„Grüne Gerichte und summende Helfer….“

Milde wurde ich im Frühjahr von meiner Familie belächelt. Meine Streifzüge durch die diversen Gartencenter brachten jede Woche ein neues Pflänzchen mit. Auberginen, Zuccini, Tomaten, Rucola, Pflücksalat, rotes Mangold….

Die verschiedenen Habaneros bis zur Schärfe 10 , Paprika , div. Kräuter habe ich auf meine beiden Balkone verteilt, umrahmt von Bienenblumen, wie ich sie nenne.

Das wird nie was in unseren Breitengraden, so meine Gö-Gatte …..

Meine kleine „grüne Lunge“ wächst und gedeiht wunderbar. Stundenlang bin ich mit Gießen, Zupfen, Düngen , Schädlingsbekämpfung beschäftigt.

(Brennnesseljauche, Milchmischung müssen auch hergestellt und zielorientiert eingesetzt werden.

Auberginenblüte

Abends , wenn die Sonne untergegangen ist, entspanne ich bei einem Glas Weisswein. Ja, coronabedingt sind die Menschen mehr daheim und man hört so manches, was mir früher doch tatsächlich entgangen ist.

In der letzten Zeit konnte man im Netz, in der Presse, sowie in wissenschaftlichen Abhandlungen interessante Diskussionen verfolgen, welche Auswirkungen das viel gepriesene home office hat.

Zusammenfassend wurde festgestellt, dass der Mensch an sich nicht dafür geeignet ist, nur über digitale Kontakte zu kommunizeren.

Dies deckt sich auch mit meinen Beobachtungen.

Ungefährt 400-500 m von meinem Balkon entfernt, baut sich mehrmals täglich Mister „Wichtig“ (so nenne ich ihn) auf.

Große, schalldichte Kopfhörer zieren seine Halbglatze, bekleidet, täglich mit einem , ich würde sagen (Shorty) =Schlafanzug für Männer im Sommer.

So tänzelt er auf seinem Balkon , lautstark gestikulierend, die Körpersprache ist in vollem Einsatz.

  • “ genau… ich würde vorschlagen …..
  • nein, dies muss geprüft…
  • ja, das war doch mein Vorschlag
  • Herr Dr.. muss sich der Sache annehmen
  • Grüß Gott, schön , dass ich Sie erreihe
  • das Budget beträgt 1.2 Mille… usw.“

Man merkt deutlich, dass ihm die Bühne, der Flipshart, der große Konferenztisch mit geduldigen, bzw. kopfnickenden Personen gänzlich fehlt. Andererseits ist es für ihn die große Chance, niemanden zu Wort kommen zu lassen und sich im digitalen „Gesülze“ zu bestätigen. Die Gesprächsteilnehmer /innen haben sicher längst auf lautlos gestellt und feilen sich die Nägel….

Da ist eine neue Marktlücke geboren für die großen Coaches der Branche.

Der digitale Workshop – Kurs mit einem Tagessatz von 1800-2500,– EURO ist zwingend, wenn man künftig bestehen will

Mein Rezept will ich Euch nicht vorenthalten.

Die ersten Zuccinis gilt es zu ernten, der Koreander ist so üppig gewachsen und läßt dem Zitronenthymian keine Luft mehr.

  • Koreanderdip – green

Zutaten:

2 großzüge Hände voll Koreander schneiden

1 walnußgroßes Stück Ingwer

2 große Radieschen

1 saftige Stöpselgurke

1 Spritzer Zitrone, Abrieb ebenfalls

kräftiger Schuss bestes Olivenöl

und los

alles in den Pürierbecher geben und durchpürieren.

Es entsteht eine giftgrüne Creme, welche wir mit einwenig Chillisalz aus der Mühle anreichern

Final 1 1/2 Teelöffel griechischen Joghurt (mind. 10 %)

und der Dip kann serviert werden.

Sorry, meine Zuccinipflanzerl waren so schnell aufgegessen. Es war kein Foto mehr möglich. Wie so oft bei meinen siebenköpfigen Raupen.

ZUCCINIMASSE

Rezept:

Zutaten

3-4 nicht so große Zuccini

2 Eier

3 Eßlöffel Vollkornweizenmehl)

1 handvoll Haferflocken

kräftig mit Chilisalz, Pfeffer, Muskatnuss würzen.

