„Dschungelgefühl und Stadtverkehr…“

Alle reden über das Wetter – …….

Auf der ganzen Welt dient es als smaltalk , Eröffnung eines Gesprächs, dessen Verlauf ein ganz anderer nimmt.

Diese Woche konnte man schon deutlich die aufsteigende, feuchte Kälte wahrnehmen, wenngleich es tagsüber meist wieder tropisch wurde und am frühen Abend begann es pünktlich gewaltig zu schütten, begleitet von Donner und einem bedrohlichen Wolkenspiel.

Ich habe das Gefühl ich lebe im Dschungel, die grüne Lunge auf meinem Stadtbalkon ist explodiert. Fast wöchentlich kann ich meine Pflücksalate, Mangold, kleine scharfe Paprikas ernten und das lästige Gießen erledigt der sich täglich öffnende Himmel.

Irgendwie habe ich mich arrangiert, mein Fahrradregencape hat sich auch für meine Walkingrunden bewährt .

Soweit , so gut.

Gestern, bildete ich mir am Spätnachmittag ein, ein paar „dringende“ Besorgungen in der Stadt zu erledigen.

Genüßlich radelte ich etwas „außenherum“ in die Stadt.

So viele Menschen hatte ich seit einem Jahr nicht mehr gesehen. Touristen aus aller Welt, vor allem der arabischen, bevölkerten die Kaufingerstraße.

Im Stadtcafe ergatterte ich mir einen schönen Aussichtsplatz, genoß das Leben.

Es dauerte nicht lange, ein netter, gepflegter, schätzungsweise mitte 50ziger, fragt höflich, darf ich mich zu ihnen setzen

Ich wollte nicht so sein, der traut sich was , dachte ich. Er bestellte einen großen Capuccino (nachmittags um 17.15)

Blätterte halbherzig in den Prospekten des Stadtmuseums und dann ! – ohne zu fragen, zündet er sich eine Zigarette an.

Im Freien darf er rauchen, ehrlich es stört mich eigentlich überhaupt nicht , vielleicht hätte ich aus Sympathie eine mitgeraucht – a b e r

Es ist keine Art! Fragen kostet nichts und Anstand ist das Mindeste was ich erwarten kann.

Mit todesverachtender Mine schaute ich ihn an, er wollte ein Gespräch beginnen..

So nicht Freundchen, mit mir nicht.

Lächelnd genoß ich meinen Campari , biß mir dreimal auf die Zunge, denn Verachtung kann man auch anders ausdrücken

Campari – Orange

Gegen 17:30 Uhr beschloß meine Einkäufe zu erledigen, Parfümerie, Sportladen, Wäscheladen und natürlich

Wohnaccessoires. So lange hatte ich es nicht mehr getan, sich einfach treiben lassen….

Das Fahrrad war mir allerdings fast schon lästig. Ständig mußte ich einen Stellplatz suchen, von wegen fahrradfreundliche Stadt – „keine Fahrräder abstellen“ …. , obwohl der Jakobsplatz riesig ist.

Freudig überrascht stellte ich fest, dass meine „alte“ Fahrradroute aus der Stadt , Richtung Sendlinger Tor, neu gestaltet ist, die Baustellen verschwunden sind.

Dann bin ich, ja in 10 -15 Minuten daheim.

Der Horrortrip begann! Ein Donnergrollen, sofort öffnete der Himmel seine Schleusen

Hastig zerrte ich das Cape aus der Satteltasche

Zügig reihte ich mich in die nichtendende Schlange der Radfahrer ein. Ansich ist der Fahrradweg für die Masse an Radfahrern/innen etwas schmal. Mein Tacho zeigte einen Schnitt von 15-18 km/h an.

Eigentlich ist das für die Innenstadt meines Erachtens ein normales Tempo. Weit gefehlt! Von rechts wurde ich von einem Elektroroller mit irrem Tempo überholt, dann zwängte sich von links ein E-Bike- Raser an mir vorbei. Rechts, links überholte er, obwohl er an der nächsten Ampel, keine 300 m wieder stehen mußte.

Solche Mengen an Fahrradfahrer/innen habe ich noch nie auf dieser Strecke gesehen.

München ist keine Fahrradstadt mußte ich wiedermal feststellen. Die Fahrradwege enden abrupt ohne Hinweise, sie sind schmal, halbherzig angelegt.

Ich möchte die Autofahrer nicht verbannen, es gäbe sicher bessere Möglichkeiten ! Wären die Fahrradwege von gewisser Breite, könnte man z. B. eine Schnellspur für die Elektrobetriebenen Fahrzeuge einrichten, es gibt ja auch mehrspurige Autostraßen mit entsprechenden Geschwindigkeiten.

Vollmundige, politische Aktionen, Umfragen helfen da keineswegs die Situation zu verbessern!

Positiv – München lebt wieder a bisserl

„Liebe geht durch den Magen …“

(Fortsetzung)

Singend vor Glück stand Greta unter der Dusche, der Schaum der an ihrem makellosen Körper hinablief färbte sich grau.

Die Schmetterlinge in ihrem Bauch waren nicht zu bändigen.

