„Metzgerfinger und Bratkartoffel….“

(Werbung da Namennennung)

Nach langen Grillabenden mit erlesenen Beilagen (gegrilltes Gemüse, mariniert mit dem alten Balsamico und den Salzkapern,gefüllte Auberginenröllchen in Tomatensoße, diversen Couscous-Varianten, Süßkartoffel vom Blech mit den Gewürzen des Orients, resche Kartoffelscheiben, fein aufgeschnitten mit Rosmarin, diversen Kräuterdips, Zasiski, Nudelsalat, Kartoffelsalat, Reissalat, Knoblauchbrot, Sommerbrote, Fisch in allen Variationen, Lamm, dicke durchgehangene Steaks, saftigen Köfte aus Rind/Lammhack….., Meeresfrüchten, Salaten von meinem Balkongärtchen) reicht es mir!

Das Grillen ist – nachdem das Fleisch/Fisch eingelegt und vorbereitet im Kühlschrank liegt, kein großer Aufwand

Die Vorbereitung der Beilagen und Salate ist zeitintensiv und bleibt an mir hängen, der „kleine“ Picknickimbiss für den See ist für Gö-Ga selbstverständlich. Kühltäschchen pflegen – immer gekühlte Akkus parat haben – Flaschenöffner….

Es folgt die Teilgrillpause I !

Was das heißt? Nun ich lebe meine Würstelleidenschaft in vollen Zügen aus, bei meinen Streifzügen, bin ich immer auf der Suche nach guten Landmetzgereien und nach besonderen Würsten, ob zum Grillen, Sieden oder aus der Faust zu essen- egal.

Stolz, leicht mundwässrig , gönne ich mir den Geruch, frischer Würste und denke sehnsüchtig, an meinen Onkel, den Metzger Alois (s. Beitrag „Die Sau ist tod“)

Diese mannsfingerdicken Schweinewürstel hatten mir es angetan!

Klein, kurz und so dick, wie die Finger meines Onkels.

Am besten werden sie , wenn man sie gaaanz, langsam auf Holzkohle grillt, bis sie die gewünschte Farbe annehmen, aber innen saftig bleiben und der Naturdarm sich verbindet.

Einwenig Kren , Senf – ich liebe die französischen Sorten… und natürlich eine große Pfanne Bratkartoffel, bayrisches , frisches Bier und die Welt ist „weiß-blau“. Augen schließen und dann kommen sie von selbst diese weiß-blauen Rauten.

„Meine Bratkartoffel“

Sä ä

Zutaten:

1 kg festkochende Kartoffel

Sonnenblumenöl

ein großes Stück gute Butter (ca. 100 – 120 gramm

Salz

🧈 ungeschält, gelb, neue Ernte

Kümmel

Panch Phoron

Zubereitung:

  • im Schnellkochtopf am Tag vorher abgedämpft
  • eine Pfanne (ich nehme die große Gusspfanne) mit einem großen Stück guter Butter versehen
  • und einem kräftigen Schuss neutralem Sonnenblumenöl
  • jetzt muß die Pfanne richtig heiß werden
  • die Butter schäumt und ziert sich einwenig
  • durch die Verwendung von neutralem Öl verhindere ich, dass die Butter schwarz wird
  • der buttrige Geschmack bleibt erhalten
  • die Kartoffel schneiden wir in dünne Scheiben und lassen sie Pfanne gleiten
  • zunächst bekommt jede Kartoffelscheibe ihren Platz in der Pfanne
  • einfach einwenig Geduld haben, nicht schwenken , wenden oder hin und herschieben
  • wenn die Kartoffel Farbe angenommen haben, schwenken, wenden und weitere Scheiben nachlegen
  • salzen und wieder bräunen lassen
  • die Pfanne nimmt nach und nach alle gekochten Kartoffelscheiben auf, aufgrund der Fettzusammenstellung und der
  • konstant hohen Temperatur saugen sie Kartoffel sich nicht voll Fett, sondern werden braun und knusprig
  • final mit einer Prise Kümmel und einer Spur Panch Phoron (indische Gewürzmischung, mit gerösteter Saat)
  • jetzt sind auch die Metzgerfinger fertig!

Viel zu schnell waren die Metzgerfinger gegessen, die letzten Kartoffelscheiben aus der Pfanne gefischt.

„Was hast Du denn da für ein Gewürz verwendet?

Verraten habe ich es nicht, denn dann hätte es wieder endlose Diskussionen gegeben.

Wie heißt es so schön: „Männer dürfen alles essen, aber nicht alles wissen..“

Viel Spaß bei der Suche nach dem Metzgerfinger und beim Zubereiten der Bratkartoffel.

P.S gutes Foto war nicht möglich, denn die Pfanne war leer, noch bevor ich mich um entsprechenden Hintergrund bemühen konnte.

„Wundersame Brotvermehrung….“

Die derzeit schwülen Tage , beflügeln auch mich nicht , den heimischen Herd zu quälen.

Nachdem meine Linsenknödel so viel Zustimmung fanden, dachte ich, der Linsenteig ist schnell gemacht und dazu kann dann der Grillmeister diese herrlichen Hähnchenschnitzel mit Haut – die so knusprig werden…. grillen

Diese Linsen neigen allerdings dazu sehr schnell anzubrennen, sogar im Schnellkochtopf.

