"Schnelle Lauchtarte Trudel"

Diese Lauchtarte habe ich einer lieben Kochfreundin gewidmet, die mich auf die Idee gebracht hat, ihr Rezept etwas abzuwandeln.
Irgendetwas herzhaftes wollte ich schnell am gestrigen Abend noch zum Wein reichen, nachdem liebe Freunde auf einen Wein spontan vorbeigekommen waren und so entstand:

„Schnelle Lauchtarte Trudel“

Zutaten:

1 Packung Blätterteig aus dem Kühlregal
2-3 Stangen Lauch
3 Eier
1/4 L Sahne
5-6 Scheiben hauchdünngeschnitter, luftgetrockneter Speck oder Schinken
2 Eßlöffel Olivenöl
1 kleine rote Schalotte
1 Knoblauchzehe
Ziegenfrischkäse ca 100-150 gramm

Gewürze: Muskat – frisch gerieben, Salz, Pfeffer, Chiliflocken, getrocknete Kräuter der
Provence
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Zubereittungsschritt 1:
Den Lauch putzen u. gut waschen, dann in dünne Scheiben schneiden.
In eine Pfanne geben wir das Olivenöl und die kleingehackte Knoblauchzehe.
Den Lauch dünsten wir leicht an auf mittlerer Stufe.

Zubereitungsschritt 2:
Die Eier mit der Sahne verquierlen und mit Pfeffer, Salz u. Muskatnuss würzen.
Einwenig stehen lassen, damit die Gewürze sich entfalten können.
Den Blätterteig in eine Tarteform auslegen und so auslegen, dass die Form ganz mit Teig bedeckt ist. Mit einer Gabel den Teig „einstechen“.

Zubereitungsschritt 3:
Den Lauch aus der Pfanne in die Tartform schütten und anschließend die Eier-Sahne-Masse übergießen. Dann den Ziegenfrischkäse verteilen u. ggfs. mit der Gabel etwas auseinanderdrücken. Nun mit einer Spur getrocknetem Chili aus der Mühle nochmals würzen und die Speckscheiben über die Tarte verteilen.
Mit Kräuter der Provence bestreuen und bei 180 grad backen, bis der Tarterand braun wird. Ca. 25 Min. Bitte kontrollieren, damit der Speck nicht verbrennt.
Meine Gäste waren begeistert. Mein Sohn meinte allerdings, mit unserem klassischen Tarteteig hätte es noch viieel besser geschmeckt.

Betrachten wir es mal als konstruktive Kritik.DSC00684

"Marktgeflüster…."

Mein Viktualienmarktbesuch mußte ich heute auf den späten Vormittag verschieben.
Es herrschte betriebsame Hektik, München wird bereist, die Handwerksmesse schwemmt die Besucher über den Markt.

Naßkalt ist es, draußen kann man sich eigentlich nicht lange aufhalten.
Meine Einkaufsliste, Gewürze müssen aufgestockt werden z.b. Ras el Hanout für meine Lamm- u. Couscousgerichte, dann bin ich auf der Suche nach etwas Frühling, einen Salat… ??
Was wird angeboten Wildkräutersalat aus Holland, nein wohl doch nichts für mich, Spargel aus Bayern – unter welcher Wärmeschlange ist der denn gewachsen? – nein …
Aber die Hartgemüse, mag man auch nicht mehr …
Den Bärlauch aus der Pfalz, na wirklich nicht. Bald werde ich mit meinem Fahrrad den Bärlauch selbst pflücken, jeder in München hat da seine eigene Stelle, wo die Hunde nicht…, wo die Abgase nicht hinkommen… Dann werde ich wieder Bärlauch-Pesto, Bärlauch- Risotto, Bärlauchsuppe, Bärlauch-Nudeln…… Aber diesen aus der Pfalz, soll ich ihn doch kaufen für ein kleines Süppchen , so als Vorgeschmack?
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Ich entscheide mich, für Kohlrabi, Blumenkohl – wohl alles aus dem Süden – aber München ist ja bekanntlich die nördlichste Stadt Italiens.

