„Kirschkernweitspucken und der Traum vom besten Kirschkuchen….“

Dunkelrote, dicke Kirschen, saftig, süüüß, jetzt gibt es sie wieder – wer kann ihnen widerstehen?

Im Alter von 4-10 Jahren habe ich meinen Kindern immer pfundweise Kirschen nach dem Kindergarten/Schule  gekauft und wir haben dann Kirschkernweitspucken gespielt.

Rechnen geübt  und die Kerne gesammelt.

Ein kleines Sandeimerchen stand mitten auf der Terasse und wir spuckten um die Wette…“Mein Kern hat genau getroffen, Nein, Du hast geschummelt.. Sieger !“

Ehrlich gesagt ich habe immer verloren,  zu weit oder daneben , der Kirschsaft bildete nicht wieder zu entfernende Flecken. Es war ein Riesenspaß und ich glaube ganz fest, wenn ich heute zum Kirschkernweitspucken aufrufen würde, zumindest mein Sohn würde sofort mitmachen und ich auch!

Kirschkuchen gab es zu jener Zeit nie, denn die Kirschen brauchten wir ja zum Kirschkernweitspucken . Die alte Weisheit , wenn man Kirschen gegessen hat, darf man nichts trinken haben wir damals auch widerlegt.

Heute Nacht träumte ich von einem wundervollen Kirschkuchen , mit saftigen Kirschen, einem lockeren leicht schokoladigen Boden und einer echten Vanillecreme – wie ich sie in Frankreich mal gegessen hatte. Die Creme sollte Stand haben ,  nicht  fließen und dennoch nicht fest sein!

Meine Recherchen im Netz und in meinen diversen Backbüchern  waren negativ.

Selbst ist die Frau!

Wie war das noch mit der Vanillecreme – die es früher – ganz früher – als es noch keine Fertigmischungen zum Anrühren gab….

Quatsch –  so ähnlich wie meine Vanillesoße – so müßt es gehen.

Liebe Leser, mir ist vollkommen klar, dass keiner diesen Kuchen nachbackt, denn der Aufwand ist sicher jedem zu wider. Dennoch hier kommt Teil I

Vanillecreme

Zutaten:

  •  400 ml Milch
  • 75 gramm Zucker
  • 40 gramm Speisestärke (Kartoffel- oder Maismehl)
  • 3 Eigelb
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Becher beste Schlagsahne
  • 30 ml Kirschwasser bester Qualität

so gehts:

  • Zucker, Eigelb , Speisestärke und 100 ml Milch  zu einer glatten Masse verrühren
  • Vanilleschote auskratzen und mit der Milch aufkochen
  • beiseite Stellen und kurz abkühlen lassen – aber nicht kalt werden lassen !
  • jetzt heißt es mit dem Schneebesen kräftig ca. 10 Min. rühren , es entsteht eine wunderbare dickliche Creme.
  • Kirschwasser unterrühren und erkalten lassen.

Diese Grundcreme kann man je nach Bedarf für viele Füllungen oder auch als Dessertbasis verwenden, angereichert mit verschiedenen Geschmacksvariationen (Limone, Orange, Zimt, Kardamon ect. mit Quark, Joghurt… )

Teil II

Kirschkuchen

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Zutaten:

180 gramm Dinkelvollkornmehl

2     Eßlöffel Kakao

5     Eier  (Größe M)

100 gramm Rohrzucker

2 Teelöffel natural Muscovado

80 gramm  Butter

1 Prise Salz

1 Prise Zimt

1-2 Rippen Schokolade 70 %

500 gramm entkernte dunkelrote Kirschen

und los:

  •  eine 26er  Hebebodenform mit Backpapier ausgleiten
  • Backofen auf 180 grad vorheizen (Ober/Unterhitze)
  • Zutaten abwiegen und bereitstellen
  • Mehl und Kakao sieben
  • 1 Prise Salz hinzufügen
  • Butter bei kleiner Hitze flüssig werden lassen – nicht braun werden lassen –
  • Schlagkessel einspannen und die Eier aufschlagen
  • langsam den Zucker und Muscovado einrieseln lassen
  • auf höchster Stufe zu einer gelblichen Masse aufschlagen
  • ein herrlicher Karamellduft steigt Ihnen jetzt in die Nase
  • nun lassen wir in einem dünnen Strahl die geklärte Butter einlaufen
  • anschließend sieben wir die Mehl-Kakao-Mischung hinzu
  • zunächst 1/3, dann den Rest
  • mit dem Schneebesen zugügig unterheben, nicht rühren !
  • Masse in die Hebeform füllen
  • ca. 10-12 Kirschen beiseite legen
  • die restlichen Kirschen auf den Teig verteilen , bzw. einsinken lassen.
  • sofort in den Backofen und ca. 20-25 Min. backen
  • Stäbchenprobe und abkühlen lassen.

