"weiße Pfirsiche – Limetten und Champagner"

Schönes , warmes Wetter … Schon um sieben in der Früh ging ich auf Beutezeug, wie mein Herr Gemahl zu sagen pflegt.
Meine Ausbeute: große Zitronen von der Amalfiküste, Zwiebeln aus Tropea , wunderschöne Bachsaiblinge….
ein gutes Glas Wein im Hinterhof…. und schnell nach Hause.
Hier warten weiße, aromatische Pfirsiche, Zwetschgen der Extra Klasse – ohne Würmer, saftig und nicht zu fest nicht zu reif, herrliche Sommeräpfel mit roten Bäckchen….

Eine kleine Fee, mit dem schönen Namen Larissa, hatte schon die Pfirsiche entsteint und kg-weise abgewogen und so konnten wir direkt draußen auf meiner Induktionsplatte die erste Marmelade köcheln.

Hier das Rezept:
Zutaten:
1 kg weiße, reif Pfirsiche
Gelierzucker 2:1
2 Limonen
Saft einer 1/2 Amalfiküstenzitrone
125 ml rosa Champagner oder rosa Prosecco – aber nur zur Not –

Schritt 1 :

Pfirsiche entkernen und grob klein schneiden, mit dem Zucker vermischen und ca. 1-2 Stunden – oder auch über Nacht ziehen lassen.
Limonen heiß abwaschen und in Scheiben schneiden
Ausreichend Zwistgläser vorbereiten.
Mit kochendem Wasser – am besten aus dem Teekocher übergießen und auf ein trockenes Küchentuch setzen –

Schritt 2:

Auf mittlerer Stufe leicht köcheln lassen. Zitronensaft hinzufügen.
Wenn die Früchte langsam zerfallen, den Champagner hinzufügen und weiter köcheln lassen.
Dann mit dem Pürierstab kurz pürieren, so dass eine homogene Masse entsteht.
Eine Gelierprobe nehmen.

Schritt 3:
Jetzt fix mit dem Marmeladentricher – ist zwingend – sollte in keinem Haushalt fehlen ! – die Marmelade einfüllen.

Heute Morgen die Offenbarung , die Farbe kräftiges Rosa und der Geschmack !!!

Diese wunderbaren Früchte hatte ich aus einem Garten im Schwabenland bekommen. Nochmal vielen, vielen Dank.
Diese Früchte u. diese Marmelade kann man nicht kaufen …

Die Zwetschgen wurden ebenfalls angereichert mit Portwein zu einer feinen, winterlichen Marmelade verarbeitet.
S. Blog vom Okt/2012 hier finden Sie das ausführliche Rezept.

Die großen , frischen Bachsaiblinge habe ich gefüllt mit Zitronen, Thymian, Salbei, Meersalz gegrillt.
Dazu Sellerie- Kartoffelstampf – mit neuen mehligen Kartoffeln und frisch geerntetem Sellerie .
Schnell, einfach und gut.
Doch bevor wir den letzten Schluck des herrlichen Weißweins genießen konnten, donnerte u. blitzte es
Sommerabend wieder mal vorbei.

Aus den herrlich aromatischen , rotwangigen Sommeräpfeln entstand eine Apfel-Pie der besonderen Güte.
Angereichert mit kandiertem Ingwer, Calvados werden wir sie heute Nachmittag mit einer leichten Zimtsahne genießen.
Jetzt muß ich aber Radeln, denn es ist gerade ein paar Stunden Sommer.

Schönen Sonntag.

Hier meine Variante mit Feigen
Zutaten:
700 gramm weiße Pfirsiche und 300 gramm frische, reife Feigen

kochen wie zuvor beschrieben und hier endlich wieder ein „Bildchen“
P1050397-doku

"Schichtgulasch"

P1050318Jeder von uns kennt sie diese Schmorgulasch-Rezepte die stundenlang köcheln sollen, mit Wein…. Kräutern, stundenlanger Schnippelei und dann übrig bleibt ein großer Topf mit Fleischbröckchen – oft mit leicht wässriger Soße –
nennt man heute Bratenjus.

Hier mein schneller „Schichtgulasch“ gelingt Jedem und schafft glückliche Gulasch-Genießer !

Die Zutaten für 6 -8 Personen

1,5 kg Rindfleisch aus der runden Schulter
1,2 kg Schweinefleisch aus der Oberschale – ohne Deckel
3 Rote Zwiebel
3 weiße Metzgerzwiebel (kleinere bevorzugen)
2 Spitzpaprika rot
2 Möhren
1 Stück Sellerie
1 Petersilienwurzel
1 kleines Stück frischer Ingwer
1 Knoblauchzehe
1 Dose italienische Tomaten
Lorbeerblatt, grüne, rote frische Chilis,
Butterschmalz, Olivenöl,
1 Eßlöffel Mehl
1/2 Liter guten Rotwein
1/4 Liter Gemüsebrühe
Tomatenmark
Gewürze:
Peitschenpfeffer, Szechuanpfeffer, Tellicherry Pfeffer, grobes Himalaya-Salz, Pimenton de la Vera La Chinata
http://www.lachinata.com

und so geht es ganz schnell:

Top: 1
Hartgemüse(Möhren, Petersilienwurzel, Sellerie, 1/2 Zwiebel) in kleine Würfel schneiden, Spitzpaprika entkernen und in Streifen schneiden. Die Zwiebeln schälen und auf der Brotmaschine in Ringe schneiden.
Hartgemüsewürfel in ein Gefäß , Zwiebelringe in eine Schale, Paprika – alles gut vorbereitet schafft enormen Freiraum
für ein Glas Wein, einen kleinen Ratsch…

Top: 2
Rindfleisch in nicht zu kleine Würfel schneiden, Schweinefleisch ebenfalls.

