„was koche ich nur diese Woche?…“

(Werbung , da Namensnennung möglich)

Überall ist zu lesen, dass alles sehr teuer geworden ist und die Inflation unaufhaltsam fortschreitet. Soweit die Lebensmittel betroffen sind, sollte man dies jedoch genau beobachten, analysieren!

Vieles war früher wesentlich teurer , z. b. Fleisch im Verhältnis zu den üblichen Einkommen. Die Menschen haben sich an dem orientiert, was in der Region angebaut wurde, haben eine gewisse Vorratshaltung betrieben und verstanden es einfache, schmackhafte Gerichte zu zaubern. Fleisch gab es am Wochenende, Mehlspeisen waren mindestens einmal in der Woche auf dem Speiseplan, sowie Gemüse je nach Jahreszeit. Natürlich gab es am Wochenende Kuchen und auch mal ein schönes Menü zu besonderen Anlässen.

Würde man dies heute einwenig beherzigen, wäre der Wocheneinkauf sicherlich nach wie vor erschwinglich. Der Warenkorb den letzte Woche eine Münchner Boulevardzeitung veröffentlichte enthielt keinen Artikel , den ich kaufen müßte. Vermeintliche „Markenartikel“ , die kein Mensch braucht.

In der kommenden naßkalten Woche empfehle ich daher:analysieren

Montag: „Antonias Mehl-Klies“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/10401901

Dieses Kindheitsgericht würde ich diese Woche mit schönen Speckwürfel servieren und mit einem Apfel-Mangomus toppen.

Das Rezept für das Apfelmus findet ihr auch auf meinem Blog. Einfach eine reife Mango schälen, pürieren und mit dem Apfelmus vermischen.

Tipp: für das Apfelmus kaufe ich meist gemischte Bodenseeäpfel lose

(oder bei den Supermärkten und Discountern gibt es abgepackte

Beutel, mit der Bezeichnung „säuerlich“)

Dieses Gericht habe ich ebenfalls schon ewig nicht mehr gekocht.

Bin gespannt, wie es ankommt.

Dienstag: „Winter-Kürbis-Knödel“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20732449

Jetzt gibt es noch Kürbis im Gemüsehandel. Es muß nicht immer Hokaido sein. Der Muskatkürbis – zwei-drei Rippen genügen- hat ein wunderbares Aroma, gerade für diese Art Knödel.

Winter-Kürbis-Knödel

Die Beilage kann aus einem kleinen Feldsalat bestehen, angemacht mit Himbeeressig – oder Honigdressing und ein paar Granatäpfelkerne bestreut – ein leckeres Essen.

Mittwoch:

Estragon-Skrei an Fenchelorangengemüse auf Kartoffel-Möhren-Ingwer-Stampf

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/10414107

Jetzt ist die Jahreszeit für diesen herrlichen Kabeljau! Schneeweiß, glasig, gefächert gibt er sich dem Genießer hin. Nicht immer ist er leicht zu bekommen –

Warum nicht Mittwochs mal einen Spielabend organisieren

(Krimidinner z. b. mit den „Kindern“ oder guten Freunden)

Fenchel-Orangengemüse
Skrei – Winterkabeljau

Donnerstag:

„Blumenkohl Variante für Männer“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20732187

Blumenkohl ist gerade sehr preisgünstig auf dem Markt. Meist kommt er allerdings aus Spanien. Es gibt in in verschiedenen Farben (lila, grün..)

Eine willkommene Abwechselung, wer sich vom Wirsing, Spitzkohl, dem üblichen Hartgemüse mal etwas abwenden möchte.

Tipp: Kochwasser und Strunk nicht wegwerfen

hieraus ist eine schnell Suppe gezaubert, die herrlich nachdem Winterspaziergang wärmt und den kleinen Hunger – zwischendurch -bändigt. Angereichert mit einer Currymischung, etwas Zitrone und vielleicht ein paar fritierten Kichererbsen eine echte Bereicherung der Woche.

Freitag: „Quinoa Bratlinge -herzhaft – extravagant“

Nochmal lege ich sie Euch ans Herz! Zunächst war ich sehr zwiegespalten bei meinem Restverwertungskochen, aber dann

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20732712

„Quinoa-Bratlinge gesund und herzhaft“

Tipp: versucht rotes Quinoa zu bekommen, es soll noch gesünder sein!

