„Blauer Himmel, soweit das Auge reicht…“

Die Pandemie und die Auflagen der Politik stressen uns mehr, wie wir zugeben möchten. Die ersten Sonnenstrahlen, die Wärme nach den kalten Tagen – wecken meine Geister !

Die Tulpen lupfen zwischen den mit Moos und Kieferzweigen bedeckten Balkonkästen, die Vögel machen sich ganz zart schon in der Früh (4.OO Uhr) bemerkbar. Diese Woche habe ich es getan, morgens in der Sonne im Schlafshirt bekleidet, gefrühstückt. Die Sonne wärmte meine Füße, das Obstfrühstück, der starke, schwarze Kaffee, die Luft, das Vögelzwitschern… In der Sonne träumen von Reisen ans Meer, von neuen Rezepten, von der Bergtour, vom Schwimmen im See, von der Fahrradwanderung …

Die vielen Menschen an meiner geliebten Isar sind fast unerträglich. Raus, raus – jeder einsame Feld- oder Wiesenweg ist mir da genug. Wie schön ist das Leben, wenn die Natur erwacht!

Mit ein paar Frühlingsbildern wünsche ich eine erholsame, genussreiche Endwoche .

Genießt die Sonne ! Der Frühjahrsputz kann warten, es soll ja nochmal Winter werden.!

P.S Heute durfte meine „Sophie“ raus – ein weiches, frisches leicht mit Kräutern der Provence gewürztes Brot oder doch lieber Hörnchen, Stangerl mit Salz und Kümmel oder beides – schauen wir mal..

„Weizenkruste Adam“

(benannt nach meinem Großvater Adam Labonde)

Werbung, da Namensnennung

Bei vielen Menschen ist Weizen in Misskredit geraten. Überall kann man lesen, dass Weizen ungesund, unverträglich und überhaupt nicht mehr in unsere „bewußte Ernährung“ passt.

Oft wird auf wissenschaftliche Studien pauschal verwiesen, ohne dass diese in irgendeiner Weise hinterlegt werden.

Sicher ist, dass die Industrie den ursprünglichen Weizen stark verändert hat und die Menschen sich von oft billigem Brot, Gebäck ernähren. Viele alteingesessene Bäckereien mußten den Discount-Bäckereien – Aufbackstuben- weichen.

Ganz langsam entwickelt sich aber ein Trend, der das Bewußtsein zu gutem Brot aus natürlichem Getreide favorisiert. Oft sind es Quereinsteiger, leidenschaftliche Hobbybäcker/innen, die sich trauen ein anderes Brot zu backen. Der Erfolg gibt ihnen recht.

Viele festgestellte Unverträglichkeiten sind medizinisch nicht bewiesen.

Die kleine Landwirtschaft meines Großvaters lieferte keine großen Mengen an Getreide. Er baute Weizen, Hafer auf den wenigen Äckern an, die sich hierfür eigneten. Er bestellte seine Felder mit sehr großem Aufwand. Gesät wurde von hand. In einer großen Schale aus Zink, quer über die Schulter geschnallt, schritt er über das steile, schräge Gelände und säte seine Frucht, wie er sein Getreide nannte.

Er betete, hoffte, dass es ein gute Ernte werden sollte. Oft begleitete ich ihn. Immer wieder stiegen wir hoch zu dem Hafer/Weizenfeld und er prüfte, wie weit das Getreide sich entwickelt hatte. Der Sommerwind bewegte das junge, saftiggrüne Getreide leicht im Wind und hatte einen festen Stand. Noch heute sehe ich das glückliche Lächeln meines Großvaters.

Seine Erträge waren klein in der kargen Gegend. Die Böden waren teils steinig, lehmig, schwer zu bearbeiten durch die extrem schräge Höhenlage. Kunstdünger lehnte er kategorisch ab.

Immer wieder ließ er die Ähren durch seine Hände gleiten, zeigte mir wie ein reifes Weizenkorn aussehen mußte, wir probierten die Körner und dann, wenn die Wetterprognose gut war, wurde die Frucht gemäht. Dann stellten die Frauen die Garben auf – mit einer gewissen Technik – damit im schrägen Hang die Garben stand hatten. So reifte das Getreide nach und konnte dann endlich gedroschen werden. Die Dreschmaschine kam dann auf den Hof und es war sehr aufregend für mich.

