„Quickly Zitronen-Lachsnudeln“

Der Herbst ist wieder milde gestimmt, die Auer – Dult hat begonnen (s. Archiv) und die Nacht der Museen will auch genossen werden.

Daher ohne große „Geschichten“ mein

Rezept: ( 4-6 Personen)

Zutaten:

700 gramm Lachs – ohne Haut –

500 gramm Linguine Nr. 7

1 Limone

1 Biozitrone bester Qualität

250 ml Sahne

2 Eßlöffel Puderzucker

1 Schalotte

150 ml  Weisswein (halbtrocken)

1/2 Bund  glatte Petersilie

2 Gurkenscheiben

1 Chilischote f. das Nudelwasser

und los gehts:

  • Nudelwasserwasser aufsetzen , salzen , Chilischote zufügen
  • sobald das Wasser kocht die Nudeln zufügen  und al dente kochen
  • Lachs in vier gleiche Stücke schneiden und mit dem Saft einer Limone beträufeln, Zitronenzesten bestreuen,  salzen und beiseite stellen
  • Schalotte klein hacken
  • Pfanne aufheizen und mit 2 Eßlöffel Puderzucker versehen
  • sobald der Zucker schmilzt, Schalotten karmamelisieren
  • Saft der großen Biozitrone ( ggs. auch zwei) hinzugeben
  • und mit dem Wein ablöschen
  • auf mittlerer Flamme einreduzieren lassen
  • dann Sahne aufgießen – Temperatur – zurück!
  • Lachstücke in die Sahne legen und gar ziehen lassen
  • einmal  wenden
  • Petersilie und Gurkenschein klein hacken
  • mit weißem Pfeffer aus der Mühle u. einer Spur Muskatnuss abwürzen
  • Nudeln abgießen und in eine  große Servierschüssel geben
  • den Lachs mit dem Holzlöffel in Stücke teilen  und die Soße über die Nudeln gießen
  • Petersilie/Gurkengemisch drüber streuen und sofort ESSEN

 

Schnell, einfach und sooo gut!img_2313

P.S an dem schlechten Foto kann man erkennen, wie schnell  es gekocht und schon genossen war

 

 

Es fischelt am Viktualienmarkt……

Als Brauch am Aschermittwoch hat sich in München das symbolische Geldbeutelwaschen gehalten. Dadurch soll sich der durch den Fasching strapazierte Geldbeutel wieder füllen. Hauptort in München ist dabei der Fischbrunnen am Münchner Rathaus.
Das traditionelle Fischessen will in dieser Stadt keiner versäumen, die Lokale sind voll, man trifft sich mit Freunden, Kollegen, dem Rentnerstammtisch….
Der Fisch beherrscht die Speisekarten dieser Stadt. Die Menüvarianten sind vielfältig, vom Waller, Zander, Karpfen, Saibling bis zu allem was die Meere dieser Welt noch zu bieten haben. Ravioli gefüllt mit Fischmousse, „Katerfrühstück“, Fischburger vom Grill ….

Meine Betriebsrestaurants boten eine Fischwoche an, mit allem was das Herz eines Fischliebhabers höher schlagen läßt. Köstliche Fischbuffets wurden geboten – einfach köstlich – und das zu Kantinenpreisen.
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Seit Wochen habe ich eine bestimmten Fischeintopf im Hinterkopf, den mein Mann bislang erfolgreich boykottieren konnte. Der Marktgang an diesem Samstag hatte ein Hindernis, kurzfristig hatte ich einen Termin zum „Grauschleierentfernen“ erhalten und der dauert immer 2-3 Stunden und so kam es, dass ich meine Einkäufe deligieren mußte und meinem Fischeintopf wieder hint anstellen mußte.
Beim „Grauschleierentfernen“ hörte ich die neuesten fachkundigen Meinungen über den FC Bayern und seinen Trainer, dass Lothar Matthäus jetzt in unserem Viertel wohne, dass das Bistro wieder mal schließen muß, dass die Mode heuer wenig zu bieten hätte, ham alles scho ma „getragen“, wo man am besten botoxt, massiert, entspannt, golft, ja und der „Meinige u. der „Deinige“ mogs halt….
Schmunzelnd ließ ich die Prozeduren über mich ergehen und beteiligte mich – ihr könnt es sicher nicht glauben – in keiner Weise an den Gesprächen.
Gutgestylt und frohen Mutes erreichte mich ein Anruf eines Freundes. Er brauche unbedingt eine gescheite Küchenmaschine – und zwar heute gleich – denn er müsse einen Pizzateig vorbereiten, denn seine Gattin wolle heute Pizza backen …
Nichts tat ich lieber, in meinem Lieblingshaushaltwarengeschäft kenne ich mich bestens aus. Auf dem Weg dortin referierte ich über die Vorzüge der verschiedenen Modelle….
So kam es, dass ich doch noch zum Vikutalienmarkt kam und kurzentschlossen bei meiner Eierfrau vorbeischaute – denn sicher hatte mein Mann nicht wie aufgetragen, Eier zum Backen, zum Frühstück gekauft – für ihn sind halt Eier, Eier.
Die Eierfrau lächelte mich an, vor mir konnte sich ein Paar nicht einigen, wie wieviele Entenbrüste man denn benötige, ob 1/2 Suppenhuhn den reichen würde…..