So gehts:

Zuccini raspeln nicht zu fein –

Eier, Mehl , Gewürze, Haferflocken hinzufügen und alles zu einem Teig vermengen.

Ca. 1/2 Stunde stehen lassen.

Dann in einer beschichteten Pfanne schöpflöffelweise ausbacken.

Mit einer kleinen Salatgarnitur ( Rucola, Tomate) anrichten und weg sind sie , meine Zuccinipflanzerl

Schönes Wocheende

„Sucht nach Sommer….“

Dieses Jahr war es sehr quälend für mich, der kalte Mai, der nasse Juni , belasteten mein Wohlbefinden ungemein.

Kein Schwimmen in meiner geliebten Isar, keine laue Sommernacht, die zum ausgiebigen Terassenabend einlud.

Wie ich die lauen Sommernächte liebe habe ich schon oft beschrieben.

Hastig, aufgeregt und voller Vorfreude fuhr ich an den See.

Warf meine Utensilien auf ein Handtuch , riss mir praktisch die Kleidug vom Leib und rannte zum Steg.

Ganz genüsslich schwebte ich die kleine Einstiegstreppe hinunter, kurzes Abkühlen und schoss kopfüber in das noch kühle Nass.

Bewegte meine ungeduldigen Glieder und hatte nur noch ein Ziel:

Raus auf den See – erst wenn die Sonnenschirme am Strand klein werden, die Boote im kleinen Hafen aussehen wie Spielzeuge, dann habe ich mein erstes Sommerziel erreicht.

Immer wieder tauchte ich unter. Das Wasser spült die ganze Schwere der vergangenen Wochen fort. Schwerelos , leicht, schwebend fühlte ich mich.

Am Horizont meine geliebten Berge , alles strahlte in diesem tiefen, gleichzeitig leuchtenden Blau. Diese angenehme Luft, die strahlenden Farben erwärmen mich, obwohl die kalten Strömungen des Sees von Zeit zu Zeit mich erfrischend berühren.

Das ist für mich Sommer!

Natürlich habe ich auch ein Sommerrezept – zum Genießen mit einem guten, frischen Weisswein….

„Sommerkartoffelsalat“

Zutaten:

1,5 kg festkochende Kartoffel

schwarze entsteinte Oliven ( Menge nach Belieben)

10 kleine Cherry-Tomaten

2-3 kleine Frühlingszwiebel (besonders gut – die kleinen roten)

1 kleine Zuccini

100 gramm bester italienischer roher Schinken

1 kleine rote Spitzpaprika

frische Peperocini

frisches Basilikum

1/8 Liter Gemüsebrühe

Gewürze: schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Meersalz a. d Mühle

Vinaigrette:

  • weißer Balsamico v. bester Güte
  • Olivenöl bzw. Zitronenolivenöl
  • Chiliöl
  • Dijon Senf
  • Abrieb einer Biozitrone

Die vorgenannten Zutaten mit dem Schneebesen aufschlagen. Es sollte sich eine homogene Masse ergeben, die ggfs. mit einem kleinen Schluck Mineralwasser ergänzt werden kann (wenn zu dickflüssig)

Zubereitung:

Die Kartoffel im Schnellkochtopf 10 Min. mit Salz abdämpfen oder 20 Min. im normalen Topf 20 Min.

Währenddesssen die Zwiebel, das Gemüse, den Schinken klein schneiden und in der Pfanne anschwitzen.

Mit der bereitgestellten Gemüsebrühe ablöschen .

Die abgekochten Kartoffel möglichst warm abpellen und in Scheiben schneiden . Dies hat den Vorteil, dass die warmen Kartoffel die Zutaten viel besser aufsaugen und so ein guter Geschmack entsteht.

Die abgelöschten Zutaten über die warmen Kartoffeln geben und locker durchmischen.

Die Vinaigrette aufschlagen und diese ebenfalls über die Kartoffel geben.

Die Tomaten vierteln und locker über den Salat verteilen.

Tipp: eine handvoll Rucola ergänzt den mediteranen Kartoffelsalat genial

Mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle abschmecken, Basilikum , Oliven hinzugeben.

Fertig!

Im Kühlschrank oder in der Kühlbox wartet der frische Salat geduldig.

Viel Spaß beim Nachkochen und einen genussreichen , sonnigen Sonntag!