„Wintercouscous und kleine Lammlachse…“

Kalt muß es sein, am besten Minustemperaturen, dann gelüstet es mich nach Deftigem. Sauerkraut, Blut und Leberwurst, ein schöner Barolobraten, langsam im Ofen gegart – Draußen schneit es, der Rotwein wärmt Körper und Seele….

Winterliche Gewürzvariationen – ein heißer Glühwein – Lebkuchen, Früchtebrote auf dem langen Isarspaziergang genießen.

Ich hoffe doch sehr, dass es nochmal richtit zapfig wird und dann…

Heute lade ich Euch ein, mit mir meinen Wintercouscous zu genießen. Die Zutaten sind vielleicht gewöhnungsbedürftig – aber überzeugten letztlich die verwöhnten Gaumen meiner Lieben.

Wintercouscous

Zutaten:

  • 2 kleine möglichst frische Karotten
  • 1 kleine Spitzpaprika geschält
  • 1 Knoblauchzehe
  • 10 cm frischer Ingwer
  • 2 Teelöffel
  • die Kerne von einem Granatapfel
  • 3 kernlose Datteln
  • eine Chilischote ohne Kerne
  • 2 Limonen
  • 1 Bund gehackter Koreander
  • 250 gramm Instandcouscous
  • 2 Teelöffel Ajvar (Aubergingenpaste)
  • Abrieb von einer Zimtstange (ein Hauch)
  • Steinsalz
  • 2 Teelöffel Ras el Hanout
  • bestes Olivenöl

Zubereitung:

  • den Couscous mit einem Eßlöffel Olivenöl und einer kräftigen Prise Salz gem. Packungsangabe – Wasser mit Öl und Salz aufkochen –
  • Couscous hinzufügen vom Herd nehmen, abdecken und 10 Min. quellen lassen.
  • er sollte sich meiner Gabel lockern lassen
  • unbedingt draufachten, dass er nicht zu nass wird ! (d. h. Wassermenge :weniger =mehr)
  • das Karotten, Datteln, Paprika ganz klein schneiden
  • und mit einer Spur Rohrzucker , etwas Olivenöl anschwitzen
  • unter den Couscous heben und mit der Auberginenpaste, Salz Ras el Hanout abwürzen
  • Granatäpfelkerne unterheben
  • alles locker vermischen
  • Salz aus der Mühle
  • Abrieb der Limonen und den Saft hinzufügen
  • 1 1/2 Eßlöffel Olivenöl bester Güte hinzufügen
  • den gehackten Koriander einstreuen
  • und einwenig durchziehen lassen, aber warm halten

Lammlachse:

Zutaten:

  • pro Person 2 kleine Lachse parieren
  • ungefähr 1-2 Stunden vorher aus der Kühlung nehmen
  • Rosmarin, Knoblauchzehen vorbereiten
  • Restvanilleschote
  • 1 kleine Chilischote
  • Olivenöl und Butter

Zubereitung:

  • Pfanne aufsetzen mit Olivenöl und einem Stück Butter
  • auf mittlerer Termperatur erhitzen (nicht zu heiß)
  • Rosmarin, Knoblauch ruhig mit Schale, Chili, ein kleines Stück einer Vanilleschote in das ÖL/Buttergemisch geben.
  • die Lammlachse von allen Seiten rundherum anbraten, so dass sie Farbe angenommen haben
  • dann Herd auf Stufe 1 zurückstellen
  • und gar ziehen lassen und in der Öl-Buttermischung schwenken
  • rosa sollten sie sein!
  • es dauert ca. 10 Minuten, wenn nachdem Anbraten die saftigen Lammfilets langsam garziehen, nachdem sie rundherum angebraten wurden.
  • Wichtig: Herd sofort zurückstellen !

Wer will kann noch eine leichte Soße mit Schalotten, Rotwein reduzieren lassen und mit Butter aufmontieren. Allerdings erforderlich ist es meines Erachtens nicht. Die Lammlachse sind saftig werden kurz mit Meersalz aus der Mühle gesalzen und leicht gepfeffert.

Lecker, leicht, wenn es im Winter mal Frühling ist – genau das Richtige –

Einen guten Schluck verträgt das kleine Gericht sicherlich gerne!

Gut gestärkt, gehen wir ins Konzert, Theater und genießen das Leben, soweit es in diesen Zeiten möglich ist.

P.S auch hier setzte sich Gö-Ga durch – die Portion könnte schon etwas netter, kleiner sein…

„darf es auch mal wieder Fleisch sein…“

Uff, schnell gingen die Weihnachtstage vorbei.

Das neue Jahr verwöhnte uns direkt mit Temperaturen von 14-16 grad, strahlendem Bayernhimmel und lud zu Ausflügen in die Natur, in die nahen Berge….

