"weiße Pfirsiche – Limetten und Champagner"

Schönes , warmes Wetter … Schon um sieben in der Früh ging ich auf Beutezeug, wie mein Herr Gemahl zu sagen pflegt.
Meine Ausbeute: große Zitronen von der Amalfiküste, Zwiebeln aus Tropea , wunderschöne Bachsaiblinge….
ein gutes Glas Wein im Hinterhof…. und schnell nach Hause.
Hier warten weiße, aromatische Pfirsiche, Zwetschgen der Extra Klasse – ohne Würmer, saftig und nicht zu fest nicht zu reif, herrliche Sommeräpfel mit roten Bäckchen….

Eine kleine Fee, mit dem schönen Namen Larissa, hatte schon die Pfirsiche entsteint und kg-weise abgewogen und so konnten wir direkt draußen auf meiner Induktionsplatte die erste Marmelade köcheln.

Hier das Rezept:
Zutaten:
1 kg weiße, reif Pfirsiche
Gelierzucker 2:1
2 Limonen
Saft einer 1/2 Amalfiküstenzitrone
125 ml rosa Champagner oder rosa Prosecco – aber nur zur Not –

Schritt 1 :

Pfirsiche entkernen und grob klein schneiden, mit dem Zucker vermischen und ca. 1-2 Stunden – oder auch über Nacht ziehen lassen.
Limonen heiß abwaschen und in Scheiben schneiden
Ausreichend Zwistgläser vorbereiten.
Mit kochendem Wasser – am besten aus dem Teekocher übergießen und auf ein trockenes Küchentuch setzen –

Schritt 2:

Auf mittlerer Stufe leicht köcheln lassen. Zitronensaft hinzufügen.
Wenn die Früchte langsam zerfallen, den Champagner hinzufügen und weiter köcheln lassen.
Dann mit dem Pürierstab kurz pürieren, so dass eine homogene Masse entsteht.
Eine Gelierprobe nehmen.

Schritt 3:
Jetzt fix mit dem Marmeladentricher – ist zwingend – sollte in keinem Haushalt fehlen ! – die Marmelade einfüllen.

Heute Morgen die Offenbarung , die Farbe kräftiges Rosa und der Geschmack !!!

Diese wunderbaren Früchte hatte ich aus einem Garten im Schwabenland bekommen. Nochmal vielen, vielen Dank.
Diese Früchte u. diese Marmelade kann man nicht kaufen …

Die Zwetschgen wurden ebenfalls angereichert mit Portwein zu einer feinen, winterlichen Marmelade verarbeitet.
S. Blog vom Okt/2012 hier finden Sie das ausführliche Rezept.

Die großen , frischen Bachsaiblinge habe ich gefüllt mit Zitronen, Thymian, Salbei, Meersalz gegrillt.
Dazu Sellerie- Kartoffelstampf – mit neuen mehligen Kartoffeln und frisch geerntetem Sellerie .
Schnell, einfach und gut.
Doch bevor wir den letzten Schluck des herrlichen Weißweins genießen konnten, donnerte u. blitzte es
Sommerabend wieder mal vorbei.

Aus den herrlich aromatischen , rotwangigen Sommeräpfeln entstand eine Apfel-Pie der besonderen Güte.
Angereichert mit kandiertem Ingwer, Calvados werden wir sie heute Nachmittag mit einer leichten Zimtsahne genießen.
Jetzt muß ich aber Radeln, denn es ist gerade ein paar Stunden Sommer.

Schönen Sonntag.

Hier meine Variante mit Feigen
Zutaten:
700 gramm weiße Pfirsiche und 300 gramm frische, reife Feigen

kochen wie zuvor beschrieben und hier endlich wieder ein „Bildchen“
P1050397-doku

" Lust auf Markt…..

Derzeit fällt mir das Bloggen nicht leicht, denn ich muß mich für einen neuen PC entscheiden. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Fachleute, Freunde, Kollegen jeder hat eine andere Meinung. „So viel Speicherplatz brauchst Du doch nicht…., für die Dich reicht doch ….“

Vielen Dank an meine Tochter die mich ihr „Baby“ nutzen läßt, flotter kleines Ding, aber der Bildschirm ist mir zu klein.

Diese Woche hat es in meinen Füßen, Händen gekribbelt – frische Kräuter, Spinat, Fisch…
Keine wärmenden Eintöpfe, Braten….