Die Getreidesäcke waren schwer und lagerten auf dem Getreidespeicher – viele Treppen hoch –

Ein Teil des Getreides wurde später – zum örtlichen Bäcker gefahren. Hieraus entstanden dann, die langen Weizenbrote, glänzende,dunkle Kruste. Eigentlich liebte ich das selbstgebackene Brot meiner Großmutter, aber aus „politischen Gründen“ wollte man es sich nicht nehmen lassen, sein Getreide beim Bäcker backen zu lassen. Immerhin zahlte man nur den Bäckerlohn .

Lange habe ich experimentiert, um ein gutes Weizenbrot mit einem normalen Haushaltsofen zu backen.

Die Kombination aus aufgefrischtem Hefewasser und Livieto madre (geführt mit Vollkornweizenmehl und Hefewasser =Franceska) bietet die Möglichkeit gerade, wenn es wärmer wird das Brot innerhalb von 12-24 Stunden zu backen.

Soweit das Hefewasser nicht verfügbar ist, kann man einen Vorteig auch mit 3 Gramm Trockenhefe ansetzen.

Rezept:

Vorteig I:

200 gramm Livieto madre (Vollkorn-Weizen)

340 gramm lauwarmes Wasser

130 gramm Vollkorn-Weizenmehl (Draxmühle, Rechtmehring)

160 gramm bayrisches Ruchmehl (Draxmühle)

Vorteig II:

200 gramm Weizenmehl 550

100 gramm Hefewasser (alternativ 3 gramm Trockenhefe u. die angegebene Menge Hefewasser durch lauwarmes Wasser ersetzen)

Quellstück:

100 gramm Sonnenblumenkerne mit 220 ml kochendem Wasser übergießen und abgedeckt mind. 8 Stunden stehen lassen.

Hauptteig:

200 gramm bayrisches Ruchmehl

250 gramm Weizenmehl 550

22 gramm Salz

Quellstück mit Flüssigkeit

20 gramm Sonnenblumenöl

1 schwachgehäufter Teelöffel gemahlenes Brotgewürz

-Achtung kein Wasser/Flüssigkeit mehr zufügen!

Die Vorteige am frühen Morgen (ca.7-8 Uhr) ansetzen und an einen warmen Ort stellen. (Temperatur ideal 26-28grad) oder einfach bei Zimmertemperatur stehen lassen. Je wärmer es ist, desto schneller entwickeln sich die Teige. Sie verzeihen auch, wenn man sich nicht an festgeschriebene Zeitangaben hält.

Der Livieto madre – Ansatz sollte kräftig blubbern (Blasenbildung) und der Hefeansatz sollte sich verdoppelt haben.

  • nun geben wir die Vorteige in die Rührschüssel der Küchenmaschine ( Kenwood verwendet)
  • das Quellstück ebenfalls hinzufügen
  • die Mehle für den Hauptteig dazuwiegen
  • Salz, Gewürz sowie Öl hinzufügen.
  • auf kleiner Stufe 2-3 Min mischen
  • dann 12 Minuten auf Stufe 2 kneten lassen
  • Fensterprobe

Der Teig löst sich von der Schüssel nach dem Kneten und ist sehr weich und elastisch.

Eine Teigwanne mit einwenig Öl auspinseln und den Teig sich selbst überlassen – an einem warmen , zugfreien Ort –

Nach ca. 2-3 Stunden hat sich der Teig verdoppelt und kann auf schwach bemehlter Arbeitsfläche in 2 Brote gefaltet werden.

  • mit der Teigkarte 2 Rechtecke (30×40 cm) abtrennen und kurz auseinander ziehen bzw. zum Rechteck drücken
  • ein Kuvert falten und zwei runde Ballen schleifen
  • Gärkörbchen leicht mit einem Sieb bemehlen und nochmal eine 3/4-1 Stunde abgedeckt gehen lassen
  • in der Zwischenzeit den Backofen auf 250 grad mit dem Backstein und einem Blech auf der untersten Stufe aufheizen.
  • dann die Brote einschießen
  • 250 ml W asser in das Blech gießen
  • 10 Min auf 250 grad backen
  • Backofen öffnen und Schwaden ablassen
  • weiter 45 Min. fallend auf 220 -200 grad bei Ober/Unterhitze abbacken

Der Aufwand lohnt wirklich, es duftet, die Brote sind schön aufgerissen – die Kruste ist perfekt – die Krume ein wahrer Bäckertraum.

Es ist auch möglich, den Teig nach 2 Stunden Gehzeit über Nacht in den Kühlschrank zu verfrachten und am nächsten Morgen die Brote abzubacken. Der zeitliche Rahmen der Teigverarbeitung ist hier sehr flexibl.

