erstarrt unter der nimmer endenden Pandemie. Fast vermisse ich schon die früher so gehasste hektische Betriebssamkeit der Vorweihnachtszeit. Kein gemütlicher Bummel und ein kleines Treffen….

Der Viktualienmarkt, am Spätnachmittag gegen 16.30 Uhr , der Christbaum strahlt am Marienplatz trotzig in den Abend.

Seit Anfang November steht die prächtige Weißtanne vor dem Rathaus, am 22.11. wurden ihre 3000 Lichter zum ersten Mal angeschaltet. Auch wenn der Baum aus Peiting nicht wie geplant und erhofft über den Christkindlmarkt wachen darf – bis zum Dreikönigstag leuchten seine Kerzen täglich.

Viktualienmarkt am 2.12.2021, 16:30

Trösten wir uns mit meinen süßen Köstlichkeiten.

Meine Winterdesserts erfreuen Leib und Seele und dürften auch dem ungeübten Zubereiter/innen gelingen.

Mit meinen Winterkuchen möchte ich diese Woche starten.

Dieser einfache Apfelkuchen kann mit winterlichen Gewürzen (Sternanis, Zimt, Nelken, Kardamon) angereichert werden und wird sich wunderbar in die Kaffetafel zum Advent einfügen.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20729683

Die Sucht nach Schokolade ist in den Wintermonaten ist fatal…

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20727810

Dieser Kuchen ist eigentlich ein echter „Herrenkuchen“

Nach einem langen Winterspaziergang mit einem aromatischen Ingwertee eine echte Offenbarung.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/16692809

Mohn – Walnuß – Schokolade – in der Adventszeit angereichert mit winterlichen Gewürzen – perfekt, schnell gemacht und der würdige Abschluß des kleinen Adventsmenüs für hungrige Gäste.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/17509120

Dieser kühle Schmelz entzündet eine sinnliche Freude und erlöst vom opulenten Weihnachtsbraten

  • leider kein Foto vorhanden – trotzdem besteht Suchtgefahr

https://meggieskochstudio.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=15192831&action=edit&calypsoify=1&block-editor=1&frame-nonce=a9fe378d6b&origin=https%3A%2F%2Fwordpress.com&environment-id=production&support_user&_support_token

Diese mousse lebt von der Qualität der Schokolade! Sie kann seelische Schmerzen beseitigen, Sehnsüchte wecken und allen Kummer dieser Welt für den entscheidenden Moment heilen. Gönnen Sie sich diese Nachspeise, wann immer Sie es gelüstet!

Zum Abschluß nochmal Zimt&Ingwer und Orangen…. in Begleitung einer kleinen Menüfolge. Angereichert mit Lebkuchengewürz oder Glühweingewürz ideal zum Weihnachtsessen.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/12410278

Diese süßen Schätze lassen sich wunderbar vorbereiten und sind der krönende Abschluss…

Viel Spaß beim Schlemmen und Nachrühren.

M. Kuhl

„Dessert -Nachspeise- süßer Traum…“

(Werbung , da Namensnennung)

Naschkatzen oder Käse-Liebhaber ist hier die Frage? Ehrlich gesagt, ich mag beides – sorgfältig präsentiert – kann nach einem schönen Essen erst das Highlight, krönender Abschluß : aromatisches Schmelz, luftige Creme, Schokolade flüssig und sanft, Obst aus dem Ofen – pur mit dem „gewissen Extra“… die Torte….

dann ein ausgesuchte Käsevarianten…..

Diese Speisen versöhnen, beginnen Freundschaften und sie bleiben in Erinnerung – dieser Crumble, diese Mousse au Chocolat, das Mangoeis mit….

Gerade in dieser Jahreszeit verspüren wir die Sehnsucht nach Schokolade, süßen Offenbarungen, Früchten die wir nur jetzt mögen. Zimt, Vanille, Sternanis, würzige Nelken, Pfeffernoten, Glühweinduft, Lebkuchengewürz.

Wer könnte da widerstehen?

Meine Desserts erfordern keine Konditorenprüfung, keine schwierigen handwerklichen Kenntnisse.

So war es auch gestern…

  • Süße, Harmonie, cremig, raffiniert und doch einfach
  • Zutaten, die man normalerweise immer im Haus hat.
  • eigentlich somal eben …..

