„Der Ton wird härter….“


(Werbung da Namensnennung)

Eigentlich hatte ich das Bloggen für den Monat Juni abgeschlossen.

Das Wetter ist sommerlich warm, ein kleiner „Schwimm“ ist immer drin und ganz nebenbei erledigen sich die diversen Einkäufe, die man coronabedingt immer aufgeschoben hat.

7:30 leichter Nieselregen – das paßt mir gar nicht, denn um 9:20 Uhr sollte ich meinen neuen Pass abholen

Noch eine 1/2 Stunde dösen, dann wollte ich aufstehen.

Verschlafen….

Der Fußballabend war lange und aufregend gewesen.

Meine „Bergziege“ wieherte schon, der Sattel war trotz Abdeckung nass.

Meine schöne graue Leinenhose somit auch nass und wie das aussah könnt ihr euch vorstellen.

Egal ich musste in die Pedale treten, um rechtzeitig anzukommen

In knapp 10 Minuten hatte ich es geschafft – Fahrrad ordnungsgem. geparkt und angebunden.

Eine sehr freundliche Mitarbeiterin des KVR übergab mir den Pass und seufzte ganz leise: “ Ach schön, dass es auch ganz normale Leute gibt…“

Nachdem sie einer jungen Frau bestimmt 10 Minuten erläutert hatte, welche Unterlagen für eine Abholung dringend benötigt werden.. Sie wollte es nicht verstehen, immer wieder argumentierte sie: „aber wieso muss ich , brauch ich, soll ich.. Wieso ist dann der Pass abholbereit?“

Die junge Deutsche Frau – wollte es nicht einsehen…“

Aber dann sollte der Tag eine andere Wendung nehmen

Mein Fahrrad, wo war es? Ich hatte es doch angebunden, weg vom Gehweg auf den extra hierfür vorgesehenen Randstreifen.

Meine Bergziege war völlig zugeparkt. Ein Fahrrad mit Kinderanghänger versperrte mir den Weg zum Rad.

Ich hob diesen Anhänger an und schob weg, um meine Bergziege aus den Zwängen zu befreien. Das Fahrrad vom Anhänger brauchte ich gottseidank nicht zu bewegen.

Plötzlich schrie auf der anderen Straßenseite vom Eingang des KVR ein Mann

(liebe Leser entschuldigt die jetzt wiedergegebene Sprache und Ausdruckweise)

„Was machst Du da, Du Missgeburt ? Ich hau Dir auf’s Maul“

Daraufhin sagte ich ganz sachlich und mit angemessener Schärfe

“ Was möchten Sie von mir, bitte äußern sie sich in einer angemessenen Sprache und kommen zu mir rüber..“

Der Mann (Alter 35-40)

„Halt Dein Maul, Du Missgeburt, ich schlage Dir die Fresse ein…“

Meine Antwort erneut:

„Schade, dass sie offentsichtlich wenig sinnvolle Wörter der Deutschen Sprache gelernt haben. Die Beleidigungen sind unverschämt und ihre Drohungen bestätigen, dass sie offentsichtlich erhebliche Probleme haben. Außerdem kann ich nicht halten, was ich nicht habe!“

Er lief davon in das Gebäude des KVR (Kreisverwaltungsreferat der Stadt München)

Hier holt er sicher seinen Pass, seine Aufenthaltsgenehmigung ab?.

Meine Bergziege mittlerweile ist sie in die Jahre gekommen, etwas schwerfällig ist sie geworden, obwohl ich sie immer gut gepflegt habe. Der Mister „Ritzel-Kitzel“ hat schon einwenig geschraubt, die abgenutzten Ritzel ausgetauscht. So richtig schnell – wie früher – dachte ich ist sie wirklich nicht mehr – und es liegt nicht an mir.

Seit ein paar Wochen leite ich immer die Blogeinträge von :https://tausendkilometer.wordpress.com/

an meinen Gö-Ga dem Ingenieur weiter – bislang ohne Erfolg .

