„Die Transzendenz des Hefezopfes…“

(Werbung da Namennennung)

Fast 10 Jahre dauerte mein Kampf mit dem Hefegebäck. Sicher wird es vielen ähnlich gehen bzw. gegangen sein.

Seit März 2020 experimentierte ich mit dem selbsthergestellten Hefewasser , welches einer ständigen Pflege bedarf.

Diese fetten Hefezöpfe, gefüllt…. passen mir gerade nicht so. Im Winter, wenn es eisig, grau und kalt ist – dann ein gutes Buch Tee mit Schuß oder noch schlimmer Amareto-Schokolade – heilt alle Seelenwunden

Derzeit stelle ich mir ein Hefegebäck vor, dass nicht so süß, trotzdem saftig, fluffig – mal mit Käse, bester Marmelade aus eigener Herstellung oder gar mit meinem Zwetzschgenröster ….

Es sollte auch für meine langen Spaziergänge geeignet sein, wenn plötzlich der „leichte Hunger“ kommt. Es gibt ja derzeit keine Einkehrmöglichkeiten mehr coronabedingt.

Überall wird der süße Starter (Sauerteig) beschrieben. Was soll ich denn noch alles füttern. Obwohl reizen würde es mich schon. Vielleicht kreire ich hiermit mal eine Panettone anstatt die stressige Stollenbäckerei.

Meine Backprojekte werden vielfach von meinen Lieben und Freunden belächelt – denn sie müssen ja als Tester immer herhalten- Die Frage ist dann immer in welchem Stadium sich das Projekt befindet – wenns sich in der Verifizierung sich befindet, nehme ich ein Stück …

Ein paar Impressionen, bevor ich manche von Euch mit dem Rezept langweilen muss.

Das Rezept:

Vorteig:

275 Gramm Mehl Type 405

138 Gramm Hefewasser mit den aufgestiegenen 3-4 Datteln pürieren

24 Stunden sich selbst überlassen.

Hauptteig:

Zutaten:

300 gramm Mehl Type 405 – oder 550

50 gramm feinen Rohrzucker

50 gramm zimmerweiche Butter

Abrieb einer Zitrone

eine Prise Salz

1 Ei f. d. Teig

1 Ei für den finalen Glanz

80 Gramm Kefir (selbstgemacht) oder Milch (Zimmertemperatur)

15 Gramm Lievito Madre (nicht zwingend, hatte ich gerade übrig)

Zubereitung:

Vorteig mit den o.g. Zutaten in eine Rührschüssel geben und auf kleiner Stufe vermischen, dann ca. 12 Minuten insgesamt Kneten lassen. Bis ein glatter , zäher Teig entstanden ist.

dann ca. 1-2 Stunden mit einem feuchten Tuch bedeckt ruhen lassen.

Dann in eine Teigwanne oder Schüssel geben und für ca. 10-24 Stunden in den Kühlschrank verfrachten.

Am nächsten Tag – Zeitraum kann dem Alltag angepaßt werden -Zopf formen, kleine Brötchen in Papiermuffinformen platzieren .

Die Teiglinge mit einem verquirlten Ei, dem ich eine Prise Salz und einen 1/2 Teelöffel Puderzucker beigefügt habe bestreichen und wieder ca eine 3/4 Stunde bei ca. 20 grad gedeihen lassen.

Dann kurz vor dem Einschieben in den Ofen nochmals bestreichen, den Ofen vorheizen auf 200 grad Unter/Oberhitze mittlere Schiene.

Eine Schale mit Wasser in den Ofen stellen und fallend bis auf 180 , 150 grad abbacken. Je nach Ofen dauert dies ca. 4o Min.

Die Stäbchenprobe garantiert den Backerfolg. Wenn der Teig nicht mehr am Holz klebt kann das Gebäck aus dem Ofen.

Hefezopf - Hefebrötchen

Der Zopf ist sooo aromatisch, fluffig und ausgewogen im Geschmack.

Laut meinem Gö-Ga sehr gut verträglich – auch halb warm –

Sicher hat der Hefeteig von den mitpürierten Datteln profitiert, die ich nicht entsorgen wollte.