Teil III

Topping und Vollendung:

  • Vanillecreme mit der Sahne steifschlagen, ggfs. noch etwas Kirschwasser ergänzen- Vorsicht wird schnell zu dünnflüssig  !
  • restliche Kirschen auf dem Kuchen legen
  • Schokoladespäne hobeln und verteilen
  • eine kleine Blüte Lavendel hinzufügen
  • und dann für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank
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Mein Gö-Gatte (Göttergatte) lauert schon seit Stunden auf den Kuchen und war – das will was heißen – sonst immer nur : „Geht, kann man essen … “ Hin und weg!

Tipp: echter Herrenkuchen – da nicht zu süß und die Kirschwasseraromen in Verbindung mit der geschmeidigen Creme … lassen auch Männerherzen höher schlagen.

„Duell mit Kraken und Tintenfischen“

Obwohl ich bei meinem kalabrischen Kochkurs gelernt hatte , wie man die Köpfe rauszieht, die Tuben säubert und was entsorgt wird, ist es immer wieder spannend diese Meerestiere zu händeln.

Während meines Aufenthaltes in Kalabrien (s. Blogbeitrag der Hügel von Cocorino) war es uns gelungen einen großen Pulpo zu harpunieren. Nach anstrengenden  Tauchaktionen

  • mit zuvor aus dem Auto geholten Arbeitshandschuhen gelang es uns den Pulpo dem Meer zu entlocken.
  • aber zubereiten im Ferienhaus – das traute ich mir damals noch nicht zu –
  • die Zubereitung überließen wir der Strandbar
  • wir waren fortan hochangesehene „Tedesco“

 

Je besser der Fischhändler vorgearbeitet hat,  desto leichter tun wir uns.

Mein Tipp:

Wenn Ihr nichts falsch machen wollt, es gibt unzählige Vidoanleitungen im Netz – die es wirklich gut erklären- Also keine Angst vor den Kraken

Meine Familie liebt sie und in Verbindung mit wirklich guten Tomaten ist dieses Gericht ein Traum – bedarf keiner Beilagen – ein gutes Brot reicht vollkommen! Natürlich darf der Wein nicht fehlen.

„Gefüllter Sepia an  Tomatensugo“

Zutaten: ( f. 4 Personen)

4- 6 Tintenfische je nach Größe ( ausgenommen und vom Fischhändler vorbereitet)

3 kg beste Tomaten oder Dosentomaten je nach Jahreszeit

Knoblauch, Thymian, Fenchel, Basilikum, Petersilie, Salbei, Rosmarin, Tropeazwiebeln, Stangensellerie,  1 kleine Karotte, 1/4 Fenchel

30 ml besten Gin

Puderzucker

80 gramm geriebenen Pecorino

80 gramm Semmelbrösel (selbstgemacht)

bestes Olivenöl

1 Teelöffel Tomatenmark

Meersalz, schwarzen Pfeffer aus der Mühle, frische Peperocini

Teil I: Tomatensugo

  • das Hartgemüse ganz, ganz klein schneiden
  • Tomaten abwaschen und grob viertel
  • daher liebe ich kleine Tomaten für diese Aktion
  • die Tomaten behalten die Schale und auch die Kerne !
  • in einen großen Topf gebe ich einen kräftigen Schuß Olivenöl
  • hierin schwitze ich das Hartgemüse mit einem Teelöffel Tomatenmark an
  • bestäube das ganze mit dem Puderzucker
  • nach und nach folgen die geviertelten Tomaten
  • die Kräuter (gebunden) hinzufügen, sowie 1-2  Peperocini – ein Teil beiseite Stellen für die Tintenfische
  • eine ganz kräftige Prise Meersalz rundet das ganze ab
  • mit dem Gin ablöschen und 2-3 Stunden köcheln lassen
  • dann die Masse durch die „Flotte Lotte“ oder ein Sieb passieren.
  • es empfiehlt sich im Sommer auf Vorrat zu produzieren und in Flaschen bzw. handlichen 250 ml  Twistgläsern zu konservieren.
  • so kann man sich im Winter den Sommer Siziliens nochmal gönnen.!