Ein Teil des Teiges kann auch zu Brötchen geformt werden und gleich zum Frühstück serviert werden. Die Mühe lohnt sich.

In Memorandum an meinen geliebten Großvater Adam Labonde.

„Kochideen für diese Woche gefällig?“

After Valentinsday…. Vielleicht möchte jemand sich diesem geschäftsträchtigen Unterfangen entgegenstemmen.

Wahre Liebe ist es nicht ein Menü zu kochen, den Tisch mit rosa Herzchen zu dekorieren und eine gute Flasche Wein zu öffnen, Blumen waren ja dieses Jahr ganz schwierig.

Eine sehr schöne Beschreibung von dem was Liebe sein kann habe ich bei https://wordpress.com/read/feeds/96444875

Blog: Carax&VanNuys gefunden. Happy Valentine’s Day! Oder einfach Happy Day? so lautet der Beitrag

Wer das ganze Jahr nicht aktiv liebt, der braucht auch an dem Tag keine Show abzuziehen, es sei denn man ist frisch verliebt, romantisch veranlagt und will das“Instrument“ nutzen.

Meine Kochideen für diese Woche berücksichtigen das verspätete Begehren ein kleines Menü zu zaubern.

Am Montag schlage ich vor:

Vorspeise: Kräutercrepes s. Beitrag vom 8.5.2012

Hauptgang: Rind-Kalb-Involtini mit Kräuterfüllung

Nachspeise: Mini-Mississippie-Pie s. Beitrag vom 18.4.2012

Kräutercrepes siehe Beitrag vom 8.5.2012

Nachspeise: s. Beitrag Mini-Mississippi-Pie vom 18.4.2012

Dienstag: Linseneintopf siehe Beitrag vom 9.10.2012

Mittwoch: Gnocchi- Trost vom 14.7.2016

Donnerstag: „scharfe Köfte – in Abwandlung des Beitrags vom 1.6.2012 hat sich ein Hack aus Rindfleisch und Lammfleisch bewährt!

übrigens ein „echtes“ Männeressen.

Freitag: siehe Beitrag vom 9.11.2014 – einwenig träumen von besseren Zeiten darf erlaubt sein …

„Frisch und Fruchtig meets Limoncello pur…“ weekly cake

Die Tage werden spürbar länger, die kalten Sonnentage bringen Energie und herrliche Landschaften. Der Himmel hat sein schönstes, strahlendes Stahlblau hervorgeholt und alles strahlt dem Frühling entgegen.

Mein kleiner Ausflug ins Voralpenland war traumhaft. Klirrende Kälte, die Nasenflügel kleben.

Ein dampfenden Tee, mit einem guten Stück Kuchen oder dem in der Gegend so beliebten Schmalzgebäck.

Es ist nicht möglich …. Die Pandemie wütet auch hier. Wie lange noch???

Die Wartezeit will ich Euch versüßen mit meinem lockeren, aromatischen, auf der Zunge zergehenden Zitronen-Limoncello-Kuchen. Er ist einfach zu backen und gelingt garantiert Jedem.

Nebenbei habe ich noch mit Hefeteig (Livieto madre) mich an den Mohnbeugerl von Gaumenschmaus versucht.

Ergebnis überwältigend, wenn sie auch optisch nicht so schön sind, wie die von dem blog Gaumenschmaus.Mohnbeugerl

mohnbeugerl

Das Rezept habe ich etwas abgewandelt. Die Mohnmischung selbst hergestellt (s. Rezept vom 6.2.2021 Mohn-Organgen -Kumquats-Marmeladen-Kuchen) , das Gebäck final mit einer Ei-Sahne-Salz-Puderzuckermischung bestrichen. Traumhaft gut.

Jetzt schnell zum Rezept für meinen Zitronen-Limoncello-Kuchen

Die Zutaten:

  • 5 Eier
  • 145 gramm Zucker
  • 200 gramm Butter (wachsweich)
  • 375 gramm Mehl (gesiebt, Type 405)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 5 Zitronen
  • 1/2 Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml Limonello
  • Saft von 4 Zitronen, und Abrieb von 3 Zitronen
  • 30 ml Sahne

und so schnell geht es:

  • Eier schaumig aufschlagen
  • langsam den Zucker einrieseln lassen bis eine gelbliche, dicke Masse entsteht
  • weiche Butter nach und nach mitrühren
  • stop
  • Austausch jetzt weiterarbeiten mit dem elastischen Rührblatt (Kennwood)
  • Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz vermischen und eßlöffelweise zufügen
  • Form ausfetten, Ofen auf 170 grad Ober/Unterhitze vorheizen
  • Teig gleichmäßig in eine Kastenform verteilen
  • Backzeit: 50 -55 Min.
Zitronen-Limoncello-Kuchen

Nach Belieben mit einem Zitronenguss versehen oder wie bei mir meist – es kam nicht mehr dazu.-

Teetime, mit frischem Zitronenkuchen, Mohnbeugerl wer kann da widerstehen?