Gleichzeitig war sie aufgewühlt – was wird sich in den schweren Kisten verbergen ?

Gelingt es ihr endlich ihre Wurzeln zu finden?

Heute wollte sie einfach einmal glücklich, zufrieden und fröhlich sein.

Greta begann zu putzen, bald strahlten die Fliesen im Bad und die Armaturen sie an, die Küche schrubbte sie kräftig, den Kühlschrank räumte sie aus und wichtige ihn mit einer leichten Essiglauge aus. . .

Die ungebügelte Wäsche verstaute sie im Schrank.

Liebevoll deckte sie schon mal den Esstisch mit ihrem besten Porzellan, den Messerbänkchen aus Frankreich, den Stoffservietten mit ihrem Monogramm.

Den schweren silbernen Kerzenständer – natürlich – angelaufen. Emsig putzte sie mit ihrer Spezialpaste und er erstrahlte in neuem Glanz.

Eigentlich fehlen nur noch die Rosen, dachte sie. Diese Frage war immer noch nicht geklärt, wer der Rosenkavalier gewesen war. Manfred ? irgendwie paßte das nicht zu ihm, er war doch er robust, praktisch, analytisch unterwegs.

Leise klassische Musik – ihre kleinen Kunstschätze – würdig in Szene gesetzt, Greta liebt die farbenfrohe Kunst der Impressionisten, ob Edouard Manet,Claude Monet , Paul Cézanne…

Die Ausstellungsfähigkeit von Franz Marc und Wassily Kandinsky – „Der blaue Reiter“ , waren in erreichbarer Nähe zu erleben. Ihre geliebte Kirchenkunst und die schönsten Barockkirchen wollte sie unbedingt besuchen.

Greta träumte davon, den Menschen auf unkonventionelle Art die Kunst näher zu bringen und die Handelsbeziehungen ihres Vaters zu nutzen, um der ganzen Welt zu offenbaren, wozu die Künstler fähig sind, wenn man ihnen den erforderlichen Rahmen schaffen kann.

Mit der fruchtigen, feurigen Linsensuppe im Glas gereicht würde sie den Abend eröffnen, dann eine knusprige gegrillte Hühnerbrust mit dem Koreanderchutney – Reis ? oder Aubergineröllchen, Zucciniröllchen gefüllt mit einem Kräuterricotta.

Das Dessert, Beeren, an Vanillesahne!

So sehr war sie beschäftigt, dass sie die Klingel nicht hörte. Es pochte jemand an die Tür. Ihren Körper durchzuckten wieder diese dumpfen Schmerzen, die Angst siegte wieder und beherrschte die nach Atemluft ringende Greta.

Zittrig schaute sie durch den Spion. Manfred stand vor der Tür, schweißgebadet, mit hochrotem Kopf. Er schien verzweifelt zu sein.

„Greta, bitte, mach auf…. keuchte er !“ Sie öffnete und Manfred stürzte in die Wohnung, ließ sich in den Ohrensessel am Fenster fallen, Greta ich habe die Kisten geöffnet.

(Fortsetzung folgt)

„Sauerteigtag 100 %“

(Werbung , da Namensnennung)

Mein Hermann (Sauerteig Roggen, ca. 8 Jahre alt) sehr eigenwillig, triebstark, ausschließlich mit Roggenvollkornmehl u. Wasser geführt, hatte ich gefühlt 2 Monate nicht gebraucht.

Ihr werdet es nicht glauben, nach 2 maligem füttern (50 gramm Roggenvollkornmehl, 50 gramm 40 grad warmes Wasser, dann 100/100) war er wieder ganz der Alte.

Eigentlich ist dieses Roggen-Sauerteig-Brot ein Winterbrot für mich.

Mit diesem Brot habe ich vor 10 Jahren meine Brotbackerei begonnen und schon viel hierrüber geschrieben.

Eigentlich ist dieses Brot ein Bauernbrot, wie ich es mit meiner Großmutter im Backhaus gebacken habe.

Die Rezeptur ist ansich einfach, wenn die Temperaturen, die Wassermengen, der Sauerteigtrieb, das Mehl… stimmt.

Es wird immer ein ganz kleinwenig anders, wie beim letzten Mal backen.

Wie ihr wißt befinde ich mich im Unruhestand. Ihr werdet nicht glauben, was es da an vermeintlichen „Backforen, Sauerteiggruppen, Backwissenschaften“, sich im Netz tummelt.

Natürlich schloß ich mich einer Gruppe im „Gesichtsbuch“ an.

Teilte eines meiner Brotrezepte stolz mit und wurde gleich von der „Zensur“

mit Fragen gelöchert, getadelt und als ich ein angenehmes WE wünschte und meinen Sommerdrink einstellte, gleich in die Schublade der Alkoholiker/innen (jetzt bin ich mal genau) eingestuft.

Natürlich habe ich mich gleich wieder von dieser fundamentalistischen Gruppe verabschiedet und mich gefragt, warum tun diese Menschen das. Paralellen habe ich gesucht und in Politik, Literatur… festgestellt. Denkt mal drüber nach.

