"Blütenpracht und Maiennacht…"

Wonnemonat Mai, versöhnt die Natur – warmer Regen läßt alles was das Herz begehrt sprießen.IMG_0524
Der Spargel schmeckt jetzt richtig intensiv.
Verschiedene Anbaugebiete liefern unterschiedliche Geschmacksrichtungen. Der Gäuboden-Spargel – kräftig intensiv –
der Schrobenhausener mild gefällig.
Spargelsüppchen – siche Archiv in verschiednen Variationen z. b. mit einem Hauch Curcuma und Zitronengras eine echte Geschmacksexplosion.

Spargelgerichte sind sehr gut für die „Vorratsküche“ geeignet. Am Wochenende koche ich 2-3 kg Spargel,
Reste verwende ich für Salate, Schinkelröllchen – mit gekochtem Schinken mit Trüffel – Vinaigrette leicht , zitronig und einem Hauch Safran, Datteltomaten, Rucula – ein gutes Sommerbrot….
Einen schönen frischen Weisswein – Riesling aus Rheinhessen, Welschriesling , Grauburgunder oder die mineralischen Weine aus d. Pfalz –
Auch wunderbare Begleitungen ins Grüne – mit einem guten Buch – Hörbuch – den blauen Bayernhimmel anstarren … das ist für mich Entspannung pur.

Meine Rhabarbertarte habe ich mit frischen Rosmarinblüten bedacht, meine Nachspeisen mit Waldmeister.
Die Blüten welken auf dem Eßtisch dekorativ und verbreiten den Duft nach Mai, Frühling, Lebensfreude.

Heute ist Muttertag!
Alle die mich kennen und lieben wissen , dass ich eine Gegnerin von dem Tag bin. Er wurde – eigentlich in Deutschland- in der Zeit des Nationalsozialismus eingeführt –
Eine aktive, leidenschaftliche Mutter kann sicher auf besondere Ehrungen,Tage verzichten… Ihre Lieben werden sie lieben , achten und mit Stolz sagen: „Aber meine Mama, macht… , nein meine Mama hat immer – und Mama kommst Du heute mit..“
Pralinen, langweilige Floristenblumen oder Herzkuchen – das ist doch eher peinlich.
Das ausgefallene Lieblingsparfüm, die flippige Geldbörse von Liebeskind – unter dem Jahr
Mensch, die wäre doch cooool für meine Mama..ersetzt jeden Muttertag.

Wer meint er braucht die Ehrungen zum Muttertag, der soll sich sie gönnen, aber ich verzichte gerne drauf.
Aber weil ich heute schon früh aufgestanden bin.

Hier meine Biskuitrollte zum Muttertag:

Zutaten:
5 Eier kalt aus dem Kühlschrank
120 Gramm Puderzucker
100 Gramm Dinkelmehl 630
50 Mondamin
1 kräftige Messerspitze Backpulver
1 Brise Salz
3 Eßlöffel kaltes Wasser
Zesten von einer Limone
250 gramm Sahne
250 gramm Mascarpone
40 ml Limoncello
2 Eßlöffel braunen Vanillezucker

so gehts ganz schnell:

Schritt: 1
Erdbeeren klein schnippeln, mit dem Limoncello marinieren, brauner Vanillezucker hinzufügen und kühl stellen
alle Zutaten abwiegen und hinstellen. Das Mehl mit dem Mondamin, 1 Brise Salz, Backpulver vermischen und in ein Mehlsieb geben.