Schoko-Pudding-Creme à la Meggie

Zutaten:

  • 2 Päckchen Dr. Oetcker Schokoladenpudding gala dunkel
  • 1 Liter beste Milch, Fettgehalt 3,8
  • eine handvoll Kumquats
  • Zimtzuckermischung
  • eine Teelöffelspitze Lebkuchengewürz (weniger ist mehr)
  • Vanillezucker (Rohrzucker gereift mit Vanilleschote)
  • Grand Marnier zum Ablöschen
  • dunkle Schokolade
  • 1/2 Liter Sahne

Zubereitung:

  • Pudding gem. Packungsbeschreibung kochen
  • anstatt Zucker verwenden wir Zimtzucker und Vanillezucker
  • die Schokolade in kleine Stücke brechen und in die köchelnde Masse geben
  • wichtig: ständig Rühren
  • den fertigen Pudding mit Frischhaltefolie abdecken und kalt werden lassen
  • Kumquats in feine Streifen schneiden
  • auch die Kerne sind zu verwenden, ebenso die wunderbare Schale
  • Vanillezucker in der Pfanne karamelisieren lassen und die Kumquatsscheiben hinzufügen
  • mit Grand Manier ablöschen und in die vorbereiteten Gläser verteilen
  • die Sahne mit einer Prise Zimt gut steif schlagen
  • unter die Puddingmasse heben und mit dem Handrührer nochmal vorsichtig vermischen
  • Masse in vorbereitete Gefäße füllen und mit den restlichen Kumquats dekorieren
  • gut durchkühlen lassen – am besten übernacht.

Natürlich konnte Gö-GA nicht abwarten, am nächsten Morgen fehlten schon zwei Puddingschalen.

Die Früchte sind beliebig austauschbar, auch Kirschen (Amarenakirschen) eignen sich hervorragend, sowie Amaretto zum Ablöschen…..

Cremig, locker verbindet sich die winterliche Gewürzvariante mit dem sahnigen Schmelz.

Ein „Nachtisch“ der immer noch reinpaßt.

Viel Spaß beim Nachkochen und Schlecken.

P.S versprochen nächste Woche präsentiere ich meine süßen „Klassiker“ nochmal ausführlich!

„November servus, ade… „

(ohne Worte)

Einblick in die bayrische Landgasthauskultur.

In der stillen Hoffnung, dass sie uns erhalten bleibt. Was wären wir ohne das Ganserl , dem Schweinebraten, dem Spofackerl ….. in geselliger Runde

kulinarisches aus heimischer Küche und Gasthaus im November 2021

„Seelenwärmer für Suppenkasper…“

Küchenplan für eine nasskalte Dezemberwoche

Natürlich stehen hier meine Suppen im Vordergrund. Nichts ist schneller gekocht und bietet diverse Möglichkeiten der klassischen Resteverwertung.

Diese Woche möchte ich Euch meine Eintöpfe, Suppen an’s Herz legen.

Markklößchensuppe

  • das Sonntagssüppchen meiner Kindheit
  • fast in Vergessenheit geraten
  • wenn es ganz festlich zuging noch mit Eierstich …

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20727680

Markklößchensuppe

Die Suppenknochen bzw. Markknochen muss man heutzutage vorbestellen beim Metzger.

Tipp: ich bestelle mir immer auch Kalbsmarkknochen mit für das berühmte Risottogericht (alla milanese) anstatt Olivenöl verwende ich zum Ansatz das ausgelassene Mark der Kalbsknochen.

Eintopf mit oder ohne Einlage

(Linsen, Bohnen, Kichererbsen, Gemüse…. )

aufgewärmt schmecken sie einfach nochmal so gut.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730315

Tipp: diese Eintöpfe eignen sich auch hervorragend zum Einfrieren und sind

schnell aufbereitet, wenn unerwartet die Esser einfallen.

Tipp: Hülsenfrüchte im Dampftopf vorkochen ohne Salz , so spart man sich das lästige Einweichen

Experimentieren Sie mit Gewürzen je nach Jahreszeit (Safran, Zimt, Chilli, Kümmel….) Limone, Zitronen sorgen für die Frische.