Genug, zurück zum Sauerteigbrot. Es sollte haltbar sein, herzhaft und eine schöne dunkle Kruste haben. Die Krume sollte ausgeprägt sein und wenn möglich , sich nicht zu einem breiten Fladen entwickeln.

Mein Hermann hatte sich kräftig aufgeblasen und so nahm ich :

Zutaten:

Vorteig: (mindestens 2 Stunden, am besten über Nacht, da er Wärme braucht ( bei 28-30 grad ideal)

210 gramm Sauerteig aktiv

160 gramm Roggenmehl 1370

110 gramm Roggenmehl 997

Brühstück:

100 gramm Roggenschrot mit 120 gramm kochendem Wasser übergossen und über Nacht stehen lassen.

Hauptteig:

500 gramm Roggenmehl

25 gramm Salz

20 ml Sonnenblumenöl

1 Teelöffel Roggenmalz dunkel (inaktiv)

2 1/2 Eßlöffel Brotgewürz körnig (bestehend aus Fenchel, Koreander, Kümmel)

120 ml Wasser – warm-

Zubereitung:

Alle Zutaten der genannten Faktoren (Vorteig, Brühstück , Hauptteig) in den Kessel der Küchenmaschine geben -bzw. mit Handschuhen von Hand kneten.

Dauer mit der Maschine ca. 5 Minuten ( es sollte alles gut durchgemischt werden)

Dann decken wir den Teig mit einer Folie ab und lassen ihn ca. 30 Min. ruhen.

Dann geben wir den „Batz“ in ein mit Vollkornroggenmehl ausgestäubtes Gärkörbchen und warten, dass der Roggenteig backbereit ist.

Dies ist eigentlich das Schwierigste an diesem Brot. Für mich ist das Brot backbereit, wenn sich Risse gebildet haben und das Volumen sich wesentlich erhöht hat.

Schaut selbst ! Es sah alles vielversprechend aus. In unserer unmittelbaren Nachbarschaft gibt es zwei Großbaustellen

gewisse Einschränkungen nehmen wir gerne hin, soll ja alles so viel besser werden (Wasserzufuhr unterbrochen, Lärm..)

  • man baut eine Interimslösung für das Kulturzentrum Gasteig (Volumen ca. 40 Mill.)
  • ausserdem BESTANDSBOHRUNGEN FÜR GEOTHERMIE VON DER FORSCHUNG IN DIE PRAXIS

Gestern, nach langwierigen Hamstereinkäufen, Brot bei 260 grad eingeschoben, Wasser zum Schwaden hinzugefügt, dann

der Schock des Tages, Stromausfall über Stunden !

Folge Brot nicht abgebacken – nur die ersten 10 Minuten Hitze bekommen –

War nicht mehr zu retten.

So das war es mit meinem 100%igen Sauerteigtag.

04. August – Ich muss shoppen…..

Ich muss shoppen gehen…..*seufz* Und noch dazu brauche ich Schuhe. Ich weiß, für viele Frauen ist das einfach ein Traum, für mich ist es Horror. Ich …

Zu einem perfekten, anlassgerechten Outfit gehören die passenden, schicken Schuhe! Bei den Temperaturen in Wien derzeit graut mir es schon vor der Anprobe

Sicher werden die Schuhe oder schicken Sandaletten mich quälen

und ich werde sie unter dem Tisch später ausziehen

Trotzdem freue ich mich auf das Familienfest und auf die obligatorische kleine Modenschau!

Meine Großmutter pflegte immer zu bemerken: „Hoffart muss leiden“

„Liebe geht durch den Magen …“

(Fortsetzung)

Greta ist aufgeregt, aufgewühlt, ihre Hände können sich nicht ruhig halten.

Wird sie heute den Schlüssel zur ihrer Familiengeschichte finden?

Manfred, frisch rasiert – eigentlich sieht er gar nicht schlecht aus – denkt Greta.

Der muskulöse Körper, die breiten Schultern, die ausdrucksvollen Hände – hätten A. Dürer gefallen , huscht es Greta durch den Kopf und öffnet ihm lächelnd die Türe.

Manfred hatte den großen Schlüssel, eine riesige Stabtaschenlampe und einen festen Müllsack dabei.

Die Expedtion Keller konnte beginnen.

Die Beleuchtung der steilen Kellertreppe ist dürftig. Greta vermeidet es, wenn sie es irgendwie vermeiden kann, 146 Stufen herabzusteigen. Ihr Kellerabteil müsste sie auch mal aufräumen, denn was hier gelagert wird, braucht sie eigentlich nicht mehr.

Die Kellerverschläge reihen sich aneinander, die Luft ist trocken und durch die winzigen Kellerluken zur Straße fällt wenig Licht herein. Die Spinnen haben ihr Revier sicher im Griff.

„Manfred, ich glaube wir sind umsonst hier, schau dich um, wo sollen denn hier weitere Gänge sein?“

Die unabsichtliche, kurze Berührung von Manfred löst bei Greta elektrische Impulse aus, die sie vorher noch nie so empfunden hat.

Am Ende der Verschlagreihe befindet sich ein mit Backsteinen gemauerter Rundbogen und ein weiterer Gang ist nicht in Sicht. Ratlos schauen sie sich an. Vielleicht habe ich alles nur überbewertet und Berta’s Märchenstunde eine erfundene Geschichte, um kleine Jungen das Fürchten zu lernen.

