„quickly – spicy Chilli-Öl“

Meine Ernte war dieses Jahr sehr ertragreich, die knallroten Schoten eine Augenweide.

Doch jetzt war es Zeit für die Ernte, denn die Pflanze ist sehr kälteempfindlich.

Für alle die es lieben, auf der Pizza final, beim Dünsten von Gemüse, beim feurigen Paprikagericht , ein paar Tröpfchen auf die sahnige Kohlrabisuppe….

Dieses Öl ist so vielseitig einsetzbar.

Es erinnert an die Glut des Sommers, dabei war die Pflanze so bescheiden. Mit wenig Wasser kam sie aus, die herrlichen kleinen weißen Blüten waren ein regelrechtes Magnet für die Bienen. Jetzt steht es an dem sonnigen Küchenfenster und wartet geduldig auf seinen Einsatz.

Hier das einfache Rezept:

Chilli-Habaneros-Öl

Zutaten:

  • bestes natives Olivenöl
  • eine handvoll Habaneros bzw. Chillis

Weniger ist oft mehr.

Zubereitung:

  • die kleinen, fleischigen Schoten waschen, trocken tupfen
  • klein schneiden
  • jedem ist überlassen, ob er die Kerne rausnimmt
  • ich lasse sie drin
  • dann füllen wir die kleingeschnittenen Schoten in die
  • ausgekochten, trockenen Fläschchen
  • und stellen diese auf die Fensterbank
  • nach 3-4 Wochen ist ein herrliches Würzöl entstanden

Viel Spaß !

P.S die Quitten sind gekocht und der Saft tropft langsam vor sich hin.

Der Gö-Ga lautert schon, den Quittengelee liebt er so sehr

„Butternut – Bohnen Dal – indisch – vegane Herbstküche“

(Werbung, da Namensnennung , bzw. erkennbar)

Ehrlich gesagt, eigentlich konnte ich mit der indischen Küche nicht zu recht „warm“ werden.

Wenn es hieß, gehen wir zum Inder, kam bei mir nie eine echte Begeisterung auf.

Diese meist für mich verkochten Gerichte waren oft super abgeschmeckt und gewürzt, aber mir oft zu breiig, nicht definierbar.

Andererseits die klassischen, Bohnen- Erbsen und Linseneintöpfe nach Deutscher Rezeptur fand ich auch nicht mehr so toll. Bis auf meinen Gö-Ga machten eh alle einen Bogen um diese klassischen Eintöpfe.

Bohnen, Erbsen, Linsen sind allerdings sehr gesund, wie wir alle wissen.

Manchmal muß man dem Gericht einfach einen exotischen Namen geben und es wird cool, super genannt. So gelang es mir letztendlich auf den Blumenkohl in der Familie zu „verkaufen“

(s. Blumenkohl-Kichererbsen Dal) https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731022

Diese Dal-Gerichte, mit Liebe gekocht, sind echte „Heimkomm-Gerichte“ , verbreiten diese angenehme Wärme im Körper, der Duft holt einem schon ab, wenn man das Treppenhaus betritt. Diese Gerichte spenden Trost, erzeugen unbandige Freude, kleine Tränchen….

Fazit:

Die entwickelten Eigeninterpretationen ergeben eine äußerst schmackhafte, würzig Variante.

Durch das Kombinieren mit frischen Zutaten (Mangold, auch Früchte , wie z. B. Mango, Zwetschgen…) eignen sich hervorragend und gehen eine echte Symbiose mit den Hülsenfrüchten ein.

Mit Liebe habe ich Nüsse kleingehackt, geröstet und final die Dals mit frischen Koreander, kleinen Frühlingszwiebeln (vom Asianten) bestreut. Dieser Crunch verleiht einen besondere Note.

Dazu reicht eigentlich das Pfannenbrot (s. Blumenkohl-Kichererbsen Dal)

Am schnellsten geht es mit rotorangen Linsen – anstatt die oft verwendete Kokosmilch eignen sich auch pürierte Mandeln ect.

Das Einweichen der Hülsenfrüchte kann man meist umgehen, bzw. die Hülsenfrüchte aus Dosen sind zur Not auch ein würdiger Ersatz.

So wird aus dem Dal ein Gericht, welches auch für Besuch, bzw. Freundeessen sehr gut geeignet ist.

Die nötige Auswahl von Gewürzen sollte man sich besorgen, dann sind den unzähligen Varianten keine Grenzen gesetzt.

Ich bevorzuge es die Gewürzmischung selbst zu mösern, der Duft ist unwiderstehlich !

Wer sich Zeit sparen will kommt auch mit der Gewürzauswahl (s Foto gut klar)

Während ich hier noch mühsam schreibe, hat mein Gö-Ga und die schnell eingeladene Tochter den Butternut-Bohnen Dal genossen.

„Aber das Brot, mit den dunklen Stellen aus der Pfanne gibt es doch auch…“ , meinte der Herr.

Selbstverständlich!

Fotos vom- wunderschönen Teller – mit Cocosmilch und dem zerfallenen Mangold aus meinem Blumenkasten – dem nussigen Crunch aus den Cashewkernen – kann ich Euch nicht liefern.

Allerdings habe ich mir erlaubt den kläglichen Rest zu fotografieren. Schöne Tellerfotos machen alle.

Restefoto am nächsten Morgen

Insgesamt mehr als zwei Stunden hatte ich geköchelt, geschnippelt, Pfannenbrot ….. , das Einweichen der Bohnen und kochen hatte ich schon am Tage vorher erledigt.

