"Wien wir kommen… " Fortsetzung

Am nächsten Morgen waren wir ausgeruht und genossen das tolle Frühstück mit heimischen Produkten.
Ja,die Marillenmarmelade war wirklich selbst gemacht und sehr, sehr gut.
Für die Marmelade nimmt man hier das überreife Fallobst, dann braucht man weniger Zucker, so erklärt uns die nette Inhaberin der Pension. Die Marmelade sollte nicht zu fest sein, sondern dickflüssig sein….

Schnell hatten wir unsere „Esel“ gesattelt und überquerten erneut die Donau.
Damals waren wir auf der anderen Donauseite bis Mautern geradelt und hatten beide keine guten Erinnerungen an die grüne Eisenbrücke, die wir auf keinen Fall wieder überqueren wollten.
Larissa war fast davon geweht worden, wir mußten sie in die „Mitte“ nehmen und mir war es auch nicht ganz wohl, denn die Brücke ist sehr hoch und es herrscht reger Verkehr.

Welch ein herrlicher Tag, frische Luft und meine Tochter war wie aufgezogen, wir fahren heute bis Wien. Träum mal schön, dachte ich, das sind gute 90 km – einfach- ohne kleine Umwege, Stops. DSC01245

Diesen Radltag werde ich nie vergessen. Mein Spurensucher überholte alles, trat wie wild in die Pedalen. Gegen 15.OO Uhr waren wir in Tulln. Die Temperaturen waren auf 30 grad geklettert. Die Getränkevorräte längst verbraucht. Der Mund war trocken, gesprochen wurde kaum noch was. Völlig erschöpft ließen wir uns auf dem großen Marktplatz nieder.
Bestellten eiskalte Getränke. Von hier aus hätten wir ja schon mit der S-Bahn bis Wien fahren können. Nach einer kleinen Shoppingrunde (luftige, ärmellose, Shirts ect) waren wir wieder gut erholt und Larissa rief: „Wien wir kommen!“ Dabei wollte sie doch das Egon-Schiele-Museum anschauen.
Schnell waren wir wieder auf dem herrlichen Donaudamm, breit, sonnig und Radfahrer waren kaum zu sehen.
Zeit zum Fotografieren blieb auch nicht mehr. Ein einziges Foto könnte sie mir kurz vor Wien mit dem Handy.25.6.11 062
Herrliche Badeplätze an der Donau, schöne Architektenhäuser mit Pool, trotzdem gemütlich beschaulich. Gegen 17.30 Uhr erreichten wir Klosterneuburg (ca.15 km vor Wien).
Die Zimmersuche gestaltete sich äußerst schwierig, unzählige Telefonate führten wir.
Schnell verging die Zeit. Ein bezahlbares Hotel in Wien war nicht zu bekommen.
Wir konzentrierten uns nun auf den Klosterneuburg. Auch hier gestaltete es sich mehr als schwierig ein Hotel zu bekommen. Mit viel Glück kamen wir im Hotel Anker unter, zentral gelegen, ruhiges Zimmer. Die Räder stellten wir in einer Garage ab.

Von Müdigkeit keine Spur, schnell waren wir stadtfein und hatten einen Riesenhunger.
Im Stadtbeisl ließen wir uns nieder und bestellten, Schorle, Wein, Grillplatte, Wienerschnitzel.DSC01247DSC01248
Das Fleisch war super gegrillt, toll mariniert und das gegrillte Würstchen erinnerte mich an mein Kindheit. Seit Jahren hatte ich keinen „Grillteller“ mehr gegessen. Der Koch begrüßte seine Gäste persönlich und brachte ein Schnapserl aufs Haus.
Wir waren aufgedreht und besprachen, was wir am nächsten Tag in Wien alles anschauen wollten,
Schönbrunn auf jeden Fall ganz ausgiebig, den Naschmarkt, Theater, die Oper….
So bemerkten wir gar nicht, dass wir wohl beobachtet worden.
„Entschuldigen Sie, darf ich Sie mal etwas fragen?“ , san Sie Restaurantkritikerin ?“, Sie fotografieren das Essen…
Die Dame beherrschte diesen herrlichen Wienertonfall und meine Tochter konnte sich vor Lachen nicht mehr halten und antwortete lachend, nein Bloggerin aus Leidenschaft.
Fortsetzung folgt !