Top: 3
Zwei Pfannen mit Butterschmalz versehen , walnußgroß
Den gußeisernen Bräter mit 1 Löffel bestem Olivenöl versehen

Aufheizen – und los gehts:
Hartgemüsewürfel ins Olivenöl, Tomatenmark hinzufügen und farblos anbraten – Tomatenmark verbindet sich mit dem Gemüse
– Temperatur zurücknehmen –

Top 4:
Das Fleisch anbraten, bis es Farbe annimmt

Top 5:

Das Rindfleisch auf die Hartgemüse geben und mit den vorbereiteten Zwiebelringen bedecken.

Dann das Schweinefleisch in den Bratentopf geben und wieder mit Zwiebelringen bedecken. Auf mittlerer Temperatur leicht köcheln lassen. Mit dem Rotwein ablöschen.

Top 6:
Pfeffer im Mörser zerstoßen, Lorbeerblatt, Knoblauch, Chilis über das geschichtete Fleisch geben, mit dem scharfen Paprikapulver bestäupen
Spitzpaprikastreifen hinzufügen.

Top 7:
Brühe angießen, Dosentomaten hinzufügen,mit einem Eßlöffel Mehl abstäuben , Deckel drauf und
bei 180 -200 grad ca. 60 Min. in den vorgeheizten Backofen.
P1050324
Nun haben wir genügend Zeit, Knödel, Nudeln, Spätzle was auch immer vorzubereiten,

den Rotwein atmen zu lassen und auf die Heimkehrer zu warten.
Es duftet herrlich und alle Last des Tages fällt, die dampfenden Semmelknödel lechzen nach der wunderbaren Soße, die alles miteinander verbindet, Gemüse, Fleisch und die Heimkehrer.

Mein Semmelknödelrezept und meinen Spezialgulasch finden Sie unter:http://www.kuechengoetter.de/community/profil/kurbis.html
Viel Spaß beim Nachkochen

"Buchweizensalat Körner de Luxe"

Nach meinen üppigen Wochenendmenüs ist es nun an der Zeit mal bewußt sich zu ernähren …..

Gestern hüpfte mir bei meinem bekannten Drogeriemarkt eine Packung Buchweizen -Bio – in den Einkaufswagen.

Eine Internetrecherche ergab:

Buchweizen ist kein Weizen, keine Getreideart
Das Korn ist glutenfrei und kann vielfältig verwendet werden, außerdem ist es reich an Kalzium und Magnesium.

So und jetzt?

Kühlschrankcheck:

Rote Bete, einen Rest Spinatblättchen – eigentlich f. Salat –
Eier sind auch noch da und Kräuter, die ich am Wochenende vom Markt mitgebracht hatte.
Schafskäse, eine schöne kräftige Hühnerbrühe ist auch noch im Gefrierfach.
So entstand mein „gesunder Buchweizensalat“

Zutaten für 4 Portionen

300 gramm Buchweizen
600 ml Gemüse/Fleischbrühe je nachdem auch instant
200 gramm Rote Bete
100 gramm Salatspinat
4 Eier
1/2 Bund Dill
1 1/2 Teelöffel Senf
2 Eßlöffel Schmand
40 gramm Kürbiskerne
Salz, Pfeffer, A.OC Piment D`Espelette, 1 Messerspitze Kreuzkümmelsamen
150 gramm Schafskäse
1 Limone
1 Zitrone
1Eßlöffel Honig
Olivenöl
weisser Balsamico oder Weinessig

Zubereitung:
Schritt 1
Die Brühe auftauen und erhitzen. Die Buchweizenkörner in einen Topf geben und ohne Fett leicht rösten – bis es einwenig knistert – dann mit der Brühe ablöschen – und ca. 10- 12 Min. bißfest garen.

Schritt 2
Rote Bete grob klein schneiden und die Eier mit dem Eierkocher hart kochen und in kaltes Wasser legen.

Schritt 3
Denn Buchweizen über ein Sieb abgießen und kalt abspülen – gut abtropfen lassen.

Schritt 4

Eier schälen und Eigelb mit einem Teelöffel herauslösen.
Eigelbe, mit dem Schmand und Senf verrühren, Dill unterrühren
Die Masse wieder in die Eihälften füllen,

Das gab es früher immer bei meiner Mutter, wenn sie Gäste hatte und sie nannte es russische Eier – oben drauf kam dieser künstliche Kaviar – aber wir mochten es immer gerne

Schritt 5
Schafskäse grob zerkleinern, Spinat waschen und trocken scheudern

Schritt 6
Buchweizen, Rote Bete, Schafskäse, Spinat miteinander vermischen und mit Salz, Pfeffer, Piment d Espelette , 1 Messerspitze Kreuzkümmel im Mörser zerstoßen , 1 Limone auspressen und den Saft über die Masse träufeln. Gut durchmischen – am besten geht das mit den Händen –

Schritt 7
Die Kürbiskerne in einer fettlosen Pfanne rösten – während wir die Vinaigrette zubereiten –

Schritt 8
Vinaigrette

Saft von 1 Zitrone, flüssigen Honig, ca. 6 Eßlöffel Olivenöl oder Sonnenblumenöl, 2 Eßlöffel weißer Balsamico oder Weissweinessig bester Güte, 1 Teelöffel Senf
zu einer Vinaigrette aufschlagen – mit einem kleinen Schneebesen oder Schüttelbecher gehts am schnellsten –

Schritt 9

Nochmals Durchmischen, Vinaigrette unterheben, auf Teller verteilen, Eier hinzufügen

Lecker, sättigend und soo gut. Bestens geeignet für Picknick oder Mittagspause im Park
2013-04-16 21.32.41

2013-04-16 21.32.10

"Veggie-Menü"

Mein Menü für das Wochenende stand ja eigentlich, ja aber nur eigentlich.
„Heute Abend habe ich meine Freundinnen zum Essen eingeladen, was gibt es ?“

„Gut, aber Luisa muß sich glutenfrei ernähren“.
Zunächst stöberte ich einwenig bei meiner „Kochverwandten“ Trudelwww.glutenfrei-kochen.de/
Trudels glutenfreies Kochbuch – glutenfreie, laktosefreie und vegetarische Rezepte für Brot, Kuchen und mehr!

