„..in den Topf geschaut…“

7:56 Uhr, Nebel, 3 grad

Bevor ich auf den Markt radele möchte ich Euch kurz in meinem Topf von gestern Abend schauen lassen. Eigentlich Restverwertung schnell, gut und soo schmackhaft!

Keine ausführlichen Rezepte, Gewürzlisten. Nach der kräftigen Hühnersuppe war noch Huhn da, die Kichererbsen hatte ich bereits vor 2 Tagen abgekocht, einwenig Tiefkühlspinat, Karotte, Paprika und fertig war das Kichererbsen-Dal. (ausführliches Rezept s. Blumenkohl-Dal)

Das allseits beliebte Pfannenbrot produziere ich immer auf Vorrat.

Von 1 Kg Mehl und friere dann die Bällchen ein. Sie lassen sich problemlos wieder auftauen und ausrollen.

Heute werden wir einwenig ausgehen und die Küche ist geschlossen, denke ich jedenfalls heute Morgen. Schauen wir mal, was der Tag so bringt.

Ein erholsames verlängertes Wochenende.

P.S leider muß ich am Wochenende meinen Kleiderschrank auf „Winter“ einstellen, dass tut mit richtig weh. Es ist aber auch die Gelegenheit sich von dem Blazer, dem Hosenanzug … zu trennen. Die Läden haben ja wieder – noch – auf.

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“ in den Topf geschaut….“

Der diesjährige Oktober, die Wälder sooo bunt, die Seen so blau, die Sonne wärmt…

Lange ausgiebige Spaziergänge – ob im Wald oder in der Stadt sind meine Leidenschaft geworden.

Kommt mit:

Isarphilharmonie, Volkstheater bereichern die Kulturwelt in München, alles lebt auf!

Die offizellen Zahlen:

7-Tage-Inzidenz *Reproduktionszahl *Todesfälle *

+ 625

+ 6

140,2

beachtet eher keiner mehr. Auch ich verdränge diese Zahlen so gut es geht und hoffe, nach der vollständigen Impfung auf einwenig Glück.

Mein Speiseplan ist wie immer durchorganisert, dabei könnte man jetzt ja öfter im Restaurant speisen. Irgendwie hat man sich an das Kochen gewöhnt. Daher habe ich mir gedacht, ich nehme Euch mit in meine Alltagsküche und lass Euch in meine Töpfe schauen. Das eine oder andere wird dann nicht so spektakulär sein.

Mein erstes „in den Topf schauen Gericht“ entstand nach einem wunderschönen, strahlenden, warmen Oktobertag.Gö-Ga war am verhungern und außerdem wollte er Fußball…..

Walnuß-Radicchio-Blauschimmel-Pasta

Zutaten:

  • 1 feste große Birne
  • 130 gramm Walnüsse
  • 1 mittelgroßer Radicchio
  • 180 gramm Blauschimelkäse oder Gorgonzola
  • frischen Ingwerabrieb
  • 1/2 Chilli
  • Vanillerohrzucker
  • Gewürze: Meersalz aus der Mühle, Muskatnuss frisch gerieben, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 350 gramm Nudeln ( am besten selbstgemacht), aber gestern habe ich aus Zeitgründen darauf verzichtet.

und so geht’s :

  • in eine beschichtete Pfanne geben wir zwei Eßlöffel Rohrzucker mit Vanillegeschmack
  • den Rohrzucker langsam einwenig schmelzen lassen und die Nüsse hinzufügen
  • dann über die leicht karamelisierten Nüsse, den Ingwer reiben
  • die Chilischote ganz, ganz fein schneiden ud
  • und gut verteilen
  • auf mittlerer Temperatur sanft karamelisieren lassen , im Auge behalten, damit die Nüsse nicht verbrennen
  • dann die Birnen in längliche Schnitze schneiden und in die Pfanne geben
  • mit karamelisieren lassen
  • die gewaschenen und und gezupften Radiccioblätter ebenfalls unterheben und mitgaren
  • in der Zwischenzeit kochen die Nudeln in reichlich Salzwasser und einer kleinen Chillischote
  • mit einwenig Kochwasser löschen wir unsere Pfanne vorsichtig ab (weniger ist mehr)
  • die Nudeln geben wir aus dem Topf, nachdem sie abgetropft sind
  • direkt in die Pfanne
  • verteilen den Blauschimelkäse über die Nudel un mischen alles gut durch.
  • und servieren … !