Auch wir schmiedeten, natürlich Antizyklisches Ausflugverhalten. Wir gehen, fahren dahin , wo wir nicht so viele Menschen vermuten, zu einer Zeit, wo die meisten beim Mittagessen…. sind.

Auch die Startzeiten sind von besonderer Bedeutung.

Beliebtes Hobby meiner Familie war das Kripperlschauen. Hierzu reiste man von Ort zu Ort und besuchte die Krippe in den jeweiligen Kirchen. Natürlich war die heimische Krippe und insbesondere unsere Hauskrippe nicht zu überbieten.

Klosterkirche Dietramszell

So begab ich mich an Sylvester und am Neujahrstag auf Kripperlschau und mir ist jetzt endlich klar geworden, warum diese bestimmte Weihnachtsstimmung meiner Kindheit, Jugend nicht mehr aufkommt. Dieses Jahr hatte ich schon keine rechte Lust die weihnachtlichen Dekorationen vorzunehmen und begnügte mich mit dem wesentlichen und ein paar Lichterketten.

Es gibt sie nicht mehr die riesengroße Hauskrippe, mit dem speziellen Moos aus dem bestimmten Wald, bzw. Felsen. Es gibt sie nicht mehr die zimmerhohe Tanne aus dem Garten oder dem Wald. Die Tanne wurde 1 Tag vor Heiligabend geschlagen und erst am Heiligabend aufgestellt und geschmückt.

Diesen Duft, nach Wald, Tanne, Moos kann man durch nichts ersetzen.

Wir sollten uns auf unsere Möglichkeiten besinnen und neue Formen entwickeln, welche dieses Weihnachtsgefühl – Ihr wißt schon , was ich meine – wieder aufleben läßt.

Soweit so gut.

Meine Weihnachtsküche habe ich auch nicht mehr mit dem Aufwand betrieben, wie es traditionell erwartet wurde. Es entstanden neue Rezepte. Schmunzelnd beobachte ich die staunenden Gesichter meiner Lieben.

Meine kleinen Überraschungen will ich auch Ihnen nicht länger vorenthalten.

Hier ein Beispiel, wie man schnell ein Gericht zaubern kann, welches Zeit und Raum läßt für wichtigere Dinge (z. B. Reden, Spielen, Musizieren, Lachen, Spazierengehen ….)

„bayrischer Hirsch meets asiatisches Gemüse“

Zutaten:

(4-6 Personen, je nach Vorspeise)

  • 1,6 kg Hirschkeule
  • Zitronengras
  • Ingwer frisch
  • Sojasoße
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • Chilischote rot und scharf
  • Sesamöl
  • 2 Karotten
  • Paprika (Spitzpaprika mit dünner Haut oder schälen)
  • 2 Schalotten
  • Lauch
  • 125 gramm Zuckerschoten
  • 3 pak choi
  • 125 ml Cocosmilch
  • 1/2 Teelöffel rote Currypaste
  • 1 Bund Taibasilikum
  • neutrales Bratöl (Sonnenblumen, Rapsöl ect)
  • 1/2 Liter Gemüsebrühe bzw. Wildfond
  • Steinsalz aus der Mühle,
  • SzechuanPfeffer (zerstoßen im Mörser)
  • 1 Teelöffel Mais- oder Kartoffelstärke, kaltes Wasser um die Soße ggfs. sämiger zu machen.
  • Abrieb und Saft einer Limette
  • 1 Prise Vanillezucker bzw braunen Zucker

und so geht es ganz schnell…

am Morgen bereiten wir mit dem Pürierstab in einem schmalen Becher die Basis für unseren Hirsch-Wok vor:

  • Zitronengras, klopfen und in klein Stücke schneiden
  • 2 Eßlöffel Sesamöl mit Sojasoße vermischen
  • Knoblauchzehe schälen
  • Chili entkernen
  • gut 10 cm frischen Ingwer grob kleinschneiden

Diese Zutaten in einen hohen, schmalen Becher geben und durchpürieren.