Beim Metzger war ich schon, schöne Kalbschnitzelchen mit einer leichten Zitronen-Wein-Sauce….
oder eine selbstgemachte Lasagne mit frischen Kräutern vom Markt.
Nachspeise – exotischer Obstsalat mit gegrilltem Ananas und Chilifäden…

Ja, für die Woche – da soll es ja wieder Winter werden, habe ich mir eine schöne Hochrippe beim Metzger mitgenommen, Suppenknochen mit Mark für Markklößchen.
Keine Sorge bald werde ich wieder meine Fotos hochladen ….
Schönes Wochenende!!

"Marktgeflüster…."

Mein Viktualienmarktbesuch mußte ich heute auf den späten Vormittag verschieben.
Es herrschte betriebsame Hektik, München wird bereist, die Handwerksmesse schwemmt die Besucher über den Markt.

Naßkalt ist es, draußen kann man sich eigentlich nicht lange aufhalten.
Meine Einkaufsliste, Gewürze müssen aufgestockt werden z.b. Ras el Hanout für meine Lamm- u. Couscousgerichte, dann bin ich auf der Suche nach etwas Frühling, einen Salat… ??
Was wird angeboten Wildkräutersalat aus Holland, nein wohl doch nichts für mich, Spargel aus Bayern – unter welcher Wärmeschlange ist der denn gewachsen? – nein …
Aber die Hartgemüse, mag man auch nicht mehr …
Den Bärlauch aus der Pfalz, na wirklich nicht. Bald werde ich mit meinem Fahrrad den Bärlauch selbst pflücken, jeder in München hat da seine eigene Stelle, wo die Hunde nicht…, wo die Abgase nicht hinkommen… Dann werde ich wieder Bärlauch-Pesto, Bärlauch- Risotto, Bärlauchsuppe, Bärlauch-Nudeln…… Aber diesen aus der Pfalz, soll ich ihn doch kaufen für ein kleines Süppchen , so als Vorgeschmack?
DSC00696
Ich entscheide mich, für Kohlrabi, Blumenkohl – wohl alles aus dem Süden – aber München ist ja bekanntlich die nördlichste Stadt Italiens.

In der Zeit vor Ostern – Fastenzeit – gab es früher sehr viel Gemüse- Kartoffel- Fischgerichte, einfache, schmackhafte Küche.
In meine Wohnung möchte ich auch einwenig Frühling reinlassen und will mich mal etwas orientieren. Die Auswahl ist riesengroß, Eier, Hasen, Sträucher….
In die große Bodenvase aus Glas kommen die „Korkenzieher“…. Dann sind diese Hasen dieses Jahr der Hit, die aussehen , wie Schokohasen, aber keine sind…
Da fällt die Auswahl schwer:DSC00685DSC00691DSC00692DSC00700DSC00693

Aber bald, da bin ich ganz, ganz sicher werde ich meinen Rhabarber-Prosecco in der Sonne auf dem Markt genießen!!!

Frühling wills nicht werden…..

Naßkalt ist es am 19.2.2011 in München, so daß ich meinen Marktbesuch auf den späten Vormittag verschoben habe.
Meine Einkaufsliste ist heute überschaubar, da ich noch einiges in meiner winterlichen Speiskammer gelagert habe.
Diese Samstage liebe ich eigentlich,  ohne genauen Plan sich treiben lassen. Wir laufen heute in die Innenstadt und kommen zwangsläufig an unserem „kleinen Italiener Nr. 2“ vorbei.
Es ist gerade mal 11.OO Uhr,  das Frühstück ist schon fast 4 Stunden her,  Fisch, Fleisch, Reinigung, Post erledigt.  Einen Cappuccino, den haben wir jetzt eigentlich verdient.
Der Cappuccino duftet herrlich, dazu diese weichen  kleinen Amerettini…  und schon sind wir beim ersten weißen aus dem FriaulDSC00523 (1) - IIDSC00525

Dazu gibt es ein ganz interessantes Gebäck, leicht salzig, mit Anisgeschmack –  sehr gut!
Für bestimmte Gerichte benötige ich oft diese schönen Trockenfrüchte, kandierter Ingwer, Aprikosen, Mango….
In dieser Jahreszeit liebe ich diese Trockenfrüchte zum Müsli, zur Nachspeise oder einfach so. Mein Lieblingsschaufenster. Hier kann ich verweilen und meine Gedanken reisen in den  Sommer, Tropen, Süden  …….DSC00526

Auf meiner  Einkaufsliste steht noch, Safran, Sprossen, Currypaste – gelb –  Reis ( gemischt Basmati/Duftreis)
Auf dem Markt angekommen  werfen große Ereignisse ihre Schatten voraus und über all blitzt einwenig Frühling.
Die Marktleute  haben nicht viel zu tun,  große Touristengruppen werden mit Verköstigungen jeglicher Art unterhalten.
Ein Standlbesitzer sagt: „Wer koa , de koa, a gouter halts aus um an schlechten is eh net schod“ Jahrzehnte stehen sie schon hier  bei jedem Wetter.  Es muß sich aber lohnen, denn  diese Standl wechseln eigentlich nie den Besitzter, wie ich in mehr als 25 Jahren feststellen konnte. Man redet übers  „Weder“ und über das Ereignis des Jahres.DSC00529DSC00527