Wenn Ihr dennoch dieses Gericht nachkochen wollt, dann lest jetzt weiter.

Zutaten:

  • 500 gramm weiße Bohnen
  • 1/2 Butternutkürbis
  • 250-300 gramm frisches Mangold oder Spinat
  • 1 rote Zwiebel
  • 10 cm frischen Ingwer
  • Abrieb von einer Kurkumawurzel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • eine kleine Habaneros
  • 1 Karotte
  • 1 Eßlöffel Butterschmalz – oder neutrales Pflanzenöl –
  • 1 Dose gestückelte oder auch ganze Tomaten bester Güte
  • 1 Dose Cocosmilch (dickflüssig)
  • 1/2 Liter Gemüsebrühe
  • frischen Koreander, am besten mit den feinen Wurzeln

Gewürze:

  • schnelle Variante
  • siehe Foto
  • Mörservariante:
  • Senfkörner, Schwarzkümmel, Peitschenpfeffer, Zimtrinde, Nelke, Kardamon, Fenchelsamen….
  • Steinsalz
Gewürzmischungen

Zubereitung:

  • Butterschmalz in den Topf
  • das Hartgemüse mit dem kleingeschnittenen Ingwer, Zwiebel und einwenig Gewürzmischung
  • einem Hauch Zucker leicht anrösten
  • dann den in Stücke geschnittenen Kürbis, hinzufügen und köcheln lassen
  • bis er zerfällt, mit Brühe ablöschen
  • nach und nach die restlichen Zutaten hinzugeben
  • und leicht köcheln lassen
  • wichtig immer wieder umrühren
  • wenn alles sich etwas verbunden hat
  • die vorgegarten Bohnen hinzufügen
  • die Gewürzmischung hinzufügen und mit Steinsalz abschmecken
  • dann den vorgeschnittenen Mangold hinzufügen und zerfallen lassen
  • die Nüsse ohne Fett anrösten und klein hacken
  • die Kokosmilchen hinzufügen und einmal verrühren
  • Dal in vorgewärmte Teller geben und mit den gerösteten Nüssen bestreuen
  • dazu Pfannenbrot bzw. Reis reichen.

hört sich super an – und so einfach – aber es dauert…. bis das Dal zu bereitet ist.

Wagt es und ihr werdet begeistert sein.

Pfannenbrot

„Fischers Fritz fängt kleine Fische….“

Fischers Fritz fischt frische Fische. Frische Fische fischt Fischers Fritz – so lautet der Zungenbrecher

Gerade hatte ich es mir gemütlich gemacht, einen schönen Wein, kleinere Naschereien… die Füße hoch.

Mein Handy klingelt, die Freundin meiner Tochter meldet sich. Da muß ich hin, bestimmt hat sie ein

Problem….

Weit gefehlt – ihr Freund Kevin war äußerst erfolgreich beim Angeln an der Ostsee.

Heringe, ganz frisch ausgenommen und schon pfannenfertig, möchte sie mir heute noch vorbeibringen.

Da konnte ich nicht nein sagen…

Die kleinen, saftigen Heringe mag ich sooo gerne! Selten kann man sie in München bekommen.

Mein Rezept: (für zwei Personen)

Zutaten:

15-20 kleine frische Heringe

2 Eßlöffel Jogurt (3,8 %)

150 ml Sahne oder mehr

1 kräftigen Teelöffel Dijon-Senf

Schnittlauch, Petersilie

groben Biogries , vermischt mit einwenig Semmelbrösel

mehr braucht es nicht.

Zubereitung:

  • Sahne, Joghurt und Senf verrühren
  • Schnittlauch und Petersilie kleingeschnitten hinzufügen
  • einmal mit dem Schneebesen verrühren
  • die Fische in die Marinade geben und 3-4 Stunden, bzw über Nacht ruhen lassen.
  • grober Biogries mit 1-2 Eßlöffel Semmelbrösel (selbstgemacht und fein) vermischen
  • die Fische hiermit panieren
  • die Pfanne mit einem neutralen Pflanzenöl und einem kräftigen Stich butter versehen und auf Betriebstempertur bringen (nicht zu heiß sollte die Pfanne sein, allerdings so, dass die Fische gleich Farbe annehmen)
  • einmal wenden und die Temperatur zurücknehmen
  • fertig sind die leckeren Fische
  • die Pellkartoffel gleichzeitig im Dampftopf abdämpfen
  • restliche Marinade als Soße reichen …

Meine persönliche Anleitung zum Essen:

  • die Fische esse ich mit den Händen
  • gezielter Biß in den Rücken
  • im Mund verbinden sich das zarte Fischfleisch mit der leichten Kruste
  • der Grätenstrang mit den kleinen, feinen Gräten löst sich von selbst
  • gar nicht genug kann ich von diesen Fischen bekommen
  • die heiße, feste Kartoffel quetsche ich in der Marinade
  • zweiter Gang, Pfanne sauberwischen, Pflanzenöl, Butter und die nächsten Fische…
  • ein Traum ! einfach -gut –

Also schon mal den Zungenbrecher üben, damit die Fische Euch ins Netz oder den Einkaufskorb hüpfen.

Viel Spaß beim Fischen….

Danke Kevin, Danke Claudia !

„Goldener Oktober ….“

So golden, wie er aussieht ist er leider nicht.

Die Nächte sind empfindlich kalt. Mein kleiner „Großstadtgarten“ gibt nochmal Alles.