Das Fleisch in kleine , mundgerechte Würfel schneiden und mit der hergestellten Masse marinieren, Abrieb einer Limone hinzufügen und abgedeckt kühl stellen ( ca. 8-10 Stunden)

  • das Gemüse putzen und wokgerecht (d. h. so klein, dass man es mit Stäbchen genießen kann) vorbereiten
  • den Reiskocher befüllen gem Scala mit gutem Basmatireis, Steinsalz zum salzen verwenden, sowie Abrieb von der Kurkumawurzel in das Wasser reiben ( ergibt eine wunderschöne Aromatik und gleichzeitig eine schöne Farbe) , natürlich Reis vorher waschen und Menge der Personenzahl anpassen
  • den Wok ohne Öl anheizen, dann Bratöl hinzufügen und gut heiß werden lassen. (Kochlöffelprobe wäre nicht verkehrt)
  • das Fleisch nach und nach für 1 1/2 Minuten im heißen Fett anbraten
  • sofort raus nehmen und warmhalten
  • dann einen 1/2 Teelöffel rote Currypaste mit Öl vermischen
  • Gemüse – hartes Gemüse zu erst – unter ständiger Bewegung garen
  • den Pakchoi erst ganz zum Schluß beigeben
  • Brühe angießen, Cocosmilch hinzugeben
  • auf ganz kleiner Flamme die Soße falls erforderlich andicken
  • mit dem Saft einer Limone , etwas SzechuanPfeffer, Steinsalz abschmecken
  • den warmgestellten Hirsch sanft unterheben
  • final die gezupften Taibasilikumblätter drüberstreuen und auf den Tisch
  • den duftenden Kurkumareis in Schalen vorbereiten und so wird die Tischrunde zu einem gelungenen Fest.

Tipp: ansich kochen die Asiaten mit den leichten – ich sage Blechwoks, bzw. im Handel findet man oft die formschön aussehenden Edelstahlwoks. Persönlich bevorzuge ich allerdings einen Wok aus Gusseisen, da wir nicht die Garmöglichkeiten haben (Gasbrenner) ect um in den asiatischen Woks zu kochen. Beim gusseisernen Wok gelingt es mir sehr leicht das Kochgut immer nach oben zu schieben- denn dies ist eigentlich das Geheimnis – um auf der kleinen Fläche des Woks das nächste Gemüse anzubraten. Durch das ständige Hochschieben behält das Gargut den erforderlichen Biß, denn wir wollen doch knackiges Gemüse und nichts Verkochtes.

Dieser Wok begeisterte sogar Gö-Ga – einwenig gezickt habe ich natürlich schon – denn er häufte sich seinen Teller nach meiner Ansicht viel zu voll. Ob er es noch lernt in diesem Leben. Die Hoffnung bleibt mir…

„..in den Topf geschaut…“

7:56 Uhr, Nebel, 3 grad

Bevor ich auf den Markt radele möchte ich Euch kurz in meinem Topf von gestern Abend schauen lassen. Eigentlich Restverwertung schnell, gut und soo schmackhaft!

Keine ausführlichen Rezepte, Gewürzlisten. Nach der kräftigen Hühnersuppe war noch Huhn da, die Kichererbsen hatte ich bereits vor 2 Tagen abgekocht, einwenig Tiefkühlspinat, Karotte, Paprika und fertig war das Kichererbsen-Dal. (ausführliches Rezept s. Blumenkohl-Dal)

Das allseits beliebte Pfannenbrot produziere ich immer auf Vorrat.

Von 1 Kg Mehl und friere dann die Bällchen ein. Sie lassen sich problemlos wieder auftauen und ausrollen.

Heute werden wir einwenig ausgehen und die Küche ist geschlossen, denke ich jedenfalls heute Morgen. Schauen wir mal, was der Tag so bringt.

Ein erholsames verlängertes Wochenende.

P.S leider muß ich am Wochenende meinen Kleiderschrank auf „Winter“ einstellen, dass tut mit richtig weh. Es ist aber auch die Gelegenheit sich von dem Blazer, dem Hosenanzug … zu trennen. Die Läden haben ja wieder – noch – auf.

„Blumenkohl Variante für Männer“

Nein ich habe keine Umfrage gemacht, dennoch glaube ich zu wissen, dass das Schnitzel eines der beliebtesten Gerichte vieler Menschen ist. Vorallem dürfte es bei den männlichen Zeitgenossen sehr hoch im Kurs stehen.

Auch mein Gö-Ga würde jede Woche am liebsten einmal Kalb-, einmal Schweine-, einmal Hähnchenschnitzel und an besonderen Festtagen Rehschnitzel , selbstverständlich mit allen Raffinessen essen.

Nachdem die Kinder aus dem Haus sind, fällt es mir oft schwer in kleinen Mengen zu kochen.

Die ewigen Reste im Kühlschrank stören mich gewaltig, aber ich schaffe es nie die Mengen anzupassen.

Kochen heißt für mich jeden Tag etwas Neues aus dem Althergebrachten zu entwickeln

So gab es gestern Blumenkohlschnitzel !

Schnell , einfach!!