Meine Einkäufe hatte ich gerade erledigt, da  tippt mir einer auf die Schulter,  ja Hallo  – unsere Ingolstädter/Regensburger Freunde – das ist ja ein Zufall. Wie immer haben wir viel zu erzählen…, die Kinder, die Politik , die Stadt, Kino, Theater…
Italiano Nr. 3 , der Weisswein mundet, die Zeit vergeht im Flug. Ein schöner Markttag trotz nasskaltem Wetter.. DSC00530

"Fasching wo bist Du ??"

Bei meinem heutigen Marktgang dachte ich, begegnen mir die letzten „Ausläufer“ der Faschingsbälle…. Im Schlachthofviertel war ich schon sehr früh unterwegs. Mein Ziel war die den Münchnern allseits bekannte Großmetzgerei Magnus Bauch. Hier soll es die besten Weisswürste Münchens geben…..
Dicht gedrängt bewegten sich, vor allem Männer vor den großen Fleischwagen. Betriebsame Samstagshektik, 5 kg Weisswurst, 4 kg Leberkäsbrät, 8 kg Wiener, Surhaxen……
Hier geht alles schnell , denn um 9.30 Uhr schließt der Laden.
Auf meiner Einkaufsliste, standen Suppenfleisch, Markknochen,  gemischtes Hackfleisch, Rinderbraten aus der Schulter, Schweinfilet, Mailändersalamie ,  Schinken….

Schnell hatte ich alles beisammen  und nach einem kleinen Frühstück brach ich auf in Richtung:Marktgang 12.2.2011 003
Keine Faschingsdekorationen, dürftig  ein paar wenig Luftschlangen am Markt.
Die Schaufenster der Metzgereien hier zeigen Blut- und Leberwürste…….., die geliebten Münchner Surhaxen.
Marktgang 12.2.2011 004

Wo sind die Menschen,  wieder in ihren Winterschlaft  zurückgefallen, wo  doch letztes Wochenende schon der Frühling so schön war. Ein eisiger Wind fegt über den Markt. Aber es gibt schon diese kleinen Kohlrabi, Möhren, sogar frischen Kerbel…
alles springt in meinen Korb, schon klingelt das Handy mein Mann wartet  im Kaffee auf mich.

Froh bin ich, ins Warme zu kommen. Das bei Touristen und  Einheimischen beliebte Traditionskaffe ist gar nicht voll.
Der Kaffee duftet und nach dem Einkaufen ist mir nach einem warmen Striezel  oder  doch lieber eine Ausgezogene,  Krapfen…
Denn hier gibt es das beste Schmalzgebäck, warm, frisch und sooo gut!

Marktgang 12.2.2011 008Marktgang 12.2.2011 007Marktgang 12.2.2011 006Marktgang 12.2.2011 005

Marktgeflüster

Ihr werdet es nicht glauben, München ist erwacht aus seinem Winterschlag. Die Sonne hat schon einwegnig Kraft.  Heute will ich Euch mal einen ganz anderen Marktgang näher bringen. Mein Wintermenü für Freunde steht, die Einkäufe sind getätigt.
Aber mir fehlen die schönen Bio-Eier von der Marktfrau, ach etwas Safran  und beim Kustermann – Haushaltswarengeschäft-  von besonderer Güte –  wollte doch den kleinen Silikontrichter für meine Schokosoße kaufen.

Die Stadt erwacht, die ersten Touristen bevölkern unser München wieder.  Heute abend habe ich Freunde eingeladen, zu einem schönen Wintermenü:

Broccolisuppe, mit  Crevetten

Entenbrust mit Kartoffel-Möhren-Ingwerstampf und Wirsingröllchen gefüllt mit Steinpilzen

Mango-Ingwer-Mousse

Kommen Sie mit mir, die Polizei ist an diesem Wochenende überrepräsentiert. Polizisten so weit das Auge reicht, grüne, blaue, mit Helm, mit allem ausgerüstet was man sich vorstellen kann, ganz schwarze Gestalten. Ein Hamburger auf dem Weg zum bekanntesten Feinkostladen, politisiert, man brauche diese Überrepräsentierung wirklich nicht. Die Meinungen gehen da auseinander, alle diskutieren, der eine will eine sichere Stadt, beim anderen wecken die Überzahl der Polizei Aggressionen und alle sind sich einig was das ein Geld verschlingt.
Aber die Stadt strahlt, lächelt, zeigt sich von ihrer besten Seite:marktgang 5.2.2011 024marktgang 5.2.2011 025Wintermenü II 004 (1)_ Wintermemü II

Wintermenü II 006 (1)_ Wintermenümarktgang 5.2.2011 033marktgang 5.2.2011 011 (1)_ Wintermenü

Marktgeflüster…..