Mein Mühlenbesuch ergab: 1 kg Buchweizenmehl, 500 g Bio Quinoa
Hier mein Veggie-Menü

Vorspeise: Quinoa tabule mit frischer Minze

Hauptspeise: Buchweizen-Gemüse-Lasagne

Nachspeise: Bananen-Ingwer- Schoko -Eis

An meinem rechten Zeigefinger habe ich mir eine Blase geschnippelt – kommt man aus der Übung?

1. Vorspeise
„Quinoa kommt aus Peru oder Boliven und wird für Suppen und Eintöpfe verwendet. Quinoa hat eine sehr hohe Eiweißzusammensetzung und für die glutenfreie Küche bestens geeignet.
Quinoa quillt beim Kochen um das dreifache auf.“ .. so die nette Frau in meiner Stadtmühle.

Zubereitung: 5 Personen

Zutaten: 250 gramm Quinoa
1/2 Spitzpaprikaschote
1/2 Aubergine
1 handvoll getrocknete Tomaten
1 Zitrone
frische Minze u. Petersilie
2 Messerspitzen Couscous Gewürz ( muß aber nicht sein)

1. Die Körner kalt gründlich spülen, bis das Wasser klar bleibt.
Dann die Körner in einen Topf geben und fingerbreit mit Wasser bedecken.
1/2 Teelöffel grobes Meersalz hinzufügen und ca. 10-12 Min. kochen lassen.
Dann ausschalten und weitere 10-15 Min. quellen lassen.

2. Während des Kochens das Gemüse in kleinste Würfel schneiden, über die Aubergine etwas Zitronensaft geben und das Gemüse mit einem 1/2 Eßlöffel Olivenöl leicht andünsten.

3. Zitrone auspressen und die Kräuter fein hacken

4. Quinoa und Gemüse miteinander vermischen, Zitronensaft hinzufügen, Kräuter unterheben
Abschmecken mit Meersalz und etwas Kreuzkümmel gemahlen bzw. Couscousgewürz.

Für 1-4 Stunden durchziehen lassen, so schmeckt es am besten!

In Servierringe geben und mit einem frischen Minzeblättchen und einer kleinen Spalte Zitrone oder Limone anrichten.
Die Mädels waren hin und weg – und soo einfach geht das !

Hauptgang:

Zutaten:
2 Karotten
1 nicht zu kleines Stück Sellerie
2 Paprika
2 kleine Aubergine
1 kleine Stange Lauch
100 gramm frische Pilze
2 Dosen beste italienische Dosentomaten
ca. 350-400 gramm herzhaften Käse (z. B. Bergkäse, Raclette-Käse)
Tomatenmark
frische Kräuter: Rosmarin, Salbei, Thymian… was der Markt bietet

für den Teig:

400 gramm Buchweizenmehl
4 Eier Größe M
1-2 Eßlöffel Kartoffelmehl
Maismehl zum bestäuben und verarbeiten.
1 knapper Teelöffel feines Meersalz
1 1/2 Eßlöffel bestes Olivenöl
ggfs. 1-2 Eßlöffel Wasser,

Die Teigherstellung kann man nicht exakt beschreiben.Er sollte von elastischer Konsistenz sein und ganz wichtig er muß mindestens 1-2 Stunden in Klarsichtfolie im Kühlschrank ruhen.

Zubereitung:
1.Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben, das Salz hinzufügen und eine kleine Mulde
in das Mehl drücken. Die Eier auf das Mehl geben und mit dem Knethaken bearbeiten. Es entsteht ein grauer, krümeliger Teig und wir sehen sehr schnell, dass der Teig noch etwas Feuchtigkeit benötigt.Olivenöl hinzugeben.
Das Kartoffelmehl geben wir hinzu, damit ein glatter Teig entsteht.
Nochmals mit dem Handballen kräftig bearbeiten zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und ab in den Kühlschrank.

2. Gemüse klein schnippeln oder durch die Küchenmaschine jagen. Meine persönliche Meinung ist, dass die kleinen Karottenwürfel besser ihren Biß behalten und auch die übrigen Gemüsezutaten, wenn sie von hand „geschnippelt“ werden bißfest bleiben.
Aber wenn es schnell gehen muß ist die Küchenmaschine eine wertvolle „Schnippelhilfe“

3. Den Käse mit Hilfe der Küchenmaschine in streufähige Masse verarbeiten oder kleine Würfelchen
schneiden.
4. Die Dosentomaten in einwenig Olivenöl mit Peffer, Salz und Rosmarin, einem kleinen Schuß Gin zu einer Soße verarbeiten. Einwenig Puderzucker einstreuen und gaanz leise köcheln lassen.

5. Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ein Backbrett mit Maismehl bestreuen und hierin den Teig nochmal kräften bearbeiten.
Nun ist er bereit zum Auswälzen. Am besten geht das mit einer Nudelmaschine. Die Walze zunächst grob einstellen und mehrfach durchrollen, bis die gewünschte Stärke erreicht ist.

Tipp: Die Buchweizenplatten nicht ganz so dünn auswalzen – wird auch kaum gelingen, denn der Teig ist etwas „brüchig“. Es empfiehlt sich daher nicht zu große Teigplatten herzustellen.

6. Einen großen Topf kochendes Salzwasser vorbereiten und die Lasagneblätter kurz kochen , bis sie an die Oberfläche kommen.