Zum Abendessen gab es einen asiatischen Nudelwok – grüne Currypaste – marinierte Hühnerbrust – frisches Taibasilikum, Koreander – angenehme Schärfe, gut abgeschmeckt.

grünes Curry – mit Gemüse u. Hühnerbrust

Die Sonntagssemmel sind auch angesetzt. Es reicht für heute.

„Kornspitz herzhaft und würzig“

(Werbung da Namensnennung)

Anfang der 80ziger lernte ich meine bis heute geliebten Frühstückszutaten kennen.

In München frühstückte man schnell, einfach.

Das Rezept: 1 Butterbreze vom Bäcker des Vertrauens und eine Abendzeitung, bzw. freitags die Süddeutsche mit Beilage.

Jeden Tag um die gleich Zeit begegnete man den gleichen Menschen, grüßte sich, sprach übers greislige, kalte Wetter und man war in Eile, die Tram, die U-bahn, der Bus warteten nicht. Im Büro wurde man meist von einem Kaffeeduft begrüßt, der Tag war gerettet. Latte, Espresso, Capuccino genoss mein höchstens in der Mittagspause beim Italiener ums Eck – aber nur manchmal – .

Nach einer „Münchner-Nacht“ und wenig Schlaf, liebte ich die kräftigen, knusprigen, nach Kümmel schmeckenden, dunklen Kornspitz, belegt mit Speck oder Bergkäse, die es beim Hindelang Käseladen gab. Zusammen mit der Buttermilch, mit den Flocken drin, war ich fit für den Tag.

Leider muss man heute lange suchen – wenn man überhaupt- eine gescheite Breze oder die überwiegend aus Roggenmehl bestehenden Kornspitz findet.

Ich konnte nachlesen, dass es diverse Streitigkeiten – auch international – gegeben hat, wer dieses köstliche Gebäck erfunden hat. Nach verschiedenen, meist gescheiterten Backaktionen ist es mir gelungen diese Köstlichkeit selbst zu backen.

Die etwas langwierige Herstellung solltet Ihr in kauf nehmen, ebenso die Verarbeitung des batzigen Roggenteigs.

Das Ergebnis entschädigt!

Kornspitz Rezept:

Zutaten:

Vorteig 1:

  • 50 gramm Alpenroggen Vollkorn
  • 50 gramm Weizenvollkorn bio
  • 100 gramm lauwarmes Wasser
  • 2,5 gramm Hefe

Vorteig 2:

  • 60 gramm Anstellgut Roggen aus dem Kühlschrank
  • 40 gramm LM Vollkorn (Franceska) Livieto madre
  • 100 gramm Roggenmehl 1150
  • 100 gramm lauwarmes Wasser

Vorteig 3:

  • 100 gramm Roggenschrot
  • 110 gramm kochendes Wasser

weitere Zutaten:

14 gramm Salz

20 ml Olivenöl

1 Teelöffel Roggenmalz

2 Eßlöffel Kümmel

Breznsalz

für den Hauptteig die nachfolgenden Zutaten verwenden

Hauptteig:

  • Vorteige 1-3 zusammenfügen
  • 100 gramm Alpenroggen-Vollkorn oder 1370 er Roggenmehl
  • 100 gramm Roggenmehl 1150
  • 320 gramm Dinkelmehl 630
  • 280-300 ml Wasser warm

Mehr bedarf es nicht.

Die wichtigste Zutat ist allerdings einwenig Zeit.

Die Vorteige am Morgen(8-9.00 Uhr) mischen und warm stellen, der Hefevorteig nach 1 Stunde in der Küche (bzw. etwas kühler) stehen lassen. Oder am Abend vorher ansetzen, wie es gerade paßt.

Beim Roggenschrotbrühstück empfiehlt es sich das Schrot über Nacht, abgedeckt stehen zu lassen. Es kann auch unabhängig von den Vorteigen angegossen werden.

