„Kochideen für diese Woche gefällig?“

After Valentinsday…. Vielleicht möchte jemand sich diesem geschäftsträchtigen Unterfangen entgegenstemmen.

Wahre Liebe ist es nicht ein Menü zu kochen, den Tisch mit rosa Herzchen zu dekorieren und eine gute Flasche Wein zu öffnen, Blumen waren ja dieses Jahr ganz schwierig.

Eine sehr schöne Beschreibung von dem was Liebe sein kann habe ich bei https://wordpress.com/read/feeds/96444875

Blog: Carax&VanNuys gefunden. Happy Valentine’s Day! Oder einfach Happy Day? so lautet der Beitrag

Wer das ganze Jahr nicht aktiv liebt, der braucht auch an dem Tag keine Show abzuziehen, es sei denn man ist frisch verliebt, romantisch veranlagt und will das“Instrument“ nutzen.

Meine Kochideen für diese Woche berücksichtigen das verspätete Begehren ein kleines Menü zu zaubern.

Am Montag schlage ich vor:

Vorspeise: Kräutercrepes s. Beitrag vom 8.5.2012

Hauptgang: Rind-Kalb-Involtini mit Kräuterfüllung

Nachspeise: Mini-Mississippie-Pie s. Beitrag vom 18.4.2012

Kräutercrepes siehe Beitrag vom 8.5.2012

Nachspeise: s. Beitrag Mini-Mississippi-Pie vom 18.4.2012

Dienstag: Linseneintopf siehe Beitrag vom 9.10.2012

Mittwoch: Gnocchi- Trost vom 14.7.2016

Donnerstag: „scharfe Köfte – in Abwandlung des Beitrags vom 1.6.2012 hat sich ein Hack aus Rindfleisch und Lammfleisch bewährt!

übrigens ein „echtes“ Männeressen.

Freitag: siehe Beitrag vom 9.11.2014 – einwenig träumen von besseren Zeiten darf erlaubt sein …

„quickly weekly cake -Wochenkuchen“

Damit auch alle den täglichen Kuchen genießen können möchte ich meinen

Marmor-Amaretto-Kuchen

kurz vorstellen.

Die Zutaten:

375 gramm Mehl Type 405

2 1/2 TL Backpulver

1 Prise Salz

200 gramm Puderzucker

200 gramm gute Butter

5 Eier

Abrieb einer Orange

160 ml Amaretto

40 ml Sahne

2 Eßlöffel (schwach gehäuft) Salzkakao

1 Eßlöffel dunkler Kakao

Form: Kastenform oder Guglhufform

so einfach geht es:

Eier aus dem Kühlschrank nehmen und die Zutaten abwiegen, Mehl, Backpulver, Prise Salz vermischen

  • Puderzucker in die Rührschüssel der Küchenmaschine oder auch Handmixer geben
  • nach und nach ein Ei unterrühren lassen – bei mittlerer Geschwindigkeit –
  • Geschwindigkeit etwas erhöhen
  • wenn sich eine hellgelbe fluffige Masse ergeben hat
  • nach und nach die weiche Butter unterrühren (Butter sollte wirklich weich sein!) damit sie sich schön mit der Eier-Zuckermasse verbindet.
  • dann das elastische Rührblatt (Kennwood) einspannen und eßlöffelweise das Mehl unterrühren
  • schluckweise den Amaretto und die Sahne zugeben
  • Kastenform leicht einfetten und mehlieren – oder Semmelbrösel durchlaufen lassen, damit der Kuchen gut aus der Form geht.
  • 3/4 des Teiges in die Form füllen
  • 1/4 des Teiges mit dem Kakao versehen u. ggfs. etwas Flüssigkeit hinzugeben und nochmals verrühren lassen.
  • final den Teig mit einer Gabel durchziehen, damit der Marmoreffekt sich bildet
  • 50 -55 Min. bei 170 – 150 grad backen
  • Stäbchenprobe und abkühlen lassen.

Schnell hatte ich den Kuchen gebacken – bevor ich das Abendessen zu kochen begann. (Putenschnitzel, Spitzkohlapfelsalat, Sesamchips (Kartoffelscheiben im Backofen gebräunt) –

Der sich plötzlich einstellende Hunger wurde erstmal mit der Glasnudelsuppe einwenig bearbeitet, die ich am Abend vorher vorbereitet hatte.