Manfred – nahm sich allen Mut zusammen – ging einen Schritt auf Greta zu, stolperte praktisch über den Müllsack und tat was er schon seit langer Zeit tun wollte. Er zog Greta ansich und nahm ihre Gesicht in beide Hände.

„Greta, Greta ich, ich liebe Dich“ Er küsste sie und die Schmetterlinge in seinem Bauch jauchzten, die Welt drehte sich….

Greta, ließ es geschehen – noch bevor sie Herr ihrer Sinne war, stürzte die Mauer in dem Rundbogen ein, die beiden den nötigen Halt gegeben hatte. Was war das denn für eine Mauer? Beide saßen lachend und unverletzt am Boden.

Die Mauer bestand aus morscher Pappe, der Gang ging weiter. Es war stockdunkel, roch modrig und eine Staubschicht – grau schwarz – erstickte alles. Manfred nahm Greta an die Hand leuchtete jeden Schritt aus, so schlichen sie den nicht endenden Gang entlang.

Rechts und links nur dunkles Backsteingemäuer. Greta war mulmig zu Mute, kommen wir hier wieder heraus?

Andererseits fand sie es total spannend. Sie dachte an ihren alten Architekurprofessor und die Vorlesung über die Ziegelproduktion und die berühmte Lehmzunge, die es ermöglichte diese wunderbaren Ziegel herzustellen.

Die Lehmzunge
war nach der letzten Eiszeit im Verlauf
von Jahrtausenden durch Ablagerung
und Verwitterung von Gesteinsstaub
entstanden. Mehrere Jahrhunderte lang
wurde an einigen wenigen Stellen im
Münchner Osten der Lehm mit hand-
werklichen Mitteln zu Ziegeln verar –
beitet….

Darüber könnte sie doch ihre Hausarbeit schreiben…!

Greta, schau rief Manfred hier was ist das denn? Hier geht es nochmal ab nach rechts, wieder eine Papptüre? Greta war schon ziemlich erschöpft , gleichzeitig voller Energie und Tatendrang. Sie fühlte sich wohl in der Gesellschaft des starken, klugen Manfreds. Der Gang nach rechts schien nicht zu enden. Doch dann eine Türe, massives, schweres dunkles Holz.

Der Schlüssel passte zwar, aber das Schloß -Manfred wußte er mußte mit sehr viel Gefühl arbeiten, denn sonst brach der Schlüssel – er bewegte den Schlüssel vor und zurück und hatte den Eindruck, dass das Schloß sich lockerte.

Schließlich ließ sich der Schlüssel drehen und die Tür sprang knarzend, quitschend auf.

Gretas Herz pochte, ihr Atem stockte, die Worte kamen nur bis an die Zähne und verstummten.

Ein altes Eisenbett, im hölzernen Kerzenhalter steckt die fast runtergebrannte weiße Kerze , ein kleiner Tisch und was sind das für schwere Kisten, die ebenfalls mit Schlössern gesichert sind. Eine verstaubte Wehrmachtsuniform, wohl aus dem 2. Weltkrieg Greta, die Kisten bekommen wir so nicht auf, da brauche ich Werkzeug.

Greta konnte es nicht fassen, die alte Berta hatte doch nicht nur Geschichten erzählt. Ganz tief aus der Magengegend machte sich ein Gefühl breit, das keinen Aufschub duldet und heute Abend würde sie für IHN kochen.

Indisches pikantes Hühnchen – meets Balkanreis

Zutaten:

  • eine Hühnerbrust
  • 400 gramm Mangold – bunt- (hatte sie auf ihrem Balkon gezogen)
  • 2 kleine rote Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3-4 Tomaten gehäutet und klein geschnitten
  • kalte Butter
  • 1 Teelöffel Honig
  • 1 Teelöffel Auberginen/Paprika Creme
  • 1/2 Teelöffel der selbst hergestellten Habaneros-Paste (oder rote Currypaste)
  • Gewürze: Steinsalz, schwarzer Kubenpfeffer, gelbes Curry mild, Garam Masala
  • den besonderen Pfiff des Gerichts geben die grünen Koreanderkörner

Zubereitung:

  • Fleisch von Sehnen befreien -soweit vorhanden und in mundgerechte Würfel schneiden
  • Schalotten möglichst klein hacken, ebenso die zwei frischen Knoblauchzehen
  • die Tomaten in kochendes Wasser tauchen und die Haut abziehen
  • kleine Würfel schneiden
  • jetzt geben wir ein neutrales Öl in die Wokpfanne und erhitzen es auf mittlerer Stufe
  • zügig fügen wir die Schalotten, sowie den Knoblauch hinzu
  • nun geben wir die Habaneros-Paste hinzu
  • sobald das Öl gut heiß ist und die Schalotten beginnen sich zu färben geben wir die Hühnerbrust hinzu
  • den Honig über das Fleisch verteilen und leicht braun werden lassen
  • dauert nur wenige Minuten
  • dann bestreuen wir das Fleisch mit gelben Curry, und Garam Masala
  • darüber geben wir die geschnittenen Tomaten und lassen es auf kleiner Flamme köcheln
  • den Mangold brausen wir kurz ab und schneiden ihn grob
  • um ihn dann ebenfalls in die Pfanne zu geben
  • umrühren, salzen, pfeffern
  • schnell fällt der Mangold zusammen und verbindet sich mit dem Gericht
  • final ein Stück kalte Butter unterheben
  • und mit dem im Reiskocher fertig gekochten Balkanreis -s. Beitrag vom 24.7.2021 servieren

Greta bereitete noch einen kleinen „Sommeraperetiv“ vor.