Ein selbstgebackenes Pfannenbrot macht so manchen Eintopf salonfähig.

Die selbstgezogene Brühe (Gemüse, Fleisch, Fisch) bietet immer die Basis für eine wunderbare Suppe.

Gerade simmert (lächelt) meine Wildbrühe vor sich hin. Vielleicht gibt es ja eine …. Wild-Consommé mit Trüffelnocken..

Eine schöne Adventszeit und genießt das Backen, Kochen…

M. Kuhl

„Knödelei, mal deftig mal süß….“

Welch ein Zufall, dass gestern Gö-Ga mit einer Ladung bester Zwetschgen nach Hause kam

Diese Zwetschgenmarmelade mit Zimt, Ingwer, Vanille und einem kräftigen Schluck Rotwein hat es ihm angetan.

Dabei haben wir doch einen beachtlichen Vorrat dieser Marmelade schon produziert.

Liebe Menschen habe ich auch schon damit beglückt.

Die Zwetschgen waren von der Größe, Beschaffenheit geradezu prädestiniert , saftige, lockere, wohlschmeckende Knödel zu werden.

Im Oktober 2011 habe ich das Familienrezept für Zwetschgenknödel veröffentlicht.

Dieses aufwendige, schwierige Rezept ist zwar sehr, sehr gut.

Im Traum erschienen mir, aber Knödel mit besonderer Füllung, auf einem Zwetschgen-Amaretto-Spiegel.

Ein einziges Päckchen 40 %igen Quark aus Tirol hatte ich noch. Noch habe ich keine Erklärung dafür, dieser Topfen aus Tirol ist einfach wunderbar. Vergleichsbaren habe ich in Deutschland noch nicht gefunden. Über nacht hatte ich ihm gut abtropfen lassen. Leider fand ich nirgends ein Rezept, welches meinen Traumvorstellungen entsprach.

So enstanden die

„Zwetschgenknödel mit Marzipan-Füllung auf Amaretto-Zwetschgenspiegel“

(Vorsicht! Suchtgefahr)

Zutaten:

  • 250 Gramm Topfen 40 %
  • 1 Ei Größe M
  • 75 Gramm weiche Butter
  • 175 Gramm Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1-2 Eßlöffel Gries
  • Marzipanrohmasse ca. 50 gramm
  • für das Kochwasser: 1 Vanillestange, 1 Eßlöffel brauner Zucker, 1 kräftige Prise Salz
  • für die Brösel: 100 gramm Butter, 1 Teelöffel Zimtzucker, 100 gramm Semmelbrösel
  • 9-10 kleinere, feste Zwetschgen – Steine mit dem Küchenmesser entfernen –

(diese Zutaten reichen für ca. 9-10 Knödel )

Zubereitung:

  • Zwetschgen entkernen , unbedingt mit einem scharfen kleinen Messer
  • der handelsübliche Entkerner zerstört zu viel von der Frucht und der Knödel hält nicht!
  • Zutaten abwiegen
  • das Ei verquierlen
  • Mehl, Butter, Ei,den Topfen, Prise Salz mit den Händen zu einem Teig verarbeiten
  • der Teig sollte eine stabile Konsistenz aufweisen
  • um ihn zu festigen fügen wir 1-2 Eßlöffel feinen Gries hinzu
  • dann lassen wir den Teig ca. 1/2 Stunde im Kühlschrank bzw. bei den Temperaturen hatte ich ihn raus gestellt, ruhen.
  • aus der Marzipanrohmasse formen wir 9-10 kleine Kügelchen und befüllen damit die Zwetschgen
  • nun stellen wir einen Topf mit Wasser auf und geben eine Vanilleschote, eine kräftige Prise Salz, sowie braunen Zucker hinzu.
  • bis das Wasser aufwallt, formen wir eine Rolle, schneiden diese in Scheiben
  • ziehen die Scheiben etwas auseinander und geben jeweils eine gefüllte Zwetschge hinein
  • um dann entsprechende Knödel zu formen
  • Wichtig: die Zwetschgen sollten völlig mit dem Teig ummantelt sein!
  • nachdem das Wasser aufgekocht hat, geben wir nach und nach die Knödel hinein
  • reduzieren die Hitze, so dass die Knödel langsam simmernd in ca. 15 Min. gar ziehen.
  • einer nach dem anderen steigt auf und kugelt sich nach oben

Während die Knödel sich im süßen Wasser wälzen, geben wir Butter in eine Pfanne und die Semmelbrösel mit einem Teelöffel Zimt/Zucker und lassen sie langsam bräunen.