Mangold, kleine , scharfe Paprika, verschiedene Habaneros und die mediteranen Kräuter sind besonders intensiv derzeit. Es duftet herrlich nach Thymian, Minze und es ist ein besonderer Luxus, wenn man kocht und nur schnell ein paar frische Kräuter abschneiden kann.

Die Umstellung auf Herbst- und Winteressen fällt mir dieses Jahr ganz besonders schwer.

Einwenig tröste ich mich mit meinen geliebten Hamstertouren, die ich mittlerweile bis nach Tirol ausdehnen mußte. Kartoffel, Mehl, Eier, Käse, einwenig gutes Fleisch, Fisch und Gemüse sind die Bestandteile meiner Alltagsküche. Die Ausflüge verbinde ich mit ausgiebigen Wanderungen, Kultur und der ein oder andere Landgasthof lädt zum Verweilen ein.

So läßt es sich leben……

Selbstverständlich dürft Ihr wieder in meinen Kochtopf schauen und Euch die eine oder andere Anregung mitnehmen

Gestern habe ich von unserem Sonntagsausflug an den Ammersee herrliche Kürbisse mitgebracht

  • Kürbissuppe
  • Kürbiscurry
  • Kürbisnudeln wird es die nächsten Wochen bestimmt öfters geben..

Viel Spaß beim Kürbiskochen !

Irgendwie lebt man wieder auf – die Isarphilharmonie hat neu eröffnet, das Volkstheater ist neu gestaltet – alles in meiner unmittelbaren Nähe.

Ein kleiner Mittagstreff mit ehemaligen Kollegen ist kurzfristig möglich. Schwimmen, Saunieren, diverse Ausstellungen – Konzerte.

Ja und die Restaurierungstermine sind in meinem Alter auch von elementarer Bedeutung.

Die Kinder müssen sich halt anmelden, wenn sie mal wieder bekocht werden wollen.

Da werde ich das Kochen, Backen… schon etwas besser organisieren müssen.

Servus, die Sonne scheint, leider nur 11 grad – ich muß schnell mal in die Stadt meinen neuen Lesestoff abholen.

Bis bald

Eure

Meggie

„Liebe geht durch den Magen …“

Fortsetzung

Manfred kam völlig durchnäßt, erschöpft und schweißgebadet bei Greta gegen Mitternacht an.

Eine heiße Dusche, einen Teller von der Überlebenssuppe weckten seine Lebensgeister auf.

Das Spätsommergewitter hatte die Luft gereinigt, die unerträgliche Schwüle der letzten Tage, war einer frischen, fast herbstlichen Luft gewischen. Diese „Müncher-Bergluft“ verlieh ihm eine bärenhafte Energie.

Greta saß still und fröstelnd im Schneidersitz am Boden. Aufgeregt biß sie auf dem Bleistift herum, der Duft verunsicherte sie völlig. Wie kann nach so langer Zeit sich der Geruch so verfestigen?

Manfred öffnete die erste Kiste und entnahm ein Bündel Briefe , mit einem rotem Seidenband waren sie sorgfältig zusammengebunden. Die Pergamentrolle entpuppte sich als einen Familienstammbaum der sehr kunstvoll gestaltet war.

Er begann im 17. Jahrhundert und endete 1942.

Hiermit wollte er sich zunächst intensiv auseinandersetzen. Doch Greta war schon völlig vertieft und hin und hergerissen, diese alte Schrift bereitete ihr immer noch große Probleme.

Aber eins war klar, es war der Briefwechsel zwischen ihrer Urgroßmutter und ihrem geliebten späteren Ehemann, dem Brauer aus dem Egerland.

Die äußerst aktive und scheinbar quirlige junge Frau lebte in Wien – und so konnte sie lesen, hatte sich gegen den Willen ihrer Eltern entschlossen Köchin zu werden. Die geschwungende Handschrift , die riesigen Anfangsbuchstaben , die förmlichen Anreden und eine nicht zu beschreibende Sehnsucht spiegelte sich in den Briefen wider.

Doch wie hatte ihre Urgroßmutter, den jungen Braumeister kennengelernt? Wie kam es zu dieser Verbindung?

Manfred, tat diese Briefe als sentimentales Beiwerk ab.

Greta solle sich gefälligst auf die Fakten und Daten des Familienstammbaums konzentrieren.

Schließlich hatten sie unzählige Kunstwerke, Versicherungspolicen gefunden, von unschätzbarem Wert die von elementarer Bedeutung für ihn waren. Es mußte irgeneinen Zusammenhang auch mit seinen Vorfahren geben.

Er konnte nachts nicht mehr ruhig schlafen und diese Gefühlsduselei brachte ihn zur Weißglut.

Bis der Morgen graute, stritten sie sich und Greta fand einen Briefwechsel zwischen dem Brauer aus dem Egerland und der Wiener Fabrikantentochter , der sehr heftig geführt worden war. Hier ging es um die Zwetschgenknödel, wie Greta unschwer erkennen konnte

Der junge Brauer schwor auf das Rezept seiner Großmutter und behauptete, nur mit den Kartoffeln aus seiner Heimat und den festen, süßen Zwetschgen aus dem Egerland, gäbe es sie weltbesten Zwetschgenknödel.

Während Ritschie auf ihre österreichischen Zwetschgenknödel mit Topfen und erlesenen Zutaten schwörte.

Manfred war völlig aufgewühlt, er mußte die nächsten Tage nochmal in die Kellergänge, es mußte Klarheit geschaffen werden über diese Besitzverhältnisse und dann wollte er sich an die Behörden wenden.