Der Gö-Ga war zunächst sehr, sehr skeptisch – aber dann konnte er nicht genug von diesen Nudeln bekommen – er verfeinerte die Pasta mit einem kräftigen Klecks Quittenmus, welches ich mühsam zubereitet hatte

(dazu später gesondert mehr)

Der Blauschimmelkäse verbindet sich mit der Pasta, den Nüssen, der saftigen, karamelisierten Birne, einen Hauch Pfeffer aus der Mühle

Ihr kennt ihn schon den Satz: zum ordentlichen Fotografieren hatte es nicht mehr gereicht.

So kann der Herbst auch kulinarisch beginnen.

Diese Pasta vereint, die Süße der Birnen, den leicht herben Geschmack des würzigen Blauschimmelkäse, die Bitternoten des Radiccio und verwöhnt mit der herben, feinen Süße des Quittenmus, der Crunch der karamiliesteren Nüsse befördert den Genießer letztlich in den 7. Pastahimmel.

Probiert es aus !

„wie bei Oma, wie bei Muttern….“

Jede Kochshow, jedes als besonders zu empfehlendes Rezept nutzt diesen Spruch.

Selbst hochdekorierte Sternenköche werden nicht müde immer wieder zu betonen: “ Wie bei Omma“, selbst wenn es sich um verkochte grüne Bohnen mit auseinanderfallenden Frikadellen, handelt.

Ja, es gibt sie diese überlieferten Familienrezepte, die von der Mutter an die Tochter weitergegeben werden. Die aufwendigen Backrezepte, der besondere Weihnachtsbraten, die besonderen Knödel….

Immer kommt es aber darauf an, welche Küche hier überliefert werden soll.

Die Rezepte von Tante „Mulli“ (Wilhelmine) basieren auf einer langjährigen Tätigkeit in den besten Küchen Frankfurts, bzw. in diversen Konditioreien.

Die Rezepte meiner Großmutter, sind eher bäuerlich, einfach und dennoch orientiert an dem wunderbaren Produkt (ob Fleisch, Gemüse, Getreide…)

Seit Jahrhunderten überliefert, schließlich war sie auf einem großen Gut in „Stellung“, wie sie immer stolz betonte.

Andere Tanten hatten einen Bezug zu Frankreich und ihre Familienrezepte waren entsprechend geprägt

Viele dieser Rezepte sind und waren sehr arbeitsintensiv, andere einfach, dennoch nicht weniger gut…

Aber…. , nicht jede Omma-Küche ist für alle Gaumen bestimmt.

Die Kochtechniken haben sich geändert. Wer will heute noch den Wirsing durch den Fleischwolf gedreht, das Blaukraut stundenlang geschmort mit Unmengen an Fett, die fetten Schweinefleischeintöpfe, die man den Feldarbeitern auf den Acker brachte.

Von allem das Beste sollte der Wahlspruch lauten, die beste Garmethode, die besten Zutaten, das beste handwerkliche Können.

Kreative Abwandlungen bereichern die überlieferten Rezepte und es entstehen diese Gerichte, an die sich unsere Kinder und Kindeskinder erinnern.

Eine kleine Auswahl meiner …… „schmeckt, wie bei Oma Kath…. “ will ich Euch nochmal in Erinnerung rufen , gerade in dieser Jahreszeit.

  • diese saftigen, würzigen, gefüllten Paprikaschoten, waren in den 50zigern
  • „moderne Küche“
  • interpretiert neu sind sie auch heute noch heiß begehrt ://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20728137

Diesen Heringssalat habe ich oft „mitgebracht“. Besonders beliebt war er bei meinen Freunden nach langen, feuchtfröhlichen Nächten.

„Ist noch was von dem roten Heringssalat da, der bringt mich wieder auf die Beine….“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20730051

Pink-Heringsalat - Tante Mulli

Das folgende Gericht ist mein Favorit, aber es gelingt eigentlich nur in meinem alten Bräter.

