"Was ich noch sagen wollte…. "

Zunächst möchte ich den Monat Mai gebührend verabschieden, schee woars….
Nach dem langen Winter war plötzlich einwenig Sommer

rote Kastanien 012

Das Gefühl, es läßt sich schwer beschreiben, ich habe Urlaub und bin ganz verwirrt, wie gestalte ich diese Tage am sinnvollsten, mit dem besten Nutzen für mich, meine Seele.Ja und ich möchte zum Friseur, zur Kosmetikerin, zum Zahnarzt, Rezepte ausprobieren -bzw. endlich diese Barbecuesauce machen, mit Rauchsalz, scharf und doch einwenig Süße…
Meine Kollegian Alex hat mir einen Vorgeschmack geliefert, Tomaten, Rauchsalz… war schon lecker, aber……

Mich brennt in meinen Reiseschuhen, fort mit der Zeit zu schreiten…. dieses Lied ist in meinem Hinterkopf.

Jeder hat,- bis auf ganz wenige Ausnahmen – das brennende Begehren zu Reisen, andere Länder, Menschen, Kulturen kennen zu lernen. Es muß immer etwas Außergewöhnliches sein, dieses Jahr machen wir China, nächstes Jahr Australien, ja und einen Kurztrip in Europa – da wissen wir noch nicht genau – ob wir , ach nein Italien, da waren wir schon, Griechenland, das brauchen wir in der heutigen wirtschaftlichen Situation…. ich weiß nicht, vielleicht irgendeine Insel, ja ich schau mal in der gängigen Reiseliteratur…..
Höher, schneller, weiter, das Ziel der Reise muß zwingend ein anderes werden.
Ne, da waren wir schon so oft, ja das hab ich 2005 gemacht.

Reisen, Menschen, Augenblicke, die Schönheit der Natur, die kleinen Dinge am Wegesrand, die bleiben komischerweise haften.
Genug geschwafelt, mein Pensum schaffe ich in zwei Wochen nicht.
In meinem Urlaub ist auch ein Gammeltag fest eingeplant,die Bücher auf meinem Nachkastl stapeln sich, auf das Isarwasser schaun- Treiben lassen, ausgiebig Süddeutsche schmökern und siehe da kommt die Erleuchtung für die Barbecuesoße.

Ganz besondere Glücksgefühle entstehen auch nach harter, lang vor sich hingeschobener Arbeit, z. B. Kleiderschränke, Küchenschränke, Gewürzschubladen, Schuhschränke – oh je, da muß aber viel weg…. großzügig ausmisten, platz für Neues schaffen.

Das ist doch Urlaub.

Wie oft sagen wir, ja da will ich nochmal hin, aber wir tun es dann doch nicht, denn die Freunde könnten ja äußern, da ward ihr doch letztes Jahr auch.
Eine Reise fängt für mich mit den Vorbereitungen an, warten auf den Anruf, ob das gewünschte Kleinod an der malerischen Donau das Zimmer bestätigt, den Reiseplan für die nächsten 10 Tage erstellen, genau aufgeführt mit allen Daten, in eine Klarsichthülle packen. Dem Wettergott ein Opfer bringen -mit Regenjacke bei Gewitter bis zum Flaucher und zurück bis zum Deutschen Mueseum – und schon kann es losgehen!

Mich brennt´s in meinen Reiseschuh´n
fort mit der Zeit zu schreiten
was sollen wir agieren nun
vor soviel klugen Leuten

Da hebt das Dach sich von dem Haus
und die Kulissen rühren
und strecken sich zum Himmel aus
Strom, Wälder musizieren

Da gehn die einen müde fort
Die andern nahn behende
Das alte Stück man spielt so fort
Und kriegt es nie zu Ende

Und keiner kennt den letzten Akt
Von allen die da spielen
Nur der da droben kennt den Takt
Weiß wo das hin soll zielen

von Joseph von Eichendorff (1788-1857) Cesar Bresgen (1913-1988)
P.S Das Rezept meiner „scharfen Grillköfte“ stell ich noch ein und vielleicht auch meine Barbecuesoße, je nach Gelingen.