Den Saatensemmelteig – dazu später mehr – in den Kühlschrank verfrachtet.

Hier schon mal eine „Ahnung“ .

Wir wollten wieder einen Spieleabend machen und ich gönnte mir entspannt einen Gin-Tonic.

Der Wochenkuchen ….

war wunderbar aufgegangen , ließ sich sehr gut aus der Form entfernen.

Am nächsten Morgen, 8:00 Uhr begab ich mich in die Küche, um die Saatensemmel zu backen…

Schockstarre – von dem Marmorkuchen der Extraklasse war nur noch die Hälfte da. Vonwegen Wochenkuchen!!

So habe ich ihn kurzerhand eingeschlossen.

Schaut selbst

Kuchendiebe in der Nacht

Ehrlich er ist auch unwiderstehlich, das leichte Amaretto-Aroma, locker leicht kommt er daher und der“gute Kakao“ überzeugt.

Mir reicht es, der Wochenkuchen wird hier zum Tageskuchen.

Kurzerhand habe ich ihn heute morgen eingeschlossen in einen glänzenden Schokoguss aus weisser und schwarzer Schokolade.

Viel Spaß beim Nachbacken und einen entspannten Pandemiesonntag, wenn auch die Wetterwarnungen nichts gutes verheißen.

Der Schnee fehlt in Süddeutschland! Laßt uns noch was übrig!

„Mohn-Orangen-Kumquats-Marmeladen-kuchen-Nachmittag“

Plötzlich, aus heiterem Himmel überfällt mich seit Neustem die schier unstillbare Gier nach Kuchen, Krapfen, Schokoladenkuchen….

Seit Sommer 2020 esse ich nämlich höchst selten Schokolade. Frisches Obst, ab und zu einen guten Esspresso mit einem Bällchen Vanilleeis genügten mir.

Auch in der Weihnachtszeit hielt ich das Süße weitgehend von mir fern.

Meine Favoriten in den letzten Wochen, Eierlikörkuchen, Schokoladenkuchen, Streusel., Käsekuchen.

Jede Woche muss ich schnell einen Kuchen rühren – backen und schwubs ist er weg.

Am Spätnachmittag eine gute Tasse Tee und ein Stück Kuchen, das ist Entspannung pur.

Ich backe eigentlich wenig nach Rezepten, sonderen habe meinen Standartteig.

  • einmal Hefeteig
  • oder den Rührteig für die Kastenkuchen

Diese Woche gab es Hefeteig, den ich mit Livieto Madra angesetzt hatte. Dies hat den Vorteil, dass man sich mit dem Backen ein variables Zeitfenster schaffen kann. Der Teig nimmt es nicht übel, wenn er 24 Stunden sich selbst überlassen bleibt.

Daher möchte ich kurz vor dem Wochenende meinen Easy-Mohn-Kuchen einstellen.

Zutaten:

500 gramm Mehl Type 405 oder 630er Dinkelmehl

1 Ei

250 ml Milch

100 gramm Butter

100 gramm Zucker

1 Prise Salz

Abrieb einer Biozitrone

1 Brise Salz

1 Ei

60 gram Livieto Madre oder 5,5 gramm Trockenhefe oder entsprechende Menge frische Hefe 30 gramm

für die Mohnfüllung :

250 gramm gemahlenen Mohn (bitte nicht selbst mahlen mit Blitzhacker oder ähnlichem, nur eine Mohnmühle ist hier geeignet, den der Mohn sollte gequetscht werden)

2 Päckchen Puddingpulver (oder selbstgemachten Pudding)

100 ml Eierlikör

650 ml Milch

100 Zucker

50 gramm Puderzucker

200 gramm Orangen-Kumquats-marmelade oder Aprikosenmarmelade

1 Eigelb, Puderzucker, eine Prise Salz in einer Tasse verquirlen

Zubereitung des Hefeteigs:

  • Mehl abwiegen, Trockenhefe einstreuen, bzw. Livieto madre
  • Milch mit der Butter leicht erwärmen (nicht mehr wie ca. 38 grad)
  • Zucker beifügen
  • die Zutaten in die Rührschüssel geben und ca 10 Min. zu einem glatten Teig kneten
  • wenn sich der Teig von der Schüssel löst – ist er meist genug geknetet.

an einem warmen , zufreien Ort gehen lassen, bis er sich gut vergrößert hat

mit dem LM dauert es meist etwas länger, bis der Teig anspringt.