Greta , schrie, weinte vor Verzweifelung und beschwor ihn, es nicht zu tun, bevor sie nicht ihren Vater erreicht hatte.

Greta zweifelte an der Liebe Manfreds, an sich und bereute zutiefst, dass sie mit in den Keller gegangen war.

Diese Zwetschgenknödel würde sie noch heute kochen und darauf freute sie sich wahnsinnig.

Sie wußte auch schon, wo sie geeignete Zwetschgen bekam!

Hastig notierte sie sich die Zutaten , soweit sie sie entziffern konnte:

13 Stk. Zwetschgen
13 Stk. Würfelzucker
250 g fetter Quark
100 g Mehl
50 g Speisestärke
100 g Butter (zimmerwarm)
20 g Puderzucker
2 Eigelb
1 Schote Vanille
1-2 Bio-Zitronen
1 Prise Salz
Semmelbrösel
etwas Butter
Zimt und Zucker

Greta ergänzte das Knödelrezept. In das Knödelwasser gab sie eine kräftige Prise Salz und braunen Rohrzucker, sowie die ausgekratzte Vanilleschote, um den Knödeln noch mehr Aroma zu verleihen. Der Probeknödel stieg langsam hoch, sie wälzte ihn in den warmen Butterbröseln, die in der Pfann auf dem Herd sehnsüchtig auf ihre Bestimmung warteten. Der Probeknödel war locker und so aromatisch , himmlisch!

Mit sehr großer Hingabe und Liebe hatte Greta das Rezept Ihrer Ururgroßmutter angewendet, doch die restlichen Zwetschgenknödel waren nicht gelungen!

Die Knödel schwammen im leicht siedenden Wasser und fielen trotz Probeknödel auseinander.

War das ein Zeichen, dass die Liebe zu Manfred, die Aufarbeitung der Vergangenheit sinnlos sein sollte.

Sie vermisste ihren Vater mehr den je. Warum konnte sie ihn nicht erreichen.

Greta, erstarrte – die Türglocke schrillte mehrfach agressiv.

Ihre Beine versagten , sie stürzte und die Bilder verschwammen, es wurde dunkel.

In dem Altbautreppenhaus hallte eine laute, scharfe Männerstimme

„Öffnen Sie sofort.., sonst dringen wir gewaltsam ein…“

Greta war nicht im stande zu öffnen….

(Fortsetzung) folgt

„Liebe geht durch den Magen…“

Fortsetzung

Greta saß mit zittrigen Fingern vor dem Festanschluss und wählte vergeblich die Nummer ihres Vaters

"the participant is currently unavailable.." 

Warum erreichte sie ihren Vater nicht?

In ihren Schläfen hämmerte ein wahnsinniger Schmerz, sie war unfähig sich zu konzentrieren.

Der Keller, die verstaubten Gänge, die Tapetentür, das Eisenbett, die Wehrmachtsuniform – Was hatte dies zu bedeuten?

Wo war sie hier gelandet?

Sie wollte doch nur ihr Studium ….

Bewaffnet mit einem Stapel Notizen verließ sie die Wohnung, raus, raus , durchatmen, Prioritäten setzen

Was war nur mit ihrem Vater los?

Niedergeschlagen, ließ sie sich auf die Wiese am Eisbach im Englischen Garten fallen und träumte von diesen, samtigen, fluffigen Zwetschgenknödel, die Notizen und handgeschriebenen Rezepte ihrer Urgroßmutter ließen sie nicht mehr los.

Sie schwor sich, noch heute mit dem Sichten der Papiere zu beginnen.

Aber warum in der Welt erreichte sie ihren Vater nicht?

Es war Ende August, die ersten Blätter rieselten, tanzend von den Bäumen.

Heute Abend wollte Manfred mit ihr einen Plan erstellen, wie sie weiter vorgehen wollten. Konnte sie Manfred wirklich bedingungslos lieben und vertrauen?

Was war mit dem braungelockten „Retter“. Seit Wochen hatte sie ihn nicht mehr in der Uni gesehen.

Es bereitete ihr ein nicht zu beschreibendes Unbehagen. Alle Aktionen ihn ausfindig zu machen waren gescheitert. Sollte sie Manfred um Unterstützung bitten?

Langsam, müde und verzweifelt stieg sie die Treppen der Zentral-Biblothek hoch, blieb stehen, schaute auf die riesige Glaskuppel, die sie so liebte. Hier oben hatte Anne Frank gestanden….

Die Deutsche Geschichte hatte sie mit einem nicht zu beschreibenden Unbehagen verfolgt. Welchen Zusammenhang bestand da zu ihrer eigenen Familie?

Sie wußte eigentlich gar nichts, weder von ihrer verstorbenen Mutter, noch von dem Firmengeflecht, welches ihr Vater immer noch ganz alleine führte. Wenige vertraute Mitarbeiter standen im zur Seite. Warum hatte er nie wieder geheiratet? Da es ihr bislang an Nichts gefehlt hatte, sah sie auch keinen Anlaß sich mit den geschäftlichen Angelegenheiten auseinanderzusetzen. Wo war er der Schlüssel zum Glücklichsein? Ihr Vater hatte ihn offenbar nicht gefunden.

Würde die Liebe zu Manfred stark genug sein?

In ihrem dünnen Sommerkleidchen fröstelte sie und beschloss, erstmal eine Knochensuppe aufzusetzen.