Also einwenig einweichen, eine Runde laufen…

Nach einer Stunde hatten sie sich vollgezogen und ich nahm einen großen Topf , gab Wasser hinzu und dann es schäumte, schäumte überdimensional !Waschpulver hatte ich nicht zugeführt.

Ok, nach ca. 8-9 Minuten spülte ich die Linsen durch ein Sieb – gab sie zurück in den Topf – welche eine Menge!

und dann entstand ein wunderbares cremiges, sättigendes Püree.

Ein wahrer Traum, Koreanderperlen, Koreanderblättchen fein schneiden und so tun…. als wenn es die neueste Erfindung der Götter wäre.

Mmh, das ist aber sehr gut abgeschmeckt, so fluffig – wie haste es denn gewürzt….?????

Ich hätte am liebsten losgebrustet.

„Mama, ich nehm den Rest mit zum Picknick am See, das schmeckt auch kalt total gut, tönte es heute morgen…“

So entstehen Rezepte und jetzt lass ich Euch wissen wie es genau funktioniert

Zutaten:

500 gramm rote Linsen

100 gramm gute Butter

Meersalz

1 walnußgroßer Stück frischen Ingwer

10 cm Kurkumawurzel

1/2 Teelöffel Chiliflocken oder frischen Chilli

1 Teelöffel mildes gelbes Curry

1 Teelöffel has el hanut

1 Messerspitze gemahlenen Kreuzkümmel

Koreander frisch

Mehrsalz aus der Mühle

Zubereitung:

  • Linsen waschen u. in einem Sieb abtropfen lassen (Einweichen ist bei dieser Sorte nicht zwingend)
  • ohne Salz gut mit Wasser bedecken und ca. 8 -10 Minuten kochen
  • absieben und zurück in den Topf
  • mit dem Pürierstab fein pürieren, es sollte schon sehr cremig sein
  • nach und nach die Butter in die heiße Masse geben
  • Ingwer und Kurkuma über die Masse reiben und verrühren
  • dann würzen, salzen
  • und mit dem gehackten Koreander, bzw. den kleinen intensiven Perlen

Schmeckt gar nicht nach Linsen und ist soo easy gemacht!

P.S die Recherchen zu „Liebe geht durch den Magen“ dauern an

Ich erbitte einwenig Geduld, denn ich schreibe die Shortstories ohne Konzept – einfach spontan.

„Liebe geht durch den Magen ..“

Fortsetzung

Was für ein Abend, was für eine herrliche, laue Nacht!

Greta genoß den Abend in der NachbarWG . Bei leiser Musik und Kerzenschein vergaß sie die Welt um sich.

Manfred (angehender Mathematiker) wohnte schon eine geraume Zeit in dem alten Jugendstilhaus und wußte allerhand zu erzählen. Es soll einen geheimen, unterirdischen Keller mit verschiedenen Gängen geben, die alte Berta, sie war mit 99 letztes Jahr ganz still und leise für immer eingeschlafen, hatte ihm von der guten alten Zeit berichtet.

Berta war Kindermädchen, Hausangestellte und Retterin in allen Nöten der ehemaligen Eigentümer gewesen und hatte lebenslanges Wohnrecht erhalten.

Der riesige Immobilienbesitz der ehemaligen Brauereidynastie war noch vor dem 2. Weltkrieg verkauft worden und die Familie war nach USA ausgewandert, so wußte Manfred zu berichten.

Greta wurde hellhörig, Brauerei – wieder mußte sie an Ihre Urgroßmutter denken.

Sie fühlte sich wohl in der Gesellschaft der jungen Leute, denn obwohl sie schon 2 Jahre in München lebte, hatte sie noch keinen festen Freundeskreis. Sie war sich selbst eigentlich genug. Mit einem brennenden Ehrgeiz verfolgte sie ihre Studium.

Erst im Morgengrauen stieg sie hoch in ihre Wohnung und fiel todmüde, aber entspannt und zufrieden in einen tiefen Schlaf. Schon früh wachte sie allerdings wieder auf – und an was dachte sie – natürlich an Essen – Kochen…

In der letzten Zeit hatte sie immer öfter von Kommilitonen gehört, dass sie immer öfter auf Fleisch verzichten und sich weitgehend vegetarisch ernährten.

In den tiefen ihres Vorratsschrankes fand sie eine große Packung rote Linsen,

gestückelte Dosentomaten…. Verschlafen zog sie die Gewürzschublade auf. Kreuzkümmel, gelbes Curry….

Heute Mittag würde sie ihre Nachbarn überraschen. Diese Knödelfans würden staunen.

Die Geschichten der alten Berta, die Kellergeheimnisse gingen ihr aber nicht aus dem Kopf und sie begann zur Ablenkung zu kochen.

Aber morgen, am Sonntag würde sie in den Keller gehen !

Erstmal das Rezept aufschreiben, sonst wußte sie später nicht mehr, wie sie diese Knödel zubereitet hatte, den Greta kochte oft spontan – aus dem Kühlschrank – aus dem Vorrat.