Teil II:IMG_1887

  • geriebenen Pecorino, gehackte Kräuter (Petersilie, Baslikum, Salbei) und soviel Olivenöl hinzufügen, dass eine leichte Masse sich verbindet.
  • Tuben mit der Masse füllen und mit Zahnstochern fixiernIMG_1888
  • leider hatte ich keine zu hand und habe die Spieße zweckentfremdet
  • dem Geschmack tat es keinen Abbruch
  • eine Pfanne aufsetzen und Olivenöl  erhitzen
  • die Tuben anbraten
  • die Tomaten hinzufügen und das Sugo angießenIMG_1889
  • mit Meersalz, schwarzem Pfeffer aus der Mühle abwürzen
  • Deckel drauf – auf mittlerer Temperatur ca. 2o Min. köcheln lassen

 

Mit gut gekühltem Weisswein , frischem  Brot servieren und den Abend genießen

 

 

 

 

 

 

 

„Gummiboote im Backofen….“

…. nur mal by de way   es regnet !!! Sonntag, den 17.7.2016 9:30 Uhr

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Auf meine Wetter-App ist auch kein Verlaß mehr.  So kam ich auf die Idee meine Gummiboote zu füllen und Brot zu backen.

Es sollte ein lockeres , leichtes Sommerbrot sein…. zur herrlichen Antipasti die ich gestern hergestellt hatte, zum Soße auftunken, zum schnellen Imbiss mit Oliven, Schafskäse…

Diese Silikonformen hatte mir meine Tochter aus England mitgebracht und nach eingehender Recherche – sind sie unbedenklich was die Nutzung anbelangt.

Super geeignet für schnelle Brote.

In dieser Form kann man das Brot ansetzen , kneten, gehen  lassen und backen.

Mein  erstes Dinkelvollkornmehl – Manitobamehlbrot. Das Manitobamehl liebe ich für großporige Sommerbrote, Pizza…, ideal für eine Übernachtgare geeignet.

Dinkelvollkorn-Manitobamehl- Sommerbrot

Rezept:  (für zwei Brote a ca. 500 gramm)

Zutaten:

  • 400 gramm Dinkelvollkornmehl
  • 600 gramm Manitobamehl 550
  • 2 Eßlöffel Meersalz
  • 6 Eßlöffel gemahlenen Sauerteig (Roggenvollkorn)
  • 11 gramm Trockenhefe
  • 2 Eßlöffel Gerstenmalzextrakt
  • 1 Teelöffel Waldhonig
  • 600-700 lauwarmes Wasser
  • bestes Olivenöl zum Bestreichen der heißen , frischgebackenen Brote

 

so gehts:

  • Mehle abwiegen und mischen, Salz und Gerstenmalzextrakt untermischen
  • gemahlenen Sauerteig und Trockenhefe in eine kleine Mulde hinzufügen
  • Honig über die Hefe geben
  • den Schlagkessel in die Maschine einspannen
  • lauwarmes Wasser angießen
  • auf kleiner Stufe zu Kneten begingen
  • restliches Wasser angießen
  • auf mittlerer Stufe weiterkneten ca. 10 Min. bis sich der Teig vom Boden löst
  • gleiche Arbeitsschritte befolgen, soweit der Teig von Hand in einer großen Schüssel geknetet wird, bzw. direkt in der Silikonform geknetet wird.
  • Schüssel mit leicht feuchtem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1-2 Stunden gehen lassen
  • Teig mit den Händen nochmals kräftig walken, bzw. in der Silikonform nochmals durchkneten
  • jetzt widmen wir uns der Muße bis die Brote nochmals kräftig aufgegangen sind.
  • Tipp: einfach  nicht beachten
  • oder übernacht in den Kühlschrank geben und in der Früh abbacken
  • Backofen auf 220 grad vorheizen
  • Wasserschale in den Ofen
  • 15 Min. auf 220 grad backen, Backofen öffnen, 1 Tasse Wasser in den Ofen gießen
  • dann weitere 30-35 Min. auf 200 grad backen
  • Olivenöl auf ein Tellerchen geben
  • die fertigen heißen Brote direkt mit Olivenöl einpinseln und erkalten lassenIMG_1915IMG_1918

 

und? leckere, Brote  und ganz einfach …..