Quinoa- Mischung für Bratlinge
Quinoa-Bratlinge

Samstag:

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20732272

Walnuß-Radicchio-Blauschimmel-Pasta

Die Bitterstoffe, der Käse und die Walnüsse verbinden sich zu einer geschmackvollen Einheit

Sättigend und schnell gemacht, vielleicht haben wir ja am Freitag noch was vor?

Blauschimmelkäse

Bis lang kein Fleischgericht! Keiner wird es vermissen und das Haushaltsbudget wird auch nicht überstrapaziert.

Brot der Woche :

kleine Weizenbrote – frisch mit selbstgemachtem Aufstrich, Käse..

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20731794

Am Sonntag empfehle ich einen kleinen Ausflug – oder auch nicht –

Aber einen gescheiten Landgasthof, wo es einen guten Braten gibt, werdet ihr schon finden.

Viel Spaß beim Schmökern, Kochen und macht das Beste aus Allem!

M. Kuhl

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„Quinoa – Superfood oder Modegetreide ?“

Die letzten Tage habe ich meine Vorräte aufgeräumt, die Tiefkühlschubladen mit Essigwasser ausgewaschen und ein sogenanntes

„Schrank-Kühlfach-Essen“

veranstaltet. Natürlich war Gö-Ga mehr als skeptisch.

„Mach doch das was Du immer gut machst! “

Geht’s noch? Ehrlich, manchmal ist mir in meinem Unruhezustand schon etwas fad und so entstehen Gerichte, Rezepte, Aktionen, Unterehmungen, die das Leben bereichern.

Der erste Schrank:

  • diverse Reissorten, Nudeln, Saaten aus den unterschiedlichsten
  • Ländern, Regionen
  • ja – Bio-Quinoa 500 gramm – Ablaufdatum: 15.3.2022 (kann Getreide schlecht werden ?)
  • Chia-Samen
  • im Kühlschrank:
  • 1 Rest Sauerkraut
  • ein Stück Kren
  • Rest griechicher Joghurt
  • in der Obstetagere – Granatapfel – Elster-Äpfel
  • in der Zwiebelschublade 2-3 französische Schalotten
  • in der einen Gefrierschublade befand sich außerdem Blattspinat

Die üblichen Bratlingrezepte verwenden nicht die vorhandenen Zutaten.

Mein erster Versuch aus diesen Zutaten Quinoa-Bratlinge herzustellen war nicht perfekt. Der Geschmack war zwar nicht schlecht, aber es fehlte die Bindung in der Masse. Auch wollte ich dem Pflanzerl einen Geschmack verleihen, der sich an den Zutaten orientiert.

Neuer Versuch mit den nachfolgenden Zutaten:

Zutaten: (für 4 Personen)

  • 280 gramm Quinoa
  • 220 gramm frisches Sauerkraut aus dem Fass
  • ca. 500 ml Gemüsebrühe (Kochanleitung Reiskocher=Verhältnis 2:1)
  • 2 Schalotten
  • 1 säuerlicher Apfel mittlerer Größe
  • 2 Teelöffel frisch geriebenen Meerrettich (oder einen Eßlöffel aus dem Glas
  • 40 gramm Chia-Samen
  • 3 Eßlöffel grobe Haferflocken
  • 1 Eßlöffel Maisstärke
  • 1 Granat Apfel (je nach Größe reicht auch die Hälfte)

Spinat-Topping

400 gramm Blattspinat

1 Eßlöffel Butter

einen kräftigen Schuß Martini

2 1/2 Eßlöffel Joghurt 10 %

Gewürze:

Salz, Pfeffer, im Mörser gemahlener Kümmel, Muskatnuss, frisch gerieben (natürlich immer ganz zum Schluß)

Sonstiges:

neutrales Bratfett (Sonnenblumenöl, Rapsöl ect) zum Ausbacken und Anschwitzen der Schalotten

1 Stück gute Butter

Zubereitung:

  • Quinoa in kaltem Wasser 5-10 Minuten einweichen
  • abspülen
  • im Reiskocher mit der erforderlichen Menge Gemüsebrühe garen
  • bzw. im Verhältnis 2 Teile Brühe 1 Teil Quinoa im Topf garen, bis das Wasser vollständig verkocht ist. (Ggfs. noch Salz und Pfeffer hinzufügen, je nachdem wie gut die Brühe gewürzt ist.
  • Schalotten klein schneiden, Kümmel mörsern
  • die Schalotten mit 1 Eßlöffel Öl glasig dünsten
  • das Sauerkraut gut ausdrücken und grob klein schneiden
  • den gekochten Quinoa lockern und mit einem kräftigen Stück Butter versehen
  • Sauerkraut, Quinoa, Kümmel, Haferflocken, Chia Samen in eine Schüssel geben
  • den Apfel hineinreiben und den Meerrettich frisch reinreiben
  • mit etwas Pfeffer aus der Mühle versehen
  • 2/3 der gedünsteten Schalotten hinzufügen
  • mit den Händen alles gut vermischen und ca. 20-30 Minuten
  • beiseite stellen (am besten kühl)
  • in der Zwischenzeit den Spinat in eine Pfanne geben und auftauen lassen, immer wieder die Flüssigkeit abgießen
  • dann die restlichen Schalotten kurz fertig dünsten, mit Martini ablöschen, Salz, Muskatnuss versehen
  • warmstellen
  • Granatapfelkerne vorbereiten
  • nun zügig kleine Bratlinge formen
  • das Sonnenblumenöl erhitzen (Kochlöffelprobe)
  • und die Pflanzerl bzw. Bratlinge goldgelb ausbacken
  • in der Zwischenzeit den Spinat mit dem Joghurt pürieren, Joghurt mit laufen lassen, Muskatnußabrieb hinzufügen, ggfs etwas nachsalzen
  • und auf vorgewärmte Teller streichen
  • mit den Granatapfelkernen bestreuen
  • schnell die Bratlinge hinzufügen und aus den hungrigen , skeptischen Essern werden Genussesser
  • guuuut, wow, da nehm ich noch zwei!

Einwenig Aufwand ist es schon, aber es lohnt sich!

Auch die Sauerkrautmuffel sind hier schnell zu überzeugen.

Die Wintersonne lacht mich an, jetzt werde ich einen ausgiebigen Spaziergang machen.

Hoffentlich begegnen mir nicht wieder diese Krapfen, gefüllt mit einer Eierlikörmasse oder Mohn-Zwetschge …..

Eine schöne Restwoche – bis bald

„Pasta, einfach guuut „

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Heute Freitag, den 21. Januar, – 1 grad, bewölkt. Eine leichte Schneeschicht hat sich verheißungsvoll über alles gelegt.

Das neue Jahr rast dahin… Kleine Ausflüge, ein paar Tage Tirol, kleine „Besorgungsreisen“ ins Münchner Umland – Ammersee, Bad Tölz , ein längst überfälliger Theaterbesuch im neuen Münchner Volkstheater, Essen beim Sternekoch, lange Isarspaziergänge erheiterten meinen Unruhezustand.

Nicht immer ist mir wohl bei meinen Unternehmungen bei den derzeitigen Coronameldungen. Nachdem ich am 8.1. endlich geboostert wurde, denke ich „positiv“ und hoffe, dass es mich nicht erwischt.

Natürlich habe ich einwenig gekocht.

Hauptsächlich vegetarische Gerichte – sehr arbeitsintensiv -.

Daher habe ich sie Euch noch nicht angetan.

(z. B. Quinoabratlinge mit Spinatcreme, Rosenkohl-Kichererbsen-Curry…)

Gö-Ga nervt schon seit Tagen – er will Schnitzel ….

Panierstraße, Butterschmalz – das brauch ich jetzt wirklich nicht.

Erst fahr ich mal zum Viktualienmarkt – vielleicht finde ich ja Schwarzwurzeln , schwarzen Rettisch, bunte Beete.

Der sonst so quirlige Markt scheint verwaist… Viele Stände haben noch zu und die Stimmung ist einwenig gedämpft. Beim „FischWitte“ im „Zelt“ hocken die Menschen dicht an dicht – Corona ist hier kein Thema. Sicher sind sie alle geboostert, lassen die Gläser klingen …. .

Meine Schwarzwurzeln bekomme ich und das Sauerkraut ist ausverkauft.

Na, ja – auch nicht mehr was es mal war.

Sie schwadroniert...: " es gelingt nur mit dem Peccorino, dem speziellen Speck.., die Nudeln müssen innen hohl sein....!"

