„Sommerabschiedsschmerz“

Was haben wir gewartet auf den Sommer…  img_2109

Die Menschen trieb es an die Seen und Flüsse und ich konnte nicht genug bekommen vom Radeln, schwimmen , Grillen an der Isar – spontan – je nach Wetter.

Die Füße nochmal in den Fluß hängen, den Sonnenuntergang genießen und die Wärme aufsaugen. Nichts hält mich dann in geschlossenen Räumen . Wahnsinnig nervös werde ich dann – morgen regnets wieder – nocheinmal in den Biergarten, noch einmal ausgiebig schwimmen.

Gibt es etwas erfrischenders  – in der Isar gegen den Strom schwimmen, eine kleine „Gumbe“ zum verweilen finden und dann flussabwärts treiben lassen – über dir der blaue Himmel, dann auf dem weißen Kiesbett bräunen, träumen, die Zeit vergessen.

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Im Dunkeln schnell heimradeln, die kühle Luft einsaugen, nach einem heißen Sommertag.

Das Sandalenmuster auf den Füßen ist die kleine Erinnerung, die mir noch bleibt.

Weh tut der Abschied vom Sommer , es schmerzt mich richtig. Sie ist verloren , die Leichtigkeit des Seins , die sommerliche Freiheit….

Hier meine schönsten Sommerbilder zum Träumen auf den nächsten Sommer!

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„Zwetschgendatschie meets Mango“

In meinem Archiv habe ich eigentlich jedes Jahr im September /Oktober  über meine angeborene Bindung zur Zwetschge geschrieben.

Auch dieses Jahr ist der Datschie wieder Thema… Hefeteig  oder Quarkölteig oder…

Ehrlich der Zwetschgen sind nicht gleich Zwetschgen. Eigentlich mag ich nur die gemeine Hauszwetschge – klein, saftig, leicht säuerlich – . Die größeren , süßen Zwetschgen  – na ja , nur wenn es nicht anders geht. Am liebsten wären mir die Zwetschgen von den Bäumen meiner Heimat – aber das geht  nicht immer –

Der Zwetschgendatschie – Quetschekuche – sollte einen leicht knusprigen  Boden haben, nicht zu dick der Teig, gut gebräunt aber nicht zu dunkel. Die Zwetschgen sollten kleine Pfützen bilden und ein süß-säuerlicher Geschmack mit Sahne oder ohne Sahne – vermittelt ein wohliges Gefühl im Magen , manchmal auch mit den Zimt-kandiertem Ingwer-Streusel –

Die alten Rezepte will ich erhalten, aber irgendwie brauch ich immer neue Herausforderungen und Variationen.

Hier mein Zwetschgendatschie 2016  mit ein paar außergewöhnlichen Zutaten und einem überragenden Ergebnis. Dank Petrus konnte ich  draußen  walken  img_2130

R E Z E P T

Zutaten:

500 gramm  Weizen oder Dinkelmehl  (typ 550 Weizen) oder( 630 Dinkelmehl )

2 kräftige Eßlöffel Gerstenmalz (ganz wichtig für den knusprigen Boden!)

1 Päckchen frische Hefe

1 Teelöffel  Honig

1 Prise Salz

50 gramm weiche Butter

1 Ei

100 gramm Zucker

Abrieb einer Biozitrone

1- 2 große faserfrei Mango

1,5 kg Hauszwetschgen

1/2 Teelöffel Zimt

200 ml lauwarme Milch

Streusel:

100 gramm Zucker

100 gramm Mehl

100 gramm gute Butter – nicht ganz so weich –

kleingehackter kandierter Ingwer ca. 30 gramm

ganz einfach zum Nachbacken :

  • Zwetschgen entkernen beiseite stellen, Mangos schälen und in Schnitze schneiden
  • Mehl abwiegen, Salz, Zimt,  Gerstenmalz untermischen , am besten im Kessel der Küchenmaschine
  • Milch auf kleiner Flamme leicht erwärmen
  • Hefe einbröckeln , Honig hinzufügen , verrühren
  • und sich ca. je nach Temperatur sich selbst überlassen
  • Zucker abwiegen
  • Butter abwiegen
  • Ei  aufschlagen
  • Hefemilch über das Mehl geben
  • Butter, Zucker hinzufügen
  • auf kleiner Stufe ankneten
  • Ei hinzufügen
  • und so lange Kneten bis sich der Teig vom Boden löst

Manchmal dauert es etwas länger, oder es muß noch etwas Flüssigkeit oder auch ein Löffel Mehl hinzugegeben werden.  Übung macht auch hier den Meister!

  • den Teig an einem warmen Ort gehen lassen , bis er sich deutlich verdoppelt hat
  • eine 28 er Tarteform und ein Backofenblech gut mit Butter einschmieren und Semmelbrösel drüberlaufen lassen
  • 1/3 des Teiges für die Tarteform ausrollen
  • dann den Teig mit einem bemehlten Nudelholz dünn  ausrollen und auf das Backofenblech legen
  • es bedarf ein wenig Geschick, allerdings kann man  auch mit einem kleinen Walkholz auf dem Blech noch entsprechende Korrekturen vornehmen.
  • den Teig eng mit den Zwetschgen und Mangos belegen
  • stehen lassen  – so kann der Teig nochmal  gehen –
  • Backofen auf 180 grad vorheizen (Ober/Unterhitze)

Streuselherstellung:

Butter, Mehl, Zucker und den kleingehackten , kandierten Ingwer mit den Händen zu Bröseln verarbeiten . Auch hier kann die Menge Butter/Zucker/Mehl variieren, je nach nachdem.

Nun zuerst die Tarteform ca. 30 Min. backen

dann das Blech abbacken ca. 36  Minuten

Ggfs. die Temperatur  anpassen.

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