„Linsenknödel an extravaganter Tomatensoße“

Zutaten:

500 gramm rote Linsen

1 Dose gestückelte Tomaten

1/4 Liter Gemüsebrühe

60 gramm Livieto madre (Vollkornvariante) (wenn nicht vorhanden, weglassen bzw. durch weiteres Ei ersetzen)

1 kräftiger Schluck Gin

2 kleine, rote Frühlingszwiebel

1 Bio Zitrone

1 Knoblauchzehe

1 walnußgroßes Stück Ingwer

1 Ei

2-3 gehäufte Eßlöffel Mehl

Olivenöl und neutrales Öl zum Ausbacken

Semmelbrösel (natürlich selbst gemacht)

Gewürze: Steinsalz aus der Mühle, schwarzer Pfeffer und:

  • Panch Phoron
  • Rosengewürz
  • indisches Curry
  • Garam Masala
  • getrocknete Chilischoten

Kräuter: gehackte Petersilie, gehackter Koreander, gehackte Minze

und so geht es easy:

Die roten Linsen mit reichlich Wasser abkochen -ohne Salz –

Diese rot/orangen Linsen sind ganz schnell gar.

Abtropfen lassen und in der Zwischenzeit:

Soßenzubereitung:

den Knoblauch, Ingwer und die Frühlingszwiebeln möglichst klein schneiden und in wenig Olivenöl farblos anschwitzen , mit Gin ablöschen und die Tomaten hinzufügen. Bei kleiner Flamme lassen wir unsere Soße nun köcheln.

Knödelmasse:

  • die abgetropften, weichen Linsen geben wir in eine große Schüssel
  • Brühe hinzufügen, sowie das Ei und den Livieto madre
  • Mehl hinzufügen und alles mit dem Pürierstab zu einem Teig verarbeiten
  • der Teig sollte nicht zu naß sein, ggf. mit Mehl oder Brühe korrigieren
  • sämtliche Gewürze dem Teig zuführen (jeweils 1/2 Teelöffel) eine Prise Chili
  • nochmal gut durchmischen, bzw. mit den Händen durchkneten, dann spürt man auch ob die Konsistenz paßt
  • den Teig beiseite stellen – mindestens 1 Stunde , aber durchaus auch länger, je nach Lust und Laune

Kräutermischung:

Minze, Petersilie, Koreander kleinhacken, Zitronenabrieb hinzufügen.

Finalbearbeitung:

  • die Kräuter zur Knödelmasse geben und gut untermischen
  • mit feuchten Händen oder ich arbeite mit Vinylhandschuhen Knödel formen
  • und in Semmelbrösel wälzen
  • große Pfanne mit neutralem Öl erhitzen
  • die Knödel in das heiße Öl geben und ca. 8-10 Min. ausbacken, immer wieder drehen
  • die Soße mit Curry und Zitronensaft abschmecken, salzen, pfeffern

Soße auf den Teller geben und die goldbraunen Knödel hinzufügen.

Der einfache Linsenteig hat sich zur köstlichen, innen weichen, außen knusprigen Knödelinterpretation gemausert!

Die raffinierte Tomatensoße verbindet sich mit dem Knödel in einer Art und Weise – die man niemals erwartet hätte.

So schmeckt vegeartisch auch jedem Fleischliebhaber.

Ihr wollt wissen, wie es Greta weiter ergeht?

Fortsetzung folgt!

„Bolognese between Okzident und Orient“

Es gibt nichts Schöneres für mich – nach einem langen Seetag – die vorbereiteten Köstlichkeiten aus dem Kühlschrank zu nehmen

  • gegrilltes, mariniertes Paprika mit Kapern angereichert
  • Aubergine gegrillt, Knoblauch, Petersilie
  • Hummus
  • Zsasiki- frischer Knoblauch, Gurke, ein Hauch Olivenöl – Kräuter der Provence
  • den ein oder anderen Dip

Aber dann sehnt man sich wieder nach einem sämigen Ragout – Tellergericht – leicht scharf, dazu ein frisches kaltes Bier –

Einfach löffeln und auf der Terasse sitzen, den Vögeln, den Fledermäusen zu schauen – ob die auch Corona haben, frage ich mich – putzige Tierchen, dann nähert sich der Falke…

Es ist einfach unfassbar, was sich mitten in der Großstadt so aufhält, bzw. sich den Verhältnissen angepaßt hat.

Bei meinem heutigen Rezept ließ ich mich von meinem traumhaften Aufenthalt auf Sizilien leiten:

In den lateinischen Sprachen werden die Begriffe Orient, orientalisch bzw. Okzident, okzidentalisch wie selbstverständlich verwendet. Im Französischen haben die Begriffe „occidental“ und „oriental“ die Bedeutung „westlich“ bzw. „östlich“. Im deutschsprachigen Raum wird der Begriff „Orient“ bzw. „orientalisch“ recht häufig verwendet, während man die Begriffe „Morgenland“, „morgenländisch“, „Abendland“, „abendländisch“ oder „Okzident“, „okzidentalisch“ sehr selten hört oder liest. Das mag daran liegen, dass diese Begriffe inhaltlich sehr unscharf sind und auch etwas altbacken oder gestelzt wirken. (Quelle Wikipedia)

Auf Sizilien habe ich die Bedeutung in der Küche eindeutig nachempfinden können.