Jetzt zu meinem eigentlichen Thema..

Meine Tochter hat mehrere Jahre in Rom gelebt und ist in unserer Familie die Carbonara-Queen.

Sie schwadroniert…: “ es gelingt nur mit dem Peccorino, dem speziellen Speck.., die Nudeln müssen innen hohl sein….!“

Mein Gott! Eier, Speck, Käse, Spaghetti – was soll da schon so speziell sein

Mit meiner Carbonara bin ich kläglich gescheitert. Kleinlaut mußte ich zugeben, dass ihre Carbonara eine echte italienische Offenbarung ist.

Die Soße ist gebunden, sämig , nicht geronnen – wie meine –

Der Speck sooo cross, die Nudeln saugen die Soße wunderbar auf, der Hauch frischer, schwarzer Pfeffer – ein echter Nudeltraum-

Mein bayrisches Wammerl ist wahrlich nicht geeignet für dieses Nudelgericht.

„Carbonara-Kochkursus“ für Anfänger mit Larissa Kuhl

Einen Ton hat sie drauf, von wem sie das nur hat…

Die Zutaten sind hier das Geheimnis.

Es funktioniert nur mit dem echten Guanciale, dem italienischen Schafskäse Pecorino, der nicht zu alt sein darf!

Die Bucatini N. 9 (Barilla) eigenen sich am besten, denn sie sind innen hohl, praktisch etwas dickere Spagetti. Sie saugen gierig die cremige Soße auf! Zum Glück haben wir in der Nähe einen original italienischen Supermarkt, wo ich alle Köstlichkeiten finde. (Superissimo-supermercato)

Genau der Markt, den Tom CoffeeNewstom Blog schon mehrfach erwähnte.

Zutaten:

  • ca 220 gramm besten Guanciale
  • 4 Eier Größe (L) und zusätzlich ein Eigelb
  • 200 gramm Pecorino frisch
  • 500 gramm BUCATINI N.9

Gewürze: grobes Meersalz, schwarzer Peffer, Muskatnuss frisch gerieben.

und los:

  • den Speck klein schneiden
  • den Pecorino reiben
  • hierzu verwende ich meine Küchenmaschine
  • sie macht das sehr schnell und der Käse behält seine Festigkeit
  • die Eier zum geriebenen Pecorino geben und mit einer Gabel vermischen, bis sich die Masse aneinander gewöhnt hat, bzw. sich eine schlunzige Masse gebildet hat.
  • etwas schwarzer Pfeffer aus der Mühle und frischgeriebene Muskatnuss hinzufügen
  • jetzt setzen wir das Nudelwasser auf
  • Tipp: eine getrocknete Chillischote ins Wasser geben und 2 Eßlöffel grobes Meersalz
  • in einer großen gusseisernen Pfanne lassen wir den Speck knusprig werden
  • dies dauert schon eine Weile !
  • wenn der Speck richtig gross ist, heben wir ihn mit einen Schöpflöffel aus der Pfanne und lassen ihn auf Küchencrepe abtropfen
  • jetzt die Hitze auf die kleinste Stufe runterreduzieren
  • und 1 -2 Schöpflöffel vom kochenden Nudelwasser in die Pfanne geben
  • mit einem Holzlöffel Speckfett und Wasser verrühren und einwenig einreduzieren lassen.
  • bei Bedarf etwas von dem ausgelassenen Speckfett entfernen
  • aber niemals komplett – es ist zu bedenken, dass keinerlei Öl , Butter verwendet wird – dieses Speckfett ist der Geschmacksträger pur!
  • bei kleiner Hitze nochmal einen Schöpflöffel Nudelwasser zugeben, so daß der Pfannenboden leicht mit Wasser bedeckt ist
  • nun die aldente gekochten Nudeln direkt aus dem Kochtopf in die Pfanne geben. Auf keinen Fall das Wasser wegkippen!!!
  • auf kleiner Flamme die Nudeln sich mit dem Kochwasser/Speckfett verbinden lassen.
  • die Pfanne darf auf keinen Fall zu heiß sein, denn sonst gerinnt die Eimasse sofort!
  • Ein Schöpflöffel Nudelwasser zur Eimasse hinzufügen – um die Eimischung zu „temperieren“.
  • nun geben wir die Eier-Käse-Mischung mit einem weiteren Schöpflöffel Nudelwasser in die Pfanne und verrühren es mit dem Kochlöffel
  • die noch wässrige Konsistenz braucht jetzt etwas Geduld
  • auf kleinster Stufe mit dem Holzlöffel langsam rühren
  • und jetzt verbindet sich das Nudelwasser und die Ei-Käse-Mischung
  • zu einer cremigen Soße – ohne weitere Zutaten –
  • nach Bedarf gefühlvoll ggfs. Kochwasser zugeben
  • die Nudeln stets in Bewegung halten , d. h. mit einer Zangen ständig durch die Masse ziehen
  • die vorgewärmten Pastaschalen werden zügig befüllt und der knusprige Speck über die Pasta verteilt
  • am besten funktioniert dies mit der Zange, so gelingt es auch die Pasta dekorativ auf den Teller zu bringen
  • frischer schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • und eine Spur Meersalz
  • und sofort essen …