  • Bio-Limonade-Gin- Zitrone-Minze

Der Abend kann beginnen…

Fortsetzung folgt

„Liebe geht durch den Magen…“

(Fortsetzung)

Manfred öffnete die Tür und eine tiefempfundende Freude, spiegelte sich in dem verschlafenen, unrasierten Männergesicht wieder.

„Greta, womit habe ich das verdient?“ Wie das duftet! Komm rein, ich mache uns mit der Bialetti einen guten Cappuccino!“

Die Vögel stimmten ein Konzert an, die Blumen reckten ihre Köpfe und die Wildbienen versammelten sich auf dem blühenden Lavendel. Es war ein traumhafter Sommermorgen in dem noch nicht richtig erwachten Schwabing.

Manfred strahlte, er konnte sein Morgenglück noch nicht so richtig fassen.

Seine Tage waren meist arbeitsintensiv und bestanden aus Uni und seinem Werkstudentenjob in der Zentrale eines großen Versicherungskonzerns.

Hier waren schon sein Vater und Großvater erfolgreich tätig gewesen und es gab für ihn keine andere Option – auch er würde nach der Promotion dort seine Karriere beginnen.

In der wenigen Freizeit beschäftigte er sich mit seiner geliebten Aquarellmalerei – die er leider seit Monaten vernachlässigen musste.

Er sorgte für leise, klassische Musik und goß den starken Kaffee in die Tassen, schäumte die Milch auf. Ein intensiver Duft nach italienischem Espresso erfühlte die Wohnug und die silberne, kleine Zuckerdose – stellte er zu seinem Entsetzen fest – war angelaufen, der kleine Löffel war an den Enden schon arg geschwärzt.

Aber Greta störte das offentsichtlich nicht. Was hatte ihr Vater gemeint? Die Blumen, die Karte?

Gretas Vater war ein sehr sensibler Mensch. Er löste ihre Probleme meist, bevor sie sich ausgesprochen hatte.

Diese fast kalte Reaktion gestern verstand sie nicht.

Geschickt lenkte Greta das Gespräch auf die verstorbene Berta . Manfred hatte Berta sehr geliebt , noch heute vermisste er es mit ihr zu reden, den besten Guglhupf auf Erden mit ihr zu essen. Andererseits lief es ihm eiskalt den Rücken runter, wenn Berta von den grausamen Geschichten ihrer, wie sie es ausdrückte -Herrschaft- erzählte.

Greta faßte sich ein Herz und bat Manfred mit ihr in den Keller zu gehen. Es ließ ihr keine ruhige Minute mehr, seitdem er erwähnt hatte, dass es da unterirdische Gänge und zugemauerte Türen gäbe.

Wieso hatte man bei der Renovierung des Hauses nach dem Krieg alles so belassen? Gab es Gründe dafür?

Manfred schien wenig begeistert für die Kelleraktion, willigte aber ein am nächsten Sonntag sich Zeit zu nehmen. Er allein besaß diesen alten, großen eisernen Schlüssel. Berta hatte ihn ihm anvertraut mit den Worten: „Irgendwann könnte er wichtig für dich sein!“

Lange hatte er sich schon in Greta verliebt ! Es schmerzte ihn regelrecht, dass er bislang keine Gelegenheit hatte ihr seine tiefe Zuneigung zu offenbaren.

Greta hatte keine Augen für ihn, hatte er sich immer wieder eingeredet. Eine schmähende Zurückweisung wollte er nicht erleben. Auch von den tollen Blumen – die er persönlich, stundenlang zusammengepflückt , in seinem Lieblingsblumenladen mit duftenden Sommerrosen binden lassen hatte, war gar keine Rede.

Geschweige denn von seiner Karte! Diese Blautöne hatten ihm fast den Verstandet gekostet.

Am Grillabend hatte sie von ihrem Traummann, dem braungelockten, sportlichen jungen Mann geschwärmt. Die Blumenaktion war sein letzter Versuch, so hatte er es sich geschworen.

Hastig verabschiedete sich Greta mit den Worten: „Also bis Sonntamorgen und für heute Abend mach ich für euch alle meine italienischen Lieblingsnudeln!“

Greta war sich mittlerweile sicher, dass Manfred ihr etwas verschwieg.

Der Tag war mit anstrengenden Terminen in der Uni vollgestopft und ein Gespräch mit ihrem Doktorvater stand gegen 17.OO Uhr auch noch an.

