„die wilde, schöne Isar bäumt sich auf“

Unweit eines kleinen Baches erblickte ich das Licht der Welt. Aufgewachsen mit den Gefahren, die ein Wasser in unmittelbarer Nähe hat, zog es mich mein ganzes Leben in die Nähe eines Wassers.

Wie ihr schon aus vielen meiner Beiträge entnehmen konntet, liegt mir die Isar ganz besonders am Herzen.

Im Sommer liebe ich sie ganz besonders, wenn der Tag erwacht – oder auch wenn die Sonne untergeht – finde ich immer ein Plätzchen, wo man sich mit der Natur regelrecht versöhnen kann – nach langen Regentagen – kalten Nächten ….

Während des Lockdowns hat man die Isar und ihre grünen Auen geradezu misshandelt.

Es gab keinen Trampelpfad mehr, wo man nicht auf Hunde und ihre hechelnden Eigner traf. Rücksichtslos wurde alles niedergetrampelt, die Menschenmassen waren schier unerträglich. An Wochenenden mied ich den Fluß.

Auf den vegetationsfreien oder -armen und ungestörten Kiesinseln an der Isar brüten vom Aussterben bedrohte und gefährdete Vogelarten.

Die Obere Isar und ihre Auen gehören zu den am besten erhaltenen und damit bedeutendsten Wildflusslandschaften Deutschlands. Besonders naturnah sind die Streckenabschnitte von der Quelle auf österreichischer Seite bis kurz vor Mittenwald sowie nördlich von Krün bis oberhalb des Sylvensteinspeichers. Hier finden sich seltene Arten, die andernorts längst verschwunden sind. Soviel in Kurzfassung dazu.

Manchmal verschafft sich der Fluß Respekt, wie letzte Woche nach den gewaltigen Regengüssen.

Fast beängstigend, die Flaucherbrücke (nur für Fußgänger u. Radfahrer , sie sollten schieben)

In der örtlichen Boulevardpresse streiten sich derzeit die Geister.

Eine Kiesbank wurde gekapert, man hat eine Fahne gehisst. Die Feuerstelle ist aktiv und von weitem sichtbar.

Die Nackerten von München, meist Männer zwischen 50-80 fühlen sich gestört, Ihrer Kiesbank beraubt.

Die Stadt räumte mehrfach die Kiesbank – jedoch ohne Erfolg.

Der mir nicht namentlich bekannte Kiesbankeroberer versteht sich als Künstler. Tiefgebräunt, meist nackert hat er es sich gemütlich gemacht. Seine Gehilfen – mit sichtbarem Migrationshintergrund – schleppten riesiege Baumstämme auf die Insel, wie ich amüsiert beobachten konnte.

Letzten Sonntag mußte der „Künstler“ in einer dramatischen Aktion gerettet werden, da er die Insel ohne fremde Hilfe nicht mehr verlassen konnte.

Nachdem sich die Wogen geglättet haben ist er offenbar frohen Mutes zurückgekehrt, das Feuer brannte, seine Gehilfen waren im Einsatz . Die Nackerten rücken ihm immer näher, so einfach lassen sie sich nicht vertreiben!

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Die Isar war innerhalb weniger Stunden zum reißenden Fluß mitten in der Stadt geworden, wobei es für Mensch und Leben keine Bedrohung gab, dank der umsichtigen Maßnahmen.

In Lenggries am Donnerstag war meine Isar schon wieder ganz die Alte. Schaut selbst