Die cremige Soße hat sich hingebungsvoll um die Bucatini gelegt, der Speck kracht …. Der Pastatraum geht in Erfüllung!

Es lohnt sich dieses Zubereitung genau zu befolgen und in den Pastahimmel aufzusteigen.

Schönes Wochenende !

Guanciale bräunt in der Pfanne – es dauert —

„Wintercouscous und kleine Lammlachse…“

Kalt muß es sein, am besten Minustemperaturen, dann gelüstet es mich nach Deftigem. Sauerkraut, Blut und Leberwurst, ein schöner Barolobraten, langsam im Ofen gegart – Draußen schneit es, der Rotwein wärmt Körper und Seele….

Winterliche Gewürzvariationen – ein heißer Glühwein – Lebkuchen, Früchtebrote auf dem langen Isarspaziergang genießen.

Ich hoffe doch sehr, dass es nochmal richtit zapfig wird und dann…

Heute lade ich Euch ein, mit mir meinen Wintercouscous zu genießen. Die Zutaten sind vielleicht gewöhnungsbedürftig – aber überzeugten letztlich die verwöhnten Gaumen meiner Lieben.

Wintercouscous

Zutaten:

  • 2 kleine möglichst frische Karotten
  • 1 kleine Spitzpaprika geschält
  • 1 Knoblauchzehe
  • 10 cm frischer Ingwer
  • 2 Teelöffel
  • die Kerne von einem Granatapfel
  • 3 kernlose Datteln
  • eine Chilischote ohne Kerne
  • 2 Limonen
  • 1 Bund gehackter Koreander
  • 250 gramm Instandcouscous
  • 2 Teelöffel Ajvar (Aubergingenpaste)
  • Abrieb von einer Zimtstange (ein Hauch)
  • Steinsalz
  • 2 Teelöffel Ras el Hanout
  • bestes Olivenöl

Zubereitung:

  • den Couscous mit einem Eßlöffel Olivenöl und einer kräftigen Prise Salz gem. Packungsangabe – Wasser mit Öl und Salz aufkochen –
  • Couscous hinzufügen vom Herd nehmen, abdecken und 10 Min. quellen lassen.
  • er sollte sich meiner Gabel lockern lassen
  • unbedingt draufachten, dass er nicht zu nass wird ! (d. h. Wassermenge :weniger =mehr)
  • das Karotten, Datteln, Paprika ganz klein schneiden
  • und mit einer Spur Rohrzucker , etwas Olivenöl anschwitzen
  • unter den Couscous heben und mit der Auberginenpaste, Salz Ras el Hanout abwürzen
  • Granatäpfelkerne unterheben
  • alles locker vermischen
  • Salz aus der Mühle
  • Abrieb der Limonen und den Saft hinzufügen
  • 1 1/2 Eßlöffel Olivenöl bester Güte hinzufügen
  • den gehackten Koriander einstreuen
  • und einwenig durchziehen lassen, aber warm halten

Lammlachse:

Zutaten:

  • pro Person 2 kleine Lachse parieren
  • ungefähr 1-2 Stunden vorher aus der Kühlung nehmen
  • Rosmarin, Knoblauchzehen vorbereiten
  • Restvanilleschote
  • 1 kleine Chilischote
  • Olivenöl und Butter

Zubereitung:

  • Pfanne aufsetzen mit Olivenöl und einem Stück Butter
  • auf mittlerer Termperatur erhitzen (nicht zu heiß)
  • Rosmarin, Knoblauch ruhig mit Schale, Chili, ein kleines Stück einer Vanilleschote in das ÖL/Buttergemisch geben.
  • die Lammlachse von allen Seiten rundherum anbraten, so dass sie Farbe angenommen haben
  • dann Herd auf Stufe 1 zurückstellen
  • und gar ziehen lassen und in der Öl-Buttermischung schwenken
  • rosa sollten sie sein!
  • es dauert ca. 10 Minuten, wenn nachdem Anbraten die saftigen Lammfilets langsam garziehen, nachdem sie rundherum angebraten wurden.
  • Wichtig: Herd sofort zurückstellen !

Wer will kann noch eine leichte Soße mit Schalotten, Rotwein reduzieren lassen und mit Butter aufmontieren. Allerdings erforderlich ist es meines Erachtens nicht. Die Lammlachse sind saftig werden kurz mit Meersalz aus der Mühle gesalzen und leicht gepfeffert.

Lecker, leicht, wenn es im Winter mal Frühling ist – genau das Richtige –

Einen guten Schluck verträgt das kleine Gericht sicherlich gerne!

Gut gestärkt, gehen wir ins Konzert, Theater und genießen das Leben, soweit es in diesen Zeiten möglich ist.

P.S auch hier setzte sich Gö-Ga durch – die Portion könnte schon etwas netter, kleiner sein…

„darf es auch mal wieder Fleisch sein…“

Uff, schnell gingen die Weihnachtstage vorbei.

Das neue Jahr verwöhnte uns direkt mit Temperaturen von 14-16 grad, strahlendem Bayernhimmel und lud zu Ausflügen in die Natur, in die nahen Berge….

Auch wir schmiedeten, natürlich Antizyklisches Ausflugverhalten. Wir gehen, fahren dahin , wo wir nicht so viele Menschen vermuten, zu einer Zeit, wo die meisten beim Mittagessen…. sind.

Auch die Startzeiten sind von besonderer Bedeutung.

Beliebtes Hobby meiner Familie war das Kripperlschauen. Hierzu reiste man von Ort zu Ort und besuchte die Krippe in den jeweiligen Kirchen. Natürlich war die heimische Krippe und insbesondere unsere Hauskrippe nicht zu überbieten.

Klosterkirche Dietramszell

So begab ich mich an Sylvester und am Neujahrstag auf Kripperlschau und mir ist jetzt endlich klar geworden, warum diese bestimmte Weihnachtsstimmung meiner Kindheit, Jugend nicht mehr aufkommt. Dieses Jahr hatte ich schon keine rechte Lust die weihnachtlichen Dekorationen vorzunehmen und begnügte mich mit dem wesentlichen und ein paar Lichterketten.

Es gibt sie nicht mehr die riesengroße Hauskrippe, mit dem speziellen Moos aus dem bestimmten Wald, bzw. Felsen. Es gibt sie nicht mehr die zimmerhohe Tanne aus dem Garten oder dem Wald. Die Tanne wurde 1 Tag vor Heiligabend geschlagen und erst am Heiligabend aufgestellt und geschmückt.

Diesen Duft, nach Wald, Tanne, Moos kann man durch nichts ersetzen.

Wir sollten uns auf unsere Möglichkeiten besinnen und neue Formen entwickeln, welche dieses Weihnachtsgefühl – Ihr wißt schon , was ich meine – wieder aufleben läßt.

Soweit so gut.

Meine Weihnachtsküche habe ich auch nicht mehr mit dem Aufwand betrieben, wie es traditionell erwartet wurde. Es entstanden neue Rezepte. Schmunzelnd beobachte ich die staunenden Gesichter meiner Lieben.

Meine kleinen Überraschungen will ich auch Ihnen nicht länger vorenthalten.

Hier ein Beispiel, wie man schnell ein Gericht zaubern kann, welches Zeit und Raum läßt für wichtigere Dinge (z. B. Reden, Spielen, Musizieren, Lachen, Spazierengehen ….)