 

 

 

 

 

„Schwer mit den Schätzen des Marktes beladen ….“

Mir ist schon bewußt, dass in jedem Menschen der Sammlertrieb steckt. Seit frühester Kindheit sammelte ich mit meiner Großmutter – in halsbrecherischen Aktionen – Brombeeren, Holunder, raffte Kartoffel, Ähren bei Wind und Wetter und war immer ganz Stolz, wenn die Körbe , Eimer sich füllten und wir manchmal keuchend im Tal ankamen.

Dann wurde die hart gesammtelte Pracht verarbeitet. Ganz schnell waren die Vorräte aber wieder dahin – bei 9 Personen kein Wunder.

Dieses horden, sammeln kann ich nicht ablegen.

Gestern war mein Markt- u. Einkaufstag. Derzeit gibt es wunderbares Gemüse, Obst, Beeren….und da München bekanntlich die nördlichste Stadt Italiens ist, konnte ich meinen gliebten Tropeazwiebeln, wunderbaren Zucchinis – bzw. Zucchiniblüten, Netzmelonen, weißen Pfirsichen, Bohnen, frischem Knoblauch, Kräutern, Fenchel, luftgetrockneten Schinken, Fenchelsalami,  Pecorino … nicht widerstehen.

Außerdem gab es wunderbaren Pulpo – ich erwischte die letzten – natürlich 1,8 kg , tolle Sepiatuben  – zum Füllen ideal! So wie ich es in Sizilien gegessen hatte.

Die herrlichen  Cherrytomaten mußte ich gleich  kgweise erstehen, denn sie sind jetzt richtig gut… Meine Tomatensugo  wird heute leise vor sich hinköcheln aus den herrlich, aromatischen sizilianischen Cherrytomaten – purer Luxus!

Meine Tochter begleitete mich auf meinem Beutezug. 4 Satteltaschen prall gefüllt, die Fahrräder waren  kaum zu lenken.

Dabei ist eigentlich keiner dieses Wochenende da, der Sohn weilt auf Mallorca, die Tochter

„Mama ich bin aber am Samstag nicht da….“

Heute Samstag 14.24 Uhr beginne ich mit dem „Verarbeiten“.  Der Auberginenauflauf hält sich, den Pulpo habe ich schon gekocht. Jetzt kann ich entscheiden, ob es Pasta mit Meeresfrüchen… gegrillte, gefüllte Sepietuben…gibt.

Die herrlichen Spitzpaprika werde ich vorbereiten und dann  – wenn es wieder Sommer wird in München – holen wir all die Schätze aus meinem gelben , riesigen Loch  und freuen uns, dass keiner am Herd stehen muß.

Sorry ! So nennen wir unseren großen Kühlschrank. Doch heute habe ich ganz viel zu schnippeln, zu köcheln. Eigentlich ist die Küche gerade auf Hochglanz, aber dann kocht es sich am besten!

Schönes Wochenende!

„Gnocchi-Trost“

Es ist kalt 13 grad, seit Dienstag Dauerregen ! Der Mensch braucht etwas Warmes….

Nichts deftiges, etwas Sommer soll doch noch zu schmecken sein und so entstand dieses Rezept:

Teil I:

Zutaten: für 4 Personen als Hauptgericht

  • 1 kg mehlige Kartoffel
  • 300 gramm Spätzlemehl oder Nudelgries

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1 Ei, 1 Eigelb

50 gramm Pinienkerne

150 gramm Rucola Salat

250 gramm beste Cherrytomaten  oder Datteltomaten

1 Knoblauchzehe

Pecorino

einige Blätter frisches Basilikum

Muskatnuss a. d. Mühle,   Salz, Pfeffer aus der Mühle,Peperoncinigewürz

Die Angabe sind nur Richtwerte, denn es kommt immer daraufan, welche Kartoffel man erwischt. Dies ist in der heutigen Zeit sehr unterschiedlich und kann eine echte Herausforderung werden. Der Teig ist manchmal viel zu weich und man muß viel Grieß/Mehl hinzufügen. Es ist wie immer:Übung macht den Meister.