In der Zeit vor Ostern – Fastenzeit – gab es früher sehr viel Gemüse- Kartoffel- Fischgerichte, einfache, schmackhafte Küche.
In meine Wohnung möchte ich auch einwenig Frühling reinlassen und will mich mal etwas orientieren. Die Auswahl ist riesengroß, Eier, Hasen, Sträucher….
In die große Bodenvase aus Glas kommen die „Korkenzieher“…. Dann sind diese Hasen dieses Jahr der Hit, die aussehen , wie Schokohasen, aber keine sind…
Da fällt die Auswahl schwer:DSC00685DSC00691DSC00692DSC00700DSC00693

Aber bald, da bin ich ganz, ganz sicher werde ich meinen Rhabarber-Prosecco in der Sonne auf dem Markt genießen!!!

"Überlebenssuppe"

Diese Woche konnte man schon mal den einen oder anderen Tag die Winterjacken durch den leichten Trenchcoat  ersetzen, doch  es war nur ein ganz kurzes Aufatmen und so mancher kämpft jetzt mit Grippe, Erkältung…

Für all diese „Frühlingsgeschädigten“ widme ich meine Suppe.

Rezept:

Diese Suppe hatte ich am Wochenende gekocht, die Markklößchen eingefroren – funktioniert übrigens hervorragend –
und nun  zur „Männerüberlebenssuppe“:

Rezept:
Zutaten:
750 gramm (gekochte hohe Rippe v. Rind)
2-3 2-3 cm ungeschälte Ingwerscheiben
1 Chilischote – rot –
1 rote Paprikaschote
1 junge ,kleine Kohlrabi
1-2 junge Möhrchen
1 Stange Lauch
3 rote, kleine Schalotten
1 Knoblauchzehe
5-6 cm frischer Kren
1 1/2 Liter Rinderbrühe
1 handvoll klein, gehackter Petersilie

Gewürze: Prisen Meersalz, Chiliflocken, schwarzer Pfeffer
Markklößchen nach belieben
Zubereitungsschritt 1:
Wir schneiden das gekochte Rindfleisch in mundgerechte Stücke.
Die Schalotten schneiden wir in grobe Stück, die Ingwerscheiben bereiten wir vor.
Die Pfanne erwärmen wir – fettlos- und geben die Schalotten, die Ingwerscheiben sowie die Chilischote hinein. Dann geben wir die Rindfleischstücke hinzu und lassen sie kräftig schmoren.Über das Rindfleisch reiben wir frischen Kren und geben Chili aus der Mühle über das Fleisch. Nach ca. 4 Min. löschen wir das Rindfleisch mit der Brühe ab. DSC00680
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Die Brühe darf ruhig etwas Fett enthalten, das brauchen wir zum Überleben. Sollte man aus gesundheitlichen Gründen auf das Fett verzichten, dann läßt es sich einfach abschöpfen.

Zubereitungsschritt 2:
Nun schneiden wir den Lauch in dünne Scheiben oder Streifen, die Paprikaschote, den Kohlrabi u. die Möhrchen möglichst fein schneiden oder durch die Küchenmaschine „jagen“
Die Suppe sollte jetzt ca. 10 Min. langsam köcheln, nicht aufkochen, die Markklößchen lassen wir langsam gar ziehen.

Die Temperatur nehmen wir zurück u. lassen das Rindfleisch nur einwenig simmern.
Abschmecken, ggfs. mit Salz u. frischgemahlenem schwarzen Pfeffer nachwürzen, mit Petersilie bestreuen und heiß servieren.
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Langsam kommen die Sinne wieder zurück, die Nase wird frei, sie läuft, die Wärme geht durch den ganzen Körper, die Sinne kommen wieder, es duftet herrlich.
Das Leben kommt in den erkältungsgeschwächten Manneskörper zurück.