„Isarflimmern, Seeromantik…..“

Es entstand jene Leichtigkeit des Seins, die wir schon fast verloren hatten.

Die mediterane Hitze – so nenne ich sie – war wieder da. Das Leben begann zu erwachen.Lange Sommernächte sind ein wunderbares Erlebnis.

Sonnenuntergang über der Stadt…. ein gutes Glas Weisswein IMG_1834

Ein paar freie Tage…. Fahrrad satteln und los…

Frühmorgens gehört die Welt einem allein, kleine Tautropfen säumen den Weg, die Vögel begleiten mich Richtung  Wolfratshausen  – raus aus der Stadt.

 

Eigentlich mag ich ja den Trubel der Stadt und die verschiedenen Viertel und auch eine betriebssame Hektik braucht der Mensch, um nicht zu erstarren in seiner Wohlfühlpose.

Nach einer sehr anstrengenden  Fahrt über Stock und Stein erreichte ich mein Lieblingsplätzchen an der Isar – fast menschenleer und doch  so nah. IMG_1799 (2)

Begleitet von den Flößerkapellen döste ich in den Tag, ab und  zu eine kleine Schwimmerfrischung … IMG_1804 (2)

Die 32 grad entschärfte ein lauer Wind und der Tag verging im Flug.

Mein  Knie tat auch nicht mehr weh, nachdem ich beim  Orthopäden war und er eigentlich nicht feststellen konnte, was meinem Knie tatsächlich fehlt. Die MRT-Untersuchung sollte neue Erkenntnisse bringen.

Eine kleine Starnbergerseeumrundung müßte doch drin sein,  die 70 km würde ich schon schaffen.

Wieder 32 grad, die Fahrradwege eng, steinig, aber meist am See sind sehr kräftezehrend. Aber wir schaffen es gegen Mittag sind wir an meiner Lieblingsbadestelle  bei St. Heinrich angekommen.

Der See ist herrlich warm, das Wasser so sanft und kaum Menschen.  Ausgiebig genossen wir es zu schwimmen und das Knie freute sich. IMG_1848

Schnell zogen die ersten dicken Wolken auf  ! Wir waren dem Gewitter restlos ausgesetzt. Soweit es ging verstauten wir unser Hab und Gut in die wasserfesten Satteltaschen und schauten gegen den Himmel. Wir war das noch: „Buchen sollst du suchen…, flach auf die Erde legen….??““ Es donnerte und blitzte schnell, dann setzte ein sintflutartiger Regen ein. Die „natürliche Dusche“ genossen wir in Badekleidung, denn es war warm und die Regendusche eine kleine Erfrischung.

15 Minuten später kam die Sonne mit voller Kraft wieder und blieb. Gegen 18.00 Uhr brachen wir auf und radelten um unser Leben immer das Gewitter im Nacken, welches sich erneut ankündigte. Trocken erreichten wir Starnberg, wo wir die kurze Rückfahrt  mit der DB genossen. Das ist Sommer München – der leider immer zu früh – d. h. nach max. 3 Tagen sich verabschiedet.