"Mediteranesbrot für Anfänger"

Die geliebte Alternative zum Graubrot meiner Familie. Auch hier habe ich viele Rückschläge erlitten. Meist war das Brot am gleichen Tag gegessen so la la.

Zufrieden war ich nicht mit meinem Weissbrot. Irgendwie fehlte das weiche, herzhafte, wie wir es von Italien oder Frankreich so schätzen. Stundenlange Teigführungen lieferte auch hier die Fachliteratur.

Bis ich vor 1-2 Jahren auf das Manitobamehl aufmerksam wurde. Zuerst dachte ich, brauchen wir das auch noch

Was ist das für ein Mehl, wo kommt es her?
Dieses Manitoba Mehl wird, wie sein Namensgeber aus Kanada, aus Eliteweizen gemahlen. Der Mineralstoffgehalt entspricht der Mehltype 550. Der Klebergehalt ist jedoch im Vergleich zu herkömmlichen Weizenmehlen um ca. 15-20% höher. Teige aus Manitoba Mehl haben ein starkes, dehnbares Gerüst, die Gebäcke ein wunderbares, großes Volumen. Das Mehl ist daher für lange Teigführungen mit wenig Hefe geeignet.

Allerdings benutze ich es immer nur sehr sparsam , denn ich könnte mir aufgrund der beschriebenen Eigenschaften vorstellen, dass zuviel Manitobamehl zum einem unbefriedigenden Backergebnis führen wird, das Brot gummiartig sich gebärdet, wie man es hin u. wieder auch im Handel erlebt.

Mit einwenig Manitobamehl wurde mein Weissbrot zum Renner und es hält sich auch mehrere Tage frisch und ist hervorragend geeignet zum toasten, mit hauchdünn aufgeschnittenem Räucherlachs – wie vor ein paar Tagen – eine echte Brotoffenbarung!

Mein Mediteranesbrot :

Zutaten:

500 gramm Weizenmehl 1050
200 gramm Weizendunst
100 gramm Manitobamehl
1 1/2 Eßlöffel Salz
11 gramm Hefe
1 1/2 Eßlöffel getrockneter Sauerteig Weizen
2 Eßlöffel bestes Olivenöl
2 Eßlöffel Backmalz
1 Eßlöffel Weizenschrot
450-500 ml lauwarmes Wasser

und los geht es:

Schritt 1:

Mehle und den Weizendunst vermischen Salz hinzufügen, Backmalz unterrühren. Dann die Trockenhefe hinzufügen , eine Brise Puderzucker hinzufügen.

Das lauwarme Wasser angießen und auf kleiner Stufe die Knetmaschine ca. 3-4 Minuten arbeiten lassen.
Dann die Geschwindigkeit erhöhen und ca. 10 Min. kneten lassen , bis sich der Teig vom Boden löst und ein homogener, straffer Teig entstanden ist.

Schritt 2:
Die Knetschüssel mit Klarsichthülle überspannen und für ca. 1 Stunde in die Garstufe des Backofens stellen.

Schritt 3:
Das Backbrett mit Mehl bestäuben (Weizenmehl 1050) und kräftig mit den Händen durchwalken . Hier kann man seinen
Aggressionen freien Lauf lassen.

Schritt 4:
Eine längliches Peddigrohrkörbchen mit einem Bäckerleinen auslegen – oder auch das Mehl direkt in das Körbchen geben, wenn kein Leinen vorhanden.
Das Brot ins Körbchen legen und mit einem kleinen „Händchen“ Weizenschrot bestreuen.
Eine Nacht beachten wir das Brot nicht! Es wartet in der Küche bei Zimmertemperatur auf seine Bestimmung am nächsten Morgen. Das Brot ist sehr geduldig, verübelt einem auch nicht, wenn es einwenig später abgebacken wird.
Allerdings kann man dieses Brot auch nach ca. 1-2 Stunden Gehzeit abbacken. Wer aber frisches Brot zum Frühstück liebt, der wird die Nachtvariante wählen.
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Schritt 5

Backstein auf die zweite Stufe von unten einsetzen, Behältnis mit kaltem Wasser einstellen und den Ofen auf 275 grad C
vorheizen.
Das Brot mit einer handvoll Weizenschrot bestreuen und auf den Stein legen.
10 Min. auf 275 grad backen.
Dann den Backofen öffnen und den Dampf ablassen.
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Temperatur auf 200 grad zurückstellen . Nochmal ca. 30-35 Min. backen.
Tipp: kurz herausnehmen und auf der Unterseite anklopfen – klingt es hohl – ist das Brot fertig!
Die Backzeiten sind nur Richtwerte, wenn mehrere Brot abgebacken werden , genügen oft kürzere Backzeiten.

Tolle Kruste, locker , geschmacklich herzhaft und doch weich….
leider nur noch der Rest kann ich als Foto präsentierenIMG_0141 (2)