Knusprig, weich, würzig, mit reschem durchwachsenen Bauspeck, begleitet von frischem Apfelmus. Besonders jetzt, wo es die neuen festkochenden Lieblingskartoffel gibt.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20727963

Über den Eierkäs und seine Freiheit am Herd hatte ich schon ausführlich geschrieben.

Der Beitrag ist der meistgelesene auf meinem Blog.

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20725771

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/13112868

Die Liste der überlieferten Gerichte könnte ich beliebig fortsetzen.

Die dicken Braten meiner Mutter, Antonia, die Hefekuchen…..

In diesem Sinne viel Spaß beim Kochen und ausprobieren und denkt dran, nicht immer ist „wie bei Omma, wie bei Muttern…“ das Gericht wirklich gut, aber sicher ist es wert, es zu interpretieren. So entwickeln sich Familienrezepte!

„Herbstimpressionen ….“

Auch der Herbst hat schöne Tage. Der Spruch gilt sowohl für das Älterwerden, alsauch für die Natur.

Welche Farbgewalt sich in den letzten Tagen entfaltet hat! Leider kann man diese Pracht nur bedingt festhalten.

Am Mittwoch vergangener Woche stiegen die Temperaturen auf 24 grad und ich begab mich auf Hamstertour nach Tirol.

9 verschiedene Sorten Käse, der Joghurt füllte man mir in die mitgebrachten Milchflaschen, den Naturjoghurt in ein großes Glas.

Auf meine Frage, welchen Fettgehalt der wohl hat antwortete man mir:“ Alles was die Kuh hergab.“ Ok, er ist cremig, wunderbar erfrischend, der Rahm hat sich voll erhalten.

Dann eine Brotzeit an der Hauswand, das Holz leicht von der Sonne aufgewärmt, frische Buttermilch – Herbstglück pur.

Nicht versäumen möchte ich Euch einen Wochentip für Eure Alltagsküche mitzugeben.

Das Grundrezept siehe Beitrag : „Rote Knödel in eleganter Begleitung vom vergangenen Jahr.

https://meggieskochstudio.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=20729880&action=edit&calypsoify=1&block-editor=1&frame-nonce=ad7acd45da&origin=https%3A%2F%2Fwordpress.com&environment-id=production&support_user&_support_token

Tipp: die rote Beete im Schnellkochtopf mit Lorbeer, Meersalz, Senfsaat unbedingt mit der Schale kochen (so bleiben sie schön rot) , um sie dann mit eine kleinen Teil des Kochwassers zu pürieren.

Abänderung des Rezept’s:

  • die Knödel habe ich mit dem Blauschimmelkäse aus Tirol gefüllt
  • er ist etwas fester in der Konsistenz, als
  • der allseits verwendete Gorgonzola
  • aber sehr aromatisch und die perfekte Füllung für den roten Knödel
  • dazu habe ich Salbeibutter gereicht, mit fritierten Salbeiblättern

Gö-Ga war sprachlos! Der Käse lief aus dem Knödel, wie bei einem Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern.

„Das ist die Transzendenz des Knödels“, murmelte er mit vollem Mund.

Laßt Euch diese Knödel nicht nehmen, wenn sie auch etwas arbeitsintensiv sind.

Eine schöne Herbstwoche !

„quickly – spicy Chilli-Öl“

Meine Ernte war dieses Jahr sehr ertragreich, die knallroten Schoten eine Augenweide.

Doch jetzt war es Zeit für die Ernte, denn die Pflanze ist sehr kälteempfindlich.

Für alle die es lieben, auf der Pizza final, beim Dünsten von Gemüse, beim feurigen Paprikagericht , ein paar Tröpfchen auf die sahnige Kohlrabisuppe….

Dieses Öl ist so vielseitig einsetzbar.

Es erinnert an die Glut des Sommers, dabei war die Pflanze so bescheiden. Mit wenig Wasser kam sie aus, die herrlichen kleinen weißen Blüten waren ein regelrechtes Magnet für die Bienen. Jetzt steht es an dem sonnigen Küchenfenster und wartet geduldig auf seinen Einsatz.

Hier das einfache Rezept:

Chilli-Habaneros-Öl

Zutaten:

  • bestes natives Olivenöl
  • eine handvoll Habaneros bzw. Chillis

Weniger ist oft mehr.