Zubereitung der Mohnmasse:

  • Puddingpulver, Mohn, Zucker in einen Topf geben und vermischen
  • anschließend Milch und Eierlikör hinzufügen und unter ständigem Rühren aufkochen
  • die Masse ca. 25 Minuten quellen lassen
  • die Marmelade aufwärmen bis sie flüssig geworden ist.

Eine runde oder auch eckige Springform mit Backpapier ausgleiten und Hefeteig „damenzeigefingerdick“ in die Form geben. Den Restteig beiseite stellen.

Ein Stück Teig dünn ausrollen und in Streifen schneiden.

Restlichen Teig zu einem Rechteck ausrollen.

Die Mohnmasse nun auf die Form verteilen, mit der Flüssigen Marmelade bepinseln und die Streifen drauflegen.

Das Rechteck ebenfalls mit der Mohnmasse befüllen und zusammenrollen – Es entsteht ein größeres Hörnchen.

Final die Teigriemchen und das große Hörnchen mit der Ei-Salz-Puderzuckermischung bepinseln.

Ofen auf ca. 180 grad vorheizen und fallend bis ca. 160 grad 45 Min. backen.

Fotos konnte ich wieder keine erstellen, kaum war der Kuchen bzw. das Hörnchen aus dem Ofen, waren die Küchendiebe schon wieder tätig.

Gö-Ga war zunächst sehr zurückhaltend

„Es läuft wieder ein seltsames Mohn-projekt, sicher wieder für den Abfalleimer….“

Er konnte dann aber beim „Küchendiebstahl“ überrascht werden.

Wie immer: „Geht , kannst nochmal machen“

Ein Nachbacken ist lohnenswert, wenn man Mohn mag. Saftig, frisch kommt der Mohnkuchen daher und vermittelt einen ganz kleinen Hauch von südlichem Flair mit seinem Orangen- Kumquats-Toping.

Wer die Marmelade kochen will siehe Blogbeitrag 6.1.2011

„the game starts all over again – das Spiel beginnt von Neuem….“

(Werbung da Namensnennung)

Die C-Pandemie zwingt mich – uns – zu immer neuen Aktivitäten.

Mit Wonne hatte ich mir die Serie Gambit bei Netflix reingezogen. Das fast verstaubte Schachbrett kam wieder aus der Versenkung hervor. Sogar meinen Gö-Ga konnte ich begeistern so manche Partie bei einem guten Glas Rotwein zu spielen.

Ein kleines Schachturnier innerhalb der Familie und der Abend , was sage ich auch die halbe Nacht war gerettet.

Vor vielen Jahren hatten wir einmal leidenschaftlich Wizard gespielt. Ja, immer Donnerstags war unser Spieleabend. Lange vorbei – das Jungvolk hatte sich davon losgesagt- Langweilig – keine Zeit …..

Das Wizard-Spiel ist eigentlich ein einfaches Kartenspiel. Das Ziel ist es gewisse Voraussagen zu treffen, wie viele Stiche man macht – bestimmte Funktionskarten müssen geschickt eingesetzt werden und es müssen strategische, mathematische Überlegungen angestellt werden. Aber im Laufe des Spielens entwickelt sich eine interessante Dynamik und es ist schnell erlernt.

Diese Spielaktionen halten mich allerdings teilweise von meiner Lieblingsbeschäftigung – dem Kochen ab-

Das nachfolgende Rezept ist ideal, wenn keine Häppchen – oder fingerfood – die hungrigen Mägen stopfen.

„Lamm-Curry Issy“

Das Gericht, wärmt wohlig nach einem Winterspaziergang , die leichte Schärfe , gemildert mit den Tomaten und der Cocosmilch stimmt die Gemüter friedlich.