In einem Butterpfännchen gebe ich die Rotwein-Zwetschgen-Marmelade und einen kräftigen Schuß Amaretto. (auf kleiner Stufe langsam erwärmen, so verbindet sich alles miteinander)

Die fertigen Knödel nach und nach in den braunen Brösel wälzen, den Teller mit einem Rotwein-Zwetschen-Marmelade-Amaretto-Spiegel versehen und sofort servieren.

Ein paar letzte Minzblättchen aus meinem Balkongarten für die Optik und der Genießer schweigt.

Locker, die Aromen ergänzen sich …… halt wie ich es geträumt habe begebe ich mich in den 7. Knödelhimmel.

P.S in der nächsten Zeit nehme ich Euch mit in den Knödelhimmel, denn ich habe da noch einige Knödelprojekte laufen.

Viel Spaß beim Nachkochen, bzw. wenn nicht, beim Lesen.

„Da kann er lange schmoren…..“

Montagmorgen, 4 grad , leichter Nieselregen und so soll es die ganze Woche….

Das beste Gegenmittel gegen diesen Novemberblues ist für mich Kochen, Backen, Lesen und einen neuen Tee oder einen schweren Rotwein zu genießen.

Meine Schmortöpfe habe ich aus dem Keller geholt, ebenso einen zweiten Wok.

Diese Schmorgerichte zaubern aus jedem Fleisch eine Köstlichkeit. Aufgewärmt wachsen diese Gerichte über sich hinaus. Sie sind somit nicht an feste Essenszeiten fixiert und können bei Bedarf auch schnell mal „verlängert“ werden, wenn ein Esser mehr erscheint, wie erwartet.

Mit einem gewissen, tiefen Schmunzler habe ich den kleinen, französischen Schmortopf gerade gespült und einwenig mit einem Tropfen Öl eingefettet.

Dieser Topf ist 50 Jahre alt. Meine Großmutter hatte ihn mir zu Weihnachten geschenkt mit den Worten:

„Denk immer daran, auch Männer muss man wie das Fleisch manchmal lange schmoren lassen, bis sie brauchbar sind…! So war sie.

Für die naßkalten Winterwochen möchte ich Euch daher meine Schmorgerichte etwas näher bringen.

Diese Schmorgerichte gewinnen enorm an Geschmack. Im geschlossenen Topf halten sie bei mäßiger Hitze automatisch ihre Kerntemeratur und werden herrlich zart, saugen die Kräuter, den Wein… praktisch auf und sind ideal für große Tischrunden. Zusätzliche Beilagen an Gemüse sind meist nicht erforderlich.

Meine Schmorgerichte fülle ich niemals mit Wasser auf. Nein, entweder entsprechenden Fond aus dem Vorrat, oder mit der Fleischbrühe, die ich oft gleichzeitig köcheln lasse.

Ob Rind, Huhn, Lamm, Kalb alles ist geeignet zum Schmoren. Auch einen Gemüseschmortopf mit herrlichen Wintergemüse (Karotten, rote Beete, Petersilienwurzel, Kohl,Schwarzwurzel, Paprika, Kartoffel) eignen sich sehr gut, wer es vegetarisch mag.

Meine Schmorgerichte für die kalte Jahreszeit:

„Ossobucco between Orient and Okzident“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20729972

Die Lammvariante wird auch im geschlossenen gusseisernen Topf phantastisch. Alle Aromen verbinden sich. Löschen Sie mit dem Wein ab, den sie auch zum Gericht trinken!

Dies handhabe ich grundsätzlich so.

Mein „Klassiker“ beliebtes Schmorgericht bei Alt und Jung.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/17763847

„Mein Schichtgulasch“

Hier genügt ein guter Rotwein, schöne Knödel und das Herz erwärmt sich, das wohlige Gefühl in der Magengegend macht sich breit…

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/16692809

In Anlehnung an Bœuf bourguignon , hier spielen das Fleisch und der Wein die Hauptrolle.

