Zeitplan, Essensplan, Fakten, Zahlen ….


In den letzten Wochen, Monaten konnte mann überall gutgemeinte Ratschläge finden, wie man seinen Tagesablauf – Essensplan – Fitnessplan, Einkaufsplan am besten gestaltet.

Das Home-office gehört gescheit organisiert , sanfte Bevormundung ist zu spüren.

Die altbewährte Grundvorratshaltung ist ja lange in Vergessenheit geraten. Die Menschen brauchen für alles appgesteuerte Schedules.

Die Freiheit, die Kreativität geht leider vollständig verloren.

Frustriert kommen die nun vermehrt einkaufenden Männer vom Einkauf zurück „gabs nicht mehr, habe ich nicht gefunden, wollte nicht nochmal… und das alles mit Maske, anstehen und ständiger Ärger…“

Meine Empfehlung heißt :

K ü h l s c h r a n k -K o c h e n

schickt Euren einkaufenden Partnern ein Foto von dem Kühlschrank.

mit beschrifteten Schüsseln , Behältern

  • Rest Tomatensoße
  • Rest Kartoffel
  • Grillgemüse
  • Fleischreste
  • Spargelwasser
  • Gemüsefach

So wird der Einkäufer/in angeleitet kreativ zu werden.

Er kann dann sich eigene Gerichte zusammenstellen, je nachdem was er vorfindet.

  • z B. am Obst-Gemüsestand nimmt er Spargelspitzen in weiss u. grün mit, um mit dem Spargelwasser ein leckeres Risotto zu kochen. (Reis, Risottoreis gehört schließlich zum Grundvorrat)
  • für den Rest Kartoffel, Grillgemüse bietet sich ein Auflauf an
  • mit dem Bergbauernkäse den es gerade gibt
  • ja aus dem Rest der Tomatensoße disigne ich eine extravagante Tomatensuppe , da brauch ich Gin (gleich gut für den Aperetiv)
  • mit kleinen Kräuterbällchen (Gries u. Butter=Grundvorrat, Kräuter auf dem Balkon)
  • ja der Spargel sieht super aus und das Angebot überzeugt
  • beim Obststand nehme ich auch die saisonalen Angebote mit
  • die guten Bauerneier kann ich immer brauchen…

Es entstehen Gerichte, die man eigentlich gar nicht geplant hatte und abwechslungsreich, gesund, vegan wie auch immer sich gestalten lassen.

Dann gibt es ja auch noch die Notfallgerichte:

  • Pfannenkuchen – süß oder herzhaft
  • Notfall-Spagetti (Olivenöl, peperocini, Knoblauch, Parmesan)

Ein Rezept zum Einstieg in das kreative Einkaufen und Kochen will ich Euch nicht vorenthalten.

Derzeit ist es heiß begehrt bei meinen siebenköpfigen Raupen:

Spargelspitzen-Risotto

Zutaten: ( für 4 Personen)

400 gramm Risotto Reis (alternativ auch für Emmer-Getreide geeignet)

300 gramm Spargelspitzen

1 kleine Möhre

ein Stück Sellerie oder Bleichsellerie

1 Knoblauchzehe

1 kleine frische Zwiebel

1 -1/2 Liter Spargelbrühe (vom letzten Spargelkochen ), heiß

2-3 Safran-Fäden

Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Meersalz

bestes Olivenöl

1/8 Liter Weisswein

80 gramm geriebenen Parmesan oder Peccorino

1 Schuss Sahne alterniv ein Stück Butter ca. 4o gramm

Das Hartgemüse , den Knoblauch, die Zwiebel in 2 Eßlöffel Olivenöl anschwitzen – nicht braun werden lassen !

Den abgewogenen Reis hinzufügen und verrühren, bis der Reis hörbar zu knacken beginnt. Leicht pfeffern und auch etwas Meersalz hinzufügen. Vorsicht, wenn die Spargelbrühe viel Salz enthält!

Schritt 2:

Jetzt ist der Zeitpunkt wo der Risotto nach dem kräftigen Schluck Weisswein dürstet .

Gierig saugt der Risotto den Weisswein auf. Nun geben wir die erste Kelle unserer Spargelbrühe hinzu, sowie die Safranfäden

Ganz wichtig: Ein Gelingen des Gerichts setzt zwingnd voraus, dass wir ständig mit einem Holzlöffel den Risotto rühren.

Immer wenn die Brühe aufgesaugt wurde, die nächste Kelle hinzugeben und rühren. Ganz langsam beginnt der Risotto „schlunzig“ zu werden.

Schritt 3:

Sobald die Hälfte der Brühe verarbeitet ist, geben wir die Spargelspitzen hinzu. (je nach Größe nochmal i. mundgerechte Stücke schneiden)

Wir fügen Kelle um Kelle der Spargelbrühe hinzu. Die Reiskörner saugen die Flüssigkeit auf. Der Risotto sollte schlunzig und trotzdem bissfest sein.

Sobald die Brühe verbraucht ist, sollte auch der Spargel bissfest sein.

Ggfs. nochmal etwas nachjustieren.

Geriebenen Käse unterziehen und einen Schluck Sahne

Nicht mehr kochen lassen.

Schnell in vorgewärmte Teller verteilen und mit einem Weisswein genießen!

Ein schönes Foto war leider nicht mehr möglich

  • die siebenköpfigen Raupen sind unersättlich

Ein Gedanke zu „Zeitplan, Essensplan, Fakten, Zahlen ….

  1. Sehr coole Idee, die Kreativität zu fördern.
    Das mit der Bevormundung ist übrigens nicht nur bei Partnern so, kann auch in einer (Studenten-)WG vorkommen.
    Wir hatten bereits vor einiger Zeit so einen ähnlichen Gedanken, wir haben das Rezept die ‚Freestyle Maultaschen‘ genannt – https://vitaritus-5.de/freestyle-maultaschen/

    Danke für deinen Tipp, vielleicht bekommen wir jetzt auch etwas mehr Alltag, wenn man nicht direkt plant, sondern es einfach mal probiert.

    Viele Grüße

    Gefällt 1 Person

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