Zutaten:

  • 500-600 gramm ausgelöste Lammkeule
  • walnußgroßes Stück frischesn Ingwer
  • Chillischote –
  • 4 Knoblauchzehen
  • 8 cm Kurkumawurzel frisch
  • Zitronenabrieb (einer Frucht)
  • 100 gramm Zuckerschoten
  • 2 Spitzpaprika
  • 3 Karotten mittlerer Größe
  • ein Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Dose Toaten – passiert
  • 1 Dose Cokosmilch – cremig –
  • 1 Esslöffel Honig (mit laufwarmen Wasser in einer Tasse verrühren)
  • 1/2 rote Zwiebel, zwei Schalotten
  • 100 gramm Mandeln – gehobelt –
  • ca. 350 gramm indischer Reis oder Basmatireis

Gewürze:

  • Zimtstange
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL rote Pfefferbeeren
  • EL Sesam – schwarz –
  • Curry-Mischung grün/rot
  • Lorbeerblatt
  • 2 Peitschenpfeffer

und los geht es:

  • Fleisch parieren mit Zitronenabrieb versehen
  • Ingwer, Knoblauch, Kurkuma (am besten mit Handschuhen) Zwiebel , Gemüse kleinschneiden
  • Honig in laufwarmen Wasser auflösen und über das Fleisch geben – beiseite stellen , ca. 10-15 Min.
    • Gewürze,Ingwer, Knoblauch, Kurkuma, Tomatenmark andünsten
  • in den heißen Wok das marinierte Fleisch geben und unter ständigem Bewegen anbraten
  • nach und nach das Gemüse zufügen und ca. 5 Min köcheln lassen
  • Tomatenstücke aus der Dose hinzufügen
  • nach ca. 1O Min. die Cocosmilch angießen
  • jetzt können wir auf kleine- Flamme das Gericht 1 1/2 Stunde mit Deckel simmern lassen
  • die Aromen verbinden sich automatisch
  • final abschmecken mit Currypaste, Salz

Die Soße ist sämig, angenehm – ganz von selbst –

Den Reis derweil im Reiskocher mit einer handvoll getrockneter Cranbeeries garen und den Wok mit Koreander versehen und mit dem inzwischen ausgebackenen Naanbrot servieren. (kein Muss)

Rezept für Naanbrot folgt.

Während der Wok simmert hatten wir schon mehrere Runden gezockt, die Spielunterbrechnung war willkommen – einen kleinen indischen Einfluss hatte das Gericht – und es war nebenbei mit einer gewissen Leichtigkeit entstanden, wie man sich es wünscht.

Viel Spaß beim Spielen und Kochen.





„Plan, schedule , Essensvorbeitungen….“

Erstmal der gefühlt längste Monat des Jahres ist schon vorbei. Wow – ging das schnell.

Die Tage werden schon ein kleinwenig länger, heller und hier und da kann man morgens schon ein Vögelchen hören.

Der Januar:

Januar 2021 Köstlichkeiten und Highlights

Fällt Euch auf, welche Gerichte ich noch nicht eingestellt habe? Selbstverständlich werden diese demnächst kommen. Mit Naanbrot und dem Lammcurry verabschiede ich den Monat Januar 2021

Ein paar Anregungen für die Woche will ich nicht vorenthalten.

Montag: Spaghetti Vongole – ich liebe dieses Gericht sehr. Die Grundidee und das Rezept sind bei Witzigmann (Münchner Sternekoch) entliehen.

siehe Beitrag vom 22.4.2012

Dienstag:

„quickly, Kartoffeln, Romaneso , sie Beitrag vom 21.04.12 – Geht auch mit Blumenkohl – den gibt es schon wieder in guter Qualität – ein kleines Gericht, für alle die das Wintergemüse mal leid sind und einwenig Hoffnung auf den Frühling sich erträumen wollen

Mittwoch:

Spinatsalat an Speckpflaumen und gegrilltem Halloumi – leicht lecker und sättigend –

Die Erdbeeren ersetze ich in dieser Jahreszeit mit Mango bzw. Papaya (Kerne unbedingt trocknen u in eine Pfeffermühle geben)

s. Beitrag vom 11.06.2011

Donnerstag:

„Pfeffer-Mango-Wok“ s. Beitrag vom 2.03.2011

Vielleicht bittet Ihr im Rahmen der erlaubten Pandemievorschriften Euren Nachbarn, Kollegen/in, Freund zu Tisch. Ein wunderbarer Abend wird es mit dem köstlichen Wok-Gericht.

