"Grillen, Bärlauch, Gäste…., Reiseplanungen…"II

Meine „kleine Essgruppe“ trifft sich mittlerweile fast jeden Samstag , pünktlich gegen 20:00 und wir – meine Wenigkeit- kocht ein kleines, feines Menü. Leider habe ich es in der letzten Zeit nicht geschafft brauchbare Fotos zu produzieren.
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Meine Lammkeule an vegatarischen Variationen: – Couscous-Spinat- Linsengemüse) s. Archiv

Zutaten:

1 Lammkeule ca. 1,5 kg
2-3 Zehen frischer Knoblauch
Olivenöl
Lammgewürz: Ras elHanout
frischer Rosmarin in Zweigen
eine Handvoll Schalotten
200 ml Lammfond
1-2 Eßlöffel Butterschmalz
ca. 125 ml Ouzo oder Raki…

Beilagen: Couscous-Linsentürmchen

und los geht es:

2 Eßlöffel bestes Olivenöl in eine kleine Schale geben und ein Teelöffel Ras el Hanout hinzufügen.
Verrühren und durchziehen lassen.

Die Lammkeule mit Meersalz einreiben und mit einem spitzen Messer kleine Einstiche vornehmen.
Den frischen Knoblauch in hauchdünne Scheibchen schneiden und hiermit spicken.

Dann die die Keule rundherum mit der Öl-Würzmischung sorgfältig einpinseln.

Ofen vorheizen auf ca. 200 grad

Die Keule in heißem Butterschmalz rundherum anbraten.
Die geschälten Schalotten, ein paar Zweige Rosmarin in den Bräter geben und die Lammkeule hineingeben.

So lassen wir die Lammkeule ca. 10 Min. bei offenem Deckel schmoren, bevor wir sie mit einem kräftigen Schuß Ouzo – bester Güte – ablöschen.
200 ml Lammfond angießen.

Nun nehmen wir die Temperatur zurück und lassen die Lammkeule bei geschlossenem Topf gute 3 Stunden bei 150-170 grad
Ober-Unterhitze schmoren.

Inzwischen können Sie sich Ihren Gästen widmen, die Lammkeule benötigt keine Beachtung.

Die Beilagen lassen sich gut vorbereiten.
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Kein Wintergericht!! mit gegrilltem Gemüse als Vorspeise und selbstgemachtem Fladenbrot der Renner!
Eine echte Alternative – bei diesem kühlen Mai –
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Der Tisch ist schnell gedeckt und das schon so oft beschriebene zufriedene Raunen, Lachen ist Musik in meinen Ohren.
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"sauer macht lustig…. "

In jedem Bauerngarten meiner Heimat wuchs der Rhabarer im Frühjahr wie Unkraut.
Vor allem diese “ grüne Sorte“ war schrecklich sauer – wir haßten dieses grau-grüne Kompott, welches es hin und wieder gab. Dann hatte meine Großmutter eine „neue“ Sorte entdeckt und im Gärtnerkatalog bestellt.
Rheum rhabarbarum ‚Frambozen Rood‘ – Himbeer-, Erdbeer-, Rosen-Rhabarber

Der Geschmack war ganz anders, ja machte konnte die Stangen sogar – roh – essen.
Der Rhabarber war lange Zeit in Vergessenheit geraten, bis er auf einmal in jedem Straßencafe und Lokal in der Stadt salonfähig wurde. Rhabarberschorle, Rhabarber-Prosecco, Rhabarberkuchen….

Mein Rhabarber-Sirup ist eine Kombination aus Familienrezept und Recherche. Ganz einfach herzustellen:

Rhabarbersirup:

Zutaten:

3,5 kg Rhabarber – ungeschält- natürlich die Himbeersorte
4oo g feiner Zucker
50 g brauner Rohrzucker
1 Zitrone
1 Limone
1,8 Liter Wasser

Küchenutensilien: zwei große Töpfe, ein feines Sieb, 3 Literflaschen mit Schnappverschluß

Los gehts:

Den Rhabarber von den Blättern und den erdigen Stielen befreien und in ca. 5 cm schräge Stücke schneiden.
Das Schälen habe ich mir gespart, mit dem Ergebnis einer herrlichen roten Farbe!

Dem kleingeschnittenen Rhabarber füge ich die Zuckermengen hinzu und lasse den Rhabarber – am besten über Nacht – ziehen. Auf mittlerer Stufe koche ich den Rhabarber unter Hinzugabe der angegebenen Wassermenge, bis er zerfällt. Dauer ca. 20-30 Min. Soll der Sirup dickflüssiger werden die Wassermenge verringern.

Auf den zweiten Topf gebe ich das feine Sieb und drücke die Masse durch das Sieb. Jetzt setzt sich die Flüssigkeit ab. Schön hellrot und es duftet herrlich.
Die Zitrone und Limone presse ich aus und gieße den Saft in den Topf.
Nun lasse ich den Saft nochmals 30-40 Min. einkochen. Die Menge verringert sich und es entsteht ein herrlicher Sirup.
Zwischenzeitlich hatte ich die Schnappflaschen mit kochendem Wasser gefüllt und anschließend entleert.
Mit Hilfe eines Trichters fülle ich nun den Sirup in die Flaschen.

– ja eigentlich wollte ich sie beschriften – sieht immer so schön aus – kann ich mir aber schenken, denn lange hält der eh nicht!IMG_1096

Mit frischer Minze bzw. Zitronenmelisse ein Genuß!