Er ruht in sich und will mir ein neues Fahrrad einreden.

Mit meiner Bergziege habe ich unzählige Strecken zurückgelegt. Sicher mehr als 15000 km.

Der Mister „Ritzel-Kitzel“ (ortsansässiger Fahrradladen) ist zwar ein seltenes Original – vielleicht versteht er mich.

Heute radele ich in die Stadt, ein paar Besorgungen, am Viktualenmarkt vielleicht mal….

Bis die Tage in der Hoffnung, dass mir weitere „Zwischenfälle“ erspart bleiben.

Ach schaut mal, was ich für heute Abend vorbereitet habe

kleine, saftige Doraden warten auf ihren Einsatz

M. Kuhl

11 Gedanken zu „„Der Ton wird härter….“

  1. Tut mir leid, dass Du diese Erfahrung machen musstest. Leider kann ich diese Verrohung der Sprache auch beobachten, quer durch alle Schichten und Hintergründe. Das der Ton rauer wird, dass erlebe ich auch im Taxi, mit dem Unterschied, dass ich da Hausrecht habe. Den letzten, der mich „Arschloch“ nannte, ließ ich kurzerhand an der nächsten Ecke raus. Auf seine Frage: „Willst du mich etwa rausschmeißen?“ erwiderte ich: „Natürlich nicht! Ich möchte ihnen nur nicht länger zumuten von einem Arschloch gefahren zu werden!“

    Gefällt 6 Personen

    1. Superreaktion! Echt Spitze !
      Offensichtlich bleibt es leider oft ohne Folgen für die Übeltäter
      und viele lassen es sich gefallen – ob auf der Straße, im Supermarkt ….
      Ich habe das Gefühl, besonders drastisch ist es in der Großstadt
      und das Verhalten wird nicht angemessen geahndet
      Aber nicht mit uns
      Schöne Zeit
      Meggie

      Gefällt 5 Personen

  2. Puuuh! Der sollte nicht zum KVR, sondern zum Drogeriemarkt, um sich ein großes Stück Seife zu kaufen. Damit kann er dann sein dreckiges Mundwerk ordentlich auswaschen. Danach empfehle ich einen Halt im Buchhandel, wo er sich ein Buch zur “gewaltfreien Kommunikation” oder ein Kinderbuch (weil einfacher verständlich) zum Thema “Umgang mit Mitmenschen” erwerben kann. Was es nicht alles für Leute gibt! 🤦🏻‍♀️ Klasse, dass du geantwortet hast – und dann auch noch so höflich! Du gehst eben mit gutem
    Beispiel voran. 😃
    Hab einen schönen Tag nach dieser unschönen Begegnung! Liebe Grüße, Eva

    Gefällt 5 Personen

  3. Leider ist es nicht nur bei euch in Deutschland so schlimm geworden, wir in Österreich leiden auch sehr darunter. Es gibt Stadtteile in Salzburg, da geht keiner mehr ab 21 Uhr ausser Haus. Bei uns am Land ist es besser ich wohne ca 60 km entfernt von Salzburg. Aber auch in den Fremdenverkehrsorte wie Altenmarkt, Radstadt, Flachau und Wagrain nehmen die Fremden zu. Gerade jetzt sind sehr viel Bettler unterwegs. Ich hoffe es wird wieder besser, viel Mut und Ruhe für diese Situationen. MFG Angelika

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke, Angelika für Deine Anteilnahme. Von Salzburg hätte ich das nicht gedacht. Bei Euch in Österreich kommt es mir immer irgendwie ruhiger, entspannter – alles Gut – vor.
      Es geht mir eigentlich nicht um „Fremde“, sondern die Tatsache, wie die Gesellschaft immer mehr verroht, keine Werte mehr besitzt und die Art und Weise des Umgangs.
      Du hast sehr schön gesagt, dass wir Mut und Ruhe brauchen.
      Schöne Zeit , liebe Grüße aus dem heute regnerischen, abgekühlten München
      Meggie

      Gefällt 1 Person

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