Freitag:

im Gedenken an den schönen Januar-Winter

Wintermärchen Karottensuppe und dann s. Beitrag vom 26.02.2012

Ein Süppchen ist heute eigentlich genug, bestimmt sind noch kleine Reste da. Das Wochenende immer entspannt angehen. Vielleicht mit einem schönen Cocktail , einer schönen Nachspeise, guter Musik den Einstieg ins Wochenende genießen.

Gutes Gelingen, beim Nachkochen oder auch nur zum Anschauen – was man kochen könnte, planen würde, wenn man Lust und Laune hätte.

„Veggie satt“

Flaucherbrücke – Isar

Der Winter hat sich breitgemacht. Ich habe Lust auf was Frisches mit Rohkost.

…. ja und was gibt es dazu? So schaute mich Gö-Ga fragend an. Einen gescheiten Hunger habe ich schon.

Ehrlich gesagt, es sind die Reste aus dem Gemüsefach: Karotten, Sellerie, eine Stück Kren (Meerettisch), die rote Beete, die von den roten Knödeln übrig war. Der kleine feste Spitzkohl hat so brav gewartet, die süßsauren Elsteräpfel , ja geht doch.

Ach, die Vinaigrette mit Olivenöl, Paprika und Halloumi (Käse aus Kuh-u. Schafsmilch) , die im Kühlschrank steht, muß auch weg.

Mein Gö-Ga hat das Leiden aller Rentner derzeit. Bewaffnet und getarnt mit der FFp 2-Maske kauft er ständig, vor allem Lebensmittel ein, in der sich immer wieder bestätigten Hoffnung, dass ich koche.

Was ich ja zwangsläufig tun muss!

Manchmal denke ich, die Lockdown in der Härte wird hier in Bayern verlängert, bis unser Ministerpräsident Bundeskanzler wird.

Mit vollem Elan begebe ich mich in die Küche.

Bewertung: 3.5 von 5.

Veggie-Hauptgericht

Zutaten:

4 mittlere Karotten

1 großer Sellerie

10 cm frischen Kren

2 feste Äpfel

1 gekochte rote Beete

1 Teelöffel Kapern aus dem Glas

2 Zitronen

1 Ei

Semmelbrösel

schwarzer Sesam

1/2 Babyspitzkohl

60 ml Kefir

Gewürze: Pfeffer, Salz, gemahlenen Anis, Kurkuma, Chilliflocken

Sonstige: Apfelessig, Walnußöl, Chilliöl, Limonenöl, Honig, Senf

mehr brauchts nicht.

und so geht es ganz schnell zwar nicht, denn man unterschätzt meist die vielen Arbeitsgänge

  • den Sellerie schälen und in Scheiben schneiden – etwa fingerdick –
  • und in kochendem Salzwasser unter Zugabe einer Zitronenscheibe blanchieren
  • er sollte nicht weich werden
  • Karotten schälen, restlichen Sellerie in Stücke schneiden, den Kren schälen
  • dann mit der Küchenmaschine die genanntenZutaten fein raspeln. (geht auch mit den haushaltsüblichen Reiben)
  • beiseite stellen und mit Zitronensaft beträufeln
  • den Spitzkohl halbieren und auf der Brotmaschine in ganz feine Streifen schneiden
  • genauso verfahren wir mit den entkernten Äpfel
  • den Sellerie aus dem Wasser nehmen und abtropfen lassen
  • Panade vorbereiten:
  • Ei in einer Tasse verquirlen
  • Semmelbrösel mit schwarzem Sesam vermischen.
  • Vinaigrette:
  • Senf, alle Öle, Apfelessig, Honig mit einem Schneebesen verrühren.
  • abschmecken
  • Vinaigrette über die geraspelten Karotten-Sellerie-Kren- Mischung geben und gut unterheben
  • die gleiche Vinaigrette über den geschnittenen Spitzkohl- Apfelmischung geben
  • und beiseite stellen.
  • die rote Beete auf der Brotmaschine ganz fein und hauchdünn aufschneiden und mit etwas Zitronensaft beträufeln
  • die „Restvinaigrette“ Olivenöl, winzigklein gehacktes Spitzpaprika, Halloumi in einer Tasse mischen, dann mit den Kapern auf die rote Beetescheiben verteilen
  • die abgekochten Selleriescheiben in Ei und dem Semmelbrösel-Sesam- wälzen
  • dann in heißem Butterschmalz ausbacken

Fast geschafft – nicht aufgeben

Teller am „Pass“ bereitstellen und anrichten. Gö-Ga murrt schon, wie lange dauert es denn noch….

