„Was lange währt, wird endlich gut … „


Ovid

43 v. Chr. – 17 n. Chr.), eigentlich Publius Ovidius Naso, römischer Epiker

Meine Backarien sind weitgehend abgeschlossen.

Fazit: Hefewasser ist unberechenbar.

Meinem Sauerteigbrot hat es zu einem irren Schub verholfen, eigentlich etwas zu viel. Die zweite Variante mit karamelisierten Walnüssen will ich nicht vorenthalten.

Im Verhältnis 30/70 ca 1000 gramm insgesamt

  • 300 gramm Dinkelmehl 630
  • 700 gramm Vollkornroggenmehl 1370
  • Sauerteigansatz
  • 1 Eßlöffel Salz
  • 1 kräftiger Esslöffel Brotgewürz (Koreander , Kümmel, Anis)
  • 150 gram Walnüsse
  • 1 Eßlöffel Steirer Kernöl
  • 250 ml Hefewasser (125 hätten voll gereicht – bzw. ganz ohne)
  • einwenig Wasser (nach Gefühl) der Teig war eh schon nass und schwer.

Die bereits beschriebene Teigführung verkürzte sich diesmal! Es war warm geworden und das liebt der Sauerteig bekanntlich. Nach 4 Tagen war er angefüttert und backreif.

Morgens um 6 sprang mir der Teig aus der Schüssel. Zäh und wild entschlossen sich im heißen Backofen zu räkeln. Mit Gärkörbchen brauchte ich nicht mehr zu arbeiten.

Aber der Topf vom Käsefondue – der wäre doch geeignet.

Backofen vorheizen – Topf mit Backpapier ausgleiten – Roggenschrot einstreuen und nach einer guten 1/4 Stunde war der Topf im Ofen.

Nach 10 Min. goß ich hektisch eine große Tasse Wasser in den Ofen und stellte den Timer auf 50 Min.

So verließ ich trotz Corona das Haus!

Home office ist für einen freien Menschen eine Qual !

Was werden die Arbeitgeber in Zukunft daraus machen? Alle sind doch so begeistert und verkünden , wie sie alles meistern (Haushalt, Kinder , Go – to meeting- ) allzeit bereit !

Büroraum ist sehr teuer! Verdichtung heißt das neue Schlagwort.

Es stehen nur noch wenige Büroarbeitsplätze zur Verfügung. Nachtschichten, Frühschichten, Spätschichten? Das alles gab es doch schon mal ? Heimarbeiter – innen –

Ausgebeutet, schlecht entlohnt….

Die Brotfertigstellung überließ ich meiner Tochter – die fluchend den Timer entgegennahm.

Roggen-Dinkel-Walnussbrot

Herzhaft, tolle Kruste , aufgeplatzt. Gute Butter genügt – oder etwas Bärlauch – sonst nichts. Einfach guuut!!

schaut selbst –

zum Reinbeißen

Allerdings will ich Euch meinen Misserfolg – ihr erinnert euch an den Ansatz mit den Kartoffelschalen… – nicht verschweigen.

Kartoffelschalen – konnte das was werden?

Der Hefezopf sah super aus – allerdings war er steinhart – ähnlich wie Salzteig. Mal wieder für die Tonne, tönte mein Gö – Gatte.

missglückter Hefezopf

So schnell gebe ich nicht auf . Mit dem Ansatz im Kühlschrank werde ich ein Weissbrot erneut ansetzen und dann will ich mal sehen , ob der Ansatz nicht doch eine Berechtigung hat.

Frohe Ostern!

Ein Gedanke zu „„Was lange währt, wird endlich gut … „

  1. Das Brot sieht einfach toll aus und ich fühle mich erst frei, nachdem ich 2007 ins Home-Office zog. Immer die gleiche Leier, jeden Morgen. Duschen, Anzug, Hemd, Krawatte rauslegen, sind die Schuhe auf Hochglanz geputzt und dann ab ins Büro, die Mitarbeiter nerven 😀 Heute schlurfe ich zum Kaffeeautomaten, danach ins Büro und ich habe schon zwei Stunden gearbeitet, bevor ich frühe im Büro ankam. Kein Vergleich 😉 Frohe Ostern und bleib gesund!

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