Diese Suppe erweckt alle „Geister“ hatte ihr Vater ihr schon als Kind immer erzählt. Bis heute hatte sie aber noch keinen Geist erweckt. Vielleicht gelingt es ihr ja mit diesem Rezept:

„Knochenbrühe“

Knochenfond

Zutaten:

2 kg Rindsknochen gemischt mit Markknochen

Suppengemüse: Sellerie, Karotten, Lauch, Zwiebel

Tomatenmark, Paprika, Habaneros , frischer Ingwer, 1-2 Knoblauchzehen

Meersalz.

Zubereitung

  • die Knochen abwaschen und in einen großen Topf geben
  • das Suppengemüse waschen und grob zu recht schneiden
  • die gewaschenen Knochen in den Topf geben und anschwitzen, bis sie einen leichten Ansatz bilden, bzw. leicht bräunen
  • alles gut mit Wasser bedecken
  • das geschnittene Gemüse hinzufügen
  • aufkochen
  • salzen (1 1/2 Eßlöffel) bei einem großen Topf müssen es schon sein
  • Tomatenmark großzügig hineingeben
  • Deckel drauf und bei kleiner Stufe sich selbst überlassen
  • mindestens 2 Stunden
  • ggfs. den Schaum abschöpfen

Diese Brühe durchsieben . In Twistgläser füllen oder einfrieren. Hieraus entstehen wunderbare Kartoffel, Kürbis, Gemüsesuppen, Eintöpfe und auch Schmorgerichte lieben diese Brühe.

Jetzt kann der Herbst kommen, dachte Greta und nahm einen Stapel der vergilbten Papiere aus der staubigen Kiste.

Ein seltsamer Geruch erfüllte den Raum, modrig, es roch nach Bier, vermischt mit einem schweren Parfüm.

Die laue Vollmondnacht versöhnte sie einwenig und sie wartete voller Sehnsucht auf Manfred.

„Sehnsuchtsmarillen, Aprikosentrost…“

Werbung, da Namennennung

Spätestens im August, bekomme ich diese unstillbare Sehnsucht , dann wenn die Sommerhitze einwenig gebrochen ist, möchte ich an der Donau entlang radeln, mich durch die hügligen Weinberge der Wachau quälen , Marrillenknödel testen… Mit ganz viel Glück noch ein paar, superreife, vom Baum gefallene Marillen sammeln….

Die Marillenernte ist eigentlich vorbei.

Dieses Jahr tröste ich mich mit einem Großeinkauf in der Großmarkthalle.

Die Aprikosen, waren schon so der Händler „durch“. Genau diese Sorte will ich. Er schüttelte einwenig das weiße Haupt.

Na, denn mache ich ihnen, einen guten Preis und zwinkerte mit dem rechten Auge.

So entstand die Marillenmarmelade, die einem wirklich an die Wachau erinnert, somindestens eine Zutat ist aus Österreich impotiert.

Die Marmelade darf nicht zu flüssig sein, sie sollte nicht „schnittfest“ sein, sonder eine moussartige Konsistenz erreichen.

Der Geschmack sollte überwiegend von reifen, saftigen Aprikosen/Marillen geprägt sein.

Die Verbindung mit einem Hauch Rosmarin, bzw. einem kräftigem Schluck besten Marillen-Destillat führt schlussendlich zur Tranzsendenz der Marillen/Aprikosenmarmelade schlecht hin.

Auch bei Marmelade ist es von elementarer Bedeutung, das gilt für alle Fruchtmarmeladen, welche Zutaten ich verwende.

  • Mancher wird sagen, was für ein „Gesch…“, Zucker, gute, reife Früchte = gute Marmelade“. Das stimmt leider bei weitem nicht! Es sollte schon ein sehr guter Gelierzucker verwendet werden, versetzt mit braunem Rohrzucker, in dem eine Vanilleschote wohnt. Auch beim Gelierzucker, lohnt es sich auf Markenprodukte zurückzugreifen.

Rezeptur – Zutaten:

3 kg süße, reife Aprikosen/Marillen

Gelierzucker ( 2:1 oder 3 :1)

zwei Eßlöffel brauner Rohrzucker vanillisiert

80 ml besten Marillenbrand

1 Zweig Rosmarin

1 ganze Vanilleschote Bourbon-Vanille aus Madagaskar (Bezugsquelle kann auf Nachfrage übermittelt werden)

1 Biozitrone (Saft und Zesten) bewirkt, dass Gelieren und sichert auch den intensive Farbe

mehr braucht es nicht!

Zubereitung:

  • in einem großen Topf geben wir zwei Eßlöffel des braunen Rohrzucker (vanillisiert)
  • den wir langsam flüssig werden lassen
  • dann geben wir die entkernten Früchte hinzu ( es zicht einwenig – so soll es sein)
  • gut umrühren und den Gelierzucker über die Früchte verteilen
  • dann 1-2 Stunden stehen lassen , damit der Zucker sich mit den Früchten verbindet
  • in der Zwischenzeit die Gläser mit kochendem Wasser ausspülen und schon mal in Position bringen
  • die Vanilleschote auskratzen, den Marillenschnaps bereitstellen, die Zitrone auspressen und zesten
  • den Rosmarinzweig (groß und kräftig sollte er sein) bereithalten
  • dann die Früchte zum köcheln bringen (nicht auf höchster Stufe!)
  • und mit dem Holzlöffel immer mal umrühren, damit sich nichts ansetzt
  • ständige Beobachtung ist hier von Vorteil!
  • dann beginnt der Saft schon leicht zu gelieren (Test auf kleinem Teller)
  • nun ist der richtige Zeitpunkt, die Vanilleschote und das ausgekratzte Mark hinzuzufügen
  • den Rosmarinzweig ebenfalls auf die Früchte geben und alles gut umrühren
  • weiter köcheln lassen
  • die Früchte beginnen zu zerfallen
  • jetzt die Zitrone und die Zesten hinzugeben
  • die Früchte haben noch ihre ursprüngliche Form, aber das Fruchtfleisch beginnt auszutreten
  • jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den Marillenschnaps
  • gut umrühren
  • weiter köcheln lassen , ca 3-4 Min.
  • final den Pürierer nehmen und die Masse kurz durchpürieren, so entsteht die mousseartige Konzsistenz!
  • schnell mit entsprechendem Marmeladentrichter in die vorbereiteten Gläser füllen
  • Twistverschluß und beiseite stellen, bis die Marmelade abgekühlt ist
  • ich bin davon abgekommen, sie auf den „Kopf zu stellen“ geht auch ohne
  • den Rest aus dem Topf in eine kleine Schale geben für den nächsten Morgen
  • die Offenbarung – ein frisches Hörndl, eine resche Semmel
  • der Marillentraum wird wahr!
-Aprikosen/Marillenmarmelade kurz vor dem Pürieren

Eigentlich ganz einfach oder? – wird doch jeder hinbekommen – es ist eigentlich die Grundformel für gute Marmeladen, unabhängig, welche Frucht sie wählen. Nur bei der Quitte ist es eine andere Formel.

Einen schönen Sonntag und genießt die letzten Sonnenstrahlen – es soll wieder leicht herbstlich werden

„Liebe geht durch den Magen….“

(Fortsetzung) Werbung da Namennennung

Die Isar liebte Greta ganz besonders, die lauschigen Plätze unweit vom Flaucher hatten es ihr, seit sie in München lebte ,angetan. Die Steine waren noch warm von der Augusthitze, die großen Feiergruppen waren abgezogen.

Sie breitete Ihre große Picknickdecke aus, stilvoll, wie Greta es liebte, legte sie das gestärkte, mit dem Monogramm ihrer Urgroßmutter bestickte Leinenkopfkissen auf, um die Köstlichkeiten zu servieren.

Der gut gekühlte Veuve Clicquot – den sie so liebte, perlte in den Champagnerschalen.

Manfred konnte es nicht fassen, was Greta unter einem kleinen Picknick an der Isar verstand.

Ihr Picknickkorb mit Kühlakkus hatte kaum auf’s Fahrrad gepaßt.

Sie hatte an alles gedacht und er schnitt das frische Baguette auf. Manfred konnte sich nicht entscheiden, was er zu erst sich nehmen wollte, den luftgetrockneten Schinken, den Rohmilchkäse, die Fenchelsalami, die Pastete, die kleinen süßen Kirschtomätchen, die herrlichen Trauben….

Greta hatte eine leichte Röte im Gesicht, sie war außer sich vor Freude und die Schmetterlinge im Bauch wollten nicht mehr aufhören es ihr zu deuten.

Eine tiefe Zuneigung empfand sie für Manfred, der sie aufgeregt ansah. Auf seinen langen, braunen Wimpern hatten sich kleine Tröpchen angesammelt. Manfred, der niemals sentimental wurde, dem immer das Praktische näher war, dem es ganz schwer viel, Gefühle zu zeigen, noch sie auszudrücken, war soo glücklich!

Natürlich hatte sie auch eine Flasche seines Lieblingsbiers dabei, dieses naturtrübe helle, welches in einer Münchner Braugaststätte hergestellt wurde schäumte auf die Isarkiesel.

Die leckeren winzigen Törtchen von Feinkosthaus, das weit über die Grenzen Bayerns bekannt ist, krönten das stimmungsvolle Picknick. Schokoladig, leicht herb – perfekt!

Die Sonne ging unter, nur noch die Natur gab ihre Laute von sich, die Luft wurde frisch und klar.

Das im Glas mit Sand gefüllte Kerzenlicht zauberte ein wunderbares Licht.

Manfred hatte eine Überraschung für Greta vorbereitet. Er wollte eine Flaschenpost versenden.

Auf dem grünen, nach Rosen duftenden Papier stand:

„Greta, Du bist das Zahnrädchen was mir immer gefehlt hat, Du bist die Sonne meines Lebens!

Geh mit mir auf die Lebensreise, wie diese Flaschenpost –

wo immer sie hinschwimmt, geh mit mir! „.

Die Flasche hatte ihre Reise begonnen und Greta war sprachlos, wieder diese Worte: “ Du bist die Sonne meines Lebens, gab es da eine Verbindung? Sie wollte heute nicht grübeln und küsste Manfred innig und er füllte ihr Glas mit Champagner.

Manfred hatte einen Bärenhunger und diese kleinen Röllchen hatten es ihm angetan, hauchdünne gegrillte Auberginen gefüllt mit einem Käse oder mit Kartoffel und Schnittlauch .

„Greta , wo hast Du die denn her?“

Greta lächelte, weisst Manfred, die Aubergine war so schön, das Käserezept meiner Ururgroßmutter wollte ich schon lange mal ausprobieren und so sind sie entstanden, diese Röllchen.