Nein – fotografieren brauchst den Schmarrn heute nicht, wir haben Hunger.

Dann Stille , die geliebten Geräusche , Wow – das ist ja saugut :“ Kannst öfters machen…“

„Der Murmeltiertrieb“

(Werbung, da Namensnennung sichtbar)

Die posierlichen Tierchen sind bekannt dafür, dass sie mit Wenig den Winter überleben können und sich einen Vorrat im Herbst anlegen, der sie über den Winter ernährt.

Photo by Russell Combs on Pexels.com

Habe ich diesen Trieb – ist er gar krankhaft ausgebildet ? –

Immer wenn es kalt, trüb und die Tage kurz sind, bricht er aus.

Erstmal habe ich meinem Gö-Gatte eine Liste geschrieben, die wie folgt lautete:

Metzger:

2,5 kg Schweinebraten

1 kg Hackfleisch (halb Rind, halb Schwein)

1,5 kg Rindfleisch zum Kochen (konkret: Tafelspitz v. Rind Das entsprechende Fleisch gehört zum auslaufenden Schwanzstück des Wiederkäuers und grenzt an den Hüftdeckel oder Tafelspitz an)

1 kg Markknochen

1/2 Seite vom geräucherten Wammerl (feiner, durchwachsener Bauspeck)

Gemüsehändler – türkischer Händler

5 rote Beete

1 Babyspitzkohl

1 kg rote, 1 kg weiße Zwiebel

1 kg Karotten

1 mittelgroßer Sellerie

1 kg Pastinaken

Lauch, Rosenkohl, Petersilie, Koreander, Feldsalat, Spitzpaprika

3 kg Äpfel

Leicht schräg hat er geschaut, nahm die Liste und war 2 Stunden verschwunden.

Ehrlich ist schon einwenig viel – für 2 Personen , selbst wenn die siebenköpfigen Raupen – sich anmelden:

„Ich habe Hunger, ich sterbe, brauch etwas Warmes“….

Minus 9 grad zeigt das Thermometer an! Locktown pur wurde vom bayrischen Ministerpräsidenten verordnet. Mein kurzer Supermarktbesuch endet dramatisch. Mit rumlungernden Verschwörungspöbel habe ich mir fast eine Schlägerei geleistet. Keine Masken, keine Einkaufskörbe oder Wagen werden genutzt. ….

„Corona , interessiert uns nicht, ist doch nur eine Grippe….“

Das Supermarktpersonal schreitet nicht ein.

Zurück zu meinem Leiden. Nachdem die Vorräte aufgefüllt sind, setzt die tiefverwurzelte Kochsucht ein! Bolognese, Tafesspitz, Schweinebraten, Spitzkohlrouladen, Marktklößchen stehen auf dem Plan. Hartgemüse schnippeln, Fleisch parieren, Zutaten , Gewürze bereitstellen…

Meine Sauerteige – oh je die haben sich ja verdreifacht – raus aus dem Backofen – Sonntagssemmelteig, Roggenbrotteig – ansetzen. Meine Küchenmaschine protestiert schon – hilft nichts – soll sich nicht so anstellen – sie war schließlich erst im August zur Kur bzw. Reparatur.

Mit einem nicht zu bremsenden Elan stürze ich mich an die Töpfe. Hier kann ich mich jetzt voll uns ganz meiner Sucht widmen. Ein wunderbares Gefühl, wohlige, Wärme, die Geschmacksnerven sen­si­bi­li­sie­ren sich. Die Bolognese simmert leise vor sich hin, der Tafelspitz will den Eiweißschaum abgenommen haben, der Schweinebraten schreit nach seinem dunklen Bier – draußen wird es langsam dunkel – es beginnt zu schneien – . Der Prosecco hat geduldig im Schnee gewartet.

Perlend grüßt er mich . Jetzt noch eine schöne Musik, den Roman weiterlesen –

„Mensch mach mal alles auf – die ganze Wohnung riecht nach Essen…“ Meinem GöGa werden sich diese wohltuenden Düfte nie erschließen!