Schritt: 2

Eier trennen und das Eiweiß in ein gesondertes Gefäß mit einer Brise Salz und drei Eßlöffeln kaltem Wasser geben.
Das Eigelb in der Küchenmaschine gelblich aufschlagen, langsam den Zucker einrieseln lassen und auf mittlerer Stufe
laufen lassen.
Tipp: Eiertrennen für viele schwierig. Da es bei mir immer schnell gehen muss – soll habe ich mir angewöhnt, das Ei
aufzuschlagen, das Eiweiß durch die Finger laufen zu lassen und den Dotter in eingespannte Rührschüssel der Küchen-maschine gleiten lassen. Das geht schnell einfach und dann lasse ich die Küchenmaschine laufen, während ich mit dem Handrührer das Eiweiß steif und glänzend aufschlage.
Backofen – Unter- Oberhitze 210 grad vorheizen

Schritt 3:
Das gemischte Mehl auf die Ei-Zuckermasse sieben und gut unterheben.

Schritt 4:
Nun die Massen zügig miteinerander verbinden, kräftig unterheben nicht rühren – die Massen sollte locker bleiben.
Ein Backblech mit kleinem Tupfen Butter fixieren und hierauf Backpapier legen. Am Ende etwas einknicken, damit wir später das Papier gut abziehen können.

Schritt 5:
Teigmasse gleichmässig auf dem Blech verteilen – ich nehme einen Teigschaber zur Hilfe, damit auch die Ecken gleichmäßig befüllt werden. Zesten von einer Limone über dem Teig verteilen

Schritt 6:
10 Min bei 210 backen

Schritt 7:
Ein Küchentuch leicht mit Zucker bestreuen und einen Silikonpinsel und etwas Wasser bereit stellen.
Den gebackenen Biskuit mit der Teigseite auf das Küchentuch stürzen. Das Backpapier sofort mit Wasser bepinseln.
Jetzt läßt sich das Backpapier einfach abziehen.

Schritt 8:
Mit dem Küchentuch die Biskuitplatte einrollen und kühl stellen

Füllung:

Schritt 1
250 gramm Mascarpone, Saft einer Limone u. 3 Eßlöffel Limoncello verrühren.
200 ml Sahne und  Mascarpone verrühren, dann mit dem Handmixer steif schlagen.
Mit einer Palette die Creme auf die ausgerollte Biskuitplatte verteilen.

Schritt 2

Die Erdbeeren aus der Kühlung holen und in die Creme leicht eindrücken und verteilen.

 

Schritt 3
Die Platte einrollen und wer mag auch außen mit Sahne versehen und etwas dekorieren.

Schritt 4
nochmal für 1-2 Stunden kühlen

Lecker, unwiderstehlich , auch einwenig Kindheitserinnerungen werden wach, diese Rollen gab es immer mit verschiedenen Füllungen, auch mal mit dunklem Biskuit
Keine Angst, es ist eigentlich ganz einfach und gelingt immer.

P.S mit den Fotos war der Blogg wiedermal überfordert, später geht es vielleicht…

"mich brennts in meinen Reiseschuhen…"

uff, nach rauschender Firmenparty gings es um 5:51 Uhr ab München Hbf los nach Lüneburg.
Eine beschauliches Städtchen in Niedersachsen , Binnenhansestadt, Backsteinbarock, Salzgewinnung
und Drehort der Telenovela „Rote Rosen“.
Allerdings habe ich noch nie eine Folge gesehen.

Meine Freundin, hatte ein herrliches Programm mit Museumsbesuch, Stadtbesichtigung, erlesenem Menü vorbereitet.

Das Städtchen begrüßte uns mit trockenem Wetter , allerdings kühlen Temperaturen.
Zuerst fiel mir auf, dass alle Menschen ein hervorragendes Hochdeutsch sprechen. Mit ausgesuchter Freundlichkeit, Höflichkeit wurden wir willkommen geheißen. IMG_0485IMG_0534

Das 4 Sterne Hotel empfing uns professionell, mit sehr gutem Service und einem guten Champagner.
Wir erkundeten das kleine Städtchen, die wunderschöne Altstadt, mit den herrlichen Backsteinbarockfassaden und den schönen Cafes.

Ein so typisches Lokal mit regionalen Spezialitäten fanden wir aber nicht so recht. Na, ja Deutschland pflegt seine
mediterane , internationale Welle auch hier verstärkt.