Zubereitung:

  • die kleinen, fleischigen Schoten waschen, trocken tupfen
  • klein schneiden
  • jedem ist überlassen, ob er die Kerne rausnimmt
  • ich lasse sie drin
  • dann füllen wir die kleingeschnittenen Schoten in die
  • ausgekochten, trockenen Fläschchen
  • und stellen diese auf die Fensterbank
  • nach 3-4 Wochen ist ein herrliches Würzöl entstanden

Viel Spaß !

P.S die Quitten sind gekocht und der Saft tropft langsam vor sich hin.

Der Gö-Ga lautert schon, den Quittengelee liebt er so sehr

„Blumenkohl Variante für Männer“

Nein ich habe keine Umfrage gemacht, dennoch glaube ich zu wissen, dass das Schnitzel eines der beliebtesten Gerichte vieler Menschen ist. Vorallem dürfte es bei den männlichen Zeitgenossen sehr hoch im Kurs stehen.

Auch mein Gö-Ga würde jede Woche am liebsten einmal Kalb-, einmal Schweine-, einmal Hähnchenschnitzel und an besonderen Festtagen Rehschnitzel , selbstverständlich mit allen Raffinessen essen.

Nachdem die Kinder aus dem Haus sind, fällt es mir oft schwer in kleinen Mengen zu kochen.

Die ewigen Reste im Kühlschrank stören mich gewaltig, aber ich schaffe es nie die Mengen anzupassen.

Kochen heißt für mich jeden Tag etwas Neues aus dem Althergebrachten zu entwickeln

So gab es gestern Blumenkohlschnitzel !

Schnell , einfach!!

Blumenkohlschnitzel an Blumenkohlstampf dekoriert mit fritierten Salzkapern

Zutaten:

  • Kartoffel
  • Blumenkohl
  • Sahne
  • Butter
  • Salzkapern
  • Gewürze:
  • scharfes Paprika, 1 Messerspitze Wasabipaste, weißer Pfeffer aus der Mühle, Muskatnuss frisch gerieben, Steinsalz
  • 1 Ei
  • 1 Zitrone
  • Semmelbrösel (natürlich selbstgemacht

Auf die Plätze fertig los:

  • Kartoffel schälen (deligieren an Mitesser)
  • Blumenkohl von den harten, grünen Blätter befreien
  • Zitronenscheibe (etwas dicker) vorbereiten
  • die Hälfte des Blumenkohls in mannfingerdicke Scheiben schneiden
  • in einen Schnellkochtopf geben wir Salz, den restlichen Blumenkohl und die erforderliche Menge an Wasser
  • auf Stufe eins garen, bis der Stift hochgekommen ist, beiseite stellen
  • im zweiten Topf garen die Kartoffel
  • ein Ei mit etwas Sahne, Paprika, Salz, weißem Pfeffer, einer Messerspitze Wasabipaste , falls nicht zu hand Meerettischpaste
  • verquierlen
  • Schale mit Semmelbrösel füllen
  • die Blumenkohlscheiben in der Eimasse wälzen und in den Semmelbrösel panieren
  • Pfanne mit Butterschmalz (2 Eßlöffel, je nach Menge) füllen und heiß werden lassen
  • Blumenkohlschnitzel goldgelb backen und dann auf kleiner Hitze gar ziehen lassen
  • Kartoffel abgießen , mit einem kräftigen Stück Butter versehen, Sahne hinzufügen
  • und den restlichen, zwischenzeitlich gegarten Blumenkohl hinzufügen und stampfen
  • anschließend mit dem Schneebesen nochmals etwas durchrühren und mit Muskatnuss, ggfs. Salz, Peffer abschmecken
  • die Kapern in ein kleines Butterpfännchen in heißem neutralen Öl fritieren
  • auf die Teller fertig los

Was soll ich Euch sagen …

  • schweigend, mit glänzenden Augen genoß er sein Schnitzel
  • stand auf, holte sich Nachschlag vom Stampf
  • keine Reste!!
  • Bayern hatte Leverkusen vom Platz gefegt
  • Gö-Ga war im „Siebten Schnitzelhimmel“

Diese Woche plane ich diverse Hamsterfahrten – es soll nochmal 20 grad werden !

Außerdem habe ich gestern herrliche Quitten bekommen.

