„Sehnsuchtsmarillen, Aprikosentrost…“


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Spätestens im August, bekomme ich diese unstillbare Sehnsucht , dann wenn die Sommerhitze einwenig gebrochen ist, möchte ich an der Donau entlang radeln, mich durch die hügligen Weinberge der Wachau quälen , Marrillenknödel testen… Mit ganz viel Glück noch ein paar, superreife, vom Baum gefallene Marillen sammeln….

Die Marillenernte ist eigentlich vorbei.

Dieses Jahr tröste ich mich mit einem Großeinkauf in der Großmarkthalle.

Die Aprikosen, waren schon so der Händler „durch“. Genau diese Sorte will ich. Er schüttelte einwenig das weiße Haupt.

Na, denn mache ich ihnen, einen guten Preis und zwinkerte mit dem rechten Auge.

So entstand die Marillenmarmelade, die einem wirklich an die Wachau erinnert, somindestens eine Zutat ist aus Österreich impotiert.

Die Marmelade darf nicht zu flüssig sein, sie sollte nicht „schnittfest“ sein, sonder eine moussartige Konsistenz erreichen.

Der Geschmack sollte überwiegend von reifen, saftigen Aprikosen/Marillen geprägt sein.

Die Verbindung mit einem Hauch Rosmarin, bzw. einem kräftigem Schluck besten Marillen-Destillat führt schlussendlich zur Tranzsendenz der Marillen/Aprikosenmarmelade schlecht hin.

Auch bei Marmelade ist es von elementarer Bedeutung, das gilt für alle Fruchtmarmeladen, welche Zutaten ich verwende.

  • Mancher wird sagen, was für ein „Gesch…“, Zucker, gute, reife Früchte = gute Marmelade“. Das stimmt leider bei weitem nicht! Es sollte schon ein sehr guter Gelierzucker verwendet werden, versetzt mit braunem Rohrzucker, in dem eine Vanilleschote wohnt. Auch beim Gelierzucker, lohnt es sich auf Markenprodukte zurückzugreifen.

Rezeptur – Zutaten:

3 kg süße, reife Aprikosen/Marillen

Gelierzucker ( 2:1 oder 3 :1)

zwei Eßlöffel brauner Rohrzucker vanillisiert

80 ml besten Marillenbrand

1 Zweig Rosmarin

1 ganze Vanilleschote Bourbon-Vanille aus Madagaskar (Bezugsquelle kann auf Nachfrage übermittelt werden)

1 Biozitrone (Saft und Zesten) bewirkt, dass Gelieren und sichert auch den intensive Farbe

mehr braucht es nicht!

Zubereitung:

  • in einem großen Topf geben wir zwei Eßlöffel des braunen Rohrzucker (vanillisiert)
  • den wir langsam flüssig werden lassen
  • dann geben wir die entkernten Früchte hinzu ( es zicht einwenig – so soll es sein)
  • gut umrühren und den Gelierzucker über die Früchte verteilen
  • dann 1-2 Stunden stehen lassen , damit der Zucker sich mit den Früchten verbindet
  • in der Zwischenzeit die Gläser mit kochendem Wasser ausspülen und schon mal in Position bringen
  • die Vanilleschote auskratzen, den Marillenschnaps bereitstellen, die Zitrone auspressen und zesten
  • den Rosmarinzweig (groß und kräftig sollte er sein) bereithalten
  • dann die Früchte zum köcheln bringen (nicht auf höchster Stufe!)
  • und mit dem Holzlöffel immer mal umrühren, damit sich nichts ansetzt
  • ständige Beobachtung ist hier von Vorteil!
  • dann beginnt der Saft schon leicht zu gelieren (Test auf kleinem Teller)
  • nun ist der richtige Zeitpunkt, die Vanilleschote und das ausgekratzte Mark hinzuzufügen
  • den Rosmarinzweig ebenfalls auf die Früchte geben und alles gut umrühren
  • weiter köcheln lassen
  • die Früchte beginnen zu zerfallen
  • jetzt die Zitrone und die Zesten hinzugeben
  • die Früchte haben noch ihre ursprüngliche Form, aber das Fruchtfleisch beginnt auszutreten
  • jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den Marillenschnaps
  • gut umrühren
  • weiter köcheln lassen , ca 3-4 Min.
  • final den Pürierer nehmen und die Masse kurz durchpürieren, so entsteht die mousseartige Konzsistenz!
  • schnell mit entsprechendem Marmeladentrichter in die vorbereiteten Gläser füllen
  • Twistverschluß und beiseite stellen, bis die Marmelade abgekühlt ist
  • ich bin davon abgekommen, sie auf den „Kopf zu stellen“ geht auch ohne
  • den Rest aus dem Topf in eine kleine Schale geben für den nächsten Morgen
  • die Offenbarung – ein frisches Hörndl, eine resche Semmel
  • der Marillentraum wird wahr!
-Aprikosen/Marillenmarmelade kurz vor dem Pürieren

Eigentlich ganz einfach oder? – wird doch jeder hinbekommen – es ist eigentlich die Grundformel für gute Marmeladen, unabhängig, welche Frucht sie wählen. Nur bei der Quitte ist es eine andere Formel.

Einen schönen Sonntag und genießt die letzten Sonnenstrahlen – es soll wieder leicht herbstlich werden

11 Gedanken zu „„Sehnsuchtsmarillen, Aprikosentrost…“

  1. Marillen – hier verrät sich die Herkunft! Im Norden kennt man sie nur als Aprikosen. Aber auch deren Verwendung lässt tief blicken. Marillenknödel, Marillenmarmelade (unverzichtbar für viele Torten!). Früh scheint der Herbst dieses Jahr zu kommen – aber wir versüßen ihn uns wenigstens.

    Gefällt 4 Personen

      1. Liebe Meggie, das würde mir sehr gut gefallen. 🤤 Aber diese zauberhafte Marmelade zu kochen, während der Umzugsbär im Hintergrund steppt? Soviel „sangue freddo“ habe ich leider nicht. Ich vermute aber, der Römer würde das in aller Ruhe tun. Vielleicht setze ich ihn darauf an. 😉 Ansonsten: nächstes Jahr. Ja, nächstes Jahr bestimmt. 🤩
        LG Eva

        Gefällt 2 Personen

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