Die Gefrierschubladen sind nun gut gefüllt – ich kann wieder etwas streunen gehen in der herrlichen, schneebedeckten Natur und mir überlegen – bis der nächste Suchtanfall kommt- was ich kochen, backen, ausprobieren könnte.

„Suppe ist kein Essen ….. Grüne Suppe, mag ich nicht….“

…so tönte mein Sohn schon mit 10 Jahren. Im Kindergarten, bei der Tagesmutter, in der Schule immer hatte es Suppe gegeben.

Die schreckliche Geschichte vom Suppenkasper, die eine Erzieherin im Kindergarten, so gerne vorlaß und auch mein Sohn wollte sie immer wieder hören.

lt. Wikipedia ..“Struwwelpeter (auch Der Struwwelpeter) ist der Titel eines Werkes des Frankfurter Arztes und Psychiaters Heinrich Hoffmann aus dem Jahr 1844 und zugleich die Titelfigur des Buches. Das seit 1845 gedruckte Bilderbuch enthält mehrere Geschichten, in denen oft Kinder nach unvorsichtigem Verhalten drastische Folgen erleiden, die von einem Sturz ins Wasser bis zum Tod reichen.

hatte ihn wahnsinnig beeindruckt – nochmal für Nichtkenner:

  • Der Kaspar, der war kerngesund,
  • Ein dicker Bub und kugelrund,
  • Er hatte Backen rot und frisch;
  • Die Suppe aß er hübsch bei Tisch.
  • Doch einmal fing er an zu schrei’n:
  • „Ich esse keine Suppe! Nein!
  • Ich esse meine Suppe nicht!
  • Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!“
  • Am nächsten Tag, — ja sieh nur her!
  • Da war er schon viel magerer.
  • Da fing er wieder an zu schrei’n:
  • „Ich esse keine Suppe! Nein!
  • Ich esse meine Suppe nicht!
  • Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!“
  • Am dritten Tag, o weh und ach!
  • Wie ist der Kaspar dünn und schwach!
  • Doch als die Suppe kam herein,
  • Gleich fing er wieder an zu schrei’n:
  • „Ich esse keine Suppe! Nein!
  • Ich esse meine Suppe nicht!
  • Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!“
  • Am vierten Tage endlich gar
  • Der Kaspar wie ein Fädchen war.
  • Er wog vielleicht ein halbes Lot —
  • Und war am fünften Tage tot.

Diese „schwarze Pädagogik“ hält sich bis heute tapfer und die übermotivierten Eltern setzen bis heute solche „Geschichten“ ein, um das Eßverhalten ihrer Lieblinge zu beeinflussen.

Das Gegenteil tritt meist ein, wie ich selbst erleben durfte.

Suppen sind daher bei meinen Kindern verpönt, bis auf Eintöpfe mit besonderen Fleischeinlagen bzw. div. Klößchen.

Grüne Bohnesuppe

Zutaten: (für 3 Personen)

500 gramm grüne, lange Bohnen

1 Rippe vom kleinen Muskatkürbis

1 kleine Pastinake

1 Kartoffel in Würfel geschnitten

1 weiße Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 kleines Stück frischen Ingwer

200 gramm weiße dicke Bohnen (auch aus dem Glas oder Dose möglich)

1-2 Eßlöffel Olivenöl

1 Liter Brühe (Gemüse, Hühner oder Rindsbrühe aus dem Vorrat oder zur Not Instant Produkt)

Gewürze: Chiliflocken, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, ggfs. etwas Meersalz, Bohnenkraut getrocknet

Einlage: Mettenden oder Debreziner

Kochen: im Schnellkochtopf – Stufe 1 – Dauer 5 Min. , normaler Kochtopf ca. 20 Min. auf Stufe 4-5

Zubereitung:

Schritt 1 :

Olivenöl erwärmen und die kleingeschnittene Zwiebel, Knoblauchzehe, Ingwer, den Kürbis, die Pastinake farblos anschwitzen..

Schritt 2:

Die Bohnen putzen und in Rauten schneiden, dann kurz mitschwitzen lassen. Kartoffelwürfel (mgl. klein) hinzufügen

Brühe angießen und im Schnellkochtopf auf Stufe 1 5 Min, im normalen Topf ca. 20 Min. kochen.

Schritt 3:

Final die gekochten Bohnen hinzufügen, dieWürste klein schneiden und kurz durchziehen lassen.