Quittenrezepte gibt es ja sooo viele. Erstmal mache ich Quittengelee, dann sehen wir weiter

Schöne Woche!

„Butternut – Bohnen Dal – indisch – vegane Herbstküche“

(Werbung, da Namensnennung , bzw. erkennbar)

Ehrlich gesagt, eigentlich konnte ich mit der indischen Küche nicht zu recht „warm“ werden.

Wenn es hieß, gehen wir zum Inder, kam bei mir nie eine echte Begeisterung auf.

Diese meist für mich verkochten Gerichte waren oft super abgeschmeckt und gewürzt, aber mir oft zu breiig, nicht definierbar.

Andererseits die klassischen, Bohnen- Erbsen und Linseneintöpfe nach Deutscher Rezeptur fand ich auch nicht mehr so toll. Bis auf meinen Gö-Ga machten eh alle einen Bogen um diese klassischen Eintöpfe.

Bohnen, Erbsen, Linsen sind allerdings sehr gesund, wie wir alle wissen.

Manchmal muß man dem Gericht einfach einen exotischen Namen geben und es wird cool, super genannt. So gelang es mir letztendlich auf den Blumenkohl in der Familie zu „verkaufen“

(s. Blumenkohl-Kichererbsen Dal) https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731022

Diese Dal-Gerichte, mit Liebe gekocht, sind echte „Heimkomm-Gerichte“ , verbreiten diese angenehme Wärme im Körper, der Duft holt einem schon ab, wenn man das Treppenhaus betritt. Diese Gerichte spenden Trost, erzeugen unbandige Freude, kleine Tränchen….

Fazit:

Die entwickelten Eigeninterpretationen ergeben eine äußerst schmackhafte, würzig Variante.

Durch das Kombinieren mit frischen Zutaten (Mangold, auch Früchte , wie z. B. Mango, Zwetschgen…) eignen sich hervorragend und gehen eine echte Symbiose mit den Hülsenfrüchten ein.

Mit Liebe habe ich Nüsse kleingehackt, geröstet und final die Dals mit frischen Koreander, kleinen Frühlingszwiebeln (vom Asianten) bestreut. Dieser Crunch verleiht einen besondere Note.

Dazu reicht eigentlich das Pfannenbrot (s. Blumenkohl-Kichererbsen Dal)

Am schnellsten geht es mit rotorangen Linsen – anstatt die oft verwendete Kokosmilch eignen sich auch pürierte Mandeln ect.

Das Einweichen der Hülsenfrüchte kann man meist umgehen, bzw. die Hülsenfrüchte aus Dosen sind zur Not auch ein würdiger Ersatz.

So wird aus dem Dal ein Gericht, welches auch für Besuch, bzw. Freundeessen sehr gut geeignet ist.

Die nötige Auswahl von Gewürzen sollte man sich besorgen, dann sind den unzähligen Varianten keine Grenzen gesetzt.

Ich bevorzuge es die Gewürzmischung selbst zu mösern, der Duft ist unwiderstehlich !

Wer sich Zeit sparen will kommt auch mit der Gewürzauswahl (s Foto gut klar)

Während ich hier noch mühsam schreibe, hat mein Gö-Ga und die schnell eingeladene Tochter den Butternut-Bohnen Dal genossen.

„Aber das Brot, mit den dunklen Stellen aus der Pfanne gibt es doch auch…“ , meinte der Herr.

Selbstverständlich!

Fotos vom- wunderschönen Teller – mit Cocosmilch und dem zerfallenen Mangold aus meinem Blumenkasten – dem nussigen Crunch aus den Cashewkernen – kann ich Euch nicht liefern.

Allerdings habe ich mir erlaubt den kläglichen Rest zu fotografieren. Schöne Tellerfotos machen alle.

Restefoto am nächsten Morgen

Insgesamt mehr als zwei Stunden hatte ich geköchelt, geschnippelt, Pfannenbrot ….. , das Einweichen der Bohnen und kochen hatte ich schon am Tage vorher erledigt.

Wenn Ihr dennoch dieses Gericht nachkochen wollt, dann lest jetzt weiter.