„bayrischer Hirsch meets asiatisches Gemüse“

Zutaten:

(4-6 Personen, je nach Vorspeise)

  • 1,6 kg Hirschkeule
  • Zitronengras
  • Ingwer frisch
  • Sojasoße
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • Chilischote rot und scharf
  • Sesamöl
  • 2 Karotten
  • Paprika (Spitzpaprika mit dünner Haut oder schälen)
  • 2 Schalotten
  • Lauch
  • 125 gramm Zuckerschoten
  • 3 pak choi
  • 125 ml Cocosmilch
  • 1/2 Teelöffel rote Currypaste
  • 1 Bund Taibasilikum
  • neutrales Bratöl (Sonnenblumen, Rapsöl ect)
  • 1/2 Liter Gemüsebrühe bzw. Wildfond
  • Steinsalz aus der Mühle,
  • SzechuanPfeffer (zerstoßen im Mörser)
  • 1 Teelöffel Mais- oder Kartoffelstärke, kaltes Wasser um die Soße ggfs. sämiger zu machen.
  • Abrieb und Saft einer Limette
  • 1 Prise Vanillezucker bzw braunen Zucker

und so geht es ganz schnell…

am Morgen bereiten wir mit dem Pürierstab in einem schmalen Becher die Basis für unseren Hirsch-Wok vor:

  • Zitronengras, klopfen und in klein Stücke schneiden
  • 2 Eßlöffel Sesamöl mit Sojasoße vermischen
  • Knoblauchzehe schälen
  • Chili entkernen
  • gut 10 cm frischen Ingwer grob kleinschneiden

Diese Zutaten in einen hohen, schmalen Becher geben und durchpürieren.

Das Fleisch in kleine , mundgerechte Würfel schneiden und mit der hergestellten Masse marinieren, Abrieb einer Limone hinzufügen und abgedeckt kühl stellen ( ca. 8-10 Stunden)

  • das Gemüse putzen und wokgerecht (d. h. so klein, dass man es mit Stäbchen genießen kann) vorbereiten
  • den Reiskocher befüllen gem Scala mit gutem Basmatireis, Steinsalz zum salzen verwenden, sowie Abrieb von der Kurkumawurzel in das Wasser reiben ( ergibt eine wunderschöne Aromatik und gleichzeitig eine schöne Farbe) , natürlich Reis vorher waschen und Menge der Personenzahl anpassen
  • den Wok ohne Öl anheizen, dann Bratöl hinzufügen und gut heiß werden lassen. (Kochlöffelprobe wäre nicht verkehrt)
  • das Fleisch nach und nach für 1 1/2 Minuten im heißen Fett anbraten
  • sofort raus nehmen und warmhalten
  • dann einen 1/2 Teelöffel rote Currypaste mit Öl vermischen
  • Gemüse – hartes Gemüse zu erst – unter ständiger Bewegung garen
  • den Pakchoi erst ganz zum Schluß beigeben
  • Brühe angießen, Cocosmilch hinzugeben
  • auf ganz kleiner Flamme die Soße falls erforderlich andicken
  • mit dem Saft einer Limone , etwas SzechuanPfeffer, Steinsalz abschmecken
  • den warmgestellten Hirsch sanft unterheben
  • final die gezupften Taibasilikumblätter drüberstreuen und auf den Tisch
  • den duftenden Kurkumareis in Schalen vorbereiten und so wird die Tischrunde zu einem gelungenen Fest.

Tipp: ansich kochen die Asiaten mit den leichten – ich sage Blechwoks, bzw. im Handel findet man oft die formschön aussehenden Edelstahlwoks. Persönlich bevorzuge ich allerdings einen Wok aus Gusseisen, da wir nicht die Garmöglichkeiten haben (Gasbrenner) ect um in den asiatischen Woks zu kochen. Beim gusseisernen Wok gelingt es mir sehr leicht das Kochgut immer nach oben zu schieben- denn dies ist eigentlich das Geheimnis – um auf der kleinen Fläche des Woks das nächste Gemüse anzubraten. Durch das ständige Hochschieben behält das Gargut den erforderlichen Biß, denn wir wollen doch knackiges Gemüse und nichts Verkochtes.

Dieser Wok begeisterte sogar Gö-Ga – einwenig gezickt habe ich natürlich schon – denn er häufte sich seinen Teller nach meiner Ansicht viel zu voll. Ob er es noch lernt in diesem Leben. Die Hoffnung bleibt mir…