Blumenkohlschnitzel an Blumenkohlstampf dekoriert mit fritierten Salzkapern

Zutaten:

  • Kartoffel
  • Blumenkohl
  • Sahne
  • Butter
  • Salzkapern
  • Gewürze:
  • scharfes Paprika, 1 Messerspitze Wasabipaste, weißer Pfeffer aus der Mühle, Muskatnuss frisch gerieben, Steinsalz
  • 1 Ei
  • 1 Zitrone
  • Semmelbrösel (natürlich selbstgemacht

Auf die Plätze fertig los:

  • Kartoffel schälen (deligieren an Mitesser)
  • Blumenkohl von den harten, grünen Blätter befreien
  • Zitronenscheibe (etwas dicker) vorbereiten
  • die Hälfte des Blumenkohls in mannfingerdicke Scheiben schneiden
  • in einen Schnellkochtopf geben wir Salz, den restlichen Blumenkohl und die erforderliche Menge an Wasser
  • auf Stufe eins garen, bis der Stift hochgekommen ist, beiseite stellen
  • im zweiten Topf garen die Kartoffel
  • ein Ei mit etwas Sahne, Paprika, Salz, weißem Pfeffer, einer Messerspitze Wasabipaste , falls nicht zu hand Meerettischpaste
  • verquierlen
  • Schale mit Semmelbrösel füllen
  • die Blumenkohlscheiben in der Eimasse wälzen und in den Semmelbrösel panieren
  • Pfanne mit Butterschmalz (2 Eßlöffel, je nach Menge) füllen und heiß werden lassen
  • Blumenkohlschnitzel goldgelb backen und dann auf kleiner Hitze gar ziehen lassen
  • Kartoffel abgießen , mit einem kräftigen Stück Butter versehen, Sahne hinzufügen
  • und den restlichen, zwischenzeitlich gegarten Blumenkohl hinzufügen und stampfen
  • anschließend mit dem Schneebesen nochmals etwas durchrühren und mit Muskatnuss, ggfs. Salz, Peffer abschmecken
  • die Kapern in ein kleines Butterpfännchen in heißem neutralen Öl fritieren
  • auf die Teller fertig los

Was soll ich Euch sagen …

  • schweigend, mit glänzenden Augen genoß er sein Schnitzel
  • stand auf, holte sich Nachschlag vom Stampf
  • keine Reste!!
  • Bayern hatte Leverkusen vom Platz gefegt
  • Gö-Ga war im „Siebten Schnitzelhimmel“

Diese Woche plane ich diverse Hamsterfahrten – es soll nochmal 20 grad werden !

Außerdem habe ich gestern herrliche Quitten bekommen.

Quittenrezepte gibt es ja sooo viele. Erstmal mache ich Quittengelee, dann sehen wir weiter

Schöne Woche!

„Thymianduft und Sommerträume…“

Über mir der lavendelfarbene Himmel, ich höre das Meer rauschen, schwerfällig platschen die großen Wellen an die Felsen. Die Möwen kreischen…..

Flink huscht die schwarze Eidechse weg, der Weg ist steil, steinig und kein Ziel ist in Sicht.

Der Duft von wildem Thymian und Salbei schwängert die Luft – atemlos bleibe ich stehen. Eine schwarze Fieper huscht von dannen. Meine Blicke schweifen über das türkisblaue Meer, die satten grünen Farben der Insel…..

„Erdbeerkuchen – Kaffee ist fertig….“ die Stimme meiner Tochter. Wo bin ich denn?

Auf dem Liegestuhl war ich doch tatsächlich eingeschlafen – Sonntagsruhe – selbst den Vögeln scheint es zu warm zu sein.

Lächelnd stand ich auf – ach sooo – Genau neben meinem großen Kräuterkasten hatte ich mein müdes Haupt gebettet. Thymian, Rosmarin, Salbei, Oregano strecken sich gerade, sie sehnen sich nach Sonne und Wärme.

Der Duft hatte mich in einen tiefen Traum versetzt. Früher hatte ich meist abends spät im Netz schnell Flüge gebucht und spätestens zwei Tage später flogen wir

Das ist alles anders geworden. Eine Impfung war mir bislang nicht vergönnt – der Impfstoff – derzeit werden nur Zweitimpfungen durchgeführt. Obwohl ich mich gleich am erstmöglichen Tag registriert hatte.

Irgendwelche Beziehungen ausnützen, Menschen nerven das liegt mir nicht. Mein junger Hausarzt kämpft am Limit.

So bleibt mir derzeit nur das Träumen vom Meer und ich muß mich mit dem Starnbergersee begnügen. Auch nicht schlecht!

Zur Einstimmung habe ich gestern Abend schon mal den genialen Picknicksalat für diesen Sommer gemacht.