Sie überprüfte ihre Vorräte und hetzte mit dem Fahrrad zu ihrem Lieblingsitaliener, denn nur er hatte die echte Salsiccia, mit Fenchel und picant gewürzt. Er stellte sie selbst her nach einem uralten Rezept seiner Vorfahren aus Kalabrien.

Auf keinen Fall, konnte sie mit der WG heute essen, sie musste ihre Hausarbeit morgen abgeben…

  • schnell setzte sie Nudelwasser in dem großen Topf auf
  • und ließ die großen Conchiglioni giganti hineingleiten, 2 kräftige Prisen Meersalz, 1 getrocknete Peperoncini
  • setzte die Pfanne auf, gab 2 Eßlöffel Olivenöl, klein gehackte rote, kleine Tropea Zwiebeln, Knoblauch, ein kleines Stück von ihrer ersten Chilischote vom Balkon hinzu und schwitzte alles farblos an.
  • gekonnte drückte sie die Salsiccia aus dem Darm und gab die Wurstmasse ebenfalls in die Pfanne
  • leicht mit dem Kochlöffel verteilen und einwenig bräunen lassen
  • mit einem Weisswein löschte sie das Salsicciaragout ab und lies es ca. 6-8 Minuten auf kleiner Flamme köcheln
  • ein Stück Fenchel schnitt sich dünn auf
  • ergänzte die Pfanne mit frischen Kräutern (Oregano, Rosmarin, Zitronenthymian u. einem Blättchen Salbei)
  • ein Glück, dass dies alles auf ihrem klitzekleinen Altbaubalkon so schön wucherte.
  • gab alles in die Pfanne und ließ es auf kleiner Flamme vor sich hinköcheln
  • final fügte sie eine Dosen gestückelte Tomaten hinzu
  • würzte kräftig mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle , Salz einem Teelöffel Paprika-Auberginenmus ab
  • fertig!
  • sicherheitshalber legte sie Peccorino und Parmesan raus
  • das war genug für die Freunde
  • und morgen konnten sie die Nudeln nochmal überbacken, die großen Muscheln hatten sich automatisch gefüllt
  • so klingelte sie und übergab das Abendessen der verduzten Tessa, die die Pfanne dankbar entgegennahm
Salsiccia Nudeln

und laut und glücklich rief:

„Jungs der Abend ist gerettet, keine Tiefkühlpizza heute!“

Danke, Greta – Greta war schon weg.

„Liebe geht durch den Magen …“

(Fortsetzung)

Greta kaute an dem Ende des Bleistifts und grübelte…

Die Geschichten von Manfred hörten sich an, wie aus einem schlechten Roman.

Greta atmete tief durch und versuchte diese negativen, emotionalen Gedanken nicht zuzulassen.

Sie war eine US-Bürgerin, die für Deutschland ein Stipendium erhalten hatte, um hier zu studieren.

Ihrem Vater hatte sie versprochen, seinen weltweiten Kunst-u. Antiquitätenhandel zu übernehmen.

Das war ihr Ziel! Sie wollte die verschiedenen Firmen ihres Vaters koordinieren, sich für nachhaltiges Bauen u. eine weltweit verbindende Denkmalpflege und den Erhalt von Kirchen einsetzen.

Nein, diese Gefühlsduselei musste ein Ende haben.

Greta ließ sich nicht von Rosen und seltsamen Geschichten aus längst vergangenen Zeiten beeindrucken.

Ein Blick auf ihre Armbanduhr -ein Geschenk ihres Vaters – eine Cartier aus den 30zigern – die ihre Mutter zu Lebzeiten getragen hatte. Sie liebte die klassische eckige Form, die römischen Ziffern, das klassische Lederband.

Später würde sie ihren Vater anrufen, er würde sich sicher freuen.

Schrill ertönte die Türglocke , Greta hielt inne, sie war erschrocken, das konnte nichts Gutes bedeuten.

Sonntagmorgen, 7:30 , wer wollte was von ihr. Verzweifelt, schweißgebadet, zitternd lukte sie durch den Spion.

Greta, nicht aufmachen – pochte es in ihrer Schläfe.

Was war bloß los mit ihr? Dann sah sie den jungen Mann mit dem riesigen Sommerblumenstrauß, den er ablegte und langsam sich entfernte.

Das sich regende Mitleid mit den schönen Blumen, die versorgt werden mußten, war stärker. Sie öffnete vorsichtig die Türe, nahm die Blumen an sich.

Die kleine Karte war außergewöhnlich. Die Aquarellzeichnung war in blassen Blautönen gehalten – eine Seelandschaft , die aufgehende Sonne… Die Botschaft :

„Für meine Sonne des Lebens“

Greta brach in Tränen aus, sie wollte doch nur ungestört leben…

Der braune Lockenkopf der CIA ?? Was war los mit ihr?

Mit zitternden Fingern tippte sie die Nummer ihres Vaters ins Handy.

„Hallo, meine Sonne“, meldete sich ihr Vater – Greta verschlug es die Sprache, sie schluckte, Hallo, mein Papilein, geht es Dir gut? Dann brach es aus ihr heraus, die seltsamen Begegnungen, die nicht erfüllte Liebe, die Kellergeschichten….