Wichtig: die Kartoffel im Backofen auf einem Blech bei 120 grad gut ausdämpfel lassen oder die Kartoffeln erst am nächsten Tag durch die Presse drücken.

Denn eigentlich sind diese Rezepte „Restverwerter“ .Die übrig gebliebenen Kartoffeln wurden in meiner Familie so verarbeitet.

und los:

  • Kartoffel ungeschält in den Schnellkochtopf  – 10-12 Minuten kochen
  • abschütten und auf ein Blech geben und gut ausdämpfel lassen.
  • einen großen Topf mit Salzwasser aufsetzen , einmal aufwallen lassen , dann auf Siedetemperatur zurückstellen
  • Mehl auf die Arbeitsplatte geben , die Kartoffel draufpressen
  • eine Mulde in die Masse drücken und  das Ei/Eier hinzufügen
  • kräftig mit Muskatnuss, Salz, und einem Hauch Peperocinigewürz versehen
  • alles zu einem stabilen Teig verarbeiten
  • dann  männerdaumendicke Rollen herstellen und mit der Teigkarte abstechen.
  •  Bällchen formen und nun kommt meine kleine Küchenhilfe zum Einsatz
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die Bällchen über das Brettchen drücken und direkt ins siedende Wasser gleiten lassen,

  •  die Gnocchi sind fertig, wenn sie hochkommen
  • herausheben und in ein Sieb geben. Hier warten sie nun gelduldig auf ihren Einsatz

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Teil II

  • In einer Pfanne rösten wir die Pinienkerne – ohne Fett an –
  • die Dattel oder Cherry-Tomaten halbieren wir je nach Gusto
  • Knoblauch ganz klein hacken
  • Peperoncini zerbröseln oder Gewürz behutsam über die Tomaten geben
  • ein Eßlöffel bestes Olivenöl in die Pfanne zu den Pinienkernen geben
  • Knoblauch  hinzufügen
  • Tomaten hinzufügen
  • kurz schwenken  und Temperatur runter stellen
  • zügig die Gnocchi in der Pfanne schwenken
  • und den Ruculasalat ganz locker unterheben
  • Pecorino  hobeln
  • auf die Teller und genießen

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Einwenig Sommer und  dennoch warmer Trost für die kalten Regentage.

 

„Isarflimmern, Seeromantik…..“

Es entstand jene Leichtigkeit des Seins, die wir schon fast verloren hatten.

Die mediterane Hitze – so nenne ich sie – war wieder da. Das Leben begann zu erwachen.Lange Sommernächte sind ein wunderbares Erlebnis.

Sonnenuntergang über der Stadt…. ein gutes Glas Weisswein IMG_1834

Ein paar freie Tage…. Fahrrad satteln und los…

Frühmorgens gehört die Welt einem allein, kleine Tautropfen säumen den Weg, die Vögel begleiten mich Richtung  Wolfratshausen  – raus aus der Stadt.

 

Eigentlich mag ich ja den Trubel der Stadt und die verschiedenen Viertel und auch eine betriebssame Hektik braucht der Mensch, um nicht zu erstarren in seiner Wohlfühlpose.

Nach einer sehr anstrengenden  Fahrt über Stock und Stein erreichte ich mein Lieblingsplätzchen an der Isar – fast menschenleer und doch  so nah. IMG_1799 (2)

Begleitet von den Flößerkapellen döste ich in den Tag, ab und  zu eine kleine Schwimmerfrischung … IMG_1804 (2)

Die 32 grad entschärfte ein lauer Wind und der Tag verging im Flug.

Mein  Knie tat auch nicht mehr weh, nachdem ich beim  Orthopäden war und er eigentlich nicht feststellen konnte, was meinem Knie tatsächlich fehlt. Die MRT-Untersuchung sollte neue Erkenntnisse bringen.

Eine kleine Starnbergerseeumrundung müßte doch drin sein,  die 70 km würde ich schon schaffen.