Brauner Kichererbsensalat orientalisch

Zutaten:

200 gramm vorgekochte Kichererbsen (am besten im Dampftopf, dann geht es auch ohne Einweichen)

2 -3 Strauchtomaten , je nach Größe

1 kleine Spitzpaprika

1 Stück Gurke

2 Zehen frischer,junger Knoblauch

1 kleines Stück Ingwer

2 kleine rote Zwiebeln

2 Biozitronen

Kräuter: Koreander, Minze, Petersilie

Meersalz aus der Mühle

Schwarzer Pfeffer

Ras el Hanout

Panch Phoron (Mischung aus Schwarzkümmel, Senfkörner, Bockshornkleesaat, Fenchelsamen und Kreuzkümmel)

Rosengewürz

Kreuzkümmel gemahlen – eine Messerspitze

1Teelöffel Chiliflocken

bestes Olivenöl

Zubereitung:

  • die Kichererbsen am besten schon am Abend vorher abkochen und abtropfen lassen
  • Tomaten, Paprika in mundgerichte Stücke schneiden
  • rote Zwiebel ganz dünn aufschneiden (hauchdünn) in Ringe
  • Gurke entkernen und klein schneiden
  • Ingwer und Knoblauch möglichst klein hacken
  • Kräuter mit dem Wiegemesser vorbereiten oder der Kräuterschere
  • Zitronen auspressen und vorher abzesten

Vinaigrette

  • 3 Eßlöffel Olivenöl
  • Saft von 2-3 Zitronen
  • mit den angegebenen Gewürzen vermischen – Chiliflocken erst final drüberstreuen –
  • alles gut vermischen und über die restlichen Zutaten geben
  • jetzt die Kräuter und die Chiliflocken hinzufügen und nochmals gutdurchmischen.

Sogar mein Gö-Ga konnte sich für diesen Salat begeistern.

Dazu hatten wir fleischige Doraden gegrillt – so kann der Sommer kommen!

Fotos durfte ich keine machen – „Es nervt – so die einhellige Meinung…“

Das nächstemal schreib ich Euch auf, wie die Doraden saftig bleiben, die Haut knusprig wird und wie ich den Fisch gewürzt, bzw. vorbereitet hatte und dann gibt es auch Fotos! Versprochen!

Schöne Sommerwoche, meine Badetasche ist gepackt es ist 8.15 Uhr und der See ruft!

„Walnuß-Dinkel-Ruch-Kruste“

Genau 45 Minuten hatte ich gestern das Brot sich selbst überlassen – eine kleine Isar-Runde

Windig, kalt und dennoch erfrischend, belebend

selbst die bekannten Steine wirken etwas freundlicher – die Blüten grüßen unter der Last der Regentropfen, der Wasserstand im Fluß hat zugenommen

einwenig kann ich mir die Isar als reißenden Gebirgsfluß vorstellen, wünschen…

Ein Windböe – schmerzlich kalt – und dann heftiger, kalter Graupelregen. Senkrecht fällt das kalte Nass vom Himmel, in nicht endenden Bächen platscht es auf mich nieder.

Stress pur – das Brot ! Immer schneller laufe ich und erreiche -trotz Regencape – völlig durchnäßt die Haustür.

Das Brot hatte sein Volumen sichtbar vergrößert, eine kräftige Farbe bekommen und es roch nach Walnuß –

Der Duft allein schon läßt mein Brotherz höher schlagen.

Hastig zerre ich es aus dem Ofen und leider muß ich jetzt warten, bis es abgekühlt ist, um es anzuschneiden.

  • schnell die Zutaten zusammenschreiben – falls es so gut wird, wie es aussieht.
  • mein Gö-Ga nennt es verifizieren – typisch Ingenieur – alles messen, wiegen, planen
  • meine Brote passen sich immer den Gegebenheiten an (Temperaturen, Mehlvorräten, Lust und Liebe an
Walnuss-Dinkel-Ruch-Kruste

Bewußt hatte ich den Zusammenschluß auf den Stein gestürzt, denn ich wollte nicht, dass das Brot aufreißt, da sonst die Nüsse zu dunkel werden können.

Jetzt schreibe ich doch das Rezept auf für alle Brotkünstler und solche die es noch werden wollen

Zutaten:

30 gramm Livieto madre hell (Sophie aus 550er Weizenmehl)

30 gramm Livieto madre dunkel (Franczeska aus Bio Weizenvollkornmehl)

alternativ 60 gramm Sauerteigansatz oder auch Hefe möglich

30 gramm lauwarmes Wasser

125 Gramm Walnüsse

24o Gramm Dinkelmehl 630

160 Gramm Weizenmehl 1050 (bayrisches Ruchmehl)

15 Gramm Salz

1 Teelöffel Malz inaktiv oder 1 Teelöffel Honig

10 gramm Walnussöl

eigentlich braucht es nicht viel, um ein gutes Brot zu backen.

