„Pfiat di Sommer“

Werbung da Namensnennung

Frank Wedekind …

„Glück und Segen und alles Gute

Gieß dir hernieder ein schützender Stern;

Könnt ich’s erkaufen mit meinem Blute,

Oh, wie erkauft ich es dir so gern.

Freu dich sorglos der sonnigen Tage!

Klarblauer Himmel verkläret den Blick;

Aber mit weicher melodischer Klage

Dämpfe die Schmerzen im Mißgeschick….. „

Gestern früh war ich schon sehr früh auf, eine gewisse Unruhe machte sich in mir breit.

Einmal wollte ich noch an meinen geliebten See.

Eintauchen in das kühle Nass und schwimmen bis zum Horizont. Das kleinbürgerliche „Seeleben“ beobachten und vielleicht den Sonnenuntergang genießen.

Die betagten Herrschaften hatten schon ihre Plätze seit in der früh eingenommen.

Immer der Sonne entgegen sind die komfortablen Liegen, mit Auflagen und den Sonnenschirmen , gerade zu drapiert. Das kleine Tischchen für die Getränke, je nach Laune – der Korb mit den Köstlichkeiten , die Zeitung, das Buch – manchmal nur Attrappe – alles liegt bereit.

So versammeln sich die betagten Damen und Herren den ganzen Sommer schon. Die tiefgebräunte Haut, erscheint fast lederartig, die Frisuren der Damen sitzen perfekt.

Accessoires sind perfekt abgestimmt, mit der Bademode.

Die Herrschaften haben sich viel zu erzählen.

Nur schwer kann ich mich auf mein Buch konzentrieren. Der Klatsch, die Einkaufstipps, die Familientragödien…. sind eigentlich viel spannender.

Die Wassertemperatur wird gradgenau ermittelt und schon schreiten die Damen mit Ihren Poolnudeln – oder mit ihren Partner wieder zum Steg – Noch einmal eintauchen, noch einmal sich treiben lassen.

Dann wird das vielseitige Bade -Equipment wieder in die angemieteten, bzw. vererbten Kabinen verstaut.

Manch einer soll ja hier ganz jährig zum Schwimmen kommen.

Wie ich es genoss, in dem klaren, weichen Wasser , den Seglern nahe zu sein, begleitet von der herrlichen Kulisse, könnt ihr euch nicht vorstellen.

Gegen 16:00 Uhr brach ich schweren Herzens auf, denn ich wollte nochmal den Grill anwerfen.

Lachssteaks m. Venere Reis an Broccolie-Karottengemüse

Zutaten:( f. 2- 3 Personen)

  • 2 Lachssteaks
  • 1 Zitrone
  • bestes Olivenöl
  • 2 frische große Möhren
  • 1 Broccolie
  • frische Kräuter: Oregano, Thymian, Salbei
  • Meersalz – grob –
  • ein Schuss Whisky
  • 250 gramm Venere Reis – schwarz –

Zubereitung:

Schritt 1 :

Die Steaks marnieren ich folgt:

  • 2 Esslöffel Olivenöl werden mit dem Saft einer Biozitrone und den Zesten der Zitrone vermischt, ein Schuss Whisky hinzugefügt und mit groben Meersalz bestreut. Die Einlegeschale abgedeckt und ca. 2-5 Stunden mariniert. (bitte vor dem Grillen rechtzeitig rausnehmen, damit die Aromen sich entwickeln können )

Schritt 2:

  • Möhren kurz schaben, Broccolie abzupfen (ein Teil des Strunks aufheben)
  • dann die Möhren in schräge Scheiben schneiden.

Schritt 3:

Reiszubereitung

Venere Reis ist eine spezielle, Reissolte, die in der piemontischen Po-Ebene Italiens angebaut wird. Es handelte sich um eine geschützte Sorte, die nur von wenigen Reisbauern angebaut wird.

Durch seinen hohen Stärkegehalt ist er auch ideal für Risotto u. auch Süßspeisen geeignet

Er benötigt auch mehr Flüssigkeit , wie die üblichen Reissorten.

Für die Zubereitung habe ich einen Reiskocher verwendet, allerdings bin ich fast zu dem Ergebnis gekommen, dass man im normalen Topf das gleich, wenn nicht besseres Ergebnis erziehlen kann.

Die Kräuter grob schneiden und mit 2 Eßlöffel Olivenöl verrühren.

Reistopf auf Warmhaltestufe stellen, 750 ml Gemüsebrühe,

sowie den gewaschenen Reis, sowie ein Stück Strunk v. Broccolie hinzufügen und warten bis er gegart ist.

Den Grill aufheizen und mit einwenig Olivenöl bepinseln, damit der Fisch nicht anklebt , dann von beiden Seiten grillen und gar ziehen lassen. Dies geht ganz schnell!