Wieder 32 grad, die Fahrradwege eng, steinig, aber meist am See sind sehr kräftezehrend. Aber wir schaffen es gegen Mittag sind wir an meiner Lieblingsbadestelle  bei St. Heinrich angekommen.

Der See ist herrlich warm, das Wasser so sanft und kaum Menschen.  Ausgiebig genossen wir es zu schwimmen und das Knie freute sich. IMG_1848

Schnell zogen die ersten dicken Wolken auf  ! Wir waren dem Gewitter restlos ausgesetzt. Soweit es ging verstauten wir unser Hab und Gut in die wasserfesten Satteltaschen und schauten gegen den Himmel. Wir war das noch: „Buchen sollst du suchen…, flach auf die Erde legen….??““ Es donnerte und blitzte schnell, dann setzte ein sintflutartiger Regen ein. Die „natürliche Dusche“ genossen wir in Badekleidung, denn es war warm und die Regendusche eine kleine Erfrischung.

15 Minuten später kam die Sonne mit voller Kraft wieder und blieb. Gegen 18.00 Uhr brachen wir auf und radelten um unser Leben immer das Gewitter im Nacken, welches sich erneut ankündigte. Trocken erreichten wir Starnberg, wo wir die kurze Rückfahrt  mit der DB genossen. Das ist Sommer München – der leider immer zu früh – d. h. nach max. 3 Tagen sich verabschiedet.

 

 

 

 

„Schnelles Dinkelvollkornbrot“

Hurra, die Wärme ist da für Brote anzusetzen – einfach sich selbst zu überlassen und andere wichtige Dinge erledigen – Lesen, Träumen…. „wie war das noch – im Sommer ??,wenn es wochenlang nicht regnete und das Leben Draußen stattfand??“

Es ist ein Sommermärchen  , welches wir uns immer wieder ins Gedächtnis rufen….

Heute sitze ich  auf meinem Balkon über der Stadt und blogge – es ist Sommer ! Man kann ihn fühlen , riechen, man möchte in festhalten…

Lieber Leser drückt mir die Daumen um 9.55 Uhr habe ich einen Termin beim Orhopäden, denn mein Knie hindert mich  an meiner Lieblingsbeschäftigung  „Radeln bis an den Horizont“

Aber vorher noch mein Rezept:

Zutaten:

  • 500 gramm Dinkelvollkornmehl
  • 200 gramm Weizenmehl 405 ( hatte kein 550 iger mehr)
  • 1 Päckchen frische Hefe
  • 2 große Eßlöffel Vollkorn Sauerteig aus Roggenvollkornmehl  (getrocknet)
  • 1 1/2 Eßlöffel Salz
  • 2 Eßlöffel Gerstenmalz
  • 1 Teelöffel Honig
  • einen kräftigen Schuß bestes Olivenöl
  • 250 gramm Sonnenblumenkerne
  • 400 ml lauwarmes Wasser(insgesamt einschl. der 150 ml für die Vorgärung)

 

und so gehts:

Mehl abwiegen , Salz, hinzufügen und gut vermischen  (geschieht in der Schlagschüssel der Küchenmaschine)

  • Sauerteig, Gerstenmalz , hinzufügen
  • eine Mulde in in das Mehl drücken, Hefe einbröckeln, Honig auf die Hefe geben und ca. 150 ml Wasser drübergießen
  • nun von Außen mit Mehl zuschütten, so dass die Hefe bedeckt ist
  • und mehrere Stunden  – je nach Tagesplan sich selbst überlassen
  • Tipp: morgens ansetzen und am Nachmittag gegen 4-5 Uhr weiter bearbeiten  – kein Problem
  • die Teigschüssel nicht abdecken – einfach im Schatten  an einen warmen Ort stellen
  • Weiterverarbeitung
  • nun lauwarmes Wasser  –  Olivenöl und die Sonnenblumenkerne hinzugeben und so lange auf mittlerer Stufe kneten , bis der Teig sich vom Boden löst.
  • mit der Wassermenge muß man variieren, denn nicht jedes Mehl nimmt gleich viel Wasser auf.  Zunächst nur wenig , dann ggfs. nachgießen.
  • den Teig nochmal ca. 2 Stunden  , abgedeckt  zu Seite Stellen , er verdoppelt sein Volumen  bei warmen Temperaturen sehr schnell
  • einwenig Mehl auf die Arbeitsplatte geben und kräftig mit den Händen durchwalken
  • ein Peddigrohrkörbchen mit einem Küchentuch auslegen , einwenig Mehl oder auch Schrot einstäuben die Teigkugel hineinlegen und nochmal so lange gehen lassen bis sie aus dem Tuch springen will
  • Ofen auf 275 grad vorheizen
  • Wasser in eine Schüssel geben, Backstein  – oder Blech – auf die zweite Stufe von unten einfügen.
  • bewußt verzichte ich auf das Einritzen, denn wir mögen es wenn es einwenig reißt
  • bei 275 grad  15 Minuten  backen
  • Backofentür öffnen, Dampf abziehen lassen, ein 1/2 Tasse Wasser in den Ofen  schütten und fallend 220 – 200 grad  ca. 45 in. backen.
  • Klopfprobe – klingt es hohl ist das Brot fertig.
  • schaut selbstIMG_1779 (2)IMG_1781 (2)