Zubereitung:

Vorteig I:

60 gramm Livieto madre, 60 Gramm 1050 er Ruchmehl und 30 gramm lauwarmes Wasser gut vermischen und abdecken. Bei 26-28 grad einfach stehen lassen (2-3Stunden), ggfs. in den Backofen stellen und die Backofenlampe einschalten, mit einem Kochlöffel den Herd einen Spalt offen lassen.

Brühstück:

125 gramm Walnüsse in der Pfanne ohne Zugabe von Fett leicht anrösten und mit 220 ml kochendem Wasser anschließend übergießen. Dann abdecken und ca. 4-5 Stunden sich selbst überlassen.

Diese Vorbereitungen (Vorteig I u. Brühstück) können auch abends vorbereitet werden und am nächsten Tag kann dann das Brot zusammengestellt werden, je nach Zeit und vor allem Temperatur.

Hauptteig: – Autolyse

  • die Mehle abwiegen und gut vermischen
  • die Nüsse durch ein Sieb gut abtropfen lassen und das Schüttwasser auffangen
  • dann mit Wasser auffüllen, so daß es insgesamt eine Menge von 270 ml ergibt.
  • die aufgefüllte Wassermenge mit den Mehlen verkneten und 2-4 Stunden stehen lassen.
  • dann den Vorteig zufügen und auf kleiner Stufe , dann auf der nächsthöheren Stufe insgesamt 3 bzw. 5 Min. kneten
  • bis der Teig sich vom Boden löst
  • nun fügen wir Salz, Backmalz und das Öl hinzu und kneten bis sich alles homogen verbunden hat
  • dann fügen wir die Nüsse hinzu und sorgen dafür, dass sie gut untergemischt werden, bei kleiner Stufe nochmal kneten lassen ca. 2 Min.
  • den Teig füllen wir in eine geölte Teigwanne und dehnen ihn nach einer 1/2 Stunde, nach einer Stunde nochmal
  • sobald der Teig angesprungen ist – etwas an Volumen zugenommen hat – verfrachten wir ihn für 8-18 Stunden in den Kühlschrank (bei 4-5 grad) –
  • am nächsten Morgen , je nachdem wir das Brot backen möchten, bestäuben wir die Arbeitsplatte mit Roggenmehl und falten den Teig zu einem Kuvert, was wir dann locker zu einer Teigkugel werden lassen, in dem wir ganz locker durch das Mehl schleifen .
  • die Teigkugel geben wir in ein bemehlts Gärkörbchen (Schuß nach unten)
  • jetzt heizen wir den Ofen mit dem Backstein auf 250 grad (ca. eine 3/4 Stunde)
  • im Körbchen hat die Teigkugel nochmal an Volumen zugenommen
  • nun ist es soweit, wir schieben das Brot auf den Backstein oder Blech
  • gießen 250 ml in das unter dem Backstein befindliche Blech
  • und backen das Brot 10-15 Min. an
  • Backofen öffnen, abschwaden
  • dann weitere 30-35 Min. auf 200-190 grad fertigbacken.

Wer mag kann das Brot auch noch einschneiden, bevor es in den Ofen kommt, dann reißt es auf.

Das Ergebnis ist wunderbar, ein leichtes, lockeres Brot mit einer zarten Kruste und einem Geschmack!

Ein Brottraum ist wahrgeworden!

Lange hat er nicht angehalten der Traum vom wunderbaren Walnuss-Dinkel-Ruchmehl Brot.

Beflügelt vom Brotbacken gab es dann ein kleines Abendessen, sehr zur Freude meines Gö-Ga

  • Schweinefilet bestrichen mit Bärlauchpesto, eingewickelt in hauchdünnen italienischen Schinken und Salbei
  • bei 120 grad im Backofen – ganz leicht rosa – garziehen lassen
  • Soße aufmontieren, Bandnudeln und junges Karottengemüse mit Broccolie in der Wokpfanne gegart begleiten das Schweinefilet.
  • schnell gemacht und genau das richtige für die kalten Pfingsttage

Frohe Pfingsten!

„quick sweet f. homeoffice“

Es ist wieder kalt, naß und grau. Gegen Nachmittag befällt mich ein Gefühl in der Magengegend, es schreit nach Süße, Frucht nach etwas Wärme – andererseits muß es leicht und frisch sein.

Bei aller Backleidenschaft – verzeiht mir – ich habe es wieder getan.