„Bolognese between Orient and Okzident“

Zutaten:

1 kg Hackfleisch 1/2 Rind, 1/2 Lamm

2 rote Zwiebel

2 Karotten

2 Spitzpaprika

1 kleine Zuccini

1 Aubergine

2 Zehen frischen Knoblauch

100 gramm abgetropfte Kichererbsen

1 Chilischote – scharf –

1 Biozitrone, auch Abrieb

2 Dosen gestückelte Tomaten ( oder frische Tomaten, gehäutet und geviertelt)

bestes Olivenöl

1/2 Liter Hühner oder Gemüsebrühe

1/4 Liter Weisswein (Sizilien mit mind. 13 %)

Kräuter und Gewürze:

frischen Koreander, frische Minze, Petersilie

Meersalz aus der Mühle

weißer Pfeffer

Kreuzkümmel,

Schwarzkümmel, Senfkörner, Fenschelsamen, Bochkshornkleesaat

Ras el Hanout

Rosengewürz

geräucherter Ricotta (weich, wunderbar harmonisiert mit den Zutaten)

  • erschreckt nicht! der vielen Zutaten – es lohnt sich-

Zubereitung:

  • das Fleisch aus der Kühlung nehmen (ca. 1/2 Stunde vor Verarbeitung
  • während dessen das Hartgemüse in kleine Würfel schneiden (Sellerie, Karotten, Zwiebel, Knoblauch)
  • Paprika schälen, Aubergine infingerdicke Scheiben schneiden und mit Meersalz wässern
  • Zuccini in Stifte schneiden

Gemüsezubereitung:

  • Hartgemüse in gesonderter Pfanne farblos anschwitzen
  • Paprika, Zuccini in der Grillpfanne schmoren
  • Aubergine abtupfen und in Stücke schneiden und ebenfalls grillen

Fleischzubereitung:

  • das Hackfleisch in einer sehr heißen Pfanne (ich nehme meine alte Eisenpfanne)
  • anbraten bis es Farbe zeigt
  • mit dem Wein ablöschen und einkochen lassen (kleine Stufe)

Zwischenstation:

  • Gemüse, Hartgemüse miteinander verbinden, leicht salzen und pfeffern
  • Kräuter hacken
  • Zitrone abzesten und Saft auspressen
geräucherter Ricotta und Koreanderblüten

Finalzubereitung:

  • Fleisch, Gemüse miteinander in einem geeignet großen Topf verbinden
  • Brühe angießen
  • Tomaten hinzufügen, Kichererbsen beigeben
  • köcheln lassen
  • nun die Gewürze hinzufügen und ca. eine 1/2 bis 3/4 Stunde köcheln lassen
  • final abschmecken, ggfs. Salz …
  • Kräuter über hinzufügen , umrühren
  • Käse bereitstellen
  • und in tiefen Tellern servieren

Dies ist die Offenbarung zwischen Orient und Okzident – die Aromen verbinden sich und vielleicht habt ihr das Glück, dass etwas übrig bleibt. Aufgewärmt mit meinem Tomatenbrot war dieses Gericht einfach ein Sommertraum!

„Thymianduft und Sommerträume…“

Über mir der lavendelfarbene Himmel, ich höre das Meer rauschen, schwerfällig platschen die großen Wellen an die Felsen. Die Möwen kreischen…..

Flink huscht die schwarze Eidechse weg, der Weg ist steil, steinig und kein Ziel ist in Sicht.

Der Duft von wildem Thymian und Salbei schwängert die Luft – atemlos bleibe ich stehen. Eine schwarze Fieper huscht von dannen. Meine Blicke schweifen über das türkisblaue Meer, die satten grünen Farben der Insel…..

„Erdbeerkuchen – Kaffee ist fertig….“ die Stimme meiner Tochter. Wo bin ich denn?

Auf dem Liegestuhl war ich doch tatsächlich eingeschlafen – Sonntagsruhe – selbst den Vögeln scheint es zu warm zu sein.

Lächelnd stand ich auf – ach sooo – Genau neben meinem großen Kräuterkasten hatte ich mein müdes Haupt gebettet. Thymian, Rosmarin, Salbei, Oregano strecken sich gerade, sie sehnen sich nach Sonne und Wärme.

Der Duft hatte mich in einen tiefen Traum versetzt. Früher hatte ich meist abends spät im Netz schnell Flüge gebucht und spätestens zwei Tage später flogen wir

Das ist alles anders geworden. Eine Impfung war mir bislang nicht vergönnt – der Impfstoff – derzeit werden nur Zweitimpfungen durchgeführt. Obwohl ich mich gleich am erstmöglichen Tag registriert hatte.

Irgendwelche Beziehungen ausnützen, Menschen nerven das liegt mir nicht. Mein junger Hausarzt kämpft am Limit.

So bleibt mir derzeit nur das Träumen vom Meer und ich muß mich mit dem Starnbergersee begnügen. Auch nicht schlecht!

Zur Einstimmung habe ich gestern Abend schon mal den genialen Picknicksalat für diesen Sommer gemacht.

