„Gregor der Superschlaue und der Seefund vom Sonntag…“


(Werbung da Namen erkennbar)

Letztes Jahr fiel er mir schon auf. Majestätisch schwingt er sich durch die Lüfte.

Lautstark verkündet er scheinbar irgendwelche Weisheiten, die nur er und seine Artgenossen verstehen. Er scheint ein Einzelgänger zu sein oder ist er nur der Futterversorger?

Tief schwarz ist sein Gefieder, seine Spannweite riesig.

Er schaut dich fragend an, hält den Kopf schief und läßt sich auf nichts ein.

Dann kommt er wieder, genau zur gleichen Tageszeit. Sicher landet er aus großer Höhe auf dem Tisch. Gö-Ga’s Thron nimmt er in beschlag.

Schimpfend zieht er von dannen. Wieder fliegt er im Sinkflug an, wühlt im Blumenkasten. Schaut mich fragend an, versteckt sich hinter dem Hortensienbusch. Gibt laute, krächzende Töne von sich und verschwindet im hohen Wald vor dem Stadtbach. Gregor habe ich ihn genannt. Er hat etwas geheimnisvolles, fast menschlisches an sich.

Noch habe ich meine Recherchen , welche Vogelart er verkörpert, nicht abgeschlossen. Schlau, einwenig hinterhältig ist er schon. Sucht er seine Hexe, auf deren Schulter er sich ausruhen kann?

Auf jedenfall liebt er die Blaubeerwaffeln meiner Tochter.

Er nahm die Abdeckung weg und flog mit der großen Waffel von dannen.

Bislang war mir nicht bewußt, dass auch Vögel (Rabe oder Krähe) sich ungesund ernähren.

Sonntagmorgen – was für ein herrlicher Tag –

Mona ruft an, schon so früh? „Was hälst Du vom Badetag?“

Meine Antwort: „Bin in 10 Minuten, mit Proviant startklar“.

Sonne, ein einsamer Badesteg, mit dem Gefühl auf einem Boot zu sein, das Farbenspiel des Wassers, dunkelblau, grau, türkis und die Weite des Sees.

Keine Menschenseele in Sicht, nur ein vereinzelter Ruderer, macht kehrt.

Seefeeling im Mai

Das Picknick: Spargelsalat, Spargelröllchen mit dem leckereren gebackenen Schinken vom kleinen Markt, meine Quarkcreme mit den Kräutern des Balkons, einwenig Obst. Wasser für den Durst. Lesen, Schwimmen, Ratschen war der Plan. Die Entenfamilien beim streiten zu beoachten – interessant –

Fast schon was menschliches erkennbar. Mein Kind, dein Kind hat, der war schon immer…, die Beute gehört uns – ich bin der Bestimmer…“

Soll ich , soll ich nicht – das Wasser ist noch ziemlich frisch

Mit dem großen Zeh mal testen, aber was ist denn das? Komisches Gefühl am Zeh, was liegt, schwimmt denn da. Da musste ich schon genauer Hinschauen.

Ein kühles Bier lag im Wasser.

Das Problem war, wir hatten keinen Flaschenöffner dabei.

Den so beliebten Trick, die Flasche mit dem Feuerzeug zu öffnen, beherrschten wir nicht. Das Bier mit der interessanten Aufschrift und den zwei restlichen Wienerwürstel überreichte ich meinen GöGa, der schon mit Heißhunger auf den Abendgrill wartete und so recht nichts mit dem Mitbringsel anzufangen wußte..

So habe ich die Badesaison am 15.5.2022 eröffnet. Ein Traumtag.

und rein ins Wasser….

4 Gedanken zu „„Gregor der Superschlaue und der Seefund vom Sonntag…“

  1. Hallo Meggie!

    Rabenvögel, zu der auch Saatkrähen, Raben und auch Dohlen gehören, sowie 120 Arten insgesamt, sind in Ihrer Ernährung sehr vielseitig und fressen – je nach Verfügbarkeit – Früchte, Samen, Insekten, Weichtiere, kleinere Wirbeltiere oder auch Aas, wobei die meiste Nahrung auf dem Boden aufgenommen wird.

    Fast alle Arten legen Vorräte an, in denen sie überzähliges Futter verstecken und für später aufbewahren. Rabenvögel zeigen stark soziales Verhalten und im Vergleich mit fast allen anderen Vögeln überdurchschnittlich hohe kognitive Fähigkeiten.

    Einige Arten, allen voran die Raben und Krähen, sind ausgeprägte Kulturfolger und konnten sich erfolgreich in vom Menschen geschaffenen Lebensräumen etablieren. Die Intelligenz und Sprachbegabung der Rabenvögel, aber auch ihre Eigenschaft als Aas und Erntevertilger führte zu einer ambivalenten Rolle in vielen Kulturen weltweit.

    Gefällt 2 Personen

    1. Herzlichen Dank für Deine detaillierten Informationen. Jetzt bin ich schon ein gutes Stück schlauer. Auch Deine Aussage der bestehenden Ambivalanz kann ich sehr gut nachvollziehen.
      Immer wenn „Gregor“ erscheint kommen in mir ambivalente Gefühle hoch. Geprägt von einwenig Zuneigung, Abneigung und ich werde das Gefühl nicht los, dass er die Menschen um sich herum genaustens beobachtet, kennt – schon einwenig unheimlich.
      Liebe Grüße Meggie

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