Abschließend noch meine Rouladen – das Deutsche Schmorgericht schlechthin- jede Hausfrau, jeder Koch hat seine eigene Variante

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20211849

Meine Empfehlungen:

  • sollte beim Schmoren mal etwas zuviel Röstaromen erzeugt werden
  • läßt es sich heilen, indem man eine Scheibe Graubrot dünn mit Honig bestreicht
  • und diese auf das Schmorgut legt
  • der nicht erwünschte Geschmack verschwindet
  • je nachdem kann das Brot zerfallen oder wieder rausgenommen werden
  • nach dem Anbraten und Angießen eins -zwei Löffel Mehl über das Bratgut für die Soße
  • und den Topfdeckel bestäuben, so bleibt alles verschlossen und das Geschmorte kann sich wunderbar entfalten
  • niemals in Flüssigkeit ertränken, sonst gibt es „gekochtes Fleisch“
  • dem Schmorgericht Zeit lassen – 2-4 Stunden je nach der Menge des Fleisches und Beschaffenheit
  • zum Angießen Fond, Wein und Brühe verwenden

Viel Spaß beim Schmoren!

Eine schöne Woche

M Kuhl

„Platzreife, Backreife, Kochreife….“

  • Erfahrung
  • Wissen
  • handwerkliches Können
  • perfekte Produkte
  • Kreativität
  • Mut
  • Geschick
  • Geduld
  • sensible Geschmacksnerven
  • Ausdauer
  • Liebe pur

Dies sind die Schlagwörter, die beim Kochen, Backen, Kreieren, Kombinieren den Taktstock schwingen.

Rezepte, aufs Gramm abgewogen, mit der Stopuhr versehen, automatisiert sollte man so schnell wie möglich vergessen! (Ausnahme Backrezepte, bzw. bestimmte Nachspeisen, bedürfen einer gesonderten Akribie)

  • geben sie Ihrem Gericht, Gebäck ihre Handschrift
  • lassen Sie sich auf ihre härtesten Kritiker ein
  • reden Sie beim Essen, über das Backen, die Handwerkstechnik
  • schenken Sie den Foodfotografien keine Bedeutung
  • sie sind nur ein willkommener Anreiz für Ihre Interpretationen
  • entwickeln Sie Ihren persönlichen Geschmack, der sich nicht täuschen läßt
  • nur so gelingt das sichere Abschmecken

Erst wenn Ihre Zunge bitter, salzig, scharf, sauer, süß lernt zu schmecken ist der Koch, die Köchin auf dem richtigen Weg zur Kochreife.

Genug ! Versteht eh keiner, will keiner lesen.

Hier nochmal die Anregung für die nächste Woche in Bildern:

Herbstküche, mal deftig, mal süß, mal vegetarisch.

  • und denkt dran, 1 Messerspitze Natron hält den Wirsing grün,
  • beschleunigt das Garwerden der Bohnen, bzw Hülsenfrüchte
  • 2 Eßlöffel feine Haferflocken, anstatt Kartoffelmehl, ergeben einen wunderbar, lockeren, innen weich – außen knusprigen – Raiba Datschie (Kartoffelpuffer)
  • halb Olivenöl/ halb Butter ist die ideale Basis für das Braten von Fisch, Lammfilets, Wild
  • Gewürze selber mörsern ist das Geheimnis meiner Wok-Gerichte

Alle Rezepte dieser Foto’s findet Ihr sicher auf meinem Blog.

Eine wunderschöne, stressfreie Woche bis bald

M. Kuhl

„Die harte Frucht , mit dem unwiderstehlichen Duft….“

Am Kirchweihsonntag brachte mir eine Freundin eine große Tasche Quitten vorbei.

Der Duft verbreitete sich in der Wohnung. Ein unbeschreiblich angenehmer, intensiver Geruch , den nur frisch geerntet Quitten verbreiten können.

Mir war gleich bewußt, dass die Verarbeitung der Früchte für mich ein hartes Stück Arbeit werden würde.

Gö-Ga lag schon auf der Lauer, nichts liebt er mehr, wie Quittenmarmelade pur zu verschlingen.