„Auberginen Röllchen gefüllt mit bayrischem Kartoffelkäse“

Zutaten:

1 mittlere Aubergine

1-2 Knoblauchzehen,

Petersilie, Meersalz

300 gramm festkochende Kartoffel

180 gramm Sauerrahm

1 Eßlöffel Kefir oder Milch, dann 3Eßlöffel

3 Eßlöffel Sahne

2 Eßlöffel gute Butter

Schnittlauch

1 Schalotte

Zitronenabrieb

Gewürze: Salz, gemahlener Kümmel, weißer Pfeffer,

Zubereitung:

  • Aubergine mit der Brotmaschine in dünne Scheiben schneiden
  • eine Schale mit Wasser bereitstellen
  • Wasser kräftig mit Meersalz verrühren
  • die Auberginescheiben in das Wasser legen
  • die Kartoffel mit der Schale im Schnellkochtopf ca. 8-10 Minuten kochen
  • dann noch warm pellen
  • Tipp: unter fließendem kalten Wasser geht das ganz leicht
  • die Milch /Sahne leicht erhitzen und mit den angegebenen Gewürzen versehen
  • die Schalotte glasig andünsten – wichtig : ganz klein hacken
  • Schnittlauchröllchen vorbereiten
  • dann aus den restlichen Zutaten einen Teig zusammenrühren
  • abschmecken, etwas Zitronenabrieb hinzugeben
  • in einen Spritzbeutel geben und im Kühlschrank ruhen lassen
  • mindestens 1/2 Stunde

Auberginenröllchen:

  • nun wenden wir uns unseren Auberginenscheiben zu
  • die Scheiben abtropfen lassen und auf Küchencrepe legen, ruhig mehrere Schichten
  • den Grill anheizen, die einzelnen Scheiben mit Olivenöl u. etwas Salz bestreichen und
  • grillen (s. Foto)
  • die Scheiben etwas abkühlen lassen – auf Küchencrepe
  • dann mit gehackter Petersilie und gehacktem Knoblauch leicht bestreuen
  • den Kartoffelkäse aufspritzen und verteilen
  • Röllchen herstellen
  • leicht mit Parmesan und einem Hauch bestem Balsamico versehen und genießen.

Tipp: warme Variante in Tomatensoße kurz erwärmen – ein Traum!

  • auf Zahnstocher aufspießen 1/2 Cherrytomate, Mozzarellabällchen, leicht mit Olivenöl beträufeln und einen Hauch getrocknete Kräuter der provence gönnen.
  • so lohnt sich die eigentlich aufwendige Herstelung der restliche Kartoffelkäse ist vielseitig einsetzbar
  • Brotzeit, Biergarten, Füllung für Ravioli…

Wie die Geschichte weitergeht werdet Ihr erfahren

Soviel schon mal voraus, es bleibt spannend.

„Metzgerfinger und Bratkartoffel….“

(Werbung da Namennennung)

Nach langen Grillabenden mit erlesenen Beilagen (gegrilltes Gemüse, mariniert mit dem alten Balsamico und den Salzkapern,gefüllte Auberginenröllchen in Tomatensoße, diversen Couscous-Varianten, Süßkartoffel vom Blech mit den Gewürzen des Orients, resche Kartoffelscheiben, fein aufgeschnitten mit Rosmarin, diversen Kräuterdips, Zasiski, Nudelsalat, Kartoffelsalat, Reissalat, Knoblauchbrot, Sommerbrote, Fisch in allen Variationen, Lamm, dicke durchgehangene Steaks, saftigen Köfte aus Rind/Lammhack….., Meeresfrüchten, Salaten von meinem Balkongärtchen) reicht es mir!

Das Grillen ist – nachdem das Fleisch/Fisch eingelegt und vorbereitet im Kühlschrank liegt, kein großer Aufwand

Die Vorbereitung der Beilagen und Salate ist zeitintensiv und bleibt an mir hängen, der „kleine“ Picknickimbiss für den See ist für Gö-Ga selbstverständlich. Kühltäschchen pflegen – immer gekühlte Akkus parat haben – Flaschenöffner….

Es folgt die Teilgrillpause I !

Was das heißt? Nun ich lebe meine Würstelleidenschaft in vollen Zügen aus, bei meinen Streifzügen, bin ich immer auf der Suche nach guten Landmetzgereien und nach besonderen Würsten, ob zum Grillen, Sieden oder aus der Faust zu essen- egal.

Stolz, leicht mundwässrig , gönne ich mir den Geruch, frischer Würste und denke sehnsüchtig, an meinen Onkel, den Metzger Alois (s. Beitrag „Die Sau ist tod“)

Diese mannsfingerdicken Schweinewürstel hatten mir es angetan!

Klein, kurz und so dick, wie die Finger meines Onkels.

Am besten werden sie , wenn man sie gaaanz, langsam auf Holzkohle grillt, bis sie die gewünschte Farbe annehmen, aber innen saftig bleiben und der Naturdarm sich verbindet.

Einwenig Kren , Senf – ich liebe die französischen Sorten… und natürlich eine große Pfanne Bratkartoffel, bayrisches , frisches Bier und die Welt ist „weiß-blau“. Augen schließen und dann kommen sie von selbst diese weiß-blauen Rauten.