Vorteig aus Anstellgut u. Alpenroggenvollkorn/Roggenmehl

Anstatt des Alpenroggenvollkornmehl kann man auch ein normales 1370 iger Roggenmehl verwenden. Es sollten gute Mehle verarbeitet werden.

und so geht es ganz einfach und schnell:

  • die Teige, das Schrot zusammen in die Rührschüssel oder Schüssel geben
  • 3/4 des Wassers angießen
  • die Zutaten für den Hauptteig, sowie Salz, Kümmel, Malz, Öl hinzufügen
  • und alles vermischen (Dauer ca. 3 Min. auf kleiner Rührstufe) hier benutze ich das Rührblatt meiner Kennwood
  • anschließend nochmal ca. 8 Min mit dem Knethaken durchkneten lassen.
  • der Teig löst sich nicht ganz von der Schüssel, sollte sich jedoch verbinden
  • ggfs. Wasser nachschenken, je nach Mehl
  • den Teig in eine geölte Teigwanne oder Schüssel geben
  • an einem warmen Ort „aufspringen“ lassen – (dauert meist 1-2 Stunden, je nach Temperatur)
  • dann für 10-24 Stunden in den Kühlschrank geben.

Den Teig könnte man auch nachdem Aufgehen verarbeiten. Allerdings finde ich, bei dem Roggenteig ist es einwenig einfacher, wenn er kalt ist, dann kann man ihn besser formen.

Die weiteren Schritte:

  • Den kalten Teig in ein Rechteck ausrollen und in 100-110 gramm Stücke teilen.
  • Dann die Stücke etwas ausrollen und zu „Kipferln“ zusammenrollen. Dies ist etwas schwierig
  • die Teiglinge auf ein mit Roggenmehl bestäubtes Tuch legen, leicht mit lauwarmen Wasser einpinseln und mit dem Breznsalz bestreuen
  • Den Ofen auf 250 grad mit dem Backstein vorheizen
  • gut bemehlte Einschubhilfen vorbereiten (Brett, Schieber )
  • die Teiglinge einschießen und 250 ml Wasser in den Ofen gießen
  • 10 Min. backen , Backofentüre öffnen, Dampf ablassen – Vorsicht Verbrennungsgefahr –
  • weiter 15 -20 min auf 220-200 grad backen
  • wie beim Brot sind sie fertig, wenn sie hohl klingen (Klopfprobe)
  • auskühlen lassen und nicht unbeaufsichtigt lassen , meine waren sooo schnell weg.

Würzig, knusprig, aromatisch und trotzdem locker …. Genau so hatte ich sie mir vorgestellt meine Kornspitz.

Der Aufwand lohnt sich! Warum nicht zum Valentinstag ein besonderes Frühstück zu bereiten

Ein Menü macht jeder. Viel Spaß und ein schönes sonniges Winterwochenende

M Kuhl

„morgens, mittags, abends…., übermorgen und überhaupt“

Strahlend begrüßt mich der Morgen, die Sonne wärmt einwenig, die Vögel zwitschern sanft und irgendwie schon fröhlich. Dabei soll doch der Wintereinbruch auch bei uns in München eintreffen.

Die Einkaufsliste, Mehlliste ist geschrieben . Ein schnelles Frühstück, bestehend aus Obstsalat – das einzige Gericht meines Gö-Ga – welches er beherrscht. Liebevoll geschnippelt, mit Nüssen versehen, dazu frischer Grapefruitsaft – dann geht es los aufs Land. Vielleicht finde ich ja, Nierchen, Leber oder ???. Bin gespannt.

Genussvorschläge für diese Woche:

Montag: Süßkartoffel -Linsen s. Beitrag 6.3.2016

Süßkartoffeln – Linsen – Schnellküche

Dienstag: Männeressen – der Winter soll eintreffen “ siehe Beitrag vo 2.3.2014

Mittwoch: Suppe reicht nach dem Männeressen

siehe Beitrag 6.10.20

Grießnockerlsuppe die Schnelle

Donnerstag: siehe Beitrag 3.1.2016 Spätzle satt

es empfiehlt sich das Rezept zu verdoppeln, denn diese fluffigen Spätzle lassen sich sehr gut einfrieren und bei Bedarf einfach in der Pfanne mit Butter schwenken …

Topfenspätzle

Freitag: Dorade asiatisch s. Beitrag vom 1.2.14

Ist doch gar nicht so schwer – und wenn mal kein Bedarf am Kochen ist, schnelle , gute Brotzeit geht immer.