Meine Quarktaschen sind so schnell gemacht, gebacken und auch verzehrt…

Mango-Quarktaschen

Zutaten:

1 Blätterteig aus dem Kühlregal des Supermarktes ihres Vertrauens

250 gramm Quark 20 %

1 Schuß frischgepressten Orangensaft

1/2 Mango frisch oder aus der Tiefkühlung

40 gramm Rohrzucker

1 Puddingpulverpackung

1 Eigelb, 1 Schuß Sahne, Prise Salz und einen Eßlöffel Puderzucker (zum Bestreichen)

oder Aprikosenmarmelade verflüssigen und hiermit bestreichen

Zubereitung:

  • den Blätterteig in Quadrate mit einem Messer oder Teigschaber aufteilen
  • Kreise ausstechen (mit Schnapsglas, Deckel oder ähnlichem)
  • die restlichen Zutaten zu einer Masse verrühren
  • Backofen auf 190 grad vorheizen
  • je ein Eßlöffel der Quarkmasse auf das Quadrat verteilen, dann kleine Kuverts falten und mit dem runden Teigstück verschließen
  • mit der verflüssigten Marmelade oder dem Ei/Zuckergemisch bestreichen
  • 2o-25 Min. goldgelb backen

Fruchtig, süß, leicht zerschmilzt die kleine süße Verführung auf der Zunge.

So läßt sich das Homeoffice versüßen!

Viel Spaß beim Genießen.

Quarktaschen easy going

„Wochenschmaus für Genießer“

Die Gartencenter haben geöffnet ! Nein, am Eröffnungstag bin ich nicht gleich hin, wo denkt ihr hin.

Ein paar Tage habe ich mich redlich gequält und bin dann doch zu meinem geliebten Gartencenter gefahren.

Viel mitnehmen konnte ich bei der Kälte ja noch nicht. Aber die spezielle Kräutererde , ein paar Primel für den Tisch und eine große Schale mit Hornveilchen mußten mit. Mit Spannung verfolge ich derzeit, ob meine mediteranen Kräuter diesen Winter überlebt haben. Der Schnittlauch ist schon da, auf ihn ist Verlaß.

Meinen obligatorischen Vorschläge für diese kalt-sonnige Woche lauten:

Montag: „gebackene Eier“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/11082908

geht sehr schnell, kein großer Aufwand die Zutaten dürften vorhanden sein oder können beliebig ausgetauscht werden.

Dienstag: „Emmer-Risotto“ Beitrag vom 25.6.2020

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20729350

  • anstatt Spargel habe ich letzte Woche Schwarzwurzel verwendet – leider keine Fotos , da im Stress gekocht –
  • auch das Getreide ist beliebig austauschbar – ich werde diese Woche mit meinem beschriebenen Einkorn arbeiten
  • auch Graupen eignen sich hervorragend.
  • die Zugabe von aufgelösten Safranfäden (Safran ist nicht fettlöslich) gibt dem Gericht den besonderen Kick.

Tipp: bei Getreiderisotto empfehle ich es im Schnellkochtopf einwenig vorzukochen.

Mittwoch: „Quer durch den Garten“ s. Beitrag vom 30.3.19

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20728842

Jetzt haben wir das Bedürfnis, nach frischem Gemüse. Auf dem Markt finden wir schon Karotten, Kohlrabi, Broccoli, Blumenkohl… Die Fleischeinlage ist hier nicht zwingend.

Tipp: Tiefkühlgemüse ist ein guter Ersatz!

  • beschleunigt die Fertigstellung enorm.

Donnerstag: „sinnlicher Möhrensalat“ s. Beitrag vom 16.2.2014

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/17763445

Die Beilagen überlasse ich Eurer Fantasie – vielleicht ein cremiges Pastinakenpüree – oder Kartoffelselleriepüree

die Aufnahmen datieren vom Februar 2014, da war am Viktualienmarkt noch reges Treiben, was man derzeit nicht beobachten kann. Die Leere des Marktes, die maskenverhüllten Marktfrauen/männer – die jeden Tag ihre Stände aufbauen, haben mein Mitgefühl.

Am Samstag habe ich frischgemachlenen Mohn, Eier , besondere Asiakräuter schnell geholt.. Diese Vielfalt und Verfügbarkeit liebe ich und es macht mich tieftraurig zu sehen, wie der eigentliche Viktualienmarkt seine Kultur verliert.

Freitag: „Menschen vor Flußlandschaft“ s. Beitrag vom 18.10.20

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/20729699

Dieses Fischcurry liebe ich. Es vereint viele Aromen und ist ideal für einen schönen Familienabend.

Wochenende Highlight für ein Kochevent „Veggie-Menü“

https://wordpress.com/post/meggieskochstudio.wordpress.com/15618700

Fotos gibt es bei mir keine von diesem köstlichen Menü. Vielleicht aber von Euch?