Ein eigenartiger Geruch machte sich breit, es roch nach Fisch. So hatte es noch nie hier gerochen. Fisch riecht doch erst, wenn er alt ist. Der Vikutalienmarkt liegt doch nicht in irgendeiner Hafenstadt am Meer!
Schon sprachs die Standlfrau aus: “ Gell hier fischelts“, das sagt meine Kollegin schon sei heit in der Fria“. „Vielleicht liegt es am Wind“…

Ein mildes Frühjahrlüftchen streichelte meine Wangen und die schon warme Sonne überredete mich 1/4 Welschriesling zu genießen…
Während der Heimfahrt habe ich meine ganz persönliche Lösung für das „Fischeln“ gefunden. Die Fischhändler hatten zu gut vorgesorgt für den Aschermittwochsansturm – das ist aber meine ganz persönliche Mutmaßung – und muß sicher nicht den Tatsachen entsprechen.

Stolz präsentierte mir mein Mann seinen Einkauf. Er hatte Fisch bekommen. Schönen, lachsroten Saibling. „Sogar ausgenommen u. filetiert“, haben die ihn mir heute..
Wieder schoß es mir durch den Kopf, natürlich haben sie ihn ausgenommen, damit man die trüben Augen, die nicht mehr roten Kiemen nicht bemerkt… – das ist meine ganz persönliche Mutmaßung – und muß sicher nicht den Tatsachen entsprechen.
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So entstand ein etwas eigentümliches Rezept
Zutaten:
4 St Saiblingfilets/o. Lachsforelle
4 St Rosmarinzweige
ca.1OO gramm Haselnussmehl
4- 6 dünn geschnittenen, luftgetrockneten Schinken oder gut marmoriertes Wammerl(Bauchspeck)
Gewürze: ausschließlich aus der Mühle: Meersalz, schwarzer Pfeffer, eine Spur Anis u. Chili
2o gramm gute Butter
2 Eßlöffel Olivenöl

Schritt 1: Haselnussmehl in eine flache Schale oder Teller bereitstellen, Schinken
ausbreiten. Die Filets gefühlvoll würzen und auf jedes einen Rosmarinzweig legen.
Dann mit dem Schinken einwickeln.

Schritt 2: In eine beschichtete Pfanne geben wir Butter u. das Olivenöl und heizen es bei
mittlerer Temperatur auf.

Schritt 3: Nun legen wir unsere Filets mit der Hautseite in das Öl-Buttergeschmiss u. .
braten den Fisch an. Sobald der Rand leichte Rosafärbung erreicht hat wenden
und mit der Restwärme gar ziehen lassen. Dieses „Garziehen“ ist besonders
wichtig, denn diese Filets sind ganz schnell trocken bei zu hoher Temperatur!!
Mit Petersilienkartoffel und grünem Salat (gemischt Feldsalat, grüner Kopfsalat, Eichblattsalat, Frühjahrsspinat ect.) servieren. Schnell, einfach und gut.

Der Fisch hat nicht gefischelt und war sehr lecker. Sollte ich mich doch geirrt haben mit meinen Mutmaßungen.