Schnell servieren bevor es kalt wird, bzw. gestern abend , bevor das Gewitter uns den Spaß nimmt.

„Hefe-Marzipan-Mandel-Schnecken-

Dieser Herbst, der ein Sommer ist, setzt Energien frei und das Stundengeschenk schafft Freiraum. Gestern morgen es waren gefühlt 8.OO Uhr, aber in Wirklichkeit erst 7.OO Uhr.
Die richtige Zeit im Schlafgewand einen Hefeteig anzusetzen, um sich dann mit der Süddeutschen nocheinmal dezent….
Die Zutaten:

1000 gramm Mehl type 550
4 Päckchen Trockenhefe
100 gramm weiche , gute Butter
150 gramm Zucker
250 ml Milch
2 Eigelb
1 kräftige Prise Salz
200 gramm Mandeln gehobelt
200 gramm Marzipan
gemahlenen Zimt/Zucker
Die Zubereitungsart des Hefeteigs hatte ich ausführlich beim Zwetschgendatschi beschrieben.
Es ist so einfach, alles in die große Schüssel der Küchenmaschine geben, beginnend mit dem Mehl, Hefe, Butter, Zucker, Eier, Salz und zum Schluß die erwärmte Milch ( ca. 40 grad) hinzufügen und den Teig mit dem Knethaken bearbeiten lassen, bis ein Klumpfen entsteht. Erscheint der Teig zu feucht, 1 – 2 Eßlöffel Mehl hinzufügen, soweit er zu stark krümelt und sich nicht zu einem Klumpen verbindet etwas warme Milch hinzugeben.
Diesen Teigklumpen geben wir, bedeckt mit einem feuchten Küchentuch an einen warmen Ort
(Heizung, Sonnenfenster, Garstufe des Backofens)

Vergessen wir den Teig. Nach einer 1/2 – 3/4 Stunde hat sich der Teig verdoppelt und wir
schlagen, kneten ihn nochmals mit den Händen. Hier können wir unseren Aggressionen freien Lauf lassen.

Auf einem Backbrett oder Tisch wälzen wir den Teigklumpen aus. Es erfordert etwas Kraft und Geschick. Übung macht den Meister !!DSC01844
Das Marzipan ebenfalls auf Backpapier dünn ausrollen.DSC01845
Nicht verzagen, nachdem Ausrollen geht es kinderleicht
Die Marzipanplatte legen wir auf den ausgerollten Teig, streuen die gehobelten Mandelspäne auf die Marzipanlatte und geben je nach Belieben etwas Zimtpuder oder ein Zimt-Zucker-Gemisch über die Teig-Marzipanplatte.DSC01848.
Zügig verarbeiten wir die Teigplatte zu einer TeigrolleDSC01849
Diese Teigrolle schneiden wir einfach in nicht zu dicke Scheiben.
Zwei Backbleche werden mit Backpapier belegt. Am besten eignet sich das leicht geriffelte, es rutscht nicht weg. So lassen wir unsere Hefe-Marzipan-Schnecken nochmal sich an einem warmen Ort ca. 15 Min. „gehen“. Dann bei 180 grad am besten ohne Heissluft,an diesem Herbst-Sommertag habe ich beide Bleche gleichzeitig bei 180 grad Heissluft eingeschoben und das Ergebnis war sehr gut. Die Backdauer würde ich mit ca. 20 Min. ggfs. etwas mehr angeben.

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Fotos im gebackenen Zustand waren leider ….. nicht mehr möglich.
Wer möchte kann das Gebäck mit verquirltem Eigelb bestreichen, aber die Ur-Form der Hefe-Schnecke lauwarm , ganz frisch ist einfach unbeschreiblich.

Entspannt konnte ich dann zum meinem „Herbstsommerspaziergang“ aufbrechen.
Die Blüten des Herbstes habe ich festgehalten.
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Hagebutten, blühende Sträucher, Winter bleib…
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Natürlich hatte ich meine Heckenschere dabei und Zweige mit kleinen roten Beeren geschnitten. Sehr dekorativ in der großen Bodenvase in der unten sich gerade der grün-gesprenkelte Zierkürbis ausruht.
Die Natur gibt was sie hat und das im Überfluss. Meine Kammer ist mit Kartoffeln, Wirsing, Petersilienwurzeln, Blaukraut, Zwiebeln, Äpfel, Birnen, Kurbis gefüllt.
Was koche ich morgen, Pastinaken auf grünen Nudeln, an Walnuß-Ingwer-Krokant und weichem Ziegenkäse , das wäre es…
Manchmal kann ich an nichts anderes mehr denken… und immer wieder treibt es mich in Wald und Flur, denn hier kommen mir die besten Ideen für meine Herbst-Winter-Menüs. DSC01867