7. Auflaufform einfetten und die abgetropften Lasagneblätter einlegen.
Dann das Gemüse drüberstreuen und mit Käse bedecken.
8. Die Tomatensoße über den Käse geben

9. Die letzte Schicht sollte mit Käse bedeckt sein
10.Die restliche Tomatensoße angießen und bei 170 grad ca. eine 3/4 Stunde in den Backofen
Ober-Unterhitze geben. Ab und zu mal überprüfen, ggfs. mit Alufolie bedecken. Der Käse sollte nicht allzu braun und somit hart werden.

Sogar mein Ehemann war widererwarten begeistert :“ hierzu hätte ich kein Fleisch gebraucht !“
Denn natürlich hatte ich zwischendurch feine, kleine Zitronen-Salbei Kalbsschnitzelchen produziert.

Der leicht nussige Geschmack der Buchweizenlasagne war sehr gut und den Rest vom Nudelteig habe ich zu Bandnudeln geschnitten – über Nacht waren sie getrocknet – und fanden reißenden Absatz bei den Mädels am nächsten Tag. In Dosen verpackt halten sie sich 1-2 Wochen, vorausgesetzt sie sind gut getrocknet.

Nachspeise:
Zutaten:

3 kleine , reife Banananen
175 ml entrahmte Milch
120 gramm franz. Creme douple
40 gramm Zucker
50 gramm gehackte Schokolade 70 %
frischer , fein geraspelter Ingwer
kandierter, fein gehackter Ingwer
Zubereitung:

Bananen, Milch Creme douple, Zucker zu einer Masse mit dem Stabmixer verrühren.
In den Kühlschrank oder Eisfach stellen

Alle Zutaten in die Eismaschine geben , final frisch geraspelten Ingwer und die gehackte Schokolade in die laufende Maschine einfließen lassen.

In Gläser portionieren , eine frisches Minzblatt hinzufügen mit einwenig kleingehacktem
kandierten Ingwer bestreuen – weniger ist mehr –
und servieren.
Eine wahre Geschmacksexplosion !!

Dann waren alle glücklich, die Mädels „bröselten“ sich für ihren Club auf
ich spendierte noch einen Gin-Tonic von meinem besten Gin zum „Lockerwerden“ und
um 23:00 Uhr blieb uns „Alten“ nur noch das Aufräumen.
Ja, so ist das Leben.

"Quickly Spaghetti Vongole"

Muscheln soll man nur in den Monaten mit „R“ zubereiten, so lautet die Empfehlung. Jeder hat es schon mal gelesen, gehört. Es gibt verschiedene Empfehlungen der Ernährungspäpste, die empfehlen Muscheln nur von September – Februar zu verzehren.
Aber der April hat auch ein „R“ und ich denke, dass man in den warmen Jahreszeiten auf Muscheln verzichten sollte, wegen Algen, Aufbewahrung…..

Ob als Vorspeise oder schnelles unkompliziertes Abendessen mit Freunden, mit selbstgemachten Tagliatelle, winzigen , aromatischen selbstgepflückten Minitomaten. Dieses Gericht kann den Urlaub in Italien ein kleinwenig zurückholen – Meer, Sonnnenuntergang, dazu den Weißen mit den 13 Umdrehungen…

Für mich ist es auch einwenig „Winter-Ade-Essen“, denn im Sommer kaufe ich keine Muscheln aus den genannten Gründen. Ein richtiges Gericht zwischen den Jahreszeiten und soo schnell gekocht, entscheidend sind die Zutaten! Frühling der 1. 002 (2)Frühling der 1. 008 (1)
Für 4 Personen sind die Zutaten als Hauptgang gedacht, für 7-8 als Vorspeise:

1000 gramm kleine Vongolo – sogen. Venusmuschel –
3 Stück rote Chilischoten oder Peperoncini
1-2 Stück Knoblauchzehen – bzw. frischer hauchdünngeschnittener frischer Knoblauch –
125 ml Weißwein
1/2 Bund frische glatte Petersilie
Gewürze: Meersalz
500 gramm Spaghetti – Nr. 3 – oder frische Tagliatelle
1 handvoll , kleine Minitomaten
Olivenöl von bester Güte
Zubereitung:

Die Muscheln waschen. In eine entsprechend große Schüssel legen wir einen Teller hinein (damit der Sand aufgefangen wird)
Die Schüssel mit Wasser auffüllen, eins -zwei Prisen Meersalz hinzufügen und zwei Chilischoten hinzufügen. Dies führt dazu, das die Muscheln – sie leben ja! – den Sand ausspucken. Es ist schön zu beobachten – wie es ganz leicht plup macht und sich die Muscheln bewegen. Eine Stunde könnnen wir den Muscheln um sich auszuspucken.

In der Zwischenzeit setzen wir das Nudelwasser auf(eine Chilischote ins Wasser) und bereiten den gehackten Knoblauch vor, den 1/4 L Weißwein, denn die Muscheln sind in 3-6 Min. fertig.
Petersilie und eine weitere Chilischote ebenfalls kleinhacken Frühling der 1. 007 (1)Frühling der 1. 009
Je nach Garzeit der Nudeln starten wir:
Am besten nehmen wir einen großen Topf mit Deckel
Knoblauch mit einem Eßlöffel Olivenöl anschwitzen – nicht bräunen lassen ! –
Die Muscheln abgießen und in den Topf geben, mit Weißwein ablöschen. Es verdampft ganz schnell und nun den Deckel auf den Topf.

Den Topf nach ca. 2,5 Min. geschlossen rütteln, die Muscheln springen auf. Temperatur etwas zurücknehmen, wieder rütteln.
Nudeln, abgießen und die Nudeln zu den Muscheln geben.
Durchmischen, mit gehacktem Petersilie u. der gehackten Chilischote bestreuen alles gut mischen und heiß servieren.