Eine wunderschöne, vegetarische Woche – bleibt negativ und positiv im Denken.

M. Kuhl

„Plan, schedule , Essensvorbeitungen….“

Erstmal der gefühlt längste Monat des Jahres ist schon vorbei. Wow – ging das schnell.

Die Tage werden schon ein kleinwenig länger, heller und hier und da kann man morgens schon ein Vögelchen hören.

Der Januar:

Januar 2021 Köstlichkeiten und Highlights

Fällt Euch auf, welche Gerichte ich noch nicht eingestellt habe? Selbstverständlich werden diese demnächst kommen. Mit Naanbrot und dem Lammcurry verabschiede ich den Monat Januar 2021

Ein paar Anregungen für die Woche will ich nicht vorenthalten.

Montag: Spaghetti Vongole – ich liebe dieses Gericht sehr. Die Grundidee und das Rezept sind bei Witzigmann (Münchner Sternekoch) entliehen.

siehe Beitrag vom 22.4.2012

Dienstag:

„quickly, Kartoffeln, Romaneso , sie Beitrag vom 21.04.12 – Geht auch mit Blumenkohl – den gibt es schon wieder in guter Qualität – ein kleines Gericht, für alle die das Wintergemüse mal leid sind und einwenig Hoffnung auf den Frühling sich erträumen wollen

Mittwoch:

Spinatsalat an Speckpflaumen und gegrilltem Halloumi – leicht lecker und sättigend –

Die Erdbeeren ersetze ich in dieser Jahreszeit mit Mango bzw. Papaya (Kerne unbedingt trocknen u in eine Pfeffermühle geben)

s. Beitrag vom 11.06.2011

Donnerstag:

„Pfeffer-Mango-Wok“ s. Beitrag vom 2.03.2011

Vielleicht bittet Ihr im Rahmen der erlaubten Pandemievorschriften Euren Nachbarn, Kollegen/in, Freund zu Tisch. Ein wunderbarer Abend wird es mit dem köstlichen Wok-Gericht.

Freitag:

im Gedenken an den schönen Januar-Winter

Wintermärchen Karottensuppe und dann s. Beitrag vom 26.02.2012

Ein Süppchen ist heute eigentlich genug, bestimmt sind noch kleine Reste da. Das Wochenende immer entspannt angehen. Vielleicht mit einem schönen Cocktail , einer schönen Nachspeise, guter Musik den Einstieg ins Wochenende genießen.

Gutes Gelingen, beim Nachkochen oder auch nur zum Anschauen – was man kochen könnte, planen würde, wenn man Lust und Laune hätte.

„Winterhunger“

Draußen tobt der Schneesturm – eine weiße Wand, sonst nichts –

Schon wieder muss ich an Essen denken. Hunger habe ich nicht, aber dieser Drang nach warmen Essen …

Feuer – Wasser – Luft -Erde diese vier Elemente verschmelzen sich beim Kochen.

Seit Urzeiten sind sie für mich die Basis für Essen, Kochen und somit der Schlüssel zu einem ausgeglichenem Leben.

Was kochen wir morgen, so lautet die Frage bei vielen Menschen. Mir fällt es immer schwer, eine Entscheidung zu treffen..

Schupfnudeln mit Kraut, Kürbissuppe, Lammwok, Skrei (Winterkabeljau)… Nudelauflauf, Salzfleisch mit Gerstenrisotto, Kassler, Blut- und Leberwurst, Linseneintopf, Grünkernknödel, Tafelspitz mit Senf-Meerettisch Wirsing auf Pastinakenpüree, Rotweinbraten

Diese Woche empfehle ich:

Montag: Bohneneintopf s. Beitrag 12.1.2021

Dienstag: Ossobucco between Orient und Ikzident Beitrag vo 1.12.20

Mittwoch: schnelle rote Beete Suppe s. Beitrag „Dunkelroter Charm meets Limone“ vom 29.10.2020

rote Beete Süppchen
Rote Beete , Limonen, Zitronenmelisse

Donnerstag: Erbelskuche (Deppekuche) Kartoffelkuchen s. Beitrag vom 12.12.2016

„resch, deftig , bereit sich dem Apfelmus hinzugeben“

Freitag : Estragon-Skrei an Fenchelorangengemüse auf Kartoffel-Möhren-Ingwer- Stampf siehe Beitrag vom 22.1.2011

Skrei satt

Die Gerichte sind alle auch für „Anfänger“ machbar. Zeit und Muße benötigt man. Dank der Pandemie sind da sicher die Zeitfenster vorhanden. Außerdem zusammen Kochen macht stark !

Eine schöne Woche – genießt den Winter – drinnen und draußen.