„Meine Bratkartoffel“

Sä ä

Zutaten:

1 kg festkochende Kartoffel

Sonnenblumenöl

ein großes Stück gute Butter (ca. 100 – 120 gramm

Salz

🧈 ungeschält, gelb, neue Ernte

Kümmel

Panch Phoron

Zubereitung:

  • im Schnellkochtopf am Tag vorher abgedämpft
  • eine Pfanne (ich nehme die große Gusspfanne) mit einem großen Stück guter Butter versehen
  • und einem kräftigen Schuss neutralem Sonnenblumenöl
  • jetzt muß die Pfanne richtig heiß werden
  • die Butter schäumt und ziert sich einwenig
  • durch die Verwendung von neutralem Öl verhindere ich, dass die Butter schwarz wird
  • der buttrige Geschmack bleibt erhalten
  • die Kartoffel schneiden wir in dünne Scheiben und lassen sie Pfanne gleiten
  • zunächst bekommt jede Kartoffelscheibe ihren Platz in der Pfanne
  • einfach einwenig Geduld haben, nicht schwenken , wenden oder hin und herschieben
  • wenn die Kartoffel Farbe angenommen haben, schwenken, wenden und weitere Scheiben nachlegen
  • salzen und wieder bräunen lassen
  • die Pfanne nimmt nach und nach alle gekochten Kartoffelscheiben auf, aufgrund der Fettzusammenstellung und der
  • konstant hohen Temperatur saugen sie Kartoffel sich nicht voll Fett, sondern werden braun und knusprig
  • final mit einer Prise Kümmel und einer Spur Panch Phoron (indische Gewürzmischung, mit gerösteter Saat)
  • jetzt sind auch die Metzgerfinger fertig!

Viel zu schnell waren die Metzgerfinger gegessen, die letzten Kartoffelscheiben aus der Pfanne gefischt.

„Was hast Du denn da für ein Gewürz verwendet?

Verraten habe ich es nicht, denn dann hätte es wieder endlose Diskussionen gegeben.

Wie heißt es so schön: „Männer dürfen alles essen, aber nicht alles wissen..“

Viel Spaß bei der Suche nach dem Metzgerfinger und beim Zubereiten der Bratkartoffel.

P.S gutes Foto war nicht möglich, denn die Pfanne war leer, noch bevor ich mich um entsprechenden Hintergrund bemühen konnte.

„Summer hot and spicy…“

(Werbung, da Namensnennung)

Der Asphalt ist weich, er droht zu fließen , die Hitze flimmert vor den Augen.

An der roten Ampel stehe ich in der Stadtmitte, der Schweiß rinnt mir den Rücken herunter, obwohl ich nur ein paar Kilometer langsam geradelt bin.

Die Trekkingsandalen haben das typische Muster auf die Füße gebrannt, der Körper saugt jeden Schluck Wasser gierig auf, um ihn sofort wieder preis zu geben.

Das kurze Gewitter – fast schon eine Erlösung -.

Im August sind die Tage merklich kürzer und die Sonnenauf – und Untergänge spektakulär. Der See hat die Spätsommerbrise am Nachmittag und läßt die Müdigkeit in die Glieder fahren.

Ganz tief im Inneren spüre ich, dass der Sommer gehen will….

Jeden lauen Abend pflege ich die Lichter zu entfachen und seit langer Zeit, habe ich das Bedürfnis einen schönen, schweren Rotwein zu trinken.

Dazu eine heiße, scharfe Suppe , geröstetes Knoblauchbrot und dann den Fledermäusen zu schauen, bis die Lider von selbst sich langsam schließen und Gö-Ga drängt : „Es ist schon spät, willst du Draußen schlafen?“

Hier meine hot and spicy soup

Sommersuppe für Genießer

Zutaten:

  • das Gemüsefach öffnen
  • 2 Karotten
  • 1/2 Blumenkohl
  • 1/2 Fenchel
  • 4 Tomaten
  • 1 große Kartoffel /festkochend
  • 1 Spitzpaprika – rot –
  • 1 grüne türkische Paprika
  • 2 scharfe lange Paprikaschoten
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Stangensellerie
  • bzw. alles was im Gemüsefach sich anbietet.
  • die ersten Chilis vom Balkon
  • 1 Liter Gemüse oder Fleischbrühe aus dem Vorrat oder Gemüsefond, Rinderfond.
  • 4 scharfe Brühwürste vom Metzger Roiderer aus Straßlach (oder einem Metzger eures Vertrauens)
  • 2 Eßlöffel Olivenöl bester Güte

Gewürze: Safran, Kubenpfeffer, schwarzer Peffer, Meersalz, Chili, geräuchertes Salz, Auberginen-Paprikapaste, Tomatenmark, brauner Zucker mit Vanille, geräuchertes Paprikapulver scharf.

Ein Bouget aus Thymian, Salbei, Rosmarin, Zitronenthymian, Basilikum mit dem Küchengarn zusammenbinden.

Zubereitung:

  • das Gemüse putzen und in mundgerechte Stücke schneiden
  • Zwiebel klein hacken
  • 2 Eßlöffel Olivenöl in den Topf geben
  • die gehackte Zwiebel hinzufügen und leichtanschwitzen
  • mit einem Teelöffen (braunen Zucker, in dem eine Vanilleschote wohnt) karamellisieren
  • 1 kräftigen Teelöffel Tomatenmark, sowie die Auberginen-paprika-Pasten hinzugeben
  • Karotten und Knoblauch hinzufügen
  • nach und nach sämtliches Gemüse in den Topf geben und mit der Brühe ablöschen.
  • auf kleiner Flamme simmern lassen
  • dann die Gewürze zuführen
  • final eine kräfte Brise Rauchsalz, sowie das Kräuterbouget in den Topf geben
  • alles solange kochen, bis das Gemüse bißfest ist.
  • abschmecken
  • und heiß mit dem Knoblauchbaguette servieren

Schaut selbst, diese Suppe ist ein echtes Highlight für heiße Augusttage bzw. Abende.

Guatn!