Bon appetito !Frühling der 1. 010 (2)

Nachspeise: Rhabarber-Mango-Tiramisu – Rezept folgt bei Gelegenheit –
Frühling der 1. 019

"Rosa Abend und Mangochutney"

Die Zeit ist dieses Frühjahr ganz besonders hektisch, meine Kochliste wird immer länger.
Irgendwie kommt man zu nichts und gar nichts.
Meine Freundin und Nachbarin hatte ich seit mind. 2 Monaten nicht gesehen, dabei haben wir immer so viel zu Lachen, Ratschen und……

Meine Alice ist eine vielseitig interessierte Frau, ob Yoga, Literatur, Film, Mode, die neueste Schminktechnik beherrscht sie stets wie die kreativste Visagistin der Nobelschminkmarke. Sie ist in der ganzen Welt zu hause und ihrem Lachen kann keiner widerstehen. Sie liebt gutes Essen, ausgesuchte Weine und rosa Champagner..
Auch ich gestehe, eine gewisse Schwäche für dieses Getränk in dem blassen Rosa. Es hat eine gewisse Leichtigkeit des Seins, beschwingt ungemein ohne zu betören.

So gönnten wir uns einen Rosa-Abend. Alice hatte aus Brasilien herrliche Mangos zu Mango-Chutney verarbeitet. http://www.kuechengoetter.de/rezepte/Wuerzmittel-/-hot-spice-Mangochutney–1678093.html
und so entstand:

„Putenschnitzel gefüllt mit Mangochutney in krosser Cornflakes-Panade“
DSC01974
Zutaten: 4 Personen
1. ca 350 gramm festes Putenfleisch am Stück
2. Cornflakes nach Belieben
3. Mangochutney
4. Meersalz
6. eine Prise A.O.C. PIMENT D ESPELETTE
7. zwei Eier
8. zwei rote Chilischoten in kleine Ringe geschnitten
9. neutrales Öl zu Ausbacken

Zubereitung;
1. Auf der Brotmaschine schneiden wir dünne, gleichmäßige Schnitzel
2. Eine Schale/Teller befüllen wir mit Cornflakes und zerbröseln diese. Entweder befüllen
einen Gefrierbeutel mit den Cornflakes und zerkleiner sie mit einer leeren Flasche oder d.
Nudelholz oder wir zerbröseln die Cornflakes in dem Gefäß mit dem Fleischklopfer. Frühling der 1. 007
3. Zwei Eier verquirlen und die rote Chilischote in feine kleine Ringe in das verquirlte Ei
geben.
4. Nun bestreichen wir die Schnitzel von beiden Seiten – wie eine Scheibe Brot mit dem
herrlichen Chutney und ziehen die Schnitzel kurz durch die Eiermasse.
5. dann wälzen wir die Schnitzel in der Cornflakes -Panade und lassen sie ins heiße Fett
gleiten.
6. Ganz schnell nehmen diese Schnitzel Farbe an und ich gönne ihnen kurzes Ausruhen auf dem
vorbereiteten Küchenkrepp.Frühling der 1. 008

Essen ist fertig ! Dazu paßt körniger Reis mit Kurkuma angereichert oder auch einen ind. Mandelreis mit Rosinen. s. Archiv.

Frühling der 1. 010
Irgendwie gelingt es mir nie, alles schön dekorativ anzurichten, meine „Esser“ kommen mit dem Teller in der Hand schon in die Küche – wartet – „Mensch Mama, ich habe soooo einen Hunger wir haben den Tisch gedeckt – es riecht so guuuut.
Wieder kein Foto!!!
Danke Alice!!!

"Lesobst "

Wie so oft entstehen Rezepte einfach, so war es auch heute. Ein ganzes Kilo Birnen gab es nicht mehr, also fügte ich noch ein paar dieser harten, aromatischen Äpfel hinzu.
Aber schon wieder Williams, Sternanis… Nein, in meinem Gewürzschub fand ich wilden Kardamon (grüne, intensiv riechende Kapseln), einwenig rosa Pfeffer, ja könnte ich mir vorstellen. Aber womit dopen wir denn diese Marmeladenkreation. Bei meinem Sohn im Regal fand ich Irish Whiskey
– riecht ganz gut – ja das wäre eine gute Idee!

So entstand die beste „Birnen-Apfel-Ihrish Whiskey-Marmelade“
Rezept:

800 gramm Lesebirnen (geschält u. in grobe Stücke geschnitten)
200 gramm Leseäpfel (geschält u. in grobe Stücke geschnitten)
500 gramm Gelierzucker 2:1
6 Stück grüne Kardamonkapseln (im Mörser leicht angeschlagen d.h. geöffnet)
1 Zitrone
60 ml kann auch etwas mehr sein Irish Whiskey der besonderen Güte.

Wie schon beschrieben verfahren, in Gläser füllen ,die Deckel mit dem altmodischen Packpaierbespannen u. „Meggies-Irish-Whiskey“ Marmelade ist bereit zur nächsten Dinner-Einladung oder ????

Was tue ich bitte mit den restlichen Äpfeln.
DSC01813
Apfelmus, ja das wäre ganz gut.
Hier meine
„Calvados-Kardamon-Zimt-Kreation“

Rezept: 1,5 kg gemischte Leseäpfel
2 st Zimtstangen
4 Kardamon-Kapseln – angeschlagen, geöffnet –
2 Zitronen
60 ml Calvados

Die geschälten Äpfel gebe ich in einen großen Topf u. füge die Zimtstangen, die Kardamonkapseln, sowie die in Scheiben geschnittenen Zitronen hinzu. Wichtig, ohne Zucker hinzuzufügen, stelle ich den Herde auf mittlere Stufe. Wenn es leicht zicht u. duftet lösche ich den Topf mit dem Calvados ab. Die Temperatur nehme ich zurück und lasse das Apfelmus auf kleiner Flamme so lange kochen bis die Äpfel schön zerfallen.
Dann passiere ich das Mus durch die „Flotte Lotte“ oder auch durch ein Sieb.
DSC01818DSC01819
Auch dieses Mus könnte man in Twistgläser füllen und so auf Vorrat produzieren. Aber bei meiner Familie ist das so eine Sache.