Dies hat natürlich zur Folge, dass der Haussegen schief hängt und er gnädig argumentiert, dann kauf ich eben nochmal Quitten…

Wie bitte? Diese Quitten kann er nämlich nicht kaufen! Diese Qualität , die wunderschönen, aromatischen Quitten sind keinesfalls vergleichbar mit den Quitten (meist türkischen Ursprungs) die es im Handel gibt.

2 Tage hatte ich gebraucht, um ein wenig Quittengelee und das Quittenmus zu produzieren.

Zwei besonders große, dekorative Gläser hatte ich gefüllt mit meinem Quittengelee (einmal mit Vanille) , ich fand sie halbgeleert im hintersten Eck des großen Kühlschranks! Hier hatte er es versteckt!

Daher liebe Leser, will ich mich heute auf mein

Quittenmus

beschränken. Das besondere Chutneyrezept folgt später.

Zutaten:

  • ca 5 kg Quitten
  • 1 Vanillestange, 1 Zimtstange , 1-2 Sternanis
  • 200 gramm Rohrzucker
  • 200 ml Wasser

Zubereitung:

  • zunächst gilt es die Quitten von dem „Reif“ zu befreien. Hier nehme ich etwas Küchenrolle – Küchenhandtuch geht auch- und reibe die Früchte ab. Der Flaum läßt sich gut abreiben.
  • die Früchte kurz waschen und in grobe Spalten schneiden
  • den Blütenansatz entfernen, aber das Kerngehäuse unbedingt belassen, damit das Pektin in der Frucht opitimale Verwendung finden kann
  • den großen Dampftopf mit den Früchten füllen
  • 1 Vanillestange, 1 Zimtstange , 1-2 Sternanis auf die Früchte legen
  • nur so viel Wasser angießen, wie der Schnellkochtopf benötigt (b. meinem 200 ml)
  • ca. 35 Minuten die Quitten abdämpfen
  • die Zusätze entfernen (Vanillestange ect)
  • die noch warme Fruchtmasse durch die flotte Lotte passieren, bzw. durch ein Sieb treiben
  • dann die Masse in ein Passiertuch geben und über Nacht abtropfen lassen
  • die sich ergebende Flüssigkeit bildet die Basis für das wunderbare Gelee.
  • von der Fruchtmasse wiegen wir nun 1,2 kg ab
  • geben die Masse in einen Topf mit einem breiten Boden
  • und heben 300 gramm Rohrzucker unter
  • die Zimtstange, die Sternanis , Vanilleschote verwende ich erneut
  • nun lassen wir die Quittenmasse so lange köcheln, bis sie leicht eindickt
  • füllen das Mus in vorbereitete, ausgekochte Twistgläser
  • und erhalten ein göttliches Quittenmus

Es hat mich erstaunt, wieviel Geschmack noch in der Masse erhalten geblieben war . Dieses Mus ist vielseitig einsetzbar.

herbstliche Nudeln mit Quittenmus

Zum Käse, aufs Brot, ins Sauerkraut oder Blaukraut , ins Müsli…..

Das Quittenaroma verbindet sich und behält doch seinen köstlichen Geschmack.

Auf Geliermittel kann gänzlich verzichtet werden. Der Rohrzucker reicht völlig aus.

„Meggie’s Speckknödel“

Das Laub raschelt unter meinen Füßen, rote Blätter tanzen vor mir nieder.Die Sonne wärmt meinen Nacken beim schnellen Gehen. Die Luft klar, der Himmel blau. Der Fluß spiegelt sich friedlich in der untergehenen Sonne.

Jetzt kommt es in mir hoch, das Gefühl beherrscht mein Denken und Fühlen. Es läßt sich nicht mehr verdrängen. Dieses Loch , weitet sich bedrohlich aus.

Mundwässrig stehe ich an der Brücke.

Den Kampf werde ich verlieren. Meine Sinne greisen nur noch um gerösteten Speck, fluffige Masse …., frische Petersilie, Butter.

Die Jacke lasse ich fallen, Hände waschen und dann gleite ich mit meinen Fingern in das Vinyl , zerre die Schüssel vom kühlen Balkon.

Reiße die Topfschublade auf, Wasser einlaufen lassen, kräftig salzen .

Mit meinen feuchten Vinylhänden forme ich tennisballgroße Knödel.