Gretas Vater war verstummt, aufmerksam hörte er zu und sagte : „Greta, tu das was du tun mußt!“

Was sollte das bedeuten?

Aus Rom hatte sie sich vor drei Jahren den Livieto madre mitgebracht und ihn liebevoll gepflegt.

Erstmal würde sie jetzt Brot backen. Ein Olivenbrot mit dem aufgefrischten Livieto Madre und dann, wird sie an die Arbeit gehen, diese seltsamen , gemütsaufreibenden Ereignisse zu verarbeiten.

Ihr Mehlvorrat war dürftig und so mischte sie Ruchmehl 1050, Weizenmehl Type 550, Type OO aus Italien, etwas Hartweizenmehl bis die Mehlmenge ca 700 gramm ergab.

Am nächsten Tag konnte sie zwei kleine Brote abbacken. Sie freute sich und klingelte mit dem duftenden Brot bei Manfred – denn sie wußte, dass er zu dieser Zeit alleine zu hause war-.

Dieses Brot mit den verschiedenen „Mehlresten“ gebacken, insgesamt 700 gramm Mehl, 100 gramm aufgefrischter Livieto madre (Vollkornvariante Franczeska) ist soo köstlich, die Kruste resch und innen angenehm weich, die in Salzlake eingelegten Oliven bereichern die Brote

Laßt Euch auf diese Brote ein, jetzt im Sommer gelingen sie soo schnell, durch die natürliche, konstante Wärme gehen die Teige schneller… Ein Genuß frisches Olivenbrot, Tomate….

Ja, bei Greta wird es jetzt spannend, sie kann die Geschichte ihrer Familie nicht mehr verdrängen. Sie muß sich mit der Familiengeschichte zwangsläufig auseinandersetzen.

Fortsetzung folgt

„Servus Juli 2021“

ohne Worte

Juli 2021
  • warme Vollmondnacht läßt Blüten erwachen,
  • der Regenbogen grüßt schon zum Erwachen
  • Sommerdrinks bei Kerzenlicht
  • die Barbe vom Grill ein Gedicht
  • Dolce la Vita im italienischen Viertel wunderbar
  • die Isar diesen Monat selten klar
  • Linsenknödel fast vegan
  • hab ich mich da nicht vertan
  • Olivenbrote soo knusprig und gut
  • macht jedem Hobbybäcker Mut

M. Kuhl im Juli 2021

„Lemon-Tarte à la Issy“

Werbung da Namensnennung

Gastbeitrag meiner Tochter (s. Beitrag vom 19.7.2021 „Liebe geht durch den Magen“)

Die Sehnsucht nach Sonne, Meer und etwas Leichtigkeit ist bei mir sehr groß.

Der Sommer fordert enorme Flexibilität. Sobald es möglich ist – muß man an den See, Radeln – einfach Draußen sein. Den Sonnenaufgang über dem Fluß – den Sonnenuntergang am See genießen und sich des Lebens freuen.

Meine Koch-Back-sucht bricht immer aus, wenn ich mich über dieses und jenes einwenig ärgern muß.

Eine Sommertorte – das wäre es. Die Erdbeerfelder waren dieses Jahr witterungsbedingt gar nicht oder nur kurz offen und die Qualität der Früchte war bei dem „Monsumsummer“ nicht die beste.

Meine Tochter beherrscht die Backkunst mittlerweile hervorragend.

Unsere Sommertorte 2021

L e m o n- Tarte

300 gramm Mehl 405 , plus einwenig mehr zum Ausrollen

40 gramm brauner Zucker

3 gramm (eine Prise ) Salz

225 gramm weiche Butter

60 ml Eiswasser

1 Eigelb (zum bepinseln)

für die Füllung – Zutaten

5 Eier getrennt (Eigelb)

2 gramm Salz

50 gramm Mondamin

250 gramm Zucker

2 Eßlöffel Zitronenzeste

4 Zitronen sollte 180 ml Saft ergeben

290 mg Wasser

4 Eßlöffel (57 g Butter)

für die italiensche Meringue (Baiser) – Zutaten

130 gramm brauner Zucker

130 gramm weisser Zucker

50 gramm Wasser

4 Eiweiss

eine Prise Salz

Zubereitungsschritte:

Es ist ratsam bereits am Vortag bereits den Boden zu backen. Alle Zutaten organisieren und bereitstellen – Butter aus dem Kühlschrank nehmen. Für den Boden werden Mehl, Salz und Zucker in eine Rührschüssel gegeben. Mit einer Küchenmaschine lässt sich der Teig natürlich ganz leicht darin kneten, sollte dies aber nicht der Fall sein dann genügt auch ein herkömmliches Rührgerät mit Knethaken.

  1. Nachdem Sie Mehl, Salz und Zucker in der Schüssel leicht verrührt haben, damit sich die Zutaten bereits vor der Zugabe von Butter und Eiswasser verbinden, fügen Sie die kalte Butter hinzu.
    Stellen Sie das Rührgerärt/Küchenmachine auf Mittlerer Stufe für rund 5 Minuten. Zunächst wird der Teig recht bröslig sein, daher rät sich, es auch ruhig selbst „Hand“ anzulegen. Also stellen sie das Rührgerät/ Küchenmaschine ab und prüfen Sie die Konsistenz des Teiges, schnell werden Sie merken, dass dem Teig noch an Feuchtigkeit mangelt. Fügen Sie dann das Eiswasser hinzu. Antstatt Eiswasser können Sie natürlich auch ein Ei nehmen, was mit seinem Eiweis deutlich besser bindet.