Abschmecken mit schwarzem Pfeffer, Chiliflocken ggfs. Salz, Bohnenkraut und heiß servieren

Die frischen Bohnen , der gelbe Muskatkürbis , die dicken Bohnen gehen eine herrliche Verbindung miteinander ein und die Farben bringen Leben in den tristen Wintertag.

Die Debreziner vom Landmetzger kräftig, schmackhaft

Diese Wintersuppe überzeugt den gestraften Supenkasper.

Viel Spaß beim Kochen und Genießen!

„… mir schmeckt es nicht…. „

Sinne, Geschmacksinne eines jeden Menschen sind mehr oder weniger sensibl, meist sehr geprägt von der Kindheit.

Die feinen Geschmacksnerven, die ein Gericht ausgewogen, süß, sauer , bitter schmecken lassen haben nur die Wenigsten – wage ich mal zu behaupten.

Mein Gö-Ga wurde offentsichtlich nicht sehr verwöhnt, was den Geschmack der Speisen betraf, eigentlich ging es schlicht um die Sättigung.

Die Auswahl seiner liebsten Ehefrau von allen…. , wurde glaube ich heute – stark von seinem Appetit geleitet. Die Damen unserer Familie – an der Anzahl mind. 3 (Mutter, Großmutter, Tante, Hilfskräfte) waren stets damit beschäftigt, dicke Braten, Brote, Kuchen , Gemüse in allen Variationen, Eintöpfe, Süßspeisen, Torten, Eingemachtes herzustellen.

Immer stand irgend ein Topf auf dem Herd, der den beschriebenen – Urhunger – von jetzt auf gleich befriedigen konnte.

Das gefiel Mister Gö-Ga, er war ein dankbarer Abnehmer, der Kartoffelgerichte, Braten, Hefekuchen.

Jeden Sonntag traf er pünktlich zur Kafferunde ein (mindestens eine Torte, nebst Obst und „feste Kuchen“) auf fein gedeckter Kaffeetafel lächelten ihm entgegen.

Eine kleine Übersicht – könnte es jeden Tag geben ….

Kritik konnte er in keiner Weise akzeptieren

  • er merkte nicht, wenn der Hefeteig zu fest war, zu dick, zu wenig durchgebacken
  • der Marmorkuchen nach Backpulver schmeckte
  • die Käsesahne nicht den erforderlichen Stand hatte
  • der Braten mal wieder angebrannt
  • die Schnitzel zu fest, zu dick
  • die Suppe fad
  • der Pudding Klümpchen bzw. Haut hatte, der Himbeersaft nicht selbstgemacht…

beliebig könnte ich die Reihe fortsetzen.

Meine Küche schätzt er nur bedingt, wenn es gerade sein „Lieblingsessen“ gibt kommt

  • kann man essen
  • ja gut
  • kannste nochmal machen

Der Geschmacksinn hat sich kaum weiterentwickelt.

  • Nudel al dente (kann man nicht essen, sind nicht gar!)
  • Eier weich – geht gar nicht – früher mußte ich die Eier aus dem Stall stehlen und direkt trinken…
  • er liebt Brot – Butter – Leberwurst und dann selbstgemachte Marmelade als Topping
  • er liebt – Leinöl, Quark, Marmelade, Dinkelpops mit Flohsamen, Joghurt – täglich
  • er liebt Salzkartoffel, Salzkartoffel, Kartoffel ..Kartoffel – ohne alles
  • Gewürze, Kräuter kann er kaum unterscheiden

Aber meckern, wenn was eigentlich selten vorkommt, etwas schief geht

Er ist der größte Kritiker auf Erden – ohne je zu schmecken, zu riechen , zu genießen!

Daher gibt es morgen eine neue Wok-Variation !

Nur so viel sei angemerkt, Lamm, Rind, Wintergemüse , Kürbis , scharf , geschmacksintensiv, durch Taibasilikum, Zitronengras , Ingwer …. Bin gespannt, ob wieder kommt

  • kann man nicht essen (probieren wird er es – „der Hunger treibst rein ..“
  • ob er das Quiz der Zutaten besteht –

In diesem Sinne bis die Tage, dann werde ich Euch das Rezept liefern – ob ihm geschmeckt hat oder nicht.