Ich muß los, hoffe, dass ich gut durchkomme.

Habt Ihr es schon vernommen unser oberster Pandemiewächter hat verkündet:

„Wir haben die einzigste Millionenstadt unter 50…, aber immer schön vorsichtig , gell…“

Schöne Woche!

M Kuhl

„quickly weekly cake -Wochenkuchen“

Damit auch alle den täglichen Kuchen genießen können möchte ich meinen

Marmor-Amaretto-Kuchen

kurz vorstellen.

Die Zutaten:

375 gramm Mehl Type 405

2 1/2 TL Backpulver

1 Prise Salz

200 gramm Puderzucker

200 gramm gute Butter

5 Eier

Abrieb einer Orange

160 ml Amaretto

40 ml Sahne

2 Eßlöffel (schwach gehäuft) Salzkakao

1 Eßlöffel dunkler Kakao

Form: Kastenform oder Guglhufform

so einfach geht es:

Eier aus dem Kühlschrank nehmen und die Zutaten abwiegen, Mehl, Backpulver, Prise Salz vermischen

  • Puderzucker in die Rührschüssel der Küchenmaschine oder auch Handmixer geben
  • nach und nach ein Ei unterrühren lassen – bei mittlerer Geschwindigkeit –
  • Geschwindigkeit etwas erhöhen
  • wenn sich eine hellgelbe fluffige Masse ergeben hat
  • nach und nach die weiche Butter unterrühren (Butter sollte wirklich weich sein!) damit sie sich schön mit der Eier-Zuckermasse verbindet.
  • dann das elastische Rührblatt (Kennwood) einspannen und eßlöffelweise das Mehl unterrühren
  • schluckweise den Amaretto und die Sahne zugeben
  • Kastenform leicht einfetten und mehlieren – oder Semmelbrösel durchlaufen lassen, damit der Kuchen gut aus der Form geht.
  • 3/4 des Teiges in die Form füllen
  • 1/4 des Teiges mit dem Kakao versehen u. ggfs. etwas Flüssigkeit hinzugeben und nochmals verrühren lassen.
  • final den Teig mit einer Gabel durchziehen, damit der Marmoreffekt sich bildet
  • 50 -55 Min. bei 170 – 150 grad backen
  • Stäbchenprobe und abkühlen lassen.

Schnell hatte ich den Kuchen gebacken – bevor ich das Abendessen zu kochen begann. (Putenschnitzel, Spitzkohlapfelsalat, Sesamchips (Kartoffelscheiben im Backofen gebräunt) –

Der sich plötzlich einstellende Hunger wurde erstmal mit der Glasnudelsuppe einwenig bearbeitet, die ich am Abend vorher vorbereitet hatte.

Den Saatensemmelteig – dazu später mehr – in den Kühlschrank verfrachtet.

Hier schon mal eine „Ahnung“ .

Wir wollten wieder einen Spieleabend machen und ich gönnte mir entspannt einen Gin-Tonic.

Der Wochenkuchen ….

war wunderbar aufgegangen , ließ sich sehr gut aus der Form entfernen.

Am nächsten Morgen, 8:00 Uhr begab ich mich in die Küche, um die Saatensemmel zu backen…

Schockstarre – von dem Marmorkuchen der Extraklasse war nur noch die Hälfte da. Vonwegen Wochenkuchen!!

So habe ich ihn kurzerhand eingeschlossen.

Schaut selbst

Kuchendiebe in der Nacht

Ehrlich er ist auch unwiderstehlich, das leichte Amaretto-Aroma, locker leicht kommt er daher und der“gute Kakao“ überzeugt.

Mir reicht es, der Wochenkuchen wird hier zum Tageskuchen.

Kurzerhand habe ich ihn heute morgen eingeschlossen in einen glänzenden Schokoguss aus weisser und schwarzer Schokolade.

Viel Spaß beim Nachbacken und einen entspannten Pandemiesonntag, wenn auch die Wetterwarnungen nichts gutes verheißen.

Der Schnee fehlt in Süddeutschland! Laßt uns noch was übrig!

„Mohn-Orangen-Kumquats-Marmeladen-kuchen-Nachmittag“

Plötzlich, aus heiterem Himmel überfällt mich seit Neustem die schier unstillbare Gier nach Kuchen, Krapfen, Schokoladenkuchen….

Seit Sommer 2020 esse ich nämlich höchst selten Schokolade. Frisches Obst, ab und zu einen guten Esspresso mit einem Bällchen Vanilleeis genügten mir.