Brauner Kichererbsensalat orientalisch

Zutaten:

200 gramm vorgekochte Kichererbsen (am besten im Dampftopf, dann geht es auch ohne Einweichen)

2 -3 Strauchtomaten , je nach Größe

1 kleine Spitzpaprika

1 Stück Gurke

2 Zehen frischer,junger Knoblauch

1 kleines Stück Ingwer

2 kleine rote Zwiebeln

2 Biozitronen

Kräuter: Koreander, Minze, Petersilie

Meersalz aus der Mühle

Schwarzer Pfeffer

Ras el Hanout

Panch Phoron (Mischung aus Schwarzkümmel, Senfkörner, Bockshornkleesaat, Fenchelsamen und Kreuzkümmel)

Rosengewürz

Kreuzkümmel gemahlen – eine Messerspitze

1Teelöffel Chiliflocken

bestes Olivenöl

Zubereitung:

  • die Kichererbsen am besten schon am Abend vorher abkochen und abtropfen lassen
  • Tomaten, Paprika in mundgerichte Stücke schneiden
  • rote Zwiebel ganz dünn aufschneiden (hauchdünn) in Ringe
  • Gurke entkernen und klein schneiden
  • Ingwer und Knoblauch möglichst klein hacken
  • Kräuter mit dem Wiegemesser vorbereiten oder der Kräuterschere
  • Zitronen auspressen und vorher abzesten

Vinaigrette

  • 3 Eßlöffel Olivenöl
  • Saft von 2-3 Zitronen
  • mit den angegebenen Gewürzen vermischen – Chiliflocken erst final drüberstreuen –
  • alles gut vermischen und über die restlichen Zutaten geben
  • jetzt die Kräuter und die Chiliflocken hinzufügen und nochmals gutdurchmischen.

Sogar mein Gö-Ga konnte sich für diesen Salat begeistern.

Dazu hatten wir fleischige Doraden gegrillt – so kann der Sommer kommen!

Fotos durfte ich keine machen – „Es nervt – so die einhellige Meinung…“

Das nächstemal schreib ich Euch auf, wie die Doraden saftig bleiben, die Haut knusprig wird und wie ich den Fisch gewürzt, bzw. vorbereitet hatte und dann gibt es auch Fotos! Versprochen!

Schöne Sommerwoche, meine Badetasche ist gepackt es ist 8.15 Uhr und der See ruft!

„weiße Tulpen aus München….“

Wer kennt ihn nicht den eigentlich schnulzigen Song von Nana Mouskouri , ein Abschiedslied.

Es spiegelt, leidenschaftlich die Sehnsucht nach Athen, Griechenland wider.

So geht es mir gerade auch, die Tulpen, Narzissen möchte ich verabschieden – gerne können sie wiederkommen – im nächsten Frühling. Meine Pflanzgefäße warten schließlich auf den duftenden Jasmin, Verbenen…

Meine mediteranen Kräuter kommen nicht in die Gänge, meinen Basilikumpflänzchen möchte ich ein Mäntelchen verpassen.

Es hilft nichts das Wetter können wir nicht ändern !

Diese naßkalten Frühjahrsmonate sind doch in den hiesigen Breiten normal.

Genau! Nach den Eisheiligen kommt die Schafskälte und dann, wenn wir Glück haben – der Sommer, der spätestens Ende August, wenn die Tage kürzer werden vorbei ist.

Jetzt erinnere ich mich, früher fuhren wir an Pfingsten ans Meer, Ende August nach Süditalien und im November nochmal nach Zypern. Unsere Kinder liebten es.

Dieses spontane Reisen fehlt mir so sehr! Geimpft bin ich auch nicht!

Die Registrierung hatte ich gleich am ersten möglichen Tag veranlaßt, inzwischen mehrfach telef. nachgefragt.

Backen, Kochen, einen kleinen Hamsterlandausflug ins Alpenvorland kann doch nicht der Radius meines Ruhestandslebens sein!

Daher habe ich vor einigen Tagen beschlossen weniger ist mehr:

  • Schnellkochtopf mit Kartoffeln aufsetzen
  • Spargel ob grün oder weiß in den Pastatopf stellen (eine Prise Zucker, einen Schuß Weisswein, Butter, Salz)
  • hinzufügen und ca. 15-20 Min. kochen lassen
  • Spargelbrühe aufheben – wird am nächsten Tag zur Suppe verarbeitet (m Zitronengras angereichert u. ggfs. etwas Kurkuma)
  • wer will, kann sich ein Stück Fleisch, Fisch dazu braten, grillen – wie auch immer.
  • zum Bäcker laufen, radeln … :“ ne, das Brot, die Semmel, sind nicht gut…!“

Gerade hat mir meine Freundin Moon, eine kleine Auswahl wunderbarer Schmöker geschickt.

Manchmal kann man auch für 1-2 Stunden draußen lesen, den Vögel lauschen und sich des Lebens freuen.

Schöne Woche, bis bald.

M. Kuhl

P.S Vielleicht kann ich ja doch nach Kitzbühel – Freundinnentage – Berge, Wandern, Kaminfeuer….

Die Hoffnung stirbt…

„Knödel Katastrophen“

Selbst erfahrene Köche mußten es sicher leidvoll erfahren, die Knödelmasse hält nicht eine schreckliche Suppe entsteht – bzw. der Knödel ist so fest, dass mann ihn als Wurfgeschoss benutzen könnte.