 

 

 

„Pulpo à la Meggie“

Das Fußballfieber hat uns wieder erfaßt ….

Allen Diskussionen zum Trotz – Die wahren Patrioten werden wir nie werden, denn meine Generation kennt die Geschichten, die uns die Eltern  immer wieder erzählten

„Der war auch ein Nazi, der ist immer mit der Fahne voraus…“

Wir haben teilweise die Scham geerbt, von der wir uns immer noch nicht befreit haben.

Aber unsere Jugend darf wieder ausgelassen die Deutsche Nationalmannschaft anfeuern, gemeinsam Siege feiern und Niederlagen beweinen.

Auch wir trafen uns mit unseren „alten“ Freunden zum Fußballschauen.  Natürlich gab es vorher ein kleines Menü.

Vorspeise: Pulpo-Salat  mit frischem Dinkelvollkorn-Rosmarin-Brot

Hauptspeise:

marinierte Lammfilets

Kartoffel-Rosmarin-Chips vom Blech an lauwarmen mediteranen  Gemüse mit groben schwarzem Salz und frischen Kräutern

Nachspeise:

Erdbeer-Biskuit-Rolle

Den Pulpo-Salat, die Biskuit-Rolle und das Brot hatte ich schon am Freitagabend gebacken, vorgekocht.

Die Lammfilets eingelegt:

 

  • 150 ml bestes Olivenöl , 50 ml Pflanzenöl – dann wird das Öl im Kühlschrank nicht fest –
  • Kreuzkümmel, Knoblauch,  Ras el Hanout, Bockhornklee
  • 1 Messerspitze Bockhornkleeeine Spur Peperoncino Tritato Piccante
  • Abrieb einer Bio-Zitrone
  • gehackte frische Minze

über Nacht im Kühlschrank in einer abgedeckten Schüssel durchziehen lassen.

Das eigentliche  Menü war dann schnell zu bereitet:

  • Biskuitrolle füllen ( s. Rezept Blogbeitrag Juni 2016)
  • kleine Kartoffel ungeschält dünn schneiden , grobes Mehrsalz , Olivenöl und ein paar Zweige Rosmarin bei 220 grad in den Ofen schieben (brauchen ca. 3/4  Stunde)
  • Paprika, Zuccini, rote Tropeazwiebeln,  Aubergine  klein schneiden , Kräuter , schwarzes Meersalz und  25 Minuten im Ofen zusammen mit den bereits leicht gebräunten Kartoffelchips bißfest garen.
  • Final die Lammfilets mit einwenig Olivenöl u. guter Butter auf beiden Seiten kurz kräftig anbraten und dann ca. 8 Min. bei  stark reduzierter Flamme rosa ziehen lassen. – Hört sich  kompliziert an, ist es aber nicht!
  • und schnell servieren – bevor die Nationalhymnen erklingen

 

Sorry:

hier mein  P u l p o s a l at

Zutaten:

1,5 kg küchenfertiger Pulpo

2 kleine frische Karotten

2 Stangensellerie

1/2 kleiner Fenchel

3 Zitronen

rote kleine Tropeazwiebel

2 Zehen frischer Knoblauch

1/2 Bund gehackte Petersilie

Bestes Olivenöl

125 ml von der Kochbrühe.