Zutaten:

  • 500 gramm weiße Bohnen
  • 1/2 Butternutkürbis
  • 250-300 gramm frisches Mangold oder Spinat
  • 1 rote Zwiebel
  • 10 cm frischen Ingwer
  • Abrieb von einer Kurkumawurzel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • eine kleine Habaneros
  • 1 Karotte
  • 1 Eßlöffel Butterschmalz – oder neutrales Pflanzenöl –
  • 1 Dose gestückelte oder auch ganze Tomaten bester Güte
  • 1 Dose Cocosmilch (dickflüssig)
  • 1/2 Liter Gemüsebrühe
  • frischen Koreander, am besten mit den feinen Wurzeln

Gewürze:

  • schnelle Variante
  • siehe Foto
  • Mörservariante:
  • Senfkörner, Schwarzkümmel, Peitschenpfeffer, Zimtrinde, Nelke, Kardamon, Fenchelsamen….
  • Steinsalz
Gewürzmischungen

Zubereitung:

  • Butterschmalz in den Topf
  • das Hartgemüse mit dem kleingeschnittenen Ingwer, Zwiebel und einwenig Gewürzmischung
  • einem Hauch Zucker leicht anrösten
  • dann den in Stücke geschnittenen Kürbis, hinzufügen und köcheln lassen
  • bis er zerfällt, mit Brühe ablöschen
  • nach und nach die restlichen Zutaten hinzugeben
  • und leicht köcheln lassen
  • wichtig immer wieder umrühren
  • wenn alles sich etwas verbunden hat
  • die vorgegarten Bohnen hinzufügen
  • die Gewürzmischung hinzufügen und mit Steinsalz abschmecken
  • dann den vorgeschnittenen Mangold hinzufügen und zerfallen lassen
  • die Nüsse ohne Fett anrösten und klein hacken
  • die Kokosmilchen hinzufügen und einmal verrühren
  • Dal in vorgewärmte Teller geben und mit den gerösteten Nüssen bestreuen
  • dazu Pfannenbrot bzw. Reis reichen.

hört sich super an – und so einfach – aber es dauert…. bis das Dal zu bereitet ist.

Wagt es und ihr werdet begeistert sein.

Pfannenbrot

„Fischers Fritz fängt kleine Fische….“

Fischers Fritz fischt frische Fische. Frische Fische fischt Fischers Fritz – so lautet der Zungenbrecher

Gerade hatte ich es mir gemütlich gemacht, einen schönen Wein, kleinere Naschereien… die Füße hoch.

Mein Handy klingelt, die Freundin meiner Tochter meldet sich. Da muß ich hin, bestimmt hat sie ein

Problem….

Weit gefehlt – ihr Freund Kevin war äußerst erfolgreich beim Angeln an der Ostsee.

Heringe, ganz frisch ausgenommen und schon pfannenfertig, möchte sie mir heute noch vorbeibringen.

Da konnte ich nicht nein sagen…

Die kleinen, saftigen Heringe mag ich sooo gerne! Selten kann man sie in München bekommen.

Mein Rezept: (für zwei Personen)

Zutaten:

15-20 kleine frische Heringe

2 Eßlöffel Jogurt (3,8 %)

150 ml Sahne oder mehr

1 kräftigen Teelöffel Dijon-Senf

Schnittlauch, Petersilie

groben Biogries , vermischt mit einwenig Semmelbrösel

mehr braucht es nicht.

Zubereitung:

  • Sahne, Joghurt und Senf verrühren
  • Schnittlauch und Petersilie kleingeschnitten hinzufügen
  • einmal mit dem Schneebesen verrühren
  • die Fische in die Marinade geben und 3-4 Stunden, bzw über Nacht ruhen lassen.
  • grober Biogries mit 1-2 Eßlöffel Semmelbrösel (selbstgemacht und fein) vermischen
  • die Fische hiermit panieren
  • die Pfanne mit einem neutralen Pflanzenöl und einem kräftigen Stich butter versehen und auf Betriebstempertur bringen (nicht zu heiß sollte die Pfanne sein, allerdings so, dass die Fische gleich Farbe annehmen)
  • einmal wenden und die Temperatur zurücknehmen
  • fertig sind die leckeren Fische
  • die Pellkartoffel gleichzeitig im Dampftopf abdämpfen
  • restliche Marinade als Soße reichen …