  • der Geschmack ist fad und wässrig
  • die Farbe (Spinat/Rote Beete) ist gräulich
  • die Knödel-Masse ist zu nass , zu fest
  • die Versuche den Knödel zu retten (Semmelbrösel/Milch/Sahne) scheitern

und schließlich gibt man auf. Kauft die Knödel eingeschweißt …

und träumt wehmütig von den köstlichen Knödeln im Urlaub in Österreich, Südtirol….

Das muß nicht sein!

Man braucht einwenig Fingerspitzengefühl – die Rezepte gelingen oft nicht- da das Verhältnis

Brot – Fett – Massebestandteil nicht harmonisiert. Nicht jeder Knödel braucht warme Milch!

  • wichtig ist:
  • 1. Bindung herstellen
  • 2. Geschmack erzeugen (Salz, Pfeffer genügen da nicht)
  • 3. welche Zutaten stehen im Focus (z. B. Rote Beete, Spinat, Käse)
  • 4. Fettanteil (Butter, Speck, Käse)
  • 5. süße Knödel, Griesknödel die Premiumklasse

Tipp: Gemüseknödel (Spinat, Paprika, rote Beete….) hier verzichte ich auf die Milch, püriere das blanchierte Gemüse mit einem Eßlöffel Öl und ggfs. ganz wenig Wasser oder Brühe.

Die pürierte Gemüsemasse hat genug Feuchtigkeit und wird mit dem Knödelbrot vermischt, geht sofort eine Bindung ein. Wichtig: beiseite stellen, damit das Brot die Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Tipp: Eiermasse mit dem Handrührgerät aufschlagen und einen Eßlöffel Mehl mit aufschlagen.

Auch hier wichtig, dass das Eiergemisch leicht abgewürzt wird und ca. 15-20 Min. steht.

Tipp: Fettanteil ist bei Gemüseknödel immer etwas höher – 100 gramm Butter – ist die Richtschnur. Soweit jedoch ein hoher Käseanteil , bzw. Speckanteil mitverarbeitet wird, den Butteranteil auf 50 gramm senken.

Tipp: Die Eier sollten stets frisch und Größe M sein !

Grundsatz: 5 er Knödelbrot ( aus 5 Semmel) = 3 Eier

10 er Knödelbrot = 5 Eier

Das Knödelwasser einmal aufkochen lassen, die Knödel einmal hochkommen lassen und gar ziehen lassen. Das Wasser sollte nur leicht simmern. Dauer: 15-20 Min.

Wer noch nicht knödelsicher ist, sollte immer einen Probeknödel fertigen –

Hier kann dann die Knödelmasse falls erforderlich korrigiert werden. Sind alle Knödel im Wasser hat man keine Möglichkeit mehr.

Dieses Jahr hält sich der Bärlauch erstaunlich lange, bedingt durch die mir so verhasste Kälte.

Bei meinem Nachmittagslauf konnte ich nochmal eine kleine Menge ernten ( 150 gramm)

Meine Finger waren eiskalt, der Wind pfiff durch meine Jacke und ich träumte von Speckknödel, mit einer Bärlauchpesto-Soße – lockerer Knödel, fluffig, schmackig, wärmend…..

„Speck meets Bärlauch pur“

Zutaten:

3 große Semmel vom Vortag

150 gramm Bärlauch (heiß gewaschen und mit der Salatschleuder getrocknet)

2 Scheiben vom besten Wammerl (Bauchspeck geräuchert) in klitzekleine Würfelchen geschnitten.

50 gramm Butter

90 ml heiße Milch, gewürzt

2 Eier, ein schwach gehäufter Eßlöffel Mehl

1 1/2 Zwiebel oder eine Schalotte , kleingehackt

1 gehäufter Teelöffel Bärlauchpesto

Gewürze: Salz, schwarzer Pfeffer, Muskatnuss beides frisch aus der Mühle bzw. Reibe

und so geht es ganz einfach:

  • Semmel ganz dünn aufschneiden (Aufschnitt/Brotmaschine)
  • Milch erwärmen und über die Knödelmasse geben
  • leicht abwürzen (weniger Salz, da Speck) und über die
  • gut durchkneten und beiseite stellen

Tipp: zum Kneten benutze ich gerne Vinylhandschuhe (Grosspack gibt es im Drogeriemarkt)

und weiter geht es:

  • Speck, Zwiebel in klitzeklein hacken bzw. schneiden
  • den Bärlauch gut heiß abbrausen und mit der Salatschleuder trocknen, auf Küchenkrepp legen, damit er möglichst wenig Wasser behält.
  • dann klein schneiden- ich nutze hier gerne das Wiegemesser –
  • Butter, Speck, Zwiebel in der Pfanne farblos andünsten und den geschnittenen Bärlauch hinzufügen und so lange dünsten bis der Bärlauch zusammenfällt.
  • alles über Semmelmasse geben und durchkneten – Vorsicht heiß –
  • sobald etwas abgekühlt fügen wir einen Teelöffel Bärlauchpesto hinzu
  • (kann ggfs. auch durch ein anderes grünes Pesto ersetzt werden)
  • die Eier aufschlagen, Mehl zugeben und schaumig mit dem Handrührer aufmischen und beiseite stellen
  • fast geschafft ! Nach ca. 20-25 Min. gießen wir die Eiermasse über den Knödelteig, kneten ihn mit den Händen gut durch und stellen ihn für mindestens 30 Min.kühl.
  • nun füllen wir einen großen Topf mit Wasser , 1 1/2 Teelöffel Salz hinzugeben
  • wir prüfen die Konsistenz der Knödelmasse, sollte sie zu weich sein geben wir 1-2 Eßlöffel Semmelbrösel hinzu.
  • wir stellen uns eine Schale mit warmem Wasser bereit und formen nun mit nassen Händen
  • die Knödel (mittlere Größe hat sich bewährt) je größer sie sind, desto länger müssen sie nämlich ziehen.
  • für den Probeknödel reicht ein „Kleiner“
  • Knödel zügig in das kochende Wasser gleiten lassen, aufwallen , zurückstellen und ca. 15-20 Min.gar ziehenlassen.