Zubereitung:

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s. Blogbeitrag vom März 2016

„Pulpo – Kräuter – Zitrone – Kartoffel“

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  • den Pulpo wie dort beschrieben kochen.
  • das Gemüse möglichst klein schneiden
  • Knoblauch ganz klein hacken
  • Saft von zwei Zitronen auspressen und mit ca. 125 ml bestem Olivenöl verrühren
  • mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle und Meersalz  abwürzen
  • 1/2 Peperoncino – Kerne auslösen-
  • Petersilie hacken
  • 125 ml von der Kochbrühe drübergießen
  • alle Zutaten über den Pulpo geben und verrühren, Petersilie hinzufügen und  ein paar Stunden gut durchziehen lassen.

 

Es war ein gelungener Fußballabend, wir haben gelitten, gejubelt, den Schiedsrichter beschmipft , gebangt,  gehofft … Die Erlösung kam spät – aber sie kam!.

Denn alle Erfahrung und Abgebrühtheit der „Alten“ half nichts. Ein junger unbekümmerter Spieler hatte die Nerven um Deutschland ins Halbfinale zu befördern!

Mein besonderer Dank geht an unsere Freunde aus Österreich, die es mit uns Deutschen aushielten, mitfieberten bis zum Schluß und  Ihre Wohnung/Küche zur Verfügung stellten.

Danke Dagmar, Danke Alois.

 

 

 

 

„ein kleiner Sommerhauch…..“

Wer liebt es nicht nach Feierabend  – mit einem  leichten Sprizz den Abend einzuläuten.

Zuschauen, wie die Last des Tages den Menschen von der Seele fällt. Das neueste Sommerkleidchen  mal ausführen. Ein kleines Konzert im Freien genießen oder die Bierkartenkultur pflegen….

Dieses Jahr muß man , wenn  der Tag es zuläßt alles stehen und liegen lassen und genießen…

Hier ein kleiner kulunarischer Spaziergang durch München…..

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Hier unweit vom Ostbahnhof, gibt es für mich den besten original italienischen il Caffè, mit kleinem italienischem Gebäck… ein schattiges Plätzchen  wunderbar.

Steckbrief: Ostbahnhof , Richtung Weissenburger Platz….

Da ich keine „Schleichwerbung“ machen möchte  überlasse ich jedem diese noch nicht „entdeckten Schätze“ selbst herauszufinden -dürfte  allerdings nicht schwierig sein-.

So schlenderte ich an dem schönen lauen Abend mit meiner Tochter abseits der Touristenströme und entdeckte das ein oder andere Kleinod.

Eigentlich waren wir auf der Suche nach einem bestimmten Obststand.  Für eine Geburtstagstorte brauchten wir besondere Beeren von besonderer Qualität. Die Torte wurde ein voller Erfolg! Frische Beeren, dreistöckig …. Leider wie immer Backmarathon in  letzter Minute – Folge: keine Fotos und wir fragen uns am nächsten Tag.

„Hast du’s aufgeschrieben?? , Nee , DU ?“ Wir backen nicht nach Backbuch, wir denken uns immer etwas aus -….

Lieferung erfolgt und bevor wir ein Foto gemacht haben, ist die Torte weg.

Stundenlang waren wir unterwegs,  alle verfügbaren Außenplätze der netten Bars,  Restaurants besetzt, die Füße schmerzten schon.

Ach, kurz noch über den Markt…. „Grüß Dich Alter Peter“

 

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Und dann hatten wir einwenig Hunger auf nette Kleinigkeiten , einfach beim Gärtnerplatz gerade aus in  Richtig Glockenbach…..

Schaut es Euch an:IMG_1752IMG_1754 1

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Wir schmolzen dahin , der Weisswein war vorzüglich – Die kleinen Überraschungen auf dem  Heimweg .

Nur eine Woche später –  wollte ich mit meinen Freundinnen wieder draußen zwischen Häuserfronten einfach auf der Straße sitzen ratschen und die tolle Tapas – Küche genießen

Doch daraus wurde leider nichts: „Sie haben nicht reserviert“…..

Das ist München ! Dienstag Abend 18:30 Uhr ! Das Lokal war leer. Man bot uns bei schönsten Sommerwetter  – den hinterletzten Tisch an.

Dankend lehnten wir ab, schließlich haben andere auch nette Überraschungen.