Auch in der Weihnachtszeit hielt ich das Süße weitgehend von mir fern.

Meine Favoriten in den letzten Wochen, Eierlikörkuchen, Schokoladenkuchen, Streusel., Käsekuchen.

Jede Woche muss ich schnell einen Kuchen rühren – backen und schwubs ist er weg.

Am Spätnachmittag eine gute Tasse Tee und ein Stück Kuchen, das ist Entspannung pur.

Ich backe eigentlich wenig nach Rezepten, sonderen habe meinen Standartteig.

  • einmal Hefeteig
  • oder den Rührteig für die Kastenkuchen

Diese Woche gab es Hefeteig, den ich mit Livieto Madra angesetzt hatte. Dies hat den Vorteil, dass man sich mit dem Backen ein variables Zeitfenster schaffen kann. Der Teig nimmt es nicht übel, wenn er 24 Stunden sich selbst überlassen bleibt.

Daher möchte ich kurz vor dem Wochenende meinen Easy-Mohn-Kuchen einstellen.

Zutaten:

500 gramm Mehl Type 405 oder 630er Dinkelmehl

1 Ei

250 ml Milch

100 gramm Butter

100 gramm Zucker

1 Prise Salz

Abrieb einer Biozitrone

1 Brise Salz

1 Ei

60 gram Livieto Madre oder 5,5 gramm Trockenhefe oder entsprechende Menge frische Hefe 30 gramm

für die Mohnfüllung :

250 gramm gemahlenen Mohn (bitte nicht selbst mahlen mit Blitzhacker oder ähnlichem, nur eine Mohnmühle ist hier geeignet, den der Mohn sollte gequetscht werden)

2 Päckchen Puddingpulver (oder selbstgemachten Pudding)

100 ml Eierlikör

650 ml Milch

100 Zucker

50 gramm Puderzucker

200 gramm Orangen-Kumquats-marmelade oder Aprikosenmarmelade

1 Eigelb, Puderzucker, eine Prise Salz in einer Tasse verquirlen

Zubereitung des Hefeteigs:

  • Mehl abwiegen, Trockenhefe einstreuen, bzw. Livieto madre
  • Milch mit der Butter leicht erwärmen (nicht mehr wie ca. 38 grad)
  • Zucker beifügen
  • die Zutaten in die Rührschüssel geben und ca 10 Min. zu einem glatten Teig kneten
  • wenn sich der Teig von der Schüssel löst – ist er meist genug geknetet.

an einem warmen , zufreien Ort gehen lassen, bis er sich gut vergrößert hat

mit dem LM dauert es meist etwas länger, bis der Teig anspringt.

Zubereitung der Mohnmasse:

  • Puddingpulver, Mohn, Zucker in einen Topf geben und vermischen
  • anschließend Milch und Eierlikör hinzufügen und unter ständigem Rühren aufkochen
  • die Masse ca. 25 Minuten quellen lassen
  • die Marmelade aufwärmen bis sie flüssig geworden ist.

Eine runde oder auch eckige Springform mit Backpapier ausgleiten und Hefeteig „damenzeigefingerdick“ in die Form geben. Den Restteig beiseite stellen.

Ein Stück Teig dünn ausrollen und in Streifen schneiden.

Restlichen Teig zu einem Rechteck ausrollen.

Die Mohnmasse nun auf die Form verteilen, mit der Flüssigen Marmelade bepinseln und die Streifen drauflegen.

Das Rechteck ebenfalls mit der Mohnmasse befüllen und zusammenrollen – Es entsteht ein größeres Hörnchen.

Final die Teigriemchen und das große Hörnchen mit der Ei-Salz-Puderzuckermischung bepinseln.

Ofen auf ca. 180 grad vorheizen und fallend bis ca. 160 grad 45 Min. backen.

Fotos konnte ich wieder keine erstellen, kaum war der Kuchen bzw. das Hörnchen aus dem Ofen, waren die Küchendiebe schon wieder tätig.

Gö-Ga war zunächst sehr zurückhaltend

„Es läuft wieder ein seltsames Mohn-projekt, sicher wieder für den Abfalleimer….“

Er konnte dann aber beim „Küchendiebstahl“ überrascht werden.

Wie immer: „Geht , kannst nochmal machen“

Ein Nachbacken ist lohnenswert, wenn man Mohn mag. Saftig, frisch kommt der Mohnkuchen daher und vermittelt einen ganz kleinen Hauch von südlichem Flair mit seinem Orangen- Kumquats-Toping.

