„Schweizer Brot à la Meggie“


(Werbung, da Namensnennung)

Gestern habe ich einen kleinen Ausflug gemacht, natürlich coronakonform – es war ein herrlicher Tag!

Prompt hat sich in meinem Gesicht eine leichte Röte gebildet.

Auf ein herrliches Bärlauchfeld bin ich gestoßen – der Duft zog mich förmlich an –

Nur die ganz kleinen, jungen Blättchen habe ich mir gezupft und heute ist so ein Back – Mach -Tag.

Bärlauchbutter – Bärlauchspätzle – Bärlauchpaste – bin ich gerade am herstellen.

Die Wärme begünstigt auch das Brotbacken. Sicher habt ihr schon alle mal den netten, flotten Schweizer Marcel Paa auf You Tube angeschaut.

Er ist gelernter Bäcker-Konditor Meister, kommt aus der Schweiz und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Herstellung von Backwaren.

So ein großporiges, lockeres, knuspriges Brot mit Geschmack wollte ich schon lange backen.

Denn jetzt hat man Lust auf ein leichteres Brot. Die Roggenbrote haben jetzt mal Pause.

Einwenig Respekt hatte ich schon vor dem mega weichen Teig, ob ich den gehändelt bekomme.

Es hört sich immer so easy an: “ ganz leicht durchs Mehl ziehen – die Luft soll im Teig bleiben…., dann in ein bemehltes Backtuch…. und einschießen….“

Die Schweizer haben andere Mehlsorten und ehrlich unser bayrisches Ruchmehl kann es sicher mit dem Mehl 1050 aus der Schweiz aufnehmen.

Der gestrige warme Tag begünstigte meinen Brotansatz, bzw. Vorteig mit Sauerteig.

Beim ersten Versuch hat es funktioniert! Ich kann es fast nicht glauben

Natürlich habe ich das Rezept „interpretiert“

und ich will es Euch nicht länger vorenthalten:

Zutatenliste:

Vorteig 1:

90 gramm Ruchmehl

90 gramm lauwarmes Wasser

15 gramm Anstellgut (Sophie) Livieto madre mit 550 Weizenmehl angesetzt

15 gramm Anstellgut (Franceska) Livieto madre Ansatz mit Vollkornweizenmehl

Vorteig 2

90 gramm Weizenmehl Type 550

3 gramm Trockenhefe

90 gramm lauwarmes Wasser

Hauptteig:

Vorteige 1 u. 2

330 Wasser kalt

475 gramm bayrisches Ruchmehl Type 1050

11 gramm fleur de sel

1 Teelöffel Bio Rostmalz (inaktiv) Drax Mühle, Rechtmehring

Die beiden Vorteige hatte ich morgens schnell angerührt – und sie so bis heute morgen sich selbst überlassen. Heute morgen sprudelte der Ansatz und ich habe das Brot wie folgt hergestellt:

  • das kalte Wasser gebe ich in die Rührschüssel meiner Kennwood
  • dann die beiden Vorteige
  • das abgewogene Mehl
  • Salz
  • und den Teelöffel Bio Rostmalz folgen

Nun vermische ich die Zutaten auf kleiner Stufe ca. 3-4 Min.

  • nun lasse ich auf der nächst höheren Stufe die Maschine 10-12 Minuten kneten
  • und zwar so lange, bis sich der Teig vom Boden löst
  • Fensterprobe
  • mit etwas Olivenöl pinsele ich meine Gärwanne aus
  • der Teig gleitet geschmeidig in die Wanne
  • nun ist der Zeitpunkt gekommen, um den Ofen vorzuheizen
  • mit dem Backstein zu bestücken
  • nach ca. einer halben Stunde , dehne ich mit feuchten Fingern den Teig von allen Zeiten
  • dies wiederhole ich noch einmal nach einer halben Stunde
  • und lass ihn insgesamt 80-90 Min. gehen.

Das erste wäre geschafft!

  • die Arbeitsplatte bemehle ich und kippe den zähen, feuchten Teig, der Blasen wirft auf die Arbeitsplatte.
  • ganz locker ziehe ich den Teig durch das Mehl und schlage ihn übereinander zu einem dicken länglichen Laib, den ich nochmal leicht bemehle
  • ein Leinenküchentuch bemehle ich und hebe den weichen Laib – geht problemlos – auf das Tuch.
  • leicht schiebe ich alles zusammen und lass dem Brot nochmal ca. eine 1/2 Stunde zeit.
  • soweit es sehr warm ist, denke ich reichen auch 20 Min.

Den Einschießer – oder auch ein Holzbrett bemehle ich, setze den Laib hierauf und schiebe ihn zügig in den auf 270 grad vorgeheizten Ofen.

  • 15 Min. – ohne Dampf lass ich dem Brot Gelegenheit sich zu entwickeln.
  • es geht wunderbar auf, platzt allerdings zeitlich ganz leicht auf.
  • dann senke ich die Temperatur auf 180 grad Ober/Unterhitze
  • 30-40 Min. muss es noch backen (Kontrolle, ob es nicht die Kruste verbrennt!)
  • Klopfprobe und raus.

Es erstaunt mich, wie toll das Brot – ohne Dampf aufgegangen ist – es duftet, ich kann es nicht erwarten, es anzuschneiden.

Dann die Offenbarung, resch, es ist knusprig, hat wunderschöne unregelmäße Poren und schmeckt mit dem restlichen Bärlauchpüree und guter Butter traumhaft.

Das müßt ihr probieren, nachbacken. Dies ist mein Sommerbrot 2021 ! Ich werde es variieren mit getrockneten Tomaten, Oliven, Fenchelsame ….

Zum Salat zum Grillen, einfach perfekt.

5 Gedanken zu „„Schweizer Brot à la Meggie“

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