Spinatsalat an Speckpflaumen und gegrilltem Halloumi

Babyspinat, er ist mein Lieblingsgemüse, ob als Spinat oder leichtes Pfannengemüse.
An einer dunklen Vinaigrette eine besondere leckere Vorspeise, zur Fisch- oder Fleischhauptspeise. Meine zweite Ehec-Salat-Variante ein kleiner Sommertraum

Zutaten:

150 gramm Babyspinat – frisch-
200 gramm Halloumi
6-8 Erdbeeren
12 Backpflaumen
12 hauchdünne luftgetrocknete Speckscheiben

Dressing:
2 Eßlöffel Kernöl (Kürbiskernöl aus der Steiermark)
2 Eßlöffel kaltgepresstes Olivenöl
2 Eßlöffel Walnußöl
2 Eßlöffel Balsamico
2 Eßlöffel Himbeeressig
3 Teelöffel Zwetschgenchutney
12 Zahnstocher
Zubereitungsschritte:

1. Den Spinat locker waschen, d. h. nicht drücken und vorsichtig in der Salatschleuder „trocknen“
2. Die Backpflaumen mit dem Speck umwickeln und mit einem Zahnstocher fixieren.DSC01107
3. Erdbeeren zupfen und waschen
4. Den Halloumi in Scheiben schneiden.DSC01108
5. Zwei Pfannen geben und in einer die Backpflaumen rösten, in der anderen – am besten Grillpfanne – den Halloumi grillen.
6. Aus den Ölen und weiteren Zutaten eine Vinaigrette aufschlagen.
(Alle Zutaten des Dressings in ein hohes Gefäß geben und mit einem kleinen Schneebesen oder dem Milchaufschäumer aufschlagen. Ggfs. einwenig Wasser zugeben, wenn die Masse zu dickflüssig werden sollte)

7. Nun verteilen wir den Salat auf die Teller, geben den gegrillten Käse, unsere Backpflaumen-Speckröllchen hinzu, die Erdbeeren werden dekorativ angerichtet.
Dann geben wir unser Dressing über den Salat und servieren mit Baquette und im Sommer mit einem gut gekühlten …. Ros…. , Pros….
DSC01109
Ja und morgen, werden wir einen Salat wildem Rucula, Tomaten , Büffelmozzarella, Basilikum, Pinienkernen…
Denn endlich ist klar nur die Sprossen sind schuld.
Denn Tomaten kann man in unseren Breiten eh nur im Sommer essen.
Der Salatsommer kann kommen Entwarnung, jedenfalls vorerst.
Wer kann schon genau voraussagen, was wir morgen nicht essen dürfen!!

"Hefeteig" will nicht immer gehen…..

Hefeteig hat seine eigene Dynamik. Erst vor wenigen Jahren habe ich mich zusammen mit meinem Sohn an ihn herangetraut. Dieser Teig hat in jedem Land seine besondere Geschichte, die französischen Brioches, die Germknödel aus Österreich, die Pizzen aus Italien… alle haben etwas gemeinsam, sie werden aus Hefeteig gebacken.

Wie oft hatte ich schon Schiffbruch erlitten, der Teig war nicht gegangen oder so dick geworden, dass man Mundsperre bekam, wenn man in den Zwetschgenkuchen beißen wollte.
Dieser Teig verfolgt mich von Kindheitsbeinen an.

In unserer Famlie wurden riesige Bleche, 12o x ca. 90 cm in alten Backhaus gebacken.
Diese Bleche wurden dann eingeschoben, wenn das Brot gebacken war und die Hitze im Backofen schon abgekühlt war. Hefekuchen mit Zimt und Zucker, Hefekuchen mit Apfelmus, mit herrlichen Teigriemchen dekoriert, ganz zu schweigen vom saftigen Zwetschgenkuchen im Herbst.
Meine Großmutter sehe ich heute noch in der riesigen Holzschüssel mit ihren kräftigen, muskulösen Armen wirken.
Mit einem vielsagendem Lächeln, sah ich zu, wie sie den Teig geradezu lustvoll maleträtierte.
An wen sie nur dachte, wenn sie sagte; “ Der Teig braucht kräftige Schläge“
Vielleicht an den Großvater, der den Frühschoppen wiedermal überzogen hatte, an die Nachbarin, die obwohl das Los auf meine Familie gefallen war, den frühen Backtermin ihr weggeschnappt hatte, an die „bucklige Verwandtschaft“, die morgen kommen sollte… Genaues konnte ich nie erfahren, aber nach dem Hefeteigmachen, war meine Oma gutgelaunt und scheuchte alles was sich nicht wehrte, denn an Kirmes sollte ihre Verwandtschaft, Schwester, Bruder mit Kind u. Kegel anreisen, auch die Familie meines Vaters, Schwestern, Bruder…

