„Pasta, Nudeln Soulfood“

(Werbung, da Namensnennung)

Nein! Es hat wieder geschneit und es ist bitter kalt. Nur die kleine Orchidee auf meinem Küchenfenster erheitert meine Sinne. Jedes Jahr um die gleiche Zeit blüht sie ums Überleben, seit vielen, vielen Jahren.

Heute muß ich was Warmes, Schönes kochen.

Seelenfutter, Leibgericht so nennen wir ein Gericht, welches uns berührt, erinnert, guttut.

Eine regelrechte Sehnsucht nach dem Gericht der Kindheit. Dieses Gericht heilt allen Weltschmerz .

Der Geschmack, die Aromen sind abgespeichert in unserem Unterbewußtsein und können immer wieder abgerufen werden.

Oft sind es einfache Gerichte, wie süßer Milchreis mit Zimt und Zucker, Dampfnudeln mit Vanillesoße, Nudeln mit Tomatensoße, Fleischpflanzerl mit Kartoffelbrei, den nur meine Großmutter so genial konnte.

Die „Notfallspagetti“ (Parmesan, Knoblauch, Olivenöl) . Das Gericht rettete so manchen Studenten/in das Überleben.

Ich glaube, dass Pastagerichte bei vielen Menschen ganz oben auf der Liste stehen, wenn es um Soulfoodfavoriten geht

Eine solche Pasta wollte ich gestern kochen.

Selbstgemachte Pasta, ohne Nudelmaschine mit der Hand geschnitten, ausgerollt.

Ein Blick in das Gemüsefach. Da lag ja immer noch der Hokaidokürbis drin, ein Stück Bergkäse.

Ob der Hokaido meinen Anforderungen an Soulfoud standhalten kann, war fraglich.

Es entstand ein Rezept, mehr oder weniger zufällig. Mit dem beschriebenen Einkorn hatte ich beim Spätzleteig die besten Erfahrenungen gemacht, allerdings mußte ich hier einen Gegenpool zu dem geschmeidigen, weichen Einkorn setzen und es gelang auf Anhieb!

„EinkornTagliatelle mit Kürbis-Broccolie“

(für 4 Personen)

Zutaten:

  • 300 gramm Einkornmehl Type 630
  • 140 gramm Hartweizenmehl
  • 10 gramm Vollkornweizen
  • 4 Eigelb (Größe M)
  • 2 Volleier (Größe M)
  • kräftige Prise Meersalz
  • 2 Eßlöffel Olivenöl bester Güte
  • 90-100 ml lauwarmes Wasser

Die Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten. Grundsätzlich geht dies auch mit den Händen – nützlich sind hier Handschuhe –

Wer es ganz dünn mag sollte eine Nudelmaschine benutzen. Ich mag es , wenn der Nudelteig nicht so perfekt hauchdünn ausgewalzt ist.

Meinen Teig habe ich in der Küchenmaschine hergestellt.

Kennwood: Stufe 1 ca. 6 Min. und es entstand ein glatter Teig. Den verfrachtete ich zunächst für 1-2 Stunden in den Kühlschrank.

Kürbis-Broccolie-Käse-Soße

  • einen kleinen Hokaido ca. 350 gramm
  • Schalotte, 1 Knoblauchzehe
  • einige Röschen Broccolie
  • Lorbeerblatt
  • 150 gramm Bergkäse grob gehobelt
  • einen Schuß Sahne oder Creme fraiche
  • Salz , Pfeffer Muskatnuss
  • Eßlöffel Olivenöl
  • klein gehackter frischer Petersilie
  • Gemüsefond ca. 3/4 Liter

Zubereitung:

  • den Kürbis in kleine Würfel schneiden
  • Schalotte und Knoblauch ganz klein hacken
  • Olivenöl in eine Wokpfanne geben
  • Schalotte und Knoblauch anschwitzen
  • Kürbis hinzugeben und mit einem Teil der Brühe ablöschen
  • Lorbeerblatt einreiße und hinzufügen
  • köcheln lassen, bis der Kürbis bißfest ist
  • Sahne, Creme fraiche angießen – Hitze zurücknehmen
  • Käse hinzugeben
  • abwürzen und nochmal etwas simmern lassen, bis der Käse sich aufgelöst hat
  • einen kleinen Schuß vom Nudelwasser zugeben
  • umrühren, mit Petersilie bestreuen

Die Nudeln garen nebenbei ca. 3-5 Minuten und schon ist der Seelenfrieden hergestellt.

Die Mühe hat sich gelohnt!