Diese Knödel lechzen nach dem zwischenzeitlich aufgewallten Salzwasser, gleiten gierig in die siedende Brühe, drängeln sich im Topf und kämpfen darum zu erst Oben zu sein.

Dann aalen sie sich ca. 15 -20 Minuten in dem leicht siedenden Wasser.

Rezept: Meggies Speckknödel

Zutaten:

  • 5 Semmel vom Vortag oder älter, alternativ Knödelbrot vom Bäcker des Vertrauens
  • 3 Eier
  • 1 Eßlöffel Mehl typ 450
  • 110 ml warme Milch
  • 1 mittlere weiße Zwiebel
  • 200 Gramm möglichst kleingeschnittenes geräuchertes Wammerl (geräucherter Bauspeck)
  • 60 gramm geriebenen Parmesan
  • 30 gramm Butter
  • 1 Teelöffel Meerrettich
  • Gewürze: schwarzer Pfeffer, Salz, Muskatnuss frischgerieben
  • 1/2 Bund Petersilie oder Schnittlauch

Champignon-Sahne-Soße

  • 250-300 Gramm Champignos
  • 1/2 Liter Sahne
  • Butter
  • Muskatnuss, frisch gerieben
  • 1 Schalotte
  • 1oo ml Gemüsebrühe
  • gehackten Petersilie

Auf die Champignon-Rahmsoße kann man auch verzichten, denn diese Knödel sind durchaus auch mit brauner Butter, Salbeibutter zufrieden. Ein kleiner Beilagensalat genügt dann völlig.

Ein gutes Glas Wein , ob rot oder weiß und alle sind wunschlos glücklich.

Zugegeben die Zubereitung erscheint etwas aufwendig, aber ich habe den Knödelteig schon am Morgen vorbereitet.

So kann er gut durchziehen, die „Fette“ können sich verfestigen und meist bedarf es keiner Korrektur (zu nass – etwas Semmelbrösel hinzufügen – zu trocken, zu fest, ggf. etwas lauwarme Milch – weniger ist mehr!!!)

Ganz wichtig ist aber, dass man ein Gefühl entwickelt, wann der Knödelteig die richtige Konsistenz hat. Irgendwann hat man es raus und dann werden es die lockeren Knödel, die man auseinanderreißen kann ohne ein Messer zu benutzen.

Zubereitung:

  • die Semmel auf der „Brotmaschine“ in dünne Scheiben schneiden
  • die Eier mit dem Mehl verquirlen und mit Salz, Peffer und Muskatnuss würzen
  • die Milch heiss werden lassen und über die geschnittenen Semmel geben
  • gut mit den Händen verkneten und beiseite stellen
  • den Speck kleinschneiden in der Pfanne auslassen, bis knusprige Speckwürfel entstehen
  • die Speckwürfel auf ein Küchenkrepp geben , überschüssiges Fett entfernen
  • die Zwiebel klein hacken, Petersilie klein hacken
  • in dem verbliebenen Speckfett die Zwiebelen farblos anschwitzen
  • einen kräftigen Stich Butter hinzufügen
  • die Masse über die Semmelmasse geben und wieder durchkneten
  • einwenig rasten lassen, bis die Zwiebelmasse einwenig erkaltet ist
  • jetzt die Eiermasse über den Semmelteig geben , gut durchkneten und abgedeckt ins Kühle stellen.

Zubereitung: Champignon-Rahmsoße

  • eine Schalotte in der Speckpfanne (nicht spülen) farblos anschwitzen
  • die grob geschnittenen Pilze hinzufügen
  • einwenig Butter hinzugeben
  • mit dem Gemüsefond ablöschen und einkochen lassen
  • dann die Sahne kurz aufwallen lassen und leise köcheln lassen
  • mit eiskalter Butter die Soße einwenig aufmontieren

Jetzt sind auch die Knödel gierig auf ihren Einsatz!

Die Specksahnesoße verbindet sich zu einer wahren Symbiose, die würzigen, lockeren Knödel machen sich in dem „Loch“ breit, wohltuend sättigend.

Gö-Ga ist sprachlos – er bemängelt nur die Portion : “ Da hätte ich schon mehr Knödel essen können, zwei Stück sind doch für den hohlen Zahn!“

Das ist so guuuuut!