Es war allerhand zu tun um die Sippe satt zu bekommen.
Dann reisten sie an, schmipften über die kurvenreiche Strecke des Tales und nahmen gleich an der riesigen Kaffetafel platz. Meine Tante hatte mit dem besten Porzellan eingedeckt, die Kaffeefilter aus Porzellan standen auf drei – bis vier Kannen- zum Einsatz bereit.
Schon waren sie da,die Schwester meiner Oma mit ihren Töchtern. Riesige Frauen, die einem abschmatzten und drückten, dass einem die Luft wegblieb. Schnell weg und diese feuchten Begrüßungsküsse abwischen. „Kinder schauts her, was wir Euch mitgebracht ham, „Prallinees“, die gibts bei Euch sicher nicht!!“ Noch heute sehe ich diese Pralinenschachteln vor mir um die wir 4 Kinder uns zankten, denn eigentlich schmeckten uns Pralinen gar nicht sooo guut!
Bis heute nennen wir diesen Teil der Verwandtschaft die Sippe der Prallinees. Da war der Schwager meiner Großmutter ein echter Lokführer, der fortwährend betonte, dass er mal Pension bekommen würde, wovon mein Großvater nur träumen könnte.
Wir Kinder wußten mit diesem Begriff nichts anzufangen, nur eines blieb haften „Pension“ mußte ganz tolles, wertvolles sein, wann immer man sie bekam. Dieser gedrungene, kleine Lokführer aß nur die Randstücke des Kuchens und packte sich gleich noch welche ein, für morgen, für unterwegs u. überhaupt..
Ein Geräuschpegel herrschte in der Stube, man verstand sein eigenes Wort nicht.
Dann wurden riesige Platten unseres selbstgeräucherten Schinkens aufgetischt und was uns strengstens verboten war, der Lokomotivführer aß die Schinkenscheiben ohne Brot, dazu Gurken u. rülpste was das Zeug hielt.
Vor Lachen schüttelte es uns Kinder, wurden die Diskussionen einwenig hitzig, schlichtete Oma mit viel Charme ..
Es war nichts übrig von diesem tollen Hefekuchen, Kranzkuchen (Hefezöpfe mit Nüssen u. Rosinen), Obstkuchen, Käsekuchen…. Wurst- u. Schinkenbrote…

So lange ich denken kann, gab es Samstags in meiner Familie Zimtkuchen u. Krümmelkuchen (Streusel) und Sonntags gab es Obsttorten, Käsesahne…
Kuchen waren in den großen Familie eine Art Sättigungmittel, das Mittagessen viel nicht so üppig aus, das Frühstück war meist schon früh , vor dem Kirchgang um acht Uhr morgens eingenommen worden.

Aber ich konnte u. wollte diesen Kuchenzauber nicht mehr, abgesehen von der vielen Arbeit, der Hefeteig gelang mir einfach nicht.
Mein Sohn liebte diesen einfachen Zimt-Butterkuchen schon als ganz kleiner Junge. Seine Patin versorgte ihn rührend damit: “ den kann Deine Mama ja doch nicht“…

Verzweifelt stellte ich das Herstellen des Hefeteigs irgendwann ein. Der Teig ging nicht, wurde nichts, ob mit frischer Hefe oder Trockenhefe.
Viele Jahre später fand ich das Geheimnis dieses Teiges heraus.
Für einen Hefeteig braucht mann ein bestimmtes Gemüt und viel, viel Zeit.
Es ist nicht damit getan den Teig zusammenzurühren und zu backen..
Der Teig muß gehen und will dann in Ruhe gelassen werden. Ständig hatte ich das feuchte Küchentuch hochgehoben, ob er schon geht ??
Meine Mutter machte oft ein kleines Mittagschläfchen, während der Teig „ging“, ein genaues Rezept war von der Sippe nicht zu bekommen, dann nimmst halt die Hefe mit etwas warmer Milch…. , wie warm denn, wieviel denn ?? Dann käme es auf das Mehl an.

Die stoische Ruhe meiner Mutter, die brauchte man für den Hefeteig. Diese Veranlagung wird offenbar vererbt, denn mein Sohn konnte mit 10 Jahren schon Hefeteig ansetzen, der einfach super aufging, locker ….

Mittlerweile habe ich es gelernt, der Hefeteig will eigensinnig gehen, muß geschlagen werden und braucht Wärme und auch einwenig Liebe.
Mein kleines, einfaches Rezept:

http://www.kuechengoetter.de/rezepte/Kleingebaeck/-Zwetschgentorteletts–2240087.html

Mit diesem Hefeteiggrundrezept können sie auch eine Tarteform befüllen, mit Butterstückchen belegen u. einfach Gemisch aus Zucker und Zimt drüberstreuen. Ca. 25 Min. backen, wenn derRand leicht braun wird ist er gut. Einwenig warm kann er ruhig sein, dann schmeckt er am besten.
Aber heute gibt es intelligente Küchenmaschinen, die einem die Sorge, ob der Teig geht oder nicht geht, gänzlich abnehmen können. Man braucht also sich nicht dieses „Hefekuchengemüt“ anzueignen.

"Die Brotzeit wird erwachsen "

Gerade schreibt jeder über, für, und sogar mit Kindern… Ein Redakteur der Süddeutschen schildert, wie wunderbar es doch ist, noch einmal Vater zu werden und sich so ein kleinwenig Jugend zu bewahren, unsere Familienministerin bereitet sich auf ihr „Mutterwerden“ vor….. Ja, es ist  gerade „IN“, sich mit 4 Kindern zu schmücken, ich finde: Gut sooo !!!

Manchmal  – aber nur manchmal – wollte man uns arbeitenden Müttern schon mal einreden —  „ihr seid Rabenmütter“ —–, „das Kind den ganzen Tag in fremde Hände geben“ …. , aber Gott sei Dank klingen die Töne gerade etwas anders! Nur die Mütter haben sich jetzt grad mal wieder anders orientiert – schade drum! -. Passend zum Thema „KinderKinder“ fällt mir da noch eine kleine nette Schubladengeschichte ein:

Hier meine Brotzeit-Kinder-Schublade, von der ich mich nicht trennen kann, und auch nicht trennen will.
surehaxe geräuchert 006