Wer die Marmelade kochen will siehe Blogbeitrag 6.1.2011

„the game starts all over again – das Spiel beginnt von Neuem….“

(Werbung da Namensnennung)

Die C-Pandemie zwingt mich – uns – zu immer neuen Aktivitäten.

Mit Wonne hatte ich mir die Serie Gambit bei Netflix reingezogen. Das fast verstaubte Schachbrett kam wieder aus der Versenkung hervor. Sogar meinen Gö-Ga konnte ich begeistern so manche Partie bei einem guten Glas Rotwein zu spielen.

Ein kleines Schachturnier innerhalb der Familie und der Abend , was sage ich auch die halbe Nacht war gerettet.

Vor vielen Jahren hatten wir einmal leidenschaftlich Wizard gespielt. Ja, immer Donnerstags war unser Spieleabend. Lange vorbei – das Jungvolk hatte sich davon losgesagt- Langweilig – keine Zeit …..

Das Wizard-Spiel ist eigentlich ein einfaches Kartenspiel. Das Ziel ist es gewisse Voraussagen zu treffen, wie viele Stiche man macht – bestimmte Funktionskarten müssen geschickt eingesetzt werden und es müssen strategische, mathematische Überlegungen angestellt werden. Aber im Laufe des Spielens entwickelt sich eine interessante Dynamik und es ist schnell erlernt.

Diese Spielaktionen halten mich allerdings teilweise von meiner Lieblingsbeschäftigung – dem Kochen ab-

Das nachfolgende Rezept ist ideal, wenn keine Häppchen – oder fingerfood – die hungrigen Mägen stopfen.

„Lamm-Curry Issy“

Das Gericht, wärmt wohlig nach einem Winterspaziergang , die leichte Schärfe , gemildert mit den Tomaten und der Cocosmilch stimmt die Gemüter friedlich.

Zutaten:

  • 500-600 gramm ausgelöste Lammkeule
  • walnußgroßes Stück frischesn Ingwer
  • Chillischote –
  • 4 Knoblauchzehen
  • 8 cm Kurkumawurzel frisch
  • Zitronenabrieb (einer Frucht)
  • 100 gramm Zuckerschoten
  • 2 Spitzpaprika
  • 3 Karotten mittlerer Größe
  • ein Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Dose Toaten – passiert
  • 1 Dose Cokosmilch – cremig –
  • 1 Esslöffel Honig (mit laufwarmen Wasser in einer Tasse verrühren)
  • 1/2 rote Zwiebel, zwei Schalotten
  • 100 gramm Mandeln – gehobelt –
  • ca. 350 gramm indischer Reis oder Basmatireis

Gewürze:

  • Zimtstange
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL rote Pfefferbeeren
  • EL Sesam – schwarz –
  • Curry-Mischung grün/rot
  • Lorbeerblatt
  • 2 Peitschenpfeffer

und los geht es:

  • Fleisch parieren mit Zitronenabrieb versehen
  • Ingwer, Knoblauch, Kurkuma (am besten mit Handschuhen) Zwiebel , Gemüse kleinschneiden
  • Honig in laufwarmen Wasser auflösen und über das Fleisch geben – beiseite stellen , ca. 10-15 Min.
    • Gewürze,Ingwer, Knoblauch, Kurkuma, Tomatenmark andünsten
  • in den heißen Wok das marinierte Fleisch geben und unter ständigem Bewegen anbraten
  • nach und nach das Gemüse zufügen und ca. 5 Min köcheln lassen
  • Tomatenstücke aus der Dose hinzufügen
  • nach ca. 1O Min. die Cocosmilch angießen
  • jetzt können wir auf kleine- Flamme das Gericht 1 1/2 Stunde mit Deckel simmern lassen
  • die Aromen verbinden sich automatisch
  • final abschmecken mit Currypaste, Salz

Die Soße ist sämig, angenehm – ganz von selbst –

Den Reis derweil im Reiskocher mit einer handvoll getrockneter Cranbeeries garen und den Wok mit Koreander versehen und mit dem inzwischen ausgebackenen Naanbrot servieren. (kein Muss)

Rezept für Naanbrot folgt.

Während der Wok simmert hatten wir schon mehrere Runden gezockt, die Spielunterbrechnung war willkommen – einen kleinen indischen Einfluss hatte das Gericht – und es war nebenbei mit einer gewissen Leichtigkeit entstanden, wie man sich es wünscht.

Viel Spaß beim Spielen und Kochen.