2. Final breiten Sie den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche aus und kneten ihn durch, bis ein glatter runder Teig entsteht, den Sie für ungefähr 30 Minuten in Folie in den Kühlschrank legen.

Nehemen Sie sich jetzt schon die 5 Eier aus dem Kühlschkrank für später, damit diese nicht mehr so kalt sind.

Während der Teig ruht, bereiten Sie die Form vor. Je nach dem was für eine Backform Ihnen zur Verfügung steht, müssen Sie ihre Form entsprechend preparieren. Es bietet sich eine Springform 26 er Durchmesser oder eine Tartform mit gewelltem Rand an. In meinem Beispiel verwende ich eine Springform mit abnehmbaren Ring. In den Backformboden spanne ich mit dem Ring ein Blatt Backpapier. Es ist Geschmacksache, ob sie auf den Boden und den Rand etwas Butter und Mehl streuen, es kommt viel eher auf Material der Backform drauf an. Hinweis: bei gewellten Tartformen rate ich Ihnen jedoch den Rand gut mit Butter einzufetten.

Nachdem der Teig eine gute halbe Stunde im Kühlschrank war , kneten Sie Ihn auf der Arbeitsfläche nochmals gut durch. Rollen sie den Teig rund aus und legen sie ihn dann in die Backform. Stechen sie mit einer Gabel leicht in den Boden, damit dieser locker bleibt.

Backen sie den Teig 20-30 Minuten(je nach Ofen 180Grad) leicht goldbraun. Damit der Boden auch seine Form behält einfach Backpapier oder Alufolie mit Hülsenfrüchten blindbacken. Kurz vor Ende können Sie den Kuchen mit einem verquirlten Eigelb und etwas Sahne noch für die letzten 5Minuten der Backzeit einpinseln.

Trennen Sie nun die Eier und verquirlen sie die Eigelbe in einer seperaten mittel großen Schüssel.

Während der Boden im Ofen ist, waschen sie die Zitronen mit heißem Wasser ab und reiben sie die Schale mit einer Reibe ab, am besten sammeln Sie die Zesten direkt in einem Kochtopf (mittlere Größe).

Mein Tipp: die „Wunderreibe von Microplane“, die sich super schnell über den allseits bekannten Allesverkäufer Amazon bestellen lässt. 😉

Erst nach dem Sie die Zitronen abgezestet haben, pressen sie die Zitronen aus und geben den Saft zu den Zesten im Topf. Nehmen Sie einen Rührbesen und geben Sie den Zucker zuerst hinzu und anschließend die Stärke und Wasser.
Rühren sie – bis sich die Stärkeklumpen auflösen.

Im nächsten Schritt wird die weißliche Zitronen-Wasser-Stärke-Mischung aufgekocht auf mittlerer Hitze bis sich eine cremige feste Masse bildet.

Jetzt kommt der schwierige Part:

  1. nehmen sie die Zirtonen-Wasser-Stärke-Mischung von der Herdplatte
  2. verquirlen sie die Eigelbmasse neu
  3. nehmen sie sich ein Küchentuch und machen sie es mit kaltem Wasser nass und legen es unter die Schüssel mit dem Eigelb
  4. geben Sie nun löffelweise 1/3 der warme Zitronen-Wasser-Stärke Mischung zu den Eiern und verühren sie die Mischung mit einander, sobalb sich die Eier und mit der Zitronen Mischung temperiert haben, ist es geschafft.
  5. Geben Sie die temperierte Eiermischung zur restlichen Zitronen-Wasser-Stärke Mischung im Topf und rühren sie die Butter mit ein bis diese sich aufgelöst hat.

Lassen sie die fertige Zitronencreme fünf Minuten auskühlen und geben sie dann auf den Boden.

Und ab in den Kühlschkrank für mindetsen 6 Stunden.

Für den Baiser:

  1. Schlagen Sie das Eiweiß mit handrührgerät/ Küchenmachine auf und geben sie eine Prise Salz hinzu- Tipp damit Sahne oder Eiweiß immer gelingt nehmen sie sich etwas Küchenpapier mit etwas Essig und wischen sie leicht die Schüssel aus.
  2. Lösen Sie den Zucker in Wasser in einem Milchkännchen auf – kurz abkühlen
  3. Lassen Sie das Zuckerwasser langsam während des Rührens des Eiweißes einlaufen
  4. Nun können Sie das Eiweiß auf dem Kuchen verteilen und entweder mit einem Flammbiergerät bräunen oder im Backofen mit der Grillfunktion für 5-10 Minuten.

Ja, hierfür ist Geduld und Können nötig ! Es lohnt sich aber auf jeden Fall.

Die Frische der Zitronen, der süße Baiser – man träumt von einem erlesenen Kaffeehausbesuch in Rom, Wien, Budapest….