Bärlauch-Pesto-Soße

Zutaten:

20 gramm Butter

1 Eßlöffel Mehl

1 Eßlöffel Bärlauch-Pesto

1 1/2 Eßlöffel Creme fraiche

250 ml Gemüsebrühe

Abrieb einer halben Biozitrone

  • und los:
  • Butter schmelzen, Mehl einstreuen, kurz mit dem Schneebesen vermischen
  • mit Brühe ablöschen – etwas köcheln lassen
  • Pesto hinzufügen
  • Zitronenabrieb
  • leise köcheln lassen ein paar Minuten
  • creme fraiche einrühren – nicht mehr kochen !-
Bärlauch-Speck-Knödel

Die Knödel wälzen sich und wollen aus dem Topf !

Direkt auf die Teller auf den Soßenspiegel-

Wahnsinn, es duftet, dampft – fluffig , die Geschmacksaromen haben sich verbunden, ein wärmendes Gefühl in der Magengegend macht sich breit. Der Bärlauch – so frisch verarbeitet gibt den Knödeln ein unwiderstehliches Aroma – der Knoblauchgeschmack wird gemildert ….

Die „siebenköpfigen Raupen“ schweigen, der Gö-Ga schmatzt : “ Diese Knödel sind der Hammer.., hättest ruhig ein paar mehr machen ….

Irgenwie bin froh, dass es mit dem Bärlauch zu Ende geht.

Jetzt freu ich mich auf Rhabarber, Spargel, Erdbeeren vom Feld – und träume von einer lauen Maiennacht draußen, bei Waldmeisterbowle und Kerzenlicht.

Mein kleiner Stadtgarten liegt noch brach. Gerade komme die Tulpen und Narzissen raus und verbreiten einwenig Hoffnung.

„Bärlauchspätzle excellent“

Die Bärlauch-Rezepte nehmen kein Ende denkt ihr. Dabei wächst bei mir dieser wilde Knoblauch gar nicht.

Bärlauchkapern, Bärlauchbutter, Bärlauchöl, Bärlauchaufstrich, Bärlauchsuppe , Bärlauchbrot

Man muß schon ein Faible für diese grünen Blätter haben. Andererseits sind sie schnell gepflückt, verbunden mit einem kleinen Spaziergang nehmen wir den Frühling einwenig mit.

Meine Spätzlekreation ist einwenig aufwendiger – aber das Ergebnis – überzeugt!

Zutaten:

250 gramm Weizendunst oder Dinkeldunst

250 gramm Einkornmehl Type 630

35 gramm Bärlauch – frisch gepflückt –

5 Eier

2 Eßlöffel neutrales Öl

1 schwacher Teelöffel Salz

250 gramm Topfen 20 % (Quark) am besten Krümelquark bzw.gut abtropfenlassen

Zubereitung:

  • Mehl abwiegen und in die Schlagschüssel der Küchenmaschine geben
  • Eier hinzufügen
  • Quark, Salz beigeben
  • den Bärlauch – heiß abwaschen – und mit der Salatschleuder trocknen, in feine Streifen schneiden und mit 60-80 ml Wasser mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse pürieren
  • das Bärlauchmousse zur Teigmasse geben
  • 3-4 Min. die Masse mischen lassen
  • dann ca. 8-10 Min. aufschlagen mit dem Knethaken, bis sich Blasen bilden
  • der Teig ist zäh und giftig grün muß jetzt 30 Min. ruhen
  • in der Zwischenzeit stellen wir einen großen Topf mit Wasser und Salz auf
  • einmal kurz aufkochen lassen, dann zurückschalten
  • nun schaben, drücken , wie es jeder mag die Spätzle ins Wasser
  • schnell kommen sie hoch und ich gebe sie in ein Sieb
  • lass sie abtropfen und sie sind sooo aromatisch, die Konsistenz ist wunderbar.

Einen Teil friere ich gleich ein, nachdem sie erkaltet sind. Sie sind locker, kleben nicht.

Ein gute Portion serviere ich heute Abend – schaut schon mal – Rezept folgt.

Der Spätzletraum ist wahrgeworden.

„Grün meets Knödel…“

Wie sagt man : Grün ist die Hoffnung ?

Die Farbe Grün ist die Farbe des Lebens, der Pflanzen und des Frühlings. Sie symbolisiert den Triumphs des Frühlings über den kalten Winter, die Hoffnung („Grün ist die Hoffnung„) und die Unsterblichkeit.

Es ist der 12. April und es schneit schon den ganzen Tag. Liegen bleibt der Schnee nicht, aber mir schlägt es allmählich aufs Gemüt.