Meine persönliche Anleitung zum Essen:

  • die Fische esse ich mit den Händen
  • gezielter Biß in den Rücken
  • im Mund verbinden sich das zarte Fischfleisch mit der leichten Kruste
  • der Grätenstrang mit den kleinen, feinen Gräten löst sich von selbst
  • gar nicht genug kann ich von diesen Fischen bekommen
  • die heiße, feste Kartoffel quetsche ich in der Marinade
  • zweiter Gang, Pfanne sauberwischen, Pflanzenöl, Butter und die nächsten Fische…
  • ein Traum ! einfach -gut –

Also schon mal den Zungenbrecher üben, damit die Fische Euch ins Netz oder den Einkaufskorb hüpfen.

Viel Spaß beim Fischen….

Danke Kevin, Danke Claudia !

„Goldener Oktober ….“

So golden, wie er aussieht ist er leider nicht.

Die Nächte sind empfindlich kalt. Mein kleiner „Großstadtgarten“ gibt nochmal Alles.

Mangold, kleine , scharfe Paprika, verschiedene Habaneros und die mediteranen Kräuter sind besonders intensiv derzeit. Es duftet herrlich nach Thymian, Minze und es ist ein besonderer Luxus, wenn man kocht und nur schnell ein paar frische Kräuter abschneiden kann.

Die Umstellung auf Herbst- und Winteressen fällt mir dieses Jahr ganz besonders schwer.

Einwenig tröste ich mich mit meinen geliebten Hamstertouren, die ich mittlerweile bis nach Tirol ausdehnen mußte. Kartoffel, Mehl, Eier, Käse, einwenig gutes Fleisch, Fisch und Gemüse sind die Bestandteile meiner Alltagsküche. Die Ausflüge verbinde ich mit ausgiebigen Wanderungen, Kultur und der ein oder andere Landgasthof lädt zum Verweilen ein.

So läßt es sich leben……

Selbstverständlich dürft Ihr wieder in meinen Kochtopf schauen und Euch die eine oder andere Anregung mitnehmen

Gestern habe ich von unserem Sonntagsausflug an den Ammersee herrliche Kürbisse mitgebracht

  • Kürbissuppe
  • Kürbiscurry
  • Kürbisnudeln wird es die nächsten Wochen bestimmt öfters geben..

Viel Spaß beim Kürbiskochen !

Irgendwie lebt man wieder auf – die Isarphilharmonie hat neu eröffnet, das Volkstheater ist neu gestaltet – alles in meiner unmittelbaren Nähe.

Ein kleiner Mittagstreff mit ehemaligen Kollegen ist kurzfristig möglich. Schwimmen, Saunieren, diverse Ausstellungen – Konzerte.

Ja und die Restaurierungstermine sind in meinem Alter auch von elementarer Bedeutung.

Die Kinder müssen sich halt anmelden, wenn sie mal wieder bekocht werden wollen.

Da werde ich das Kochen, Backen… schon etwas besser organisieren müssen.

Servus, die Sonne scheint, leider nur 11 grad – ich muß schnell mal in die Stadt meinen neuen Lesestoff abholen.

Bis bald

Eure

Meggie

„Septembersommertraum“

(ohne Worte )

Nocheinmal, nocheinmal…..

Wer geglaubt hatte die letzten Badetage seien vorbei, wurde eines Besseren belehrt

Der 3. Oktober , 26 grad Lufttemperatur, der See leicht wellig und für mich angenehme Schwimmtemperatur.

Keine Menschenseele im See, eintauchen kopfüber und gegen die Wellen schwimmen, die Kulisse der Berge begleitet mich, immer schneller, in langen Zügen schwimme ich ….

Der Gö-Ga sitzt angstvoll auf den See blickend am Steg und grollt…

  • keiner schwimmt soweit
  • muss das sein
  • es ist viel zu wellig
  • ein Glück, dass es bald vorbei ist…

Sommerfeeling pur bis zum letzten Sonnenstrahl

Im September hatte ich meine Küche weitgehend geschlossen .

Die Landgasthäuser hatten wieder geöffnet und der Himmel strahlte bayrisch-blau.

Es war einfach unbeschreiblich schön, wandern, schwimmen, Freunde treffen und Sonne tanken….