DSC00301 (1) _1DSC00300 (1) _1DSC00314DSC00344

Der Markt ist mal wieder wie leergefegt, dabei bieten die Standl alles an was das Herz begehrt. Ein eisiger Wind pfeift durch die leeren Marktgassen. Nur die Hobbyköche, wenige Touristen . Wie jeden Samstag will ich Euch die neuesten Marktgenüsse nicht  vorenthalten.
Viel umschrieben, viel besprochen, besonders viel über seine Fangquote diskutiert der Fisch des Winters, wie jedes Jahr unter Feinschmeckern, Köchen hoch gehandelt, der Skrei – Fisch. In den Gewässern rund um die Lofoten wird er gefangen. Sein weißes Fleisch, grätenfrei.
Gar nicht so einfach in zu bekommen. Hier ein paar Eindrücke:DSC00299 (1) _ 1DSC00296 (1)_1DSC00316

Meine Beilagen hatte ich auch schon im Kopf. Fenchel, Orangen, Kapern waren ja schnell besorgt. Aus meinem Vorrat sollten gute Kartoffeln, Möhren, und Ingwer herhalten. Frische Kräuter wanderten ebenfalls in den Korb, muß sein heute! Hach, das wird Klasse!
Ein kleiner Zwischenstop beim „kleinen Italiener“. Erst einen guten Espresso mit den herrlichen Profiteroles: Hier sind sie gefüllt mit Marzipan, einer Spur Banane und Eierlilör – unverschämt gut- !! Mit einem schönen Weißwein aus der Friaul schließen wir den Marktgang ab.DSC00297 (1)_1DSC00298 (1) _1

Marktgeflüster

Am späten Vormittag besuchten wir den Viktualienmarkt, wie eigentlich jeden Samstag. Was ist mit den Menschen los, sind aller für die nächsten Monate gesättigt. Dicke, schöne Bauernenten, werden verachtet, das schönste Wildbret lacht aus dem Schaufenster. Die Touristen sind auch weg. Alles ist eigentlich gemütlich. Wirklich?? Die Gemüsepreise sind sind in astronomische Höhen gestiegen, Feldsalat wird zum Wintertrüffel für Münchner. Was ist los? Die Leute kauen an einer Bratwurst und hetzen davon.

In der Metzgerstraße will ich meinen Schinken für meine Blätterteigfrischkäsemuffins kaufen, brav warte ich, denn heute sind nur drei Leute im Laden. Dann kommt eine fesche -wie man in München zu sagen pflegt- Endfünfzigerin in den Laden. Nichts kann sie aufhalten, sie stürmt herein und fragt: „Was sind das für Würste, diese Westfälischen ??, ich mag auf keinen Fall die Würste mit Pinkel, nein Pinkel mag ich auf keinen Fall. Erklären sie mir den Unterschied !!!. Kurz überlege ich, ob ich mich einmischen sollte, denn ich könnte ihr natürlich einen Vortrag über die Bremer Grützwurst halten. So richtig wissen die Metzgereiverkäuferinen nichts mit den aufgeregten Fragen anzufangen, zumal die Dame noch gar nicht dran war. Da geht fei nix, da könnte ja a jeder daherkommen. Geduldig, bekommt die Dame eine halbherzige Auskunft.

Sie kauft ein paar Westfälische Würste und in gleichem Atemzug fragt Sie „Wo gibt es hier die besten Weisswürste?, bei Ihnen ??.Die sind zwar hell, aber Pinkel das mag ich nicht.Schweigen im Laden.
Wobei ich doch im Schlachthofviertel wohne und genau weiß, wo es die besten gibt. Wieder halte ich mich zurück und stelle mir schmunzelnd vor, wie die Dame Weißwürste, westfälische… alles in einem Topf heißmacht und als neueste Delikatesse ihrer Familie/Gästen vorsetze.

Was haben eigentlich diese Norddeutschen Würste – ich esse sie für mein Leben gern mit Grünkohl- in einer typisch bayrischen Metzgerei zu suchen??
Welche Reise haben die Würste hintersich??
Jo, mei des muss man cosmopolitisch sehen.