Der im Hotelprospekt angepriesene Spa-Bereich fiel allerdings etwas dürftig aus. Der Pool hatte die Größe eines großen Planschbecken , die engaufgestellten „Foltergeräte“, begeisterten uns auch nicht so recht.
Na, ja ein ausgiebiger Saunabesuch, mit einer ausgiebigen Ruhepause tat uns auch ganz gut.

Wir hatten einen Tisch reserviert in unserem schönen Hotelrestaurant, direkt am Wasser und ich war gespannt, was die
norddeutsche Küche zu bieten hatte.

Erstaunlich !

Ein wunderbarer Lachs, serviert auf einem perfekten Rösti stimmte uns zuversichtlich.
Der begleitende Grauburgunder aus Rheinhessen war wunderbar.IMG_0497

Der Hauptgang:

sautierter Dorsch auf Erbsenpüree und einer herrlichen Safransoße begeisterte uns.
Das Püree hatte die richtige Konsistenz, die Soße war mit handwerklichen Können aufgeschlagen, dezent der gut harmorierende Safranhauch. Der Fisch perfekt gegart.
Super!

Die Nachspeise eine weiße Mousse, hätte ich besser gemacht. Sie war aber sehr dekorativ mit einer Marzipanrose dekoriert – Rote Rosen … ließen grüßen..-
nett!IMG_0502

Es wurden selbstgebackenes frisches Brot in verschiedenen Varationen gereicht und ich erfuhr, dass man diese Bäckerei
-hoteleigner Betrieb – besichtigten könne.
In der Pianobar ließen wir den Tag ausklingen.
Am nächsten Tag stand vieles auf dem Programm, Salzmuseum, Markt, Stadtbesichtigung….IMG_0547
Aufgefallen sind uns die großen Portionen und mit welcher Freude man hier tafelt.
Die zum Spargel gereichten Kartoffel waren perfekt gegart und hatten einen außergewöhnlich guten Geschmack.
Hier nochmal die handwerklich hervorragend gemachten diversen Nachspeisen – eine Augenweide und gleichzeitig eine Anregung zum Anrichten. Johannesbeersorbet, Champagnertarte mit Baiser, Obst…. IMG_0566IMG_0567IMG_0568

Schon früh – vor dem Frühstück – begaben wir uns in die hoteleigene Bäckerei. Na, ja besichtigen konnte man hier eigentlich nichts wirklich.
Meine Frage, ob man hier Backmalz kaufen könne, konnte nicht beantwortet werden. Aber am Sonntagmorgen sind die Bäcker ab 7 da, da könne man sich dann nochmal melden.
Um es vorweg zunehmen, der Bäcker war nicht zuständig, verwies mich an den Hotelchef und ich wurde dann von einer
professionell-freundlichen Dame darüber informiert. „Das verkaufen wir nicht – ohne Erklärung Begründung… “

So gut, dann verzichteten wir auch auf den Broteinkauf.

Das kleine Städtchen hatte jede Menge zu bieten,stundenlang schlenderten wir durch die Gassen, genossen die klare , kalte Luft und besuchten den Markt. Wunderbare verschiedene Kartoffelsorten wurden angeboten, Setzkartoffel, mehlige,
festkochende verschiedene Sorten wunderbar. Ein herrlicher Spargel aus der Umgebung.
Fleischer mit herrlichem Wurst und Fleischsortiment.
Kräuterstände, Setzlinge…..

Stolz bot man seine Produkte an und die Leute befüllten Ihre Fahrradkörbe mit dem Wochenendeinkauf. IMG_0524

Die Zeit verflog wie im Flug, alles haben wir nicht geschafft anzuschauen.
Aber vielleicht kommen wir wieder – mit dem Fahrrad – und wenn der Hotelier – mir das Backmalz verkauft, buchen wir auch wieder dieses herrliche Hotel in der traumhaften, romantischen Lage.

IMG_0570
Danke, Marion !