Was tue ich dagegen?

  • natürlich Kochen, backen, lesen und mich nicht viel bewegen
  • was den Menschen bekanntlich unleidlich, steif und alt macht ist das Nichtbewegen
  • ein Gegenmittel habe ich noch nicht gefunden.

Soll ich auch meine Übungen mit einer Gummimatte auf dem Fußboden machen? Womöglich noch mit Online-Anleitung? Gem. dem Motto: „Hauptsache das Outfit stimmt“ mit neonfarbenen Leggings durch die Räume hüpfen und „OOOOOM“ rufen.

Also laufe ich zum Zeitungskiosk, zum Markt, zum Feinkostladen, Gewürzladen und wieder zurück. Durch die Schließung der Gastronomie gibt es tollen Fisch, Pulpo, Schwarzhühner, Lammspezialitäten, Schalentiere auf dem Markt. Wir ernähren uns ausgewogen und sind gesund.

Während ich zügig laufe, bzw. wenn es das Wetter zuläßt radele, kommen mir immer neue Ideen- was ich noch machen will, kann, wenn .. ..

Brot, Semmel, Kuchen ist immer vorhanden. Die Aufbereitung der div. Sauerteigführungen sind aufwendig, Spätzle, Schupfnudeln, Gnocci vorrätig produziert. So langsam reicht es! Ich will in die Berge, ans Meer. – einfach raus aus der gewohnten Umgebung. Die Gartencenter sind wieder geschlossen, die neue Frühjahrsgardarobe fällt aus…

Wir befinden uns in einem großen Käfig , allerdings ohne Aussicht.

Mein Trost für alle, denen es ähnlich geht sind meine hoffnungsvollen grünen Knödel.

Spinatknödel waren gestern, jetzt und heute gibt es

Grüne Knödel – Soolfood

Zutaten:

5 Semmel vom Vortrag oder 1/2 Knödelbrot

300 gramm Spinat (auch tiefgefrorener Spinat kann hier gut verwendet werden)

200 gramm Bärlauch – ohne Stile –

1 Eßlöffel Bärlauchpesto selbstgemacht

100 gramm Butter

120 gramm Schalotten bzw. Frühlingszwiebel

60 gramm Parmesan

20 gramm kräftigen Bergkäse (nach Belieben bzw. Kühlschrank)

3 Eier

1 Eßlöffel Mehl

Gewürze: Pfeffer, Salz, Muskatnuss

Abrieb einer Biozitrone

Nussbutter:

125 -150 gramm Butter für die Nussbutter

Zubereitung:

  • Den Spinat zusammen mit dem Bärlauch ganz kurz blanchieren, dann über einem feinen Sieb gut abtropfen lassen. –

  • Die Semmel in dünne Scheiben mit der Brotmaschine aufschneiden

  • Den Bärlauch und den Spinat nochmal mit den Händen ausdrücken und zur Semmelmasse geben, indem wir das ganz kräftig vermischen, bis sich alles miteinander verbindet.
  • den Käse reiben und über die Masse streuen

  • Zwiebel klein hacken und mit der Butter leicht glasig andünsten
  • die Eier, sowie den Eßlöffel Mehl mit dem Handrührgerät schaumig schlagen und Salz, Pfeffer und Muskatnuss hinzufügen
  • nun können wir die Zwiebel-Butter über die Semmel-Bärlauch-Spinatmasse geben und gut verkneten (am besten geht das mit Einmalhandschuhen)
  • ca. 10 Minuten beiseite stellen, bis die Masse abgekühlt hat
  • die Eiermasse hinzufügen und nochmals alles gut durchkneten
  • die Knödelmasse ca. 30-40 min. durchziehen lassen – kühl stellen –
  • einen großen Topf mit Wasser aufsetzen und einen Eßlöffel Salz hinzufügen
  • in der Zwischenzeit kleine Knödel mit feuchten Handschuhhänden formen
  • sobald das Wasser aufkocht einen Probeknödel ins Kochwasser sinken lassen
  • wenn er schnell hochkommt und somit hält, die anderen Knödel zügig ins Kochwasser geben
  • und dann nur sieden lassen bis die Knödel gar sind.
  • dies dauert ca. 15-18 min. , je nach Größe der Knödel
  • während die Knödel sieden, geben wir Butter in einen kleinen Topf und rühren öfters mit dem Schneebesen – bis die braune Nussbauer sich von selbst entwickelt

Selbstverständlich haben wir einen guten Weisswein kaltgestellt.

Die Verbindung von Bärlauch und Spinat ist wunderbar, die Kombination des „Frühlings“ würde ich sagen – und grün ! Die Hoffnung stirbt zuletzt auf die Reise , das Eintauchen in eine andere Welt .

„Hasenbrote – ohne Worte“

… angenehm wärmend massiert die Morgensonne meine müden Glieder

  • Alpenroggen-Ruchmehl-Kruste – würzig – gesellt sich zu luftgetrocknetem Prosciutto –
  • kräftiger Bergkäse -Rotwildkäse –
  • mundgerechte- mit perfektem Reifegrad- Avocado mit Salz und Zitronenspritzer
  • halbweichgekochtes Hühnerei
  • erster Schnittlauch vom Balkon
  • bester Kaffee

so kann der Tag beginnen….

Genießt den Tag !