Meine Kinder gingen schon sehr früh in den Kindergarten bzw. in die Kinderkrippe. Besonders wichtig war immer die Brotzeit: sie sollte gesund und gleichzeitig ansprechend sein und sie sollte ein kleines Stück Zuhause zum mitnehmen sein, denn manchmal gab es diese herzzereißenden Szenen, man will lieber mit der Mama … bis dann 5 Minuten später die kleinen Spielkameraden doch wichtiger waren.
Aus Vollkornbrot habe ich Blumen ausgestochen, diese dann mit Käseblumen oder Salamiblumen belegt, auf kleine, bunte stumpfe Spieße habe ich dazu Cherrytomaten, Paprika, Gurkenstückchen gesteckt; kleine Gesichter auf die Brote gezaubert: natürlich immer mit einem lachenden Mund. Je nach Saison hab ich Osterhasenohren aus Karotten an die lustigen Brote gebastelt, und auch mal kleine Eisanbahnzügeüge gestapelt. Ich hab mir gern etwas einfallen lassen, und so gab es im Standardsortiment: Rosinenaugen auf gesunden kleinen Muffins, spätabends oder nachts gebacken. Tolle Tees – selbstverständlich damals schon ohne Zucker – dafür zubereitet mit selbstgezogener Minze aus der bäuerlichen Heimat. Später dann, in der Grundschule steckte ich liebevolle Aufmerksamkeiten in Form von kleinen Nachrichten in die Brotzeit-Box : „Du schaffst das“, „hab Dich ganz doll lieb, Mama“ , oder auch mal kleine Aufkleber mit dem gerade aktuell schwierigsten Buchstaben, oder einfach was zum Freuen: kleinen Holzmarienkäferchen – konnte man später aufkleben – und zum Geniessen: Selbstgebackene bunte Kekse oder gesunde Müsliriegel und natürlich immer immer ganz coole bunte Boxen, Trinkflaschen, – das Auge isst ja schon bei den Kleinen mit! Und selbstredend das Obst immer kindermundgerecht geschnippelt und vorbereitet…

Den ersten Tiefschlag bekam ich ganz unerwartet schon im Kindergarten.
Freudestrahlend kam mein Sohn nach Hause: „Du Mama, heute habe ich meine Brotzeit getauscht, der Manuel wollte auch mal die tollen Käseblumen und den dicken Finnenbrotbär essen und auch meinen Früchtetee fand er „voll cool!!! Soll ich mich jetzt über das Lob vom kleinen Manuel freuen, oder entäuscht sein, dass der Filius so mir-nix-dir-nix die liebevoll gestaltete Brotzeit einfach vertickt? Also sag ich einfach: „Hmm, ja, schön, und was hast Du dafür bekommen?“ Auf das, was jetzt kam war ich nicht vorbereitet: „Ich hab die beste Brotzeit seit ewigen Zeiten dafür bekommen“ sprachs und erklärt mir eifrig: „echtes Kindercola und ganz tolles weisses, weiches Brot mit ganz ganz dick Nutella drauf“- und als ob das noch nicht genug wär um eine hingebungsvolle Brotzeitdesignerin sprachlos zu machen: „Mama, das war viel, viel besser als Deine Gemüsespieße und die Vollkornblumen. Aber sei nicht traurig Mama: Morgen nehm ich dann noch viel mehr von Deiner Brotzeit mit den Gemüsesachen und so mit, weil die Lena, die hat nämlich immer Wackelpudding dabei , so grün, wie eine Giftschlange….“ Das hat wehgetan 😉

Etwas später dann waren meine Brotzeiten total out – peinlich und schrecklich: sie wurden vergessen und verschimmelten einfach in diversen Schulranzen, Taschen und Kinder-Rucksäcken.
Ich musste die Kinder-Brotzeit retten und brauchte eine neue zündende Idee: Also ging ich los und erstand tolle, edel gestylte Edelstahlbehälter für Tee. Und als Brotzeit gabs nun passend für die kleinen „Erwachsenen“: Diverse Sandwiches, raffiniert belegt, Baguettes mit tollem Käse und Salat, oder Seranoschinken, Salami mit Nuß, etwas Kresse dazu … Der Design-Tick hat funktioniert. Zunächst jedenfalls!
Es ging also wieder eine kleine Weile gut, bis … , die nächste Abfuhr kam dann schon nicht mehr so unvermittelt:
“ Du Mama, das ist ein wenig peinlich: Deine Brotzeit! Weißt scho, wir gehen doch mittags immer nach der Schule in die Stadt und da kommt es voll blöd, wenn ich meine Brotzeitbrote, Salate, Snacks, egal was… auspacke, das ist gar nicht mehr cool, die Anderen lachen mich schon aus“. Batsch, das sass!

Die Brotzeitbehältnisse kamen jetzt nur noch selten zum Einsatz, wie zum Beispiel beim Radlausflug, auf Reisen… oder jedweden Outdooraktivitäten mit der Familie. Und als die dann auch immer mehr bestreikt wurden – „ist nicht cool, Mamma!“ – da waren die schönen Dosen nur noch gut für Pferdeleckerlies, Hundekuchen und als Gänsefutter. Es war ein Jammer!!!!

Aber auch ich hab gelernt draus, und liess es fortan bleiben, den Herrschaften meine „Brotzeiten“ aufzudrängen.

Jahre vergingen ohne Brotzeiten oder ihre coolen Behälter. Beim Sohn rückte nun der Abiturtermin näher und näher, und der sonst soo coole Filius hatte am Vorabend des ersten Prüfungstages eine ungewöhnliche Bitte: „Mama kannst Du mir Tee machen – einfach Deinen schwarzen Tee mit Milch – und bitte: Ganz viele Brote mit Käse, oder gekochtem Schinken, Salami, Salat, einfach so viel Du machen kannst – die brauche ich die nächsten Tage! Ach Du, Mamma: Und es wär ganz gut, wenn ich so viel hätte, dass ich auch meinem Freund was abgeben könnte“, weißt Du Mama, dann schaff ich die Prüfungstage mit links“… Tschaka!!! Hab ich mir gedacht. Und dann noch: „So grossartig fühlt sich dann also ein Comeback an!!!“

Gestern habe ich auch wieder eine klassische Brotzeit für meine Tochter gemacht. Denn auch beim Schifahren ist es voll cool, wenn man einen Couscous-Salat dabei hat, für danach noch frische Muffins…, und für die Nachmittags-Jause ein leckeres selbstgebackenes Walnußbrot mit Bergkäse.
Wir liegen wieder voll im Trend! Die Brotzeiten und ich!
Wohl bekomms!